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Gemeinsame Verkostung 1: 19er Mansa (Yiwu) Gushu Huang Pian vom Panda


GoldenTurtle

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Liebe Teefreunde

Hier das Thema, in dem alle ihre persönlichen Eindrücke zu diesem Tee festhalten könnt.

Vielleicht machen wir ja auch mal noch eine gemeinsame Zoom Live-Verkostung mit diesem Tee - wer daran interessiert ist, schreibt dies bitte im Planungsthema ... belassen wir dieses Thema hier ausschliesslich zur Diskussion des Tees.

Haltet bei der Verkostung zusätzlich ein Augenmerk darauf, was euch bei diesem Huang Pian (resp. Lao Ye) auffällt im Vergleich zu einem normalen Sheng.

Zur Erklärung dieser beiden Begriffe: Huang Pian sind eigentlich nur jene Blätter, die sich während der Produktion gelb verfärben und die deswegen aussortiert werden. Lao Ye hingegen sind einfach die etwas reiferen, groberen Blattgrade, die sich nicht gelb verfärbt haben, die bei manchen Shengs auch drinnbleiben, bei manchen Shengs hingegen werden nur feinere Blattgrade verwendet, und da werden diese ansonsten tadellose, nur etwas grobere Blattgrade aussortiert. Wenn Händler heutzutage Huang Pian anbieten, ist oft eigentlich hochwertigerer Lao Ye gemeint - Huang Pian hat sich da fälschlicherweise zum Sammelbegriff gemausert, was irgendwann wahrscheinlich auch noch genauer unterschieden werden wird.

PS: Hier gibt es ein Thema über den Produzenten.

PPS: Zur musikalischen Untermalung:

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Jetzt oder nie, hier folgt meine Verkostungsbericht:   Zu Beginn, am Anfang aller Tage ... Also eigentlich war es nur beim Auseinandernehmen des Tees, da zeigt er sich doch wie ein widerspe

Mansa, Huang Pian, die dritte. In der Handfläche, zwischen Handteller und Daumenwurzel hat jeder Mensch eine unempfindliche Zone. Da kann man bedenkenlos draufhauen, ohne Schaden zu nehmen.

2018 Da Hong Pao Qi Dan Eine rote Robe hatte ich Jahre nicht mehr im Schälchen, und das würde wohl auch einer der wenigen Tees sein, die ich in Blindverkostung benennen könnte. Oder wer weiß. Jed

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@hats Sorry, hab das erst im Nachhinein bemerkt - Youtube zeigt mir keine Unterscheidung an ob etwas normaler Content oder Premium Content ist.

Hier vom gleichen Interpreten etwas das für alle verfügbar sein sollte (das Video ist zwar naja, naja, naja, aber der Sound zu ner Teerunde prächtig):

https://www.youtube.com/watch?v=lJ0J1T-CJ38&list=PLUtBD0fXjdWQJXZtcMISzP2rQzoFdp7GA&index=1

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@Krabbenhueter Also das war ja wohl noch nix! 🤣

Yippie, der Tee ist bei mir gerade eingetroffen, und das ist jetzt noch nicht mein Verkostungsbericht, aber schon mal eine kleine Randnotiz u.a. @doumer:

Der Tee ist so bitter wie kaum ein anderer Huangpian, den ich je zuvor hatte. Eine positive Überraschung, aber ich hab auch noch keinen dieser Mansa Huangpians verkostet - für mich auf jeden Fall nicht zu bitter, aber schön bitter für einen Huangpian, das hatte ich nicht erwartet. Dazu eine ebenfalls schöne Süsse. Hmmm, dazu eine intensive Geschmacksnote, die ich so kaum kenne, die mir aber von irgendwoher bekannt vorkommt. Nimmt mich wunder was die anderen dazu schreiben. Doch, bin schon mal sehr zufrieden mit dieser Blindselektion. 🤣 Und dazu obendrein erfreut, dass er nur leicht gepresst ist und die Blätter sich intakt lösen lassen, nicht so pickelhart wie leider manch andere Huangpian Bricks, was ich nebenbei nicht verstehen kann.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Nur ein kurzes Feedback von - ich hatte gestern bereits den 2016er und 2019er Mansa Huang Pian sowie gerade den 2019 er Mansa Gushu zum ersten Mal im Kännchen.

