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Beliebteste Inhalte seit dem 25.05.2019 in allen Bereichen

  1. 12 points
    Ein neues, schönes Stück wartete heute Zuhause auf mich. Diese Gattung der Hagi-Keramik nennt man Oni-Hagi. Grund dafür ist der grobe Ton, der sich nur schwer bearbeiten lässt. Wenn man den äußerst groben Scherben betrachtet spürt man förmlich, wie die Finger des Töpfers bei der Bearbeitung auf der Scheibe gelitten haben müssen. Das ist auch der Grund, warum Oni-Hagi mittlerweile selten geworden ist. Dennoch ist die Schale sehr weich und hat eine tolle Haptik. Eingeweiht wurde sie mit dem Makizono Shincha von TKK. Ein wirklich schöner Tee zum Einstand der Schale. Herzlichen Dank auch an @teekontorkiel, für die zahlreichen Proben bei der Teezui. Typisch für Hagi-Keramik, ist die Schale zu Anfang ein kleinwenig undicht, was sich aber im Laufe der Benutzung ändern wird. Auf einem Bild erkennt man hoffentlich die Teetropfen auf der Außenseite der Schale, die sich durch den Ton nach außen gearbeitet haben.
  2. 11 points
    Wie die chinesische Regierung soeben mitgeteilt hat, werden, als Reaktion auf die von den USA verhängten Strafzölle, alle Teeexporte in westliche Länder vorübergehend ausgesetzt. Teetrinker aller Nationen sind aufgewühlt und verzweifelt. In mehreren großen Städten kam es bereits zu Massenprotesten gegen diesen Schritt. Dies ist natürlich nur grober Unfug! Aber da ich nun eure Aufmerksamkeit habe, geht heute bitte wählen! Denn mit dem Wählen ist es wie mit dem Zähneputzen - wenn man‘s nicht macht, wird‘s braun.
  3. 10 points
    Joscht

    Teegrüsse von unterwegs (Ausflug/Reise/etc.)

    Tirol. 2400m. Aufstieg von Fiss. In den Bergen muß nicht unbedingt besonderes in der Schale sein. Aber schadet auch nicht: Formosa Da Yu Ling 2017 Qingxing von TKK.
  4. 10 points
    Paul

    Ornithologie und Pu-erh

    Endlich wurde die Frage, die uns alle umtreibt: Trinken Vögel Pu-erh gelöst. Sie scheißen drauf! Ich habe eine anarchistische Amsel im Verdacht, oder eine maoistische Meise, oder einen kommunistischen Kiebitz ......
  5. 10 points
    goza

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Longjing Vergleich mit unterschiedlichem Pflückdatum (20. März vs. 23. März) aus der lazycat-Order Sehr interessant für mich, v.a. im direkten Vergleich. Die Unterschiede wären aber sogar im Nacheinander-Trinken erkennbar. Der 20.03. ist viel intensiver, körperreicher, regelrecht "fleischig"/saftig, dazu eine beerige Süße (gerade im ersten Aufguss sehr intensiv nach Erdbeere im Geruch) und karamelliges Popcorn. Der 23.03. ist viel reduzierter, eher vegetal denn fruchtig, obwohl er zu Beginn schöne Mango- und Pfirsich-Noten (im Gegensatz zu Erdbeere) hatte. Jetzt im 4. wird er grasig und "leer", wo der 20.03. immer noch ein volles und süßes, süffiges Aroma hat. Der ist auch von der Farbe viel intensiver. Technik: 3g auf 90ml mit 80°C, 30s/10s/30s/60s usw.
  6. 9 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Und weiter geht's mit den 2019ern von Peter - für dieses Wochenende habe ich mir die beiden Rareness Tees vorgenommen, den Anfang macht der 2019er Rareness 4: Bei der diesjährige Version handelt es sich wie die 2018er Version um Mao Er Duo Material aus Yibang, hat jedoch wie die anderen Tees von diesem Jahr einen ganz eigenen Charakter: Er bietet viele verschiedene Facetten gleichzeitig, wobei die Nussigkeit von letztem Jahr noch durch eine schöne fruchtige und sehr florale Note überboten wird - sehr sehr intensiv, ohne dabei jedoch ins unangenehme, parfümige abzurutschen. Auch das Qi ist wieder sehr schön - macht auf eine entspannte Art wach und lässt einen irgendwie sehr leicht fühlen. Bei starker Dosierung gesellt sich noch eine dezent herbe, leicht bittere Note dazu, die mich zusammen mit der fruchtigen Süße an Äpfel denken lässt - einen Apfel, den man im Schatten von alten Obstbäumen auf einer blühenden Wiese bei strahlendem Sonnenschein an einem Sommertag geniest, wohin das Auge blickt leuchtende Farben - das englische Wort "vivid" trifft den Charakter des Tees ziemlich gut. Wenn man sich die Bilder der Teebäume und Umgebung auf Peters Website anschaut ist es auch kein Wunder, dass es sich hier um solch einen tollen Tee handelt, definitiv einer der besten die ich bisher trinken durfte!
  7. 9 points
    Heute "Pet(e)rte" es gleich doppelt! Letzten Samstag hatte ich das Glück bei einem neuen Verkauf von Petr Novak einmal schnell genug gewesen zu sein. Die schönen Stücke, die Ihr gleich sehen werdet, wurden als Set angeboten. Die Kanne ist aus sehr eisenhaltigem Ton reduktiv, also unter sauerstoffreduzierter Atmosphäre, gebrannt worden. Der Ton stammt übrigens aus deutschen Gefilden. Petr ist sehr angetan von den Ergebnissen, welche der Ton auf Tee hat. Eines seiner zwei liebsten Kännchen ist aus diesem Ton gefertigt. Die Schälchen sind aus dem gleichen Ton gefertigt, allerdings mit einer wirklich hübschen gelbgrauen "Hasenfellglasur" versehen, welche sich optisch sehr gut zum Kännchen ergänzt. Das hübsche Chabu lag als Geschenk anbei, und wurde von einer Freundin Petrs handgefertigt. Ich bin happy, dass es die Stücke rechtzeitig vor den Feiertagen zu mir geschafft haben, so dass ich diese nun in mehreren Sessions in aller Ruhe ausprobieren kann. Außerdem erreichten mich heute Proben der neuen Tees von Peter. Das Wochenende ist gerettet!
  8. 9 points
    doumer

