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Beliebteste Inhalte seit dem 17.07.2018 in allen Bereichen

  1. 18 points
    Ich bin mir nicht sicher wo ich diesen Post veröffentlichen soll also habe ich den jetzt hier gemacht. Am 04/08 und 05/08 gab es die internationale Keramiktage in Oldenburg. Da ich dort wohne, bin ich losgezogen um nach Künstlern zu suchen die für einen Teetrinker interessant sein könnten. Hier sind Bilder die ich gemacht habe. Am Ende gibt es Namen und Kontaktdaten der Künstler. Ich mache insgesamt schlechte Fotos aber ich hoffe die geben zumindest einen Eindruck von was es da gab. Ich habe die üblichen Riesenkannen für westliches Teetrinken übersprungen. Ich finde es gab eigentlich mehr Skurrilitäten als wirklich Teeware die ich kaufen möchte, aber eine Schale habe ich mir doch besorgt. Na dann, los geht’s. Rachel Woods aus England macht hübsches Zeug. Nur diese Sake Becher sind aber eigentlich für Tee geeignet. Jeremy Nichols aus England macht wirklich verrückte Designs. Man mag das oder nicht, es ist ein Hingucker. Die Kannen hier haben eine Füllmenge von 200ml. Sehr gutes Gleichgewicht und sehr stabil trotz der Erscheinung. Ich glaube auch es gibt ja so einen Loch am Deckel wie beim chinesischen Tonkannen um die Flüssigkeit zu stoppen. Chikako Inaba. Mein persönliches Highlight. Es ist Ton mit Glasur und kein Porzellan. Ich habe ein Schälchen gekauft und bin ziemlich froh darüber da ihre Artikel sonst online nirgendwo zu finden sind. Insgesamt scheint alles groß aber es ist sehr trügerisch. Diese 5 Schalen da haben ungefähr 60ml Füllmenge, nicht mehr. Hier habe ich keinen Namen aber das kann ich nach bedarf finden. Es ist eher die Skurrilität die mich interessiert. Diese eckigen Schlane scheinen so das komplette Gegenteil von was ich suche. Ich mag Funktionalität und das scheint ja gar nicht funktional, vor allem die mit den breiten Boden. Margaret Curtis und ihr Mann scheinen so das teuerste Zeug zu haben. So ganz habe ich nicht verstanden was es so besonderes an den Schalen bei der Herstellung ist, aber sie sind sehr hübsch und mein Foto kann das leider nicht wirklich rüberbringen. Hier ist die Arbeit des Mannes, Eddie Curtis. Beide sind, glaube ich, Schotten. Mein Foto ist heir schlecht, aber schaut euch die Webseite von den da, ich habe nie sowas gesehen. Und es ist natürlich dementsprechend teuer. Birke Kästner. Diese Kannen scheinen sehr gut für taiwanische Oolongs zu sein. Sie haben auch einen eingebauten Sieb wie ein übliches Yixing-Kännchen. Insgesamt hält sich gut in der Hand. Susanne Lukács-Ringel. Die kleinsten kannen die es gab, die unterste geht an die 120 ml ran. Eigentlich gut für Gongfu, auch eine Abkühlkanne ist rechts dabei. Die Kannen sind sehr leicht und haben auch dünnere Wände. Die lokale Oldenburger Produktion aus den örtlichen Keramik-Atelier. Geschmackssache. Mir gefällt es aber doch nicht genug um meine Schrank damit noch zusätzlich zuzumüllen. Finn Dam Rasmussen aus Dänemark. Relativ hübsche Schälchen. Und hier die Buisness-Cards, falls jemand die sich notieren will. Es gab hier ein paar Posts über europäische Keramikmacher, ein paar neue dazu sind vielleicht hilfreich. Hier ist mein Einkauf von Chikako Ibaba. Sehr Nett die Frau. Es ist definitiv hübsch aber trügerisch. Erstens, es ist sehr viel kleine als es aussieht. Ich habe es gekauft und dachte da passt ruhig 60-70ml rein. Nichts da, es ist 35ml und kein Tropfen mehr. Das hat mich schockiert. Zweite Sache: trotz des fancy Designs, es ist sehr ergonomisch. Es liegt wunderbar in der Hand und an den Lippen. Seht ihr die kleine asymetrische Stelle am oberen Rand? Das ist perfekt um stabil dort einen Finger zu setzen. Wirklich sehr stabiles Schälchen. Ich freue mich schon sehr darüber.
  2. 11 points
    Matcha Samidori Heute ist es seit langem einmal wieder so weit - ein Matcha ist in meiner Chawan gelandet. Im Rahmen einer Teebestellung bei @cml93, habe ich mir auch einen seiner Matchas gegönnt. Ich habe ihn recht hoch dosiert. Zwar immer noch weit entfernt von Koicha, aber trotzdem kernig. Der Beschreibung auf der Seite stimme ich voll zu. Der Tee ist wunderbar ausgewogen was Süsse und Bitternis angeht. Ein volles, wunderbares Aroma, dabei nicht überschwänglich. Der belebende Effekt hat es in sich, und ich war wirklich platt von der Arbeit... (9 Stunden lang bei 35°C MAG-Schweissen schlaucht ganz schön... ) Die Preis-Leistung ist, wie gewohnt bei seinen Tees, exzellent. Schaut doch einfach das herrliche Grün...!
  3. 10 points
    miig

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ja, sehr hübsch allerdings. Hachja, Siam Tee... da werd ich gleich ganz nostalgisch. Ist der Herr Kaper also auch noch aktiv Ich hatte heute das zweite anonyme Muster von @nemo in der Tasse. Der frische Duft der trockenen Blätter lässt es sehr wahrscheinlich wirken, dass es sich um einen 2018er Sheng handelt. So einen hatte ich das ganze Jahr noch nicht. Spoiler: Das wird sich rächen... Das trockene Blatt ist sonst nicht zu aussagekräftig. Sie waren gepresst, die Blättchen, aber erwartungsgemäß locker. Ich geh dann mal her und mache... keinen Waschgang, ich bring's nicht übers Herz, sondern gieße gleich auf. Die Blätter nach diesem Aufguss sind eindeutig sehr jung, mit einem intensiven Aroma, das mich aber mehr an Gemüse erinnert, als an Blüten oder Früchte. Der Aufguss ist relativ dunkel für so einen jungen Tee, mit einem leuchtenden Gelb, das sogar zarte Anklänge von orange aufweist. Auch an den Blättern sieht man deutliche Röstspuren, der Sheng wurde wohl nicht als Grüntee verarbeitet. Dies ist öfter mal der Fall, wenn Produzenten damit rechnen, dass die Tees jung getrunken werden und nicht reifen sollen. Das ist aber nur punktuell der Fall. Der Aufguss hat keine erkennbaren Röstnoten, totgebacken wurde das Blatt keinesfalls. Überhaupt hat der Tee viel Power und ein starkes Mundgefühl, auch wenn mir das Huigan nicht als zu dominant auffällt. Bitterkeit und Adstringenz sind vorhanden, aber bleiben im Hintergrund. Ich gieße den zweiten bis vierten Aufguss direkt hintereinander, und es rächt sich, dass ich meinen Gewohnheiten gefolgt bin, die bei den 17er Tees noch gut tragen: Relativ lange Aufgüsse mit kochendem Wasser. Dieser Tee verträgts nicht, die Adstringenz wird unangehem präsent, ja, dominant, und es zwickt ganzschön im Magen. Es fällt auf, wie wenig Blütenaromen vorhanden sind, ich finde, der Tee ist schon fast pikant, erinnert mich an Grillgemüse (technisch gesehen ist er das ja auch ) Klassischer Anfängerfehler! Ist mir etwas peinlich . Ich brauch eine Pause, und muss erstmal eine Scheibe Brot essen, um den Magen und die Geschmacksknospen zu beruhigen. Danach geh ich moderater ran: Das Wasser wird einmal durch den Pitcher geleitet, um ihm ca 15°C zu nehmen. Der Tee dankt's: Der Körper wird kräftiger, die Adstringenz kehrt zu einem gut handlebaren Ausmaß zurück, Bitterkeit ist ohnehin nicht viel vorhanden. Die Aromen sind so üppig wie bisher selten, erinnern mich an asiatische Gerichte, die man auf einer duftenden, frisch gemähten Sommerwiese genießt. Jetzt kommt auch eine Art Fruchtigkeit dazu, ich denke an Papaya. Man merkt, der Tee braucht Zeit, und Ruhe. Man sollte ihn wie ein Gläschen Likör schlürfen, dann überwältigt die Intensität auch nicht so, und jetzt kann ich auch das starke Körpergefühl genießen. Die letzten Aufgüsse sind klar und ruhig, eine Papayanote nimmt mittlerweile die zentrale Stellung ein, und wird von würzigen, grasigen Noten umgarnt. Dafür, dass es nur 6,5g waren auf die große 200ml-Kanne, sind 8 gute Aufgüsse eine sehr respektable Ausbeute, und da ginge noch mehr, wenn man denn mit genug Geduld gesegnet wäre Auf jeden Fall ein schöner, wertiger Tee. Ich tu mir schwer, ihn einzuordnen, weil ich etwas raus bin aus den ganz jungen Shengs, und weil ich die ersten Aufgüsse verbockt hab Aber ich würd auf was von älteren Bäumen tippen, das allermindestens 30€ / 100g kostet. Wäre interessant, da mal einige weitere Versuche zu machen, um zu sehen, wie er sich gibt, wenn man ihn mit etwas mehr Sachverstand aufgießt.
  4. 9 points
    teekontorkiel

