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Beliebteste Inhalte seit dem 23.03.2019 in allen Bereichen

  1. 12 points
    Ein kleines Update, was in letzter Zeit Neues gekommen ist. Ki-Seto Matcha Schale von Hamada Junri, einem Keramiker, der in seinen Werken zeitgenössischen Ansichten und Inspirationen aus der Momoyama-Zeit verbindet. Eine handgefertigte massive Teedose aus japanischem Schnurbaum. Mit Holzdosen, vor allem mit denen aus nicht-massiver Kirschbaumrinde, hatte ich eigentlich innerlich abgeschlossen, aber bei dieser konnte ich auch aufgrund der in Japan selten anzutreffenden Form nicht widerstehen. Meine neuste Errungenschaft ist eine Shōdai-yaki Matcha Schale von Takemiya-gama, hier aus Kumamoto. Die Form, die Farbgebung sowie der Verlauf der Glasur waren letztendlich für mich ausschlaggebend sie nach eine einstündigen Begutachtung 20 ähnlicher aber doch so verschiedener Schalen auszuwählen. Harte Arbeit... Eingeweiht wurde sie natürlich schon. Ist ein ganz anderes Gefühl als bei der Ki-Seto Schale, in erster Linie aufgrund der Haptik. Die eine rau und rustikaler, die andere glatt und auch etwas leichter. Hinzu kommt, dass die nach oben auseinandergehende Wände ein behutsameres Aufschlagen des Matchas erfordern.
  2. 11 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bi Lo Chun Sanxia 2019 Leckerer Bi Lo Chun aus Taiwan. Preis—Leistung ist in Ordnung. Dazu im Einsatz: Die neue Teeschale von Dancak.
  3. 10 points
    SoGen

