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Beliebteste Inhalte seit dem 11.11.2019 in allen Bereichen

  1. 12 points
    Bei mir gab es heute einen ganz verrückten Tee. Einen "weißen" Bvumbwe Peony vom Satemwa Tea Estate in Malawi. Bezogen via What-Cha und geerntet im März 2018. Die Nase in das frisch geöffnete Doypack versenkt und gleich erstmal wieder rausgezogen. Uff... Kampfer, würzig, Waldboden, fast schon modrig. Dabei aber sommerlich, wie ein warmer, gerade getrockneter Waldboden im Spätsommer. Mit solchen Noten rechne ich bei einem Pu-Erh, aber nicht bei einem Weißtee aus dem vergangenen Jahr. Man sieht den Blättern wohlgemerkt die fortgeschrittene Oxidation sofort an. Kein Wunder, dass die nach anderthalb Jahren so aussehen, wenn man sie nicht rollt. Dieser Schritt wurde nämlich einfach mal ausgelassen, warum auch nicht? Ich gönne dem Teeproduzenten seine - ich nenn' es mal künstlerische Freiheit. Jegliche Überlegungen bezüglich Packmaß, Transportierbarkeit, usw. wurden scheinbar für vollkommen irrelevant erachtet. Mein 25g Päckchen ist größer als jedes 50g Päckchen in meinem Sammelsurium. Hübsch sind sie, die Blätter, und wirklich außerordentlich groß. Gut, dass die Shiboridashi so breit ist. Nochmal ins Doypack geschnüffelt. Vielleicht haben die sich bei Satemwa auch einen Spaß erlaubt und ein paar Lorbeerblätter dazu gemischt. Mich würde es nicht wundern. Dieser Tee ist schon jetzt irgendwie amüsant. Als wolle er mich trollen und mir mit seiner lauten, auffälligen Art unter die Nase reiben, dass ich mit meinem lachhaft seichten Vorwissen über Tee und seine angeblichen Kategorien heute nicht weit kommen werde. Ich find's cool und fühle mich herausgefordert. Wollen wir doch mal sehen... Echt? Wollen wir das? Nach dem Riechen an den aufgebrühten Blättern bin ich mir darüber erstmal nicht so sicher. Das riecht nach... Moschus! Moschus?! Ja, Moschus, aber die volle Breitseite. Ich schaue skeptisch auf den Aufguss und frage mich, was ich da für ein teuflisches Kraut erworben habe. Dann rieche ich nochmal und muss an einen Raubtierkäfig denken. Dann an einen hormonschwangeren Kampf zwischen zwei streunenden Rüden, den ich einmal beobachtet habe. Die haben ähnlich gerochen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das einmal sagen, oder auch nur denken würde, aber: Dieser Tee riecht verdammt nochmal nach animalischem Sex im Wortsinne. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich das trinken will. Nachdem die Neugierde erwartungsgemäß ihren verdienten Sieg errungen hat, nehme ich einen Schluck und bin beruhigt, dass mich hier wieder vorrangig Noten von Waldboden und Gewürzen erwarten. Nun sogar gepaart mit einer gewissen Fruchtigkeit: Birne, ein wenig Brombeere. Das Ganze ist von einer sehr milden, weichen Textur, beinahe unschuldig an dieser Front. Der Moschus ist aber hintergründig immer noch vorhanden, als würde ich gerade einen entspannten Waldspaziergang machen, aber irgendwo hinter den Bäumen rennt ein wütendes Wildschwein in meine Richtung. Ich erinnere mich an Ausflüge im frühen Kindesalter, mit meiner Mutter zum Wildgehege auf dem Bonner Venusberg (sic!). Etwas später in der Session - gerade hat sich meine Perplexität etwas gelegt und ich stelle belustigt fest, dass ich einige Aufgüsse lang vor diesem Tee saß wie der sprichwörtliche Moschusochs vorm Berg. Da beginnt mein Herz merklich zu pochen und ich realisiere, dass ich schwitze. Was ist das für ein Zeug? Kurz verspüre ich Panik, ich könnte mich in ein malawisches Gnu verwandeln. Tell me about Qi, hier haben wir es mit stärkeren Mächten zu tun. Das hier ist Voodoo-Zauber. Dann ermahne ich mich, dass ich doch schon mehrfach gelesen habe, afrikanische Tees hätten aufgrund der starken Sonneneinstrahlung häufig besonders viel Koffein. 5g Tee habe ich in der Shibo. 5g. Die nüchterne Maßeinheit beruhigt mich irgendwie. Ich lasse die Session ausklingen, der Spuk ist vorbei. Spaßig war's! Disclaimer: Die Kultur des südostafrikanischen Staats Malawi hat meines Wissens nach mit Voodoo rein gar nichts am Hut. Die Religion stammt - wie eine schnelle Suche bei Wikipedia bestätigt - aus Westafrika und hat über die Sklavenschiffe ihren Weg in die Karibik gefunden. Der amerikanische Autor James Ellroy hat in seinem Roman Blood's a Rover eimal sehr schön von den "Voodoo"-Erfahrungen seines völlig zugedröhnten Protagonisten auf Haiti berichtet. Diese Episode schwebte mir im Kopf, als ich die obigen Zeilen schrieb, ich will natürlich niemandem bei Satemwa Verbindungen zu Voodoo-Kulten unterstellen. Zweiter Disclaimer: Ich war wohlgemerkt, anders als der Protagonist in Blood's a Rover, in keinster Weise zugedröhnt. Der Tee riecht wirklich nach Moschus!
  2. 11 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Handgepflückter Weisstee Miyazaki @Kao Anirsagt: "Schmeckt genau wie Pfirsicheistee, nur viel besser!" Sie hat ja so Recht! Schönen 1. Advent euch Allen!
  3. 11 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute mal ein paar Worte (und Bilder) zum Kōshun Second, also Sommerpflückung, den ich in letzter Zeit häufiger in der Kanne bzw. Hōhin habe. Der Tee kommt aus dem Teegarten Kajihara, meiner ersten Adresse in Sachen Kamari- und Wakō-cha. Neben dem Benifūki ist dieser Kultivar über Jahre einer meiner Liebsten für Schwarztees gewesen. Wobei ich bisher mehr zur Frühlingspflückung tendiert habe. Der Second war mir im letzten Jahr salopp gesagt zu flach. In diesem Jahr ist das zu meiner Freude anders. Für einen Schwarztee ist der Kōshun generell eher auf der leichten Seite, was die Oxidierung angeht. Ich finde das passt gut zu den floralen Noten. Der Second dieses Jahr bringt zusätzlich noch eine von mir sehr geschätzte Malzigkeit mit. Insgesamt ein sehr süffiger Tee, der lange durchhält und eine schöne Abwechslung zum eher kräftigen Benifūki ist. Aufgegossen habe ich den Tee in meiner kleinen Takatori Hōhin, die eigentlich mal für Gyokuro angedacht war. Wie sich aber herausgestellt hat, ist sie mir dafür vom Volumen zu klein. Für Schwarztee hingegen finde ich sie perfekt. Ebenfalls aus Takatori, aus der gleichen Töpferei kommt auch der Becher. Anfangs konnte ich der Glasur wenig abgewinnen, liess mich aber dann mit Fotos historischer Ausgrabungen und dem Potential für die Entwicklung einer Patina, die diese Art der Glasur in vielen Jahren (mehr als 100 waren es glaube ich) erreichen soll, ködern und kaufte probeweise diesen kleinen Becher. Tja, was soll ich sagen, mittlerweile bin ich schwer begeistert. Es macht unglaublich viel Freude aus diesem Becher zu trinken, ihn in der Hand zu halten oder einfach nur anzuschauen. Ein wenig wehmütig blicke ich nun zurück, auf eine Hōhin mit ähnlicher Glasur, die ich lange in Erwägung gezogen habe, aber dann wieder zurückgestellt. Immerhin habe ich nun einen Grund mehr mal wieder einen Ausflug nach Fukuoka zu machen.
  4. 10 points
    seika