    Ärgernis des Tages

    Nicht nur die armen Amazonistas, sondern auch die zustellenden Dienstleister. Die müssen unter Hochdruck diese Sendungen bevorzugen, was die Kunden kleiner Händler extrem benachteiligt. Durch Blitzversand-weil-kost-ja-eh-nix-hin-und-her-Retouren wächst in unserer Gesellschaft ein völlig unrealistisches (und unnötiges) Erwartungsbild heran was Tempo und Kostenübernahme für Versand und eventuelle Retouren angeht. Da kann sowieso kein kleiner Teehändler mithalten, egal wie sehr er sich bemüht. Dafür kann er aber mit andere Qualitäten im fachlichen Servicebereich punkten die Amazon niemals schaffen wird - und das ist viel mehr wert als die Zeche anderen aufs Auge zu drücken. Man muss sich auf das Gute besinnen und den Tee genießen - nicht immer alles be- und verurteilen. Accept the things you cannot change. Cheers. PS: Und Danke für Deine mitfühlenden Gedanken liebe Raku. Es gibt tatsächlich unglaublich viele Menschen die, wenn die Zustellung nicht am folgenden Werktag stattfindet, eine Beschwerde einreichen. Leider hat DHL regelmäßig Paketstaus und da bleiben Sendungen in den Verteilerzentren halt mal liegen. Da hilft nur eine dicke Portion Gelassenheit und guter Tee kann dabei sehr nützlich sein.
  5. 9 points
    Raku

    Ärgernis des Tages

    Ich finde es ja schon etwas gruselig zu lesen, was die Leute sich heutzutage alles optimiert und perfektioniert wünschen und jegliches Menschelnde oder Persönliche als Makel ansehen und dann sogar über Stornierungen nachdenken. Denkt doch mal nach! In welchem Bereich befinden wir uns? Die meisten - auch international tätigen - Händler werden ihre Shops nur nebenbei betreiben. Und selbst wenn sie es als Haupteinnahme betreiben, was sind das für Forderungen, die ihr da als Maßstäbe ansetzt? Es geht hier um Tee und wir sind weder an der Börse noch in der grossen Wirtschaft - und dann stellt ihr solche Erwartungen auf? Genuß wird ganz gross geschrieben, bis ins kleinste Detail zerpflückt und optimiert. Und alles muss pünktlich und genau sein, perfekt geliefert und dann zubereitet... Wie weit weg sind so manche vom Tee und dem Weg? Es kommt ja auch immer darauf an, welchen Weg man für sich wählt.
  6. 9 points
    seika

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Zwei Mal Kamari-cha aus Amakusa, ein Mitbringsel vom Wochenende. Links Shimizu Seicha Tokujō und rechts Sumoto Seicha Tokusen. Beide werben mit (früheren?) Erfolgen beim Nationalen Teewettbewerb auf der Packung. Waren auch in etwa gleich teuer. In Amakusa wird traditionell eine flache Kama, im Gegensatz zur sonst üblichen tiefen Kama, verwendet. Ob das bei diesen Tees auch der Fall ist, kann ich nicht sagen. Leider finden sich so gut wie keine Informationen auf der Packung, ausser dem, was man auf dem Foto sieht. Werde einen der beiden demnächst probieren. Des weiteren kam Nachschub aus Ashikita: 2 x handgepflückter Kōshun Schwarztee (Frühling), 1 x Benifūki Schwarztee Sommerpflückung und 1 x Kōshun Kamari-cha. Letzteren habe ich vorletzte Woche ausgetrunken, da er mir aber so gut gefallen hat, musste ich mir noch etwas bunkern, bevor er nicht mehr zu bekommen ist. Für @GoldenTurtle noch zwei Bonusbilder aus Amakusa. P.S. eine neue Teeschale von Maruoyaki gab es auch.
  7. 8 points
    cml93

    Teegrüsse von unterwegs (Ausflug/Reise/etc.)

    Ein paar kleine Eindrücke von meiner knapp zweiwöchigen Reise durch Kyushu und Shikoku. Ein Yabukita-Teefeld von Herrn Nishi, Kirishima (Kagoshima) Die Saemidori - und Yabukita Teefelder von Herrn Miyazono, Imuta (Kagoshima) Zwei Zairai-Felder von Herrn Kajihara, Ashikita (Kumamoto). Das obere ist sogenannter "Yama-cha" (Bergtee), d.h. ein Zairai-Feld in den Bergen, was sich immer weiter verpflanzt hat und komplett natürlich ohne Dünger angebaut und ausschließlich per Hand gepflückt wird. Ein Stopp in Sagara bei Herrn Kazuo Watanabe und seiner Frau. Ein Teefeld von Herrn Kai, Takachiho (Miyazaki) Der Blick auf die Teefelder von Herrn Korogi, Gokase (Miyazaki) Ein Meiryoku-Teefeld von Herrn Harajima, Yame (Fukuoka) Ein Yama-cha-Teefeld von Frau Kunitomo, Otoya (Kôchi)
  8. 8 points
    Paul

    Ärgernis des Tages

    Erstens kannst Du in Europa bestellen. Zweitens wirst Du ihm ein Ohr abgekaut haben, á la: ich bin der kleine @VanFersen und will das und ich will das oder lieber das ..... Drittens find ich Dein Genöle recht kleinkariert. Werd mal erwachsen. Das mußte mal gesagt werden!
  9. 8 points
    paxistatis

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich mach mal weiter, erneut einer der teuren Oolongs aus meiner letzten Bestellung und ich glaube man könnte ein wenig von Kampftrinken sprechen, allerdings war ich allein, ob das zählt? Kurz der Tee: Formosa Dong Ding 2017 Qingxin Gui Fei, 3.5 gr auf 100ml, Wasser zwischen 90-100°C, Ziehzeit mit 30sec begonnen, sehr langsam gesteigert, ungefähr so 30, 30, 35, 40, 40, 45, 50, 60 usw. bis auf 6min (dann aber in 30/60sec schritten ;D ) Am usw. erkennt man schon warum kampftrinken oben steht: Ich habe 3h getrunken und so knapp 15-20 Aufgüsse getrunken.... Ich glaube das sollte man nicht täglich machen, aber der Tee ist klasse. Deswegen komme ich jetzt auch direkt mal zum Tee: Vom Geruch sehr interessant, ich empfinde ihn als recht herb bzw. "hart". Nicht unangenehm, aber definitiv auch kein Fruchtduft oder was süßes. Daher auch Hart: Er haut schon ordentlich zu, aber mit gutem, herbem Geruch Zum Geschmack: Der Beschreibung "süß" kann ich definitiv zustimmen und eine interessante Beobachtung aufstellen: Ein sehr starker Unterschied zwischen Geruch und Geschmack. Die Süße ist frei von jeglichen Bitter/Rauch oder Röstaromen, eine ruhige Süße sorgt dafür, dass die ersten drei Aufgüsse sehr schnell getrunken sind. Der vierte ähnelt dem dritten auch noch, allerdings merkt man da, dass es ein Oolong ist, der noch andere Aromen versteckt: Die Süße war vorher eher wirklich Karamell, wie beschrieben, aber langsam kommt ein prickeln hinzu, ich glaube das ist mit "mineralisch" auf der Beschreibung auch gemeint. Ähnelt dem prickeln eines sauren Bonbons, allerdings nicht vorne/mittig auf der Zunge, sondern eher im hinteren, mittleren Bereich der Zunge und im Rachenraum. Ist eine interessante Kombination, die so bis zum 8. Aufguss so bleibt. Der Geschmack bleibt ab dem 8. auch, schiebt sich allerdings in den Hintergrund und das herbe kommt hervor. Mich erinnert der Geschmack an Bitterschokolade, allerdings nicht zu viel Kakao, eher so 60%? Dieses Karamell verschwindet im Hintergrund und tauscht mit der Schoki Wobei das Aroma nicht konstant bleibt, ich hab so das Gefühl, als ob jemand immer mal wieder Honig eingemischt hat, der ebenfalls noch im Rachenraum prickelt . Mittlerweile beim 12. oder 13. Aufguss verschwindet auch das und ich merke, dass der Tee, übrigens schöne Blätter, langsam an Kraft verliert. Die Schokolade räumt das Feld und irgendwie will niemand direkt dazukommen. Also bleibt weiterhin ein süßlicher, nicht mehr so aufdringlicher Geschmack von Karamell mit prickelndem Honig. Allerdings nicht mehr so stark, daher lassen sich die letzten Aufgüsse wieder recht süffig trinken. Abschließende Worte daher: Sehr lecker, sehr ergiebig, ich finde es beeindruckend wie diese doch recht dunklen Blätter gar nicht bitter oder geröstet schmecken, sondern wirklich etwas süßes hervorbringen. Der Geschmack hallt übrigens auch noch recht lang nach. Definitiv ein guter Oolong, den man vielleicht gut nutzen kann, um zu zeigen, wie viel Ausdauer ein Tee hat und dabei gleichzeitig recht süßliche (=Anfängerfreundlich?) Aromen hat. Das wars auch wieder von mir. Noch ein Bild von ein paar der Blätter:
  10. 8 points
    paxistatis