    Yixing-Marken

    @TimEck's Beratungs-Thread gestern hatte mich hinsichtlich meiner eigenen Keramikgefäße doch etwas neugierig gemacht - nachdem mir klar wurde, wie wenig ich eigentlich üer die Dinger weiss, denen ich meine Oolongs anvertraue. Hat mich dann die halbe Nacht gekostet - Siegelschrift dechiffrieren ... a pain in the ass, um es anglophon auszudrücken. Mein Paris-Souvenir (der Gaiwan für Dancongs) war noch relativ simpel. Erst einmal die Gesamtansicht: ... und nochmals der Deckel: Er fasst gut 150 ml (randvoll, ohne Tee), ist also etwas für größere Hände, wenn er halbwegs elegant bedient werden soll. Glücklicherweise habe ich Handschuhgröße 9 ... Die nette ältere Dame, die ihn mir verkaufte, hatte mir bedeutet, er sei speziell für die Verwendung mit Fenghuang Oolongs gedacht - einleuchtend und auch angebracht angesichts des Reliefs auf dem Deckel, Phönix (Fenghuang) und (schwarzer?) Drache (Wulong). Jedenfalls hatte ich ihr eigenartiges Französisch in dieser Richtung interpretiert. Woraus ich dann messerscharf auf die Herkunft Chaozhou geschlossen hatte, was sich als falsch herausstellte. Die Marke stellte sich als simples 中华宜興 (China Yixing) heraus. Yixing also, vermutlich während der Kulturrevolution 1966 - 1976 produziert. Wie ich dann später herausfand, nachdem ich die zweite Marke entziffert hatte. Doch zunächst die Vorstellung deren Trägerin: Fassungsvermögen 125 ml (ebenfalls randvoll und ohne Tee). Gießt dank Halbkugelsieb und exakt gearbeiter Tülle gut ab. Sehr dünne Wandung. Das Kännchen war über Taiwan importiert worden und das Keramikfiltersieb ist auch eher unüblich für Yixing - deswegen meine Vermutung hinsichtlich Herkunft Taiwan. Die Marke erzählt freilich eine andere Geschichte. Nachdem ich mit einigem Zeitaufwand die Siegelschrift mit 荆溪惠孟臣制 (jing xi hui meng cheng zhi) entziffert hatte, stieß ich recht schnell per Google auf diesen recht instruktiven Post von Kyarazen auf Teachat: https://www.teachat.com/viewtopic.php?f=87&t=20655#p275502 - von dem ich allerdings als Yixing-Noob etliches nicht verstehe. Was beispielsweise zur Hölle ist ein " 4-leg seal "? Das Kännchen war beim Kauf unbenutzt und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es noch mit DM bezahlt habe - dass es also vor 1990 produziert wurde. Vielleicht gibt es ja hier den einen oder anderen Yixing-Aficionado mit einer privaten Fachbibliothek, der ich mich aufklären kann, ob ich das Kännchen eigens in meinem Testament erwähnen sollte, bevor es mein Sohn irgendwann für 10 Euro auf einem Flohmarkt verramscht und mich damit in meiner letzten Ruhestätte zum Rotieren bringt ... Beide Gefäße haben übrigens durch den Gebrauch einen schönen Oberflächenglanz entwickelt, was sich insbesondere beim direkten Vergleich mit den deutlich stumpferen Deckeln und der Gaiwan-Untertasse zeigt. Leider ist das auf den Fotos nicht zu erkennen. Bleibt mir nur noch, Euch einen schönen Tag und einen leckeren Tee in der Tasse zu wünschen - für mich begann der Tag mit einem Tai Mu Long Zhu und was jetzt folgt, dürfte klar sein: ein Da Hong Pao, in dem gerade vorgestellten Kännchen gebraut. _()_
  4. 9 points
    Am traumhaften Sun Moon Lake in den Bergen Taiwans stoßen auf Euch Teefreunde an. Weil der TRES#18 Kultivar hier wächst, genießen wir diesen strahlenden, rubinroten Hongcha. Cheers Freunde! PS: Gestern haben wir mit dem Teetalk-Fori Marcel, den wir auf unserer zweiten Teezui kennen gelernt hatten, getroffen und einen schönen Oolong zusammen genossen.
  5. 9 points
    Mit welchem Tee weiht man das neue Kännchen ein...? Natürlich mit einem Herbst-Tee, in diesem Fall der Mansa Autumn von prSK. Diesen habe ich deswegen gewählt, weil ich mit den geschmacklichen Strukturen dieses Tees in unterschiedlichen Kannen sehr vertraut bin. Somit ein idealer Tee um das Potenzial der neuen Kanne einmal vorsichtig „abzuklopfen“. Das Ergebnis war sehr erhellend und positiv. In früheren Sessions brachte er eine ausgeprägte Würze. Die fruchtig-frischen Noten, welche viele Herbsternten häufig zeigen, waren eher im Hintergrund. In der Zhuni zeigt sich ein anderes Bild. Der Körper ist nicht mehr so schwer, dafür werden die filigranen Spitzen deutlich stärker in den Fokus gerückt. Auf einmal ist da eine fruchtige Süße, welche sich hervorragend mit den würzigen Aromen ergänzt. Typisch für einen Herbst-Sheng sind die einzelnen Aufgüsse im Geschmack sehr beständig. Ich freue mich sehr, gleich beim ersten Tee so deutliche Veränderungen durch die Kanne feststellen zu können. Auch meine bessere Hälfte war sehr angetan vom Ergebnis (was sehr beruhigend ist, nach dem ersten Blick von ihr auf die Frage, was das Kännchen denn gekostet hat... ). Ich freue mich auf viele weitere Sessions!
  6. 9 points
    So, heute nun die ersten Bilder der neuen Kanne. Ich hoffe dass ich heute Abend Gelegenheit haben werde den ersten Tee in Ihr zu brühen. Zhaozhuang Zhuni Kanne in Kürbis Form. Ausgewählt von unserer Kröte, im Shuitang in Zürich. Modelliert wurde sie von Frau Sun, welche ursprünglich nicht aus dem Kunsthandwerk stammt. Ihre Kinder jedoch sind heute anerkannte Teekannen Künstler. Der Klang des Tones und die Passgenauigkeit des Deckels sind mit das Beste was ich bisher real betrachten und hören durfte. Der Duft des Tones ist kaum wahrnehmbar und in keiner Weise mit meinen anderen Kannen vergleichbar. @doumer, Du weißt sicher wovon ich spreche... Ich kann es kaum erwarten den ersten Tee mit ihr zu brühen. Mein Dank gilt @GoldenTurtle, der sich die Zeit genommen hat für mich zu selektieren. Mehr folgt in Kürze...
  7. 7 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Hier ein paar Eindrücke zum Tangeshima Shinchas aus den vergangene 5 Sitzungen. Bei dem Tee handelt es sich um einen kurz bedampften (Asamushi) Sencha aus dem Kultivar Shōju von der Insel Tanegashima, die Teil einer Kagoshima vorgelagerten Inselgruppe ist. Aufgrund der klimatischen Bedingungen findet die Teeernte auf Tanegashima und der Nachbarinsel Yakushima ziemlich früh statt, und nicht wenige Teebauern rühmen sich damit den ersten Shincha zu produzieren. Eiichi Matsushita, der diesen Tee gemacht hat, ist da keine Ausnahme, auch er bedient sich dieses Verkaufsargumentes. Eine Anmerkung vielleicht noch, der Tee wurde, im Unterschied zu den handelsüblichen Tees, nicht final erhitzt, hat also kein hi-ire hinter sich. Herr Matsushita nenn ihn deshalb "nama shiage" oder "semi dried". Aufgrund der in den Blättern verbliebenen höheren Feuchtigkeit wird das Mindesthaltbarkeitsdatum mit einem Monat angegeben. Sortiert ist er aber, soweit ich das beurteilen kann. Ist also auch kein reiner Aracha. Schöne große Blätter, die ihn prädestinieren für meine Hagi Hōhin. Der erste Annäherungsversuch erfolgte mit etwa 75 Grad heißem Wasser und einer Ziehzeit von 45 Sekunden. Einwaage waren bei allen Versuchen jeweils ca. 4-5g. Das war nicht verkehrt. Als nächstes wollte ich ihn mit heißem, sprich 90 Grad heißem Wasser und minimaler Ziehzeit testen, da mir diese Methode bei kurz bedampften Uji Tees immer sehr gut gefällt. Als letztes dann und hier auf den Bildern abgelichtet ein Aufguss mit niedrigeren Temperaturen und längeren Ziehzeiten. Also ähnlich wie ich das mit einem Gyokuro mache, mit dem Unterschied, das ich ich beim Gyokuro mehr Blätter nehme. Von allen drei Herangehensweisen hat mir die erste doch irgendwie am besten gefallen. Das aber auch mit Abstrichen. Gefallen hat mir bei allen drei Versuchen die vorhandene Süße und eine pflanzliche Note, die mit den späteren Aufgüssen immer präsenter wurde. Dazu ein leichter Hauch von Vanille. Man schmeckt die Frische. So viel zum positiven. Was mir nicht so gefallen hat, war einmal der Duft, der war gelinde gesagt ziemlich schwach. Ausserdem fehlt mir noch irgendwas, vielleicht Umami. Weiss ich noch nicht so genau. Irgendwie macht er auch mich einen geschmacklich unausbalancierten Eindruck. Nichtsdestotrotz ein überaus interessanter Tee mit einem mir bis dato eher unbekannten Geschmacksbild. Was mir noch aufgefallen ist, und ich nicht so recht einordnen kann, ist das sich ab dem zweiten Aufguss ein grau-bräunlicher Schleier am Boden der Schale bildet. Ich habe versucht es so gut es geht festzuhalten, leider ist mir die Fokussierung nicht allzu gut gelungen. Hatte ich so in der Form auch noch nicht. Mein abschliessendes Zwischenfazit zu diesem Tee. Interessant ja, aber die richtig guten Tees kommen erst noch. Kannst also ganz beruhigt sein @Paul
  8. 7 points
    Paul

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zuerst einen weißen Tee, der nicht gut war - ich hatte bisher noch nie einen weißen Tee der gut war! Dann aber einen der richtig gut war: GuShu ManZuan '13 Ich hab mich jetzt ein wenig auf Leinen kapriziert; ihr glaubt gar nicht, was man da für Nerd's trifft!! Die meisten von denen sind über 80 Jahre und weiblich. Wenn ihr glaubt ihr hättet zu viel Tee oder zu viele Kännchen, dann versucht mal ein paar von diesen Damen aus der Leinenszene kennenzulernen. Die haben Leinen! Unvorstellbare Mengen und schachern um jeden Fetzen; wirklich lustige Mädels lernt man da kennen. Das Stück auf dem ersten Bild ist der Schale darauf angemessen (sehr alt und sehr grob gewebt) das Stück auf dem zweiten Bild ist auch dem Schälchen angemessen, nicht ganz so alt, sehr fein und die Dame von der ich es habe hat sich nur unter Tränen davon getrennt!
  9. 6 points
    Wir wünschen Euch Lieben Frohe OsTEErn. <3 Hier in Taiwan gibt es sogar hübsche Yixing-Oster-Kännchen! ^^ Der niedliche Bunny wurde nach der Teezeremonie ordentlich mit Tee eingepinselt.
  10. 6 points
    Die Stimmung ist am Kochen, im positivsten Sinne..! Mehr dazu in Kürze...
  11. 6 points
    GoldenTurtle

