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Beliebteste Inhalte seit dem 10.11.2018 in allen Bereichen

  1. 9 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute gab es zwei Tees. Heute morgen eine Probe von @cml93, die bei meiner vor Kurzem eingetroffenen Bestellung mit dabei war. Takeda Aracha Kabusecha Ein feiner Tee, welcher durch seine subtile Süsse und Frische besticht. Mir und Partnerin war er fast ein wenig zu brav... Die Qualität des Tees ist allerdings erhaben! Außerdem ein Oolong von Atong: Formosa Muzha Tie Guan Yin Dieser war in Ordnung. Mir sind jedoch die Röstnoten etwas zu dominant. Dadurch gehen die subtileren Aromen ein wenig verloren. Ist aber natürlich Geschmacksache. Hier noch zwei Bilder des Aracha Kabusechas. Das Grün, der Duft... einfach wundervoll!
  2. 9 points
    Hyeongseo

    5 Liter Flüssigkeit

    Ich möchte hier kurz meine medizinische Meinung anbringen, da sich hier wohl alle Ärzte im Forum verstecken Wie gut der Körper mit einer Trinkmenge umgehen kann hängt maßgeblich von der Herz- und Nierenfunktion ab. Ist der Mensch gesund, kann der Körper alles ausgleichen, d.h. das Herz adaptiert sich an kurzfristig höhere Blutvolumina und reguliert die Elektrolyte, sodass unterm Strich keine Veränderung auftritt. Die Niere scheidet letztendlich alles Überflüssige wieder aus, sodass am Ende des Tages der Flüssigkeitsgehalt des Körpers ungefähr gleich bleibt. Das bedeutet auch, dass Patienten mit einer eingechränkten Herzleistung oder Nierenfunktion ihren Körper nicht mit zu viel Flüssigkeit belasten sollten und deshalb vor allem in höhergradigen Stadien häufig eine tägliche Trinkmengenbeschränkung von z.B. 1,5 l erhalten. Dies soll die Bildung von Ödemen und letztendlich eine Kreislaufdekompensation verhindern. Ein gesunder Mensch hat prinzipiell keine Trinkmengenbeschränkung, da hier die Flüssigkeitszufuhr maßgeblich über Nahrung und Durst erfolgt und meist auch adäquat ist. Dennoch sollte ein Arzt ab einer Trinkmenge von > 4l auch an pathologische Ursachen denken. Ein genaueres Maß für eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr ist die Ausscheidung, denn sie gibt uns Auskunft, ob die zugeführte Flüssigkeit gebraucht wird oder nicht. Eine Grenze sind 1500 ml / m2 KOF, das bedeutet bei einem normal gebautem Menschen ca. 3 Liter Urin pro Tag. Noch genauere Diagnostik kann man mittels Blut- und Urinanalyse sowie Bilanzierung betreiben, um anhand der Elektrolyte herauszufinden ob ein Problem vorliegt und wo das Problem liegt. Sehr beliebt ist hier der 24h-Sammelurin. Prinzipiell ist die Urinausscheidung jedoch in der Regel geringer als die Flüssigkeitsaufnahme, da es zu Wasserverlusten über Stuhl und unbemerkt auch über Schleimhäute, Haut und Lunge (Perspiratio insensibilis) kommt. Um es zu vereinfachen wird in der Klinik einfach die Trinkmenge und die Urinausscheidung gemessen. Die nicht berechnete Flüssigkeitsmenge in Nahrung und die Produktion von Wasser bei Stoffwechselvorgängen gleichen die o.g. Verluste annäherungsweise aus. Übermäßiger Durst (Polydipsie) und Wasserlassen (Polyurie) kann z.B. ein Frühsymptom eines unentdeckten Diabetes mellitus, einer Nierenerkrankung oder einer Hormonstörung bei z.B. einer Hypophysenschädigung sein. Dennoch sollte man hier wiederum differenzieren: trinkt der Patient, weil er Durst hat oder ist es ein Genussmittel mit eher psychischer Anhängigkeit. Es gibt hier auch den Begriff der psychogenen Polydipsie, d.h. man trinkt aus einem psychischen Grunde zuviel. Viele tun dies, um sich durch den Trinkakt selbst zu beruhigen oder weil sie es für gesundheitlich fördernd halten und sich somit innerlich beruhigen. Dies ist die weitaus häufigste Ursache für eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr und auch diese Form kann man mittels Untersuchungen wie einem Durstversuch von anderen Krankheitsbildern abgrenzen. Ob es therapiebedürftig ist, hängt hier vor allem vom Leidensdruck und Wunsch des Patienten ab. Ein weiteres interessantes Phänomen ist, dass die Niere bei längerem Trinken größerer Mengen ihre Fähigkeit verliert, den Urin zu konzentrieren. Dies geschieht, weil die Niere zur Konzentration des Harnes in ihrem Parenchym ebenfalls eine hohe Konzentration an harnpflichtigen Stoffen aufbringen muss (Diffusionsgleichgewicht etc.). Bei längerem Trinken großer Mengen Wasser wird dieser Konzentrationsgradient ausgewaschen (keine Sorge, nicht für immer ) und die Niere scheidet vermehrt unkonzentrierten Harn aus. Bei verringerter Flüssigkeitszufuhr kann der Harn nicht ausreichend konzentriert werden und es geht dem Körper mehr Wasser verloren. Diesen Mechanismus machen sich z.B. auch Bodybuilder zunutze, wenn sie vor Wettkämpfen mehrere Tage lang 10 l täglich trinken und anschließend ihre Flüssigkeitszufuhr reduzieren um ihren Körperwassergehalt für den Auftritt zu senken. Was ich damit sagen will: wenn man seinen Flüssigkeitskonsum senken möchte, sollte man dies langsam tun. Damit die Niere wieder lernt Harn zu konzentrieren und man nicht austrocknet. Denn nichts ist unangenehmer als Durstgefühl. Prinzipiell sollte man beim Genuss vom Tee auch auf den Koffeingehalt achten. Zu viel Koffein beeinflusst die Herzfunktion negativ, vor allem bei jahrelanger übermäßiger Exposition. Die Wissenschaft streitet sich ja, wieviel Koffein gesund und wieviel schädlich ist. Prinzipiell gilt aktuell glaube ich eine Grenze von 400 mg/Tag (Schwangere 200 mg/Tag), zu schweren (behandlungspflichtigen) Nebenwirkungen kommt es aber meist erst ab Dosen von 1.000 mg/Tag. Erschwert wird die Grenzsetzung ebenfalls durch den Gewöhnungseffekt, der bereits nach wenigen Tagen eintritt und die Anflutungsgeschwindigkeit im System, die bei Tee insgesamt ja geringer ist als bei Kaffee. Dennoch sollte man seinen Koffeinkonsum im Auge behalten, denn man möchte sein Herz ja nicht immer unnötigerweise auf Hochtouren laufen lassen. Ich möchte hier auch einmal anmerken, dass man Koffein auch als Arzneimittel einsetzt. Viele kennen es als Kombi-Präparat gegen Kopfschmerzen aber man kann mit Koffein auch den Hirndruck beeinflussen. Hier verwendet man Dosen von 50 mg, welche ca. einer Tasse Grüntee entspricht - also sind keine Riesendosen nötig, um einen Effekt zu erreichen. Insgesamt gilt: Koffeinentzug ist nicht wirklich schön, deshalb möglichst langsam reduzieren (sollte man wollen). Und immer bedenken: die Dosis macht das Gift. Kurz zusammengefasst: Warnsymptome für eine Erkrankung sind unerträgliches Durstgefühl, Austrocknung trotz regelmäßiger Zufuhr großer Mengen Wasser, Ödeme und Bewusstseinsstörungen => Hier lieber beim Arzt nachschauen lassen, ob alles in Ordnung ist. Wie immer gilt: alles im Maßen genießen, auch wenn es manchmal schwer ist. Dennoch sollte man sich nicht alles verbieten, was einem Freude bereitet. Disclaimer: Ich bin kein Internist oder Psychiater sondern Assistenzärztin in der Chirurgie, deshalb bin ich prinzipiell nicht der richtige Ansprechpartner (außer man kann die Ursache herausschneiden :D). Dennoch muss jeder Arzt den Flüssigkeitshaushalt eines Patienten regulieren und Störungen erkennen können, unabhängig vom Fachgebiet. Ich seh die Internisten jetzt schon cringen xD Ebenfalls habe ich die gesamte Medizin studiert und auch mein Staatsexamen im Bereich Innere Medizin erfolgreich abgelegt, weshalb ich mich befähigt sehe meinen Senf dazuzugeben :). Und ich habe von einem Allgemeinmediziner gelernt: es ist auch wichtig, dass man als Arzt Menschen beruhigt. Trotzdem ist das hier KEIN medizinischer Rat im Sinne eines Behandlungsvertrages, d.h. für eine individuelle Beratung geht bitte zum Arzt eueres Vertrauens. Lg, Hyeongseo
  3. 9 points
    Anima_Templi

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Ein kleines Oolong-Paket aus Kiel. Das hat man davon, wenn man der Freundin Atong-Oolong vorsetzt... Der Mingjian Rou Gui hat ihr so gut gefallen, dass ich die Gelegenheit nutzen musste um endlich tiefer in die Atong-Welt einzutauchen. Der Pitcher von Emilio, den ich von @wabi-sabi erworben habe, wird mir in Zukunft ebenfalls viel Freude bereiten.
  4. 8 points
    Hyeongseo

    Hallo oder 안녕!