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute kam bei mir ein Paket mit diversen Oolongs und Pus aus Kiel an Konnte mich natürlich nicht zurückhalten und habe mir als Start ins Wochenende direkt einen Oolong gegönnt: Formosa Mingjian Rou Gui Old Style Zubereitung: 3gr/100ml, 90-100°C, Angefangen mit 60sec, dann etwas runter und dann wieder zurück auf 60s bis schließlich 5min... Fazit in einem Wort: wow... Längeres Fazit : Ich verstehe, warum Tees so teuer sein können. Der Geruch dieses Tees ist schon echt gut, sehr sanft, nicht aufdringlich oder irgendwelche zu starken Aromen.. Diese Sanftheit hat mich dann auch direkt im ersten Aufguss erwischt. Sanfte Süße mit einem Geschmack von Pflaumen oder auch süße Aprikosen... Der zweite Aufguss war ein Fehler von mir, 10sec zu lang, daher etwas bitterer als es sollte, blöd von mir, daher Aufguss 3-5 bei 40-50sec. Die Süße bleibt konstant bestehen, ich erwarte eigentlich langsam den Zimtgeschmack aus der Beschreibung bzw. wüsste gern was da kommen soll und so mit Aufguss 5 oder 6 sollte ja eigentlich eine Veränderung kommen, so mein Gedanke. Nichts da, stattdessen gibt es im 6. Aufguss tatsächlich kurz ein wenig Säure, ich würde es nicht Zitrone nennen, wie auf der Beschreibung, eher wie eine saftige, etwas säuerliche Orange, die sich zu Pflaumen und Aprikosen gesellt. Allerdings nur einen Aufguss lang, der siebte war dann wirklich wieder wie der dritte oder vierte und ich war verwirrt. Im achten habe ich dann gemerkt warum der Tee 1. teuer und 2. als ausdauernd beschrieben wird. Da kommt der "Zimtgeschmack". Für mich kein starkes Zimtaroma, eher eine Erinnerung an das Gebäck Zimtschnecken, falls das wer kennt. Also eine prickelnde Süße mit etwas süßlichem Teig und dazu dieser Zimtgeschmack. Sehr lecker, ich hab in der Teeschale nach Zimtschneckenteilen gesucht, aber keine gefunden... Muss sagen, dass mich das positiv überrascht hat, ich wusste nicht genau, was mich erwartet, hatte gehofft, dass es nicht so stark wird und wurde nicht enttäuscht. Dieser Geschmack hält sich dann noch ein paar Aufgüsse recht stark, dann wird er schwächer und geht in eine angenehme und einfache Süße über. Am Ende locken dann auch 5min mit 95°C nicht mehr viel aus den doch recht großen Blättern.. Abschluss: Ich bin begeistert von hochwertigen Oolongs, freue mich, dass ich mit den 10gr Packungen 3 Sessions machen kann und ich denke, dass ich sowohl morgen als auch Sonntag hoffentlich noch jeweils einen anderen hochwertigen Oolong probieren kann. Allerdings ist auch klar, dass man sich Zeit nehmen muss. Zum einen weil es viele Aufgüsse sind, zum anderen weil die Aufgüsse länger werden. Ich glaube ich habe am Ende so 2-2.5h gebraucht, 1.5-2l Wasser getrunken und bestimmt 15(?)+ Aufgüsse gehabt. Aber es war mal was anderes, wirklich null Röstnoten, keine Bitternoten (außer halt mein Fehler, aber da kann der Tee nix für) und deutliche (!) Veränderungen im Geschmack Aber auch kein Alltagstee. Zum Glück, kann man sagen ;D
  11. 8 points
    miig

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Endlich mal wieder ein Nicht-Puerh , sondern ein - huch! - Japan-Oolong. Ich hatte neulich mal geschrieben, dass alle Japan-Oolongs, die ich bisher probiert hatten, auch als Schwarztee hätten durchgehen können. Das hat die große Hilfsbereitschaft von @Raku auf den Plan gerufen und sie hat mir prompt netterweise einen "Miyazako Oolong "Minami Sayaka"" von @cml93 aka yutaka-tee zukommen lassen. Nundenn Das ist eine willkommene Gelegenheit, endlich mal wieder meine vernachlässigte Qualitätskyusu zu benutzen. Banko der Tokoname? Ach, ich weiß es nicht mehr. In jedem Fall merkt man ihr an, dass ich sie zu Anfang meiner Teetrinker-Leidenschaft gekauft hab, mit 300ml ist sie nämlich zu groß . Aber treu, und doch recht funktional, und ich fülle sie mit den 6 erhaltenen Gramm Teeblatt. Dieses ist ein hübsches, etwas ungewöhnliches, kleinteiliges Blatt - nämlich dreifarbig. Ein großer Teil, ca. 4/5 ist dunkelgrün, aber es sind Akzente mittels 1/5 hellgrün und 1/5 braunen Blatts enthalten. Wie man 6/5 Tee machen kann? Fragt die Japaner. Das trockene Blatt duftet ziemlich intensiv und erinnert mich eindeutig an bessere Vertreter der Gattung grüner Tieguanyins, mit intensivem Blütenstaub und etwas Feingebäck. Wurde dieser Tee eigentlich geröstet? Ich tipp drauf, aber wer weiß. Wie immer bei Japantee, wird er nicht gewaschen. Er behält seinen Charakter über mehrere Aufgüsse bei, die Anlehnung an Tieguanyin bestimmt die Aufgüsse. Er schmeckt somit relativ wenig 'japanisch' - ich nehme kaum Aromen von Algen, Meer oder anderem abgefahrenem wahr. Die schwarzen Oolongs aus Japan, die ich kenne, sind mitunter schon abgefahren, dieser Tee hier ist anfängerfreundlicher, aber ich hab den Eindruck dass mehr Umami vorhanden ist, und eine feine Würze. Besonders imponiert mir, wie er diesen Charakter über 5-6 Aufgüsse beibehält, und das bei nur 6g auf 300ml! Er bleibt intensiv und schwächelt nicht. Die ersten Aufgüsse mach ich mit kühlerem Wasser, und geh dann langsam den 95° entgegen. Ein wertiger, interessanter Tee, der meines Erachtens sehr an chinesischem Geschmack ausgerichtet ist, was für einen stolzen Japaner vermutlich an eine Beleidigung grenzt... sorry. Gefällt mir gut - aber ist mir persönlich etwas zu grün. Das hat nix mit der Qualität des Tees zu tun, sondern mit individueller Präferenz. Ich würd aber gerne weitere solche Tees probieren, ist schon interessant, was es da alles so gibt. Vielen Dank, @Raku, für diesen interessanten Tee!
  12. 8 points
    T-Tester

    Ärgernis des Tages

    Fäkaliensprache kommt nicht gut in einem Genießerforum. Schau, bei uns sagt man, dass ein Vogelschiss Glück brächte, und 12 Mal in deinem Leben heißt: nicht mal jeden 1000. Tag. Ich vermute, dass andere eine ähnliche Quote haben. Und wenn es immer dieselbe stelle ist, wo du die Hinterlassenschaft findest, wahrscheinlich ist genau oberhalb ein Platz, der halt besonders geeignet ist zu Ruhen. Meist genügt es dort einen Draht zu spannen, und die Vögel suchen sich einen anderen Ort. Was die kopflose Taube anbelangt, denk mal drüber nach, ob das die Taube mit Absicht gemacht hat oder eher jemand anderer dran schuld war.
  13. 8 points
    phoobsering

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    vielleicht sollte man so langsam das forum eher in pu-talk unbenennen und dann einfach nur ein unterforum "Alles andre an Tees " reinhauen ?! im becher: ein Kimura Oolong "Izumi" schön süüüss, fruchtig.. kommt in meinen augen daher wie ne melange aus nem okumidori shincha und nem feinen fruchtigen mellow jade oolong wieder volltreffer von Christian
  14. 8 points
    miig

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute gabs eine Blindverkostung eines anonymen Tees, danke @nemo. Überhaupt werden die Blindverkostungen viel zu selten gemacht, wird mal wieder Zeit! Aber genug davon. Parameter: Mir wurde gesagt, ich könnte ruhig mehr vom Tee nehmen, also hab ich üppige 12g auf meine 200ml Tonkanne verbraten und kochendes, mittelhartes Wasser verwendet. 1. Eindruck, trockene Blätter: Recht hart gepresste Stücke mit dunkler Farbe und erdigem Geruch, aber keinen Spuren von Feuchtlagerung. Recht klassisch für knapp 10jährige "Fabrikshengs" wie z.B. den Fuhai Menghai 7536. Man sieht auch die Muster maschineller Pressung, ich denke, die weißen Flusen sind Reste eines aufgeklebten Neifei, und kein Schimmel. 2. Eindruck, einmal gewaschene Blätter: Oha! Jetzt kommt eine sehr intensive feuchte Lagerung zum Vorschein. Es riecht schon etwas streng, aber noch nicht endbrachial - eher wie der "90s Hongkong Sheng" von white2tea, aber bei weitem noch nicht so derb wie der Nurgle-Fladen. In jedem Fall ein kraftvolles Aroma mit Holz, Waldboden und Kompost. Ein weiterer Waschgang scheint hier nicht übertrieben - dass die Pressung doch nicht so heftig ist wie es anfangs wirkte, merkt man daran, dass die Blätter jetzt schon gut auseinander gehen. Der Aufguss ist erst rötlich-orange, geht dann aber schon schnell ins rote, wenn man ihn etwas länger ziehen lässt. Sehr schön klar im Gegenlicht. 1. Aufguss (nach den Waschgängen): Angenehm! Ich bin sehr überrascht - er ist leicht, süßlich, etwas würzig. Gar nicht so heftig, wie anfangs erwartet. Ich geh also mit der Ziehzeit nach oben, da zeigt sich eann doch etwas mehr Kraft, mineralische Noten nehmen zu und der Komposthaufen rückt ein bisschen näher. Das Mundgefühl ist zurückhaltend-leicht, etwas "staubig". Nicht unangenehm, aber es hat nix öliges, erinnert mich jetzt an diverse Heichas. Ich lass ihn jetzt schon ca. eine Minute ziehen, da lässt sich eine Adstringenz erkennen, ein kreidiges Mundgefühl und, huch, sogar etwas Bitterkeit. Leicht kühlend, aber Huigan im klassischen Sinne ist da nicht so viel. Der 4./5. Aufguss kommt dann schon sehr dunkelrot raus, und der Tee wacht jetzt auf, und nimmt an Kraft immer weiter zu. Die Dichte wird immer größer, und die feuchte Lagerung tritt recht plötzlich in den Vordergrund, jetzt modert's schon ganz ordentlich, zugleich hat der Tee aber was von rohem Plätzchenteig. In jedem Fall eine schöne, hohe Intensität. Keinesfalls 'zerlagert', wie es bei so feuchten Tees öfter mal der Fall ist. Diese sind leider oft ziemlich flüchtig, wie ein unkonzentrierter älterer Herr (m/w), der interessante Geschichten zu erzählen hat, aber immer wieder den Faden verliert. Nicht so hier - konzis, konzentriert, aber nie wirklich nasty. Ein wenig im Bäuchlein zwicken tut er schon, aber 12 Gramm sind schon auch eine Ansage Jedenfalls steht er sehr stramm da, viele Liubaos mit diesem Feuchtigkeitsgrad geben nur 2-3 intensive Aufgüsse und sind dann schon leer. Hier ist nichts von irgendwelchem Schwächeln zu bemerken. Ich leg nochmal einen drauf und mach den 6. Aufguss über mehrere Minuten, das rot wird nochmal dunkler. Jetzt kippt es: eine adstringierende, junge Bitterkeit dominiert, auch wenn die feuchte Lagerung jetzt nicht mehr so sehr zu bemerken ist. Ich fühl mich ein wenig, als würde ich die ersten Aufgüsse eines etwas wüsten Assam trinken - mit derben Aromen und rabiater Bitterkeit. Kaum zu glauben, wie viel Wut in diesem Tee steckt, der so mild angefangen hat. Sehr wandelbar, der Geselle, so macht er grad nicht mehr viel Spaß. Das war's wohl. 7./8. Aufguss: Ich lass ihn immer noch recht langeziehen, aber nicht mehr gar so lang wie grade eben. Und siehe da, er findet tatsächlich nochmal zu einer guten Form zurück: Immernoch mit Kraft, und intensiver Note des Aufgusses, die feuchte Lagerung und der Kompost treten wieder hervor, jetzt wo die Bitterkeit nicht mehr alles überdeckt. Diese Aufgüsse sind dann nochmal komplex und interessant, auch wenn jetzt dann schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Fazit: Sicherlich ein Tee, der nur für Leute interessant ist, die mit feuchter Lagerung was anfangen können. Ist es ein Puerh? Ein Liubao? Schwer zu sagen. Wie alt? Trügerisch, bei solcher Lagerung. Ich tippe auf recht junges Blattmaterial, da die Bitterkeit so heftig wird - die große Ausdauer spricht allerdings dagegen. So hatte er wohl nur ein paar Jahre Lagerung, da er doch noch so viel Bitterkeit und so viele Aufgüsse übrig hat - dass er allerdings die feuchte Note nicht so sehr in den Vordergrund stellt, wie es bei anderen Tees der Fall ist, könnte entweder heißen dass er noch trockene Lagerung zum Auslüften bekommen hat, oder dass er gar nicht so feucht gelagert wurde. Vielen Dank @nemo für das Muster, ich bin gespannt auf die Auflösung. Hoffentlich sagst du mir nicht, dass es ein 2017er Tieguanyin ist aus dem Asialaden .
  15. 7 points
    Nira

    Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?

    neu im Fuhrpark.....eine 95ml Kanne von Inge Nielsen aus Belgien. Gefällt mir ausgesprochen gut....kann die Dame nur weiter empfehlen! @Tobias82
  16. 7 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Am späten Nachmittag ein Yame Shincha kaltgezogen. Viel umami, und ein herrlich frischer Duft im ersten Aufguss. Farblich, wie sich das für einen Fukamushi gehört, bis in den vierten Aufguss (hier im Bild) tiefgrün.
  17. 7 points
    teekontorkiel

    AKTION SOMMER 2018

    Genieße den Sommer 2018 mit 18% Rabatt Der ultraheiße Sommer 2018 führt zu einem kleinen Sommerloch in der Teebranche. Mit der AKTION SOMMER 2018 wollen wir dem entgegenwirken. Genieße Deinen Preisvorteil auf das gesamte Sortiment mit Deinem 18% Einkaufsgutschein! einlösbar bis zum Sonntag, den 5. August 2018 Dein Code lautet: AktionSommer2018 So geht’s: • den Warenkorb öffnen (es öffnet sich eine Schublade an der rechten Leiste) • NICHT auf das grüne Feld "zur Kasse" sondern auf das gelbe Feld „Warenkorb bearbeiten“ klicken • links im Feld den Gutschein-Code eintippen und bestätigen NEUE GRÜNTEES SIND DA! Aus Japan sind neue Sorten eingetroffen. WIE GEHT EIGENTLICH KALTAUFGUSS? Tee kalt aufgießen ist unkompliziert und lecker. Kaltaufgüsse klappen mit vielen Sorten von Oolong über Schwarz- und Grüntees bis hin zum Früchtetee. Wir haben Tipps für den Einstieg zusammengestellt. UMAMI ON THE ROCKS Eisaufguss ist Hochgenuss für Fans von Japantee So geht's: Behälter (Shibo, Glas, Kyusu ...) mit Eiswürfel befüllen ca. 2 TL beschatteten Grüntee dazu (Kabusecha, Gyokuro, Kabuse Shincha ...) Eis schmelzen lassen, abgießen und die frische Geschmacksexplosion genießen!
  18. 7 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Teelix oh, das hört sich spannend an! hihi, so kann man mal ein paar ordentlich bittere unter's Volk bringen (natürlich nur Spaß, mein es nicht böse) @topic: Dank des guten Wetters heute (endlich mal wieder nicht so heiß und ich liebe Regen) kam bei mir heute Morgen der 2018er Guafengzhai Guoyoulin (also die Version von den hohen, schlanken Bäumen im Wald, was bei prSK "Gaoshan" genannt wird, nicht die, die es aktuell noch zu kaufen gibt) von EoT ins Kännchen. Sehr schönes, dunkles und kräftiges Blattgut, das im nassen Zustand toll nach Waldhonig duftet. Der erste Aufguss ist im Gegensatz zu dem Aroma wenig süß sondern bietet einen wunderschönen mossigen Waldcharakter mit einer super schweren aber gleichzeitig weichen Textur, die einen sehr langen Nachhall hat. Mit fortschreitenden Aufgüssen kommt zunächst eine ganz leichte Bitterkeit hinzu, später eine dezente Süße während der moosige Charakter zwar etwas abnimmt, aber immer vorhanden bleibt. Einer der wenigen Pus, die es schaffen gleichzeitig schwer und elegant zu sein. Ein wunderbarer Tee, der hervorragend zu einem regnerischen Morgen passt
  19. 7 points
    Frau Mahlzahn

    Teezui 6 - Augenzeugensammelthema

    Achja: Die Teeabfälle. Die sind bereits auf dem Rückweg in den ewigen Kreislauf :
  20. 7 points
    teekontorkiel

    Teezui 6 - Augenzeugensammelthema

    Ein herzliches Dankeschön an @Joaquin für die Organisation der tollen Räumlichkeiten. Ein besonderes Danke geht an unsere liebe @Frau Mahlzahn für die gebackenen Leckereien. An @Paul für das gute Wasser und an viele weitere Teilnehmer für die spannenden Tees. Generell möchte ich meinen Dank an alle Teilnehmer aussprechen, das Event hat uns wieder große Freude bereitet. Die Teezui ist nicht nur eine schöne Möglichkeit neue Tees zu entdecken, nette Teemenschen zu treffen und sich auszutauschen, sondern beständige Teefreundschaften zu knüpfen die über Jahre hinweg weiter wachsen, diese zu pflegen und zu vertiefen. Es ist sehr spannend die Entwicklung der unterschiedlichen, auch der eigenen, Teewege zu erleben und zu sehen wie sich die Netzwerke kreuzen und verknoten. Tee verbindet auf eine einmalig schöne und harmonische Art. <3 Auf der einen Seite ist das Gehirn anschließend immer irgendwie platt von den vielen Menschen, Geräuschen und Inputs ... aber das Herz ist leicht vom Glück und etwas wehmütig, dass die Teezui schon wieder vorbei ist. Ich freue mich auf jeden Fall schon wieder auf die nächste.
  21. 6 points
    doumer

    Teetrinken mit Peter Stanik (prSK)

    Hallo zusammen, ich stehe gerade mit Peter Stanik von prSK in Kontakt, da er evtl. dieses Jahr nach Deutschland kommen würde und angeboten hat, an einem Wochenende im September ein paar Tastings zu veranstalten, wenn Interesse von uns besteht. Er bringt seine Tees und Utensilien mit, man kann jederzeit kommen und gehen, keine Kosten, einfach nur zusammen Tee trinken und sich austauschen. Das ist bislang nur eine spontane Idee, da wir uns auch so mal treffen wollten, d.h. Details müssten noch geklärt werden, aber da das evtl. auch noch andere hier interessieren könnte, dachte ich, ich frag mal nach Je nach Interesse würde sich eine Stadt mit ordentlicher Anbindung anbieten, die einigermaßen zentral gelegen ist wie z.B. Frankfurt (oder evtl. auch Kassel), damit zum einen Peter gut hinkommt und zum anderen Interessenten nicht ganz in den Süden müssen – Aichwald ist da leider etwas suboptimal gelegen Wie schaut's aus? Besteht daran generell Interesse? Zeit und Ort für alle vertretbar? Falls ja würde ich ihm das entsprechend zurückmelden und man könnte etwas detaillierter planen. PS: ich hoffe das Thema ist hier an der richtigen Stelle, sonst einfach verschieben, danke!
  22. 6 points
    TeeStövchen

    Fundstücke - Originell, Skurril, Absurd...

    Unglaublich, was man mit Matcha und Nanaminze so alles machen kann!! Ich creme mir damit jetzt sogar meine Füße ein
  23. 6 points
    Tobias82

    Cha Wang Shop

    so, und jetzt sollten wir doch alle mal wieder etwas runter kommen und zusammen mit @VanFersen froh und auch erleichtert sein, dass das viel diskutierte Paket mindestens schon mal "in transit" ist, also auf dem Weg nach Frankfurt/Germany, bzw. über eine Importstelle in Österreich abgewickelt wird. Aber auch die Zollabwicklung wird vermutlich genügend Stoff für weitere Kontroversen und Zerwürfnisse liefern... dann kommen auch wieder die zu Wort, die ja nur still mit lesen, aber gern bei Streitgesprächen mitmischen, wenn diese denn mal entstehen. Generell hat halt der gesamte Inhalt, was Verkostungen, Detailfragen zu Tee und Equipment, oder auch einfach persönliche Aussagen über den eigenen Stand bezüglich Teeweg angeht über die Jahre nachgelassen. Was mir persönlich jedoch trotzdem gut gefällt, dass man einfach Kontakt mit Leuten halten kann, die man sonst nach einem Treffen wie in Kassel, nie wieder gesehen hätte. Und dann finde ich schon allein "Welcher Tee ist heute in der Tasse" schön zu lesen, da man dadurch ja auch ein bsschen "was läuft gerade bei mir" mit bekommt.
  24. 6 points
    teekontorkiel

    Cha Wang Shop

    Jaaaa, das war mein erster Gedanke. Vor allem gegenüber der unschuldigen und wehrlosen Vogelwelt. Ich für meinen Teil feier den Gelassenheitsspruch, bzw. das Lieblingsgebet von @Joaquin - den sollten alle beherzigen. Und wenn man den, teilweise großartigen, Humor und die Intention hinter den Kommentaren erkennt, dann merkt man doch ganz schnell, dass nichts davon böse gemeint ist. Ich erinnere mich da an deutlich giftigere, intrigantere Zeiten im Forum. Es gab so schlimme Zeiten da hatte ich mich nie getraut überhaupt einen Pieps zu schreiben. Ich finde der Ton ist alles in allem deutlich freundlicher und harmloser geworden. Etwas provokanter Humor bringt Schwung in die Bude. Wenn wir uns alle immer nur kopfnickend zustimmen würden, dann wäre es sterbenslangweilig. Und wer austeilt, muss auch einstecken können.
  25. 6 points
    Quorton

    Endbericht über Hong Kong Oolongs.

    Nach eingen Wochen und mindestens 100g Tee, fühle ich mich bereit ein bisschen über diese Yanchas aus Hong Kong zu berichten. Wie manche es vielleicht schon gemerkt haben, schreibe ich oft mit Jay, den Teeverkäufer aus Hong Kong (TealifeHK) und auch mit anderen Usern auf einen Tee-Server auf Discord. Irgendwann lies ich mich durch die Beschreibungen überzeugen und bestellte vier Oolongs. Jay verkauft auch viele Pu'Erhs aber da ich keinen trinke, kann ich darüber nichts sagen. Zurück aber zum Thema. Hong Kong Oolong sollen üblicherweise ein ganz anderer Stil von Tee darstellen in dem sie deutlich höher geröstet werden als es jetzt üblich ist. Diese Röstungen sowie höhere Oxidation werden immer weniger populär was man gut mit den Extremfall Tie Guan Yin sieht. Ich persönlich trinke aufmerksam Tee seit jetzt 2 Jahren und seit ungefähr einen Jahr bin ich fast ausschließlich auf Yanchas fokussiert. Ich mag auch andere Tees aber da fühle ich mich am wohlsten. Dieser Post ist ein Sammelsorium an Eindrücken und Bildern aber keine Qualitätsbeurteilung oder irgendeine Kaufempfehlung. Der Grund: ich traue mir es nicht zu nach nur 1-2 Jahren. Zu meiner Yancha Erfahrung: ich habe fast das ganze Sortiment von Cha Dao in der Tasse gehabt (es lebe die Cha Dao Teeauswahl) inklusive einen hoch gerösteten Yancha der aber nicht im Online-Angebot war. Zusätzlich habe ich relativ viele Tees von "Die Kunst des Tees" probiert. Neben den zwei hier bekannten Verkäufern, bestellte ich Yanchas auch bei Mei Leaf und What-Cha. Ach, ja, die Tees. Paar Details zu Vorbereitung: 1) Alles wurde in einen 70ml Jianshui vorbereitet. 2) Ich fülle das Kännchen meistens bis zu einen drittel mit Teeblättern. Die Ausnahme ist der TGY, da war es vielleicht 1/4. 3) Kochendes Wasser. Immer. 4) Ziehzeiten nach Gefühl. Ich tendiere eher zu längeren als es üblich ist laut Internet-Gongfu-Meistern. 5) Aufgusszahl variiert zwischen 5 und 6 für jeden Tee. Vielleicht 7 für den TGY weil gerollt. Aged Da Hong Pao (2005-2006) Hier haben wir einen gealterten und hoch gerösteten Da Hong Pao. Unter Da Hong Pao versteht man alles und nichts. Ich persönlich bin der Meinung, dass DHP hat eine gewisse Note die immer präsent ist und auch sehr schwer zu beschreiben ist. Der Geruch ist hauptsächlich röstig aber was erwartet man beim trockenen Blatt. Die Farbe ist sehr Rot und ohne starken Licht wie hier, geht sogar ins wirklich dunklere. Ich hatte manchmal übertrieben Aufgüsse die eher richtig Shou Pu'Erh gingen. Und wenn man von Shou Pu'Erh spricht, das erste was mir hier Aufgefallen ist, ist diese sehr sanfte, kremige Konsistenz und Gefühl wie bei einen Shou. Ich habe ein paar Shou probiert und mochte diesen Aspekt, was mich erschreckte war das Aroma. Dieser DHP hat das charakteristische Aroma eines DHP aber es ist nicht sehr aufdringlich. Insgesamt aber sehr beeindruckendes Gefühl im Mund und ein sehr angenehmer Kaffee-artiger Nachgeschmack. Im Vergleich zu anderen DHP, ist der eher wenig explosiv. Dafür ist er sehr dickflüssig und kremig. Der Nachgeschmack ist auch eine angenehme dunkle Spiegelung des Tees in der Tasse. Auch Elemente von süßen Gewürzen sind präsent. Das Hong Kong Pendant zu Milchkaffee mit Schuss? Auch das leichte kratzige des Schnapses ist da. Classic HK Shuixian (grade 1) Das jetzt das mittlere Spektrum was Röstung angeht. Und das merkt man deutlich. Diese typische Röstaromen sind hier eben fehlend. Die Röstung soll nur den Teegeschmack selbst verändern und nichts dazugeben. Man sieht es schon am Blatt selbst. Aber wie verhält es sich mit den Aufgüssen? Hier ist es deutlich heller. Und die Fruchtigkeit die aus der Tasse kommt ist etwas was ich noch nie in keinen Yancha hatte. Es gibt einen leichten süßlichen Karamel Aroma aber die Fructigkeit dominiert. Man hat zwei Aspekte: süße Fruchtigkeit und eher saure Fruchtigkeit. Das ganze bezeichne ich wie eine Mischung aus Erdbeeren und Grapefruit. Ich muss sagen, ich war nicht sehr begesitert davon am Anfang (hey, ich bestellte Röstaromen nicht das Ding da), aber mit der Zeit und mit der Ruhe ist es glaube ich sogar mein Favorit geworden (vielleicht). Die Ausgewogenheit ist der Schlüssel zum Erfolg hier. Zusätzlich ist die Fruchtigkeit wirklich ungewöhnlich und interessant. Der Tee wirkt eher an den Seiten der Zunge und auf den oberen mittleren Bereich. Würzigkeit ist nur in den Aromen. Three Stamp Shui XIan Jetzt fängst es an. Der Darth Vader der Tees. Die höchste Röstung des Ladens und vermutlich die höchste die noch sinnvoll ist. Vor allem ist die Röstung auch relativ frisch (2017). Das Blatt ist absolut dunkel. Riecht nach Röstung. Entsprechend tief rot ist der Aufguss. Dieser Tee hat die meiste Variation zwischen den Aufgüssen. Erster Aufguss wird von der Röstung dominiert mit Elementen der Würzigkeit. Allerdings finde ich eigentlich diesen Aufguss angenehm um auch die Röstung mal zu fühlen. Ich mag das. Der zweite Aufguss hat immer noch diese Röstung aber die Würzigkeit dominiert. So schmeckt für mich üblicherweise ein Shuixian. Es ist leicht säuerlich aber dieser Tanz auf der Zunge mit den Zimt und einen hauch Schokolade ist das Hauptelement. Weiter Aufgüsse gehen komplett in die Karamell Richtung. Kennt ihr die Riesen, diese Karamell Bonbons mit dunkler Schokolade übergossen? So ist das. Der Tee der am nächsten den steht ist der Bei Dou DHP von Cha Dao. Je mehr Karamell man hat desto weniger ist die Röstung spürbar. Auch die Würzigkeit nimmt ab. Insgesamt meine vollkommene Komfortzone. Eine Person bezeichnete den Geschmack als ein bisschen wie "Cola" was ja das gleiche wie ein hauch verkohltes karamell ist. Er merkte auch Kirsche wo ich leider nicht mithalten kann. Aber so sind die Geschmäcker: feiner und weniger fein (ich). High Fire Tie Guan Yin Jetzt kommen wir zum letzten Tee. Es handelt sich um einen TGY der von der gleichen Familie von Röstern wie der Three Stamp stammt. Sieht wie normaler TGY nur in schwarz. Die Farbe ist ein bisschen heller als die anderen Hochröstungen aber dunkler als der classic Shui Xian. Dieser Tee ist, wenn ich wirklich sagen müsste, der wo ich mir ziemlich sicher bin, dass 1) es ist wirklich gutes Blattgut, 2) die Röstung ist nicht da um alles zu zerstören. Es ist ein wunderbarer Tie Guan Yin im Mund deren charakteristische Grapefruit-artige Noten sehr präsent sind. Es hat den Nachgeschmack, den Geschmack, den Effekt auf der Seiten der Zunge und im Gaumen. Zusätzlich aber, hat der Tee diese Karamell, Kakao und Kaffee Aromen (nur in der Nase, im Gegenteil zu Three Stamp und DHP) die als Begleitung präsent sind. Sehr elegant. Nicht so komplex wie manches von Atong Chen, aber wirklich eine tolle Sache. Es ist aber kein Effekt wie oft bei TGY, wo man das Gefühl hat einen Blumenstrauß ins Gesicht bekommen zu haben. Ein paar Schlussgedanken 1) Wir haben sehr viel über den Tees mit anderen Leuten auf Discord aber auch mit Laien, die die Tees an meiner Geburtstagsfeier probiert haben, diskutiert. Was auffällt ist, dass es Leute gibt die nur Röstung merken. Sie sind frustriert nach den Trinken. Es gab große Versprechen aber für sie, könnte es auch eine Aschensuppe sein. Andere sind sofort begeistert und können eine halbe Stunde ihre Eindrücke teilen (Insbesondere die Unterschiede zwischen den Three Stamp Aufgüssen fällte Leuten auf). 2) Diese Tees sind eher wenig für die Aromen gemacht. Die sind da, aber das Spannende passiert im Mund und im Nachgeschmack. Die Aromen sind eher die nette Begleitveranstaltung als der Main Stage. 3) Es ist einer andere Welt als sehr viele der Yanchas die ich getrunken habe. Komplett andere "Persönlichkeiten". Sogar der Cha Dao hoch gerösteter Yancha war sehr anders da die Röstung da war um die Fruchtigkeit bis zum einen fast absurd intensiven Punkt zu bringen. Komplett andere Ziele als hier. 4) Diese Tees hängen sehr von persönlichen Geschmack ab. Ich liebe schwarze 90% Schokolade, habe nie in Getränk in meinen Leben absichtlich gesüßt und Bitterkeit/rauchige Aromen haben mich nie abgeschreckt. Diese Tees entsprechen meinen Vorlieben sehr. Am Ende sind diese Tees sehr charaktervoll, schamlos und bieten eine sehr interessante Erfahrung. Im Zeiten wo das florale siegt, ist der Feuer für mich sehr willkommen. Auch weil insgesamt scheint die Kunst der Röstung eher an Popularität zu verlieren. Diese Tees scheinen weit Weg von den Wuyi bergen zu sein und eine andere Logik zu verfolgen.
  26. 6 points
    Seit meinem letzten Post in diesem Thema ist etwas Zeit vergangen. Heute hatte ich allerdings Muße für ein paar Schnappschüsse dieser tollen Keramik von Shiro Shimizu, welche ich vor einigen Monaten auf Instagram entdeckt habe. Seine sonstigen Arbeiten sind nicht so plastisch wie dieses Blatt, aber nicht weniger ausdrucksvoll.
  27. 6 points
    Tobias82

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @doumer nach den meisten Posts denke ich immer "wir müssen mal in Ruhe den einen oder anderen Tee zusammen trinken". Mir ging es auch oft so, dass ich von bestimmten Tees dachte "zu dünn, zu wenig Körper, oder zu wenig Kraft". Bin ja immer noch ein Freund von kräftigen Tees, und kann auch schweren alten Tees viel ab gewinnen. Aber über die Zeit hab´ ich mich auch mit leichten und sehr subtilen pu´erh anfreunden (müssen). Müssen, weil mir auch Leute auf die Finger gehauen haben und gesagt haben, trink mal anständigen Tee, das andere ist alles was für die pu´erh-Trinker, aber kultiviert Tee trinkt man eben so und so... orientieren sich auch an den feinen TGY und an DragonWell, bisschen High-Society eben. Stecke da gerade mitten drin und weiß manchmal selbst nicht mehr genau wo ich stehe. Ich versuche schon immer noch, meinem Geschmack zu folgen, merke aber auch, dass manche Sachen, die ich früher richtig gut fand, mir fast etwas zu derb, oder auch zu plump geworden sind. Ist dann mehr "ach jetzt geht das schon" etwa zum Film oder so... aber wenn ich was "erleben" will, wie Du vermutlich auch, sind es eher die feineren Qualitäten. Bei dem aktuellen "Wuliang" von Dir besprochen, frage ich mich: hätte ich den früher auch als "ich schmecke fast nichts" abgetan, und würde den jetzt sehr mögen, oder ist der tatsächlich nichts... Naja, ein paar kurze Gedanken zu Deinem Bericht oben...
  28. 6 points
    paxistatis

    Ein (kleiner) Tee-Anfängerbericht

    Würde eigentlich Interesse an einem Folgebericht bestehen? Zwar jetzt nicht sofort, aber vielleicht am Wochenende oder danach irgendwann? Ist ja doch einiges an Zeit vergangen
  29. 6 points
    teekontorkiel

    Auch ich stelle mich vor (mit halbem Roman)

    Du hast in Deiner Vorstellung doch selber geschrieben, dass Du "von Tee Null Ahnung" hast. Ehrlich gesagt, finde ich Paul's Kommentar dazu relativ handzahm - ganz gewiss nicht beleidigend, sondern eher ironisch und amüsant. Das ist ein Irrtum auf den so einige Branchenneulinge setzen. Vielleicht sind es nicht ganz so viele wie im realen Geschäft, aber dennoch mehr als man denkt und einige sind ganz schön anstrengend und hartnäckig. Es wäre doch ein gutes Zeichen wenn der Wunsch nach Beratung entstünde. Kunden hätten demnach Vertrauen in Dich und Dein Wissen. Was machst Du wenn Kunden am Telefonn, per Email und auf all den sozialen Netzwerkern Fragen stellen? Entweder lässt man die Hosen runter und gibt zu, dass man "Null Ahnung hat" oder man erzählt Bockmist. Grundsätzlich unterschätzen wirklich alle Branchenneulinge wieviel Arbeit, Zeit und Geldmassen so ein Onlinehandel mit Lebensmittel in der EU verschlingt. Daher schließen die meisten wieder nach kurzer Zeit. Die Nische der potenziellen Käufer ist halt auch relativ überschaubar und begrenzt. Um für solche Dienstleistungen dauerhaft Geld locker zu kriegen muss man ganz schön viel Tee verkaufen. Es ist auch nicht mit 1x Texte tippen - Shop steht und dann ist gut - getan. Die Arbeit hat dann erst begonnen und ohne fachliches, technisches, juristisches und kaufmännisches Know-How wird es auf Dauer eng. Aber ich wünsche Dir trotzdem viel Glück!
  30. 6 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Am Abend gabs (bzw. gibt es immer noch) mal wieder einen Heicha: Den 2016er Liu Anh Cha Gong Jian, den ich vor einiger Zeit mal bei Moycha mitbestellt habe. Sehr intensive fruchtig-saure an Aprikosen erinnernde Note, was Erinnerungen an einen Dancong wach werden lassen. Begleitet von leicht bitteren, nussigen Noten, insgesamt für einen Heicha ungewöhnlich intensiv und aggressiv (was hier nicht negativ gemeint ist), allerdings auch noch sehr jung. Trotz des kleinteiligen Blatts ein spannende Tee. Definitiv etwas ganz anderes als ein gut abgehangener Liu Bao – da werden die Parallelen von Liu An zu Sheng bzw. Liu Bao zu Shu deutlich bewusst!
  31. 6 points
    Ringelmaus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Teelix vielen Dank für diese Teeprobe mit einer Freude für die Augen und einem tollen Geschmackserlebnis 💕 Ich trinke gerade noch am 6. Aufguss und er ist nich immer nicht müde... handgerollter Sencha „wanka“ 2017, Yutaka-Tee
  32. 6 points
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich verstanden habe was ich da trinke, aber schon alleine der Geruch ist umwerfend. Weißer Sencha soll von hellen Blättern stammen. Nur warum? Wieso sind sie hell? Egal, ich könnte den ganzen Tag daran riechen. Geschmacklich allerdings auch sehr drastisch. Unglaublich süß und erstaunlich viel Umami. Nur schade dass im Gebinde sehr viel pulverisiertes Blattgut wartet. Eine doch eher kleinteilige Angelegenheit. Hier der 2. Aufguss mit 4g / 100ml / 70°C / 25s
  33. 6 points
    Nira

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Eine Tüte Buntes.....bisschen Oolong aus Taiwan....von TaiwanTeaCrafts
  34. 6 points
    Wir haben auf der diesjährigen Teezui u.a. diese beiden Tees in zwei Duchek-Schieferkännchen gegeneinander antreten lassen, um diesem "Long Process" auf die Spur zu kommen. Laut David stammen beide Tees aus dem selben Garten bei Leng Shui He, beides ein Frühjahrstee und "Long Process" definiert er als einen länger dauernden Kill-the-Green Prozess bei niedriger Temperatur. Er wurde von einem Freund vor Ort auf diese Verarbeitungsmethode aufmerksam gemacht, der folgendes sagte: "Yancha and Liubao both have heat in the processing that transforms the tea and makes it more vibrant and light, splashing up in the back of the palate with the aroma emerging from the nasal cavity after swallowing." Zusammen haben Sie das dann ausprobiert und wir das Ergebnis probiert: Bereits beim ersten Aufguss zeigt sich ein deutlicher Farbunterschied, der 2016er ist viel dunkler als der 2017er und das nasse Blatt gibt ein ganz anderes Aroma ab, als der 2017er. Auch geschmacklich zeigen sich bereits deutliche Unterschiede: der 2017er ist geschmacklich zwar sehr dezent, zeigt aber schon beim ersten Schluck sehr viel subtile Kraft, die direkt in den eigenen Körper übergeht. Der 2016er hat auch diese Kraft, allerdings weit weniger dezent – eine sehr schwere, etwas an Hongchas erinnernde Süße (aber ohne Malzigkeit wie es bei "rot" produzierten Shengs der Fall ist) und leichte Würze ist direkt vorhanden. Das Qi lässt sich natürlich nur schwer bei solchen Parallelverkostungen beurteilen, ich würde aber schätzen dass beide da gleichauf sind. Während den weiteren Aufgüssen kommt der 2017er was den Geschmack angeht deutlich später in Fahrt während der 2016er schnell zunimmt, dafür aber auch etwas früher wieder nachlässt – insgesamt aber immer deutlich kräftigere und ganz andere Geschmacksnoten bietet als der 2017er. Vor allem fällt aber auf, dass der 2016er sehr viel älter wirkt, als "nur" 1 Jahr mehr – blind verkostet hätte ich ihn locker auf 4-6 Jahre geschätzt. David schreibt dazu aber auch "the tea has aged more than expected in the past year", was ich zwar erst im Nachhinein gesehen habe, sich aber voll und ganz mit unseren Beobachtungen deckt. Super spannend wäre natürlich wenn beide Tees aus dem selben Jahr wären, da ich den 2017er direkt beim erscheinen gekauft habe und er daher 1 Jahr EU-Lagerung hinter sich hat, während der 2016er 2 Jahre Malaysia-Lagerung hinter sich hat, was zumindest bei etwas mehr Jahren einen sehr deutlichen Unterschied macht, wie der Parallelverlgeich des 2012er Bulangs von EoT gezeigt hat – dennoch ist der Unterschied zu groß, als dass man das Gefühlte Alter nur auf die unterschiedliche Lagerung und 1 Jahr älter zurückführen kann (zumindest ist das die Vermutung, denn selbst wenn der Tee aus dem selben Garten stammt kann es natürlich bei unterschiedlichen Ernten unterschiedliche Ergebnisse geben). Zusammengefasst lässt sich Folgende Vermutung äußern (denn mehr ist bei einem Vergleich mit nur 2 Tees nicht möglich): "Long Process" macht den Tee schwerer und älter – auf jeden Fall anders. Es sind beides großartige Tees, die zwar einen hohen Preis haben, dem aber auch gerecht werden. Über weitere Anmerkungen und andere Sichtweisen der werten Mittrinker würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen – auch wenn sonst jemand mehr Infos zu dem Thema "Long Process" hat oder an anderer Stelle schon einmal darüber gestolpert ist. sehr früher Aufguss, links der 2016er Long Process, rechts der 2017er (wie man sieht haben wir sogar vorbildlich mit einer Waage gearbeitet)
  35. 6 points
    Teelix