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Mit Freude vernehme ich, dass es Tee aus Kumamoto auch in die grosse weite Welt schafft. Ich hoffe, dass er auch gut ist @Terrakotta-Krieger In den letzten Tagen kam einiges schon im Hinblick auf die kommenden Neujahrsfeiertage, an denen ich hoffentlich genügend Ruhe finde werde um mich mit gebührender Achtsamkeit diesen Tees widmen zu können. Uji Wettbewerbs Sencha (Fukujūen), was dekadentes für Weihnachten bzw. Neujahr: Matcha "Kinsai" mit Blattgold (ebenfalls von Fukujūen), zwei kleine Packungen Wettbewerbstee aus Kumamoto, links der Sieger des Kumamoto Wettbewerbs in der Kategorie Mushi-sei Tamaryoku-cha und rechts: erstplatzierter Kamari-cha des nationalen Wettbewerbs Aus Yame von Hoshino Seichaen: Tsuyuhikari Hōji-cha, Tsuyuhikari Sencha, Dentō Hongyokuro Mare und eine Dose Hakuju Matcha. Ich bin gespannt und werden berichten @Teelix Denke, ich bin jetzt erstmal versorgt.
  5. 9 points
    Heute habe ich wiedermal die Puppenküche ausgepackt und mir einen Kobayashi Gyokuro Zairai gemacht. Umami-Overload
  6. 9 points
    Nachdem ich durch den Beitrag von @enjoi vor einer Weile auf einen Shop mit Kännchen von Chen Ju Fang gestoßen bin, "musste" doch nochmals ein Yixing-Kännchen angeschafft werden, da das Lao-Zini-Kännchen von Chen Ju Fang mein absolutes Lieblings-Yixing-Kännchen ist und ich diesem süßen winzigen (50ml) Kännchen nicht widerstehen konnte (sehr kleine Kännchen von hoher Qualität sind leider sehr selten - selbst Bonzen-Künstler-Kannen findet man online mehr)! Der Ton hat eine ähnliche Textur und Körnung, ist jedoch etwas heller (siehe Details) - keine Ahnung, ob es sich dabei nicht um Huanglongshan Ton handelt, oder ob dieser nicht zweifach gebrannt wurde (dieses Kännchen hat auch nur halb so viel gekostet, wie das Lao-Zini) aber soweit ich das jetzt schon beurteilen kann, ist es ebenfalls sehr ordentlicher Ton (schließlich würde Chen Ju Fang sonst auch Ihren Ruf, den Ruf des Studios und somit auch den Ruf Ihres Mannes Zhou Qi Kun aufs Spiel setzen) der sich toll anfühlt und nach nur einer Nacht Einweichen mit Tee bereits ein schönes Ergebnis liefert. Das Kännchen möchte ich primär für etwas ältere Shengs nutzen - prinzipiell find ich hier zwar (insbesondere bei den wirklich alten, die geschmacklich oft etwas feiner sind) Zhuni-Kännchen am passendsten, jedoch habe ich in letzter Zeit auch immer wieder schöne Ergebnisse mit Zini erzielt, da auch älteren etwas mehr Körper durchaus gut steht! Dazu ein kleines Vintage Porzellan-Schälchen mit Celadon-Glasur aus der mittleren Qing-Dynastie, was mich etwas an die tollen Schälchen von Ferdinand Hovancik erinnert, da es ebenfalls etwas gröber und nicht so langweilig-perfekt ist, wie moderne Produktionen. Alternativ könnte auch noch ein antikes Schälchen mit Seetang-Motiv aus der späten Ming-Dynastie genutzt werden oder hauchdünnes Porzellan-Schälchen mit schlichter blauer Linie aus der späten Qing-Dynastie. Mal schauen, was mir am besten gefällt - optisch sagt mir auf jeden Fall das Celadon-Schälchen am meisten zu. Größenvergleich der 3 Zinis: Farbvergleich:
  7. 8 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Weshalb gewöhnungsbedürftig? Ein Großteil meiner (japanischen) Grüntees sieht deutlich mehr als 80 Grad. Ich kann mir aber denken, was gemeint war. Einen Gyokuro würde auch ich nicht mit solch einer "hohen Temperatur" traktieren. Kamari-chas, Banchas und Hōji-chas hingegen schon, sogar deutlich höher, so um die 95 Grad. Kurz gedämpfte (gute) Shinchas kann man auch gut mit 90-95 Grad aufgiessen. Im Zusammenspiel mit minimalen Ziehzeiten ergibt das einen duftbetonten, klaren, sehr erfrischenden und wachmachenden Tee, der bei guter Qualität auch nicht zu übermässiger Bitterkeit in den späteren Aufgüssen neigt. Kann ich nur empfehlen mal auszuprobieren.
  8. 8 points
    Teelix