    Hallo liebe Forumsmitglieder, nach einem etwas holprigem Start stelle ich mich nun auch hier vor. Ich habe mich erdreistet nach meiner Anmeldung meine Meinung zu einem Tee zu posten anstatt mich zuerst vorzustellen und wurde als KEIKO-Mitarbeiterin und Putzfrau beschimpft . Ich muss zugeben: das ist mir noch nie passiert und ich bin in vielen Communities aktiv. Deshalb habe ich auch erst einmal Abstand genommen und wage nun einen neuen Versuch, da ich gerne im Forum lese, was eure Meinung zu Tees ist. Ich wusste nicht, dass die Teetrinker-Community so misstrauisch ist und man aufpassen muss was man wann und wo schreibt. Ich wollte niemandem etwas Böses. Dennoch denke ich, dass es hier auch sehr viele nette Mitglieder gibt, von denen man etwas lernen kann und den ein oder anderen Geheimtipp erfahren kann. Ich bin mit Tee aufgewachsen, deshalb gehört er für mich zum Alltag. Meine Liebe zum Tee habe ich aber erst sehr viel später entdeckt. Um ehrlich zu sein meine erste wirklich positive Teeerfahrung war für mich, als wir von Südkorea nach Deutschland gezogen sind und ich das erste mal Pfefferminztee getrunken habe . Seitdem wollte ich jeden Morgen eine Flasche ungesüßten Pfefferminz- oder Fencheltee von meinen Eltern. Mit koreanischem Tee konnte ich bis dato nicht viel anfangen, da ich kein Früchteteeliebhaber bin und Koreaner alles fruchtähnliche zu Tee verarbeiten, auch Magnolienfrüchte, die ja nunmal auch nicht für ihren Geschmack bekannt sind . Generell tue ich mir bei süßen oder aromatisierten Getränken sehr schwer. Später habe ich dann meine Liebe zum Grüntee entdeckt - aber auch nicht zum koreanischen. Japanische Grüntees schmecken mir einfach besser, da sie sehr viel frischer und natürlicher sind. Und das ist nicht leicht zuzugeben^^. Seitdem trinke ich mich vor allem durch die Grünteewelt und freue mich über jede Neuentdeckung. Auch eine kleine Sammlung Matchaschalen steht bei mir zuhause, aktuell sind es 17 Stück. Die meisten davon sind japanisch, einige auch deutsch. Auch wenn ich mich damit jetzt unbeliebt machen kann: Ich trinke jeden Tee aus einer Matchaschale . Matchaschalen sind einfach von der Optik und Haptik eine Bereicherung für jeden Tee und auch wenn das jetzt nicht für jeden Tee das optimale Gefäß ist bereitet es mir Freude. Teekannen besitze ich nicht wirklich, das ist in Zukunft vielleicht auch mal eine Anschaffung wert, vor allem wenn ich unterschiedliche Teesorten probieren möchte. Aber momentan bin ich zufrieden. Im Moment trinke ich vor allem Matcha, Sencha, Genmaicha und an und zu auch mal einen Bai Mu Dan. Ich bin eine Koyamaen-Liebhaberin was Matcha angeht, bestelle aber auch gerne einmal andere Firmen. Bei den Senchas bestelle ich wild durcheinander und hoffe ich "komme irgendwann an". Unbedingt probieren möchte ich in der Zukunft Kabusechas, Gyokuros und auch ein paar chinesische Grüntees - dort hat mich die Auswahl bis jetzt wirklich erschlagen und ich fühle mich etwas verloren. Ich hoffe deshalb, dass ich hier ein paar Tipps finde was, wann und wo man etwas schmackhaftes probieren kann . Also bitte, seid nett zu mir und lasst mir auch mal meine Meinung. Ich bin kein Vertreter, der euch etwas verkaufen möchte, ich bin einfach nur ein netter Mensch, der sich für eine Tasse Tee so sehr begeistern kann, dass es sich in einem fremden Forum anmeldet und darüber schwärmt . Lg, Hyeongseo
  5. 7 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2013 ManZhuan von prsk. Ein gemeinsames Weihnachtsgeschenk für die Partnerin und mich. Der Tee gefiel uns Beiden beim gemeinsamen Treffen mit Peter sehr gut, und im Rahmen des kürzlichen "Black-Friday-Sales" habe ich gerne einen Kuchen geordert. Bevor nun ein Kuchen in den Topf wandert mache ich es für gewöhnlich so, dass ich alles an losem Material (Blätter,Krümel) aus dem Wrapper entferne und mir daraus dann Tee brühe. In diesem Fall waren es 6,7gr Tee an Bruch. Insgesamt ist er sehr harmonisch und ausgewogen, mit einer deutlichen Süsse, die hin zu Honig und Nuss tendiert. Die bisherigen Jahre der Reifung bringen jedoch auch ein gewisses Maß an Tiefe mit sich. Durch die vielen Krümel und kleinen Partikel, war jetzt doch tatsächlich auch ein wenig Bitternis schmeckbar. Auffallend ist wiederum auch der Unterschied zwischen Wasserkocher- und Tetsubinwasser. Beim Treffen hatte der Tee einen merklich volleren Körper (Tetsubin), wohingegen jetzt die Spitzen ein wenig mehr betont werden. Ein leckerer, sehr freundlicher Sheng, mit tollen ersten Noten der Lagerung. Man beachte die tolle kupferrote Farbe des zweiten Aufgusses.
  6. 6 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Am späten Nachmittag nach einem ausgiebigen Spaziergang gibt es jetzt einen Shincha von Ocha no Kanbayashi.
  7. 6 points
    Joscht

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2011 Yiwu Gushu - teamania.ch @Diz Manchmal bedarf es eines kleinen Impulses - in der Beschreibung. Hier: "Wir nennen diesen Tee außergewöhnlich, weil er wie kein anderer den Charakter von Yiwu widerspiegelt." Ja, normalerweise sollte man in die Region reisen und selber sich aneignen und erfahren oder einen Meister haben, der einem vermittelt. In Ermanglung (Zeit) für so eine Reise und auch in Ermanglung eines Meisters, gibt es eben Beschreibungen und dann die Sensorik und dann, ich nenn das mal die intellektuelle Herangehensweise an den Tee, als zweite Stufe, einordnen und benennen können. Ich hab mich bisher etwas dieser zweiten Stufe verschlossen, aber langsam beginnt es. Langsam muß die Bibliothek benannt und geordnet werden. Nicht nur nach Lieferanten oder so. ... Oder was schmeckt oder was nicht so schmeckt. Oder so. Oder ... Nun also. Wieder reichlich dosiert in winzigem Kännchen. Das Volumen von 60-70ml ist schnell von den Blättern gut ausgefüllt, aber nicht so, daß der Deckel nicht mehr drauf geht. Für mich hat sich das als ein gutes Maß für jedes Kännchen, egal welchen Volumens, als Referenz herausgestellt: Dann zeigt der Tee, was er kann. 1 (40sec.) sehr weich und voll, breit im Mund, Schwarztee mit leichtem Anflug von Erde, ein bißchen öliger Shu, ein verzeihlicher Hauch 2 (30sec.) immer noch weich, etwas intensives hinzu Richtung Oberton, ein Anflug von Schärfe 3 (60sec.) deutlich Erde. Im Abgang etwas Cayenne. Etwas kratzig und genau. Holz. Es macht sich nicht breit, obwohl es dominiert, es läßt die anderen Facetten gut bestehen 4 (50sec.) deutlich Erde, aber hohe Töne gewinnen. Energie! 5 (60sec.) breit Erde und Holz, alles hohe ist verschwunden. Im Nachschmecken bleibt eine Frucht. Breite Energie. 6 (75sec.) Erde und Holz ausdauernd strark. Von Frucht ist nur noch eine Ahnung. 8 (100sec.) die Dominanz von Holz und Erde zieht sich zurück, aber es tritt nichts anderes dafür hervor. Außer: Energie. 9 (120sec.) es ist wieder weicher, gleichzeitig voll und breit. Im Ganzen fruchtiger, Holz und Erde spielen im Hintergrund 10-12 (bis 3'30) fast nur noch hell fruchtig, erst im Abgang etwas Erde und Holz. ... Energie im Tee ist schon was sehr feines. Hier erschlägt sie einen nicht, sondern spielt so dezent mit und ruft sich vor allen Dingen dann noch gleichbeibend diskret in Erinnerung, wenn Holz, Erde und Frucht schon etwas malade und sich verabschieden. Ein Tee für die erste Reihe.
  8. 6 points
    Paul