Erstmal zu den Bricks bzw. zum Fladen. Der 2019er Mansa Gushu Brick ist stärker gepresst als z.B. der W2T 2020 XXXmas Fladen aber noch machbar. Der 2016er Mansa Gushu Brick war mir gestern zu heftig - nicht nur von der Pressung sondern auch von den Lagernoten. Den werde ich definitiv noch ein paar Mal probieren aber ich befürchte, dass der im gereiften Zustand absolut nichts für mich ist.

Der 2019er Mansa Gushu Huang Pian hat sich bei mir (8g im 100ml glasierten Kännchen) nicht extrem bitter dargestellt. In den ersten Aufgüssen hätte ich aber tatsächlich auch wenig Süße sondern eher Aprikosen und z.T. citrusartige Noten - sehr schwer zu beschreiben. Dann macht sich eine Süße breit und dominiert die Aufgüsse.

Soviel zum ersten Eindruck - der 2019er Huang Pian werde ich aber auf jeden Fall noch ein paar Mal probieren bevor ich ein abschließendes Urteil fälle.

Der 2016er wird für mich eine Überwindung sein ;)

 

Zum 2016er Mansa Gushu Spring nur kurz: gefällt mir in den späteren Aufgüssen (nach einem sehr frisch-grünen Start) sehr gut und ich habe bei meinen Notes "dizzy head" notiert und eingekreist...

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vor 34 Minuten schrieb cordyceps:

sondern eher Aprikosen und z.T. citrusartige Noten - sehr schwer zu beschreiben

Hey ... guter Geschmackssinn und Artikulation ... getrocknete Aprikosen! 👍
Als süss gilt das in der Sheng Welt aber doch schon bereits ... wenn natürlich nicht gleich honigsüss.

Beim 16er kann ich leider noch nicht mitreden, aber das ist südliche Yunnan Lagerung, Jinghong meinte ich. In Yunnan selbst gibt es ja klimatisch grosse Unterschiede vom Norden zum Süden - der Norden ist vergleichsweise schon eher kühl und trockener, vergleichbar mit unserem Klima, während es im Süden (wie Jinghong) bereits subtropisch ist (wohl vergleichbar mit natürlicher Guangzhou Lagerung) - Kunming hingegen, wo heutzutage viel Tee gelagert wird, liegt etwa in der Mitte, in jeglichem Sinne.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Ob es das trifft werde ich bei der nächsten Session nochmal überprüfen - so richtig überzeugt war ich noch nicht. Aber es geht mMn in die Richtung. Natürlich gehen Aprikosen in die süße Richtung aber im Vergleich zu späteren Aufgüssen war hier das Aroma stärker als die tatsächliche Süße. Schwer zu beschreiben...

Bezüglich dem 2016er und generell ähnlich gelagerten Shengs kann ich mich aktuell noch nicht anfreunden. Hatte zuletzt aus dem Sampler von TheTea.pl einen 2003er Mengku Da Xue Shan und in meinem Notizbuch habe ich zum ersten Mal nach drei Aufgüssen abgebrochen. Diese dumpfen, erdig-modrigen Lagernoten (?) sind wohl ein sehr heftiger acquired taste und entweder aktuell nichts für mich oder auch in Zukunft nicht mein Geschmack...

 

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Also nun mein erster Eindruck:

3g auf 75ml Tonkanne (die etwas größer ist), das Wasser leicht abgekühlt.

Der Tee ist schön gepresst und lässt sich gut lösen.

Nur leichter Duft, der sich in der erwärmten Kanne schon etwas intensiviert.

