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GoldenTurtle

Yixing & Grüntee - das traditionelle Gespann

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Ich bin etwas skeptisch, Yixing ist es mMn nicht, es hat eine Lackierung, und Yixings haben sowas nicht.

PS: Zum Thema Yixing hatten wir neulich aber eine interessante Diskussion, ein Teefreund hat in einer Yixing einen Maojian Grüntee gebrüht, weshalb ich ihn dann etwas fragend gemustert habe, was dann aber rauskam ist, dass traditionell Yixing Teekannen eigentlich nur für Grüntee und irgendwann dann auch für Rottee verwendet wurden, aber die heutig so hippe Verwendung für Oolong und Pu'Er eigentlich als neumodischer Firlefanz zu betrachten ist, wobei viele "Teekenner" im Westen aber steif behaupt würden, dass für Grüntee Yixing gar nicht passt wegen der Porösität der Kannen und so. So schnell kann aus einem neumodischen Trend das Denken entstehen, etwas sei schon immer so gewesen.

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vor 3 Minuten schrieb GoldenTurtle:

traditionell Yixing Teekannen eigentlich nur für Grüntee

Das ist zutreffend. In Japan entstand ab der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts der 'Bunjincha', der 'Tee der Literati', aus dem dann die verschiedenen Schulen des Senchadō hervorgehen sollten. Vorbild war die Teekultur der chinesischen Literati der Mingzeit. Dies war vor allem auch eine Gegenbewegung zum aristokratisch-elitären Chanoyu. Wichtigster Impulsgeber war Baisaō (1675–1763), ursprünglich ein Zen-Mönch der Ōbaku-shū, die durch den chinesischen Zenmeister Yinyuan Longqi (Jap. Ingen Ryūki, 1592 - 1673) im Jahr 1661 etabliert worden war. Ingen und seine chinesischen Begleiter hatten die mingzeitliche chinesische Art der Teezubereitung mitgebracht, wo sie am Manpuku-ji (noch heute Haupttempel der Ōbaku-shū) ausgeübt wurde. Dieser 'Import' setzte auch andere wichtige kulturelle Impulse in Japan - von der Kalligraphie bis zur Architektur.

Die frühe Bunjincha-Bewegung hatte jedenfalls das Problem, dass es in Japan selbst weder eine Produktion von Sencha gab noch geeignete Geräte für die Zubereitung - beides wurde erst durch diese Bewegung initiiert. Tee und Geschirr wurde zunächst aus China über die in Nagasaki ansässigen chinesischen Kaufleute importiert. Wie durch hinterlassene Teegerätschaften nachgewiesen ist, war das für die Zubereitung von Sencha (im ursprünglichen Sinn eine generelle Bezeichnung für grüne Blatt-Tees, gleich welcher Herkunft) bevorzugte Material Yixing. Allerdings aufgrund der Abschottungspolitik der Tokugawa schwer erhältlich und teuer - schon in China selbst. Die sich mit der Popularisierung des Bunjincha und dann des Senchadō entwickelnde japanische Produktion sowohl von (grünem) Blatt-Tee als auch von dem dazu benötigten Teegeschirr entwickelte sich zunächst in enger Anlehnung an chinesische Vorbilder. Tokoname- und Banko-Keramik entstand so in enger Anlehnung an das Vorbild Yixing. Wichtigster Initiator war der Maler Kimura Kenkadō (1736 - 1802), ein Freund und Erbe einiger Teegeräte Baisaōs - viele hatte Baisaō vor seinem Tod vernichtet, vermutlich um einem "Reliquienkult" vorzubeugen. Kenkadō jedenfalls publizierte nicht nur ein Buch mit Zeichnungen von Baisaōs Teegeräten, er ließ auch einheimische Handwerker Kopien von Teegeräten Baisaōs anfertigen. Kimura Kenkadō und Ueda Akinari (1734 - 1809), ein Arzt und Schriftsteller, der zwei einflussreiche Arbeiten über grünen Tee verfasste ('Vermischte Kommentare zum Weg reiner Eleganz' 1794 und  'Trunkene Worte eines Teesüchtigen' 1807) waren dann die wichtigsten Wegbereiter des Senchadō.