    Chaxi in Europa

    Mal zwei Neue?: Bei der ersten ist das Besondere das "Teebrett" Glas, handgegossen; in der Vase Pfaffenhütchen Bei der zweiten, der Stahl Teetisch, Shibo von Novak und das Schälchen Worchester 1760
  9. 6 points
    Ich war auch in Berlin und habe einige nette Leute kennengelernt bzw. wiedergesehen *wink an Christian* 😉 die Lokation und das Programm waren toll. Aber ich hätte mir definitiv mehr Platz an den Ständen gewünscht. Bei den meisten Ausstellern war ein furchtbares Gedränge. An vielen Ständen hatten nur 2-3 Leute davor Platz. genial war die Tea Week, die das Festival ein- und ausgeläutet hat. Da gab es diverse Vorträge, Konzerte und anderes Rund um das Thema Tee. ich habe chinesische Tuschmalerei ausprobiert und ein paar Teetassen getöpfert, die aber noch gebrannt werden müssen...
  10. 6 points
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Durch den Namenszusatz "Muscatel" wurde mein Interesse geweckt, und darum musste ich mir einfach den Darjeeling Jungpana Wonder Muscatel second flush bestellen. Naiver Weise habe ich mir etwas muskierendes wie man es vom Wein gewohnt ist vorgestellt. Bei der ersten Tasse war mir dann klar dass dies in die Richtung Oriental Beauty geht. Für mich haben diese Tees immer etwas von Tabak der mit Apfelstückchen feucht gehalten wird. Leider sagt mir das gar nicht zu. Was ich abschließend daraus gelernt habe: Tee gehört entweder den Insekten oder mir, beides funktioniert für mich nicht
  11. 6 points
    Heute morgen gab es den Kim-ho Dongding. Sehr stark geröstet mit interessanten Aromen. Kakaonoten und getrocknete Früchte treffen auf alten Sherry aus dem Holzfass. Jetzt geht es weiter mit einem Sheng aus dem Jahre 2014. Bu Lang Shan. Ein wirklich toller Pu Erh, mit kräftigem, herbem Charakter. Tabaknoten, angenehmer Bitterkeit und eine tolle Süße. Habe den Tee seit zwei Jahren. Habe den Eindurck, dass das Süße und Fruchtige nun mehr zum Tragen kommt und sich das intensiv Herbe etwas verfeinert hat. Hat immer noch wuchtige Kraft, ist aber deutlich ausgewogener geworden.
  12. 5 points
    Raku

    Temial-Teegerät

    @paxistatis Ausser dem Teetrinkertyp A und B gibt es noch einige weitere Typen. Auch wenn man sich die Geschichte seines eigenen Teewegs in Erinnerung ruft, so haben viele ihre Phasen, gerade wenn man über viele Jahre oder Jahrzehnte hinweg Tee trinkt, was auch damit zusammenhängt, dass man erst im Laufe der Zeit gewisse Tees und Möglichkeiten sie zuzubereiten und zu genießen finden konnte. Heute ist ja durch das Internet vieles einfacher zu entdecken. Doch ich versuche es mal einfacher zu halten. Es gibt auch bei den Teetrinkern Leute, die gerne Tee trinken und sich da etwas Besonderes wünschen, für sich, für ihre Gäste. Auf viele wirken Kannen altbacken, andere finden es anscheinend wirklich zu aufwendig, sich mit Teezubereitung zu beschäftigen oder brauchen das gewisse etwas, um es hip und modern zu finden. Sehr viele trinken Tee, weil sie keinen Kaffee mögen oder vertragen. Nicht gerade wenige stellen sich auch hier im Forum damit vor, dass sie auf Tee gekommen sind, weil sie etwas Gesundes trinken möchten. Wenn das Drumherum dann auch noch schick aussieht und man etwas programmieren kann, dann passt es in diese Zeit. Selber habe ich einige Menschen von sich erklären hören, warum sie diese oder jene Kaffeemaschine haben. (Viele erklären sich ja immer gleich selbst, wenn ich erwähne, dass ich Tee bevorzuge.) Eine Senseo-Maschine produziert ein dunkles Gebräu, das bestimmt Koffein enthält, aber guten Kaffee macht sie definitiv trotz aller Beteuerungen nicht. Für die, die es nicht kennen: Hier ist das Kaffeepulver vorgemahlen in einem Päd, ähnlich einem Teebeutel. Viele empfinden es als praktisch, einfach nur aufs Knöpfchen drücken zu können. Ich habe auch die Aussage gehört, dass man Kaffeeconnaisseur sei, weshalb man schliesslich die Cafissimokapseln von Tschibo hat. Den Preis für den Tee in den Sachets finde ich jetzt nicht besonders unangemessen hoch, Probeeinheiten vom guten Teehändler kosten auch etwas mehr, als normalgroße Verkaufseinheiten, auch wenn ich jetzt zu der Qualität der Tees selber gar nichts sagen kann. Vergleicht man die Kaffeekapselpreise, ist man da um ein Vielfaches darüber. Das hier ist ein Kommentar, den ich unter dem von mir oben verlinkten Beitrag las, was es gut auf den Punkt bringt, warum man zu so einer Maschine greift: "Ich hab mir bereits einen vorbestellt und freue mich riesig. Abends den Tee für Morgen Früh rein, Uhrzeit einstellen und nach dem aufstehen mit perfekt gebrühtem Tee empfangen werden. Vor allem die richtige Temperatur und die exakte Ziehzeit sind entscheidend, das bekommt man mit der Hand oft nicht hin. Auch das Aufwecken macht keiner oder das mehrfache Aufgießen, da der Aufwand dafür zu groß wäre. Das Gerät hat so viel Potential das von vielen gar nicht erkannt wird. Wenn man sich mit der Thematik auseinander setzt, erkennt man schnell, dass es nicht einfach nur ein Wasserkocher ist." Die Mutter eines Freundes überraschte mich Anfang der 90er mit einem Tee aus ihrer Teemaschine. Das fand ich ganz schön schräg, was es alles gibt. Das war allerdings ganz normal mit Knöpfchen zu bedienen und irgendwo konnte man die Ziehzeit einstellen. Für sie hatte das Gerät den großen Vorteil, dass ihr Mann ihr morgens den Tee schon ziehen lassen konnte, bis sie aus dem Bad kam. Ähnlich, wie es der obige Teminalkunde als Vorteil beschreibt. Es geht seltsamerweise keiner auf das genutzte Wasser ein. Empfiehlt Vorwerk selber gefiltertes Wasser oder stilles Mineralwasser? Geschmäcker und Ansprüche sind sehr verschieden und so eine Maschine ist eher nicht für die meisten der Teetalker hier erfunden. Ähnlich wie @KlausO habe ich auch schon gedanklich Listen erstellt, wie ich 600€ in Tee anlegen könnte. Meine Prioritäten habe ich da anders gewählt und das liegt nicht nur darin, dass ich mein Yoga nicht in der kurzen Ziehzeit schaffe.
  13. 5 points
    Bei mir kam der Sankt Nikolaus schon heute vorbei. Er hat sich aber als Panda verleidet! In der Kanne der Yiwu Gushu 2018 (quasi Luck Bee +)
  14. 5 points
    Ich dachte ja immer dass sehr alte Pu Erhs der Zenit sind, und habe mir daher immer "super-aged-very-ripe" Sampler bestellt. Geschmacklich hat mich das aber regelrecht angewidert. Das war zumindest für mich ein Fehler. Seitdem ich mich jüngeren Jahrgängen widme, kann ich durchaus Gefallen finden. Heute gab es den ZSL 2018 Ge Deng. Ich muss hier noch einiges lernen, denn 40s beim 1. AG waren für meinen Geschmack schon zu viel. So bitter muss es für mich nicht sein. Die Vielfalt die Teeblätter erzeugen können, erstaunt mich immer wieder. Mir gefällt auch der Gedanke dass man hier im Gegensatz zum Grüntee keinen "Konsumationsstreß" hat, da sich der Tee ja deutlich länger hält.
  15. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist bei mir der 2014er Yiwu HuangYe von prSK im Kännchen: Für einen Yiwu sehr kräftig und mit ungewöhnlichen Facetten: dezent erdig-holzige Noten werden von einer subtilen Bitterkeit begleitet, was zusammen mit süßen Waldhonig-Note eine sehr schöne kräftige, aber trotzdem sehr runde und ausgewogene Mischung ergibt, die lange nachhalt. Ruhig und warm aber nicht langweilig – passt wunderbar zu diesem sonnigen Tag
  16. 5 points
    Paul