    Tee Memes

    Auf Instagram bringt mich über die letzten Wochen immer wieder ein Nutzer namens "tea_memery" zum Schmunzeln: https://www.instagram.com/tea_memery/ Ich wollte auch die Nicht-Instagramer teilhaben lassen und habe gefragt, ob ich ein paar der memes hier teilen darf. Glücklicherweise hat er zugestimmt, also hier ein paar meiner Favoriten: Wenn ihr noch weitere memes habt, können wir diese ja alle hier im Thread sammeln. Ich würde mich sehr freuen.
  9. 8 points
    Nachdem am Mittag überraschenderweise doch noch die Sonne herauskam hab ich mich dazu entschieden, die restlichen Aufgüsse der Session von heute Morgen für den Abend aufzusparen und dafür mal wieder etwas ganz anderes zu trinken: Den Gyokuro Fujitsubo von Tsuen Tea. Einer von lediglich 2 Tees, die ich von meinem kürzlichen Aufenthalt in Japan mitgebracht habe - auf Grund der Sprachbarriere (es is im Vergleich zu andren Ländern erschreckend, wie wenig Englisch gesprochen wird!) und der Tatsache, dass Tee tatsächlich nur ein Rand-Thema war. Dieser Gyokuro stammt vom Tsuen Teahouse in Uji, einem der ältesten Teehäuser der Stadt - angeblich bereits in einem Roman von 1160 erwähnt, das aktuelle Gebäude stammt jedoch "erst" aus dem Jahr 1672. Ohne etwas außer "Gyokuro" zu verstehen war das ein Versuch auf gut Glück - und hat sich als Volltreffer erwiesen! Der Tee startet mit intensivem Umami, Algen mit leicht salziger Note, super dichter Textur wie eine reichhaltige Brühe und im Abgang einer tollen Süße, der die in Verbindung mit der salzigen Meer-Note sehr spannend ist - keinerlei Bitterkeit oder Adstringenz. Ein klasse Gyokuro, der einen krassen Kontrast zu einem Sheng darstellt - leider kann ich aber bis auf den Jahrgang (2019) nicht viel Hardfacts zum Tee sagen...
  10. 7 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Seit langer Zeit mal wieder Lust auf Ōlong gehabt. Auf den Lightly Baked Organic High Mountain Jin Xuan von Taiwan Tea Craft fiel die Wahl. Jin Xuans habe ich „früher“ (als noch kein Grüntee durch meine Adern floss) wegen ihrer cremigen Textur sehr gerne getrunken. Dieser hier zeigt das auch ansatzweise im Zusammenspiel mit feinen Röstnoten. Sollte doch öfters wieder Ōlong trinken. Wünsche Euch einen guten Start ins Wochenende.
  11. 7 points
    Neu im Sortiment: Meister Yamashitas diesjähriger Wettbewerbs-Gyokuro, der, wie letztes Jahr, den Kansai-Wettbewerb gewonnen hat. Auf der Versteigerung wurde der Tee für 3000€/ kg versteigert. Dazu auch noch andere Gyokuros ab sofort im Shop: www.yutaka-tee.de Mit Shinki-san, der den Teeanbau seit ein paar Jahren von seinem Großvater übernommen hat und erfolgreich den 1. Platz beim Kansai-Wettbewerb verteidigen konnte. Zusammen mit Meister Toshikazu Yamashita.
  12. 7 points
    Teelix

    Teelix: Videos für Tee-Anfänger und Teefreunde

    Dieses Mal ein (noch) etwas längeres Video: Im September war ich zu Besuch bei KEIKO in Diepholz. Dort durfte ich den Geschäftsführer Markus Hastenpflug interviewen und wurde durch die heiligen Hallen geführt. Besonders interessant fand ich dabei die Matcha-Produktion vor Ort sowie die "kleine" Sammlung an Matcha-Schalen. Außerdem habe ich schon mal vorab etwas von einem Gyokuro bekommen, der bald in den Verkauf gehen soll. Wie immer, wünsche ich euch viel Spaß, Euer Teelix
  13. 7 points
    Michi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Nachdem ich meine Bestellung erhalten habe, trinke ich momentan Schwarztee. Grad im neuen Cup gehabt, den Wild Dian Hong Menghai. Er ist im gegensatz zum Sun Moon Lake Ruby nicht so facettenreich. Dafür zeichnet er sich als ausgesprochen langamig, was die süße und den typisch zarten Geschmack angeht. Nach mehreren Aufgüssen hatte er bei mir bereits Geschmack verloren, doch siehe da: Nachdem ich ihn nochmal gebuscht habe, kammen nochmal zarte fruchtnoten heraus. Toller Tee und momentan schwebe ich einwenig auf Schwarztees. Bei dem Wetter und einem leichten Schnupfen
  14. 7 points
    2018 Temple Gate Shu, GTH Bei uns war es heute a****kalt! So war ich heute Abend nur ein wenig überrascht, dass @Kao Anir vorschlug einen Shu zu trinken. Der Februar-Ausgabe von Global Tea Hut lag ein solcher anbei, eben jener Temple Gate Shu. Der Geruch ist schon mal vielversprechend: süss, vanillig, und sauber. So zeigt er sich auch im Schälchen. Sehr cremig, deutliche Süsse, Karamell und Vanille. Die tollen Hakeme-Schälchen von Jiri Duchek verstärken diesen Eindruck noch zusätzlich. Der Körper könnte zwar etwas prägnanter sein, aber diesen Kompromiss gehe ich gerne ein. Die Fermentation wurde mit Bedacht ausgeführt. Ein guter Shu, wie man ihn heute nicht mehr so leicht findet.
  15. 6 points
    SoGen

