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  1. 8 points
    Dank dem Hinweis von @GoldenTurtle vor einiger Zeit auf die Yann Zisha Gallery gibt es bei mir einen kleinen Neuzugang: Ich habe lange nach einem kleinen Zhuni-Kännchen gesucht, da mir das winzige Zini-Kännchen von Chen Ju Fang sehr viel Freude bereitet - eine so kleine Größe macht einfach Sinn, wenn man wirklich hochwertige Shengs hochdosiert genießen möchte, ohne gleich einen großen Brocken vom Bing abmachen zu müssen. In dem kleinen 65ml Kännchen von She Rong Fei (佘荣飞) bin ich schließlich fündig geworden, da es genau meinen Vorlieben für ein gutes Yixing-Kännchen entspricht: guter Ton, ordentliche Verarbeitung und schlichte/klare Form ohne Schnörkel und unnötigen Verzierungen - der Name ist hier Programm ("Jian" (简) bedeutet "einfach" oder "schlicht"). She Rong Fei ist der Ehemann von Meister Shen Mei Hua (沈美华) - sie hat den Titel "Senior Master of Arts and Crafts of China" und ist eine Schülerin von Großmeister Li Chang Hong (der wiederum ein Schüler von Großmeister Gu Jing Zhou ist) und entsprechend gut in der Tee-Welt vernetzt, wodurch es ihm möglich ist hochwertigen Ton zu beschaffen, den sowohl er als auch seine Frau verwendet. Im Gegensatz zu seiner Frau hat er aber selbst keinen offiziellen Titel wodurch seine Kannen zum Glück erschwinglich bleiben! Auch wenn das Teeschälchen von Hong Seongil sehr gut dazu passt und wie sein Gaiwan gut mit Zhuni harmoniert, werd ich sicherlich diverse Schälchen in Verbindung mit dem Kännchen nutzen - die Auswahl ist ja vorhanden. Was auf jeden Fall hervorragend zu dem Kännchen passt ist das winzige Bizen Yuzamashi von Nobuhara Katushi! Was ich auch immer wieder sehr spannend finde, ist dass bei keinem Kännchen der Ton identisch ist, wie bei dem anderen - mal sind etwas gröbere Partikel drin, mal kleine dunkle und der Farbton ist auch immer ein etwas anderer (siehe letztes Bild) - Ton ist einfach nicht gleich Ton.
  2. 6 points
    Zu dunkel für weitere Bilder, aber dieses wollte ich dann doch noch teilen.
  3. 5 points
    Willemzwo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2012 Baotang - EoT April 2018 gekauft, das erste Mal getrunken Juli 2019, dann noch mal Januar 20 und heute: Mir kommt es manchmal bei mir so vor wie bei dem alten Ehepaar, das zu meinem Bekanntenkreis gehörte, er ein Überlebender von Stalingrad, dann Neulehrer und später Hilfsschullehrer in der ddr, sie in Berlin 1945 als junges Mädchen Freiwild, dann eine der wenigen Freiberuflerinnen im Rundfunkgeschäft, denn dort guckte die Partei nicht so genau hin und sie konnte ihre Berliner Schnauze bis ins hohe Alter ausleben - bei diesem Ehepaar gab es neben dem neuen und frischen Brot immer auch altes, aber als das alte gegessen war und ehe endlich das neue an die Reihe hätte kommen können, war man satt, und so wurde das neue Brot unweigerlich zum alten... Ja, ich weiß, das hinkt ja gewaltig im Zusammenhang mit Tee, trotzdem mußte ich heute daran denken, als ich selber erstaunt war, wie selten ich zu diesem Tee bisher gegriffen habe. Denn der ist was sehr Feines, der muß sich nicht immer hinten anstellen, wenn er mir über den Weg marschiert. Ich habe etwas vergessen, wie das mit den Ziehzeiten ist, deshalb dosiere ich ziemlich hoch und ziehe wie es in die Handlungsabläufe passt. Erst später in Richtung 8 etwas länger. Das scheint zu funktionieren: Süß-bitter, schwer und ein ordentliches Pling im Kopf. Ich hab gegossen, bis ich nicht mehr konnte - und ich konnte oft. 🙂
  4. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Auf Grund der vielen "neuen" Tees, die ich zwecks Vergleichbarkeit alle in Yixings brühe, kommt die sonstige Keramik aktuell etwas zu kurz in meinen Berichten, da ich die daher aktuell vor allem unter der Woche verwende. Um dem entgegenzuwirken hier mal wieder ein Schnappschuss von dem tollen Echizen-Shibo - es bereitet einfach Freude, die Blätter so schön ausgebreitet zu sehen - die archaische Haptik des Shibos und der Teeschale ist ebenfalls ein schöner Kontrast zu den doch eher zarten Yixing-Kännchen (ach ja, es handelt sich um ein 2016er Yibang Maocha)
  5. 4 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2020 Shudaizi Spring Laobanzhang Gushu, vielen Dank @chenshi-chinatee für das Sample Für mich der erste Tee von Shudaizi oder auch "Dr. Puertea" - wörtlich übersetzte eigentlich Bücherwurm, da Shudaizi bis 2005 eigentlich ein Bücherladen war und sich erst seit dem Pu-Crash 2006 auf preisbewusste Tees umgestellt hat. So auch hier: obwohl es sich um Lao Ban Zhang Material von laut Hersteller min. 100 Jahre alten Bäumen handelt (auch wenn das nach meinem Verständnis streng genommen Dashu und nicht Gushu ist) bleibt der Tee (verhältnismäßig) erschwinglich, da es sich "nur" um Material 2.er oder 3.er Wahl handelt (erstklassiges Gushu Material aus LBZ müsste mindestens das 6-fache kosten). Die Blattqualität hat natürlich Auswirkung auf das Ergebnis: Während der Tee definitiv schön kräftig ist und auch ein ordentliches Qi zu bieten hat - aufweckend, macht sich vor allem zwischen den Augen bemerkbar, eher Naka- als Yiwu-Charakter - resultiert das kleinteilige Blattgut in einer relativ starken Adstringenz (zumindest bei meiner Dosierung), was für Punktabzug sorgt, da ich kein Fan von Adstringenz bin. Unter der Adstringenz versteckt sich aber eine schöne, dichte Süße, die genügend Tiefe und Facetten bietet, um spannend zu sein - wenn einem die Adstringenz nichts/wenig ausmacht oder man seine Tees etwas zahmer dosiert (bei hoher Dosierung und kurzen, heißen Aufgüssen können sich Schwächen nicht verstecken) ist das sicherlich ein sehr guter Tee zu einem fairen Preis für einen LBZ, mein Beuteschema trifft er leider nicht ganz.
  6. 4 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bulang Gushu vom Panda via @Diz Ein schöner Nachttrunk. Fernab von Bitterkeit bringt er eine tolle Textur, einen schönen Körper und eine leckere Grundaromatik. Wie beim Lucky Bee sind es wunderschöne große Blätter, die verarbeitet wurden. Ein schöner Genuss.
  7. 4 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2020 Daxueshan Yesheng by Yu Nachdem der gleiche Tee des letzten Jahres mich in die bittersten Untiefen ala Slumbering Dragon führte, war ich vor der ersten Verkostung fast etwas ängstlich. Zu Unrecht, wie sich herausstellte. Ich musste nach dem ersten Schluck fast laut auflachen. Ein Yesheng wie ich ihn mag. Dichtes Aromennetz, keine Bitterkeit, leicht säuerliches Obst, trockener Abgang. Eine Winzigkeit an Rauch. Ein wirklich schöner Tee. PS: Der Grundgeschmack passt super zu frischen Birnen aus dem Nachbarsgarten.
  8. 4 points
    Schön, dass Du eine kleine Zhuni gefunden hast, @doumer. Auch hier gab es wieder einmal Kannenzuwachs. Näheres nach einem ausgiebigen Bad..
  9. 4 points
    Das Thema gilts einmal wiederzubeleben, schliesslich ist es auch schön, exzellente Tees zusammen zu geniessen. Eine wunderbare Runde heute mit @Anima_Templi, @Akira, @Diz, @Formosa Wulong, @theroots und zwei weiteren lokalen Teefreunden. Top Lineup zur Rekapitulation: 13er Lala Shan Qingxin Guifei von Atong, unglaubliches Huigan, insb. für einen Wulong, minutenlanger süsser Nachhall 18er Hekai Herbst Gushu vom Panda, sehr anfängerfreundlich mild, leicht und fruchtig für einen Sheng 16er Yiwu Mansa Single Tree Frühling Gushu vom Panda (auf den Fotos), wandelt sich vorbildlich über die Aufgüsse hinweg, toller Sheng, und war eine nette Diskussion ob der jetzt Yiwu typisch ist oder nicht. Und zum Abschluss zwei Prachts-Yanchas von den Wuyi Freunden von Beni: ca. 16/17er Qi Dan Da Hong Pao, sehr fruchtig (insb. für einen DHP) und ausgezeichnet treffend geröstet ca. 16/17er Rougui, einiges stärker geröstet aber sensationell getroffen, die typischen Zimt und Cassis Noten wie aus dem Bilderbuch herausgearbeitet, dazu eine wunderbare Röst-Vollmundigkeit. Danke an Diz und Beni für das Aufwerfen der Shengs und Yanchas, und an alle für eure Teilnahme, es hat mir sehr gefallen und war mir eine Ehre, euch als Gäste gehabt zu haben. PS: Oh, ich hab mich geirrt, das war nicht nicht @Akira, sondern @Kao Anir. 😅
  10. 4 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2019 Naka Dragonball autumn via prsk Leckerer Sheng aus gutem Material. Die Pressung ist nicht allzu fest, wodurch sich die Kugel schnell öffnet. Geschmacklich sauber und, für Naka Verhältnisse eher untypisch, sehr süß und freundlich. Von Bitterkeit fehlt jede Spur. Zusammen mit dem eher verhaltenen Qi und der reduzierten Komplexität, erkennt man einen typischen Herbsttee. Lecker und empfehlenswert.
  11. 4 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Late Night Sheng: 2018 Mannuo von prSK Wow, nach dem ersten Aufguss musste ich erst nochmals nachsehen, ob ich auch wirklich den Mannuo erwischt habe oder nicht - es ist zugegebenermaßen schon eine ganze Weile her, dass ich den zuletzt im Kännchen hatte aber was Ferdinand's Shibo hier zaubert hat absolut nichts mit meiner letzten Notiz zu tun (außer dass es ein toller Tee ist): Bereits das Aroma des nassen Blattes ist sehr schwer und richtig dunkel - und hat eine besondere Note, die mich an fruchtige Lakritze denken lässt. Die schwere Textur des ersten Eintrags aus dem Lao-Zini Kännchen ist wieder da und zwar volle Breitseite gepaart mit einer (zumindest in den ersten Aufgüssen oder bei längeren Ziehzeiten) intensiven, moosigen Bitterkeit. Der Tee hat auf jeden Fall DEUTLICH an Tiefe gewonnen - sehr schön!
  12. 4 points
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Kaum zu glauben, aber tatsächlich ist der Huang Zhi Xiang mein erster Dancong überhaupt. Der Duft nach Orangenblüten steigert sich bis zum dritten Aufguss und fällt dann wieder etwas ab. Ein unglaublich schöner Tee der mich wundern lässt, welche Überraschungen bei diesem Hobby noch auf mich warten...
  13. 3 points
    Diz

    das richtige Teewasser ( Österreich)

    Habe ein bisschen gegoogelt: Gasteiner Natur folgende Zusammensetzung: Anionen Hydrogencarbonat (77,95 mg/l) Chlorid (8,30 mg/l) Fluorid (0,63 mg/l) Sulfat (31,42 mg/l) Kieselsäure (12,94 mg/l) Nitrat (5,84 mg/l) Kationen Natrium (14,15 mg/l) Kalium (2,92 mg/l) Calcium (29,52 mg/l) Magnesium (1,73 mg/l)
  14. 3 points
    Shibo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    In letzter Zeit war häufiger der '20er Nearai Fukamushi Sencha von TDJ im Kännchen. Ein Tee, dessen zweifelsohne vorhandene geschmackliche Komplexität nicht leicht zu würdigen ist. Das ist vor Allem dem Umstand geschuldet, dass er schnell bitter wird. Die 50g Packung neigt sich dem Ende zu, und es ist mir bisher nicht gelungen, die Bitterkeit in zufriedenstellendem Maße zu kontrollieren. Gleichzeitig ist er extrem wandelbar, oszilliert im Verlauf der Session zwischen verschiedensten Facetten. Die ersten Aufgüsse sind eher nussig (Walnuss) und vegetabil (grüne Bohnen, sogar eine mehlige Assoziation von Kidney-Bohnen). Dann kommt irgendwann der sencha-typische Wandel hin zu einem leichteren Tee. Nur ist es hier nicht in erster Linie der Körper, der sich wandelt, sondern auch das Aromenspektrum verschiebt sich dramatisch. Es wird viel süßer. Kürbisnoten kommen zum Vorschein (das ist mein persönliches Highlight) und dann wird es sogar fruchtig-floral. Leider wird der Tee auch graduell bitterer, was sich nicht harmonisch zu den restlichen Noten fügt, sondern sie mehr und mehr überdeckt. Irgendwann schleicht sich auch eine leichte Plastiknote (ja wirklich) ein, die mich dann endgültig überfordert. Ich habe keine Ahnung wo sie herkommt, finde sie aber durchaus irritierend. Bei Bourbon-Whiskey gibt es oft eine prominente Klebstoff-Note, welche durch die Verwendung von frischen Eichenfässern in den Whiskey gelangt. Hier vermute ich eine Eigenart des selten verwendeten Kultivars Shizu-Inzatsu 131, die diese Note hervorbringt. Uff, wahrlich kein einfacher Genuss. Florent schreibt "While this tea may not necessarily please everybody, it is worth discovering, even being studied." Genauso fühlt es sich an. Vor ein paar Tagen hatte ich jedoch noch einen anderen Sencha im Schälchen, und zwar den Tsukigase Zairai Sencha von Hojotea. Ebenfalls kein typischer moderner Sencha im Sinne der Hervorhebung des Umami-Aspekts, wird beim Anbau auf den Einsatz von Düngern verzichtet. Ergebnis: Weniger Aminosäuren als in den Umami-Bomben, mehr Mineralien und Polyphenole (von denen auch @SoGen weiter oben sprach). Ich erspare euch Akira Hojos Geschwurbel, warum solch ein Sencha nun der bessere Sencha sei, und so weiter und so fort... Tatsächlich ist der Tsukigase Zairai aber ein sehr schöner Tee, der das Aromaspektrum eines leichten Senchas mit der besonderen Frische, Süße und Zartheit eines chinesischen Grüntees zu verbinden vermag. Der Nachgeschmack ist wirklich toll und das erfrischende Gefühl im Rachen (spricht man bei Grüntee auch von Huigan?) macht Lust auf den nächsten Schluck. Nach diesem kleinen Sample wäre das mit Sicherheit ein Kaufkandidat, wenn er nicht von Hojo vertrieben werden würde. Zwischen meiner ersten Nachricht betrefflich der oben abgebildeten Kyusu und dem letztendlichen Abschluss des Kaufes lagen über vier Monate. Bei einem Kännchen leicht zu verschmerzen, wäre mir das für einen Teekauf zu viel Bohei. Er wird es verkraften können, hat er doch - dem Ruf nach zu urteilen - genügend Kunden. Das Sortiment scheint einfach zu stimmen.
  15. 3 points
    Willemzwo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2017 Zheng Jia Liang Zi - teaencounter 3 Monate keinen PuErh zu trinken tut dem Pu natürlich nicht weh. Dem Menschen zum Glück auch nicht, nur gibt es ein Maß an Zeit, das bei jedem verschieden sein wird, da vermisst man es und hat eine eher unbestimmte Sehnsucht, nach etwas, das man so spontan gar nicht benennen kann. Das ist gar nicht der Tee alleine, das ist das Ritual, das Geschirr, die Art, Wasser zu erhitzen. Und es ist natürlich die Zeit, die man so verbringt, das Innehalten. So war es mir auch ziemlich egal, welcher Kuchen da unter dem ersten Deckel ganz oben lag, kein schlechter Treffer nach so einer Pause. Das dunkle Schieferkännchen habe ich ordentlich vollgestopft und zum Ziehen nur so lange stehen gelassen, wie es braucht, den Kessel abzusetzen und das Kännchen zu leeren. Toller Tee, jeder Guß anders. ...
  16. 3 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2020er Gua Feng Zhai von Tea Encounter Hierbei handelt es sich im Grunde um den selben Tee wie der 2019er Gua Feng Zhai von Tea Encounter, da das selbe Maocha wie letztes Jahr verwendet wurde - der einzige Unterschied ist, dass das Maocha 1 Jahr lang in Kunming gelagert wurde, bevor der Tee zu Bings gepresst wurde - technisch gesehen ist das also eigentlich ein 2019er Tee und kein 2020er Tee aber naja, bei diesen nachträglichen Pressungen gibt es keine einheitliche Konvention, wie der Tee letztlich benannt wird (insbesondere wenn das Maocha deutlich älter ist, als das Jahr der Pressung wird meist lieber der Jahrgang des Maochas verwendet - wichtig ist meiner Meinung nach der Hinweis für den Käufer, da sich Tee ganz anders entwickelt ob gepresst oder lose). Zum Tee: Logischerweise der 2019er Version sehr ähnlich, man merkt aber die zusätzliche Lagerzeit in China: Der Tee ist etwas voller und die fruchtigen Noten gehen eher in Richtung Maracuja anstatt etwas grünes. Da mir der Tee letztes Jahr bereits gut gefallen hat und meiner Meinung nach ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat, habe ich dieses Jahr nicht lange gezögert - zumal Xiaobings etwas freundlicher für den Geldbeutel sind (so gern ich auch Fullsize Bings oder größer mag: es ist halt dann doch gleich immer ein ziemlicher Batzen Geld auf einmal, insbesondere im gehobeneren Preissegment).
  17. 3 points
    GoldenTurtle

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Muss festgehalten werden. Ein weiterer sensationeller Rougui. Dies Bild (wie das obige) nach der Session mit etlichen Aufgüssen. So ein dunkler Yancha hatte ich zuvor noch nie, der nicht verbrannt/verkohlt war. Dieser wurde etwa 10x geröstet, aber anders als was ich es bisher kannte blieb nicht nur Samt, Seide und Karamell zurück, das Karamell blieb noch aus, da er nicht so heiss, sondern sehr lange geröstet wurde, aber dafür wurde ein intensives Rougui-Aromenspektrum am Leben erhalten, und dies gepaart mit einer wunderbaren, samtenen Röstintensität, die optisch in eine richtig braune Farbe in der Tasse mündete, und entsprechend auch mundete (natürlich wurde der Tee auch bereits ein paar Jahre gelagert). Hohe Röstkunst. Grosses Yancha Kino an der heutigen Teerunde. Ein herzliches Dankeschön an den vor Ort Entdecker dieser unglaublichen Raritäten, die ich sehr zu schätzen weiss!
  18. 3 points
    SoGen

    Grüntee bitter

    Musst Du. Vor allem dem Götzen Mammon. Spass beiseite - in der Preisklasse kannst Du nicht viel erwarten. Ergänzend zu @GoldenTurtle: Ein "guter" Grüntee ist Deiner, wie schon angedeutet, allerdings nicht. Sorry - heisst aber andererseits, dass es nicht (nur) an Dir liegt. 80° C dürfte passen (passt übrigens auch bei der Mehrzahl wirklich guter chinesischer Grüntees). Mehr als zwei trinkbare Aufgüsse solltest Du allerdings bei Deinem Nepali nicht erwarten. ... sind für billige Tees empfehlenswert. Eher weniger. Wenn der Tee bitter schmeckt ist neben der Qualität (ein guter Grüntee schmeckt allenfalls herb) meist Überdosierung das Problem. Einen guten Grüntee kannst Du auch mit der dreifachen Dosierung aufgießen, ohne dass er bitter wird. Ich würde für Deinen Nepali 120 sec (2 Minuten) und nur einen Aufguss vorschlagen. Spasseshalber mal noch einen zweiten Aufguss (gleiche Temperatur) mit 3 Minuten probieren, ob der noch trinkbar ist. Vermutlich eher nicht. Das relativiert das oben angesprochene 'Opfer' ein wenig. Wenn Du für den Tee - sagen wir mal - das Doppelte ausgibst wie für den Nepal Everest, solltest Du wenigstens drei brauchbare Aufgüsse erwarten können - höher dosiert und kürzer gezogen. In diesem Qualitätsbereich (< 15 € / 100 gr) lohnt es sich einfach nicht, zu billig einzukaufen. Notfalls(!) mal mit einem Tischwasserfilter probieren, das gibt auch Anfängern schon einen ersten Eindruck, was da die Wasserqualität ausmacht. Es gibt auch preiswerteres weiches Wasser als Black Forest - bei stillem Wasser einfach mal auf den Wert für Hydrogencarbonat schauen. Sollte deutlich unter 100 mg/l liegen (Black Forest hat mittlerweile 30,5 - die hatten schon mal weniger ...). Kein Volvic - hat zwar nur um die 70 mg, aber hohe Calcium- und Magnesiumwerte - und einen Schwefelstich. Aus gutem (oder schlechtem, wie man's nimmt ...) Grund. Die kopieren da Darjeeling, wo man seit ein paar Jahren meint, man müsse Grüntee produzieren, weil's auf dem Markt halt nachgefragt wird. Für Leute, die meinen, sie müssten aus Gesundheitsgründen grünen Tee trinken. Die Teebüsche dort sind idR ertragreichere und robustere Assamica-Varietäten bzw. Assamica/Sinensis-Hybriden, die nach meiner Meinung nun einmal nicht für Grüntee taugen. Da fehlt eindeutig das passende Emoji: _()_
  19. 3 points
    Paul

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Also auch meinen Hut in die Runde der LafuAspiranten: Eine schwierige Sache, Verkostungen von unterschiedlichen Teetischen zu vergleichen; es ist schon schwer genug, Eindrücke zu vergleichen wenn man zur gleichen Zeit am gleichen Tisch sitzt und alle Parameter (Wasser, Kanne usw) übereinstimmen. Aber so ist es schon ein wenig frustrierend. Frustrierend, da sind wir schon am Punkt: zum einen ist es erst mal kein Williamtee, zum anderen schon, da es der Tee von einem "Schüler" ist. 80 € finde ich auch nicht gerade ein Schnäppchen; blumig ja aber auch nicht so richtig; mentholig war er bei meiner Verkostung nicht. Ein Tee von dem man wenn man ihn getrunken hat sagt: Mal sehen wie er in zehn Jahren schmeckt. Und man weiß schon, daß er einem in zehn Jahren nicht schmecken wird! Frustrierend halt.
  20. 3 points
    miig

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Da hast du nicht unrecht @Shibo. Zum einen hatte ich ja schon länger versprochen, meine Eindrücke zu teilen, zum anderen hab ich heute mal wieder diesen Tee in der Tasse. Ich bin ja ein deutlich gönnerhafterer @T-Tester als @doumer, da meine Ansprüche doch auf weniger hochklassigem Niveau verortet sind. Das heißt, für mich ist ein 80€-Tee schon etwas gehobenes. In diesem Koordinatensystem bin ich ziemlich zufrieden mit dem Lafu, der für mich eine runde Sache ist. Interessanterweise war mein Eindruck, wie relativ ungrün der Tee bereits ist für sein junges Alter. Hat mich, als er frisch war, teilweise sogar an Weißtee erinnert und die Vermutung inspiriert, dass das Blattgut vor dem Grüntöten ein wenig (lange?) liegengelassen wurde. Aber das ist eine bloße Vermutung. Meine ersten Male mit ihm waren ein wenig zaghaft, ich habe, wie für sehr junge Sheng meistens, mit 80° Wasser angefangen. Was meistens gut geht, hat da ein relativ langweiliges Resultat hervorgebracht. Dafür stellte sich aber heraus, dass der Tee ohen Probleme relativ heißes Wasser verträgt, und dann auch einen vollmundigeren, würzigeren Aufguss ergibt. War ziemlich angetan von der Kombination an zartgrün-blütigen Aromen, besonders ganz am Anfang duftet das Blatt sehr angenehm. Aber fand auch den Körper des Aufgusses und das Qi sehr zufriedenstellend für diese Preisklasse. Zudem kommt noch, dass ich in letzter Zeit viele grüne Tees getrunken habe, besonders auch 2020er Japantees, die doch drastisch grüner sind als selbst frische Shengs. Verglichen mit den Japantees und China-Grüntee ist selbst dieser Tee schon recht würzig und gar nicht mehr besonders grün... In jedem Fall bin ich, wie @doumer, auf jeden Fall zufrieden mit dem, was für das Geld geboten wird. Für einen Anfänger ein beachtliches Ergebnis.
  21. 2 points
    GoldenTurtle

    das richtige Teewasser ( Österreich)

    Uuuh, ich hab ne Top-Seite für Österreich gefunden: https://www.wasservergleich.at/vergleich.html Das von Diz empfohlene Gasteiner könnte von den Werten sehr gut für Sheng und Oolong hinkommen. Aber für filigranen Grüntee und Hochland Oolong könnte das noch einiges weichere Wasser von LebensQuell deutlich besser geeignet sein. Für alten Sheng, Shou und stark geröstete Oolongs könnte das etwas kräftigere Wasser von der Waldquelle auch definitiv einen Versuch wert sein.
  22. 2 points
    GoldenTurtle

    today's wee dram (ich trinke gerade...)

    Ich empfehle euch wirklich den täglichen Griff zur Flasche zu lassen - auch wenn man mengenmässig nicht viel trinkt. Die Seele gewöhnt sich an den Einfluss des Alkohols, wenn man z.B. ein Gläschen trinkt um runterzufahren/abzuschalten - aber das kann man sich auch wieder umgewöhnen und generell entspannter leben. Und da dies ja ein Teeforum ist, möchte ich hier quasi als besonderer Piratenbeitrag ontopic im offtopic diesen Heicha empfehlen, der mit seinen rauchigen, torfigen und molassesüssen Noten etliche Teeliebhaber mit einem Whisky-Fable zu begeistern vermag.
  23. 2 points
    Anima_Templi

    Bestellung bei Thés du Japon

    Jetzt hast Du schon so schön auf dicke Hose gemacht, da sollten Dich doch die paar Prozent Gebühren nicht schrecken...
  24. 2 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @nemo ja - es ist zwar noch schwammiger als bei Geschmacks-Charakteristika (Yiwu = süß + floral, Bulang = bitter etc. wobei es da eben auch unendlich viele Abstufungen und Ausreiser gibt), aber bei "vielen" Nakas (von den vielleicht 13 oder so, die ich bisher hatte) das Qi (wenn denn vorhanden) ein kopflastiges, anregendes Qi war, wohingegen (sehr gute) Yiwus (wenn sie denn Qi haben) eher dazu neigen, ein entspannendes Qi zu haben - am liebsten sind mir die, bei denen das Qi dann in die Arme abfließt und man so richtig tiefenentspannt ist (wie beim Rareness5). :) @topic: heute mal kein Pu sondern der 2020er Spring Da Xue Shan Wild Red Tea von EoT Der Tee ist wie die 2016er Version aus Yesheng-Material gemacht und insgesamt ein eher dezenter, leichter Hongcha - aber dafür auch ein wirklich toll ausbalancierter: es dominiert eine leicht Malzige Süße jedoch ohne den (für meinen Geschmack) unangenehmen Malzbier-Nachgeschmack, der bei vielen chinesischen Hongchas zu finden ist ergänzt durch zarte Kirsch-Noten, die sich vor allem auch im cremig-weichen Aroma des Tees wiederfinden. Der Tee hat etwas von einem taiwanesischen Hongcha, da hier auch die fruchtige Note einen Großteil des Charakters ausmacht, ohne jedoch gleich eine Beeren-Explosion zu sein wie z.B. der Red Jade #18 - das gibt dem Tee einen schön ruhigen Charakter. Und obwohl eher zurückhaltend kann der Tee das Level ziemlich lange halten - zusammen mit dem 2019er Hekai Hongcha und dem 2019er Huazhu Yesheng Hongcha von Peter definitiv einer der schönsten Hongchas aus China, die ich bislang hatte!
  25. 2 points
    GoldenTurtle

    Traditionelle chinesische Zisha Kannenformen

    Geht rum, sehenswert: Angeblich hat dieser Zac das entworfen und/oder zusammengestellt. Welche Form ist euer persönlicher Favorit?
  26. 2 points
    teewelt

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Seit ich mal (aus Versehen) einen halben Becher Grüntee über einer Computertastatur verschüttet habe, dachte ich eigentlich immer, dass man zwischen technischen Geräten und gefüllten Teetassen einen gewissen Sicherheitsabstand belassen sollte. Da fällt mir ein Kalauer ein: Du könntest Deine Tasse auch auf einem Nilpferd abstellen - rein hippoteetisch...
  27. 2 points
    teewelt

    Identifizierung Gusseisen Teekanne

    Wenn die Kanne auch etwas größer sein darf und Du keine Tassen brauchst: https://www.japan-shop-yumeya.de/kochen-essen/teegeschirr/teekannen/japan-teekanne-tokusa-blau-600ml Eigentlich wollte ich zu den Gusseisenkannen gar nicht so viel schreiben, da ich diese Kannen (wie ja schon mehrfach gesagt 😬) nicht besonders mag. Da ich mich nun aber in das Thema „eingegroovt“ habe, hier noch ein paar ergänzende Erklärungen: Ein Grund für meine Abneigung ist kein praktischer, sondern ein grundsätzlicher. Was Tee und Teezubehör angeht, bin ich ein Traditionalist. Und die Verwendung der Gusseisenkessel als Teekannen ist eben nicht traditionell, sondern eine relativ neue Sache. Laut dem von @Shibo erwähnten Großhändler „Die Gusskanne“ waren es noch nicht einmal Asiaten, sondern ein Unternehmer aus der Schweiz, der zuerst Eisenkessel mit einer Innenbeschichtung versehen und als Teekanne vermarktet haben soll. (Nachzulesen hier: https://de.calameo.com/read/004819207d90acbe34053) Am Rande sei angemerkt, dass „Die Gusskanne“ meines Wissens keine Kannen herstellt, sondern diese als Großhändler importiert und an den Einzelhandel weiterverkauft. Ich weiß, dass es auch bei diesen Kannen in der Vergangenheit Probleme mit der inneren Beschichtung gab, die vermutlich inzwischen längst durch strengere Qualitätsanforderungen an die Hersteller behoben worden sind. Bei den Preisen, die für die Kannen aufgerufen werden, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie nicht in Japan, sondern in irgendeinem anderen Land hergestellt werden, in dem die Arbeitslöhne niedriger und die Umweltschutzgesetze weniger streng sind. Darüber hinaus gibt es aber auch praktische Gründe, warum ich mir keine Gusseisenteekanne kaufen würde. Einerseits finde ich, dass Gusseisen als Material für eine Kanne einfach zu schwer ist. Dadurch finde ich diese Kannen von der Handhabung her nicht komfortabel. Andererseits ist die Pflege der Kannen umständlich. Da sie zumindest von außen nicht rostfrei sind, müssen sie nach dem Abwaschen jedesmal von Hand sorgfältig abgetrocknet werden. Sie sollen auch weder mit Spülmittel noch mit Topfschwämmen gereinigt werden. Also wird sich mit der Zeit im Inneren eine Patina bilden. Das bedeutet, dass man wie bei Tonkännchen auch für jede Sorte eine eigene Kanne haben müsste. Im Gegensatz zum Ton gibt es aber zwei entscheidende Nachteile: Weil die Innenbeschichtung eher glatt und nicht porös ist, kann es leichter passieren, dass sich die Patina wieder ablöst. Und während der Ton ja einen erwünschten Einfluss auf den Teegeschmack hat, ist das bei der Beschichtung eben nicht der Fall. Mein vielleicht etwas rigoroser Traditionalismus (natürlich nur in Bezug auf Tee-Themen) spielt natürlich bei meiner Kyusu-Empfehlung ebenfalls mit hinein. So ist etwa ein eingebautes Metallsieb zwar modern und einfach herzustellen und deswegen bei günstigen Kännchen sehr verbreitet. Vermutlich erfüllen solche Metallsiebe ihren Zweck. Aber sie sind kein Merkmal gediegener Handwerkskunst und auch nicht schön anzusehen. Deswegen würde ich immer ein Kännchen ohne Filter oder mit eingearbeitetem Keramiksieb wählen. Zuletzt noch danke, Sogen, für diese Sätze: Das hast Du schön auf den Punkt gebracht!
  28. 2 points
    GoldenTurtle

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    ... wobei Huigan beim Grüntee doch eher selten resp. dezent auftritt. Bei Oolong ist die Hervorbringung von Huigan im Tee durch die verschiedenen Produktionsschritte eines der wichtigsten Ziele manch ambitionierter und leidenschaftlicher Teeproduzenten - bei Grüntee hingegen greift man meines Erachtens nach weniger tief in den Tee ein um dies hervorzuheben (das Sha Qing dient mEn kaum diesem Zweck), und man ist, ähnlich wie bei Sheng, noch mehr vom Pflückgut abhängig, was es von der Natur her mit sich bringt (und insb. bein Grüntee vom Kultivar, denn Grünteekultivare sind meist ein Balance-Akt, wobei i.d.R. auch noch ganz andere Aspekte auf der Rechnung stehen wie der Ertrag, Restistenzen, als auch die Bekömmlichkeit mit dem grünen Ausbau - was leider dem Huigan etwas entgegengesetzt ist, denn das Huigan lebt nicht nur von der Süsse, sondern auch von der Bitterkeit, und diese wie eine Babuschka immer weiter ineinander verschachtelt). Klar kann man es beim Oolong auch nicht aus dem Nichts herzaubern, aber meiner ganz persönlichen Auffassung nach kann eine wirklich entsprechende Röstung einer Lupe gleich den Fokus in der Tasse als Primärnote auf die natürliche Süsse richten, und von dort aus die weiteren Aspekte wie Bitterkeit, Würze, Frucht- oder Blütennoten und Mineralität rundherum aufbauen. @topic: Bilder von Lucy, die kann vielleicht knipsen. Habe nur ein Muster, aber es ist ein ganz braver Shou, um ihn mit einem Hund zu vergleichen (und welcher Vergleich läge näher) käme gewiss ein Dackel in Frage. PS: Nachtrag zum Thema Huigan im Vergleich von Grüntee zu Oolong: Die für Oolong verwendeten Kultivare sind hingegen oft etwas angriffslustiger, was aber durch eine traditionelle Produktionsweise abgemildert wird (was jedoch bei einer zu grünen, modernen Verarbeitungsweise auf den Magen schlagen kann - ironischerweise wurde der moderne Oolong durch den Gesundheitshype unbekömmlicher, aber dies nur nebenbei).
  29. 2 points
    SoGen

    Identifizierung Gusseisen Teekanne

    Hallo @Julia Uhl, um Tee zu genießen, braucht man keine teuren Geräte. Wenn man den Teeweg ein Weilchen geht, sammelt sich dann trotzdem im Laufe der Jahre das eine oder andere besonders gefällige Stück an, das dann wohl auch einen entsprechenden Preis gekostet hat. Von Zeit zu Zeit gönnt man sich halt was und reitet sein Steckenpferd ein wenig. Kommt ja immer noch billiger, als ein echtes Pferd zu halten und zu reiten. Anfänger auf dem Teeweg neigen etwas dazu, zu schnell zu viel zu wollen. Das ergibt dann einen Kostendruck, den man häufig durch Auswahl besonders preisgünstiger Stücke abmildern will. Das kann nun - um beim Thema Gusseisenkessel zu bleiben - ein gebrauchtes, angerostetes Stück sein (das Thema hatten wir gerade) oder aber ein "Kessel", der innen beschichtet und strenggenommen eine Kanne ist. Vielleicht noch kurz zur Terminologie: Iwachu (ohne 't') ist ein renommierter Hersteller für Gußeisen-Haushaltsgeräte. Das sind nun keine Einzelstücke von irgendwelchen Meistern (mit deren Namen man idR sowieso nichts anfangen kann), sondern solide Serienfertigung. Die allerdings ebenfalls ihren Preis hat. Wenn man sein Aufgusswasser mit einer Tetsubin aufheizen (und dafür den notwendigen Aufwand für die sachgerechte Behandlung und Pflege des Geräts auf sich nehmen) will, ist die Firma eine gute Wahl. Besser, mit Geduld ein wenig ansparen als auf ein billiges 'Sonderangebot' ausweichen, das dann früher oder später wieder aussortiert wird. So jedenfalls meine Erfahrung. Eine Kyusu ist nun wiederum eine (japanische) Aufgusskanne. IdR aus Keramik, kann aber auch aus Porzellan, Glas oder eben auch Gusseisen sein. Letztere haben dann innen eine Beschichtung - genutzt da wird nur die Kapazität des Eisens, den Aufguss warm zu halten. Jedenfalls ist es so gedacht. Der Rest ist Optik. Eine geschmackliche Beeinflussung durch das Eisen (oder gar durch Rost) ist da ausdrücklich unerwünscht. Diese Gusseisen-Kyusu sind dann auch als Kessel nicht wirklich zu gebrauchen bzw. sie gehen dabei kaputt - das wurde hier ja schon deutlich gemacht. Ich habe zwar schon ein Kombigerät beworben gesehen (nach meiner Erinnerung eben von Iwachu), doch die sind selten. Und ich habe den Verdacht, dass sie eher die Nachteile von Gusseisen-Kessel und -Kyusu vereinen dürften als deren Vorteile. _()_
  30. 2 points
    Paul

    Temial-Teegerät

    QAnon? Ein internationales Komplott? Die Schlümpfe?
  31. 2 points
    Haben wir keinen sabbernden Smilie? @Schizotwin die bekommt man erst nach 3000 Beiträgen und 2500 likes
  32. 2 points
    Anima_Templi

    Traditionelle chinesische Zisha Kannenformen

    Och, da bin ich vollständig neidfrei.
  33. 2 points
    SoGen

    Traditionelle chinesische Zisha Kannenformen

    Ich geb' ja nicht gerne an ... _()_
  34. 2 points
    nemo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zum Start ins Wochenende mal wieder ein alter Bekannte: MuZha TieGuanYin aus 2016 von Tea Urchin und seitdem in luftdichter Blechdose gelagert. Aus der Dose genommen und eine Weile auf dem Teebrettchen atmend, verströmt er ein sehr intensives Aroma, das schon richtig Lust auf den ersten Aufguss macht. Die Lagerung hat dem Tee einen Großteil seiner trotz ordentlicher Röstung anfangs noch vorhandenen frische Noten genommen und durch eine dunklere Tiefe ersetzt. Rohe Kakaobohnen dominieren und hinterlassen einen sehr lang anhaltenden Nachgeschmack. Gefällt mir Wenn man tee-high und tee-stoned unterscheiden möchte, gehört dieser Tee für mich eindeutig zur ersten Kategorie. Und das wirklich nicht zurückhaltend Passend noch zum Stichwort Lagerung: Wer es noch nicht gesehen hat, sei hier auf einen Artikel von Herrn Erler zu seiner Sicht auf die Lagerung verschiedener Teesorten hingewiesen. Sicher an der ein oder anderen Stelle nicht unstrittig, aber erfreulicherweise diesmal mit relativ wenig Eigenwerbung.
  35. 2 points
    teewelt

    Hallo aus dem Süden von Österreich

    Herzlich willkommen im Teetalk-Forum! Zur Begrüßung mein Lieblingszitat zum Thema Teezubehör: "Ist es vorhanden: gut. Gibt es keins, dann nicht. Handeln wir gerade so, wie es ist, dann ist es die wahre Teekunst." (Sen no Rikyū)
  36. 2 points
    miig

    Traditionelle chinesische Zisha Kannenformen

    Haha, @Schizotwin, da bist du einem klassischen Krötismus aufgesessen. Darunter versteht man (seit ich dieses Wort gerade eben geprägt habe) das Stilmittel, Referenzen hochgradig kontextuell voraussetzungsreich zu gestalten, sodass der Verweis nur von einem kleinen Kreis Eingeweihter entschlüsselt werden kann, diese Referenzen aber mit einer nonchalanten Beiläufigkeit zu streuen, sodass eine gewisse Selbstverständlichkeit suggeriert wird. Was auf dich auch gut gewirkt hat, da du davon ausgingst, das natürlich googeln zu können . