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das richtige Teewasser ( Österreich)


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Ich habe noch ein neues Wasser ausprobiert. https://thirdwavewater.com/

Mein Sohn hat bei einer Online-Kaffeeverkostung teilgenommen. Und damit die Teilnehmer ein möglichst ähnliches Geschmackserlebnis haben, wurde da ein Packerl Mineralien versendet, die man in destilliertes Wasser gibt. Und von diesem Wasser hat er mir etwas überlassen.

Ich hab einen jungen Sheng  (https://www.chenshi-chinatee.de/de/spring-laomane-gushu-2020.html)  zuerst normal mit Brita-Wasser aufgegossen, und dann den 4. und 5. Aufguss mit dem 3rd Wave Water gemacht. Das Ergebnis war recht drastisch. Ich fands grauslich. Unangenehm bitter und etwas metallisch, vom fruchtigen Geschmack mit dem Brita-Wasser habe ich nichts mehr gemerkt. Der nächste Aufguss mit Brita-Wasser war wieder ok.

Mein Sohn sagt, dass das Wasser gut für Kaffee geeignet war.

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Hmm ... so rein theoretisch habe ich ja auch schon herumspintisiert, auf diese Weise ein Teewasser anzurühren, dessen mineralisches Profil zum jeweiligen Tee passt. Ist schon ein wenig dekadent - und schon wegen der erforderlichen Tests (für jede Teesorte eine eigene Testreihe) zumindest für mich keine realistische Option. Aber ich hätte das als Geschäftsidee verkaufen sollen, bevor die cleveren Jungs und Mädels von Third Wave Water auf dieselbe Idee gekommen sind ...

vor 12 Minuten schrieb hats:

Mein Sohn sagt, dass das Wasser gut für Kaffee geeignet war.

Durchaus möglich, wenn meine Hypoteese, dass die Zusammensetzung (das mineralische Profil) von Tee und Aufgusswasser einander möglichst ähnlich sein sollten, so stimmt. Was dann für Kaffee geeignet ist, muss es nicht unbedingt für Tee sein. Wobei Kaffee allerdings hauptsächlich dieselben Mineralien aufweist wie Tee: Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Da stellt sich dann neben der Frage nach den Mengenanteilen natürlich auch noch die nach der Konzentration. In Kaffee ist die geringer als in Tee; wie stark mineralisch das angerührte 'Third Wave Water' ist, wäre eine andere Frage. Ich vermute mal, diese Daten fallen unter Geschäftsgeheimnis - ich konnte jedenfalls auf der Webseite keine Angaben dazu finden.

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vor 12 Minuten schrieb hats:

3rd Wave Water gemacht

Wow, beim bloßen Gedanken daran, irgendetwas in destilliertes Wasser zu schütten und das zum Brühen zu verwenden schüttelt es mich! Dennoch danke für deinen Test, da hast du sicherlich anderen was erspart ;)

Eigentlich bin ich auch kein Fan von Brita-Filtern (Silber, Verkeimung etc.) und wie du sagst ist der Geschmack vom Wasser an sich grausig sauer, komme aber leider nicht ganz drum herum, da nur ungefiltertes Wasser zu verwenden bei der Härte hier schlicht nicht möglich ist (als Anhaltspunkt: nach dem Übergießen sieht das Kännchen aus als ob es geschneit hätte) - nur Brita-Wasser geht zwar aber wie du und @SoGen festgestellt habt braucht es doch etwas Mineralien für ein vernünftiges Ergebnis. Das Wasser über Nacht in einem unglassiertem Ton-Gefäß stehen zu lassen kann da schon etwas helfen (kommt natürlich auf den Ton drauf an), aber das für meinen Geschmack beste Ergebnis (mit Brita-Wasser) erzielt man (zumindest für Shengs) wenn man es mit ungefiltertem (bzw. nur durch einen Aktivkohle-Monoblock-Filter (da hier nur Pestizide/Arzneimittel, Bakterien/Keim, Microplastik etc. aber nicht Mineralien (und somit auch kein Kalk) gefiltert werden) gefilterem) Wasser mischt - so kann man zwar den Kalkgehalt auf ein erträgliches Maß reduzieren, hat aber trotzdem nicht alle Mineralien rausgefiltert und nicht diesen sauren Brita-Geschmack - das ganze dann noch etwas in eisenhaltigem Ton ruhen zu lassen wäre natürlich noch das i-Tüpfelchen ;) 

Wasser in Flaschen zu kaufen ist aus logistischen Gründen nichts für mich - und weil es sich einfach hinsichtlich ökologischem Fußabdruck falsch anfühlt, jeden Monat Deziliterweise Wasser zu kaufen, das extra irgendwo abgefüllt, beschriftet, verschickt, gelagert, ggf. nochmals verschickt, in Regalen einsortiert und dann verkauft wird... wohl dem, der eine Quelle in der näheren Umgebung zur Hand hat, dann könnte man sich auch das Filtern sparen!

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vor 57 Minuten schrieb SoGen:

Da stellt sich dann neben der Frage nach den Mengenanteilen natürlich auch noch die nach der Konzentration.

Genaue Daten kenn ich auch nicht, auf dem Beipackzettel steht bem "Classic Profile" (das war die verwendete Variante, es gibt je nach Zubereitungsmethode oder Röstgrad auch noch andere Varianten) bei Ingredients:

  • Magnesium Sulfate
  • Calcium Citrate
  • Sodium Chloride

Andere Varianten unterscheiden sich hier etwas, das Espresso Profil beinhaltet zum Beispiel Potassium Bicarbonate statt Sodium Chloride (laut Webpage, Packungsbild Rückseite)

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vor 48 Minuten schrieb Charlie:

Mal plump dazwischen: wenn man verschiedene Wässer nimmt, müsste man dazwischen den Wasserkocher ziemlich gründlich reinigen, oder?

Da Wasser keinen intensiven Eigengeschmack hat (oder haben sollte) und das Innere von Wasserkochern meist aus geschmacksneutralem Edelstahl besteht: nein.

vor 2 Stunden schrieb doumer:

Wow, beim bloßen Gedanken daran, irgendetwas in destilliertes Wasser zu schütten und das zum Brühen zu verwenden schüttelt es mich!

Ich habe seit längerer Zeit gute Erfahrungen damit gemacht, selbst hergestelltes destilliertes Wasser mit Leitungswasser zu mischen und zum Teeaufgießen zu verwenden.

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Beim Kochen von nicht-demineralisiertem Wasser  fallen immer Salze aus. Kocht man danach ein anderes Wasser im gleichen Wasserkocher werden sich eventuell ein Teil der ausgefallenen Salze wieder in dem zweiten Wasser lösen. Das heisst, man hat beim zweiten Mal ein anderes Teewasser als das, das man vielleicht glaubt. Besonders stark wird dieser Effekt dann sein, wenn das erste Wasser stark und das zweite Wasser wenig Salze enthält.

Bearbeitet von Charlie
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Am 19.10.2020 um 12:30 schrieb doumer:

Wow, beim bloßen Gedanken daran, irgendetwas in destilliertes Wasser zu schütten und das zum Brühen zu verwenden schüttelt es mich!

Nun ja - wenn man sich mal anschaut, wie unser Trinkwasser aufbereitet wird, dann ist das auch ohne dass man es anschließend noch privat durch einen Ionenaustauscher und Aktivkohlefilter rieseln lässt auch schon ein recht 'technisches' Wasser.

In einem gewissen Forum verbreiteten Gerüchten nach sollen vereinzelte Filialen einer größeren deutschen Teehandelskette darauf verfallen sein, Tees mit destilliertem Wasser aufzugießen. Meine Katze mag Mäuse - ich mag's nicht.

Ansonsten habe ich mir anläßlich eines Tages der offenen Tür mal die Quellwasserverarbeitung und -abfüllung am Erbeskopf im Hunsrück angeschaut; die machen da auch ein gutes und preiswertes Teewasser, Black Forest grob vergleichbar. Ich bin eigentlich nur wegen der Glasflaschen auf Black Forest umgestiegen, das wog für mich die längeren Vertriebswege auf. Aber ich schweife ab - zusammenfassend war mein Eindruck der, dass man auch abgefülltes Quellwasser eigentlich besser als 'naturnah' statt als 'natürlich' bezeichnen sollte. Nich jeder ist so gut dran wie unser Teefreund @Paul. Ich selbst bin durchaus ein Liebhaber wirklich natürlichen Quellwassers - wobei ich ehrlich sagen muss, dass die sensorischen  Unterschiede zu einem (guten) kommerziellen Quellwasser , wenn sie denn nicht rein psychologisch bedingt sein sollten, dermaßen subtil sind, dass sich da jetzt nicht von 'besser' oder 'schlechter' reden lässt.

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P.S.: Vorbereitet auf dem Teetisch: der 1993er (geröstete) Tie Guan Yin von @chenshi-chinatee. Da kommt Freude auf ...

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vor 4 Stunden schrieb SoGen:

Nun ja - wenn man sich mal anschaut, wie unser Trinkwasser aufbereitet wird, dann ist das auch ohne dass man es anschließend noch privat durch einen Ionenaustauscher und Aktivkohlefilter rieseln lässt auch schon ein recht 'technisches' Wasser.

Da geb ich dir vollkommen Recht - aber ein Kohle-Block, durch den das Wasser läuft ist mir doch deutlich lieber, als irgend ein Pulver ins Wasser zu kippen. Der Ionentauscher ist leider ein notwendiges Übel hier - würde ich liebend gerne darauf verzichten! Und für eine Quelle wie die bei Paul würde ich viel geben!

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vor 15 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Dafür magst du die Katze, und das ist immerhin mal ein Anfang.

Meine Gefühle Katzen (insbesondere meiner langjährigen Hausgefährtin) gegenüber sind da doch etwas ambivalenter. Ich denke, "mögen" kann man Katzen eigentlich nur eher so wie ein Domestik seinen gelegentlich leutselig aufgelegten Dienstherrn (die Damen des Forums können hier entsprechend das Bild der Kammerzofe aufgreifen). In diesem recht weiten Sinne mag ich auch Mäuse (wenn, aufgrund ihrer Unreinlichkeit, auch weniger als Hausgenossen) - aber, anders als meine Katze, habe ich sie nicht zum Fressen gern. Wobei ich dem Geschmack meiner Katze gerne den ihm gebührenden Respekt erweise, schließlich beruht unsere Partnerschaft und häusliche Gemeinschaft auf dieser Differenz des Geschmacks ...

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Bearbeitet von SoGen
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