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ohne Klang und Bild ... Nutzt halt euer Kopfkino ... Nachdem ich die letzten 7 Tage wegen Rohatsu täglich in Genuss einer Sarei-Zeremonie kam (allerdings mit Kräutertee - unser Dojo ist strict drugfree zone ) waren heute nach Heimkehr und Auspacken des Koffers erst einmal opulentere Genüsse angesagt. Zunächst der Enshi Yu Lu von DTH. Ich habe mir diesmal auch ein 20 g - Pröbchen dieser Teesorte von grüntee-direkt kommen lassen und will die Tage dann mal schauen, was der doch recht deutliche Preisunterschied bringt (wobei mir natürlich klar ist, dass chinesische und deutsche Preise nicht 1:1 vergleichbar sind und auch nicht sein können). Bin mal gespannt; der letzte Versuch mit einer höherpreisigen Sorte (von TT, die eigentlich einen guten Ruf zu genießen scheinen) erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht. Mein Fehler. Besser, erst mal nix erwarten - das nützt auch der Objektivität des Geschmacksurteils. Der nun zur Neige gehende DTH-Tee jedenfalls ist auch dieses Jahr seinen Preis mE mehr als wert. Übrigens eine (feucht-warme) Empfehlung für Leute, die vom japanischen Grüntee her kommen und einen Einstieg in den chinesischen Stil suchen, da er - ganz altmodisch - gedämpft aufbereitet wird. Kommt beim Aufguss mE am besten mit um die 80° zurecht - für Japanfreunde beim Aufgießen vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Wegen des angedeuteten Nachholbedarfs dann nach sehr gemächlichem Herbstspaziergang mit dem Hund (auch die Katze wollte mit und die lässt sich nun mal nicht hetzen) gleich noch eine weniger formelle Sitzung mit einem Mitbringsel vom letzten Vorbeischauen bei einem alten Teefreund, ein Cui Yu aus Nantou. Locker im Yixing-Gaiwan mit 95° aufgebrüht, der eigentlich hauptsächlich für TGY gedacht ist und in dem sich dieser stark gerollte Oolong gut entfalten kann, wobei er allerdings nicht ganz so stark aufgeht wie TGY. Taiwan ist nicht nur Hochlandoolong und Oriental Beauty aus Pinglin und Xinzhu; auch die mittleren Höhenlagen Nantous haben Interessantes zu bieten. Der Kultivar ist für größere Höhen gar nicht geeignet (das Holz zieht zu viel Wasser dafür, Frost tut ihm nicht gut) - entsprechend sehr saftig-vegetabil schmeckend. Hinsichtlich aller (in manchen Oolongs für meinen Geschmack zu sehr) gefälligen Aromen dafür eher zurückhaltend. Trotzdem sehr rund und weich. Weckt bei mir Assoziationen mit frisch-saftigem Laub. Nicht notwendig jungem Frühlingslaub. Ein ausgesprochen tropisch anmutender Tee. Genau das richtige Kontrastprogramm zum Wetter. _()_
  16. 6 points
    Joscht

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2017 Ailao Shan - TdC 3x ist nun der Tetsubin (oder das?) im Einsatz und mein Eindruck ist überwältigend: Ich habe das Gefühl, die Tees schmecken voller, intensiver, auch besser zu differenzieren. Ob das wirklich stimmt würde vielleicht ein 1:1-Vergleich sagen, aber dazu habe ich keine Lust. Es ist schön, etwas bei einem Eindruck zu lassen und nicht auf den Punkt bringen zu müssen. Das Simmern im Tetsubin ist alles andere als lautlos, aber es ist nicht so technisch wie ein Wasserkocher. Mir gefällt es und Cassia auch: Sie schläft behaglich ihren ausgedehnten Welpenschlaf.
  17. 6 points
    @NoahJ , Du gibst mir das Stichwort: Es gibt ja schon mindestens einen Threat zum Tema Wasser, dennoch an dieser Stelle: Hatte mehr als ein schlechtes Gewissen, weil ich Plastikflaschen nutzte, bin Fan von Black Forrest. Mein Händler (EDEKA) sagte nun kürzlich, auf Kundenwunsch könne er selbstverständlich Glasflaschen bestellen ... hamwa gemacht : Und @Cel : halte durch !!!!!
  18. 6 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi Herbstspaziergänge sind etwas, was ich auch sehr gerne mag. Dein Foto fängt die Atmosphäre wunderbar ein. Ich war am Wochenende wieder in den Bergen unterwegs, da kam schon ein wenig Herbststimmung auf. Die Laubverfärbung hier im Tiefland lässt leider noch auf sich warten, Nachmittags ist immer noch T-Shirt Wetter. Blick rüber nach Nagasaki über das Ariake Meer auf den Vulkan Unzen. Leider war es sehr diesig, viel kann man nicht erkennen. Herbstlich geht es heute auch in meinem Takatori Kännchen zu. Darin befindet sich wieder einmal der Tsubokiri Gyokuro von Marukyū Koyamaen. Der erste Aufguss ist ein Gedicht, viel Umami, viel Körper und doch so sanft auf der Zunge. Leider war es das auch mit der Herrlichkeit, denn in den folgenden Aufgüssen baut er finde ich recht schnell ab. Von den drei bestellten Tsubokiri-chas fällt dieser gegenüber dem Sencha und dem Matcha in meiner Wahrnehmung doch deutlich ab. Aber vielleicht habe ich ihn auch nur noch nicht verstanden. @Lateralus Ich vermute es. Toll fotografiert, wollte das noch mal erwähnen, weil es immer eine Freude ist, deine Bilder zu sehen.
  19. 5 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Gestern war einer dieser Tage, die ich jedes nur ungern angehe: Weihnachtsgeschenke besorgen. Raus in die Kälte, rein in die überheizten Geschäfte. Viele Menschen, keine Ideen... so zog sich der Tag in die Länge. Immerhin ein wenig Rast und Ruhe fand ich zwischendurch in einem Teehaus bei einer Schale Tamaryoku-cha. Überhaupt war der Einkaufsbummel in Sachen Tee gestern recht ergiebig. In Sachen Weihnachtsgeschenke hingegen werde ich noch mal los müssen, oder Amazon bemühen.
  20. 5 points
    Shibo

    Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?

