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Welche Kanne für welchen Tee und die richtige Zubereitung


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Hallo,

ich bin alamo und bin neu in diesem Forum.

Da ich auf den Geschmack von losem Tee gekommen bin, fing ich an mich in das Thema genauer einzulesen, und bin nach einigen Stunden auf den verschiedensten Seiten im Internet sehr verwirrt, was die Zubereitung angeht.

Zuhause trinke ich bisher Darjeeling ( schwarz und grün ), Lapacho und auch gerne Früchtetee, und ging ich bei der Zubereitung immer so vor:

Einkannen-Variante

-Wasser im Wasserkocher erhitzt ( ca. 0,8Liter - 1,0 Liter )

-Tee in eine Aufgusskanne aus Glas gefüllt

-Wasser dazu und ziehen lassen ( Temperatur und Menge der Sorte angepasst )

- Alles durch einen Filter in die Aufgusskanne aus Porzellan gegossen ( anfangs in einer Glaskanne auf dem Stövchen, das habe ich dann allerdings schnell wieder gelassen)

- den Tee genossen :)

Da ich nun auch auf den Geschmack von Oolong und Pu-Erh gekommen bin, wird mein Sortiment erweitert.

Auf der Liste stehen bis jetzt:

Oolong ,Pu-Erh, ein paar Sencha und Bancha Tees, ein-zwei Weisse Tees, sowie einen Griechischen Bergtee

Nach einigen Stunden im Netz musste feststellen, dass jeder was anderes empfiehlt was die Zubereitung und die Kannenauswahl sowie die Kannenanzahl angeht.

Brauche ich für jede Sorte eine andere Kanne ?

Eine aus Porzellan für Darjeeling ?

Eine aus Keramik (unglasiert, wegen dem Osmose-Effekt?) für >Grüntee ?

Für Pu-Erh, Sencha, Bancha und Oolong auch jeweils eine Keramikkanne ? auch unglasiert?

Gibt es evtl. bessere Kannen für die verschiedenen Teesorten?

Kann ich für den Gr.Bergtee und den Grünen Tee die selbe Kanne verwenden?

Kann ich für den Bancha und den Sencha die selbe Kanne nehmen?

Für welche Sorten nimmt man eine Gusseiserne Kanne?

Kann ich meine Aufgusskanne aus Glas für alle Teesorten benutzten? Die dürfte ja eigentlich Geschmacksneutral bleiben.

Nach dem Aufguss würde ich , wie auch bisher, den Tee in die jeweilige Kanne füllen. Wäre das richtig?

Meine schon vorhanden Porzellankanne werde ich, falls das o.g. zutrifft für meinen Darjeeling nehmen. Es ist eine Bredem..... Cosy und hält den Tee lange heiß.

Für meinen Früchtetee werde ich eine schon vorhandene Glaskanne mit Stövchen verwenden, da schmeckte ich bisher keinen großen Unterschied.

Da ich aber wie schon geschrieben mein Sortiment erweitern möchte, bin ich am überlegen, ob ich nicht auch gleich ein paar Kannen kaufen sollte.

Wie ihr sicherlich herauslesen könnt bin ich was die richtige Ausstattung angeht, recht verwirrt und habe jede Menge fragen.

Ich möchte das beste aus jeder Teesorte rausholen. Falls jemand einen Rat oder Erfahrung damit hat, würde ich mich sehr darüber freuen.

Vielleicht bin ich ja nicht der einzige mit diesem "Problem" hier im Forum und somit könnte der Thread auch anderen helfen. 

Gruß

alamo

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Vorab mal gut dass du  die Zwei kannen Methode verwendest. Grundsätzlich braucht ein guter Tee nicht viel um gut zu werden:

eine saubere Kanne

Kalkfreies richtig temperiertes Wasser

die passende Ziehzeit

und eine saubere vorgewärmte Kanne mit genug Platz.

Ich verstehe die Versuchung sich mit dem richtigen Zubehöhr eindecken zu wollen. Allerdings würde och das verschieben und lieber am Anfang mehr Geld in den Tee zu stecken und heraus zu fibden wofür deb Herz schlägt. wenn man die oben genannten Vorausetzungen erfüllt (das geht prinzipiel schon  für recht wenig Geld (Timer,Sieb, Tasse und Kanne)) kann man schon sehr nahe an perfekten Tee kommen. Zubehöhr ost wss sehr schönes, aber nicht essentiell für guten Tee. Bei einem abwaschbaten Material wie Glas odrr glasiertem Przellan kann man problemlos sehr verschiedene Tees verwenden. Eine spezielle Kanne für eine Teesorte würde ich mir erst zulegen wenn ich weiss, dass ich diese länger bzw bevorzugt trinken werde.

Wenn du dir aber eine Grünteekanne zulegst würde ich datin auch nur grüntee zubereiten, also keinen grünen Bergtee, denn das ist mWn ein Kräutertee. Eventuell wütde ich sogar japanischen und chinesischen Grüntee trennen. Also eine Kanne für Bancha, Sencha, und Gyokuro, eine andere für Lung Ching und die anderen Köstlichkeiten :-)

Eisenguss sehe ich gar nicht als Aufgusskannen sondern eher als Kessel zum Wasser erhitzen bzw warmhalten.

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Insgesamt würde ich es mal mit kleineren Teemengen probieren, also Tee Tassenweise zu zu bereiten. Wie du sicher bemerkt hast sind die meisten Spezialteekannen ziemlichbklein. Das fängt so be ca50ml an und geht selten weit über 300ml. Es gilt halt immer noch das alte Teesprichwort:

Je besser der Tee

desto kleiner die Kanne

Je kleiner die Kanne

desto besser der Tee.

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Hallo David,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich habe mir mal einen guten Wasserfilter zugelegt, da ich mich wegen der Wasserhärte bei uns erkundigt habe. Die liegt bei 17,10....

Dann habe ich mir noch verschiedene Probiersets und kleine Mengen bestellt um mich mal weiter vorran zu "testen".

Für meinen Grüntee werde ich mir auch noch eine seperate Kanne zulegen.

Dazu noch zwei fragen:

Wie sollte diese am besten sein? Porzellan, Ton oder doch was anderes, unglasiert?

Kann ich darin dann auch meinen grünen Darjeeling zubereiten oder sollte ich den besser in der selben Kanne wie der schwarzen zubereiten?

Gruß

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Hallo alamo!

Gerade in der Anfangsphase, wo Du viel rumprobierst, würde ich Dir von porösen Oberflächen abraten. Glas, Porzellan, Keramik (glasiert) verändern nicht das Aromaprofil des Tees - und sie nehmen nicht den Geschmack des Vorgängertees an. Dann ist es also auch kein Problem, heute grünen Darjeeling, morgen Sencha und übermorgen Maofeng zu trinken - wenn Du die Kanne zwischendrin richtig ausspülst.

Wenn Du definitiv eine eigene Kanne für Grüntee widmen willst, möchte ich Dir zu einer kleinen Kanne raten: 0,3l oder kleiner. Zum einen ist Grüntee empfindlich, was das Warmhalten angeht - auf dem Stövchen oder in der Thermoskanne verschlechtert sich der Geschmack bald. Also besser öfter kleine Mengen machen, die Du aufgetrunken hast, bevor der Tee kalt oder alt wird. Bei Grüntee kann man ja mehrere Aufgüsse machen - das können schon mal 4 Aufgüsse von einer Ladung Teeblättern sein. Wenn Du das mit einer 1Liter-Kanne machst, gibt das vermutlich eine unruhige Nacht.  ;)

Viel Spaß beim Durchprobieren!

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Ich muß zugeben, daß ich mit dem von David zitierten (und viel tradierten) Spruch nicht viel anfangen kann. Eine kleine Kanne macht natürlich Sinn bei Tees, die man viele Male aufgießen will…aber wird der Tee damit automatisch besser? Vielleicht hat die Form der Kanne einen gewissen Einfluß auf die Aromaverteilung, und bestimmte Tonarten beeinflussen wohl den Geschmack. Aber andere Faktoren, wie z.B. die Qualität des Wassers, die Temperatur und die Ziehzeit sind wichtiger.

Ich habe mir heute abend Gyokuro gemacht…in einem chinesischen Gaiwan, abgegossen in eine deutsche Teetasse. Ich habe ihn ziemlich stark dosiert, und ich mußte die ersten Aufgüsse den fertigen Aufguß noch mit etwas heißem Wasser verdünnen. So schmeckt er mir, und der Stilbruch der Geräte stört mich nicht.

Ich finde, man braucht als Anfänger nicht gleich ein Heidengeld ausgeben…es könnte sein, daß einem diese Art von Tee einfach nicht zusagt. Eine Bekannte hat sich mal das komplette Mate-Set zugelegt…und dann festgestellt, daß sie den Geschmack von Mate nicht ausstehen kann.

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Ich denke, dass sich hinter dem Spruch ein ganz pragmatischer Ansatz befindet: Spitzentee erzielt Spitzenpreise. Die Vorzüge eines solchen Tees offenbaren sich zudem ja erst in einer hoher Dosierung. Wenn man nun eine 300ml Kanne dafür nimmt, dann ist die für die empfohlene Gyokuro-Dosierung viel zu groß. Man könnte sie natürlich trotzdem verwenden und einfach nicht 1/3 voll machen, aber für viele ist das eben nur eine Notlösung, weswegen man für so einen Tee eine entsprechend kleine Kanne benutzt. Dass der Tee nun darin besser wird, würde ich auch bezweifeln, obwohl ich mir das bei bestimmten Tonarten vorstellen kann. In einer kleinen Tonkanne hat das Wasser verhältnimäßig viel Kontakt mit dem Ton, wenn man das mit einer 300ml Kanne vergleicht. Daher wäre der Einfluss des Tons auf das Wasser und somit den Geschmack stärker.

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Also die Art wie ich den Spruch interpretiere ist wie folgt. Je besser die geschmackliche Balance eines Tees ist umso höher kann man ihn dosieren, bzw umso mehr Tee verträgt das Wasser. In kleineren Teegefäßen wird das Volumenverhältnis von Tee zu Wasser in Richtung Tee verschoben. Aromen die während des Ziehens ins Wasser übergehen fallen in Richtung Boden weshalb das Wasser oberhalb der Blätter wesentlich weniger Aroma hat. Optimalerweise sollten deshalb die obersten Blätter nur ganz knapp bedeckt sein, wenn die Balance der Aromen dies zulässt. Deshalb glaube ich auch, das bei ansonsten gleichen Bedingungen (Temperatur, Ziehzeit, Material, Wassermenge, Teemenge) sehr flache Shiboridashi artige Teegefäße den intensivsten Geschmack hervorbringen werden.

http://www.artisticnippon.com/product/tokoname/hokujogyokuroset.html

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