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TeeTalk

today's wee dram (ich trinke gerade...)


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Crusted Ports als günstigere und ebenfalls flaschengereifte Alternative zu Vintage-Portweinen werden zwar nicht von vielen Produzenten angeboten, können aber durchaus viel Spaß machen.

Auch wenn ich den Graham's aus 2013 hier nur im Dekanter der Konkurrenz zeigen kann, sei er uneingeschränkt empfohlen. Über sein Lagerungspotential kann ich mangels Erfahrung keine seriöse Aussage machen. Zum Jetzt-Trinken ist er aber hervorragend geeignet. Am besten hat er mir fast einen Tag nach dem Dekantieren gefallen. Seine kräftigen Kirsch- und erste Alterungsnoten waren da genau mein Geschmack.

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  • 1 Monat später...
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warum nicht auch den Konsum flüssiger Genussmittel außer Tee hier vorstellen? noch schnell den hier, bevor die Flasche ganz leer ist:

Ich empfehle euch wirklich den täglichen Griff zur Flasche zu lassen - auch wenn man mengenmässig nicht viel trinkt. Die Seele gewöhnt sich an den Einfluss des Alkohols, wenn man z.B. ein Gläschen t

Amen. Ich habe den zweifelhaften 'Vorteil', dass Wein im Laufe der Jahre zu einem Trigger für Migräneanfälle geworden ist - mehr als ein Viertel in einem Zeitraum von 2 - 3 Tagen führt zu recht unange

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Ich empfehle euch wirklich den täglichen Griff zur Flasche zu lassen - auch wenn man mengenmässig nicht viel trinkt.
Die Seele gewöhnt sich an den Einfluss des Alkohols, wenn man z.B. ein Gläschen trinkt um runterzufahren/abzuschalten - aber das kann man sich auch wieder umgewöhnen und generell entspannter leben.

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Und da dies ja ein Teeforum ist, möchte ich hier quasi als besonderer Piratenbeitrag ontopic im offtopic diesen Heicha empfehlen,
der mit seinen rauchigen, torfigen und molassesüssen Noten etliche Teeliebhaber mit einem Whisky-Fable zu begeistern vermag.

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In gewisser Weise ist Tee für mich Ersatz für Wein. Zwar war mir grundsätzlich (und hin und wieder auch praktisch) schon klar, dass die Welt des Tees ähnlich viel bietet wie die Weinwelt, aber aus mehreren Gründen und Zufällen hatte ich die eine vertieft und die andere nicht. Aber irgendwann war mir das einfach zu viel Alkohol. Die Variante, beim Wein zu bleiben, aber gar nicht mehr zu trinken, war mir dann doch zu blöd. (Ja, man kann spucken und wenn man die Technik beherrscht, muss man auf gar nichts aus der Weinwelt verzichten. Ausser dem Rausch).  So blieb ich in der Weinwelt, trank aber deutlich weniger und habe mich laaaangsam in die Welt des Tees begeben. Mit Erstaunen (und dann doch wieder nicht, weil es einleuchtend ist) fanden sich einige meiner liebsten Weinfreunde und  großen Weinkenner in der Welt des Tees wieder. Sogar Leute, die ihr Geld mit Wein verdienen sind dabei. Bin zur Zeit mit der Situation sehr zufrieden, möchte aber trotzem paar Punkte aufzählen, die mich aus Sicht eines Weinliebhabers an der Welt des Tees stören. Also nicht grundsätzlich, sondern nur mich persönlich:

- Der Tee wächst zu weit weg. (Die Wanderungen durch die Weinberge, die Hilfe beim Schneiden, Aufbinden, Lesen, Cuvetieren, Ausschenken macht echt viel Spass. Ebenso probieren beim Winzer. )

- Ich spreche kein Chinesisch

- Tee ist weniger gesellig. Oder trefft ihr auch zum trinken und probieren?

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vor 2 Stunden schrieb Charlie:

Tee ist weniger gesellig. Oder trefft ihr auch zum trinken und probieren?

Ja, ich treffe mich regelmäßig mit einem Teefreund zu gemütlichen Sessions. Auch andere Forumsmitglieder haben hier schon von schönen Teetreffen berichtet.

Und noch ein Tipp: In manchen Städten gibt es seit einiger Zeit so etwas wie öffentliche Tee-Stammtische, zu denen man auch eigenen Tee mitbringen kann. Zum Beispiel in Hamburg:

https://www.meetup.com/de-DE/teetrinker/

Ich meine kürzlich hier im Forum gelesen zu haben, dass so etwas Ähnliches auch in Berlin existiert...

Bearbeitet von teewelt
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  • 3 Wochen später...