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich habe eben etwas mit Licht experimentiert, zwar nicht ganz das geschafft was ich wollte mit der Handykamera, dafür ist der Tee lecker. 14er Fenghuang (evtl. Laocong) Oolong Atong Special Edition (= von ihm selektiert und nachgeröstet).
  12. 6 points
    GoldenTurtle

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Greetings mit 14er TLH Premium von Eugene, lagere ich seit etwa 4 Jahren. @Anima_Templi Das ist Zwieback Zini Das ist Tie Luo Han as f### Bestnoten im Nachhall
  13. 6 points
    Man muss halt dran lecken. Das hilft zwar auch nicht viel beim Unterscheiden, aber wenn man klebenbleibt weiss man immerhin, dass kürzlich jemand Sekundenkleber draufgeschmiert hat. Aber fragt mich bloss nicht warum jemand sowas tut, ich versteh es auch nicht.
  14. 6 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Tippe hierauf: https://www.tea-exclusive.de/1960-Yiwu-Pu-Erh-Tee Sollte ich bei Gelegenheit vielleicht auch mal in meine Liste mit aufnehmen... @topic: Auch wenn es evtl. langweilig erscheint gibt es bei mir heute nochmals den 2015er HuaZhu Liangzi, der mich letzte Woche so positiv überrascht hat. Eine Session mit vertrauten Parametern in dem Zhuni-Kännchen bestätigt das Erlebnis von letzem mal: Der Tee hat sich wirklich toll entwickelt und bietet sehr viele verschiedene Facetten, deren Zusammensetzung sich im Laufe der Session von bitter-würzigen Noten hin zu fruchtig-süßen verändern, ohne dabei jedoch zu dick aufzutragen - der Tee hat immer eine leicht distanzierte Eleganz. Ganz im Gegensatz zum Qi: Wie bei der Session mit dem Hanus-Kännchen durchflutet es den Körper mit dem ersten Schluck mit einer enormen Energie, die aber ähnlich wie die Geschmacks-Ebene sich einer konkreten Klassifizierung (wie z.B. das "Stoner-Qi" eines Tejipin oder das kopflastige, "hibbelige" Gegenteil) entzieht. Was für ein Tee! Zudem ist der Tee nicht ganz zufällig gewählt, weil mit etwas Glück heute Mittag eine Lieferung von Peter ankommt: Zum Vergleich habe ich Anfang der Woche gleich mal den 2015er Xiaoshu HuaZhu bestellt - wenn dieser trotz jüngerem Material (was per se ja nicht gleich etwas schlechtes sein muss - der 2015er Xiaoshu Lincang von ihm gefällt mir z.B. sehr sehr gut) ähnliche Charakteristiken aufweißt dürfte der preis-leistungs-technisch sehr interessant sein. So habe ich für morgen noch frische Erinnerungen
  15. 5 points
    miig

    Reparatur einer Tetsubin

    Sooooooooo... kaum zu glauben, dass das schon zwei Jahre her ist . Hab die Kanne lang unschlüssig herumstehen gehabt, aber leider niemanden ausfindig machen können, der in Europa ansässig ist und von Tetsubins was versteht. Also hab ich beschlossen, die nächstbeste Chance zu nutzen und eine Schweißerei aufzusuchen. Das war auch eine rechte Telefoniererei, da es kaum mehr Betriebe gibt, die mit Gusseisen arbeiten können. Und dann wollte kaum wer mit der ollen Kanne rumhantieren - logo, das ist ein unüblicher Fall, aufwendig und wenig lukrativ, eher schon ein Verlustgeschäft. Letztlich hab ich dann einen Betrieb gefunden, der sich bereit erklärt hat, es zu versuchen. Sie hatten ihre rechte Not mit der Kanne. Zuerst wurde ich angerufen und es wurde mir gesagt, dass die Kanne leider, trotz sorgfältigen Vorwärmens, geknistert hat und rund um die zu flickende Stelle gerissen und gesprungen ist. Ich war natürlich betroffen und hab das Teil abgeschrieben. Dann hat der Schweißermeister aber doch keine Ruhe gehabt und wollte keine kaputtreparierte Kanne retournieren. Somit hat er es nochmal probiert, und hat sie tatsächlich dicht bekommen, indem er ziemlich massiv Material aufgetragen hat. Bei der Abholung hab ich nicht schlecht geschaut - die ehemals schwarze Kanne ist jetzt rot . Das ist wohl normal, da das Material zum Schweißen bis zur Glut erhitzt werden muss. Mir wurde auch gesagt, dass es ein sehr unregelmäßiger Guss ist, mit Einschlüssen, blätternden Schichten und Rost dazwischen. Ob das daran liegt, dass die Kanne handgemacht und einige Jahrzehnte alt ist? Was dann echt sehr lieb gemeint war, mich aber doch erheitert hat: Man hat mir dann dringend davon abgeraten, diese Kanne zum Wasserkochen zu verwenden, da man das Material nicht gut abwischen kann. Ich solle die Kanne zumindest sandstrahlen lassen . Ich will nicht spotten, die Leute haben sich viel Mühe gemacht, haben viele Stunden investiert und gerechnet hat sich das niemals für die Firma. Mir wurde noch auf den Weg gegeben "wir fassen das Teil nicht mehr an". Es ist nur lustig, weil man halt sieht, wie schräg so eine Tee-Liebe von außen ausschaut. Mir wurde aber gesagt, dass es nicht an der Reparatur liegt - das verwendete Material ist purer Guss, das sollte lebensmitteltechnisch unbedenklich sein. Es waren dennoch alle beeindruckt von der schönen Arbeit. So schaut sie nun also aus - vorher: und jetzt: Ich muss ja sagen, dass ich die neue Farbe sehr schick finde. Der Rost ist auch äußerst oberflächlich. Hab sie abgewischt und sie ist schon wesentlich weniger rot. Und irgendwie siehts auch sehr vintage aus . So wie der Deckel ausschaut, war vorher alles gefärbt. Vermutlich könnte man es mit Grüntee o.ä. auch wieder kolorieren. Da ist wohl was hingetropft... vorher... Und so sieht es dann innen aus. An den höchsten Stellen ist locker 6-7mm Material aufgetragen worden. Fast schon eine neue Bodenplatte... Klar - so richtig schön ist das natürlich nicht, es war ja nur ein kleines Löchli. Hatte auch schon über 2k-Kleber nachgedacht, da gibts ja krasses Highend-Material heutzutage. Vermutlich hätte man in Japan sehr elegant und kaum sichtbar die undichte Stelle flicken können, aber für die Versandkosten hin und zurück hätte ich mir schon fast bei Petr eine kleine Kanne kaufen können. Und sicherlich läuft irgendwo in Europa jemand herum, der dies auch hinbekommen hätte. Aber diese Person konnte ich leider nicht ausfindig machen. Und so - eigentlich sieht man es ja kaum, und irgendwie ist es auch wie eine Kriegernarbe Ich hoffe halt sehr, dass die Kanne jetzt hält! Werd sie jetzt ein paarmal mit heißem Wasser auskochen, dann sehen wir weiter. Was für ein Abenteuer...
  16. 5 points
    Hier zwei Kleinigkeiten, die ich kürzlich aus Polen erhalten habe. Ein Teeboot mit seitlichem Ausgangsloch und einen Cha Hai. Beide in der gleichen Optik. Wie immer sehr schön verarbeitet und toll anzusehen / anzufassen.
  17. 5 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @SoGen Das komplette Setup an Keramik und Zubehör bei dieser Session finde ich ausgesprochen schön! Bei mir ist gerade ein wirklich potenter 2015er Lao Man E in der Shibo. Den habe ich vor längerer Zeit einmal im Rahmen einer Teebestellung Jiri Melzer als Probe geordert. Kräftige Bitternis, mundfüllender Körper und eine ausgeprägte Mineralität. Die Bitternis weicht im Nachhall einer frischen Süße. Ein toller Tee von Yu. Die schlichte Schönheit und Funktionalität des Shibo-Sets von Jiri Lang bereichert meine Sessions mehr und mehr. Auch wenn ich generell lieber in Gesellschaft Tee trinke, steigert dieses Set den Pu-Genuss für mich enorm, wenn ich einmal alleine trinke. Zuvor unternahmen wir einen ausgedehnten Spaziergang mit Hund auf dem schwäbisch-fränkischen Jakobsweg, welcher sich übrigens direkt durch mein Dörflein zieht. Hierbei konnten wir uns an einer schönen Gruppe wild wachsender Osterglocken erfreuen. Das war ein echter erster Frühlings-Trigger!
  18. 5 points
    SoGen

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Die sonntägliche Morgensonne wurde heute mit einem Sencha von dem eher selten erhältlichen Kultivar Sakimidori begrüßt. Ein Mitbringsel von meinem letzten Besuch in Worms (und bei meinem alten Teefreund und langjährigem Dealer 'Kuki' in der Zornstraße). Leider hatte ich vor lauter Geplauder versäumt, nach dem Anbaugebiet zu fragen. Was dem Teegenuss allerdings keinen Abbruch tat. Der erste Aufguss hier war noch ein wenig blass; bei den folgenden entwickelte sich ein leuchtendes Gelbgrün.Vielschichtiges Aroma Richtung Gemüsebrühe, aber sehr leicht und duftig. Zurückhaltendes Umami (kein 'Maggi-Effekt'), wie ich es mag. Im 3. Aufguss trat eine delikate, an Räucherfisch erinnernde Note hinzu. Der 4. Aufguss dann immer noch sehr subtil und komplex, der 5. dann (den ich mir zukünftig sparen werde) zu leicht. Ein wunderbarer Start in einen vielversprechenden Frühlingstag. _()_
  19. 5 points
    Paul

    Zitatenschatzkästlein

    "Ein Aufgussrezept in dem die Einheiten g, l, °C und s fehlen ist kein Rezept sondern Belletristik " Das ist von @Lateralus und ganz besonders hübsch!
  20. 5 points
    SoGen

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Da kann ich Dich beruhigen - so habe ich es, bei aller Irritation über die Assoziation Porzellan / Plastik, gewiss nicht aufgefasst . Das ist ein wichtiger Punkt. Neben den von mir genannten "Einflussfaktoren" ist die subjektive Gestimmtheit und das Eingehen auf sie sicherlich das wichtigste für eine wohltuende Teesitzung. Mit dieser momentanen, sich täglich, stündlich ändernden 'Gestimmtheit' zu arbeiten, den Klang bestimmter Saiten zu unterstreichen, den anderer abzuschwächen, geht schon etwas tiefer als die bloße Technik der Teezubereitung. Wobei da die Auswahl der Mittel (insbesondere natürlich die des Tees) selbstverständlich abhängig von persönlichen Präferenzen ist. Und es wäre nach meiner Auffassung unangebrachte Askese, sich dabei auf Mittel zu beschränken, die lediglich auf Geruchs- und Geschmacksnerven einwirken. Zur Illustration ein Beispiel. Die Rückkehr spätwinterlichen Wetters hat mich heute morgen dazu veranlasst, die Frühlingsstimmung der vergangenen Tage zu evozieren - und freudige Erwartung auf deren Rückkehr. Dabei spielte heute auch musikalische Untermalung (die ich bei Teesitzungen eher selten einsetze) eine Rolle. Konkret Beethovens Streichquartett Es-Dur op. 127 (also das 12., nicht das 10.) in der Einspielung des Alban-Berg-Quartetts. Zu den optischen Mitteln: Wie man sieht, heute morgen mal nicht Camellia, sondern Chrysanthemum - inspiriert durch @GoldenTurtle's kürzliches Posting. Deckelschale Hizen (Arita), vermutlich Meiji (1868 - 1912). _()_
  21. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Da ich heute den ganzen Vormittag mit Töpfern und vorbereiten dafür beschäftigt war, gibt es erst am Nachmittag einen Tee, während ich darauf warte, dass die Teile zwecks Weiterverarbeitung etwas antrocknen - und zwar den 2018er Yibang von ZSL. Ein sehr ungewöhnlicher Yibang, der mich vor allem zu Beginn sehr an Heidelbeeren erinnert: nimmt man einen Schluck wird man zunächst mit einer sehr herben, leicht bitteren Note konfrontiert, die allerdings sofort wieder verschwindet und einer sehr fruchtigen, leicht süßen Note weicht, was durch die ZSL-typische schwere Charakteristik etwas dunkel, irgendwie blau wirkt. Daher die Erinnerung an (noch nicht ganz reife) Heidelbeeren: die dunkle Schale schmeckt beim draufbeißen auch zunächst herb und leicht bitter, was dann aber sofort durch das fruchtig-süße innere der Beere überschwemmt wird. Für den Moment auf jeden Fall ein sehr spannender Tee, auch wenn fraglich ist, wie sich so etwas mit der Zeit entwickelt. PS: @GoldenTurtle bei uns ist es zwar noch nicht so grün wie bei euch, dafür blüht es aber auch schon kräftig:
  22. 5 points
    Teelix