 

 ingen.thumb.jpg.ddb15feb058d3906285be7324a4b7601.jpgbaisao_pot.jpg.250a0403e3d27ed3bcc0744e2ef027db.jpg

Links Yixing-Kanne aus dem Nachlass Ingen Ryūkis, rechts Yixing-Kanne (auch als Wasserkessel genutzt)aus dem Nachlass Baisaōs / Kenkadōs.

baisao.jpg.87a3ba6659f3cc74d08a95e10bca1c37.jpg  akinari.thumb.jpg.ca3f9663152ccb03a88ff9ea0b998f9a.jpg

Links Baisaō, genannt 'der alte Teehausierer', rechts Ueda Akinari.

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Danke, SoGen, für diese interessanten Informationen! Obwohl ich mich mit der Geschichte des Teetrinkens in Japan schon beschäftigt habe, war mir Bunjincha bisher nicht bekannt. Sind die von Dir genannten Schriften von Ueda Akinari veröffentlicht? Falls sie online oder gedruckt verfügbar sind, wäre ich für einen entsprechenden Hinweis dankbar. Am besten natürlich in deutscher oder englischer Übersetzung. Notfalls auch auf japanisch.

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Geschrieben (bearbeitet)

Möglicherweise könnte unser eigener 'alter Teehausierer' @miig ab meinem PS ein eigenes Thema daraus erstellen mit dem Titel: "Yixing & Grüntee - das traditionelle Gespann".
Ich wollte dies eigentlich nur als Randnotiz einmal kurz erwähnen, aber mit @SoGen's historischen Erläuterungen, die einmal mehr beinahe biblische Ausmasse annehmen ergibt dies nun doch ein ansprechendes Thema.

bearbeitet von GoldenTurtle

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@teewelt: Direkten Zugriff auf die Texte habe ich leider nicht; Übersetzungen scheinen nicht zu existieren und Japanisch kann ich nur ein paar Brocken. Meine Quelle für obiges (auch für die Bilder) ist:

Patricia J. Graham
Tea of the Sages: The Art of Sencha
University of Hawai'i Press
Honolulu 1998
ISBN 0-8248-1942-X

Leider nur antiquarisch erhältlich zu recht saftigen Preisen. Ich hatte mir daher bei Google Books eine Ebook-Version für ca. 20 € gekauft und mich ziemlich geärgert. Ist nur PDF (was ja okay ist), aber grottenschlechter, offensichtlich vollautomatischer, unlektorierter Scan und nur mit Anstrengung zu lesen. Inhaltlich nichtsdestotrotz (jedenfalls für mich) hochinteressant.

Die Bibliographie ist da nur in Romaji und wegen der Scanqualität kann ich Lesefehler nicht ausschließen. Auch die Form der bibliographischen Angaben ist .... ich sag mal: ungewöhnlich. Die beiden genannten Texte von Akinari werden jedenfalls wie folgt (d.h. von mir ein wenig sortiert) angegeben - die Angaben zur Originalveröffentlichung lasse ich mal aus:

Ueda Akinari
Seifū sagen  (Miscellaneous Comments on the Way of Pure Elegance)
in: Hayashiya Tatsusaburo, Yokoi Kiyoshi, and Narabayashi Tadao, eds.
Nihon no chasho (Japanese books on tea) Vol. 2
Tōyōbunko, 206
Tokyo: Heibonsha 1972
pp. 153 - 210

Ueda Akinari
Chaka suigen (Drunken words of a Tea Addict)
in: Nakamura Yukihiko
Kinsei sakka kenkyū (Research on writers of the early modern era)
Tokyo: Sanichi Shobō 1961
pp. 219 - 249

_()_

vor 33 Minuten schrieb GoldenTurtle:

beinahe biblische Ausmasse

Da der Text ja nun nicht sooo umfangreich ist, vermute ich mal du meinst die unhinterfragbare autoritative Gültigkeit ... ;)

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    • Von Roberts Teehaus
      Silbernadeltee

      Bereits der erste Augenschein auf den Tee verrät, wie der Silbernadeltee zu seinem wunderschönen Namen gekommen ist. Die Teeblätter sind etwas größer und an der Rückseite von feinem Silberflaum überzogen. Auch dieser Tee hat eine besondere kulturelle Bedeutung; so sagt man ihm nach, dass er der Legende nach einst in der Trinkschale des Kaisers Cheng Nung entstanden ist, als dieser sich unter einem Teestrauch niedergelassen hat.