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Schreit eigentlich nach einem Club, oder? Gegenseitig unbeschriftete Proben zusenden, und erst nach dem Bericht auflösen? Ich wäre sofort dabei.
  36. 5 points
    Joaquin

    Ärgernis des Tages

    Das sollte man in diesem Fall nicht überbewerten, da sich hier das ein oder andere auf alte Kamellen bezieht. Verständlich aber, dass einem als neuer Leser dies etwas ruppig anmutet
  37. 5 points
    T-Tester

    Ärgernis des Tages

    Mag sein, Joscht, aber der Unterhaltungswert des Forums würde sinken, und irgendwie scheint Fersi ja diese Shops mit einer Präzision zu finden, mit der er eine Stecknadel nicht nur im Heuhaufen, sondern auch im Getreidelager jederzeit in Sekunden finden würde.
  38. 5 points
    Das Endergebnis ist wieder Zuhause 😊
  39. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ein Sample von @Teelix vielen Dank hierfür Und zwar einen "Mystery Oolong" ungeklärter Herkunft und Alters, der wie man sieht nicht ganz so sauber gerollt ist, kein "atomic green" aber auch nicht sonderlich stark geröstet. Mir gefällt er sehr gut, ist ein schön runder Oolong, der schon das eine oder andere Jahr auf dem Buckel hat und daher auch keine Herausforderung für den Magen mehr darstellt. Es mag jetzt zwar keine Highend-Qualität sein aber für eine entspannte Runde Nicht-Pu ist der Tee genau richtig
  40. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Sagt der Mann mit der kitschigen Kann in Holz-Optik...
  41. 5 points
    miig

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute gleich zwei Tees in der Tasse - die 2018er Preorders, die mir höchst netterweise zur Verfügung gestellt wurden. Hab nicht so viel dazu notiert, habmir mal eine entspannte Session gegönnt. Zwei imposante Tees, links der Gedeng, das ist ein weißer Tee, oder? Er hat jedenfalls ein deutliches, typisches Weißtee-Aroma, auch wenn man es dem Blatt nicht ansieht. Rechts der Wuliang Forest, der deutlich kräftigere von beiden (das will ja bei einem Wuliang auch was heißen...). Beide mit vielen intessanten, komplexen Aromen und allen möglichen Luxusattributen *g* Einen Favoriten gibts nicht, der Wuliang ist typischer, mit kräftigerem Sheng-Körper - sieht man auch an der Aufgussfarbe. Die Aromen sind schon ganzschön deutlich und präsent für einen derart jungen Tee - der hat sicher großes vor sich. Der Gedeng dagegen ist mit seinem Weißtee-Charakter etwas ziemlich originelles - wird sicher spannend, zu verfolgen, wo da die Reise hingeht. Ich muss jedoch sagen, dass es im Rückblick eigentlich etwas verschwenderisch war, zwei so schöne Tees zusammen zu trinken. War auch mal interessant, so zu mischen, aber man weiß halt dann irgendwann doch nicht mehr, welcher Eindruck von welchem Tee kommt. Danke @doumer!
  42. 5 points
    Teelix

    Vorstellung meines Kanals

    Mein erstes inTeaView: Mit @teekontorkiel Gedreht auf der Teezui 6. Am Sound mit mehreren Leuten muss ich noch tüfteln, aber ich hoffe euch gefällt das Format. Liebe Grüße und viel Spaß, euer Felix
  43. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bei über 30° bekomm ich dann doch auch mal Lust auf einen grünen Tee ... und dabei hab ich festgestellt, dass ich den russischen Grünen noch gar nicht vorgestellt hatte: Krasnodar Green von Moychay. Ein recht grober grüner Tee aus Russland. Erinnert nicht nur optisch an Maocha sondern hat auch eine adstringent-bittere Note, ohne jedoch den Körper eines Shengs – mal ein etwas anderer Grüner Tee.
  44. 5 points
    Joaquin

    Ärgernis des Tages

    Zu wissen wie oft man im Leben, von welcher Vogelart, mit deren Ausscheidungen in Kontakt gekommen ist, halte ich schon für eine dickes Indiz in Richtung selektiver Wahrnehmung. Jedoch das mit der geköpften Taube, kann unter Musikern der härteren Gangart nur zu Neid und Respekt-Bekundungen dir gegenüber führen. Was wäre Ozzy stolz auf dich, wenn er nicht sogar selbst daran beteiligt war
  45. 5 points
    Cel

    Ärgernis des Tages

    Ein Traum Ich stell mir gerade vor es sitzten einige Tauben herum. Meint eine "Da kommt er, ich reiß mir jetzt den Kopf ab und dann sehen wir wie er reagiert wenn ich auf ihn falle. Gururururururu (wie würde sonst eine Taube lachen?)."
  46. 5 points
    Manfred

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Sorry, ich kann das nicht löschen. Also, wie war das? "sehr guter TGY aus Anxi von Teemeister Chen, einem alten Freund von Teemeister Chen. Stell sich das mal einer vor!" Ja das fällt mich echt schwer. Also Teemeister Chen ist mit sich selbst befreundet?
  47. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Am Nachmittag dann ein weiterer ungewöhnlicher Tee aus dem Hause He Qi Fang: der 2018er Bulang Hongcha. Sehr schön schokoladiger Hongcha, der an den 2017er Lao Man E RED von prSK erinnert, wenn auch weniger süß und mehr "85%-Edelbitter" (Bulang als Hongcha, wohoo!). Einer der wenigen Hongchas, die mir wirklich gut gefallen! Auch wenn es eindeutig ein Hongcha ist, kommt doch etwas von der Kraft eines Shengs durch, deshalb würde ich ihn zumindest teilweise auch der Kategorie zuordnen.
  48. 5 points
    Paul

    Zitatenschatzkästlein

    "For tea, though ridiculed by those who are naturally of coarse nerves, or are become so from wine-drinking, and are not susceptible of influence from so refined a stimulant, will always be the favourite beverage of the intellectual.” Thomas de Quincey
  49. 5 points
    Frau Mahlzahn

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ausgehend von der aktuellen Purple-Diskussion habe ich mir eine Probe aus der Teezui-Verschenke-Kiste von @Tobias82 Blöd, hier kommt ein neuer Versuch: Also, aus der Kiste von Tobias habe ich folgenden Tee gefischt und heute genüsslich aufgebrüht: Wild Purple Green (Mark?!)´16 . Ist lecker, erinnert an wilde Beeren, ist vermutlich ein nicht-bitter und hat einen extrem süffigen, samtenen Abgang, der lange anhält. Ausdauer auch. Für @doumer vermutlich zu langweilig .... Sorry für die etwas chaotische Form des Beitrags: hatte versehentlich die falsche Taste gedrückt und gesendet. Die Korrektur wurde danach einfach addiert und so entstand EIN Beitrag... äh... ich übe eben noch....
  50. 5 points
    Ringelmaus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich habe heute einen leckeren Sencha in der Shibo. Der hat es definitiv vor sich auf meiner Favoritenliste ganz weit nach oben zu setzen... 😀 Kono Jo Sencha Lieben Dank an @cml93
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