Dieser Pu startet leicht und zurückhaltend. Ich müsste etwas länger ziehen lassen und finde dann auch stärkere Aromen.

Kräuter, gelbe Früchte, leichte Bitterkeit, für mich eine angenehme Überraschung.

Dazu etwas Spitziges und in den späteren Aufgüssen, leicht trocken an der Zungenspitze und dem oberen Gaumen.

Viel schöne gleichmäßige Aufgüsse und dann mit schwindender Geduld (ich gieße etwas heißer), schlägt er um und zeigt Süße, wie ich es erwartet hatte.

Die Blätter verschieden und mit einem überraschend großen halben Blatt dabei, mindestens 6 Finger breit wenn es ganz wäre.

Ich bin sehr zu frieden mit diesem ersten Versuch. Und werde demnächst weiter probieren.

Für mich ein Tee mehr für den Frühling, hatte ich doch später ein leicht kühlendes Frösteln, wie ich mir dachte.

In einem Gespräch nebenbei fiel das Wort Kürbis, dass ich sofort für diesen Tee gewann 🙂.

Noch ein Bild:

DSC_0147_compress0.jpg

Und das Blatt:

DSC_0167_compress39.jpg

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Schöner Bericht @Krabbenhueter 👍

vor 40 Minuten schrieb Krabbenhueter:

3g auf 75ml Tonkanne

Hihi, oh Mann, ich hab gestern etwa 8-9g auf 60ml dosiert ... kriegte heute nach einem überraschend leckeren Übernachzieher die Blätter kaum mehr raus, war durch das Aufgehen in der Kanne fast dichter gepresst als in trockenem Zustand im Brick! 🤣
Also diese intensive, getrocknete Aprikosennote zog sich für mich fast die ganze Session hindurch ... etwas sehr besonderes würde ich meinen. Bin wie gesagt begeistert von meiner Blindselektion und denke beim Hunan Fu Zhuan ein ähnlich gutes Händchen zu haben ... we'll see ... irgendwie hab ich so ein Gespühr, das ich nicht richtig erklären kann, ich hab schon so lange keinen Mist mehr gekauft.
Ich persönlich gehe zudem davon aus, dass dieser Huangpian in einem Jahr noch an Vollmundigkeit zulegt haben wird.

PS: Mein richtiger Verkostungsbericht ist erst im Entwurf ...

PPS: @hats ... hats?
Ich mein, ist da in Österreich auch schon was angekommen?

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vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

ist da in Österreich auch schon was angekommen?

Nein, noch nicht. Die Sendungsverfolgung bei der österreichischen Post sagt, dass sie die elektronischen Auftragsdaten bekommen haben. Ich bin ja ein bisserl gespannt, ob ich Umsatzsteuer zahlen muss ...

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Huang Pian, zumindest nach meiner bescheidenen Erfahrung mit 5 oder 6 von ihnen, sind irgendwie rustikal. Rustikal in Bezug auf das Aussehen des Blattguts und auch irgendwie auf das Geschmackserlebnis, finde ich. Ich erwarte von ihnen keine filigrane Aromen und kein diffiziles Geschmacksprofil, sondern unkomplizierte Schlichtheit. Und das ist grundsätzlich nichts Negatives. Wenn die Qualität stimmt, kann mir solch ein Tee genauso wie auch ein rustikales Essen gefallen.

Der hier vorliegende Tee bringt all das mit, was ich von einem Huang Pian erwartet hatte: Eine gewisse Süße, Vollmundig- und Süffigkeit. Zusätzlich hat er aber auch noch diese bereits erwähnte zusätzliche Komponente, die sich, wie ich finde, irgendwo zwischen leicht säuerlich und zartherb bewegt.  
Da es bei weitem der jüngste der von mir getrunkenen Huang Pian war, kann ich nicht beurteilen, ob das nur auf seine Jugend oder auch sein Material- und Produktionscharakter zurückzuführen ist.
Eine größere Ausdauer oder explizite Bitterkeit hätte ich ihm eher nicht attestiert, sondern diese erst bei einer Dosierung für erwähnenswert gehalten, die über dem liegt, was für meinen Geschmack optimal ist.

Dass die Blätter sich leicht lösen lassen, könnte ich ebenfalls nicht bestätigen. Der Ziegel lässt sich in seinen horizontalen Schichten zwar gut spalten, senkrechtes Zerteilen führt bei mir jedoch eher zu Gebrösel, da die Blätter recht dünn und brüchig. Einfach ein paar größere Stücke abzubrechen ist aber auch nicht schlimm, weil die Blätter in der Kanne anschließend sehr gut aufgehen.

Der dezente Anteil an Stängeln sollte vielleicht auch mal erwähnt werden, da sie sicherlich zu dem angenehmen Geschmacksbild beitragen. Ich jedenfalls bin Stängeln im Tee nicht von vornherein abgeneigt und auch hier scheinen sie zu passen.

Unerwartet positiv empfand ich die doch deutlich spürbare Wirkung, die mich noch eine Weile gut gelaunt zurücklehnen lässt.

Insgesamt ein wirklich schöner Tee und für den Preis eine sehr gute Alternative zu so manchem höher bepreisten Sheng, wenn man mal Abwechslung zum üblichen High-End- oder Boutique-Tee sucht ;)

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Mansa Gushu Spring 2019 Huang Pian

Ob ich ohne diese Anregung hier zu diesem Tee gekommen wäre? Eher wohl nicht. Das ist eines der guten Begleiterscheinungen dieses Forums...

IMG_1253.thumb.jpg.ca144edef936dd97ac4ddeaba4cee343.jpgSchön, etwas mehr Gramm zu haben und nicht nur eine Probe, denn ich glaube mich noch ein bißchen herantasten zu müssen. Entweder zu sparsam dosiert oder zu geringe Ziehzeiten, jedenfalls habe ich aus Versehen, weil der Hund mich abgelenkt hatte, den dritten Aufguss mit 90 Sekunden gehabt - und da verstärkte sich wunderbar eine bisher noch nicht gehabte Note bei einem Tee. Beschreiben kann ich diese Note nicht, Frucht ist es nicht ganz, bitter ist es gar nicht, Tabak auch nicht, oder doch Tabak und Frucht, egal, ich nenne es einen bestimmten Ton, der die Güsse begleitet. Ich bleibe bei 1,5 Minuten aufwärts und bei 9 gebe ich auf, aber der Tee noch nicht ab. Da wäre noch was möglich. Wupp, eine wunderbare Energie im Brustbereich, ... Die Hundedame freut sich. Dann ging es noch mal mit richtigem Elan über die Felder, bis in die Dunkelheit. 

 

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vor 23 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Schöner Bericht @Krabbenhueter 👍

Hihi, oh Mann, ich hab gestern etwa 8-9g auf 60ml dosiert ... kriegte heute nach einem überraschend leckeren Übernachzieher die Blätter kaum mehr raus, war durch das Aufgehen in der Kanne fast dichter gepresst als in trockenem Zustand im Brick! 🤣

Nun also mein Versuch mit dem Konzentrat:

 3,5g auf 40 ml ...

Die Blätter passten gut in die Kanne und mussten auch nicht wie Spagetti erweicht werden um den Deckel schließen zu können.

Als Ergebnis erhielt ich einen Sud, der sehr konzentriert, stark und bitter wie Chicorée erschien, etwas Kräuter, etwas gelbe Früchte, leicht rau am Gaumen und sich über den Verlauf hin auch etwas stumpf betäubend an der Zungenseite anfühlte.

Dieses Mengenverhältnis ist mir eindeutig zu hoch und macht mir nicht so viel Spaß. 

Nach langer Geduld füllte ich dann die Blätter in meine andere Tonkanne um und füllte immer bedeckend mit Wasser auf, ließ etwas länger dafür ziehen. 

Dann wieder wie während der ersten Sitzung interessantere Ergebnisse.

Also ich mag diesen Tee ganz gern in meiner Konfiguration. Wahrscheinlich ist dieses "Wilde", "Rustikale" sehr förderlich für diesen Pu und ich denke, dass der auch noch etwas liegen könnte. Mal sehen, was der im Frühling zeigt.

Aber ich werde auch noch einen ganz leichten Aufguss an einem anderen Tag versuchen.

Ach ja und Energie hat er. Ich spürte es deutlich in meinem Kopf über den Vormittag hin.

Das fröstelnde Kühle war heute nicht ganz so deutlich. (morgen brauch ich dann mal was Dunkles, Wärmendes...)

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Heute habe ich mal zum Lishan gegriffen.
Ein schöner grüner Wulong mit kräftigem Aroma, das die abgegossenen Blätter verströmen, und frischem, intensiven Geschmack in der Schale. Leicht fruchtig, gemischt mit deutlichen floralen Noten und ein Hauch Cremigkeit, gefällt er mir ganz gut. Im Nachklang bleiben auch ein wenig Kräuter zurück, die den Tee noch etwas mehr Komplexität verleihen.

Im Sommer liebe ich erfrischende Kaltaufgüsse mit grünem Wulong und dieser hier wäre sicherlich auch ein Top-Kandidat dafür. Für den Winter sind sie, wie auch die meisten Grüntees, mir auch heiß aufgegossen etwas zu kühl. Es hat halt eben doch jegliches seine Zeit :)

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Jetzt oder nie, hier folgt meine Verkostungsbericht:
 

Zu Beginn, am Anfang aller Tage ...
Also eigentlich war es nur beim Auseinandernehmen des Tees,
da zeigt er sich doch wie ein widerspenstiges, ruppiges Lama, das beim Mittagsschlaf gestört wurde.
Und jetzt wird es auch noch gegen den Strich gebürstet, während es doch gerne noch ein, zwei Jährchen weitergeschlafen hätte.

Nun ist er aber einmal wach und möchte den uneinfühlsamen Teetrinker am liebsten anspucken, wenn er denn könnte.
Aber nix da ... ab ins vorgewärmte Töpfchen!
Ein sanftes Bad am frühen Morgen scheint ihm nun doch etwas Spass zu machen.

Und auf einmal ... erklingen sanfte Düfte, eine liebliche Szenerie erscheint am Firmament.

Der erste Aufguss gleicht auf einmal einer romantischen Pedalofahrt, mitten auf einem bezaubernden See, mit Anthony Hopkins aus "Das Schweigen der Lämmer".
Eigentlich ganz idyllisch ... man weiss bloss nicht ob er nicht doch irgendwann zubeisst.

Und da greift er auch schon in die Jackentasche ...
Ob er den gefürchteten Gushu-Dampfhammer rausholt, weil er noch nicht genügend Ruhe hatte?

Aber nein ... er bringt etwas zum Naschen hervor und bietet es auch freundlich an - ein Päckchen getrocknete Aprikosen, ja es sind sogar die guten Sonnengetrockneten aus der Türkei, die ohne Schwefel versteht sich, das ist ihm wichtig.

So plätschern eine entspannende Runde nach der Anderen einher, und Hannibal erzählt ein wenig von den bitteren Seiten des Lebens,
aber auch von den süssen Momenten, die noch lange nachhallen.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Um bei den späteren NFL-Spielen wach zu bleiben, durfte trotz später Stunde noch was Stärkeres her und so landete heute Abend auch die Drachenkugel im Kännchen.
Meine Voreingenommenheit gegenüber dieser Art von Verarbeitung hatte ich an anderer Stelle schon geschildert. Bei dieser hier lösten sich die Blätter sehr gut, sodass nur der Aspekt der Vorportionierung noch negativ zu Buche schlägt.

Der Tee an sich gefällt mir gerade auch vom Alter bzw der merklich sauberen Lagerung her sehr gut. Da ich ihn nur aus einem Zauberschlamm-Becher getrunken habe, bin ich mir aber dessen bewusst, dass ich eine deutlich vom Teegeschirr beeinflusste Seite kennengelernt habe.

Insgesamt ein sehr dichtes Geschmacksprofil, in dem ich kräuterige Noten mit harmonisch eingebundener Fruchtigkeit und minimaler Bitterkeit wahrnehme. Irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass es ein sehr gutmütiger Tee ist. Großartig pushen, um herauszufinden was man alles mit ihm anstellen kann, wollte ich ihn jedoch heute nicht.
Ebenfalls auf der positiven Seite des Tees steht seine Wirkung. Klar und angenehm energetisierend, also genau richtig gerade :)

Gäbe es ihn in einer anderen Verarbeitungsform, würde ich ihn sicher gleich nachordern. So lass ich ihn erst noch ein wenig auf mich wirken und schau mal ob er im Hinterkopf hängen bleibt, bis ich das Gefühl habe, neuen Tee zu brauchen ;)

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@GoldenTurtleNa wenn in diesem Verkostungsbericht nicht noch andere Energien mit reingeflossen sind? Gerade über die Energie dieses Tees hat noch niemand geschrieben - oder ich habe es überlesen. 

@nemoIch teile genau Deine Auffassung mit diesen lächerlichen Bällchen. Dann würde wohl nur helfen, einen Sack voll zu kaufen und dann Zeitgeist "to go" zu sein. Wenn ich nicht schon so viel Tee hätte würde ich das für unterwegs in Erwägung ziehen. 

Bearbeitet von Willemzwo
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Sehr reichlich dosiert - zum Freiräumen brauchte es dann ein Hilfsmittel - ist das ein recht ordentlicher Stoff. Die Energie hat mich in Zonen eingeteilt, der Kopf, der Oberkörper und der Rest, wobei der Oberkörper eindeutlich einige Watts mehr hatte. Oder Volts. Für mich wird der dritte Versuch mit dem Tee ein Mittelweg sein. Denn der Geschmack ist so fett dosiert der Umstieg vom Florett auf ein Schwert. Würziger Tabak, ohne den jemals getrunken zu haben. So stelle ich es mir jedenfalls vor.

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Heute habe ich auch Post aus der Schweiz bekommen. Vielen Dank @Diz fürs rasche Versenden, und die spannenden Kostproben!

Irgendwo hab ich gelesen, dass man Pu-Erh Tee nach einer Reise etwas Zeit geben sollte, aber ich war zu neugierig. Daher hier mein erster Eindruck:

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Man beachte die selbstgemachte Teerutsche: Weihnachtsgeschenk vom Sohn!

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Die Zubereitung erfolgte mit folgenden Parametern: 8g für das 130ml Kännchen, 1 Waschgang, 95C, und anfangs so ca 15-20s Ziehzeit.

Meine Frau meint: Kräftig und grün-moosig.

Ich erkenne deutlich eine eigene Geschmacksnote, die ich so bisher noch nicht kannte. Ich nenn sie einmal "Mandelkerne". Später kommt etwas getrocknete Marille dazu (das mag ich sehr gerne). Der Tee hat nur eine ganz leichte Ahnung von Bitterkeit, er wird mit der Zeit süß.  Ein ganz lange ziehender Aufguss am Ende bringt ein bisserl mehr von der Bitter-Ahnung heraus. Ich fand den Tee durchaus ergiebig, ich hab nicht genau mitgezählt, aber es waren einige Aufgüsse.

Ein abschließendes Resümee traue ich mir nach erstmaligen Verkosten nicht zu. Einerseits hab ich noch nicht wirklich viel Erfahrung, und zweitens habe ich schon öfter erlebt, dass sich meine Meinung zu einem Tee im Laufe der Zeit deutlich ändert. Aber Fehlkauf war das sicher keiner.

 

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