    Selfmade electric Pseudo-Furo

    Wie vor einer Weile angekündigt hier nun die Vorstellung meines Experminets (zugegebenermaßen mit einer sehr reißerischen Überschrift): Eine Art Pseudo-Furo, das elektrisch betrieben werden kann (Holzkohl ein einer Mietwohnung mit Rauchmelder ist eher suboptimal) und bei dem der Kessel nicht direkt auf der Hitzequelle steht - man könnte auch sagen ein schweres Verhüterli für eine Kochplatte, aber das klingt nicht so gut. Für die Ungeduldigen hier schon mal ein Bild, für den geneigten Leser erläutere ich im Folgenden die Hintergründe zu diesem - zugegebenermaßen schon recht nerdigen - Experiment. Angeregt durch den Hinweis von Petr Novak, den Ton-Kessel nicht direkt auf eine Kochplatte zu stellen und bereits dieser nur wenige Millimeter erhöhte Flame-Diffuser Abhilfe schafft, hatte ich mir überlegt, dass genau das evtl. auch bei Tetsubins das Problem sein könnte, was die Urushi-Pfropfen zu schnell verschleißen lässt, da diese ja in direkten Kontakt mit der Kochplatte kommen. Das kann man auch bei der Glaskochplatte die ich bisher genutzt habe deutlich erkennen: Allerdings war der Flame-Diffuser aus Draht nicht stark genug, um auch das Gewicht eines Tetsubins tragen zu können (selbst das eines so kleinen wie dem von TakashiNori) - daher habe ich mich nach alternativen Möglichkeiten umgesehen. Die dafür gedachten Dinge sehen allerdings alle schrecklich billig aus und erschienen mir auch von eher zweifelhafter Stabilität, weshalb ich zu einer Topfhalterung für einen Gasherd aus Gusseisen gegriffen habe und sie für mein Ziel zweckentfremdet: Der Abstand ist wie man sieht etwas mehr als bei dem Drahtgitter-Diffuser aber auf der Glasplatte hat es tatsächlich nur einen geringen Unterschied in der Dauer zum Erhitzen des Wassers gemacht. Allerdings ist das Gusseisen-Teil auf der Glasplatte eine eher rutschige Angelegenheit, was mich dazu führte, erneut über das Thema Hitze-quelle nachzudenken, denn ALLE Glaskochplatten haben einen Nachteil: sie haben einen Lüfter, der je nach Modell mehr oder weniger stark lärmt - Lärm passt vielleicht zum Biertrinken aber nicht zum Teetrinken. In meinem Fall lässt sich das zwar relativ leicht kompensieren, da ich, wenn ich diese Kopchplatte nutze, nebenbei ohnehin meist Musik (mit ordentlichen Kopfhörern) höre - am Wochenende nutze ich für eine ausgedehnte Session i.d.R. mein Kerzen-betriebenes Stövchen - aber manchmal ergibt sich doch eine Gelegenheit (wie z.B. jetzt im Sommer, wenn es einfach zu warm ist, stundenlang in der prallen Sonne zu sitzen) wo es schade ist, dass man (sofern die Nachbarn nicht lärmen) die Stille nicht genießen kann, denn Stille ist in der heutigen Welt leider ein sehr seltenes und für mich kostbares Gut. Die klassischen Gusseisen-Kochplatten sehen aber allesamt so grausig aus, dass mir alleine beim Gedanken daran, solch ein Ungetüm auf dem Teetisch stehen zu haben, die Lust aufs Teetrinken vergeht Da es offensichtlich keine Lösung für mein "Problem" gab, musste ich die Sache also selbst in die Hand nehmen und hab mir eine ordentliche Kochplatte (Rommelsbacher AK 1599E) gekauft und nach einigem Ausmessen und herumrechnen aus fast 7kg Ton ein Gehäuse für diese gebaut, das zum einen den praktischen Nutzen der Platte bewahrt, zum anderen deren ästhetische Unzulänglichkeit verbirgt und dazu noch eine Möglichkeit bietet, den gusseisernen Abstandshalter optimal einzusetzen: Nachdem etwas Zeit ins Land ging, bis das Gehäuse und eine Unterlags-Platte getrocknet, gebrannt und nochmals zwecks Glasur gebrannt wurden, ist das das Ergebnis: Die Grund-Glasur habe ich dabei so gewählt, dass Sie in zusammenspiel mit der Farbe des Tons hoffentlich einigermaßen zu den rot-braunen Tönen meines "Tea-Stones" von Mirka Randova passt - die Sprenkel mit den Ausblühungen waren ein Experiment von dem ich keine Ahnung hatte, wie es ausgeht aber ich bin eigentlich gant zufrieden. Lediglich der Grüne Fleck war nicht geplant - da hat eine andere Skulptur, die beim Glasurbrand mit dabei war getropft, find ich aber nicht schlimm. Leider hat sich dabei herausgestellt, dass der Ton mehr geschrumpft ist als ich berechnet hatte und zum anderen sich die Form (wie man auch bei dem Bild im noch nicht gebrannten Zustand erkennen kann) etwas verzogen hatte - sprich, die Platte passt nicht mehr ins Gehäuse Also verging nochmals etwas Zeit bis ich zusammen mit meinem Vater (und vor allem dank seiner Expertise) das Gehäuse soweit innen abgeschliffen und in Form gebracht habe, dass auch die Platte wieder rein passt - und ich endlich mein Pseudo-Furo einsatzbereit habe Nach den ersten Tests bin ich bisher auch mit der Funktion mehr als zufrieden - das Wasser braucht zwar länger als bei der Glaskochplatte um auf Temperatur zu kommen - vermutlich weil die Gusseisenplatte weniger zielgerichtet die Hitze abgibt - und ich muss mich etwas umgewöhnen, da die Gusseisenplatte natürlich nicht sofort wieder abkühlt wie die Glasplatte, aber dafür herrscht herrliche Stille (nur ab und an ein leises Klicken von der Automatik-Funktion dre Platte, da sie sich immer wieder ein- und ausschaltet, um die gewählte Temperatur zu halten). Ich hatte vor dem ersten Einsatz etwas bedenken, dass das Gehäuse evtl. springen könnte, wenn es um die Platte herum heiß wird, sonst aber nicht - allerdings kommt mir hier evtl. etwas zu Gute, was ich vorher nicht bedacht hatte: abgesehen davon, dass die Gusseisenplatte die Temperatur weniger zielgerichtet abgibt wird auch die gebürstete Stahloberfläche der Platte ziemlich heiß - was natürlich an das Ton-Gehäuse abgegeben wird, wodurch sich zwar das komplette Gehäuse erhitzt, aber dafür vermutlich gleichmäßiger, wie wenn das nicht der Fall wäre. Genaueres wird allerdings vermutlich erst der Winter zeigen, wenn die Luft kälter ist - ich hoffe aber auf das Beste! Zurück zu den einleitenden Worten: Mein Pseudo-Furo ist jedoch nur Mittel zum Zweck - das eigentliche Experiment ist, ob die indirekte Erhitzung des Tetsubins, was zumindest meinem Verständnis nach eher dem ursprünglichen Erhitzen über Holzkohle entspricht (da man den Tetsubin ja auch nicht direkt auf die Glut stellt) langfristig tatsächlich einen Unterschied macht oder nicht. In den Jahren, in denen dieser Testsubin inzwischen bei mir im Einsatz ist haben sich die Urushi-Pfropfen auch ganz klar als die Stellen herauskristallisiert, die sich am stärksten verändern - ob die Geschwindigkeit, mit der sie sich verändern nach der Umstellung abnimmt, kann ich jedoch erst in einigen Jahren sagen - und selbst dann ist es nur ein subjektiver Eindruck, da ich keine zwei identischen Tetsubins habe, um eine Kontrollgruppe vorweisen zu können. Aber hey: besser als nichts
  9. 8 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Letzte Woche probiert, aber heute finde ich erst die Zeit ein paar Zeilen zu schreiben. Bei dem Tee handelt es sich um einen Schwarztee aus dem Kultivar Izumi, den ich als Sample bei meiner letzten Bestellung bei Ocha no Kajihara erhalten habe. Der Kultivar Izumi wurde Anfang der 1960er Jahre in Kyushu durch natürliche Selektion des Kultivars Benihomare (einem Kultivar für Schwarztee) für den Export von Kamari-cha in die Maghreb-Staaten entwickelt. Der Export entwickelte sich wohl nicht wie erhofft, und so verschwand Izumi erstmal in der Versenkung. Seit den 90er Jahren wird er im Zuge des Wiedererwachens der heimischen Schwarzteeproduktion in kleinem Umfang für Schwarztees und Ōlongs eingesetzt. Soll, was den Anbau angeht, wohl recht anspruchsvoll sein. Nun denn, so viel zum Hintergrund. Es ist selbsterklärend für mich das erste Aufeinandertreffen mit diesem Kultivar. Herr Kajihara hat aus der Frühlingspflückung ein optisch sehr ansprechendes Blattgut produziert. Erinnert ein wenig an seinen Kōshun, lange schmale Blätter. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten, im Duft ist der Izumi viel intensiver, richtig fruchtig süß. Pfirsich vielleicht. Aufgegossen in meiner kleinen Hōhin offenbart sich die relativ leichte Oxidierung wie anhand der hellen Aufgussfarbe des ersten Aufguss zu sehen ist. Geschmacklich ist dafür einiges los, viel Frucht aber keine Bitterkeit und keine Adstringenz, wie sie bei anderen Vertretern dieser Art schon mal auftritt. Ab dem zweiten Aufguss kommen dann rote Waldfrüchte und Trauben zum tragen. Hier zeigt sich die Verwandtschaft zu den Assam Vertretern recht deutlich. In den späteren Aufgüssen zeigt sich dann auch ein wenig Adstringenz. Trotz alledem bleibt dieser Tee ein leichter Vertreter seiner Art, der grosse Bums, wie ihn z.B. sein Benifūki hat, bleibt (leider) aus. Als leichter Sommer Schwarztee könnte er mir durchaus gefallen. Zum Schluss noch ein Blick auf die durchaus imposanten Blätter.
  10. 8 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Erster Test des neuen Kännchens, mit einem alten Bekannten: 2017er ManSa Autumn Bereits nach dem dritten Aufguss steht glasklar fest: der Ton bringt Körper! Ich schmecke Geschmacksmuster ähnlich denen, wenn ich Tetsubin-Wasser verwende. Der Tee bedeckt den Mundraum, entfaltet und verändert sich dann schrittweise. Mineralische Grundtöne dominieren zu Anfang und wandeln sich dann mehr und mehr hin zu süss-fruchtigen Spitzen. Ich bin auf's Angenehmste überrascht! Das schreit nach weiteren Tests!
  11. 8 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute starte ich mal mit den 2019er Tees von Peter - der Anfang macht der 2019er Huazhu Danzhu: Ein klarer, kräftiger Tee mit toller moosiger Wald-Note und sehr schöner Bitterkeit. Je nach Dosierung wirkt diese bereichernd scharf - "präzise" trifft es irgendwie sehr gut - oder es kommen leicht florale und nussige Noten zum Vorschein, die Bitterkeit bleibt aber in allen Aufgüssen als roter Faden vorhanden und sorgt für einen lang anhaltenden Nachhall. Besonders schön ist auch das kräftige Qi des Tees: Direkt mit der ersten Schale spürbar und von eher anregender Natur konzentriert es sich zunächst auf Kopf und Brust, breitet sich dann im ganzen Körper aus und sorgt für eine entspannte Wachheit. Peter beschreibt den Charakter des Tees sehr gut: " the tea itself is very elegant, it’s like you have the best clothes perfectly cut and stitched, in tea you feel this refined noble taste, simply nothing standing out or missing" - glitzernde Goldkettchen und blendende Muster sind in solch einem Fall nicht notwendig. Verglichen mit der 2018er Version ist die 2019er Danzhu Version zwar ein ganzes Stück teurer aber auch qualitativ nochmals ein ganz anderes Level!
  12. 7 points
    Michi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Tee Probe von der Teezui. Kadota Aracha Shincha Kamairicha Miyazaki. Schöner Blumiger Geschmack mit einer süße die im Nachgang leicht in Erscheinung dritt. Für den heißen Frühmorgen sehr schön!
  13. 7 points
    doumer

