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Wie lange bleibt Epigallocatechingallat im Tee / in der Thermoskanne


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Danke für die Info. Ich schließe daraus, dass das EGCG nicht ewig in der Kanne sich hält, aber zumindest die Zeit
bleibt, eine Kanne (4-5 ca. 300 ml Tassen) zu trinken, ohne dass das EGCG schon verschwurnden ist, habe ich richtig
verstanden, dass nicht ewig warten und den Tee stehen lassen, sondern auch trinken im laufe des Tages? (der Tee muss sich
ja auch auch trinkbare Temperatur runterkühlen können, ... den beschriebenen metallisch glänzenden Film habe ich bisher
zum Glück nocht nicht festgestellt.

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Sagen wir einmal so:  Wenn Du das Wort Thermoskanne benutzt, stelle ich mir vor, daß Du den Tee wohl doch etwas länger aufheben willst. Das geht schon mit schwarzem Tee nicht gut, der kein EGCG enthält. Schwarzen Tee kann man dagegen in einer normalen Kanne, in der er abkühlen kann, durchaus bis zum nächsten Tag aufheben. Bei Grüntee, der sich sehr viel schneller verändert, denke ich, daß  schon nach 3 Stunden in der Thermoskanne der Geschmack nicht mehr so gut ist. Man macht ihn am besten immer wieder frisch.

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Hallo Manfred,

besten Dank für die prompte Antwort. Hatte das nicht so geplant, den Tee bis zum nächsten Tag stehen zu lassen,
sondern ohne Hektik, aber doch in einem überschaubaren Zeitraum, das passt ganz gut in die von Dir genannten ca. 3 Stunden.
Auf den Geschmack kommt es mir weniger an, eher auf die Gerbsäure, da ich den Grüntee mehr aus Präventionsgründen
trinke und eh herb oder bitter bevorzuge.
Danke nochmal für die Präzisierung.

Hallo Manfred,

habe gerade, auf dieselbe Frage nach der Haltbarkeit der Catechine in der Teekanne die Auskunft oder Meinung
erhalten, dass die Catechine sich innerhalb weniger Minuten zersetzen, als Kaltaufguss im Kühlschrank weniger.
Bin nun echt verunsichert. Wie ist Deine Meinung dazu?
(Innerhalb weniger MInuten, wörtlich genommen, ist das überhaupt machbar trinktechnisch??)
Besten Dank vorab.

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Mit dem Kaltaufguß ist das so eine Sache. Im Kühlschrank lösen sich die Catechine nicht so gut, sie brauchen es heiß. Zum Beispiel gieße ich japanische Grüntees bei 70 °C auf, da ich sie nicht so bitter mag. Schon bei 70 °C lösen sich die Catechine nicht so schnell. Daher zweifle ich am Kaltaufguß, wenn es Dir auf die Catechine ankommt. Aber warum probierst Du es nicht einfach einmal aus, wie bitter ein Kaltaufguß mit Deinem Tee wird?

Daß die Catechine sich in wenigen Minuten zersetzen, glaube ich eher nicht, mein Tee verändert sich in wenigen Minuten nicht im Geschmack. Aber nach einer Stunde hat der Zersetzungsprozeß gewiß begonnen, wenn der Tee in der Thermoskanne ist. Wenn man dem Tee erlaubt, abzukühlen, hält er sich etwas länger. Man kann ihn ja auch kalt oder lauwarm trinken.

 

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Besten Dank. Werde es  probieren mit 1 oder mehr Stunden Ziehen im kühlschrank, aber grundsätzlich bei der Heißteemethode mit umd die  100 Grad bleiben und anschließend
schneller runterkühlen mit Eiswürfeln. Wenn der Bittergeschmack ein wichtiges Kriterium ist, ob die Catechine noch erhalten sind, bis jetzt war zumindest der Geschmack
für mich herrlich bitter, und auch schön klar der Grüntee und kein Film drauf, also die Abkühlphase durch Zutun von Eiswürfeln beschleunigen und hoffe, dass ich
damit keinen Schaden an den Catechinen anrichte.

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Habe 1 Liter des von mir verwendeten Grüntees zuerst für ca. 3 Stunden in den Gefrierschrank gestellt, danach in die  ca. 5 Grad kalte Kühlabteilung, dort für ca. 12 Stunden ziehen lassen, danach außerhalb des Kühlschranks sich auf ca. 18-19 Grad Trinktemperatur "erwärmen" lassen. Gefühltgespürtes Resultat: zum einen war der für den verwendeten
Tee beschriebene Geschmack im Hintergrund unaufdringlich herauszuschmecken, - und parallel dazu  das ( von mir bevorzugte) Herbe oder Bittere.
 

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danke für diesen Versuch, aber lohnt sich der Aufwand für das bisschen EGCG? O.o.

Sekundäre Pflanzenstoffe in allen Ehren, ich würde dann aber eher zu dunkler Schokolade, Obst etc. greifen. Denn den Grüntee nur wegen seiner (homöopatischen) Wirkung trinken, und dann diesen Aufwand treiben, wobei noch nicht mal klar ist, wie viel ECGC wirklich übrig bleibt, erschließt sich mir gerade nicht.

Vielleicht löst sich ja genauso viel EGCG, wenn du die Teeblätter vorher über Nacht in kaltes Wasser legst und einen Kaltauszug machst, wie mit dem langen lagern letztlich noch übrig bleibt - dann schmeckts wenigstens auch noch nach was. Vielleicht, denn wir reden hier auch von Teebeuteln... wieviel EGCG ist denn nach den vielen Verarbeitungsstufen und im Rohmaterial überhaupt noch drin?

Merke, Grüntee alleine wird nicht vor Krebs, Verkalkungen usw. schützen - die Gesamtheit der Lebensumstände machts. Das kam mir in der vorangegangen Diskussion etwas zu kurz.

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Danke für Deinen Kommentar. Du  hast natürlich vollkommen Recht, ein ausgewogenes Ernährungs- und Trinkverhalten ist sehr wichtig. Meine Frage war allerdings gezielt zur Haltbarkeit des  EGCG   unter den von mir  genannten Voraussetzungen.  Hat mich kein bißchen „Aufwand“ gekostet die geschilderte Teezubereitung . Warum auch, ein paar Teebeutel oder Blätter und über Nacht bzw. so oder so viele Stunden ziehen lassen, dass isses schon. (ich verwende sowohl Teebeutel als auch Blätter und steige grundsätzlich  in keine,  so oft   ideologisch gefärbte  Diskussion bzgl. der Überlegenheit dieser oder jener Teezubereitungsform ein.

Schokolade und Obst esse ich natürlich auch gerne, wobei  der Gehalt an EGCG im Grüntee bei weitem den in schwarzer Schokolade übertreffen dürfte, der Grüntee spielt da in einer anderen Liga, so gut die dunkle Schokolade auch schmecken mag.

Zudem, der gesundheitliche Nutzen von Grüntee ist ausführlich(st)  dokumentiert in einer Fülle von wissenschaftlichen Veröffentlichungen.
Bin zwar klar der „Schulmedizin“ verhaftet, was aber keinesfalls die Komplementärmedizin ausschließt.

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