GoldenTurtle

(Unemaillierte) Tetsubin vs. (unglasierter) Tonkessel vs. Ginbin (Silberkessel) vs. Edelstahlwasserkocher

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vor 12 Stunden schrieb theroots:

Allerdings empfinde ich den Effekt nicht stets als positiv. Aber wenn es passt, dann ist es durchaus eine Bereicherung. 

Würdest du genau in diesem Punk dem internationalen Konsens beipflichten, dass die Auswirkung einer Tetsubin eher für stärker geröstete Oolongs und alte oder fermentierte Tees (alter Oolong, reifer Sheng, Heicha generell) passend sind?

Am 12/28/2019 um 22:40 schrieb GoldenTurtle:

Wenn wir Glück haben, bin ich hier auf die Ginbin des armen Mannes gestossen.

Nachtrag - jemand hat die verlinkte 1,2 qt Kanne gekauft (@goza warst das etwa du? Wenn, dann hoffe ich auf einen ausführlichen Bericht mit jungem Sheng und Oolong! ;))
Nun erscheint unter dem Link leider nur noch die grössere 3,2 qt Kanne, die im Gegensatz zu Ersterer leider nicht nach Deutschland versendet werden kann.

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Interessant, Kupfer hat in Verbindung mit Tee Tradition in Holland, Amerika, der Türkei (dort scheinen aber innere Beschichtungen üblich zu sein), aber besonders auch Indien, aber nicht nur im Zusammenhang mit Tee, dort scheinen sie insb. aus gesundheitlichen Gründen darauf zu schwören (bei dortigen Erzeugnissen ist deshalb auch viel weniger mit inneren Beschichtungen zu rechnen):

" Our scriptures also advocate the drinking of four glasses of water stored overnight in a copper utensil every morning "

Das mit dem Wasser darin über Nacht ziehen lassen haben sie sogar in ihren Schriften. :D
Immerhin verstehen die mich in dem Punkt, wenn auch aus einem anderen Grund. :D

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 3 Stunden schrieb GoldenTurtle:

jemand hat die verlinkte 1,2 qt Kanne gekauft

Ne, ich war's nicht :D

Meine Pläne bzgl eines Wasserkessels wurden erstmal aufgeschoben, nachdem ich nix adäquates gefunden habe. Eine Shinkodo-Kanne wäre mein Objekt der Begierde, aber auch die sind beschichtet, ebenso wie von traditionellen englischen Herstellern (Simplex Kessel).

Bei den chinesischen Händlern bin ich besonders skeptisch, weil ich einfach nicht sicher bin, was ich da wirklich bekäme. Ich habe nicht die Möglichkeiten, die Authentizität einer Kupferkanne zu überprüfen. Mag auch nur ein Vorurteil sein, aber jeder Zweifel trübt meine Freude bei der Benutzung.

Ein Bonavita hat stattdessen kurz vor Weihnachten noch den Weg zu mir gefunden, und ich gehe erstmal weiter den einfachen Weg des Wassererhitzens, ohne Beeinflußung.

 

vor 3 Stunden schrieb GoldenTurtle:

aber besonders auch Indien, aber nicht nur im Zusammenhang mit Tee,

Darauf bin ich auch gestoßen, und vielleicht wäre der Umweg mit einer ayurvedischen Kupferwasserkanne denkbar, in der das Wasser vor dem Erhitzen angereichert wird.

 

 

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vor 12 Stunden schrieb GoldenTurtle:

beipflichten, dass die Auswirkung einer Tetsubin eher für stärker geröstete Oolongs und alte oder fermentierte Tees (alter Oolong, reifer Sheng, Heicha generell) passend sind?

Kann ich auf jeden Fall für alte bzw. gelagerte Oolongs bestätigen. Ich verwende meine Kanne nur für diese sowie Grüntee, alles andere kann ich daher nicht beurteilen. ;) 
 

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Zum Thema Kupfer ein handwerkliches Zeitdokument aus der Schweiz:

So ähnlich werden wohl auch die heutigen Kupferschmiede in der Türkei und in Indien zu Werke gehen, nur dass in Indien glücklicherweise i.d.R. innen wohl nicht verzinnt wird, was in obigem Video jedoch immerhin schön anzusehen ist.

PS: Ich habe meinen Kupferwasserspeicher inzwischen geordert, hier ein Link für Interessierte zu direkten Quellen in Indien. Diese sollten alle innen unbeschichtet sein, weder Zinn noch Lack noch sonstiges - ich habe auch bei einem der Händler nachgefragt. Interessanterweise sind fast alle diese Anbieter aus Jaipur, dort scheint die indische Kupferschmiedehochburg zu sein. Und ich finde das noch eine gute Sache via Etsy, so kommt auch wirklich viel des Geldes bei der dortigen lokalen Wirtschaft an.

bearbeitet von GoldenTurtle

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@GoldenTurtle, interessant!