    Meine Bestellung bei Jiri Duchek ist gestern eingetroffen. Und ich komme aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus, so sehr freue ich mich über die Stücke. Jedes hat einen ganz eigenen Charme. Ich freue mich auf viele, viele Sessions mit diesen Schätzchen. Ein Rye Kännchen, 100ml randvoll gemessen. Wunderbar gearbeitet und ganz leichter, fluffiger Ton mit einer sehr angenehmen Oberfläche. In Sachen Matching wird wieder erst einmal ausprobiert. Ich schiele aber schon etwas in Richtung junger oder trocken gelagerter Shengs. Der malawische Weißtee mit den strengen (Lagerungs-/Oxidations-)noten, über den ich letztens eine alberne Verkostungsnotiz verfasst habe, hat sich gerade bei der Einweihung ganz hervorragend in dem Kännchen gemacht. Die strengen Aromen waren gedämpft und der Tee kam viel weicher und sauberer rüber. Anders als bei meinem Jianshui Kännchen von Anfang an ein super Ergebnis, ohne diese leicht metallische Note, die im Jianshui jetzt nach und nach verfliegt. Ein Yuzamashi/ Cha Hai mit Krakelee-Glasur. Das ist ein ganz besonders gelungenes Stück, bei dem sich die Glasur an einigen Stellen in einem schönen Rosa verfärbt hat. Allein das könnte ich stundenlang anschauen. Ein cremefarbenes Schächen mit "Dendriten" Verzierung, wie Jiri Duchek es bezeichnet. Das ergibt mit den beiden oben genannten Stücken ein herrliches Set. Last but not least eine etwas größere Schale im koreanischen Buncheong Stil. Die werde ich viel in Kombination mit meiner Shiboridashi nutzen. Ich denke, dass güne und andere helle Tees da sehr schön zu passen werden.
  21. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist der 2000er Big Tea Tree Yiwu 500g Brick aus dem Aged Sample Set von prSK im Kännchen: Dieser Tee wurde zu Beginn seiner Laufbahn in Hong Kong gelagert, wo er einiges an Feuchtigkeit abbekommen hat - viel, aber nicht zu viel, wie der 1990er Hong Kong Sheng von W2T oder ähnliches ist er zwar sehr feucht aber noch kein Kompost - und später in Taiwan. Durch die Feuchtigkeit hat er eine sehr schön weiche Textur und ist zudem sehr dick und schwer mit einem langen Nachhall - beides sehr positiv! Dem gegenüber stehen allerdings zwei Punkte, dir mir nicht sonderlich gut gefallen: Zum einen hat er ein ein sehr scharfes Geschmacksprofil, das zudem medizinische und bittere Noten hat was an sich nicht schlimm wäre, jedoch fühlt sich die Bitterkeit hier nicht gut an wie z.B. bei dem 2004er Yunnan Arbor Wild Tea sondern es ist eine unangenehme Bitterkeit insbesondere mit der medizinischen Komponente. Zum anderen hat der Tee zwar durchaus Kraft, das Qi ist im Kopf deutlich bemerkbar, ist aber nicht unbedingt von entspannender Qualität sondern eher etwas benebelnd - etwa in die Richtung, wie ich die ersten, dezenten) Auswirkungen von Alkohol in Erinnerung habe. Auf jeden Fall ist es aber ein außergewöhnlicher uns spannender Tee, der sowohl sehr positive als auch eher negative Eigenschaften hat, was ihn zugegebenermaßen nicht sehr zugänglich macht. Daher tue ich mich auch hier mit der Bewertung etwas schwer: der Tee hat sich in der Session einfach nicht "ganz richtig" angefühlt, daher gibt es etwas Abzug - vielleicht bräuchte ich aber auch einfach noch ein paar Sessions mit dem Tee, um mit ihm warm zu werden... Bewertungen auf Basis von ein, zwei Sessions sind immer etwas unpräzise.
  22. 5 points
    Heute ist mal wieder ein alter Bekannter (in zweierlei Hinsicht) im Kännchen, der auf Grund der Seltenheit nicht so oft zu Besuch ist: Der 1980er Song Ping. In dem winzigen Zini-Kännchen von Chen Ju Fang kann man ohne schlechtes Gewissen auch einen so seltenen Tee sehr kräftig dosieren, da man dank der Größe nur relativ wenig Gramm benötigt. Gerade bei diesem Tee, der ohnehin schon schön schwer ist hat das Zini-Kännchen einen sehr positiven Effekt, da der Körper noch verstärkt wird und so eine super weiche, ölig-schwere Textur hat, wobei das antike Schälchen aus der Ming-Dynastie die Weichheit ebenfalls begünstigt (denn Glasur ist nicht gleich Glasur - wer z.B. schon mal aus einem der Hakeme-Schälchen von Jiri Duchek getrunken hat, von denen @Anima_Templi kürzlich welche abgelichtet hat, weiß wovon ich spreche!). Süße, holzige Noten ergeben zusammen mit Alterungsnoten, die an warme, frische Erde nach einem Schauer erinnern einen wunderbaren, gut gealterten Sheng - bei dem mir das exakte Produktionsdatum ziemlich egal ist, auch wenn 80er im Vergleich mit anderen Tees aus diesem Zeitraum (in dem Aged Sample Set von prSK gibt es da z.B. welche aus verlässlicher Quelle, für die ich aber erst noch Einträge in meine Teeliste machen muss) durchaus passend erscheint. Das Neifei hab ich inzwischen mal (größtenteils) freigelegt - das hat im Gegensatz zu vielen modernen Produktionen wenigstens noch Stil! Und noch ein Nachtrag zu dem Schälchen: Auch wenn ich sonst kein sonderlicher Fan von bemalten Teeschalen bin, hat es mir dieses doch angetan. Zum einen durch Unförmigkeiten, grobe Verarbeitung und Macken und zum anderen durch die subtilen Feinheiten der Glasur: Im trockenen Zustand kaum zu sehen werden, sobald Tee im Schälchen ist, eine Vielzahl von winzigen Bläschen, Rissen und Einschlüsse sichtbar, die zwischen Teeschale und Flüssigkeit zu schweben scheinen und je nach Lichteinfall verschieden glitzern. Ob das wohl schon vor 300 Jahren der Fall war oder erst im Laufe der Zeit entstanden ist? Auf jeden Fall faszinierend!
  23. 5 points
    GoldenTurtle

    Mindesthaltbarkeitsdatum bei Tee

    Mann muss das andersherum sehen, korrekter Tee wird erst nach Ablauf des MHD langsam gut.
  24. 5 points
    Eine Multifunktionsteekanne soll es sein! Also etwas in die Richtung? Gut formuliert. 👍
  25. 5 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Sonntag Nachmittag: Tsubokiri Matcha und Kurikinton
  26. 5 points
    SoGen

    Oolong Tee = Beauty Tee

    Wenn es hier einen facepalm-Button gäbe, würde das ja auch reichen ...
  27. 4 points
    Damit dieser Beitrag nicht kläglich untergeht rette ich ihn mal hierhin. PS: Als multimediale Ergänzung: Und kleiner Spass sei mir erlaubt ... der Yixing Wasserkocher (kostet aber 250$):
  28. 4 points
    Krabbenhueter

    Tee-Maschinen

    Hab das Thema erst gerade entdeckt: Was ist einfacher für mich als einen guten, unempfindlichen Oolong zu nehmen und diesen in meiner Deckeltasse aus dickem Porzelan oder einem Gaiwan mit heißem Wasser aufzugießen und dann nach etwas Ziehzeit in eine normale Teeschale umzufüllen. Das kann ich dann über den Tag hin mehrmals wiederholen. Für mich interessanter als jede Maschine. Und ich nehme oft Tees dafür, die zu Hause "übrig" sind und einfach aufgebraucht werden sollen...
  29. 4 points
    Paul

    Musik-Ecke

    Tom Waits zum 70. Musik für (alte) Männer @TeeStövchen
  30. 4 points
    Da sieht man wieder mal, dass man kein Urteil nach 1-2x trinken fällen kann. Entgegen der hier raus posaunten Meinung, zeigt dieser Tee heute eine perfekte Balance zwischen Süße und Säure/Fruchtigkeit. Ein traumhafter Oolong.
  31. 4 points
    goza

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich habe heute eine Sonntags-Kabusecha-Sitzung, mit Asanomi Kirishima Miumori Interessanterweise sehr viele Brataromen, die ich in einem Blindtasting einem Kamairicha zusprechen würde. In allen 4 Aufgüssen bietet er aber neue Eindrücke, gerade wenn noch mit der Temperatur gespielt wird. Sehr spannend!
  32. 4 points
    @GoldenTurtle Nein, Yashiki no Cha ist das Cultivar "Samidori." Samidori ist übrigens in Wirklichkeit die Standard-Qualität von Herrn Yamashita (die Teefelder neben seinem Haus). Die beste Qualität kommt von den Teefeldern ca. 5 min entfernt von seinem Haus, wo er u.a. seine Wettbewerbs-Tees anbaut. Und von diesen Tees ist Saemidori die höchste Qualität (außerdem baut er noch Gokô, Asahi, Uji-Midori und Kyo-Midori an). Von dem Saemidori wurden übrigens nur knapp 4 kg hergestellt Die höchste Qualität der nicht-Wettbewerbs-Tees ist übrigens "Kyo-Midori," ein Cultivar was Toshikazu Yamashita angebaut hatte und wo im Moment nur noch ein paar kleine Felder übrig sind. Den werde ich wahrscheinlich dann nächstes Jahr ins Sortiment aufnehmen
  33. 4 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute geht es mit einem Tee aus dem Aged Sample Set von prSK weiter - mit dem 1993 Ying Hao Tuocha: Diesen Tee hatte ich von der letzten Session zwar als gut aber auch relativ leicht in Erinnerung (vielleicht fälschlicherweise?) und da das Sample nach nicht viel aussah habe ich das kleinere Zhuni Shipiao für diese Session gewählt, was sich als sehr passend herausgestellt hat: Die Stärke des Tees liegt weder in exotischen Geschmacksnoten noch in einem besonders auffälligen Qi sondern schlicht in seiner "Reichhaltigkeit". Insbesondere in den ersten Aufgüssen fühlt sich der Tee fast schon wie ein Likör an - nicht unbedingt super schwer aber man spürt, wie reichhaltig die Teeblätter sind. Sehr passend dazu auch das Geschmacksprofil: insbesondere das Aroma erinnert mich zu Beginn sehr an Pumpernickel (Schwarzbrot aus Roggen) und Walnüsse - oder besser auf Grund der bitteren Noten an die Haut von Walnüssen. Zusammengenommen gibt das eine schöne, deftige Mischung, die jedoch zusammen mit der sich durch alle Aufgüsse ziehenden Holzigkeit immer weich und ruhig und zu der die sehr sauberen Alterungsnoten hervorragend passen. Wenn nach einigen Aufgüssen die Brot- und Nuss-Noten schwächer werden nimmt dafür die Süße zu, was durch die nun präsentere Holzigkeit die Erinnerung an Zimtstangen hervorruft. Auch wenn ich sonst Touchas in der Regel nicht unbedingt auf Augenhöhe mit (guten) Bings sehe, beweist dieser Tee ganz klar dass es solche Tees auf jeden Fall auch gibt und auch optisch nicht so hübsches Blattgut zu einem tollen Ergebnis führen kann!
  34. 4 points
    Joscht

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2005 Menghai 7592 501 - YS Dieser Bing - als Fehlkauf eingeschätzt - liegt nun schon 15 Monate ungeöffnet bei mir... Heute nun, passend zum Herbststurm geöffnet. Dunkel, fest, mild... Es wird nicht weh tun, diesen Tee zu besitzen. Aber auf die Suche werde ich auch nicht wieder gehen. In Ermanglung der Rommelsbacher habe ich vorhandene Wärmequelle genommen: Das funktionierte gut und könnte sogar Anklang finden. Die ersten beiden Güsse mit Wasserkocher, den dritten aus dem Tetsubin. Ich bilde mir ein, es schmeckte etwas metallischer. Vierte zurück aufs Wasserkocher-Wasser. Weiterhin Anklang von Metall. Ich werde mal beobachten, ob Bildung auch eine Einbildung ist.
  35. 4 points
    Cel

    Das Leben ist schön

    Wusstet ihr, dass @GoldenTurtle seinen Namen für Tee her gibt, dabei nicht einmal guten. Der will nur Geld machen...
  36. 4 points
    @Anima_Templi freut mich, dass dir die Schale auch so gut gefällt. Sie ist, so wie alles aus meiner Gyokuro Schalensammlung, eigentlich für Sake gedacht. Dieses Exemplar erfreut mich speziell, da dieser goldbraune Rand rau ist, was auf den Lippen einen netten haptischen Eindruck hinterlässt.
  37. 4 points
    Joaquin

    Oolong Tee = Beauty Tee

    Endlich ist es soweit und dem Oolong Tee kommt die Ehre zuteil, welche ihm schon lange vorenthalten wurde. Pu-erh als Tee zum Abnehmen, Matcha als Sport- und Energietee und der Grüner Tee als Gesundheitstee. Hier wurde der Oolong Tee achon seit langer Zeit sträflich vernachlässigt. Doch dank intensiver Recherchen, renovierter Wissenschaftsjournalisten des Hauses RTL, hat man nun festgestellt, dass Oolong Tee der neue Beauty-Tee ist Angesichts so vieler Seriosität, gibt es hier keinen Link, sondern nur die URL zum Artikel: (Der neue Beauty-Tee ist da: Wir trinken jetzt Oolong) https://www.rtl.de/cms/der-neue-beauty-tee-ist-da-wir-trinken-jetzt-oolong-4438002.html
  38. 4 points
    teewelt

    Grüner Tee = Algengeschmack?

    Liebe Tee-Talk-Forumsteilnehmer, ich habe mich neu hier angemeldet und werde mich gleich noch vorstellen. Weil ich jedoch nicht selten mit Leuten zu tun habe, die grünen Tee probiert haben und vom Geschmack zunächst einmal abgeschreckt waren, möchte ich gleich einmal zu Teeschorschs Erfahrung etwas schreiben. Das charakteristische Aroma japanischer Tees wird in Europa oft als fischig, algig oder grasig beschrieben. Die Japaner sprechen dagegen eher vom Umami der Tees - als kräftiges Geschmackserlebnis durchaus gewollt. Durch die Beschattung der Teepflanzen soll beim Kabusecha und Gyokuro der Umami-Geschmack noch verstärkt werden. Japanische Tees werden in der Regel gedämpft, während chinesische Tees meist geröstet werden. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass sich die Tees aus China und Japan ganz grundsätzlich geschmacklich unterscheiden. Außerdem gibt es natürlich verschiedene Kultivare und unterschiedliche Methoden der Verarbeitung der Teeblätter... Was ich damit sagen will: Wenn Du drei Tees probiert hast, die nicht so ganz Dein Fall waren, gibt es noch Hunderte andere Grüntees, die Dir vielleicht ganz hervorragend schmecken werden. Bei den von Dir gekauften Sorten sollte es eigentlich nicht an der Qualität der Tees liegen. Auch die Zubereitung hat beim Grüntee einen großen Einfluss auf den Geschmack. Da sind die Empfehlungen auf den Teetüten oder die Ratschläge der Teeverkäufer nur als erster Anhaltspunkt zu nehmen. Wenn Dir bestimmte Geschmacksnuancen zu ausgeprägt sind, kannst Du immer versuchen, diese Nuancen durch die Zubereitung in gewissen Grenzen zu beeinflussen, also vor allem durch die Wahl der Aufgusstemperatur und der Ziehzeit sowie durch die Dosierung - in geringerem Maße auch durch das Teewasser und das Teegeschirr (zum Beispiel das Material des Aufguskännchens). Hier muss jeder für sich durch ein bisschen Ausprobieren den für sich richtigen Weg finden. Wie SoGen gesagt hat: Viele chinesische Tees sind milder und vor allem für Einsteiger möglicherweise gefälliger. Probiere es vielleicht beim nächsten Mal mit einem Long Jing oder etwas Ähnlichem!
  39. 4 points
    Hallo zusammen, ich wage mich auch mal wieder hervor, war in letzter Zeit dann doch eher der stumme Mitleser wenn überhaupt. Hatte doch weniger Zeit für eine geruhsame Teesession als gehofft aber naja. Zum Start in die Woche gab es heute bei mir mal einen Pu-Erh, immerhin habe ich heute Urlaub :). Wurde dann der Jinuo Shan 2016 Sheng Mini Cake von @teekontorkiel. Ich hatte ihn schon mal getrunken, wusste aber nicht mehr wirklich, wie er schmeckt. Hab bestimmt 10 Aufgüsse gemacht, ist ein sehr sanfter Pu, der, sofern nicht zu lang gezogen, auch keine kräftigen Aromen hat, sondern eher mit einer angenehmen Würze im ganzen Mund bleibt. Hat allerdings keine explizite Süße, zumindest würde ich sagen, dass er sich eher über leichte Unterschiede in der Würze abhebt. Erst etwas kräftiger, später in den Aufgüssen dann eher etwas süßlicher. Lässt sich für einen Pu sehr gut trinken, würde ich auch jemanden geben, der z.B. mit Pu anfangen möchte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass er, wenn er länger zieht, durchaus kräftiger wird und somit für einen Anfänger/Einsteiger bzw. jemanden der es nicht so kräftig mag ein Tee ist bei dem man durchaus aufmerksam sein sollte. Ich habe ihn ein, zweimal länger ziehen lassen und gemerkt, dass da mehr Würze kommen kann. Beim zweiten Mal war sie allerdings etwas bitter, d.h. je länger man ihn ziehen lässt, desto genauer muss man sein. Fand ich sehr interessant zu beobachten. Ein Bild vom Anfang habe ich auch : Viele Grüße
  40. 3 points
    Suikyo Asamidori Sencha Ein leckerer, bodenständiger Sencha. Schöne grasig-grüne Noten. Die Süsse kommt im Nachhall, während am Anfang ein schöne leichte Bitternis mitschwingt. Kein blitzend-süsses Umami-Feuerwerk, sondern ursprüngliche und ehrliche Teeverarbeitung. Uns gefällt's gut.
  41. 3 points
    goza