    Teezui 7 - Augenzeugensammelthema

    Zitate von der Teezui: "Der Tee hat eine Säure, die schöner wäre, wenn sie nicht da wäre" "Für mich darfs gerne auch etwas jünger sein"
  14. 7 points
    Joaquin

    Teezui 7 - Augenzeugensammelthema

    Essenszeit. Die Damen verwöhnen uns wieder einmal.
  15. 7 points
    Illoran

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Moin, Ich dachte ich versuche mich zur Feier meines jüngst aquirierten Teespielzeuges auch mal in Fotografie. Zumindest dem was mein kluges Telefon so hergibt. Bei dem Tee handelt es sich um den Yiwu Wang Bing Shen Tai 2017, einem jungen Sheng Pu Erh. Zubereitet für 20-30 Sekunden je Aufguss mit 5g Tee auf 100mL kochendes Wasser in meiner neuen kleinen Tonkanne Ab dem zweiten Aufguss zeigt der Tee sich angenehm würzig mit etwas herber Bitterkeit und einer süßlichen Note am Gaumen. Definitiv angenehm mild und nicht aufdringlich. Ich bin nun beim 6. Aufguss und ein paar kann der denke ich noch mfg Illo PS: Ja mein Teebrett ist tatsächlich ein Ikea-Sammla Deckel mit einem Küchentuch Ich arbeite dran.
  16. 7 points
    miig

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Heute angekommen - eine Bestellung, so klein, dass es fast a weng peinlich ist, dafür die Post bis von China hierher zu bemühen. Aber leider behandelt Yubill den europastämmigen Shop etwas stiefmütterlich - und da alles ab 30 USD aus China versandkostenfrei verschickt wird - sei's drum. Da bleibt man sogar unter allen Zollgrenzen . Und naja, kam per epacket jedenfalls alles problemlos an. Sogar ein Sample vom 19er Bulang war noch drin.
  17. 7 points
    Tanuki