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute gibt es bei mir auf der heimischen Terrasse den Winter Crisp Oolong aus der Subscription Box von Mountain Stream Teas: Ein sehr frühlingstauglicher Tee aus taiwanesischer Winterernte. Nicht zu intensiv, trotz der grünen Farbe nicht zu extrem floral, leichte Säure, cremiges Mundgefühl.
  23. 5 points
    nemo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bevor es gleich nach einer anstrengenden Arbeitswoche an entspannende Gartenarbeit geht, landete ein Sheng aus 2017 vom Nannuoshan in der Schale, der als Probe meiner letzten Bestellung im Cha Dao beilag. Er präsentierte sich als sauberer, klarer Tee, bei dem es geschmacklich so manches zu entdecken gab. Da ich nur genug Blattmaterial für zwei ordentliche Sessions hatte, kann ich nicht sagen, inwiefern meine Eindrücke sich auch bei häufigerem Genuss bestätigen würden. Selbst bei den beiden Runden mit ihm zeigte er sich abwechslungsreich und wandlungsfähig. Heute rangen eine dezent herbe Mineralität und etwas Kampher mit Frische und einer leicht klebrigen, rohrzuckerartigen Süße um die Vorherrschaft im Mundraum. Seltsamerweise finde ich diese Art von Süße zur Zeit in einigen Tees. Und ich glaube nicht, dass das nur am „objektiven“ Geschmack der Tees liegt. Lustig daher zu bemerken, wie sehr Gehirn und zuvor erlebte und eingeübte Geschmacksmuster die eigenen Sinneseindrücke steuern können. Hoch lebe die Subjektivität! Aber zurück zum Tee: Was mir am meisten gefällt, ist dass die Süße nicht nur während des Trinkens präsent ist, sondern sich wiederkehrend an Gaumen und den Zungenrändern zeigt. Und während ich das hier so schreibe glaube ich, ich mache gleich noch eine Runde mit einer anderen Probe. Der Tag ist ja noch jung und die Arbeit läuft nicht weg
  24. 5 points
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Egal wie viel ich auch links und rechts davon trinke, ich komme immer wieder auf japanischen Grüntee zurück. Der triggert irgendetwas auf einer ganz niedrigen Ebene bei mir... Heute gibt es den tief gedämpften Shincha aus 2018 von Hrn. Watanabe Für mich gibt es Senchas mit einer wunderbaren Nussigkeit, und dieser hier ist ein Vertreter dieser Gattung. Umami ist jetzt eher im mittleren Bereich, braucht es für mich aber bei diesem Tee auch nicht. Ich könnte alleine an den abgegossenen Blättern in der Kyusu stundenlang schnüffeln... Vielleicht muss ich meine Fühler auch mal Richtung chinesischem Grüntee ausstrecken? Da bin ich aber total blank, was sollte man da sampeln um einen groben Überblick zu bekommen?
  25. 4 points
    Teelix

    Vorstellung meines Kanals

    Mein TeaView zum Sencha Kirishima Yabukita von @teekontorkiel : Wie immer hoffe ich, dass es euch gefällt. Liebe Grüße und frohe Feiertage, Euer Teelix
  26. 4 points
    Paul

    Philosophie am Teetisch

    @TeeStövchen laß das mit dem dauerlaufen bleiben, das ist bestimmt nicht gesund! Wenn ich mit meinen Enkeltöchtern auf den Spielplatz gehe ist daneben eine Bouleanlage, dort werfen ältere Lebenskünstler mit Kugeln nach einem Schwein - ich denke ich werde mich ihnen zugesellen. Mit einem gekühlten Pastis in der linken ....
  27. 4 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zum Abendspiel der Bundesliga genieße ich den hervorragenden 2014er Long Lan Xu von @doumer. Herzlichen Dank dafür! @Paul In Gedanken fiebere ich mit Deiner Frau für den BVB!
  28. 4 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Inspiriert von @SoGen habe ich heute auch mal meine Schale mit Deckel rausgeholt. Ebenfalls aus Arita, von der Manufaktur Kōransha gefertigt. Besonders angetan hat es mir neben der sehr delikaten Aufglasurmalerei die dunkelblaue Cobaltoxid Unterglasurfarbe, auch Lapislazuli Glasur genannt, mit der die Blätter der Begunia Grandis gemalt sind. Saisonal ist sie damit zwar im Herbst angesiedelt, aber ganz so warm ist es ja noch nicht. Dazu gibt es saisonal passend ein Kudzumanjū. Ach ja, Tee ist Sencha Asahi.
  29. 4 points
    Bok

    Mythos Yixing?

    Was man nicht vergessen darf ist neben dem Ton auch wie hoch gebrannt wurde, wie dick/dünn die Wände sind und andere Faktoren, die die thermischen Eigenschaften beeinflussen. Ich besitze nur eine Duanni Kanne, aus der Spät-Qing/Frühe Chinesische Republik. Zu niedrig gebrannt, wie es damals oft der Fall war, da alle möglichen Tonarten zusammengebrannt wurden. Lange Rede, kurzer Sinn, sie macht ganz im Gegensatz zum allgemeinen Konsens, fantastisch schmeckenden Hochgebirgstee und andere grünere Oolong-arten wie leicht oxidierten Dancong. Eher mittel- dünn-wandig. Man weiss also nie 100% wie ein Ton sich verhalten mag, immer offen bleiben und ausprobieren!
  30. 4 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @SoGen Vielen Dank für die Bilder. Ist wirklich eine ungewöhnliche Teekanne. Habe so etwas, wie schon angemerkt, auch noch nicht gesehen. Allerdings bin ich auch noch nicht so lange dabei. Bei mir gibt es heute, an einem sonnigen Sonntagnachmittag, wieder den Sencha Asahi von Ryūōen, aufgegossen in der Hagi Hōhin. P.S. die ersten Vorbestellungen für die neuen Shincha sind raus. Der erste aus Tanegashima wird voraussichtlich übernächste Woche eintreffen. Bin gespannt.
  31. 4 points
    Paul

    Beratung für die erste Tonkanne

    Bero kann ich nur empfehlen, ich hab einiges an Keramik von ihm und mein Lieblingshongchakännchen ist von... ? Bero! Yixing für 59 € taugt nix! (59 € für Schund ist raus geschmissenes Geld) Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern @doumer, @miig und @SoGen nur anschließen, das sind Männer mit Verstand. Entscheiden und bezahlen mußt Du selber - viel Spaß dabei; und mach Dir nicht zu einen großen Kopf, es bleibt eh nicht bei einer Kanne
  32. 4 points
    Helmi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Inzwischen habe ich die ersten Sheng-Aufgüsse (ManZhuan 2017 und Xiao Shu HuaZhu) aus der neuen Yixing-Kanne probiert. Und oh Wunder: an dem Yixing-Mythos ist wirklich etwas dran. Der Sheng schmeckt wesentlich runder / harmonischer und dieser Unterschied ist wirklich sehr deutlich wahrnehmbar. Vorher hätte ich höchsten einen geringen bis gar keinen nennenswerten Unterschied im Geschmack erwartet. Ehrlich gesagt hat mich diese "Entdeckung" ein wenig schockiert (im positiven Sinn ) ... Jetzt sind erstmal persönliche Yixing-Langzeitstudien erforderlich !!!!
  33. 4 points
    teekontorkiel