Erkläre doch einmal, warum Du Dich für Metall und gegen Ton entschieden hast. 

Meine Gedanken gehen nämlich in die gegensätzliche Richtung, deswegen würden mich Deine Ansichten interessieren.

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Moinsen Anima

Dafür sprach eine ganze Wagenladung von Gründen:

1. bin ich seit Jahren nicht zufällig auf eine passende Tonlösung gestossen (und Tonerzeugnisse die bei uns in solchen Grössen selten womöglich in Brockenhäusern o.ä. anzutreffen wären, sind nicht über alle Zweifel erhaben, frühere Verwendung als Blumenvase wenn nicht gar als Nachttopf nicht ausgeschlossen)

2. wäre der Import einer Tonlösung einiges schwerer und teuer und bruchrisikoreicher

3. habe ich im Garten seit Jahren einen taiwanesischen Tonwasserkessel von X., in dem ich das Wasser auch über Nacht stehen lassen kann (ausser es ist gerade zufällig Winter)

4. bevorzuge ich das längere Stehenlassen des Wassers in einem solchen Gefäss aus mehreren Gründen gegenüber dem alleinigen Aufkochen in einem Kupfer-, Silber-, Eisen- oder Tonwasserkessel: der PH Wert des Wassers sinkt mit dem 1- bis 2-tägigen Stehenlassen wie der Gärtner gut weiss, auch die Pflanzen bevorzugen dieses Wasser gegenüber frischem aus dem Wasserhahnen. Und der Einfluss des Kupfers (oder in welchem Gefäss man das Wasser auch immer aufbewahrt) potentiert sich durch den Faktor Zeit mEn stärker als durch den Faktor Hitze, somit kann ich zudem getrost meinen schönen chinesischen Wengewood Glaswasserkocher z.H. weiterverwenden und habe dennoch eine für mich sehr ansprechende und obendrein preiswerte Lösung

5. ist ein Kupferwasserspeicher mMn wesentlich praktischer in der Handhabung als ein Tonwasserspeicher - ich müsste bei der Tonversion wahrsch. mit einer Schöpfkelle arbeiten, das alleine wäre gar kein wirklicher Nachtteil, doumer würde das möglicherweise sogar als Vorteil sehen, und ich wäre ihm auch gar nicht abgeneigt zuzustimmen, aber zum Auffüllen müsste ich wohl auch noch ein Transportgefäss verwenden, und dennoch müsste ich den Tonkrug hin und herschleppen (wir sprechen von einer Grösse von mind. 4-5 L), zum vollständigen Entleeren alle paar Tage vor erneutem Auffüllen

bearbeitet von GoldenTurtle

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Da sind durchaus Gründe dabei, die ich nachvollziehen kann. Allerdings tendiere ich dennoch eher zur Tonvariante.

Ich lasse mein Teewasser immer über Nacht - oder noch länger - in meinem unglasierten Tonkrug stehen und finde, dass das Wasser davon profitiert.

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vor 5 Minuten schrieb Anima_Templi:

Ich lasse mein Teewasser immer über Nacht - oder noch länger - in meinem unglasierten Tonkrug stehen und finde, dass das Wasser davon profitiert.

Das kann ich ja eben auch machen im Garten direkt im Tonkessel (insofern habe ich durch den Kupferwasserspeicher auch noch eine Alternative gewonnen) ... aber zeig doch gerne mal ein Bild deines Tonkruges, der ist mir bislang noch nie auf Fotos von dir aufgefallen (evtl. kamerascheu?) ... :thumbup:

bearbeitet von GoldenTurtle

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Absolut empfehlenswert! Auf Grund "erhörtem Wasserbedarf" hab ich zwei von den Krügen, die abwechselnd geleert werden, damit das Wasser genügend Zeit zum stehen hat - so ist Brita-Wasser gut verwendbar :thumbup:

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vor 2 Stunden schrieb Anima_Templi:

Es ist ein einfacher 1L Krug von Jiri Lang. @doumer hat in seinem Blog einen identischen. Erster Eintrag beim Zubehör. ;)

via. prSK erhältlich - nur die aktuellen sind innen glasiert (der von doumer unglasiert laut beitrag).
https://www.pu-erh.sk/product/juras-jug-77_11l19j/
https://www.pu-erh.sk/product/juras-jug-78_11l19j/

 

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