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Beliebteste Inhalte seit dem 22.09.2019 in allen Bereichen

  1. 9 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2009 Alishan Tanbei 2009 Hübsch gerollte Kugeln. Herrlicher Duft nach dunkler Schokolade, mit schwerer Süße von Fruchtkompott. Der Geschmack steht dem Geruch in nichts nach. Der erste Aufguss ist noch etwas leichter, weil sich die Kugeln noch nicht ganz geöffnet haben. Eingemachte Aprikosen, ein Hauch Schokolade. Spätere Aufgüsse zeigen sich noch intensiver. Die fruchtige Kompott-Süße bleibt bestehen, bei mehr Körper. Der satt bernsteinfarbene Aufguss ist herrlich, und passt perfekt zum beginnenden Herbst. Meiner Meinung nach steht dieser Tee anderen Produktionen von Atong, welche jedoch das doppelte Kosten, in nichts nach. Wie der Gukeng ein würdiger Jubiläums-Oolong, jedoch hat dieser noch mehr Tiefe, in der man sich verlieren kann. Genau das Richtige nach einem herrlichen Spätsommerspaziergang auf die Burgruine Rechberg. Den herrlichen Ausblick auf die schwäbische Alb und das Remstal, möchte ich euch nicht vorenthalten.
  2. 9 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute mal Tee in seiner natürlichen Form. Teefeld in Kyokushi, Kumamoto, fotografiert samstags auf dem Rückweg von einer Wanderung auf den Berg Kuratake. Aufgrund des Gegenlichtes leider nicht gut zu erkennen, im Hintergrund geschnittene Sträucher in Plantagenform, davor nicht geschnittene, ich vermute shizen-shitate, und ganz vorne junge neue Sträucher. Im Hintergrund der rauchende Aso-Vulkan
  3. 8 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute seit langer Zeit mal wieder ein Gyokuro, und zwar den Tamahomare von Marukyū Koyamaen. Gefiel mir für den ersten "Versuch" sehr gut, schönes ōi-ka und sattes Umami im ersten Aufguss. Werde mich aber erst wieder ein wenig Eintrinken müssen, um genaueres zu sagen. P.S. Gestern war ich in einem neu eröffneten Teehaus im Nachbarörtchen. Zur Auswahl standen etwa 20 Grüntees, von diversen sortenreinen Kabuse-chas, über Blends bis hin zu aromatisierten Grüntees. Alle Tees waren in der Karte übersichtlich in einem Diagram dargestellt. Dazu eine sehr schöne Auswahl von japanischen Süssigkeiten. Habe mich für einen Saemidori Kabuse-cha entschieden, was ich im Nachhinein ein wenig bereut habe. Nicht, weil er nicht gut gewesen wäre, sondern weil es eine Gelegenheit gewesen wäre, mal was Neues auszuprobieren. Muss ich also noch mal hin. P.S.II Angst um seine Gesundheit oder Leben braucht man in diesem "asiatischen" Teehaus übrigens nicht haben. Wollte das nur noch mal extra erwähnt haben.
  4. 7 points
    teekontorkiel

    Temial-Teegerät

    Kam heute bei mir per Newsletter eingeflattert! ...."Er lässt sich aus dem Bett programmieren und bereitet Deinen Tee zu wie zu wie bei einer Teezeremonie in Japan." Haha, ja klar, ganz genau so wie bei einer Teezeremonie in Japan. omg Ganz ehrlich Freunde, aber dieses Ding würde ich nichtmal einsetzen wollen wenn mir jemand zusätzliche €600 schenken würde. Kommt für mich auf der Unnötigkeitsliste (oder gehört-verboten-Liste) direkt hinter Weichspüler und Klostein.
  5. 6 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2019 Slumbering Dragon, CLT Der zweite Tee aus 2019, welchen ich von diesem Anbieter versuche. Auch wenn es nicht explizit erwähnt wird, so lässt das Aussehen der Blätter doch vermuten, dass es sich um einen Ye Sheng handelt. Dieser Eindruck bestätigt sich im Schälchen. Ich bin kein sonderlicher Fan der z.T. sehr dominanten Bitternis, welche diese Art Tee oft mit sich bringt (ich bin Fan von den Süßen). Bei diesem Tee verweilt Sie mit einer stattlichen Präsenz im Rachenraum. Bei jedem Schlucken, bei jeder Bewegung mit der Zunge wirkt Sie. In späteren Aufgüssen wird Sie zwar etwas dezenter, ist mir jedoch immer eine Spur zu viel. Schade eigentlich... Das Grundaroma neben der Bitternis gefällt mir jedoch ganz gut. Falls jemand Interesse an den verbliebenen 14gr dieses Tees hat, darf Er/Sie sich gerne melden, ich bin gerne zu einem Tausch bereit. @miig, Du bist doch ein Alter Ye-Sheng-Haudegen. Wäre das u.U. etwas für Dich?
  6. 6 points
    Aus den Untiefen meines Tiefkühlers heute einen Fukamushi "Weisstee" (Shirahime) aus Yame herausgefischt. Ist bereits die zweite Dose, die erste habe ich letztes Jahr aufgemacht. Damals konnte er mich nicht richtig überzeugen. Hatte mich aber zugegeben auch nicht so intensiv mit ihm auseinandergesetzt, wie es gebührend gewesen wäre. Heute also ein neuer Anlauf. Dieses Mal aufgegossen à la Gyokuro, will heissen: hoch dosiert, wenig Wasser, niedrige Temperatur bei langer Ziehzeit im ersten Aufguss. Der erste Aufguss ist intensiv. Viel Umami, vielleicht ein bisschen zu viel, andere Nuancen kommen kaum dagegen an. Die folgenden Aufgüsse sind mir besser gelungen. Der Versuch heute legt nahe, dass ich den Tee damals vorschnell abgeurteilt habe. So wie heute gefällt er mir durchaus. Ein Blick noch auf das Sieb, für Fukamushi braucht es nicht unbedingt ein Metallsieb.
  7. 6 points
    Weiter geht es mit dem Ma-An Shan Gushu Sheng von 2019, aus dem Cha Dao. Kennengelernt habe ich den Tee aus einer Probe, die mir Herr Thamm einer Bestellung beilegte. Es war Liebe auf den ersten Blick, bzw Schluck und ich war froh einen ganzen 200g Bing ergattern zu können. Ma-An Shan ist eine mir vollkommen neue Anbauregion und die Probe war mein erster Kontakt mit dieser. Der Bing ist sehr locker gepresst und man kann ohne Werkzeug die benötigte Menge Tee entnehmen, ohne Blattgut zu beschädigen. Der erste Aufguss ist sehr fruchtig und süß. Ab dem zweiten Aufguss kommt eine stark mineralische Note hinzu, welche mir sehr gut gefällt und dem Tee gut steht. Der Nachhall ist süß mit leichter Bitterkeit. Dem mineralischen Geschmack folgt direkt ein kühlendes Mundgefühl, wie von Minze. Sehr interessant. In folgenden Aufgüssen öffnet sich der Tee noch mehr und verschiedene Nuancen wechseln sich im Vordergrund ab. Die Bitterkeit nimmt etwas zu, wird aber zu keiner Zeit störend. Ein wirklich sehr guter Pu-Erh, der sehr wandlungsfähig ist und einen dichten, vielschichtigen Charakter hat.
  8. 6 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2019er Gukeng Oolong Der Duft aus der Tüte betört. Sehr rein und klar, aber auch schwer, süss und fruchtig. Die ersten Aufgüsse bringen ein wunderbares Mundgefühl. Seidig, klar, frisch und "sauber". Grüne Frische trifft auf körperreiche fruchtige Süsse. Im Laufe der Aufgüsse geht die Frische zurück und der Grundton gewinnt eine leichte Herbe. Die Frucht bleibt immer präsent, und ergänzt sich sowohl zu Anfang, als auch gegen Ende stets passend dem Körper und Mundgefühl des Tees. Wunderschön gerollte Kugeln, gesunde, kräftige Blätter. Ein toller Oolong, welcher zudem sehr angenehm bepreist ist.
  9. 6 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Da ich immer noch etwas angeschlagen bin, ist heute eine gute Gelegenheit für ein Shu-Sample, das ich kürzlich bei meiner ersten Bestellung eines YS-Eigenmarken-Bings (kein Scheiß! Auslöser war ein Blogpost von Matt, der mich neugierig gemacht hat, dazu zu gegebener Zeit mehr) bekommen habe: Der 2019er Last Laugh. Um ehrlich zu sein hat mich der Tee positiv überrascht: ein ganz junger, preiswerter Shu und noch dazu ein Blend aus unterschiedlichen Qualitätsstufen, Regionen und Jahrgängen - ich war auf das Schlimmste gefasst. Der Shu-Muff (wo dui wei) hält sich in Grenzen, was vermutlich hier eine positive Auswirkung des Blends ist und die ersten 3 oder 4 Aufgüsse sind richtig schön dick, schwer und Cremig und haben eine angenehme (Zart-)Bitter-Schokoladen-Note - allerdings komplett ohne weitere Facetten. Wichtig dabei ist, dass das unglasierte Bizen-Schälchen hier einen großen Beitrag leistet - gegenüber einem glasierten Porzellan-Schälchen wirkt der Tee hier deutlich schwerer und weicher und unangenehme Noten werden größtenteils abgemildert. Allerdings lässt die schwere Cremigkeit relativ früh nach und dann hat der Tee leider nichts mehr zu bieten. Dennoch kein Tee, den ich mir zulegen würde...
  10. 6 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Als Nachmittagstee an diesem Feiertag, trinken wir den Jingmai Single Trees von Farmerleaf. Der Tee stammt aus dem gleichen Garten wie der Jingmai Ai Ban, auch das Pflückdatum ist identisch. Der einzige Unterschied ist die Größe und das Alter der Bäume. Der Single Trees stammt von älteren Bäumen, und das schmeckt man. Er startet ebenso ätherisch wie der Ai Ban, ab dem zweiten Aufguss setzt er sich allerdings spür- und schmeckbar ab. Ein deutlich dichterer Körper und mehr Tiefe sind da. Ebenso ist das Mundgefühl geschmeidiger und satter, leicht belegend und schmackhaft. Leichtes Menthol, eine prickelnde Adstringenz. All das ohne nennenswerte Bitternis, selbst bei langen Ziehzeiten. Schöne Kopfnoten, welche die Jugend des Tees unterstreichen, ohne ihn zu "grün" wirken zu lassen (hier spielt bestimmt auch der Ton eine Rolle). Auch wenn er etwas weniger komplex ist als viele Tees von prsk, bringt er doch einen tollen eigenen Charakter, welcher allen Liebhabern frischerer leichterer Shengs sehr gut gefallen dürfte. Das Qi ist angenehm kontrolliert, beruhigt und erdet. Ein wirklich toller Tee! Ich trinke ihn mit großem Genuss. Der Aufpreis ist in jedem Fall gerechtfertigt.
  11. 6 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Nach den ganzen jungen Sheng-Samples hatte ich heute mal wieder Lust auf etwas, das zumindest schon ein paar Jahre reifen durfte: Der 2012er Manzhuan Huangshan von Yu. Der Tee startet mit sehr schön weichen Aufgüssen, die vor allem durch warme Holznoten, Honigsüße und leichte Mentholnoten bestechen, allerdings trotz einer seidigen schweren Textur recht dezent bleiben. Die nächsten Aufgüsse werden dann durch sehr dezente bitter-adstringente Noten ergänzt, was dem ganzen aber einen interessanten Eukalyptus-Touch geben. Anschließend geht die Schwere deutlich zurück und die Geschmacksnoten werden zunehmend von einer leicht sauren Fermentationsnote dominiert, die häufig in Shengs dieser Altersklasse zu finden sind (und meist auch genau so wieder vergehen, wie sie aufgetreten sind, daher nicht schlimm) - was zwar nicht unangenehm ist, aber auch nicht sonderlich positiv. Insgesamt ein durchaus schöner, wandelbarer Tee, dem es zwar für meinen Geschmack etwas an Intensität fehlt und es daher nicht mit dem 2013er Man Zhuan von prSK aufnehmen kann, aber der auf jeden Fall aus ordentlichem Material besteht und sich eine weitere Beobachtung sicherlich sehr lohnt und zu einem fairen Preis zu haben ist (momentan sogar mit 10% Rabatt wie ich gerade festgestellt habe).
  12. 6 points
    Joaquin

    Fundstücke - Originell, Skurril, Absurd...

    Beim Anblick des folgenden Schallplattencovers, hatte ich schlagartig ein Déjà-vu zu einen Interviewer eines Tee-Videos. Fällt wohl unter die Rubrik, unfreiwilliges Branding
  13. 6 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Yiwu Lucky Bee 2016 Was habe ich den Geschmack dieses Kännchens vermisst. Ich bin überglücklich!
  14. 5 points
    🤣 ... habs vernommen, dass der jetzt wegen dir vergriffen ist ... erzähl mal, was gefällt dir denn so an dem? Brauchst du deine tägliche Abreibung? Saying that, ich hab schon ein Flädchen davon, aber den möcht ich frühestens in ein paar Jahren anknabbern. PS: Der 18er Shui Jin Gui (Yancha) von Diz war für mich aber die Überraschung an der Teerunde. Beim Preis und Duft habe ich weniger erwartet, aber in der Kanne bereits äusserst stimmig ... schöner, verhältnismässig ziemlich preiswerter Yancha. Ich dachte vom Duft her er sei verbrannt, aber denkste, gut getroffen, und mit 1, 2 Jährchen weiterer harmonisierenden Reifung dürfe der noch zulegen. @doumer Schau mal wie skeptisch auch der Tobias die taiwanesische Stauseeschlammtonkanne von Teefreund F. beäugt. 🤣
  15. 5 points
    Joscht

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Dieser Tee versüßt - im wahrsten Sinne des Wortes - einen Nachmittag im austauschbaren Hotelzimmer. Oriental Beauty von @teekontorkiel, vielen Dank. Ein typischer Vertreter, wohlgefällig und süffig und ausdauernd und mit vielen fruchtigen Geschmacksebenen. ...
  16. 5 points
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute war der Formosa Qilai Shan Qingxin Dong Pian 2019 in meiner Kanne. Wow, ich kann mich an keinen Tee erinnern der so extrem süß ist und bei dem die Süße auch so lange am Gaumen bleibt. Wenn noch etwas mehr Säure dabei wäre, würde mir das gar nicht schlecht gefallen.
  17. 5 points
    SoGen

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Manzhuan Huang Shan 2012, eine Probe von @teekontorkiel. Ist dort auch gut beschrieben, daher nur wenig persönliche Anmerkungen. Der Körper erinnert in der Tat an Waldboden, ich assoziiere Moos und Kiefernrinde. Minzige Obertöne, die mich bei den frühen Aufgüssen an eine Kaugummisorte erinnern, die ich in meiner Jugend bevorzugte. Wird dann aber (so ab 4., 5. Aufguss) 'krautiger'. Die leichte Süße im hinteren Gaumen nimmt im Verlauf der Sitzung etwas zu, so um den 10. Aufguss macht sich eine dezente Adstringenz bemerkbar. Generell keine Bitterkeit, wobei ich allerdings auch relativ zurückhaltend dosiert habe. Danach wird's (für mich jedenfalls) zunehmend uninteressant - der Tee ist zwar noch nicht ausgelaugt, aber das Aromaprofil verliert seine Vielschichtigkeit und wird undifferenziert. Ca. 13, 14 Aufgüsse (habe nicht mitgezählt). Der Tee wird mich jetzt nicht vom Glauben an die alleinseligmachende Kirche der Grünteetrinker abfallen lassen - aber er war eine interessante Abwechslung. Ansonsten greife ich, wenn ich frivole Anwandlungen habe, zu Oolongs oder Hong Cha. Für mich der bislang schönste Pu (wobei meine Erfahrungsbasis da zugegeben sehr schmal ist). Und eine passende Gelegenheit, mal wieder das (innen glasierte) Kännchen von Bero zum Einsatz kommen zu lassen (Pu kommt mir nicht an mein Yixing), das mir @Komoreb Anfang letzten Jahres abgetreten hatte. _()_
  18. 5 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Welchen Tee nimmt man für einen ersten Kannentest? Am Besten etwas dass man schätzt und gut kennt, dass man gleich erste Schlüsse auf die Auswirkungen des Tones ziehen kann. Also kam der 18er Jin Xuan "Schneeflockenoolong" von Atong in's Kännchen. Die bauchige Form des Kännchens erlaubt es dem Tee sich problemlos entfalten zu können. Deswegen, und aufgrund des größeren Volumens der Kanne, kann ich auch etwas höher dosieren, was freilich den Geschmack intensiviert. Wunderbar leicht und frisch ist er, wie ich ihn kenne. Allerdings ist er nun etwas breiter und dichter im Mund. Das Kännchen gießt herrlich, und bereichert den Tee. Die grüne Fruchtigkeit des Tees kommt nun noch besser zur Geltung. Toll!
  19. 5 points
    teekontorkiel

    Fundstücke - Originell, Skurril, Absurd...

    Ab uns zu erhalte ich lustige Emails die mich schmunzeln lassen, wie heute dieses Beispiel zum vakuumierten Japantee: „ ...ich habe heute meine Bestellung erhalten. Die Verpackung des xxx Sencha ist ziemlich zerknittert (man sieht sozusagen die Struktur der Teeblätter) und der Tee fühlt sich steinhart an, also so, dass man ihn abbrechen muss. Ich hatte bislang nur vom PuEhr als „gepressten" Tee gelesen. Gehört das so oder ist da womöglich etwas schief gegangen? ...“ Vielleicht beschert Euch das ja auch eine kleine Erheiterung.
  20. 4 points
    Paul

    Tee in der Literatur/Poesie

    Drei Dinge werden unserer Lebenszeit hinzugerechnet: in der Sauna sitzen, "korrekte" Tees trinken und Gedichte lesen! Matthew Sweeney: Hund und Mond, Gedichte Aus dem Englischen von Jan Wagner Hanser Berlin 2017 That bottle of wine/ I served with the Xmas goose-/ I'll bring it again. Nr. 6 der 10 'Haiku for My Father'; Matthew Sweeney wurde am 6. Oktober 1952 in Lifford in Irland geboren und starb am 5. August 2018 in Cork. Warum soll man sich diesen Band unbedingt kaufen und lesen? Weil es gute Gedichte sind! Was sind gute Gedichte? Da kann man ein Leben lang drüber nachdenken, reden, streiten - kurz für den eiligen Leser: Gute Gedichte sind die, die sich im Hirn festkrallen, von denen man Zeilen sagt wenn man stirbt. Matthew Sweeney ist einer von diesen Guten - ein weiterer Hinweis für seine Klasse ist der Übersetzer dieses zweisprachigen Bandes: Jan Wagner. (Regentonnenvariationen, 2015 Preis der Leipziger Buchmesse. In Teetrinkerkreisen bekannt geworden durch sein Gedicht: teebeutel - ihr erinnert euch: Sackleinen, fünf Minuten ziehen lassen? und sein Huldigungsgedicht für Jan Kollwitz) Auch ein Guter! Seine Übersetzungen sind manchmal etwas betulich, aber das ist ja gerade das Schöne an solchen zweisprachigen Ausgaben, das Streiten mit dem Übersetzer - in Gedanken - und das Suchen nach besseren Lösungen. Auf jeden Fall ist es Jan Wagner hoch anzurechnen, daß er sich nicht mit seinen Übersetzungen in den Vordergrund spielt! Sweeney erzählt in seinen Gedichten Geschichten wo es auf jedes Wort das gesagt wird ankommt und noch viel mehr auf die Worte die nicht gesagt werden: "Oh, the shit-faced, side-streets of life! OK, she'd been born in Madras, in a flowery tea shop while an albino conjurer magicked a hare to leap from this heavily ringed brown fingers. " Klasse! für 18 € zu haben. Ein tolles Weihnachtsgeschenk - für Dich selbst oder für jemanden, den man sehr gut leiden kann.
  21. 4 points
    TeeStövchen

    Wieviele Kyusus sind sinnvoll

    Hallo @Verdana330 ich weiß, du suchst eine „Meisterkanne“ mit Metallsieb, aber bist du dir sicher, dass so ein Teil deine Probleme löst? Ehe du viel Geld ausgibst, könnte ich dir etwas zum üben anbieten. Ich habe eine Kyusu über, an der ich mich verkauft habe, sie ist mir einfach zu groß. Ist vom Hamburger Teespeicher, fasst ca. 350 ml, hat ein Panoramasieb aus Metall und ist quasi unbenutzt. War nicht sehr teuer, ich will auch gar kein Geld dafür; ein kleiner Teetausch würde mir schon reichen. Schau dir mal die Bilder an und melde dich, falls du Interesse hast. Falls nicht, brauchst du dich auch nicht zu melden, ich wäre dann nicht beleidigt 😀 P.S. Ich wollte es dir eigentlich als PM schreiben, aber da konnte ich die Fotos nicht hochladen 🤗
  22. 4 points
    Reaktivierung eines älteren Themas, da ich aktuell solch einen heiligen Gral habe und zwar ein Set von Chen Ju Fang. Es sind fünf gleichgeformte Kannen mit je 130 ml aus verschiedenem Yixing-Ton. Der Preis von $ 2.000,- ist allerdings unsympathisch. Würde das Set sehr spannend finden, um die Unterschiede von Tonarten kennen zulernen... Obwohl für mich als Anfänger sicherlich noch nicht notwendig bzw. habe ich noch genügend Dinge über die unterschiedlichen Tees selbst zu lernen.
  23. 4 points
    Shibo

    Beratung für die erste Tonkanne

    Nachvollziehbar. Wenn der Tee darin keinen Spaß macht, sorgt so eine Kanne doch nur für Ärger und nimmt Platz weg. Der Mammutschredder klingt da nach einer befreienden Option. Du und @Frau Mahlzahn habt da einen wichtigen Punkt angesprochen. Zumindest für mich ist der wichtigste Faktor bei meiner ersten Tonkanne die Befriedigung eines ästhetischen Bedürfnisses. Einige Teesorten stelle ich mir einfach besonders passend in einem schönen Tonkännchen vor. Damit meine ich gar nicht zuvorderst die geschmackliche Beeinflussung durch den Ton, sondern das Zusammenspiel von Form, Größe, Farbe und Struktur der Kanne mit den Teeblättern und der Farbe des Aufgusses. Da besteht einfach großes Potential, meine Teestunden zu bereichern (zur Erinnerung: Ich bin einen Teataster-Cup gewöhnt: funktional und minimalistisch aber das ästhetische Äquivalent zu einem Ikea-Glas). Jetzt könnte man sagen: "Nimm doch einfach eine Tonkanne, die innen glasiert ist", aber nein, irgendwie ist auch das ein wichtiger ästhetischer Faktor, selbst wenn die Beeinflussung durch den Ton für mich nicht im Vordergrund steht. Deshalb soll es eine unglasierte sein, in Ergänzung zur innen glasierten Shiboridashi. Natürlich wird es dadurch komplizierter, da ich ja recht viele verschiedene Teesorten in einer Kanne aufgießen möchte. Aber man will es sich ja nicht immer leicht machen, der komplizierte Weg kann so schön sein. Auf jeden Fall kann ich mir gut vorstellen, wie Frau Mahlzahn vor der Tee-Session in Glückseligkeit das passende Kännchen auszuwählen und mich dabei auf den Tee zu freuen, das wäre was für mich aber bis es vielleicht soweit kommt wird es vermutlich noch Jahre dauern, allein schon aus finanziellen Gründen. Zunächst werde ich mit einem Kännchen loslegen und da ist natürlich einiges an Willkür dabei. Ich habe aus euren Antworten aber das Gefühl bekommen, mit meiner Auswahl schon auf einem ganz guten Weg zu sein, sodass ich jetzt guten Gewissens zuschlagen kann. Ich werde mir die Jianshui Shi Piao bestellen, da ich sie mir gut mit vielen Tees aus meinem Sammelsurium vorstellen kann. Wenn ich mir letzteres so anschaue, werde ich die nächsten Monate vermutlich viel Oolong und einige Schwarztees trinken, damit kann ich mich glaube ich ganz gut herantasten und schauen, wie sich das Kännchen verhält. Ich muss es ja nicht direkt in Shu o.Ä. auskochen. @doumer Ich habe mich nochmal in das Thema Yixing eingelesen aber irgendwie hat es nirgendwo Klick gemacht. Letzten Endes muss man ja irgendwo mit dem Ausprobieren anfangen und mir wird sowieso zugute kommen, dass ich ja tonmäßig keine Vergleichswerte habe und daher nicht weiß, was ich verpasse Wer weiß, wie lange es dauern wird, bis dann auch ein Duchek-Kännchen bei mir einzieht... Besonders das helle im Drachenei-Stil hat es mir wirklich angetan. Mal sehen, wann es mich überkommt. Aber zunächst werde ich hoffentlich viel Spaß mit dem Jianshui haben. Ich freu mich drauf!
  24. 4 points
    enjoi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist der Yeshen Huazhu 'pop_peek' wild '19 von prSK in der Tasse bzw. im neuen Kännchen von ebenfalls prSK. Der Tee wurde auch bereits sehr gut von @doumer beschrieben unter: Es ist ein sehr spannender und ungewöhnlicher junger Sheng, welcher unter anderem an einen Schwarztee erinnert. Das trockene Blatt schmeckt sehr fruchtig, der Tee selbst ist ebenfalls fruchtig, ein wenig bitter und schmeckt nach Schokolade und Limone. Folgend noch ein paar Impressionen der heutigen Session:
  25. 4 points
    Frau Mahlzahn

    Beratung für die erste Tonkanne

    Jaaaaaaa, wem hier im Forum reicht schon EIN Kännchen ?!?! Im Grunde unseres Herzens sind wir (auch) Keramikjunkies, nicht wahr?! Das Meiste (s.o) ist ja schon gesagt und zwischen den Zeilen meine ich herauszulesen, dass man im Laufe der Zeit eigene Vorlieben und Gewohnheiten entwickelt (manche Forenmitglieder haben diametral gegensätzliche Geschmackserfahrungen mit gleichen Ton-Tee-Kombinationen gemacht). Meine persönliche Teevorliebe sind dunkel geröstete Taiwan(Atong)Oolongs und irgendwie lande ich immer bei glasierten , gerne dickwandigen Kännchen und Gaiwane, und 95-100 Grad Wassertemperatur. Meine unglasierten Tonkännchen beherbergen eher junge Shengs. Ausnahme: eine Zini ist reserviert für Atong Oriental Beauties wie z.B. "Bees Dance" (teehaus cöln). Kann nicht erklären, wieso, es ist ein innerer Drang, das so handzuhaben ... vielleicht bin ich mit meinen Oolongs immer noch nicht damit fertig, den Geschmack desTees an sich ausgelotet zu haben, daher immer noch die innen neutral Glasierten?! Zu viele Eindrücke in der Kombinatorik auf einmal verwirren mich immer noch ein bisschen. Ein anderer Aspekt ist vielleicht auch die Erinnerung, die man mit der einen oder anderen Kanne teilt... also was man persönlich soerlebt hat, während man eine bestimmte Kanne in Gebrauch hatte ?! Dass also eine Kanne mit bestimmten Assoziationen verschmolzen ist, die einem immer dann in den Sinn kommen, wenn man die Kanne zur Hand nimmt?! (Also bei @Anima_Templi zum Beispiel die Geschichte mit der Pfeffermühle, die untrennbar mit seiner Kürbis Yixing verbunden ist?! ). Egal, mit welchem Kännchen ich begonnen hätte, ich wäre auf jeden Fall weitergegangen, um andere Kannen zu suchen und zu finden. Heute würde ich mit anderen Kännchen beginnen als "damals", hochwertige Kännchen auf jeden Fall. Aber hätte ich sie schätzen können, wenn ich nicht zuvor schon eine gewisse Zahl nicht so markanter Kännchen "durch" hätte? Man wächst doch mit jeder Erfahrung ---> und um das geht es doch letzten Endes, oder nicht? Ich mag es auf jeden Fall, morgens vor dem Regal zu stehen und die Wahl zu haben - und wenn ich Glück habe, kommt sogar ein Wow- oder Aha- Erlebnis dabei heraus
  26. 4 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Matcha Nachmittag
  27. 4 points
    Die neue kam gestern an. Zusammen mit zwei Oolongs und wirklich tollen Pu-Erh Proben. Das wird ein schönes Wochenende!
  28. 4 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Der dritte Grüne von Nannuoshan: Huoshan Huang Ya Hier ist das Blattgut ziemlich interessant, weil es farblich zum Teil große Unterschiede gibt. Von hell bis dunkel sieht man hier ein breites Spektrum. Auch sind manche Blättchen fast komplett geöffnet, wohingegen manche geschlossen sind. Geschmacklich liefert er ein schönes vegetabiles Aroma (Artischocke passt ganz gut). Hier finde ich schmeckt man deutlich, dass der Tee nicht mehr taufrisch ist. Dennoch lecker und absolut trinkbar. Der Ursprungspreis wäre zu hoch gegriffen, so aber passt die Preis-Leistung wunderbar. War ein schöner Start in den Tag.
  29. 4 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Im Gegenteil, war so formuliert, um Deine Aussage zu bekräftigen. Heute am Morgen der nächste Grüne: Guzhu Zi Sun Etwas leichter und durchscheinender als der Lu'An Gua Pian. Insgesamt frischer. Haselnuss. Die nussige Note ist generell sehr intensiv, finde ich. Die Intensität gründet jedoch nicht auf einem mächtigen Körper, was mir gerade jetzt sehr gut gefällt. Alles schön ausbalanciert. Ein schöner Tee.
  30. 4 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Gestern erreichte mich meine erste Sendung von Nannuoshan. Aufmerksam geworden bin ich, weil gerade zahlreiche, vielversprechend aussehende Grüntees reduziert sind. Somit gab es schönes kleines Paket. Nach einer eher enttäuschenden Session mit dem Superior Bi Luo Chun heute morgen, ist nun der LU'AN GUA PIAN im Schälchen. Und der kann was! Zunächst mal gefällt uns das lebhafte Grün der Blätter außerordentlich gut. Der Geruch ist schmeichelnd und doch kräftig für einen Grünen. Schön vegetabil und körperreich. Beim verblassen eine schöne Süße hinterlassend. Einzig die Aufgussmethoden, welche Gabriele vorschlägt, gefallen mir nicht sonderlich... Lieber lasse ich etwas kürzer ziehen und mache noch einen vierten. Aber sei's drum... Ein sehr leckerer Grüntee, zu einem Spottpreis! @SoGen, Du als Kenner chinesischer Grüner; kennst du etwas aus seinem Shop? Der kleine Link im Bild passt übrigens auf, das ich den Tee nicht zu heiss brühe...
  31. 4 points
    olem

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Gestern gab es den Gyokuro Asahi von @Roberts Teehaus. Meine Freundin und ich hatten recht unterschiedliche Einschätzungen: ich fand ihn recht lasch mit dominanten Heunoten und dezentem Umami. Sie fand ihn sehr lecker und intensiv, mit gutem Umami aber ohne besonders herausstechende Noten. Normalerweise sind wir uns eher einig bei Tee Die Nadeln waren hübsch und sattgrün. Ich habe 20g im Probepaket erhalten und bin mal gespannt, ob eine Veränderung der Parameter noch andere Ergebnisse bringt.
  32. 4 points
    Joscht

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2018 Jingmai Tian Xiang - Farmerleaf Es ist sicherlich *nicht* von Vorteil, zu viele Bings zu haben und deshalb die Veränderung mit der Zeit für sich nicht so genau nachvollziehen zu können. Notizen dazu sind wenig genau oder wahrscheinlicher: Man muß dazu schon so ein gewisser Typ Chronist und Buchhalter sein, der ich nicht bin. Nun könnte man aus der Not eine Tugend machen und sich einfach beschränken, aber das ist auch Unfug - und so trinke ich mich durch die Bings und protokolliere nur das Datum und ob "gut" oder "schlecht", bzw. nur ganz grobe Eckpunkte, wie Holz, Wald, Honig oder auch Knüppel auf den Kopp. Einen Knüppeltee hatte ich auch mal und ein halbes Jahr später mußte ich feststellen, von wegen. Das Ding hat Tiefe und ist vielschichtig. Da ich in Sachen PuEhr mich für einen Novizen halte, ist auch wahrscheinlich, daß sich mein Geschmack bildet... Der Kandidat heute war nun das vierte Mal auf dem Tisch und überzeugt mich immer mehr mit diesem Spiel um Bitterkeit. Habe ich noch vor einem Dreiviertel Jahr eine gewisse Lieblichkeit vermißt, mangelt es mir heute überhaupt nicht mehr daran. Ja, Geschmack bildet sich - und sollte man von jetzt auf heute in die 50iger Jahre zurückversetzt werden, vor dem Sieg der Zuckerindustrie und geschmacksverblödenden Geschmacksverstärker, würde man möglicherweise einen Schock bekommen und ständig mit zusammengefaltetem Gesicht herumlaufen, so sauer, so bitter, so herb und so kräftig.
  33. 3 points
    SoGen

    Wieviele Kyusus sind sinnvoll

    Und ich auch keinen chinesischen - wobei es da möglicherweise auch Kannen mit sehr dichtem Ton gibt, die mit Hochtemperatur und Reduktionsbrand gefertigt wurden, die grundsätzlich geeignet sein könnten. @Lateralus: es ist schwierig, da pauschale Aussagen zu treffen - aber Yixing ist geeignet, bei Oolongs (bei Pu dürfte es ähnlich sein, doch da fehlen mir da Erfahrungswerte) 'Spitzen' oder 'scharfe' Obertöne zu kappen; der Tee wird weicher, runder, harmonischer. Wobei das mE nicht unmittelbar am Material liegt, sondern daran, wie es im Laufe der Zeit mit dem Tee interagiert. Was heisst, dass da schon mal ein paar Hektoliter Tee durchgelaufen sein sollten - der häufige Gebrauch macht's, initialisierendes seasoning reicht bei weitem nicht aus, um einen positiven Effekt zu bewirken. Ein Grund, nicht allzu viele Aufgussgefäße zur Auswahl zu haben ... Bei Grüntee jedenfalls ist eine solche Reduktion des Obertonspektrums nicht erwünscht und auch nicht sinnvoll - zumindest nicht in dem Grad, wie man es bei Yixing hat. Deswegen greifen Geschmackspuristen da bevorzugt zu inertem Material wie Glas oder Porzellan. Ich selbst bevorzuge da eine Kompromisslösung, die ich für optimal halte, da sie zumindest adstringente Noten etwas zurücknimmt: Banko (genauer: reduziert gebrannter shidei 紫泥). Wobei da die geschmacklichen Unterschiede zu 'schwarzem' Tokoname sicherlich sehr subtil (und nicht notwendig zu Lasten von Banko) sind - und das Preis/Leistungsverhältnis idR besser. Bei rotem Tokoname (Oxidationsbrand) vermute ich einen ähnlichen Effekt wie bei Yixing, konnte es aber nie verifizieren. Was das Ausgangsmaterial von Banko und Tokoname angeht, gibt es da heute praktisch keinen Unterschied mehr, insofern die Lagerstätten von natürlichem Ton erschöpft sind - nicht anders als in Yixing. Um so wichtiger ist die Wahl eines guten Keramikers, der seinen Tonlieferanten sorgfältig auswählt oder gar selbst mischt. Das und die handwerkliche Sorgfalt (bzw. das Können) bei der Herstellung bestimmen dann auch wesentlich den Preis. Wobei es ab einem bestimmten Level dann nur noch um optisch-ästhetische Qualitäten geht. Da wird dann halt verlangt, was geht ... Was - speziell bei Yixing - die sagenhaften alten Lagerbestände an natürlichem Ton betrifft, die da noch in Privatbesitz existieren (und exorbitante Preise rechtfertigen) sollen , so bin ich da ausgesprochen skeptisch. Und als stolzer Besitzer 'alten' Yixings (um etwas zu prahlen) auf der sicheren Seite ... Und noch eine Anmerkung - bei der Teeverkostung hat nach meiner bescheidenen Meinung die momentane physische und psychische Verfassung des Teetrinkers einen deutlich größeren Einfluss auf das subjektive Geruchs- und Geschmacksempfinden als das Material das Aufgussgefäßes. _()_
  34. 3 points
    GoldenTurtle

    Wieviele Kyusus sind sinnvoll

    Das ist doch zutiefst menschlich/oberflächlich ... jeder ist kritisch dem eigenen Aussehen gegenüber, aber kaum jemand ist der eigenen Intelligenz als auch dem eigenen Wissen gegenüber kritisch. Erst neulich habe ich als perfektes Beispiel diese herrliche 1-Stern Kritik an dem Buch "The Book of Green Tea" von Diana Rosen entdeckt, das ich wegen einem besonderen Grüntee früher hier gerne zitiert habe:
  35. 3 points
    miig

    Wieviele Kyusus sind sinnvoll

    Jetzt hast du mich getriggert @Lateralus . Also, das Yixing-Thema gehört zu den umstrittensten Sachen im ganzen Teebusiness. Die einen sagen, Yixing hat Eigenschaften, die wenige Keramikarten, wenn überhaupt, aufweisen. Manche sagen, das stimmt, aber solches richtiges Yixing-Geschirr, mit solchen Eigenschaften, ist kaum mehr zu kriegen. Und wenn doch, wie viel kostet es? 100€ 1000€? Andere wiederum sind da sehr skeptisch und sagen, es ist eine von unzähligen Tonsorten, und auch nicht so viel besser. Das wird sich nicht endgültig klären lassen... ich wollte nur darauf hinweisen, dass bei dem Thema sich wirklich ein riesen Kontinuum auftut. Was man sagen kann, ist dass Yixing (in unterschiedlichem Ausmaß) porös ist und somit mit dem Tee mehr interagiert. Dass die Kannen sich mit der Zeit verändern, wenn sich Tee-Öle darin ablagern. Aber dann wirds schon schwierig. Es gibt sehr dichtes Yixing-Geschirr, dass wenig porös ist, und auf das die Leute trotzdem schwören. Und richtig stark poröses, das ne Menge Aromen schluckt erstmal. Viele Meinungen, und auch viele Emotionen. Tendenziell würde ich sagen: Poröses Geschirr kann Primäraromen schlucken und dafür Tiefe, Komplexität, ggf. auch Sekundäraromen verstärken. Aber da spielen so viele Faktoren mit, dass es irre schwierig ist, konzise Aussagen zu machen, mit denen die Leute auch wirklich was anfangen können. Wenn jemand das Geld und die Motivation hat, sich damit zu befassen, dann sollte man wohl einfach mal einsteigen und rumprobieren. Ich persönlich bin da mittlerweile bei simplerem Geschirr angelangt.. aber ich bin auch aus der Welt der Premium-Tees ein bisschen raus. Ich würde jedenfalls, wenn ich 100-200€ für eine Teekanne auszugeben hätte, etwas weniger sagenumwobenes / gehyptes nehmen. Was schönes japanisches / koreanisches, oder was von den mittlerweile recht beeindruckenden europäischen Künstlern. Aber das soll nicht heißen, dass ich von Yixing abrate. Aber, dass ich mit günstigen Yixing-Kannen gar nicht erst anfangen würde. Nicht, wenn man das besondere erfahren will. Kann man es sich leisten, mehrere Hunderter in ein Kännchen zu investieren? Dann nur zu, einen respektablen Händler oder mehrere aufsuchen, und selber ausprobieren. Die meisten genießen diese Reise.
  36. 3 points
    seika

    Wieviele Kyusus sind sinnvoll

    Als Katastrophe empfinde ich es überhaupt nicht. Eine Kyūsu mit Metallsieb ist bei Fukumashi sicherlich einfacher in der Handhabung, vor allem wenn es schnell und unkompliziert gehen soll. Ich habe aber auch mit anderen Siebsorten keine Probleme. Sollten zu viel Blätter durch das Sieb in der Kyūsu kommen, nehme ich noch ein kleines Handsieb dazu. Wichtiger als das Sieb ist meines Erachtens das Gießen.
  37. 3 points
    GoldenTurtle

    Teetalk²: Persönliche Treffen der Teetalker

    Ich möchte mich gerne mehr auf die zwischenmenschlichen Aspekte des Teetrinkens ausrichten. Psssssst, alles ist vorbereitet und noch ganz still ... ... doch schon in wenigen Minuten kommen der olle Tobias und der noch ollere Diz und eine ganze Horde weiterer durstiger Teesaufkobolde. Tobias wurde vorgängig bereits als Schimmelteebruder angekündigt und das Menu entsprechend angepasst: Es gibt u.a. 80er Hunan Heicha von Honza, früher 90er Xiaguan Tuocha von mlc und 14er Zhengyan Tie Luo Han von Eugene. Prost liebe Teefreunde da draussen in den Weiten des Netzes.
  38. 3 points
    Zum Start des Tages trinke ich gerne Tees, die intensiv im Geschmack sind. Daher gibt es heute zum Frühstück einen Kumamoto Sencha aus dem Cha Dao. Der Tee ist von 2018 und ist deutlich vergünstigt verkauft worden. Vom Geschmack her ist noch alles in Ordnung. Der Grüntee bietet viel Umami mit feiner Süße und gemüsigen Noten. Genau das Richtige für diese Uhrzeit.
  39. 3 points
    enjoi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist der Cui Lu von Roberts Teehaus in der Tokoname Kyusu. Für mich eine positive Überraschung und mein erster chinesischer Grüntee. Bereits der erste Aufguss ist süß, frisch und hat ein vielschichtiges, rundes Aroma. Beim dritten Aufguss verschwindet die süße weitgehend und eine feine ganz leichte Herbe kommt auf. Der Tee erinnert mich an grünen Oolong und ist nicht wirklich vergleichbar mit japanischem Grüntee. Hier noch zwei Impressionen der heutigen Session:
  40. 3 points
    Anima_Templi

    Beratung für die erste Tonkanne

    @Frau Mahlzahn, es ist noch so viel mehr als die Pfeffermühle! Das schönste, was mich der Unfall an diesem Kännchen gelehrt hat, ist, das meine bessere Hälfte, als Verursacherin dessen, nun weiss, dass sie all meine Keramik zerdeppern könnte, und ich sie trotzdem noch lieben täte. (Das ist tatsächlich so! ) Bei jeder Benutzung ist dieses Wissen nun "mit im Tee". Dadurch schmeckt er gleich nochmal so gut...
  41. 3 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bevor der letzte Rest weggetrunken ist, ist mir zum Glück noch eingefallen, dass ich den Tee bislang noch gar nicht besprochen habe, obwohl ich ihn schon seit einigen Jahren kenne: Der 3-Leaf Liu Bao von EoT: Ein sehr ordentlicher, etwas grober Liu Bao mit schöner Walnuss-Note und lang anhaltender Holzigkeit. Kräftig dosiert ist der Tee sogar für einen Liu Bao richtig dick und schwer mit einer angenehmen Bitterkeit. Laut David ist nicht viel über den Tee bekannt: ca. 5-10 Jahre, unbekannter Produzent aber auf traditionelle Weise wie vor den 60ern hergestellt. Daher wird er unter dem eigenen Label vermarktet - schade, dass so ein Heicha in Europa nicht zu bekommen ist.
  42. 3 points
    AnTuras

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute zum Feiertag gabs bisher zwei Tees von Foristen im Teeschälchen: zunächst 2014 Miyazaki Benifuuki Schwarztee von @cml93 viel dunkle Fruchtsüße, die Beschreibung bei Yutaka Tee ist absolut treffend, ein toller Schwarztee und passender Begleiter zu einem ausgiebigen Feiertagsfrühstück; heute Nachmittag abgelöst durch 2019 Mingjian Tanz des Pfau von @teekontorkiel als Gegenpol spielen hier helle Fruchtnoten die Hauptrolle, sehr weich mit einem tollen Nachhall
  43. 3 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute wieder den Tamahomare. Etwas stärker dosiert als beim letzten Mal, und länger ziehen lassen. Hmm... Gefällt mir... sehr entspannend.
  44. 3 points
    Noch ein dampfender Nachtrag ... toller Tee! Yep!
  45. 3 points
    Zugegeben ... ich kann jetzt beim Schlürfen doumers Fazit gut, sogar sehr gut nachvollziehen, dass dies ein Sheng ist resp. sein könnte! Das Blattgut selbst spricht eher für Sheng, das einzig Shou-Verdächtige ist seine Weichheit und Rundheit! Durch die Blume würde ich echt sagen so ein halb halb Ding.
  46. 3 points
    GoldenTurtle

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zu grün ist dieser Heinrich hinter den Ohren, aber in dem Sinne, wär er eine Spinne, nach dem Woken noch immer quicklebendig umherspringe - der Koch hat geschlafen, und sie nicht richtig durchgebraten, um die Aromen zu schonen, nur wollen wir uns nicht daran gewöhnen.
  47. 3 points
    miig

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Joscht: Auch du, mon cher, sagst nimmermehr Dinge, denen ich das Siegel "verständlich" gewähr. 190, ach, du Schlimmer! kostet doch der Tian Xiang nie und nimmer. Mir schwant hier doch ganz schwer verdächtig dass du dich irttest, und dem Gulan gehst trächtig.
  48. 3 points
    paxistatis

    Das Leben ist schön

    Weiß nicht ob das hier hin passt, aber: Ich war die letzten Wochenenden der letzten Wochen und fast schon Monate viel unterwegs, im Sommer meist nur Früchtetee getrunken. Jetzt hoffe ich endlich dieses Wochenende mal etwas mehr Zeit zu haben, einen guten Oolong oder Pu aus dem Schrank zu holen und mir 1, 2h Ruhe zu gönnen und dabei Tee zu trinken. Drückt mir mal die Daumen das es funktioniert Ich merke das es mir irgendwie fehlt, das ist das interessante.. Werde dann auch mal versuchen wieder etwas mehr hier vorbeizuschauen
  49. 3 points
    Ganz genau! Hier noch ein paar Bilder.
  50. 3 points
    So von mir nun auch wiedermal was Hatte gestern den Formosa Shiding 2007 Fo Shou von TKK in der Tasse. Schöne mineralische noten und klare röstaromen alles in allem ein toller Tee den ich bei meiner nächsten Bestellung sofern noch vorhanden wieder mit ordern werde.
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