    Geli hat Geburtstag

    Herzlichen Dank an alle Lieben die an mich gedacht haben. Ich habe mich riesig über die netten und lustigen Glückwünsche gefreut. Meinen halben-Jahrhundert-Geburtstag habe ich im wunderschönen Lübeck mit Blick auf die Trave verbringen dürfen. Gefeiert wurde mit einem 2003er Purple Da Yi aus trockener Taiwanlagerung - ein gaumenschmeichelndes Juwel! Cheers
  34. 4 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Lateralus uff, ich hab zwar noch nie Chicoreesaft getrunken, aber das hört sich nur bedingt einladend an @topic: Wie gestern schon angekündigt (auf die Kombination von slovakischer und deutscher Post ist halt Verlass, ohne Zollbeamte ist das Leben so viel leichter) ist bei mir heute der 2015er Xiaoshu HuaZhu von prSK im Kännchen. Einen so direkten Vergleich (gleiche Region (und das genauer, nicht nur übergeordnete große Regionen wie z.B. Bulang), gleiches Jahr, gleicher Produzent) ist schon ein Glücksfall und an sich schon ein sehr spannendes Unterfangen Nun aber zum Tee: Im Gegensatz zu dem 2015er HuaZhu Liangzi wurde für diesen Tee (wie der Name schon sagt) Material von jungen Bäumen verwendet, bei denen es sich aber nicht um Plantagen-Sträucher handelt. Im Geschmack sind deutliche Parallelen zwischen den beiden Tees zu erkennen und auch wenn die Xiaoshu-Verison etwas weniger Tiefe und leicht andere Charakteristiken (z.B. weniger Bitterkeit und später Süße dafür eine schöne holzige Note) aufweist, gibt es hier absolut nichts auszusetzen - beides wunderbare Beispiele für einen top Huazhu! Ein signifikanter Unterschied besteht jedoch im Qi: die Kraft, die mich bei der Gushu-Version so begeistert findet sich hier nicht - was aber nicht heißt, dass dass der Tee kein Qi hat, im Vergleich was andere Tees bieten ist das immer noch respektabel, vor allem zu dem Preis - auch wenn mir die Gushu-Version deshalb deutlich besser gefällt (wie man vielleicht am vorherigen Kommentar erkennen kann), liegt dieser nämlich nur bei der Hälfte der Gushu Version (Stand letztes Jahr, als der Tee noch im Shop verfügbar war).
  35. 4 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Mr. Feng FD Sheng Es ist schön wenn man die Schubladen öffnet, und dabei Proben von Teefreunden wiederentdeckt, die man schon gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Diesen Sheng bekam ich einst von @miig, und bei der ersten Verkostung sagte er mir nicht sehr zu. Gerade im Moment schätze ich die leicht ausgeprägten Lagernoten, die sich über die Jahre im Doypack entwickelt haben. Campher, Apothekerschrank und altes Holz dominieren. Für uns Beide gerade ein echter Genuss! 😊
  36. 4 points
    Der Long Jing 2019 zum Frühstück war schonmal ein guter Start in den Tag. Allerdings sind dieses Jahr die Pflsnzen relativ schnell gewachsen wegen dem warmen Wetter, daher dürften auch einige andere Tees dieses Jahr relativ dünn ausfallen. Später gab es dann den besten Yancha den ich jemals hatte 😉
  37. 3 points
    Auch wenn es "nur" Schalen sind für mich trotzdem eine tolle Entdeckung: Diese Schalen stammen von einem mir bislang unbekannten Künstler aus Tschechien: Ferdinand Hovančík, der unter anderem in Japan und Korea bei Meister Park Yong Il gelernt hat und zusammen mit seinem Bruder Erich in Tschechien einen Holzbrandofen betreibt und dabei nur lokale Rohstoffe verwenden (sehr nette Geschichte). Porzellan mit Celadon-Glasur klingt für mich zunächst mal sehr langweilig aber diese Stücke haben mich eines besseren belehrt: Sie sind eher grob gearbeitet, die Glasur wirkt sehr natürlich und nicht zu perfekt wie es bei klassischen Cleadon-Stücken oft der Fall ist und vor allem weißen sie durch den Holzbrand typische Unregelmäßigkeiten auf, die den Stücken einen einzigartigen Charakter geben. Archaisch, schlicht und ehrlich - genau mein Geschmack, so gefallen mit auch Celadon-Stücke (und das ganze zu einem extrem fairen Preis)!
  38. 3 points
    Paul

    Tee in der Literatur/Poesie

    Folgende Buchbesprechung ist für @T-Tester , dem Mann mit der schicksten Espressomaschine die ich kenne Dave Eggers: Der Mönch von Mokka, Kipenheuer & Witsch, 384 Seiten 22 Euro Es geht um Kaffee (Mokka im Titel hat nichts zu tun mit der Kaffeespezialität, sondern es ist die Hafenstadt im Jemen gemeint). Dave Eggers, 1970 geboren, eine große Nummer in Amerika, hat 2015 begonnen sich mit Mokhtar Alkhanshali zu unterhalten. Damals war Mokhtar Concierge in einem Wohnturm für Reiche und Obama Präsident. 2018 als das Buch erschien war Mokhtar erfolgreicher Importeur jemenitischen Spitzenkaffees und Trump, der Twitterkönig, Präsident der Amerikaner. Dazwischen liegt der amerikanische Traum. Ein junger Mann aus dem Jemen mit amerikanischem Pass (das soll im Verlauf des Buches noch sehr wichtig werden) und einer Menge Schulden will Kaffee importieren aus dem Heimatland desselben. Richtig gelesen: Der Kaffee stammt aus dem Jemen, beteiligt bei seiner Entdeckung waren die Ziegen des oben genannten Mönchs. Er lernt bei verschiedene Baristas, wird Q-Grader, geht nach dem Jemen, sucht zwischen minderwertigstem Kaffee Spitzenkaffee, findet auch welchen, besorgt Geld, will Spitzenkaffee nach USA importieren, kommt im Bürgergrieg im jemen zwischen die Fronten - einen irre Geschichte. Ihr alle wißt wie ich die Einkäufer von Tee bewundere, ihre weiten Reisen und ihre Mühsal, die sie machen für unseren Genuß. Lest die Geschichte von Mokhtar und ihr werdet euch noch tiefer verbeugen vor den Leuten die uns couchpotatos den guten Stoff besorgen. Sei es nun Tee oder Kaffee! Fazit: unbedingt lesenswert! P.S. Jetzt weiß ich auch wie man einen weißen Mercedes defäktiert (S 31.32), das ist nämlich das erste was Mokhtar sieht als er mit seinen Eltern nach San Francisco kommt. Ich weiß schon warum ich lieber zu Hause bleibe
  39. 3 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi sehr schön! Eine gute Yixing möchte ich bei aller Liebe zu der osteuropäischen Keramik nicht missen @topic: Heute ist ein Tee im Kännchen, den ich eigentlich schon lange habe (und auch schon des öfteren getrunken habe) aber irgendwie noch nie einen Eintrag dazu gemacht habe: der 2007er Jincha von YQH. Ein sehr fest gepresster Jincha (feste Pressung und kleinteiliges Blatt sind die Gründe, warum ich meist kein Freund von Jinchas, Tuochas und Zhuangchas bin), bei dem die Adstringenz zwar vorhanden aber trotzdem nicht zu intensiv ist, sondern durch eine weiche Textur und ausreichend schwerem Körper punkten kann. Das spannendste an dem Tee ist aber ganz klar die Yang-typische leicht medizinisch-mentholige Lagernote - wenn man diese mag ein sehr angenehmer, ordentlicher Tee für einen für YQH fairen Preis, dem es zwar an Besonderheiten wie dem Stoner-Qi des Tejipin fehlt, dafür aber auch nur einen Bruchteil davon kostet - quasi ein Nobel-Daily-Drinker
  40. 3 points
    phoobsering