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Wow also ich muss sagen dass ihr mir langsam pu-erh schmackhaft macht Ich trinke heute morgen meinen gyokuro karigane, da dieser schön mild ist mit genug Umami. Später geht's dann noch etwas wandern und an eine Quelle frisches Quellwasser holen
  18. 6 points
    teekontorkiel

    Teezui 7 - Augenzeugensammelthema

    Wir sind gut Zuhause angekommen. Vielen Dank an alle Teilnehmer, das Treffen war wieder superschön und hat großen Spaß gemacht. Ich soll alle nochmal lieb von Olli grüßen.
  19. 6 points
    TeeStövchen

    Teezui 7 - Augenzeugensammelthema

    Wo muss ich unterschreiben? Das sehe ich nämlich genau so! Danke euch allen für das gelungene WE!
  20. 6 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Dank Feiertag (wenn auch nicht überall - sorry!) ist der Morgen/Vormittag heute wieder dem Tee gewidmet - und zwar dem 2019er Bakanan von prSK: Von den diesjährigen Shengs von prSK ist das sozusagen der "junge Wilde" was den Charakter anbelangt - das Qi ist hier sehr prominent und "lauter" also bei eher ruhigen Tees wie dem Rareness 5. Es baut sich nicht erst langsam auf und nimmt einen mit sondern trifft einen sehr direkt beim ersten Aufguss und konzentriert sich im Kopf- und vor allem Nasenbereich. Geschmacklich hat der Tee ebenfalls einiges zu bieten: Zu Beginn dominiert vor allem eine sehr schöne Note wie von gerösteten Nüssen (ohne dabei rauchig zu sein - der Wert im Pu-Chart soll für die Röstnoten stehen) was sich im laufe der Aufgüsse in eine fruchtige Grapefruit-Note wandelt, welche immer süßer wird. Das ganze ist natürlich von einer sehr schönen, "präzisen" Bitterkeit begleitet, die sich sehr klar von den anderen Noten abgrenzt ohne diese zu überlagern. Neben den beiden Rareness-Tees (und dem Huazhu Danzhu der für den Preis so viel bietet!) für mich das Highlight der 2019er Shengs von prSK und steht der etwas gröber wirkenden 2018er Version in nichts nach!
  21. 6 points
    miig

    Außergewöhnliche Geschmäcker

    Tote Oma ... im Keller!
  22. 6 points
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Enshi Yu Lu aus März 2019 von gruentee-direkt Ein Duft zum Dahinschmelzen wenn man die Tüte das erste Mal öffnet. Unglaublich süß und teilweise einem Sencha recht ähnlich. Habe sofort die empfohlene Zubereitungsart mit 1,2g/100ml/85°C/180s gegen 3g/100ml/70°C/30s verglichen und finde die Unterschiede recht minimal. Die erste Variante ist im 1. AG einen Hauch intensiver dafür gewinnt die 2. Variante natürlich deutlich bei den weiteren Aufgüssen. Extrem spannend finde ich diesen speckigen Geruch des aufgebrühten Tees. Dabei meine ich nicht geräuchert, kann es aber auch nicht näher erklären. Sonst ein schöner weicher, süßer Tee an dem ich meine Freude habe! Komme wie jedes Jahr schön langsam in eine Art "Grünteestress". Man bestellt und bestellt und kommt erst danach drauf dass man leider nur begrenzt Zeit zum Trinken hat. Abends schaffe ich Grüntee leider nicht. Lächerliches Upper Class 1st World Problem. 1,2g/100ml/85°C/180s 3g/100ml/70°C/30s
  23. 6 points
    Illoran

    Vorwerk Temial

    Ich fragte mich ob die Leute hier im Forum die Zielgruppe für so ein Produkt sind. Um mal Muddern zu zitieren "Ich trink ja auch gern einen guten Tee, aber du machst da ja immer so einen Schi-schi von, das wäre mir zu anstrengend". Ich schätze die meisten hier werden wie ich gerne mit Kännchen, Teeschalen, dem Tee, Feinwaagen und allen möglichen oder unmöglichen Anderen Utensilien spielen da die händische Zubereitung für uns ein ebenso integraler Bestandteil des Teegenusses ist wie das trinken selbst. So eine Teemaschine wäre entsprechend eher etwas für Muddern mfg Illo
  24. 6 points
    GoldenTurtle

    Ein neuer Ernte-Trend in Yunnan?!

    Also ich habe hier einen Sheng, über den wurde in einer Fachgruppe gemunkelt, dass er genau solch einer sein könnte, der im Vollmondschein von alten Jungfern gepflückt wurde. Es handelt sich dabei um einen 17er Frühling Mansa Gushu vom Jeep. Das Problem ist nur, dass Diz 2017 ebenfalls in Mansa war ... ob danach all die alten Pflückerinnen tatsächlich noch ... aber das ist eine andere Frage - vorerst mal zum Tee: 1. Aufguss ... etwas mild gezogen wie häufig. Keinerlei fischige Noten, sondern schmeckt wie ein Schmetterling unter den Achseln. Ein Bild etwa des 3. Aufgusses ... prächtig, sanft, zurückhaltend unaufdringlich, dezent nobel und doch tolles Huigan, langer Nachhall. Ein meditativer Tee für den stillen Geniesser.
  25. 6 points
    miig

    Ein neuer Ernte-Trend in Yunnan?!

    Das mit dem Mond könnte noch gewisse Unterschiede machen. Vermutlich wirds sein wie oft: Man kann einen Unterschied nachweisen - einen ganz kleinen. Das ist reine Privatmeinung eines pflanzentechnisch ganz Ahnungslosen. Und jetzt muss ich leider den Oberlehrer raushängen. Mir ist klar, dass das mit den Jungfrauen oft als Scherz genannt wird, und das ist ja auch ok. Wenn das aber nur in Ansätzen als ernsthafte Frage genannt wird, dann will ich sagen: Mit dem Jungfräulichkeitswahn diverser Männer wird auf der ganzen Welt enormes Leid verursacht. Dessen sollte man sich bewusst sein. Soll nicht heißen, dass man darüber nicht mal einen Scherz machen kann, aber das Thema ist nicht ganz unschuldig. OK, ich konnts mir nicht verkneifen .
  26. 6 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Jeezy hm interessant - hatte den bisher zwei mal und bei beiden Gelegenheiten kam er mir (was den Geschmack angeht) deutlich zahmer vor als die letzten Jahre - allerdings wurde er auch nicht mit meinen üblichen Parametern gebrüht, ich bin mal gespannt, was er dann macht Aber ja, viel Bruch verändert den Geschmack auf jeden Fall! @topic: Bei mir geht es heute mit dem 2019er Mannuo von prSK weiter: Der Grundton erinnert mit seinen frischen Waldnoten an die 2018er Version, jedoch ist dieses Jahr ein florale, sehr Süße Note dominant, die jedoch nichts schweres Parfümiges hat wie so manch ein anderer Tee sondern vielmehr an den Duft von einer Blühenden Wiese am Waldrand erinnert, den ein frischer Wind hereinträgt und sich mit dem etwas würzigeren Duft des frühsommerlichen Waldes vermischt. Auch wenn der Tee an sich leicht und frisch wirkt hat er eine schön schwere Textur und ist über die verschiedenen Aufgüsse hinweg sehr wandlungsfähig: während zu Beginn die floralen Noten überwiegen verändern sich diese über eine gewisse Fruchtigkeit hin zu einer noch immer sehr süßen Nussigkeit, die sich erst ab dem 10. Aufguss mit einer dezent bitteren Note mischt. Auch wenn das Qi bei weitem nicht so intensiv und klar definiert ist, wie bei dem 2019er Huazhu bedeutet das keineswegs, dass der Tee keine Kraft hat: diese ist zwar von einer eher diffusen, entspannenden Natur aber spätestens ab dem 3. Aufguss merkt man deutlich, wie sie sich im Körper sammelt. Ein schöner Tee, der einen mit auf eine Reise nimmt.
  27. 6 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zur Feier eines schönen Tages, in politischer, wie in privater Hinsicht, gibt es gerade einen vorzüglichen 2013er Bangwei Gushu Dan Cong. Alle Blätter von einem Baum, und der uralt: das hat seinen Preis... Deswegen war es nur eine Probe, aber der Genuss ist wirklich, wirklich immens.
  28. 5 points
    GoldenTurtle

