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Ich hab's versaut!!! Hilfe beim Mischen!!


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Bitte entschuldigen Sie mein schlechtes Deutsch

Hallo,

ich habe Mist gebaut und brauche Hilfe!    Ich habe kürzlich einige Spitzentees der Spitzenklasse gekauft.   Darunter waren 2 Oolongs.   Der erste war ein gemischter "Ren Shen Shen Wulong" Tie Guan Yin aus Anxi in der Provinz Fujian, China.
Der andere war eine "Nang Xiang Jin Xuan" Jin Xuan-Sorte aus Alishan in Chiayi, Taiwan, aus einem einzigen Anbaugebiet.
Es ist meine eigene Schuld, ich dachte, ich würde sie mögen.  Allerdings sind die Geschmacksprofile recht malzig, (für mich) und besonders bei der "Ren Shen Wulong" ein deutlicher Hauch von Lakritze.    Ganz und gar nicht mein Geschmack! (entschuldigen Sie das Wortspiel)     
Ich hasse es, sie wegzuwerfen, es sind erstaunliche Tees und sie kosten wirklich viel Geld, es ist nur so, dass ich sie für mich nicht trinken kann. Jedenfalls bin ich auf eine Idee gestoßen, und ich frage mich, ob jemand Erfahrung damit hat.   Ich überlege, den Tee mit einem anderen Tee (oder vielleicht zwei weiteren Tees?) zu mischen und dadurch das Geschmacksprofil zu verdünnen.     
Ist das möglich?   Ist dies ein lohnendes Unterfangen?       Würde ich damit nur meine Zeit verschwenden?     Hat jemand Erfahrung mit dem Mischen von Tee?   Wenn ja, wie schwierig ist es und wie ist das Verfahren?
Ich würde mich wirklich über den Beitrag von jedem freuen.
mit freundlichen Grüßen Gin    
 

 

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Erstmal herzlich willkommen ginlane :winken:

Wie viel nimmst du von jedem Tee, und mit wie viel ml Wasser gießt du auf? Wie ist die Wassertemperatur pro Aufguss?
Du könntest erstmal mit einer kleinen Menge für eine Tee Runde mischen und probieren,  je nachdem wie viel du für die Aufgüsse verwendest z. B. 3 g.
Ich würde halb und halb anfangen und dann gucken welcher einen stärkeren Geschmack hat und dann anpassen, also weniger von dem Stärkeren und etwas mehr von den Schwächeren.
Ich kenne mich nicht mit Tee mischen aus, dafür gibt es hier im Forum ein paar andere Mitglieder, die das schon gemacht haben. 
Fast jedes Mitglied hier hatte schon mal Tee gekauft, der dann nicht gut schmeckte. Kann jedem mal passieren ;)

Könntest du dich bitte auch in unserem Vorstellungsthread vorstellen. :) 
 

Bearbeitet von Macarona
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Hallo ginlane. Willkommen im Forum.

Der erstgenannte Tee ist ein Oolong welcher mit Ingwer versetzt wurde. Ganz ehrlich: Niemand macht das mit einem guten Tee. Ich schlage vor du holst dir einen anständigen Tee aus zuverlässiger Quelle.
Btw. schlechter Tee ist ein prima Blumendünger .

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Sollte Ren Shen nicht eher Ginseng sein?  Wenn da viel Ginseng dran ist dann schaut der Tee weniger wie ein typischer gerollter Oolong aus. Eher so wie kleine Wasabi Nüsse. So einen Tee würde ich aber nicht mit anderen Tees mischen da das Ginseng Aroma schon ziemlich dominant ist. Ich behaupte diese Tees werden auch weniger für "Genusstrinker" produziert sondern eher für die erhoffte Wirkung. 

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@ginlane Howdy, du könntest den Tee ja noch zu einem urzeitlichen Gebräu weiterentwickeln:

Am 11.9.2020 um 10:43 schrieb GoldenTurtle:

Früher hat man in Yunnan ja nicht geschrieben, und die ältesten schriftlichen Belege sagen nichts über die Verarbeitung des Pflückguts, aber was festgehalten wurde ist, dass der Tee gekocht und mit Zimt, Ingwer und Pfefferkörnern getrunken wurde.

 

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Am 16.10.2020 um 11:11 schrieb Eodas:

Sollte Ren Shen nicht eher Ginseng sein?

Stimmt! Ich verwechselte die zwei immer. Sehen aber auch ähnlich aus... :D

Am 17.10.2020 um 11:10 schrieb GoldenTurtle:

@ginlane Howdy, du könntest den Tee ja noch zu einem urzeitlichen Gebräu weiterentwickeln:

 

Lu Yu hat es gar noch wilder getrieben! 

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Ja, ich kenne das. Ich kann einfach nichts wegschmeißen...

In diesem Jahr hatte ich beschlossen, gute, aber mir zu "kohlige" Tees zu mischen. Dazu habe ich dann etwas Dongding und etwas Richtung Hongcha gemischt. 

Wichtig für mich, dass die Tees ähnliche Struktur haben. Meine sind alle gerollt zu kleinen Kugeln.

Ich versuche kleine Mengen und verändere dann die Anteile so lange, bis mir das Ergebnis gefällt. Jeder Schritt wird genau dokumentiert.

Meine Meinung ist auch, dass das Ergebnis nicht heller, grüner sein kann, als die beteiligten Sorten, schwarz bleibt schwarz 🙂

Das Ergebnis trinke ich jetzt auf Arbeit und bin sehr zufrieden. 

Warum sollte aus dem ersten Tee nichts werden? Die "Verdünnung" wird es entscheiden. Und natürlich denke ich nicht an den "Sonntags Nachmittagstee". Aber zum "Austrinken" könnte man es schon probieren.

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      Hallo zusammen!
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    • Von goza
      Mountain Stream Teas hat immer mal wieder Sample Packs im Angebot, um ihre Pear Mountain (= Lishan) Oolongs anhand verschiedener Jahreszeitenpflückungen näher untersuchen zu können, inwiefern sich die Tees unterscheiden und entwickeln.
      Ich kenne die jährlich neu aufgesetzte Frühlingspflückung („Spring Pick“) bereits als einen günstigen, guten Alltagstee, extrem unkompliziert in verschiedenen Zubereitungsarten und einfach eine „sichere Bank“.
      Anfang des Jahres hatte ich mir dann mal ein Set bestehend aus den 2019er Pflückungen aus 3 Jahreszeiten bestellt: neben der Frühlingspflückung waren 2 Herbstpflückungen, die dazu unterschiedlich stark oxidiert sind, und eine Winterpflückung enthalten.
       
      Spring Pick:
      Dieser Tee ist schnörkellos und sicherlich kein Überflieger, aber das muss und kann er auch nicht sein; die leckere Einfachheit hat auch etwas für sich. Die trockenen Blätter duften nach Orange, aufgegossen wird meine Erwartung an den floral-vegetabilen Duft eines Blumenladens nicht enttäuscht. Anklänge von Gewürzen kann ich erkennen, süß und aromatisch. Im Mund breitet sich die Blumigkeit cremig über Zunge und Gaumen aus. Sehr süß, mit Milchschokolade und etwas Brot im Abgang. Weitere Aufgüsse betonen vegetabile, Brot- und Maronen-Noten und eine leichte Säure. Je später und länger die Aufgüsse, desto mehr kommt die Oxidation im Geschmack zum Tragen, erdig und mit etwas Waldhonig.
       
      Fall Pick A:
      zunächst mal, was die Webseite zu den zwei Herbst-Pflückungen sagt:
      „Fall Pick A is an easy to brew lighter oxidized oolong whose buttery florals are rich, subtle, long-lasting and great for grandpa/western style brewing. Fall Pick B is more oxidized with stronger, richer, deeper buttery flavors in the up front with more of the heat of the fall pick, but with less of the floral aftertaste of the Fall Pick A.“
      Schon zu Beginn ist der Tee äußerst süß und zuckrig, im Geruch dominiert zwar eine florale Note, leicht säuerlich mit Essig, im Geschmack interpretiere ich aber eher eine helle Fruchtigkeit, die sich erst wieder im Abgang in duftende Rosen wandelt. Interessant, dass da der Geruch der trockenen Blätter eher etwas maritimes, muscheliges und waldiges hatte. Geschmacklich kommen milde, leicht metallische Schwarztee-Noten hinzu. Das abgerundete Geschmackbild wird getragen von Sahnigkeit und die weiteren Aufgüsse tendieren dann zu grasigen, kräuterigen Aromen – u.a. Minze und auch Zimt -, stets begleitet von der Blumigkeit.
       
      Fall Pick B:
      Die stärkere Oxidierung (deren konkrete Höhe leider nicht genannt wird) ist sofort spürbar. Der Tee ist trotz seiner Blumigkeit des ersten Aufgusses würziger und leicht erdig. Im Geruch blumig-süß mit viel umami, kräftiger Brühe und Früchten, appetitanregend; die trockenen Blätter waren da noch würzig-kräuterig. Das Mundgefühl ist zwar immer noch samtig, jedoch bei weitem nicht so stark wie Fall Pick A. Mit jedem weiteren Aufguss entfernt sich die Charakteristik vom zarten grünen Oolong und wird kräftiger und strenger. Im Nachgeschmack bleiben Noten von gerösteten Kaffeebohnen und die Spritzigkeit von Zitronenlimonade.
       