    Tee in der Literatur/Poesie

    Schade daß Roger Willemsen kein Pu-erh Trinker war! Es wäre ein Genuß gewesen seine Teebesprechungen zu lesen; allein er ist gestorben ohne dieses Feld zu beackern. Vielleicht sitzt er jetzt auf einer Wolke hört Coltrane und holt das versäumte mit einem Schälchen Sheng nach? Wer jetzt fragt: "Willemsen, wer war'n das?" soll aufhören zu lesen und mit dem Kopf gegen die Wand schlagen, es ist ihm nicht mehr zu helfen! Posthum ist dankenswerter Weise beim S. Fischer Verlag: Roger Willemsen, herausgegeben von: Insa Wilke Musik! Über ein Lebensgefühl erschienen. Ein Buch das Texte von ihm über Jazz/Klassik enthält. Wer das Glück hatte ihn im Radio zu hören z. B. bei Willemsen legt auf im NDR, der hört beim lesen des Buchs seine Stimme und natürlich auch die besprochene Musik, falls man die nicht sowieso im Kopf hat. Wir TeeNerds werde belächelt von Außenstehenden und man hängt es nach Dutzenden von mitleidigen Blicken auch nicht mehr an die große Glocke, daß man hunderte von Kilometern fährt nur um mit einem ausgewiesenen Fachmann Wasser aus verschiedenen Tetsubins zu trinken - die Unterschiede schmeckt und sich darüber austauschen kann. Genau solche Nerds sind die Jazzer (nur halt mehr als wir) aber wir haben gemeinsame Schnittstellen. Das Buch fängt mit einer Meditation über Stille an, ein eleganter Einstieg ! Ein Zitat von Yehudi Menuhin führt Willemsen zu der Erkenntnis: "So betrachtet, führt Stille in eine Reglosigkeit der Bewegung, in ein Schweigen alles Sprechenden, in die berede Pause zwischen den Mitteilungen, in den Transitraum von Zuständen abseits von Aktionen: Man öffnet eine Schublade zur Hälfte, nimmt aber nichts heraus... Man verzögert sich und ist in diesem Augenblick bei sich, festgehalten von einem Zustand vor der Tat, gebrochen in der Nicht-Identität mit dem eigenen Handeln und doch eingefroren in der Immunität des Moments." Schöner kann man den kurze Moment des Innehaltens vor dem gießen des Wassers nicht beschreiben. Auf fast 500 Seiten führt er uns durch seine Welt der Musik und seine Art des Hörens, wenn man sich darauf einläßt wird man Schätze finden, die einem das eigene Leben bereichern. Roger Willensen war ein Großer! Der 7. Februar 2016, sein Todestag, war ein dunkler Tag - aber über diesen Tag hinaus leuchtet seine Liebe zur Musik und sein Spaß an der Fabulierkunst herüber; herüber in die Welt der Lebenden. Und das muß man erst mal schaffen! Deswegen meine unbedingte Empfehlung für Weihnachten: Kaufen, Kaufen, Kaufen! Zwei Stücke die auf seiner Beerdigung gespielt wurden:
  17. 5 points
    Ich war da. Allerdings erst am Nachmittag. Für mich ein voller Erfolg. Die Veranstalter haben viel angeboten und der Raum war auch wirklich interessant gewählt und von der Größe her genau richtig. Viele Angebote zum Tee Schlürfen habe ich wahrgenommen, viele interessante Teesorten probiert, an mehreren Ständen interessante Teehändler kennengelernt. ich möchte da keinen extra herausheben. Raus zum Trödelmarkt bin ich gar nicht mehr gekommen. 1000 Teeschalen waren schnell weg und ich habe meine jetzt hier zu stehen. Schon das war eine schöne Idee. Also mir hats gut gefallen.
  18. 5 points
    Joscht

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Gestern war nichts in der Tasse, sondern im Pappbecher - ich mag es nicht besonders, so offensichtlich querzufinanzieren und für ein Schälchen 600% Aufschlag zu zahlen. Warum ich mir nicht selber ein Schälchen mitgebracht habe, entzieht sich mir aber auch der Erkenntnis... Wenn man nur einen halben Kilometer von einem Teefestival entfernt wohnt, da nicht hinzugehen wäre schon irgendwie eigenartig. Aber ehrlich, ich wollte nicht hingehen, in eine Kirche, beengte Verhältnisse, anstrengende Akustik. Da soll Tee präsentiert werden? Kann man ja gleich zur Grünen Woche gehen. Was mich letztlich doch hintrieb war der angekündigte Flohmarkt. Aber entweder ich war zu spät, oder. Es gibt kein Oder. Da war einfach nichts. Im Pappbecher einige PuErhs, natürlich, aber wenn man nicht eben nur interessierter Laie ist, dann müßte man sich setzen und entfalten und nich nur mal eben einen PuErh trinken, wortwörtlich: Ich möchte einen PuErh. Bitte. Oh, der ist aber bitter. Der ist aber stark. Ich fand das überhaupt nicht. Stand eine Weile da, bei tea expirience und war erstaunt, mit welcher Nachlässigkeit, also lange Ziehzeiten und Temperatur eher egal, keiner ungenießbar wurde. Vielleicht verzeihen Niederdosierungen Nachlässigkeiten? So wird's wohl sein. Dann gab es eine neue Gabe aus einem anderen Gaiwan. Oh. Was war denn das? Es war, als würde sich auf einmal ein sehr bestimmte Tür öffnen und nur noch der Geschmack und ich, alleine, in einem leeren Raum. Alle diese selbstbewußten, egoschiebenden Kreuzberger, Menschen, die einen wegdrängen, wenn man nicht gegenhält, gepresst laute Stimmen haben - 1995, ..., was für einer war das, vergessen. Kaufe ich! 560Euro. Oha. Es gibt auch Abbrüche. Natürlich. Aber ich habe was gegen Abbrüche. Wer weiß, was da in der Kindheit schiefgelaufen ist. Vielleicht sollte ich Abbrüche mal doch in Erwägung ziehen. Aber nicht auf einem Teefestival in einer Kirche in Berlin-Kreuzberg. Wer denkt sich denn so was aus? Ich stand eine gefühlte Ewigkeit am Stand von Jiri Melzer. Eine Verbindlichkeit konnte nicht aufkommen, aufgrund dieses Grüne-Wochen-Charakters. Dieser namenlose 95iger hat alles rausgerissen und als ich dann doch recht schnell wegging, ... 400Euro hatte ich in der Tasche, könnte ja noch aufstocken. Aber nein. Nicht unter solchen Umständen.
  19. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Joscht spannend, den 2016er Man Lin fand ich für einen ZSL fast schon grob - allerdings nur auf ZSL bezogen, insgesamt stimm ich dir da voll und ganz zu, dass die Tees alle sehr rund und weich sind und wie ich finde alle (wie gesagt die 2018er hab ich noch nicht probiert) einen ganz bestimmten Charakter haben, der sich nur schwer beschreiben lässt (ich hatte an anderer Stelle ja mal gemutmaßt, dass der auf das zurückzuführen ist, was David von EoT als "Long Process" bezeichnet aber Mr. Zheng wollt auch auf Nachfrage leider nicht mit der Sprache rausrücken und hat nur etwas von "the traditional art of making tea" und "great enviroment of the gushu trees" geredet, naja...), aber ich würde es mal mit folgender Analogie versuchen: Ein ZSL Sheng zu trinken ist wie wenn man Limo trinkt - es "klebt" danach noch etwas Süße im Mund - einen Tee von prSK zu trinken ist wie wenn man Wasser trinkt - hier klebt nichts und die Textur spielt sich "weiter hinten" ab. Hm, das soll jetzt keine Wertung sein - ich trink gerne mal ne Limo, aber nur Limo wär auch nichts @topic: Heute gab es bei mir den ältesten Lao Man E den ich bisher probieren durfte (von diesem Tee abgesehen hab ich bislang nur noch bei Tea Urchin 2011er LME gesehen - warn liegt das? Kam LME erst nach 2011 in Mode? Oder ist sonst alles vorher aufgekauft worden und mittlerweile unerschwinglich?) - den 2011er Lao Man E von prK. Wie die jüngeren LME von prSK kein super bitterer Tee sondern einer, der sich auf eine tolle samtige Textur konzentriert. Im Vergleich zu dem 2017er oder 2018er LME von Peter merkt man bei diesem die vergangenen Jahre deutlich: die Zitrus-Note hat sich in eine schöne bittersüße Note mit leicht holzigen Facetten gewandelt, wobei die Süße im ersten Moment fast schon überwiegt und sich die Bitterkeit eher in der sehr langanhaltenden Textur zeigt. Fotos hab ich nur heute morgen ein paar gemacht - ich war dann den Tag über nicht zu Hause und hab heute Abend nochmals einige Aufgüsse (bis gerade eben) gemacht - sehr ausdauernd!
  20. 5 points
    Zum innerlichen Auftauen, während gleichzeitig draußen der Frost die Flora eingedeckt hält, gab es den Iron Forge 2014 von Crimson Lotus; ein Huang Pian Shou aus Yiwu. Optisch grüßen große, eher dunkel-bräunliche Blätter, dunkelrote Brühe wie ein dichter Spätburgunder. In der Nase überwiegend Veilchen und nasses Holz. Geschmacklich erdige Veilchen, dann mehr und mehr Umami, mineralisch, recht voll. Eine kräftig gekochte Brühe mit Veilchen und Erde, umgerührt mit etwas Waldholz. Wird wahrscheinlich erstmal in den kommenden Tagen mein morgendlicher Entfroster bleiben.
  21. 5 points
    Hier nochmals ein paar Bilder und Worte zu der kürzlich angesprochenen neuen Yixing: Dieses hübsche Kännchen stammt von Yong Jun, einem unabhängigen Künstler der u.a. für die Jing Dian Tao Fang No.1 Factory arbeitet (allerdings sind seine Kännchen nicht auf deren Website gelistet). An diesem Kännchen gefällt mir vor allem die für Zhuni sehr dezente Farbe sowie die schlichte Form, die mich an mein geliebtes Lao-Zini Kännchen erinnert und eine perfekte Handhabung ermöglicht. Das Verarbeitung ist durchaus filigran und das Kännchen ist überraschend leicht, für das, dass die Größe genau zwischen meinem Zini und meinem Zhuni liegen, allerdings ist sie nicht so hauchdünn wie bei dem Kännchen von Chen Tu Gen. Dazu passt perfekt der Porzellan-Shino-Gaiwan von Hong Seongil, sowohl was Größe als auch Optik anbelangt. Der Künstler mag zwar nicht die Auszeichnungen wie Chen Tu Gen haben und es handelt sich "nur" um Modern Zhuni aber die Ergebnisse sind auf jeden Fall hervorragend und auch der heiße Ton riecht sehr ähnlich wie das andere Zhuni-Kännchen, was für mich durchaus ein Qualitäts-Indikator ist. Hauptsächlich will ich Semiaged und Aged Sheng darin brühen, gerade am Anfang werde ich aber sicherlich auch häufiger etwas Jüngere Shengs mit brühen - in den ersten Tests mit "guten Bekannten" waren auch ein paar jüngere dabei und egal was, es hat alle super geschmeckt Den Gaiwan hatte ich eigentlich davor mit dem Bucheong-Kännchen von Hong Seongil kombiniert aber in Verbindung mit diesem Kännchen wird er sicherlich öfter genutzt - die Hanus-Schale passt dafür auch wunderbar zu dem Bucheong-Kännchen, daher alles prima
  22. 5 points
    Raku