      Weißer Tee

      Weißer Tee aus China zählt als „Krone der Teeschöpfung“ und beschreibt eine besondere Tee-Rarität. So ist die chinesische Teekultur von unzähligen Mythen und Legenden durchwoben, die dem weißen Tee lebensverlängernde Kräfte nachsagen – und in seltenen Fällen soll er der Sage nach sogar Menschen zur Unsterblichkeit verholfen haben…  Und so kam es, dass die Herrscher Chinas schon im frühen 11. Jahrhundert v. Chr. ihr Gefolge und ihre Untertanen in die entlegensten Regionen des riesigen Reiches der Mitte aussandten, nur um einige Hände voll dieser magischen weißen Teeblätter zu erhalten!

      Kostbar und geheimnisvoll!

      Überall auf der Welt gilt weißer Tee als die exklusivste Tee-Sorte überhaupt. Ins Deutsche übersetzt bedeutet sein Name etwa „Weiße Pfingstrose“, „Wassergeist“ oder „Silbernadel“. Baihao Yinzhen heißt „die Weißhaar-Silbernadel“, welche als weißer Tee in den Da-Bai-Gärten von Zhenghe und Fuding im Norden der Provinz Fujian geerntet wird. Als eine der besten, teuersten und rarsten Teepflanzen wurde der Silbernadeltee in früheren Zeiten sogar mit Gold aufgewogen.

      Um nur ein Kilogramm dieser besonderen Teevariante und Kostbarkeit zu gewinnen, bedarf es mehr als 30.000 von Hand gepflückte, ungeöffnete, obere Blattknospen! Noch immer werden die Teespitzen in den weltweit einzigartigen Teeanpflanzungen im Hochland Chinas auf traditionelle Weise gepflückt und auch heute noch werden zum Teil Erntemethoden gepflegt, die früher dem Kaiser und seinem Hofstaat vorbehalten waren. Bei der „kaiserlichen Pflückung“ wurden seinerzeit nur Knospen gepflückt, deren Reinheit nicht befleckt wurde – und zwar von der Ernte bis in die Teeschale des chinesischen Kaisers. Die jungen Teepflückerinnen trugen bei der Ernte Handschuhe und gaben die behutsam abgeschnittenen weißsilbrigen Knospen zum Trocknen in geflochtene Körbe.

      (Doch weiß niemand genau, welche besonderen Vorsichtsmaßnahmen in der heutigen Zeit ergriffen werden, um das faszinierende, an Orchideen erinnernde Aroma der Silbernadeln zu bewahren. Teekenner jedenfalls lieben diesen himmlischen Duft) 😊

      Was den Silbernadeltee zudem noch rarer macht: Er wird bloß zweimal im Jahr geerntet – und dann auch nur an zwei Tagen, die zuvor sorgfältig geplant werden. Ist es an jenen Tagen entgegen der Wetterprognose windig oder regnerisch, verzichtet man lieber auf die Ernte…

      Silbernadeltee in der Kultur

      Der kostbare Silbernadeltee ist Bestandteil vieler Zeremonien der traditionellen chinesischen Teekultur, die über viele Jahrhunderte gewachsen ist. „Gong Fu Cha“ gilt als bekannteste chinesische Teezeremonie, ihr Ritus hat schon lange einen festen Platz in Chinas faszinierender Teekultur.

      Gong Fu Cha  beschreibt die besondere Perfektion, die man nur durch Erfahrung und besondere Übung erreichen kann. Im Zentrum steht dabei das stetige Bemühen des Teemeisters, den perfekten Tee zuzubereiten, was zum einen handwerkliches Geschick und zum anderen die richtige meditative Verfassung braucht. (Wenn Sie einen Besuch in China planen, nehmen Sie unbedingt an einer unvergesslichen klassischen Teezeremonie teil.)

      Mehrere Aufgüsse

      Bei Gong Fu Cha wird der Tee in mehreren Aufgüssen getrunken. Beim ersten Aufguss sollen sich zunächst die Knospen öffnen - vorab wird der betörend schöne Duft genossen, darum wird der Tee zur ersten Einstimmung direkt in die Schalen eingeschenkt. In China nennt man dies  den „Aufguss des guten Duftes“. Anschließend folgt der „Aufguss des guten Geschmacks“ – und jetzt, beim zweiten Aufguss, können sich die Aromen so richtig entfalten!