    Grüner Tee ohne Koffein zum Abnehmen

    Nutella ist Nutella ist jetzt wirklich der letzte dr.... als nahrungsmittel, zucker und mit eins der schlechtesten fette. Würde auch aus mehreren grunden davon abraten. Fett in verbindung mit schnellem , den GI hochtreibenden zucker, steuert dich geradewegs in ne insulinresistenz, wenn du nicht viel bewegung hast. also grade vorm ins bett gehen die schlechteste wahl . bei den amis ist genau diese kombi im zusammenhang mit trägheit der grund für fettleibigkeit und diabetes. Dann besser ein vollkornbrötchen mit nem gekochten ei oder Nüsse will jetzt nicht so drauf eingehn, ist hier total offtopic und ufert dann auch wohl aus , aber an sich brauchts eigentlich weder hungerphasen noch bewusstes stoffwechselanregen, sondern einfach nur ein bischen (oder auch etwas mehr) disziplin beim essen und bewegen. und etwas verantwortung seinem Körper gegenüber, auch mal was gesundes, nicht zich fach lebensmitteltechnisch verarbeitetes zu essen . Die menschen kümmern sich immer um so viel, aber um das wertvollste ,ihren eigenen Körper und Seele, meist erst wenn sie gegen die wand gelaufen sind ^^ Und dann muss natürlich immer die schnelle patentlösung her. Aber sich auf 120kg hochzufressen (und trainiern) und dann innerhalb 4 bis 5 monaten auf 100 kg runterzudiäten (mit unglaublichem körper fett), ist erstens total ungesund und verlangt zweitens ne disziplin, wie sie vielleicht 0,01% aller menschen hat.
  41. 3 points
    seika

    Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?

    Danke. Das werde ich der Gönnerin ausrichten. Mit diesem Geschenk hat sie auch meiner Meinung nach sehr guten Geschmack bewiesen. @SoGen Wenn ich es richtig verstanden habe, dann nennt man diese Art der Glasur insbesondere bei Shōdai-yaki namako gusuri oder namako yū (海鼠釉), auf deutsch (eher umschmeichelhaft) Seegurken-Glasur, da die dunkelblaue Farbe mit der hellen (weißen) Schattierung einer Seegurke ähneln soll. Nichts desto trotz dürfte es sich um eine ähnliche Technik wie bei der Hasenfell-Glasur (nogime yū) handeln. Jetzt brauch ich noch eine Schale für den Sommer, und eine für... Schrecklich ist das, wenn man einmal infiziert ist.
  42. 3 points
    Paul

    Philosophie am Teetisch

    Na, @GoldenTurtle riecht das nicht schon ein wenig nach Verschwörungstheorie? und übertreib's mal nicht mit der Liebe - auch nur ein anderes Wort für Gushu
  43. 3 points
    @GoldenTurtle Nein, ich war letzten Sommer zum gleichen Event in Frankfurt... In Zürich war ich im Jahr davor, wäre gerne öfter da, dafür treibe ich mich gelegentlich bei Helmut und/oder Felix in Köln herum, im Oktober habe ich´s sogar zu TKK in den hohen Norden geschafft und gerne auch bei Herrn Thamm in Frankfurt + Gewürzhaus Schnorr ( gerne auch, wenn Jiri dort ist) --- und wenn ich das richtig verstanden habe, kommt Atong Chen diesen Sommer nach Zürich (und Frankfurt) ? Das wäre ja mal eine Gelegenheit zum Sich-Sehen?! (Wenn die Kröte nicht zum Berg kommt kommt der Berg zur Kröte?)
  44. 3 points
    GoldenTurtle

    Tees wie Keiko Shincha classic

    @Harry Caterpillar Na, du musst halt auch auf die Region schauen. Wenn du eher süsslich/fruchtig suchst, dann teste Tees aus dem Süden Japans, z.B. aus Kagoshima. Wenn du auf eher bitterere dafür komplexere Tees stehst, empfehle ich dir persönlich Tees aus Honyama in Shizuoka. Das liegt zudem etwas erhöht und die Pflanzen sind dort erst ein paar Wochen später bereit für die Ernte, haben dafür entfernt vergleichbar dem Riesling in unseren Breitengraden durch die Kühle der Nacht mehr zu bieten als nur die Frucht eines australischen Rieslings, nämlich Komplexität, wenn der Winzer dies herauszukitzeln vermag, so auch der Teebauer. Bildquelle Und zur Empfehlung: dies ist noch immer der Sencha meiner Wahl (die neue Ernte kommt wahrscheinlich bald).
  45. 3 points
    Paul