    Risiken erhöhten/ständigen Teekonsums

    Mir ist nach meiner Antwort oben erst das Kleingedruckte aufgefallen, um das es dir wohl vorrangig geht, @GoldenTurtle. Doch ist hier der Grund des Übels im Tee zu suchen? Ist es nicht eher das allgemeine Streben nach Funktion und Leistung, Konsum und dem ewigen Mehrmehrmehr, nach dem man erst dann was gilt, wenn man sich in Beruf wie Privatleben um einem propagierten Optimaldasein zu entsprechen, um dann (in bestimmten Kreisen) anerkannt zu werden und dazugehört? Dass einen das auslaugt und kaputt macht, je nach Konstitution mag das bei dem ein oder anderen früher oder später zum Tragen kommen, und man versucht das mit irgendwelchen Mittelchen zu verschleiern oder auszuschalten. Das Mittel der Wahl variiert, es kann Extremsport sein, Kaffee, Tabletten, sonstige Drogen oder eben Tee. Ich behaupte mal, je spezieller der Tee, desto eindrücklicher ist auch seine Wirkung. Und die will beim nächsten Konsum wieder erreicht oder getoppt werden. Wenn man eher nur high end Ware gewöhnt ist und diese dazu beiläufig wie Wasser trinkt, dann schätzt man sie wohl tatsächlich nicht. Und wenn ich das mit meiner Erfahrung von den oben genannten Teetreffen vergleiche, so kann das definitiv an die Nerven gehen. Die einen spüren das nach wenigen Sessions, andere erst nach Monaten oder Jahren. Das soll nicht bedeuten, dass man lieber Fusel trinken soll, keinesfalls. Doch wieviel ist genug und ab wann unterstützt es den stressigen, krank machenden Kreislauf? Wenn der Weg des Tees bedeutet, dass man zu sich finden soll, dann kann das aus meiner Sicht mit einem leichten, sanften Tee erreicht werden. Der schickt einen nicht irgendwohin, der lässt einen da sein, wo man ist. Doch letztendlich ist das nur ein Angebot des Tees, das jeder anders für sich auslegt. Und nicht jeder bevorzugt die leisen Töne und manch einer wünscht sich auch einfach Abwechslung. Ich wurde hier schon für meine Brennnesselblätter im heißen Wasser belächelt. Wenn ich jedoch raus in den Garten gehe und mir etwas pflücke oder von den liebevoll angepflanzten oder wild gewachsenen frischen oder getrockneten Kräutern hole und sie zubereite, manche davon auch länger im Topf auf dem Holzofen köcheln lasse und der Duft sich im Raum ausbreitet - dann habe ich das Gefühl damit dort anzukommen, was ich mit manch einem Spezialtee nie erreichen könnte.
  23. 5 points
    Leute, endlich ist diese Doku-Reihe übersetzt! Dank geht an Teefreund S. Film ab:
  24. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    du meinst tree bark, oder? @topic: heute am Abend endlich mal wieder ein paar Stunden frei und habe sie sogleich mit meinem neuen Yixing Kännchen genutzt, das ich seit einer Weile habe. Eigentlich haben mich Yixings in den letzten Jahren nicht groß interessiert, da ich mit meinen beiden sehr zufrieden bin - auch keine fancy verzierten und raffinierten Kunst-Kannen aus der Schweiz. Aber als ich dieses Kännchen bei dem Treffen mit Peter gesehen habe war mein Interesse doch geweckt: Es ist genau so, wie ein Yixing-Kännchen für mich sein muss - schlicht und dezent, würdevoll ohne durch irgendetwas vom Tee abzulenken (quasi ein ziemlicher Kontrast zu den archaischen Kännchen aus Osteuropa, deren grober Charakter zwar für mich auch sehr schön zu Tee passt, auf jeden Fall besser als gekünstelte Verzierungen, aber da Yixings für mich sozusagen die optimale Ausgangsposition hinsichtlich Ergebnis beim Aufguss darstellen und die anderen kann eher von experimenteller Natur sind, bin ich hier irgendwie anders gepolt). Vor allem die für Zhuni sehr dezente Färbung und die Form, die mich an meine heiß geliebte No.1 Zini erinnert sowie die gute Größe (100ml, die 120ml von meiner Zhuni von Chen Tu Gen sind mir manchmal schon fast etwas zu groß) haben es mir angetan und so hab ich mich dann letztlich doch dafür entschieden - und bin sehr froh darüber Mit etwas Glück entspannt sich die Lage nächste Woche wieder etwas und ich kann am Wochenende mal ein paar Fotos bei besserem Licht machen und etwas dazu schreiben. Ach ja der Tee: 2006er Hong Tai Chang von dem ich mal bei Terre des Thes ein Pröbchen bestellt hatte: recht adstringent mit leichter Bitterkeit und typischer semiaged Note. Der Körper ist etwas dünn aber dafür ist der Tee ansonsten recht harmonisch - an sich nicht sonderlich spektakulär aber das spannende an dem Tee ist, dass er aus Thailand stammt. Der Preis ist allerdings deutlich zu hoch für die gebotene Leistung...
  25. 5 points
    @Tobias82 Gehört zu meinem Teekännchenset von Novak. Besteht aus der Kanne und vier von diesen Tässchen. Habe das Kännchen seit etwas über drei Jahren und ist meiner Allrounder. Leider ist erst kürzlich ein Stück vom sehr filigranen Griff herausgebrochen.
  26. 5 points
    @Terrakotta-Krieger der klingt wirklich sehr interessant, danke für das Teilen Bei mir war heute, passend zum rauen Wetter, ein PuErh in der Shibo. Ich hab heute mal in meiner Schublade etwas Ordnung geschaffen und eine 10gr Packung von einer Bestellung aus dem August gefunden: Mengla Gushu 2009 von @teekontorkiel. Soweit ich das sehe ist der auch nicht mehr im Shop zu sehen, ist das erste mal das mir das passiert, wie schnell sowas doch passieren kann Aber zum Tee: 3.5gr/~60ml, Ziehzeit: 20sec, 15sec, 15sec, ab da dann ansteigende Zeiten. Sehr kräftig, man hat den Geschmack im ganzen Mund und Gaumen und auch der Nachgeschmack bleibt intensiv und recht lang auf der Zunge, besonders schön, weil der Nachgeschmack etwas süßer wird und somit bei weiteren Aufgüssen das ganze eigentlich sehr schön abrundet, finde ich zumindest Von den Geschmacksnoten vielleicht in Richtung Zartbitterschokolade, Lakritz, recht trockener Schokoladenkuchen (dabei trinke ich was ), wobei ich nicht direkt die Süße dieser Geschmacksnoten meine sondern eher die angenehme Bitterkeit. Klingt vielleicht blöd, aber für mich wirkt dieser Tee sehr energisch, auch wenn das natürlich persönliches Empfinden ist. Prickelt auch schon ein wenig auf der Zunge und im Rachen. Die letzteren Aufgüsse werden da etwas zurückhaltender und süßer, aber keineswegs so süß, dass man denkt, dass der Tee jetzt keine Lust mehr hat, eine gewisse zarte Bitterkeit bleibt da und erinnert mich wirklich an Zartbitterschokolade. Hat mir Spaß gemacht, waren gute 2h mit angenehmer Lektüre hier aus älteren Forenthemen, gibt ja doch noch einiges zu entdecken. Einziger Kritikpunkt: Ich habe jetzt nur noch knapp 7gr, also vielleicht 2 Sessions.... Noch zwei Bilder für euch und einen schönen Samstag :
  27. 4 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zur Entspannung gibt es jetzt einen Gyokuro. Oft fehlt mir leider die Zeit für diesen Tee in Ruhe zu genießen. Die letzte Portion Kanro von Ippodo in der Mini Hohin. @theroots Als nächstes werde ich den Yame Gyokuro öffnen. Werde berichten
  28. 4 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute bei mir im Kännchen: Der 2018er Ma Hei von ZSL. Anfangs relativ dezent mit schönen moosig-waldigen Noten und dezenter Süße. Mit den weiteren Aufgüssen intensiviert sich vor allem die lang anhaltende Süße und wird durch eine dezente dunkle florale Note ergänzt, die nicht zu aufdringlich ist und mich an schwarze Orchideen denken lässt. Insgesamt ein sehr schöner, sehr ausgewogener Tee mit dunklem Charakter und sanftem aber durchaus etwas kräftigerem Qi.
  29. 4 points
    OstHesse