      Poetisch bezeichnet man die weiteren Aufgüsse des Tees als „Aufguss der sehr langen Freundschaft“, denn solange man den Tee immer wieder aufgießt, ist man ihm symbolisch freundschaftlich zugewandt. 😊 Mit jedem weiteren Aufguss muss der Tee jeweils zehn Sekunden länger ziehen, auf diese Weise schmeckt er immer wieder ein bisschen anders und man kann bald feststellen, wie mannigfaltig seine Geschmacksvariationen doch sind!

      Teezeremonie

      Wer eine Teezeremonie mit Silbernadeltee begehen möchte, geht dabei wie folgt vor: Zunächst werden die Teegefäße/Teekanne erwärmt. Im nächsten Schritt werden Gefäß oder  Kanne mit etwas frisch aufgebrühtem Wasser gefüllt und der Silbernadeltee hineingegeben. Mit heißem Wasser auffüllen, den Duft wahrnehmen – und das Wasser wieder abgießen.

      Nun einen zweiten Aufguss mit 70-80 Grad heißen Wasser vornehmen, und (je nach Geschmack) 3-5 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb kreisförmig in die Teeschale eingießen. Den Duft genießen, das Auge an der Farbe erfreuen! Schließlich kann der Tee getrunken werden. Jeder weitere Aufguss sollte dann 10 Sekunden länger ziehen. Am Schluss dieser schönen Teezeremonie werden die gebrauchten Teeblätter schließlich in saubere Teeschalen gelegt und den Gästen als Geschenk und Erinnerung überreicht. 😄🌿🍵

      Eine gepflegte Teezeremonie mit Silbernadeltee bietet uns in unserer heutigen schnelllebigen Zeit ein wunderschönes Ritual, um im Familien- oder Freundeskreis einmal so richtig abzuschalten und ein wenig „herunterzufahren“. 😊
       

    • Von Konfusius
      Hallo,
      kann mir hier aus dem Forum vielleicht jemand etwas zu dem abgebildeten Kännchen sagen? Habe es vor einigen Jahren mal günstig erstanden, mir persönlich erscheint es eher hochwertig, es ist präzise gefertigt, der Deckel sauber eingeschliffen etc.
      Weiß vielleicht jemand wie alt es ist?
       
      vielen Dank schon mal,
      Gruß Konfusius

      Bin mir nicht sicher, wie man mehrere Bilder hochladen kann!
       


      Aha, jetzt hat es geklappt!
    • Von Roberts Teehaus
      Gyokuro Asahi – kleine Geschichte einer Kostbarkeit

      Das erste, was dem Betrachter ins Auge fällt, ist seine intensive grüne Farbe. Im gleichen Moment findet ein edles wie süßes, kräftig-frisches Aroma den Weg in die Nase - mildfruchtig mit einer dezenten Note von Gras.

      Gyokuro Asahi – der edle Tautropfen

      Übersetzt ins Deutsche, bedeutet sein Name „edler Tautropfen“, was wie beinahe alle Wörter aus dem Japanischen wunderschön und poetisch klingt. Hört man Japanern zu, so sprechen sie sehr ehrfürchtig über dieses vollendete Getränk. „Schattentee“,“ Perlentau“ – er ist kein alltägliches Getränk für Zwischendurch, sondern etwas ganz Besonderes!  Gyokuro Asahi wächst im Schatten - Laubbäume schützen ihn vor allzu hellen Sonnenstrahlen; zwei Wochen vor seiner Ernte wird er vorsorglich mit Bambusmatten abgeschirmt.

      Geschichten um die Entstehung des Gyokuro Asahi

      Es war einmal… in einem fernen Land der aufgehenden Sonne - in einem wunderschönen Inselreich mit Namen Nihon, welches wir heute als Japan kennen. Man schrieb das Jahr 1835. Der Teehändler Herr Yamamoto Kahei VI. unternahm eine Reise. Er reiste von Edo (heute Tokyo) nach Uji – in der Nähe des heutigen Kyoto. Dort machte er die Beobachtung, dass die Teesträucher einige Wochen vor ihrer Ernte abgedeckt wurden. Wohl galt dies, um die Pflanzen vor Frost zu schützen – und eigentlich nicht vor der Sonne – doch war das der allererste Schritt zum heutigen Schattentee. Das Interesse von Herrn Yamamoto Kahei war geweckt! Er begann zu experimentieren und stellte Versuche an. Bald schon entdeckte er, dass die Beschattung der Teepflanzen einen völlig neuen, überraschenden und einzigartigen Geschmack hervorbrachte. Das war die Geburt des Gyokuro Asahi.