Motiviert durch diesen Artikel habe ich bei meiner letzten Doubanjiang Bestellung auch gleich die teuerste Flasche Shaoxing Wein in den Warenkorb gelegt.
Die Erwartung ging in Richtung trockenem Sherry, was für den Abgang auch hinkommt.
Der Geruch allerdings und auch der Geschmack sind wenig erfreulich. Man riecht eine Salzigkeit bzw. Würzigkeit die ich eher mit Speisen als mit Getränken assoziiere. Nein zum Trinken ist das Nichts. Vermutlich doch nur günstige Kochqualität in nettem Tonbehältnis. Auf die erste Verkochung freue ich mich mehr als auf das Leeren dieses Glases:

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  • 4 Monate später...

Heute habe ich zwei sehr schöne Irish Whiskeys im Glas. Genauer gesagt zwei Single Farm Origins von Waterford: Ballymorgan 1.1 und Sheestown 1.1. Der Unterschied zwischen den beiden Whiskeys ist faszinierend. Fermentation, Destillation und Fassmanagement sind vergleichbar. Dadurch lassen sich die unterschiedlichen Terroirs deutlich herausschmecken. Ein spannender Vergleich, ich hatte nicht mit solch markanten Unterschieden gerechnet.

Noch wichtiger ist aber: Beide für sich sind richtig gute Tropfen. Die besten sehr jungen Whisk(e)ys, die ich kenne. Sie sind kaum älter als drei Jahre, ein Alter in dem viele Whiskys der großen Destillerien noch ruppig und unangenehm schmecken. Im Falle Waterford hat sich jedoch schon eine Geschmacksintensität und Harmonie eingestellt, die kaum etwas zu wünschen übrig lässt. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, wie die reiferen Abfüllungen dieser jungen Brennerei schmecken werden.

Kennt jemand von euch Waterford?

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@cordyceps
Ich habe jeweils ein 10cl Sample auf flaschenteilungen.de ergattert. Den Ballymorgan 1.1 gibt es z.B. noch hier, aber ich würde einfach mal in der Whiskybase schauen, welche Abfüllungen ansprechend klingen. Die Waterford Homepage ist auch ein guter Ausgangspunkt: zwar etwas unübersichtlich, hält aber sehr viele Detail-Infos über die einzelnen Abfüllungen bereit, was ich in dem von dümmlichem Marketing-Sprech geprägten Whiskybusiness sehr begrüßenswert finde.

Ich kann mir vorstellen, dass andere Single Farm Origin Abfüllungen von Waterford eine Verkostung genauso wert sind wie diese beiden hier. Habe zwischen den beiden keinen echten Favoriten. Der Ballymorgan ist zitrischer und gerstiger, der Sheestown süßer und milder. Finde beide Klasse.

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@cordyceps

Wobei die durch die langen Fermentationszeiten und das junge Alter durchaus funky sein können. Auf jeden Fall nicht glatt, wie so manche Standard Scotchs. Harmonisch, aber nicht glatt. Falls du mit kantig jedoch auch rauchig meinst, wirst du bei Waterford vermutlich nicht fündig.

Ich würde aber auf jeden Fall erstmal ein Sample probieren. Kenne keinen wirklich vergleichbaren Whisky, sodass ich nicht sagen kann "Magst du Glenirgendwas, wirst du Waterford lieben".

... Naja, vielleicht doch: Kilkerran 12 ist mein Lieblingsstandard, weil er harmonisch und fokussiert, aber auch expressiv und eben alles andere als langweilig ist. Ähnliches könnte man über die Waterfords sagen, wobei die noch "funkiger" sind, zumindest in diesem jungen Stadium. Sie sind aber gleichzeitig merklich süßer. So funky wie Springbank, den ich als wirklich kantigen Whisky bezeichnen würde, sind sie dann wiederum nicht.

Allen oben genannten ist gemein, dass Gerste, Fermentation und (besonders im Falle Springbank) Destillation den Charakter ausmachen und die gewisse Kantigkeit mit hinein bringen. Im Gegensatz zum Peat-Fokus bei Caol Ila und Konsorten.

Vielleicht hilft dir das noch ein wenig zur Einordnung.

... Deanston 12 ist vielleicht auch noch ein guter Vergleich. Der bringt eine ähnliche Süße mit und ist ebenfalls recht gerstig. Ich würde Mal vermuten, dass sich die Tasting Notes zwischen dem und den Waterfords stark überschneiden  Allerdings ist der Deanston viel milder, also weniger kantig.