    Wasser zur Teezubereitung, welches nehmt ihr?

    Der Mineraltest Testwasser: Leitungswasser (Kalzium 22,3 Natrium 5 Kalium 0,4 Magnesium 5,7 Chlorid 5,5 Sulfat 29 pH 7,7 °dH 4,4), ViO, Bad Brambacher, Volvic Testtee: Darjeeling First Flush 2018, Jingmai Gushu 2017, Dongfang Meiren 2017 Wasserhärteformel: (Ca * 1,4 + Mg * 2,307) / 10 1). Kalzium Ich habe die ViO (°dH 8,3) und Bad Brambacher (°dH 4,6) miteinander verglichen, wie sie auf oben genannte Tees wirken, der Gedanke war dabei dass die Zusammensetzung der beiden Mineralwässer bis auf ihren Kalziumgehalt einander sehr ähnlich sind, so dass die pure Kalziumwirkung von anderen Bestandteilen deutlich abgegrenzt werden kann. Der vierfache Kalziumgehalt des ViO bewirkte im Vergleich zu Bad Brambacher folgendes: Der Tee bekam eine knackig-erfrischende mineralische leicht astringierende Note, leider wurde das Aroma stark reduziert und der Geschmack wurde mehr oder weniger eindimensional. Soweit hat sich Kalzium und kalziumbedingte Wasserhärte als der stärkste Dämpfer fürs Teearoma erwiesen. 2). Kalium Mein Leitungswasser mit Kaliumchlorid versetzt, neue Werte waren somit Chlorid 22mg/L und Kalium 17mg/L. Diese Kaliumwasser wurde mit Volvic verglichen um sicher zu stellen dass der Chloridgehalt nicht dazwischenfunkt. Tat er nicht. Die Wirkung von Kalium: Das Aroma wurde nur leicht beeinflusst, der Tee bekam eine trocknend-astringente Mineralität und die bitteren Geschmackselemente wurden drastisch reduziert. Der Geschmack des Tees wurde am stärksten beeinflusst, er wurde flach, es war nahezu unmöglich Nuancen heraus zu schmecken. 3). Magnesium Mein Leitungswasser mit Magnesiumcitrat versetzt, neue Werte waren somit Magnesium 70mg/L, °dH 19 und der pH-Wert reduzierte sich leicht. Die Wirkung von Magnesium: Trotz der hohen Härte von °dH 19 hatte das Magnesiumwasser die geringsten Auswirkungen auf den Geschmack und Aroma von Tee, deutliche trocknend-astringente Mineralität, Aroma fast unberührt, Geschmack leicht flach. Ich kann meine Ergebnisse wie folgt zusammenfassen: Kalzium ist die Nummer 1 der Aromakiller wenn "überdosiert", ab ~30 mg/L wird mir das Wasser zu hart, Aroma & Geschmack werden blockiert. Definitiv nichts für Leute die Komplexität und Nuancen des Tees schätzen, als erfrischender kalter Energy-Drink durchaus reizvoll. Kalium ist wiederum der Geschmackskiller wenns davon zuviel gibt, er bekämpft zwar effektiv die Bitterkeit des Tees, ist dafür ein zweischneidiges Schwert wenn es um Geschmack geht. Alles über 20mg/L ist für mich nicht genießbar. Und Magnesium ist das "mildeste" Mineral von allen, er verursacht bei Aroma & Geschmack keine "Zerstörungen" wie seine Vorgänger, hat aber trotzdem seinen "Preis"; wenn über 100mg/L werden die trocknend-astringente Mineralität und deutlich flacher Geschmack durchaus lästig. Die Moral von der Geschichte ist, auf jeden Fall für mich, es ist die konkrete mineralische Zusammensetzung des Wassers die es gut für bestimmte Tees macht, eine Fixierung auf Härte oder pH allein ist absolut unzureichend. Es gibt Mineralwässer im Handel die zwar weich und pH neutral sind, ihr Kaliumgehalt aber so groß ist dass sie die meisten Tees schlichtweg demolieren werden. Ich für meinen Part habe durch den Test folgende simple Regeln aufgestellt: Tees mit komplexen Aromen brauchen sehr kalziumarmes Wasser stark bittere Tees wie z.B. junge Shengs würden von einer vorsichtigen Prise Kalium profitieren Magnesium ist weniger kritisch, kann u.U. kalziumarmen Wässern ein extra an Mineralität verleihen und trotzdem das Aroma schonen Es kommt aber letztendlich immer auf den Tee an, denn verschiedene Tees reagieren oft deutlich anders auf dieses oder jene Spurelement. Dies zeigt vor allem der Wassertest von @Manfred wo gerade der niedrigmineralisierte Black Forest bei weißem Tee abgeräumt und Volvic sich mit seinem extra Bissl mehr an Kalium und Magnesium als guter Allrounder bewiesen hat. Grüße, OstHesse
  30. 4 points
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Kono "Tokujô Sencha" von yutaka Dieser Tee zaubert mir immer wieder ein dämliches Grinsen ins Gesicht. Schon alleine die Nase in die Tüte zu halten, ist eine olfaktorische Offenbarung die ihre Klimax im Beschnuppern des Endprodukts findet. An der Frage ob nun der Tokujô oder doch der Kôkyû der bessere Sencha ist, beiße ich mir die zerebralen Zähne aus. Nun gut, vielleicht muss es ja aber auch nicht immer einen Gewinner geben...
  31. 4 points
    Ich sitze gerade bei einer Session mit dem Jingmai Gushu 2011 von @chenshi-chinatee. Der Tee weist ein Geschmacksprofil auf, welches ich bei einem Sheng Pu-Erh noch nicht so ganz hatte. Liegt warscheinlich daran, dass dies mein erster aus dieser Gegend ist. Ich finde den Tee sehr tiefgündig. Die mir bisher unbekannte Facette ist ein sehr interessantes Zitrusaroma. Süße ist nur wenig zu finden, muss aber auch nicht immer sein. Neben dem Zitrus ist eine sehr feine und richtig tolle, kräuterige Bitterkeit vordergründig. Im Nachhall ist der Tee auch noch sehr verspielt im Mundraum und erst nach einer Weile kommt noch eine leichte Note von Tabak hinzu, die sich mit etwas Säure abwechselt. Ein toller Sheng. Ich muss wohl mal mehr aus dieser Gegend versuchen.
  32. 4 points
    Alexander Müller