      Nun, ob sich das so zugetragen hat, lässt sich heute nicht mehr genau sagen, denn die Geschichte zur Entstehung des edlen Tautropfen ist sehr lange her… Dennoch ist sie eine sehr schöne Geschichte. 😊

      Der Anbau des Gyokuro Asahi

      Angebaut wird der edle Tee auf der Insel Kyushu. Dank ihrer geologischen Lage im Südwesten von Japan verfügt sie über ein mildes subtropisches Klima – was für den Anbau von Tee ideal ist! Bäume spenden Schatten und die Bambusmatten schirmen vor Sonne ab. Dadurch verzögert sich das Wachstum der Pflanzen, ihr Gehalt an Chlorophyll in den Blättern steigt, ihr Gehalt an Gerbstoff hingegen sinkt. Es sind gerade die Gerbstoffe, auch als Tannin bezeichnet, die Tee oft bitter schmecken lassen – besonders, wenn man ihn zu lange ziehen lässt. Schattentee entwickelt viel Koffein – und obwohl er so mild schmeckt, ist er ein ausgesprochener Muntermacher und weckt die Lebensgeister!

      Die beste Zubereitung für Gyokuro Asahi

      Nun, als Maßstab kann man sagen: Je hochwertiger ein grüner Tee ist, umso niedriger sollte die Wassertemperatur beim Aufbrühen sein!

      Für den edlen Tautropfen reicht eine Wassertemperatur von 50 bis höchstens 60 Grad. Seine Ziehzeit ist – wie bei jedem grünen Tee – kurz, zirka 2-3 Minuten – nicht länger. Auf diese Weise bleibt sein zarter milder Geschmack erhalten. Selbstverständlich kann man ihn mehrfach aufgießen.

      Gyokuro Asahi zur Teezeremonie

      Es empfiehlt sich, diesen exklusiven Tee zu zelebrieren und ihn aus einem ebenso exklusiven Gefäß zu trinken. Japanisches Teegeschirr, Kannen und besonders wunderschöne Tee-Schalen sind für diesen edlen Tautropfen angemessen! Und im Vertrauen: Wer mag schon gerne Champagner aus einem ehemaligen Senfglas schlürfen? Kleiner Tipp: Wer Japan besucht, sollte unbedingt den alle zwei Wochen stattfindenden großen Flohmarkt in Kyoto-City besuchen. Hier findet man für einen „schmalen Taler“ wunderbare gebrauchte Porzellanwaren. Da in Japan im Allgemeinen Gegenstände mit viel Bedacht behandelt werden,  findet man in der Regel keine verschlissenen Gegenstände. Es lohnt sich, einen leeren Extrakoffer mitzunehmen! 😄🍵🗾

    • Von QLONKER
      Hallo Community
      Ich hatte vergangenes Jahr eine Eingebung weil ich gerne grünen Tee trinke und bei der Arbeit gern mal die Zeit aus den Augen verliere. Es ist mir schon öfter passiert, dass ich vor lauter Konzentration am PC vergessen habe, dass ich mir ja eben gerade einen Tee gemacht hatte und den Beutel rausnehmen muss. Das Resultat, der Tee schmeckte nicht mehr, war bitter und ich musste ihn noch mal machen. Ich habe mich dann am Wochenende mal zu Hause hingesetzt und einen Tee Timer entwickelt, der den Teebeutel nach Ablauf einer vordefinierten Zeit automatisch aus der Tasse zieht. Der erste Prototyp war klobig, eigentlich unpraktisch und hatte noch keine Batterie. Aber das Konzept funktionierte und ich hab das ganze dann noch verfeinert und am Ende kam ein hübsches Gerät heraus, das man im Büro problemlos auf dem Tisch betreiben kann, auch wenn keine Steckdose in der Nähe ist. 
      Man hängt einfach den Teebeutel oder ein Tee-Ei an den Heber und startet das ganze. Der Heber schwenkt den Tee sogar noch während der gesamten Ziehzeit und wenn die Zeit abgelaufen ist, wird der Beutel (oder das Ei) aus der Tasse gezogen. Ich verkaufe das Teil mittlerweile auf meiner Webseite und versuche das Gerät weiter zu entwickeln. Ich würde jetzt gerne wissen, wie Ihr darüber denkt. Der Preis ist damit gerechtfertigt, dass ich die Dinger von Hand selbst aus hochwertigem Holz baue. Kein Kunststoff aus der Maschine. 
      Hier meine Webseite: <Link entfernt>
    • Von Roberts Teehaus
      Leckeres fürs Pfingstfrühstück