      Winter Pick:
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      Fazit:
      Interessant wie die Tees jeder für sich stehen, aber eine gewisse Ähnlichkeit dann doch wieder nicht verbergen können. Die Tees präsentieren sich wie die Jahreszeiten selbst: sprießender Frühling, kräftiger Sommer, und ein zu Ruhe kommender Winter.
      Die Tees leben grundsätzlich von einem aromatischen ersten Aufguss, weitere Aufgüsse nach Gongfu sind zwar gut, fallen aber stark dahinter zurück. Meistens bereite ich diese Tees in 2 Aufgüssen nach westlicher Art zu, da ist für mich das Optimum aus den Blättern herausgeholt.

    • Von Konfusius
      Hallo,
       
      wollte mich hier nur kurz vorstellen, bin 48 Jahre alt und wohne in Wiesbaden.Lese schon seit einiger Zeit hier  im Forum mit und habe mich jetzt endlich angemeldet!
      Angefangen mit dem Tee trinken habe ich schon sehr früh, als Kind habe ich mir heimlich Schwarztee gebrüht, mit Unmengen Milch und Zucker.Ich weiß sogar noch die Sorte, es war die gute Milford Ceylon-Assam Mischung aus dem Supermarkt, natürlich im Beutel.
      Dementsprechend gilt heute meine Vorliebe den Schwarztees, mittlerweile höherwertige wie Yunnan golden Bud oder japanischen Benifuuki Schwarztee, welchen ich sehr mag.
      Trinke aber ansonsten auch alles , was sich irgendwie aufbrühen lässt, wie z.b. Guayusa "Tee", den ich wegen Geschmack und Wirkung sehr schätze (verstehe gar nicht, warum man hier im Forum gar nichts über diesen Tee findet!), Bambus und Moringa mag ich auch sehr. Oolongs habe ich diverse probiert, wobei ich den nicht mehr trinken kann, nachdem ich mich nach einer Gong Fu Style Sitzung mit Gaiwan und  Milky Oolong übergeben musste, vermutlich waren da irgendwelche Keime im Spiel.
      Eine Matcha Phase habe ich auch hinter mir, gefiel mir vom Geschmack her sehr gut, aber  vertrage ihn leider nicht.
      Gyokuro nebst kleiner 60ml Kyusu ist unterwegs, da freue ich mich schon riesig drauf.
      Wo ich mich aber überhaupt nicht heran wage ist Pu Erh, ich habe gelesen, dass bei der Herstellung Aspergillus niger beteiligt ist, wie kann mann denn sowas trinken, ohne krank zu werden?
      Während meiner BTA Ausbildung hat man sich quasi bekreuzigt, wenn der Name Aspergillus niger fiel 🙂, schwarzer Schimmel im Tee? Lieber nicht! Vielleicht kann mich ja ein Pu Erh Fan aufklären.......
       
      Hoffe, ich werde mit meinem Posting  meinem Nickname nicht zu sehr gerecht 😉
       
      Viele Grüsse
      Konfusius
       
       
       
       
       
       
    • Von michdal
      Ich plane eine Bestellung bei Tea Masters und suche noch Mitstreiter. Zum einen hatte mein geliebter Mini-Gaiwan kürzlich Bodenkontakt, außerdem könnte ich mal wieder ein paar anständige Oolongs gebrauchen. Mittlerweile gibt es ja eine komplett neue Website, die die Recherche vereinfacht (https://www.tea-masters.com/en). Die einzelnen Tees sind ausführlich beschrieben. Nette Gefäße sind natürlich auch immer zu haben.
      Ich würde mich um Abwicklung und ggf. Zoll kümmern. Wir haben vor einigen Jahren schon einmal zusammen bestellt und es hat gut geklappt:
      https://www.teetalk.de/forums/topic/1892-suche-qingbai-mini-cup-tea-masters-bzw-möglichkeit-der-sammelbestellung/?tab=comments#comment-22803
      Fragen gern hier oder per PN.
      Edit: Ach ja, sehe gerade, es gibt nun auch Freiversand ab 100 USD (Airmail) bzw. 200 USD (EMS).
    • Von Teeknospe
      Etwas später als geplant habe ich nun die Winterernte des Dancongs "Ya Shi Xiang" bei mir im Shop. Der Tee stammt aus dem Fenghuang Shan (Phoenix Mountains) in der chinesischen Provinz Guangdong. Es handelt sich um einen kurz oxidierten Tee mit intensiv-blumiger Note und zarten Fruchtnuancen:
      https://www.teeknospe.de/
       
       

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