    Der Teetisch China mitten in Deutschland

    Gong Fu so sieht es bei mir Heute Abend aus. Was haltet ihr davon?
  33. 4 points
    Joscht

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2014 Fengqing - Alihou Village - TeaVivre Dieser PuErh hat einige Vorhänge verdient. 1 deutlich Frucht, Mango, eine Spur Schwarztee, Waldboden 2 voller und runder Geschmack, Mango, Erde, fruchtiger Abgang 3 mehr Holz hinzu, Frucht, insgesamt schwer und voll 4 hohe Töne von etwas scharfem dazu, ich nenne es sirrend, voll und breit und rund, gute, aber zurückhaltende Energie 7 sirrende Erde. Eine Mischung aus Frucht (zurückgedrängt), Erde und etwas Schärfe 12... eine gewisse staubige Holzigkeit macht sich bemerkbar, das bleibt die folgenden Aufgüsse, die keine Überraschungen mehr bringen, aber bei 15 auch noch keine Erschöpfung, außer meine. Ein feiner Tee. Haltbarkeit: je älter, umso besser. Dieser Satz auf dem schmucklosen Aufkleber hinten wird hoffentlich Programm sein.
  34. 4 points
    Hyeongseo

    Weiße Pfirsichblüte

    Die Meridianlehre der TCM hat keinerlei wissenschaftliche Basis (wie viele andere Bereiche der TCM), deshalb ist die mangelnde Aufklärung durchaus berechtigt xD. Insgesamt sollte man sich nicht von dem Image der TCM blenden lassen, die Akupunktur ist noch ihr Bestes Pferd im Stall und selbst hier ist die Studienlage kontrovers. Dennoch ist sie inzwischen von den Kassen für wenige Krankheiten zugelassen (chronische Rückenschmerzen, Kniegelenksarthrose), aber nur wenn sie von einem Arzt durchgeführt wird, der auch in Psychosomatik ausgebildet ist. Das impliziert schon die psychische Komponente der Erkrankung - und der Therapie. Ich befürworte Phytotherapie, solange sie evidenzbasiert ist und bin deshalb nicht per se gegen pflanzliche Arznei. Man muss aber doch zugeben, dass Pflanzen nunmal nicht zur Förderung unserer Gesundheit geschaffen sind und es deshalb meist bessere chemische Alternativen mit weniger Nebenwirkungen und besserer Pharmakokinetik gibt (siehe z.B. Digitalis). Dennoch fehlen zu diesem Thema viele Studien, da sie schlecht finanziert sind und auch schwer durchführbar sind. Ich bezweifle, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Ich bezweifle aber auch nicht, dass der Glaube und der Placeboeffekt Berge versetzen kann . Ich verstehe nur nicht, warum man den Tee immer mit dem Attribut "gesundheitsfördernd" verkaufen muss? Ich hoffe doch niemand zwingt sich hier seinen Tee jeden Tag rein, nur um unterm Strich ein Mü gesünder zu sein . Hört lieber auf zu Rauchen, ernährt euch gesund und bewegt euch mehr - bringt erwiesenermaßen deutlich mehr. Aber vielleicht bin ich da auch etwas seltsam gepolt. Ich habe mich eine Zeit lang mit TCM beschäftigt, um herauszufinden, ob es sinnvoll ist die Zusatzbezeichnung zu erwerben und bin zu dem Schluss gekommen: nein. Aber das is meine persönliche Meinung. Ich schweife ab... Zurück zum Thema: der Tee klingt interessant, da ich Bai Mu Dan mag, aber aromatisierte Tees hasse. Es klingt aber nach einem feinen Hauch von Aroma, vielleicht ist das gerade reizvoll. Dennoch hadere ich noch mit mir, ob ich ihn probieren soll. Nichts ist schlimmer als eine Wohnung, die stundenlang nach künstlichem Aroma riecht Kommt aber mal auf meine Merkliste, da ich auch erst seit kurzem Yin Xiang für mich entdeckt habe. Auf jeden Fall vielen Dank für die Vorstellung! Ich liebe es, wenn man Dinge kennen lernt, auf die man sonst im Leben nie gestoßen wäre.
  35. 4 points
    Am Nachmittag hab ich mir dann nochmals ein Tee vorgenommen: Den 2009er Three Cranes Liu Bao Bingcha. Ein sehr untypischer Liu Bao - nicht nur auf Grund der Form! Er ist einem Sheng fast schon näher als den meisten anderen Liu Baos - nichts mit weich und rund, dieser Tee ist richtig ruppig und hat (bei entsprechender Dosierung) auch eine gewisse Schärfe und Bittekeit. Das Interessante ist, dass er tatsächlich beide Welten schön zusammenführt – er hat das Nussige eines Liu Baos aber die Kraft eines Shengs. Wer nicht einen "normalen" Liu Bao sucht, sollte diesen auf jeden Fall mal probieren. Nach den 6 Aufgüssen am Nachmittag ging es dann am Abend weiter (bzw. tut es immer noch) - auf jeden Fall der ausdauerndste Liu Bao den ich kenne! Achja: Der Bing ist wirklich sehr fest gepresst, ohne Zange kommt man da nicht weit
  36. 4 points
    maik

    Zoll und chinesischer Tee

    Ich kann nur sagen: Mal so, Mal so. Über Etsy hatte ich Mal ein Künstlerschale von einem japaner gekauft, ca 100,-. Er hatte dann einen deutlich niedrigeren wert draufgeschrieben, das ging ohne Probleme durch. Mit meinem guten Freund Mr. Suga aus Japan, der mich immer Mal wieder mit den CDs "unserer" Idolgruppe beglückt, hab ich grundsätzlich Pech. Obwohl er immer "geschenk/CD" draufschreibt, muss ich immer beim Zoll antanzen. Teilweise peinlich, er packt dann immer noch Autogrammkarten, Bilder etc mit rein, die für westliche Augen unter Umständen etwas merkwürdig wirken. Ich bat ihn aus Spass, mir bitte bitte keine Gummipuppe zu schicken. Leider ist mein english schlecht und seines noch schlimmer. "I will think about your nice Idea", schrieb er nur. Seitdem hab ich angst .
  37. 4 points
    nemo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute habe ich mich für einen Raritäten-Tag entschieden. Gestartet wurde mit einem losen Bang Pen Sheng von 2013 aus dem Cha Dao, der seit vermutlich 4 Jahren in meiner Probenschublade wohnt. Im Schälchen präsentiert er sich mit relativ heller Aufgussfarbe und fruchtig, leicht säuerlichem Aroma, das den harmonischen Geschmack gut vorwegnimmt. Ein feiner Tee, dessen zartbittere Noten richtig gut mit den fruchtigen und süßen Komponenten spielen. Energetisch ist er auch nicht gerade ohne und lässt gerade Tatendrang in mir erwachen
  38. 4 points
    tatanka19

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    In den Abendstunden hatte ich Mal wieder Lust auf einen Sheng. Meine Wahl viel auf den " 2014 Autumn Xiao Hu Sai Village" von YS. Sowohl den Tee als auch die Shibo habe ich mittlerweile schon vor längerer Zeit von @Tobias82, danke nochmal. Der Tee ist super! Für einen Sheng ziemlich spritzig und fruchtig, auch obwohl Herbst. Dazu läuft eine Platte von Gene Pitney die ich auf einem Flohmarkt ergattert habe.
  39. 4 points
    Teelix

    Vorstellung meines Kanals

    Momentan bin ich leider etwas inaktiv im Forum und auch auf YouTube, da ich viel anderes zu tun hab. Dennoch habe ich letzte Woche glücklicherweise Zeit für Besuch gefunden und hatte @Michii bei mir, der mir netterweise etwas zum probieren mitgebracht hat. Die Verkostung des Rooster King's von Yunnan Sourcing haben wir für alle festgehalten: Ich hoffe es gefällt euch. Übrigens, wie gefällt euch die Idee, dass ich meine Aufnahmen nun immer auf dem Sofa machen könnte? Dafür würde ich nur vielleicht den Tisch etwas hochbocken, damit die Kamera näher kann, ohne dass der Tisch aus dem Bild verschwindet. Und die Beleuchtung würde ich noch etwas optimieren. (P.S. an alle, die sich etwas mit Ton und dessen Bearbeitung auskennen: Ich habe nach wie vor Probleme mit der Soundbearbeitung. Im Normalfall mache ich eine Rauschminderung, dann einen Kompressor auf die Stimmen, einen Limiter und am Ende normalisiere ich... Wenn ich nur meine Stimme übers Lavalier habe, sind die Ergebnisse ganz gut, wobei die Rauschverminderung dabei natürlich weniger stark ausfällt, als wenn ich das Kamera-Mikrofon für die Aufnahme nutze... Habt ihr da Tipps für mich, außer teures Equipment?)
  40. 4 points
    Entchen19

    Risiken erhöhten/ständigen Teekonsums

    Zu dem Thema Koffein gibt es ja bestimmt sehr viele Studien, aber ich muss persönlich sagen, dass ich das nicht bemerke bei mir. D.h. wenn ich zwei Tage keinen Tee trinke, habe ich keine Entzugserscheinungen. Genauso nicht, wenn ich doch mal 15 gr Tee am Tag durchbekomme. Müde bin ich trotzdem. Heißt das jetzt, meinem Körper ist es egal oder es dockt nicht an ... Ich glaube, wie überall, ist es sehr individuell und man sollte auf seinen Körper hören, da gebe ich Turtle recht, die Achtsamkeit ist das wichtige. Bei mir unterscheidet sich Arbeit und pragmatischer Tee ganz deutlich vom "Ruhetee" in der Zubereitung. Und ja, ich werde zickig, wenn ich meinen "Ruhetee" drei Tage hintereinander nicht schaffe, weil das heißt, ich bin durch die Tage gehetzt ... Nur im Urlaub ist das genehmigt ...
  41. 4 points
    miig

    Zitatenschatzkästlein

    Haha - viel Glück beim kein Lager anlegen.
  42. 4 points
    KATO Juunidai erschafft bereits in der 12. Generation Keramiken. Als außergewöhnliches Highlight wird der Künstler zur Finissage persönlich aus Japan anreisen und eine Brücke zu den Werken seines Großvaters KATO Juudai schlagen, der im Auftrag von renommierten Meistern der japanischen Teezeremonie insbesondere Matchaschalen schuf. Liebhaber japanischer Keramik haben also die Gelegenheit im Rahmen der Ausstellung den Keramikmeister im Tee Kontor Kiel zu treffen. Am 14.11.18 werden als Höhepunkt sechs hochkarätige, historische Unikate von KATO Juunidais Großvater, KATO Juudai gezeigt. Für Gespräche mit dem Künstler steht Fabio von Marimo gerne als Dolmetscher bereit. Während der Veranstaltung werden Miumori Sencha und Miumori Matcha von Shutaro Hayashi gereicht. Teilnahme kostenlos - um Anmeldung wird gebeten https://www.tee-kontor-kiel.de/blog/detail/sCategory/103/blogArticle/461
  43. 4 points
    SoGen

    Fundstücke - Originell, Skurril, Absurd...

    Das dann zu erwartende Ergebnis ist ja anschaulich auf der Dose abgebildet. Das muss dieses Chi sein, von dem man so viel hört ...
  44. 4 points
    phoobsering

    Fundstücke - Originell, Skurril, Absurd...

    jetzt versteh ich warum man mir schon steroidmissbrauch angedichtet hat, bei dem pu erh konsum https://www.ebay.de/itm/Heraxil-Extremely-Fast-High-Dose-Anabolic-Muscle-Building-90-Kapseln-Pu-Erh-Tee/253965278820?_trkparms=aid%3D111001%26algo%3DREC.SEED%26ao%3D1%26asc%3D20131017132637%26meid%3D05fdf8edfbff4acc80ee0825d7b0512a%26pid%3D100033%26rk%3D6%26rkt%3D8%26sd%3D131711913478%26itm%3D253965278820&_trksid=p2045573.c100033.m2042 vielleicht sollte ich ihn doch auch mal essen , anstatt zu trinken?
  45. 3 points
    Ein nettes Mitglied eurer Gemeinde fragte mich Heute nach ein par Yixing Kännchen. Also was tun am Abend ein par Fotos machen und ab damit ins Forum. Damit es spanend bleibt wünsche ich mir eine Rege Diskussion. Welcher Tee wird den darin gemacht, sind sie von Meisterhand, von Frau oder Mann, Welchen Preis ist sie wert.. Teil 2 Teil 3 gibt es auch Teil 4 kommt auch
  46. 3 points
    Raku

    Liebste Kräutermischung

    Bei vielen hier werden Kräuter aus dem Bereich Tee ja komplett verbannt. Ich trinke Kräutertees sehr gerne und auch das ganze Jahr über. Oft Mische ich mir die Tees je nach Geschmacksvorliebe selber zusammen, so kann ich am besten variieren oder auch mal die Kräuter vorrangig zum Einsatz bringen, die ich gerade benötige. Viele der Kräuter sammle und trockne ich selber, anderes kaufe ich dazu. Die häufigsten von mir verwendeten Kräuter sind recht klassisch: verschiedene Minze, Salbei, Frauenmantel, Thymian, Schafgarbe (kommt gerade etwas zu kurz), Brennnessel, Brombeerblätter, und wenn ich ihn bekomme, kretischen Bergtee. Yogitee mache ich auch sehr gerne und lasse dazu alles etwa 15-30 min köcheln. Entweder nutze ich dazu den https://www.yogitea.com/de/products/classic-chai/ oder nehme frischen Ingwer, dazu Zimt, Kardamom, Pfeffer, Nelken und variiere mal mit Sternanis oder einem Stück Vanilleschote. Gute Kräuterteemischungen kenne ich verschiedene von https://www.sonnentor.com/de-at/onlineshop/tee/kraeuter-mischungen https://www.lebensbaum.com/de/produkte/tee https://www.kraeuterhaus-klocke.de/produkt/everstaler-kraeutertee-rezept-no-23/ https://www.p-jentschura.com/de/produkte/7x7-kraeutertee/ Süßholz mag ich auch sehr gerne, momentan nutze ich jedoch eher Fenchel und Anis, welche ich vor dem Aufgießen mörsere, was den Geschmack sehr viel intensiver werden lässt. Mit Hopfen im Tee kam ich damals nicht zurecht, an den Morgen nach dem Genuß war ich leider regelrecht gerädert, weshalb ich das nicht mehr weiter probiert hatte. Hast Du schonmal daran gedacht, Hopfen auch pur kaufen und zu einer anderen Mischung deiner Wahl zugeben, @Stiefelkante
  47. 3 points
    Raku

    Yiwu Lucky Bee

    Deine Freude am Lucky Bee kann ich nachvollziehen, durfte ich den 16er und 17 er doch auch schon im Schälchen genießen. Ich empfand die schon unterschiedlich, doch ob das daran lag, dass sich der 16er weiter entwickelt hat, vermag ich nicht zu sagen. Sie haben beide einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Am ausführlichsten wird dir wohl @Diz Auskunft geben können, denn er verkauft ihn nicht nur, er ist sozusagen der Papa des Tees. Da Du mit @teekontorkiel und Diz gleich zwei vertrauenswürdige Ansprechpartner und Bezugsquellen hast, brauchst Du Dir um den Zoll auch keine Gedanken machen, darum kümmern sich die beiden.
  48. 3 points
    GoldenTurtle

    Vorstellung meines Kanals

    Hihi, beim Titel "Vorstellung meines Kanals" musste ich mal wieder etwas lachen.. Nur weil es etwas unpräzis ist und alles mögliche bedeuten könnte.. Vielleicht gar ein eigener Fernsehkanal, oder ein eigener Abwasserkanal, eine Behausung à la Ninja Turtles.
  49. 3 points
    Helmi

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Gestern kam noch eine Lieferung aus UK an . Durch die Beiträge in diesem Forum bin ich auf Tea-Encounter aufmerksam geworden und hab mir diese beiden Cakes bestellt (ZSL 2016 Yiwu Shu und ZSL 2017 Man Zhuan). Lieferung erfolgte relativ schnell. Ich möchte erstmal weiterhin auf Bestellungen in China verzichten. So... da ich kein Pu'er-Lager anlegen möchte, heißt es jetzt: trinken... trinken... trinken .
  50. 3 points
    Habe lange keinen Shou mehr getrunken, heute gab es mal wieder eine Session. Meist packt mich die Lust auf diese Art Tee in der kälteren Jahreszeit. Ein schön intensiver Tee, der nach Wald im Herbst duftet. Nichts muffiges ist dabei. Ein leichtes Aroma von Brombeeren begleitet den süß herben Tee. Huron Te Ji 2015 von Whispering Pines Tea:
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