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  • 3 Wochen später...
Am 7.7.2020 um 16:02 schrieb Shibo:

Tatsächlich war der leckerste Grain, den ich bisher im Glas hatte, ein junger Bursche. Ich meine es war ein Invergordon. Dementsprechend werde ich mich wohl erst einmal bei den unter 10-jährigen Abfüllungen umsehen, was diese Kategorie anbetrifft.

Seit diesem Post habe ich immer wieder nach vielversprechenden Abfüllungen mit den genannten Eckdaten Ausschau gehalten. Offenbar werden Grains aus dem Bourbonfass nur selten jung abgefüllt. Vermutlich ist diese Kombination für den Geschmack der meisten Abfüller zu wenig komplex und aufregend.

Daher habe ich mir nun eine der letzten Flaschen von eben jenem Invergordon gesichert, auf den ich im zitierten Beitrag Bezug genommen habe.

Die herrlichen Butterkeks- und Waldmeisternoten sind sogar noch besser, als ich sie in Erinnerung hatte. Besonders im Geschmack sind die Butterkeksnoten unglaublich intensiv. Allerdings nur, wenn man den Whisky nicht verdünnt (und das ist bei einer Fassstärke von fast 60% nicht Jedermanns Sache), denn dann verliert er rapide an Charakter. Das sollte nicht überraschen, denn außer etwas vanilliger Eiche und einem Hauch getrockneter Küchenkräuter ist nicht viel los hinter den beiden dominanten Noten. Ein One Trick Pony.

Das an sich wäre gar keine Kritik (genau diese Eigenschaft hatte ich mir von der Abfüllung erwartet und erhofft), allerdings lässt der Whisky im Abgang stark nach. Dieser ist etwas scharf und kratzig und wird von einer metallischen Note dominiert, die für Grain Whisky nicht untypisch ist. Bei einer kurzen Verkostung damals im Ladengeschäft, ist mir das so nicht aufgefallen. Auf einer Skala von 1-10, wie z.B. Malt Review sie benutzt, würde ich dem Whisky geschmacklich eine 7-8 geben mit zwei Punkten Abzug für den Abgang und einem weiteren Punkt Abzug für das PLV (90€/Liter lohnen sich mMn nicht). Also mit 4-5 Punkten knapp unter meinem persönlichen Durchschnitt. Unterm Strich bin ich also nicht allzu zufrieden mit dem Kauf. Normalerweise teste ich ausgiebig (was in diesem Fall nicht mehr möglich war) und kaufe dann nur von meinen absoluten Favoriten eine ganze Flasche. Vielleicht ändert sich mein Eindruck aber auch noch, so einen Whisky muss man manchmal über lange Zeit kennen lernen, um ihn wirklich wertschätzen zu können.

Auf die Ohren gibt's jetzt die Red Hot Chili Peppers der funkigen Anfangsjahre.

Sláinte!

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Am 5.8.2020 um 21:09 schrieb Lateralus:

Ich steh ja unheimlich auf die "Altherrengetränke" Madeira, Port und Sherry. Leider total zu Unrecht in Vergessenheit geraten, erreichen diese aufgespriteten Weine eine Aromenvielfalt die Ihresgleichen sucht. 

Um das Thema noch einmal hoch zu holen, da ich deinen Beitrag gerade zufällig gelesen habe: Ich trinke solche Weine ebenfalls gerne und finde sie total faszinierend. In dem Labyrinth von verschiedenen Ausbaustilen und Substilen habe ich schon viele Stunden meines Lebens verbracht. Auch wenn ich einen Boal Madeira, einen LBV Port (einen "echten" Vintage Port habe ich mir bis dato noch nicht gegönnt) oder einen älteren Tawny in manchen Momenten sehr schätze, sagen mir tatsächlich die jüngeren/trockeneren (geht ja oftmals Hand in Hand) Varianten insgesamt am meisten zu. Häufig sind die zwar etwas weniger komplex und intensiv, aber mir gefällt ihre Spritzigkeit und Vielseitigkeit in der Kombination mit Essen. Ein weiterer Vorteil ist der oft deutlich geringere Preis.

Sercial Madeira ist zu einem meiner Lieblingsweine geworden. Unverschämt gut mit Meeresfrüchten oder Suppen. Als Aperitif im Sommer finde ich z.B. jungen weißen Port klasse. Da bekommt man eine gute Flasche schon für 10€.

In Zukunft werde ich mich näher mit Sherry beschäftigen, da könnte mir glaube ich einiges gefallen. Bisher habe ich bewusst nur den La Guita Manzanilla probiert. Der war in Ordnung aber etwas dünn. In diesem Bereich ist bei mir also noch Luft nach oben. :)

Bearbeitet von Shibo
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