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Ein weiteres vorweihnachtliches Geschenk an mich selbst, der Sheng-Zug nimmt allmählich richtig Fahrt auf... Danke @Diz Die Cakes unten: Yiwu Gushu '18, Bitter Sweet Symphony, Pasha Gushu
  42. 3 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Auf jeden Fall! Ein Tetsubin bringt deutlich mehr Körper in einen Tee, was ein Direktvergleich mit einem Tonkessel auch bestätigt (es soll ja Leute geben, die sich extra für so etwas treffen ). Insbesondere bei Puerhs lohnt sich das daher - für manch filigranen Grüntee oder Oolong mag aber zugegebenermaßen ein Tonkessel die bessere Wahl sein, aber i.d.R. ist ein (guter) Tetsubin immer ein Gewinn für den Tee Lautlos ist es nicht, richtig aber deutlich leiser und wie du sagst nicht so technisch (und insofern angenehmer). Es kommt aber auch auf verschiedene Faktoren an, die die Lautstärke beeinflussen: der Tetsubin an sich - unterschiedliche Kessel machen unterschiedliche Geräusche wird eine größere Wassermenge erhitzt und auf Temperatur gehalten (dann singt der Kessel quasi kontinuierlich vor sich hin) oder immer nur eine kleine Wassermenge für einen Aufguss und dann neu erhitzt (dann gibt es nur kurz Geräusche, was als Anhaltspunkt dient, wann das Wasser soweit ist) logischerweise die Ziel-Temperatur, es müssen ja nicht immer 100° sein PS: Bis sich die Kochplatte "eingespielt" hat (Geruch etc.) dauert es evtl. ein bisschen, inzwischen bin ich aber mit der selben als Hitzequelle für mein Pseudo-Furo super zufrieden
  43. 3 points
    goza

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Sehe ich jetzt erst, zufällig hatte ich kurz vorher auch dort bestellt, gestern kamen die folgenden Kännchen dann an: 1x 100ml und 1x 110ml Widmung weiß ich noch nicht, eine wird auf jeden Fall für Sheng reserviert, bei der anderen probiere ich noch etwas herum
  44. 3 points
    Zwischenstation war die Slowakei. 1,2 Liter Fassungsvermögen. Nun fehlt nur noch die Rommelsbacher ...
  45. 3 points
    GoldenTurtle

    Matcha wie schmeckt das?

    Sir, die Frage wurde vor mehr als 6 Jahren gestellt, es ist unklar ob es erstens von der Rechtslage her legal ist solche alten Fragen zu beantworten und zweitens, ob der Fragesteller überhaupt noch lebt. Hinzu kommt deine sehr beachtliche Antwort, für die es sich für den Fragesteller, gesetztenfalls er lebt noch, doch gelohnt hat 6 Jahre zu warten - leider ist darin hinsichtlich seiner Frage aber das einzig Stichhaltige, dass Matcha leicht bitter schmeckt, worauf denn nun doch wohl kaum jemand auf diesem Erdenrund jemals gekommen wäre. Auf deine weiteren Ausführungen Matcha mit Honig oder Zucker zu süssen oder gar noch argere Greueltaten zu verüben (was denn noch? Ahornsirup vielleicht?!?) gehe ich lieber nicht im Detail ein, da sich sonst Paul möglicherweise nicht mehr im Zaum halten kann - er war in letzter Zeit so freundlich zu Neulingen - dies nun dürfte in die Kategorie "und führe uns nicht in Versuchung" fallen. Amen.
  46. 3 points
    Ein kurzer Nachtrag zum malawischen Weißtee: So sieht die selbe Blattmenge von 5g im 110ml Jianshui Kännchen aus Das Kännchen scheint dem Tee gut zu tun. Die strengen Aromen werden etwas abgefangen und der Körper wird doch merklich betont. Im Geschmack wirkt der Tee süßer. Allerdings habe ich bei meinen Versuchen mit der Jianshui bisher noch eine leicht metallische Note und eine gewisse Kratzigkeit im Abgang verspürt. Ersteres finde ich noch nicht einmal negativ, sondern je nach Tee sogar passend (zum Beispiel in diesem Fall). Zweiteres empfinde ich als etwas störend. Ich vermute, dass ich das Kännchen noch eintrinken muss. Ich habe es jetzt erst zum vierten Mal benutzt und hatte es zu Beginn nicht geseasoned, sondern nur mit Wasser ausgekocht. Es bereitet mir nichtsdestotrotz viel Freude, das Handling und Ausgießverhalten ist wirklich großartig. Bei so einem großblättrigen Tee ist die Kanne in nullkommanix leer und sie gießt super sauber ab. Völlig unkompliziert.
  47. 3 points
    goza

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Ich habe mich bei Bitterleaf mit einem wilden Sheng Sammelsurium zum Probieren eingedeckt
  48. 3 points
    teewelt

    Moin!

    Hallo zusammen, als neues Mitglied stelle ich mich hier kurz vor: In den letzten Tagen habe ich ziemlich intensiv online zum Thema Tekeramik aus Japan und China recherchiert und bin dabei auf das Tee-Talk-Forum gestoßen. Da hier viel Teewissen und Enthusiasmus zusammenkommen, habe ich mich entschlossen, mich im Forum anzumelden. Tee war schon immer eine Leidenschaft von mir. Seit gut zwei Jahren bin ich auch beruflich in der Teewelt angekommen. (Mehr Details gibt es unter https://www.teesommelier-hamburg.de/über-mich/). Überwiegend trinke ich Grüntee und Oolong. Nur gelegentlich - dann aber mit Genuss gerne hochwertige Sorten - gieße ich mir Pu Erh oder schwarzen Tee auf. Fasziniert bin ich von der japanischen und chinesischen Teekultur und den damit verbundenen Tee-Utensilien. Auch die Geschichte des Tees ganz allgemein (Anbau, Verarbeitung, Handel, verschiedene Teetraditionen) interessiert mich sehr. Ich freue mich auf anregende Diskussionen! Jöran (teewelt)
  49. 3 points
    SoGen

    Oolong Tee = Beauty Tee

    ... nur nicht zu stark aufsetzen, sonst zaubert die Adstringenz nicht nur die Falten weg, sondern man kriegt auch noch Schlitzaugen ...
  50. 3 points
    CNNP Zhou Cha 1996 , viel dunkle Erde, etwas Holzschuppen, und wärmend für diesen regenfeuchten Vormittag. Nachtrag: vielleicht noch etwas medizinisches kampferartiges aber nur ganz wenig.
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