      Die nächsten Feiertage stehen bald vor der Tür und kaum etwas ist schöner als ein ausgedehntes Frühstück mit viel, viel Zeit, guten Gesprächen, guter Musik und natürlich Tee 😊

      Ich kann für mich sagen: Tea makes the world go round! 🌏
      Draußen steht bereits alles in voller Blüte und die länger werdenden Tage wecken die Lebensgeister enorm! Da durch die Entschleunigung der letzten Wochen viele Menschen das 5-Sterne-Restaurant in ihrer eigenen Küche entdeckt haben, steuern wir gerne ein paar Rezepte zum Ausprobieren und Genießen bei! Das Schöne dabei ist: Genuss ohne Reue – für die Zubereitung kommen ausschließlich gesunde Zutaten zum Einsatz. 😊
      Ein Hochgenuss für wärmere Tage ist Grüntee-Ingwer-Zitronen-Eistee: 🍸

      ·         15 g Grüntee
      ·         10 g frischer Ingwer
      ·         1 unbehandelte Zitrone
      ·         240 ml Mineralwasser
      15 g Grüntee und 10 g frischen Ingwer mit 250 ml fast kochendem Wasser übergießen und 1 - 2 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb mit Eiswürfeln abgießen, so kühlt der Tee schneller. Den Saft einer ½ Zitrone und 240 ml Mineralwasser hinzugeben und in 2 hohe Gläser aufteilen. Eiswürfel hinzugeben, mit 1 Scheibe Zitrone dekorieren und … genießen.
      Frische Frühstücksbrötchen und Scones lassen sich hervorragend mit Orangen-Ingwer-Zitronen-Konfitüre krönen! 🍊

      ·         500 g geschälte Orangen - ½ Orange beiseitelegen
      ·         1 kleine Zitrone
      ·         2 EL grünen Tee mit ca. 200 ml überbrüht
      ·         3 Datteln
      ·         1 Beutel Gelierfix
      ·         1 EL Rohrzucker
      Orangen und ½ Zitrone in einem Mixer grob pürieren. Den grünen Tee mit dem nicht mehr kochenden Wasser überbrühen und 2 min. ziehen lassen. Inzwischen 1/2 Orange und 1/2 Zitrone sowie die Datteln in kleine Stücke schneiden, damit die Konfitüre eine fruchtigere Konsistenz erhält. Zusammen mit dem abgesiebten Tee, Gelierfix und Rohrzucker in die Fruchtmasse einrühren und aufkochen lassen. Weitere 2 EL Rohrzucker einrühren und ungefähr 3 Minuten köcheln lassen. Danach gleich in Einmachgläser füllen, Deckel gut schließen und umgedreht hinstellen. 

      Reicht für ca. 2 - 3 Gläser und ist natürlich auch als Mitbringsel zum Brunch ein  schönes Geschenk. 😊
      Und wer Appetit auf ein außergewöhnliches Eis verspürt, dem kann auf diese Weise geholfen werden – roh-veganes Grüntee-Zitronen-Ingwer-Eis: 🍨

      ·         500 g Bananen
      ·         1 EL grünen Tee
      ·         100 ml Wasser
      ·         1 Zitrone
      ·         5 g Ingwer
      Vorbereitung am Vortag:

      Bananen in kleinen Stückchen einfrieren; Grüntee brühen und absieben, mit ½ Zitrone (unbehandelt) und 5 g Ingwer ziehen lassen, bis er kalt ist: Dann nochmals absieben und als Eiswürfel einfrieren.

      Zubereitung am Genuss-Tag:

      Bananen und Grüntee-Eiswürfel im Mixer/Blender pürieren, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist. In Eisgläsern anrichten, mit Zitronenabrieb und Minze-Blättchen dekorieren.

      Mit Tee kann man so unglaublich viel machen, wenn ich allein schon an das überaus umfangreiche Angebot an Matcha-Produkten in Japan denke, überkommt mich die Lust am Ausprobieren und Genießen.

      Eine gute Zeit und bis zum nächsten Mal 😊

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