    Die gute alte Patina in meiner Kyusu

    Man braucht nur genügend Geduld und das Geschirr reinigt sich quasi von selbst, zudem können sehr bittere Tees innere Patina ablösen. Das ist alles dermassen interessant, ich möchte mich da nicht in die natürlichen Vorgänge einmischen.
  29. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zurück von der Teezui gibt es natürlich erstmal einen Tee - und zwar den 2018er Impressions von YS, vielen Dank an @Teelix für das Sample! Dabei ist zum ersten mal eines der neu erstandenen Pavek-Porzellan-Schälchen (vielen Dank @teekontorkiel für die "Postlose-Teezui-Lieferung") im Einsatz: Wunderschön! Auch wenn Geli immer klasse Fotos macht - die Schälchen leben durch ihre wunderbaren, sehr subtilen Details, die, obwohl alle 5 sich ziemlich ähnlich sind, doch jedes Schälchen einzigartig machen und einen ganz eigenen Charakter geben, der sich nur schwer auf Fotos einfangen lässt: Die Glasuren haben dezent unterschiedliche Farbtöne - hier etwas mehr blau, hier etwas mehr grün, hier ein Hauch orange - das eine ist ein wenig bauchiger als das andere, jenes ist etwas unregelmäßig in der Rundung, dieses hat an der Stelle ein bisschen mehr Glasur, was zu einem sachten Krakelee führt, beim nächsten haben sich zwei kleine dunkle Punkte unter der Glasur festgesetzt und wieder ein anderes hat eine Priese Asche abbekommen, die der Glasur an der Stelle eine leicht raue Oberfläche verleit. Wie die kürzlich von Ferdinand Hovancik vorgestellten Porzellan-Stücke haben diese Schälchen auch eine gewisse archaisch-grobe Note an sich auf Grund der Formgebung, der eben beschriebenen Charaktereigenschaften und dass sie eine schön robuste Schwere im Vergleich zu China-Porzellan haben, die ich absolut liebe - auch wenn sie hier deutlich gesitteter ist, so dass ich die Schälchen nicht nur für Parallelverkostungen nutzen kann, sondern auch problemlos Gästen anbieten kann (es ist zwar nicht so, dass ich einen Mangel an Schälchen habe, aber so gut wie nie auch nur zwei annähernd gleiche, was eine Vergleichbarkeit schwer macht) Nun aber zurück zum Tee: Von der Optik bin ich positiv überrascht - das Blattgut sieht ordentlich groß aus und der Wrapper gefällt mir für einen bildhaft bedruckten doch recht gut. Am meisten hat mich jedoch der Geschmack überrascht: beim ersten Aufguss hatte ich das Gefühl, dass ich nicht einen Pu im Kännchen aufgebrüht habe sondern ein Gummibärchen (und wer das schon mal (in seiner Jugend) gemacht hat: ein rotes um genau zu sein)! So dermaßen süß und irgendwie genau diese Süße - echt spannend! Allerdings lässt das schon ab dem zweiten Aufguss deutlich nach, die Süße gibt recht schnell einer Adstringenz Raum und bildet so den typischen YS-Einheitsbrei, nachdem so gut wie alle ab dem durchschnittlich dritten Aufguss schmecken - man merkt dass es ein Reste-Tee (die Reste von Scotts Haupt-Regionen sowie Spring und Autumn zusammengeworfen) ist. Aber das klingt negativer als es ist - man kann es gut trinken, besser als so manch anderen - als simplen Daily Drinker für den Abend nach einem langen Tag ist der Tee absolut in Ordnung, um so mehr wenn man sich den äußerst freundlichen Preis anschaut!
  30. 5 points
    Teelix

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Nachdem ich auf der Teezui ja schließlich 2 Tage lang keinen Tee getrunken habe *großer Zwinkersmiley* konnte ich heute endlich mein Paket von pu-erh.sk öffnen, welches sich innerhalb Deutschlands erst noch 2 Wochen verlaufen hatte. Mein darin enthaltenes neues Kännchen weihe ich gerade mit dem ebenfalls enthaltenen 2019 Gushu Naka ein: Die Bitterfraktion hat diesen Tee als den "schwächsten" der Riege befunden. (1. Aufguss) Ich weiß nun auch warum: Der Tee hat wirklich sehr wenig Bitterkeit und sehr viel Süße. Etwas Nussig und fruchtig. Mir gefällt er sehr gut. Vorallem die Wirkung gefällt mir aber. Nicht zu stark, aber durchaus wahrnehmbar insofern, dass sich meine Atmung schon nach dem ersten Aufguss spürbar vertieft und ich mich insgesamt gut entspanne. 7., 8. oder doch schon 9. Aufguss?! Ich weiß es nicht, ich habe mich selbst so sehr in diesem Tee verloren, dass es mir auch egal ist. Schön.
  31. 5 points
    Teelix

    Teezui 7 - Augenzeugensammelthema

    Und heute bei Galileo Mystery: Was genau ist das für ein Tee, und was haben die Illuminati damit zutun? Danke übrigens an alle Teilnehmer für die zwei tollen, unvergesslichen Tage, den regen Austausch von Tee und Worten und die beinahe unzähligen Sessions.
  32. 5 points
    Joaquin

    Teezui 7 - Augenzeugensammelthema

    Die Teezui wurde outgsourced.
  33. 5 points
    miig

    Cha Qi, Wirkungen etc.

    Weiß nicht - vielleicht verstehen wir andere Dinge darunter. Was klar ist, ist, dass Tee für mich nicht in dem Maße eine soziale Dimension hat wie für dich, weil ich nur ein paarmal im Jahr Teefreunde treffe, die ein ernsthaftes Interesse am Tee haben. Es kommt schon öfter mal vor, dass ich mit "Amateuren" Tee trinke, das ist dann auch ein sehr schönes Miteinander, auch wenn diese nicht so richtig in der Materie drin sind. Aber da ist es dann meistens sinnvoller, einen einfacheren Tee zu wählen. In jedem Fall - man muss halt immer überlegen, was im Zentrum steht. Wenn ich mit Leuten zusammen Tee trinke, bekommt meistens der Tee nur einen geringeren Anteil der Aufmerksamkeit, zwangsläufig. Sobald man beginnt, sich zu unterhalten, zu interagieren, bindet das eben einen Großteil unserer mentalen Ressourcen. Die Alternative ist dann, schweigend, und letztlich auch wieder meditativ, den Tee zusammen zu trinken. Das ist toll, aber dafür brauchts die richtigen Leute, die dem etwas abgewinnen können / wollen. Es wurde beispielsweise mit Peter von pu-erh.sk in beeindruckender Weise so verwirklicht. Peter ist ein erfahrener Meditierender und hat das in unser Zusammensein mit eingebracht: Vor dem Trinken saßen wir ca. eine Viertelstunde schweigend da, dann wurde das Wasser auf die Kohlen gestellt. Nachdem es kochte, hat er 1-2 Tassen gegossen, die auch noch schweigend getrunken wurden. Und erst dann gab er ein Signal, dass man jetzt sprechen kann. Das klingt erstmal seltsam, aber wenn man da mal etwas in einen Rhythmus gekommen ist, dann ist es eine ganz neue Dimension des Teetrinkens. Der Teufel steckt halt im Detail - es geht beides. Ich würde sagen, wenn der Fokus die Gestalt einer gekonnt ausgeführten Achtsamkeitsübung hat, dann kann er in einer unvergleichlich direkten Art mit dem Leben an sich verbinden. Man kann aber natürlich auch vor dem Leben flüchten, ins Innerliche. Da muss man sich immer anschauen, wie es konkret abläuft und praktiziert wird.
  34. 5 points
    So ähnlich nur mit einem kleinen Kessel aus Keramik. Die genutzte Kohle ist quasi rauch- und geruchsfrei und da wir ja kein Grillgut rösten, wird es natürlich auch keine Geruchsbelästigung geben. Im vergangenen Jahr hatte @Teelix bei der Bank die Interviews aufgenommen, das wäre eine ähnliche Zeitphase. Auf dem aktuellen TKK YouTube Video sieht man, dass bei dieser Kombination nur Wasserdampf, aber keinerlei Rauch entsteht. Wir bringen das Set einfach mal mit und dann schauen wir vorort weiter. PS: Da es auf unserer Strecke leider heute und morgen einige Vollsperrungen geben wird, haben wir spontan die Anreise auf heute Abend/Nacht vorverlegt. Dadurch können wir hoffentlich dem schlimmsten Chaos entgehen und sind morgen dann etwas ausgeruhter. Und ich freu mich schon ganz megadoll auf ein Wiedersehen und die vielen schönen Sessions mit Euch Lieben.
  35. 5 points
    SoGen

    Anmeldungen für die Teezui 7 in Kassel

    Liebe Teefreundinnen und -freunde, ich wünsche Euch eine schöne Teezui. Ich selbst fahre bereits morgen früh in den Taunus, wo ich bis Sonntag die Zeit hauptsächlich damit verbringen werde, sitzend die Wand anzustarren. Aber immerhin gibt es einmal täglich Sarei ... Habt eine gute Zeit. Jeder Tag ein guter Tag. _()_
  36. 5 points
    Eigentlich war ja die Anschaffung eines Ryōro geplant (an dieser Stelle ganz herzlichen Dank an @Paul für seine sachdienlichen Hinweise und Tips). Es hat nicht sollen sein (aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben), denn beim Recherchieren stieß ich bei dem japanischen online-second-hand-shop Sou (宗) auf ein Yixing-Kännchen. Wie dort üblich, ohne nähere Beschreibung (entsprechend ohne irgendwelche Zusicherungen) zu den Fotos. Falls es sich nicht um eine Fälschung handelt, ist das Alter 60er/70er Jahre (Zhongguo Yixing - Siegel). Wobei das Siegel etwas nachlässig eingeprägt ist - bei einer Fälschung hätte man wohl etwas mehr Sorgfalt aufgewandt ... (so klammert man sich an Hoffnungen ). Gestern dann zum Zollamt gefahren, wo ich das (übrigens sehr sorgfältig verpackte) Kännchen gegen Zahlung des üblichen Lösegeldes in Empfang nehmen durfte. Mit diesem (der Versand war frei) kam das Stück auf einen Hunni plus ein wenig Kleingeld. Ich musste das Paket öffnen und die erste Überraschung war, dass das Kännchen offensichtlich unbenutzt (allenfalls äußerst selten gebraucht) ist. Hmmm ... doch Neuproduktion? Oder nur ein Ladenhüter (so klammert man sich ...)? Der nette Zollbeamte hatte übrigens Zeit für einen kleinen Schwatz und erzählte mir, Tees ohne Zertifikate (die bei Privatkäufen so gut wie nie dabei sind) müssten nach Vorschrift eigentlich zurückgeschickt werden, aber bei offensichtlichen Privatkäufen (Kleinmengen) drücke man in aller Regel beide Augen zu ... Heute dann zuerst Volumenmessung (ziemlich exakt 100 ml) und Schwimmtest. Das Kännchen ist nicht perfekt ausgewogen (leichte Henkelneigung), aber durchaus zufriedenstellend. Der Deckel sitzt recht locker, aber das ist mE bei diesen älteren Standard-Yixing-Kännchen normal. Das Oberflächenfinish insbesondere auf dem Boden und im Innern ist recht nachlässig, typisch Serienproduktion (für die revolutionären werktätigen Massen halt ...). Aber der Kaufgrund war ja auch das Material. Da fällt der Klangtest allerdings leider etwas enttäuschend aus . Schließlich Auskochen und Würzen - mit reichlich Tie Guan Yin, denn genau dafür ist das Kännchen gedacht. Es soll das (innen glasierte) von Andrzej Bero ersetzen, das dann für andere Zwecke frei wird. Die dafür erforderliche Zeit vertrieb ich mir mit einer Sitzung Longjing und einer mit Fenghuang Dancong (Milan Xiang) sowie dem Frühstück. Jetzt bekommt das Stück erst einmal zwei Tage Ruhe zum gründlichen Austrocknen gegönnt. Dann wird's richtig ernst. Top oder Flop? Zweifelnde Grüße, () SoGen
  37. 5 points
    Heute habe ich meinen Teeschrank gründlich aufgeräumt und ausgemistet. Da fiel mir eine Probe in die Hände, welche ich vor längerer Zeit einmal von @Tobias82 bekommen habe. 2002 Yiwu Ancient Spirit Mit 9 Gramm sehr gut dosiert, bringt er mir die typische Aromatik, die ich an schön gealterten Tees mag: Alte Möbel, Apothekerschrank, schöner dicker Campher. Der Tee hat Körper und eine feine Bitternis, welche im Nachhall süssen Noten weicht. Toller Tee! Danke, Tobias! Anbei noch ein Bild, was alles beim Ausmisten anfiel, und worauf sich Teefreunde bei der Teezui im Rahmen der Tauschbörse freuen können...
  38. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Tobias82 ganz ehrlich, ich kann Paul nur beipflichten - schon mal überlegt, warum es kein Proben-Paket für das Forum von Yu, Shuitang oder ChaDao gibt? Denken und dann posten - bitte. Wie Anima_Templi vermisse ich deine früheren Kommentare, die Sinn und Information enthielten... (Bitte nicht als Angriff verstehen sondern als gut gemeinter Rat - es wurde in letzter Zeit schon öfters angesprochen aber scheint nicht anzukommen) @topic: Wie gestern angekündigt geht es heute mit dem 2019er Rareness5 von Peter (prSK) weiter: Dieser Tee stammt wie der 2016er Rareness 3 aus Yiwu, dieses mal allerdings aus Guoyoulin und ist von einem ganz anderen Charakter als der ähnlich benannte Rareness 4 von diesem Jahr: Während der erste Aufguss noch recht zurückhaltend ist kündigt sich die Kraft des Tees bereits an - man kann noch nichts wirklich Genaues sagen, es ist mehr ein Gefühl, so wie wenn man spürt, dass sich ein Gewitter nähert. Ab dem zweiten Aufguss wacht der Tee dann auf und legt eine bitter-süße Note wie gebackene Birnen an den Tag, die ich so noch niemals bei einem anderen Tee hatte und mir extrem gut gefällt. Getragen wird sie von einer schön schweren Textur und hinterlässt einen tollen, sehr langanhaltenden Nachgeschmack bei dem rasch die Süße die Oberhand übernimmt - beim nächsten Aufguss (ca. 10 min später) ist dieser noch nicht einmal ansatzweise verflogen. Je nach Dosierung lässt sich die Bitterkeit, die wie die leicht bittere Schale einer im Inneren super-süßen Birne deren Charakter bestimmt, etwas regulieren und entscheidet so sozusagen über den Reifungsgrad oder die Dicke der Schale der Birnen, die beim Backen verwendet wurden. Am spannendsten an dem Tee ist aber das Qi: sobald man einen Schluck nimmt und sich die Flüssigkeit nach unten bewegt, strömt die Energie nach oben in den Kopf und dann direkt in die Arme und macht diese sehr schwer und "breit" - es ist kein Feuerwerk wie bei einem Last Thoughts - das hat der Tee gar nicht nötig (das würde hier so billig wirken wie die Spoiler von "getunten" Autos oder Goldkettchen von diversen Rappern) - das sich hier entfaltet und es hat nicht die energetisierende Wirkung wie bei dem Rareness 4, so dass man schon etwas in sich hineinhören muss, wenn man sehen möchte, wie sich diese entfaltet, aber die Wirkung stellt selbst einen Teijipin in den Schatten: Langsam aber unaufhaltsam wie die tektonischen Kräfte der Erde führt mich der Tee immer tiefer in die Ruhe und Entspannung, wie man sie in dieser lärmenden, schnelllebigen Welt nur noch selten findet. Kein Tee, um ihn mal schnell zwischendurch zu trinken, wenn man mal ein Stündchen Zeit hat oder sich gar Aufguss nach Aufguss in den Rachen zu kippen, sondern wenn man sich WIRKLICH Zeit dafür nehmen kann - meditativ alleine für 3+ Stunden oder einen entspannten Abend zusammen mit einem guten Freund. Qualitativ ist der Rareness 5 genau so wie der Rareness 4 über jeden Zweifel erhaben aber auf Grund diesen Charakters gefällt er mir persönlich sogar noch besser - auf dem Level ist keine Wertung mehr möglich sondern man kann nur noch nach persönlichen Vorlieben entscheiden (wenn man sich denn entscheiden muss). Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass das der Beste Tee ist, den ich bisher kenne (und vermutlich der, zu dem ich bisher den längsten Text geschrieben habe - sorry, ist mehr geworden als geplant).
  39. 5 points
    Paul

    Vorwerk Temial

    @Anthony Thomas Langnickel-Stiegler, ist das der den @Raku für @SoGen gehalten hat? Ich bin froh, daß die liebe Anima Templi jetzt sicherlich ganz beruhigt ist! @Anthony ich hatte schon so etwas elegantes, luftig Leichtes über Deinen Namensvetter (für alle nicht Westernkenner, bei Wikipedia gibt es natürlich einen Artikel über ihn)und Vorwerk geschrieben, aber wieder gelöscht - keine Witze über Tote und Namen! @Manfred hat mir schon auf der Verhohnepipelung von Temial/Teminal rumgehackt - nicht das mich das stören würde - aber vorsichtshalber gehe ich mal davon aus, daß Du Arno S. (kein Teemeister) auch nicht kennst; aber so schrecklich ist die Arbeitsmarktlage ja nun nicht, als daß Du nicht noch eine bessere Arbeit bekommen würdest? Mit den Besten Wünschen für Dein weiteres Berufsleben ergebenst Paul ( das `Lieber` sehe ich nur @teekontorkiel nach)
  40. 5 points
    Helmi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Mein erster Shincha in diesem Jahr ist der "altbewährte" Sakura-No aus Kumamoto, Kyushu. Der Tee bietet ein intensives süßliches Aroma, das am Gaumen sehr lange anhält. Dagegen bleiben die bitteren/herben Aromen eher dezent im Hintergrund. Meiner Meinung nach besitzt dieser Tee einen sehr hohen Toleranzbereich bezüglich der Wassertemperatur. Ich habe noch weitere 2019er Shinchas aus dem Marimo- und Keiko-Sortiment erworben, aber leider steckt meine Japan-Bestellung (von TdJ) seit fast 2 Wochen beim Zoll fest. Es sieht so aus, dass ich nächste Woche einen Abstecher zum Zollamt machen muss.
  41. 5 points
    Schon mal zum Einstimmen auf die Teezui ...
  42. 5 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bi Lo Chun Sanxia 2019 Sehr leckerer Grüner, der viel zu schnell weg war, und deswegen nachgeordert wurde. Steigert die Vorfreude auf die ersten Shinchas.
  43. 5 points
    Anima_Templi

    Anmeldungen für die Teezui 7 in Kassel

    Ich würde gerne zwei Personen für beide Tage anmelden.
  44. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi tolle Bilder und tolles Blatt! @topic: Am Nachmittag ist wieder ein guter Bekannter im Kännchen, um die Evaluierung des Shibos von Ferdinand voranzutreiben: Der 2014er Long Lan Xu von EoT. Im Shibo zeigt sich der Tee von einer ungewohnt fruchtigen und zahmen Note - von der zuvor beschriebenen Bitterkeit ist nur noch ansatzweise etwas übrig, ohne dass der Tee jedoch flach wird, denn die sonst nur dezent vorhandenen fruchtigen Noten sind hier als prominente, Sauerkirsch-artige Note im Vordergrund vertreten, die mich etwas an den 2017er Jingdong erinnert (jedoch ohne die typische Yesheng-Note).
  45. 4 points
    Paul

    Cha Qi, Wirkungen etc.