    Tee in der Literatur/Poesie

    Diesmal eine Empfehlung für ein Buch, das man leider vor dem Rechner lesen muß! https://im-tee-raume.zenwort.de/index.html "Das vorliegende Buch ist betitelt mit Zen-Worte im Tee-Raume. Das mag für diejenigen, die mit der Teezeremonie nicht allzu vertraut sind, erkärungsbedürftig sein. Die „Zen-Worte“ Bohners beziehen sich auf die Schriftrolle mit Kalligraphie, die im Teeraum in der dafür vorgesehen Nische Tokonoma aufgehängt sind, und die vom Tee-Meister (cha’jin) der Jahreszeit und dem Anlaß gemäß gewählt und gewechselt wird. Diese „Zen-Worte“ sind natürlich auch immer Kōans und haben einen meditativen (Zen-)Hintergrund. Dies insbesonders, da Stille bei der Teezeremonie oberstes Gebot ist. Bohner hat mit seinem Ausdruck „Zen-Worte“ die Doppeldeutigkeit perfekt beschrieben. Der japanische Titel des Originals liesse sich auch viel nüchterner mit „Die Schriftrollen im Teeraum – Bedeutung der Zen-Terminologie“ wiedergeben. Hermann Bohner war, etwas zum Leidwesen seiner Frau, ein Liebhaber und Sammler von kakemono (掛物). Wie aus dem einleitenden Zitat erkennbar, handelt es sich bei diesem Buch um ein Werk, daß mehr mit Zen als mit der Bereitung von Tee befaßt ist. Die Anzahl von sechzig, der durch Akaji ausgewählten Sinnsprüche, ist eine bedeutungsvolle Zahl: Im ostasiatischen Kulturkreis gilt das Durchleben von den fünfmal zwölf Jahren des chinesischen Kalenders als ein voller Lebenszyklus." Meine Empfehlung: UNBEDINGT LESENSWERT
  46. 3 points
    Weisst du was witzig ist, unser guter Formosa Wulong hat den Tee auf dem Lala Shan höchstwahrscheinlich mitproduziert. Zu dieser Zeit war der liebe Teefreund dort und hat eine Ausbildung bei Atong gemacht, er wurde auf dem Lala quasi outgesourced. @Anima_Templi Hier ein Foto von meiner Budget Yixing von Jie. Also ich hab sie nicht neu, bestimmt ein Jahr oder so. Kurz das Preiswerteste, was ich persönlich aus Yixing kenne. Und glaubt mir, ich habe geschätzt schon etwa aus 100 Yixing Kannen getrunken. Und nein, es ist keine Zwieback Kanne! Besonders ist die Härte und Dichte, ich denke vielleicht deswegen lässt sie auch geschmacklich viele andere Yixing alt aussehen. Gut, es kann natürlich auch an der Authentizität des Tones liegen - diese ist kaum zu übertreffen, wir kennen den Typen persönlich der ihn lagert und junge Yixing Künstler fördert, und bereits sein Vater ist schon lange ganz tief drin in der Yixing Welt. Der Ton ist zudem so hoch gebrannt, der Klang ist fast wie wenn zwei Schwerter aufeinander treffen. Je metallischer, desto besser - je dumpfer, desto schlechter die Kanne. Keinerlei Bildbearbeitung, und nein, die Kanne ist auch nicht mit Olivenöl poliert und wenn ich schon dabei war, habe ich auch noch gleich einen 200g Sheng Single Storage Bambuskorb daruntergehalten. Ein Teefreund wollte mir sämtliche, die ich davon habe abluchsen. Ich hab davon mal aus China importiert, aber es war etwas aufwändig. So, dann machts gut liebe Teefreunde, schönen Sonntag euch
  47. 3 points
    Witzige Teehaus-"Innendeko" im Tee Kultur Park in Wuyishan: Vielleicht wär diese Kanne auch noch was für @TimEck ... für den grossen Durst ... Hmmmm, erinnert mich an alte, schlichte EOT Designs mit einem Touch famer-leaf und W2T ...
  48. 3 points
    Paul

    Beratung für die erste Tonkanne

    Was sind wir doch für ein nettes Forum! Wir treiben junge unbedarft Anfänger die ebensolche Fragen stellen in existenzielle Krisen Aber wer sagt, daß der Teeweg leicht und einfach ist.
  49. 3 points
    doumer

    Beratung für die erste Tonkanne

    @TimEck da hast du dir ein sehr kontroverses Thema zum Start ausgesucht - wo der eine gar nichts schmeckt, schmeckt der andere Welten, dazu kommen höchst unterschiedliche ästhetische Vorlieben etc. Letztlich kann dir keiner DEN korrekten Rat geben, da du es für dich selbst ausprobieren (ohne fundierte, selbst durchgeführte Vergleiche hat eine Aussage keinen Wert) und entscheiden musst. Daher kann ich dir auch nur meine persönliche Meinung sagen, die zugegebenermaßen etwas Puerh-lastig ist: Eine gute Yixing (Zhuni oder Zini) ist absolut Gold wert - im Durchschnitt bekommt man hier definitiv die besten Ergebnisse, weshalb ich neue Tees auch immer erst mit einer Yixing beurteile, bevor ich mit anderer Keramik spiele - die Yixings sind sozusagen meine Arbeitspferde. Aber leider hat @Paul hier auch recht: gute Yixing-Kannen sind leider teuer, insbesondere wenn man etwas handgemachtes möchte (von Künstlern mit entsprechenden Zertifikaten ganz zu schweigen) - wenn es auch eine Workshop-Kanne tut, schau mal hier: https://www.pu-erh.sk/filter/?categories=yixing-all Zumindest die im Bereich von 300€ sind sehr ordentlich - zwar nicht von einem Künstler der 1000sten Generation bei Vollmond nach jahrelangem philosophieren über die Dekorationsmöglichkeiten hergestellt (sorry, kleiner Seitenhieb am Rande ) aber top Preis-Leistung, habe selbst davon eine, die ich sehr gerne nutze! Wenn du weniger ausgeben möchtest stimme ich @Paul zu, dass du mit einer Nicht-Yxing besser beraten bist - gerade die Stücke von den Osteuropäischen Künstlern machen viel Spaß, solange man die Ästhetik mag - jeder hat hier seinen ganz eigenen Stil und die Werke somit einen einzigartigen Charakter Aber sofern du dir nur eine Kanne kaufen möchtest würde ich dir eher zu einer innen glasierten raten (also auch wieder die Beispiele von @Paul ) - ich bin zwar ein absoluter Fan von unglasierter Keramik aber du musst dir bewusst sein, dass unglasierte Kannen definitiv den Geschmack beeinflussen (zumindest für mich, siehe Hinweis oben), was toll und spannend sein (ich möchte es nicht missen!) kann aber nicht immer passend, insbesondere bei Tees mit hohen Noten wie Oolongs. Zumal es hier nicht nur darauf ankommt, wie grob oder fein ein Ton ist, sondern auch wie dieser gebrannt wurde - z.B. kann auch ein recht feiner Ton einen erheblichen Effekt haben, wenn dieser wie z.B. die schwarzen Duchek-Kännchen sehr stark reduzierend gebrannt worden ist.
  50. 3 points
    GoldenTurtle

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Warme Frühlingsgrüsse an euch meine lieben Teefreunde mit 60er Yiwu Huangpian. Der Magnolienduft ist herrlich dazu. Ich hoffe ihr könnt die Natur auch etwas geniessen.
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