    @GoldenTurtle Qi gibt es! - aber nur aus peinlich sauberem Teegeschirr.
  46. 4 points
    goza

    Blattgut - japanische Grüntees

    das oben mit den Zahlungsarten ist mir natürlich aufgefallen, als ich spontan eine Bestellung getätigt hatte - mit Kundennr. 5 war ich ganz vorne dabei darf ich hier im Thread auch das erste Feedback hinterlassen? ich hatte mich für "Jadetau" (Gyokuro Goko) und "Windspiel" (Saemidori Shincha) entschieden, Oliver gab noch eine Probe des "Waldgrün" (Karigane) dazu - vielen Dank! Erwartungsgemäß kam die Sendung sehr schnell an (Samstag) (hier als ersten Hinweis @olem: vielleicht noch den Karton mit einem Streifen Klebeband gegen unbeabsichtigtes Öffnen sichern und mal über versicherten Versand nachdenken - dem Kunden kann ein verschollener Maxibrief egal sein, aber du musst halt den Verlust ausgleichen.) Shincha und Gyokuro durften dann heute auch schon herhalten. Ich habe mich strikt an die Zubereitungsempfehlungen auf der Homepage gehalten. Windspiel: 3g/90ml mit 80s@55°C/20s@60°C/25s@65°C, danach bin ich auf 70°C und jeweils +30s gegangen. So erhielt ich 6 Aufgüsse die dann am Ende die übliche süße Grünteearomatisierung im Wasser hinterlassen. Die in der Shibo angewärmten Blätter verströmen eine sehr süßen, fruchtigen Duft. Etwas wie Multivitaminsaft mit einem Hauch Nadelwald. Die Aufgüsse sind zunächst sehr cremig mit einer kräuterigen Würze und erfrischender Zitronenschale. Die Zitronennote (nicht sauer, sondern nur von der Aromatik her) kommt vor allem in zweiten Aufguss ganz stark rüber und ich habe mich an Bitter Lemon erinnert gefühlt. In den weiteren Aufgüssen kommt wie beschrieben die Grasigkeit zum Vorschein, während die Zitrone einer milden Süße Platz macht. Insgesamt bin ich bin der Zubereitung sehr gut zurechtgekommen, für mich darf die tea soup aber deutlich dicker sein. Ich probier die nächsten Male in die Richtung weiter, mit höherer Dosierung zu spielen. Mit den Temperaturempfehlungen bin ich sehr zufrieden. Jadetau: 4,5g auf 90 ml, 50s@45°C/20s@50°C/25s@55°C und weil ich gerade kurz abgelenkt war, habe ich den 4. Aufguss in der Shibo vergessen und erst bei 2min@60°C abgegossen Also doch nicht strikt dran gehalten - aber gleich vorweg: die 2 min machen dem Tee gar nix . Zwar natürlich etwas mehr Bitterkeit als davor, aber die ist dezent gehalten. Der Tee ist sehr dick, sämig, tomatig, fleischig, mit feiner fruchtiger Süße. Beim zweiten Aufguss dachte ich, ich muss kauen, so körperreich war der Tee. Schonmal auf einem Stück Butter gelutscht? Weitere Aufgüsse mit 65°C bleiben konstant, es entwickeln sich stetig vegetalere Aromen, das umami hält sich hartnäckig. Beide Tees haben jeweils einen kurzen, herb-würzigen Nachgeschmack und das Koffein belebt ganz sanft ohne Herzrasen. Bin jetzt topfit
  47. 4 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @goza Ich hatte schon länger keinen Grüntee mehr, bei dem das so war. Was aber nicht heißen soll, dass mir das noch nie vorgekommen ist. Kann mich entfernt daran erinnern, dass ich anfangs durch das Forum motiviert sehr viele verschiedene Tees probiert habe. Vor allem mit einigen Fukamushi hatte ich da Probleme mit übermäßiger Bitterkeit. Einige davon waren wohl auch beschattet. Auch aus dem Grund würde ich mir heute bewußt keinen Kabuse mehr kaufen. Kann aber natürlich nicht ausschließen das in einem der Blends, die ich hier habe, auch beschatteter Tee drin ist. Heute gibt es wieder einen Sencha, Shincha Kyōnishiki von Ocha no Kanbayashi. Kännchen und Schale aus Arita Porzellan. Beide kommen in letzter Zeit (viel zu) selten zum Einsatz. Dabei bin ich jedes Mal aufs Neue von der Form der Schale begeistert und nehme mir vor sie alsbald wieder zu verwenden...
  48. 4 points
    seika

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Helmi ein Tee aus Kumamoto. Von Sakuranoen habe ich auch einen Sencha hier. Ao heißt er, wenn ich mich recht erinnere. Hat mir mal ein Bekannter aus Minamata mitgebracht. Gerade im Kännchen einen Kōshun Schwarztee ebenfalls aus Kumamoto. Ashikita, wo der Tee herkommt, liegt nördlich von Minamata. Von der Stadt aber immerhin noch gute 2 Stunden Autobahn bzw. Landstraße. Der erste Aufguss ließ mich an Zuckerwasser denken. So süß hatte ich den eigentlich nicht in Erinnerung. Vermutlich lag es an der Bittergurke, die es zu Abend gab. Sei’s drum.
  49. 4 points
    Tanuki

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich hab noch nie wirklich kalte Getränke im Sommer getrunken eher Raumtemperatur oder eben was warmes. Zu heiß sollte es aber auch nicht sein denn wenn ich überlege wie heiß ich im Winter bekomme wenn ich eine Suppe esse oder einen heißen Tee trinken da kommt man gerne Mal ins schwitzen. Heute gibt's bei mir vor der Schicht einen Gyokuro minori aus Honshu , Kyoto
  50. 4 points
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Dieses Jahr probiere ich die Grünteewelt abseits von Japan zu erforschen. Der Bi Lo Chun 2019 Sanxia von TKK überzeugt dabei auf ganzer Linie. Normalerweise mag ich keine färbigen Tasseninnenseiten, aber bei dieser hier hat es irgendwie klick gemacht und ich musste sie haben
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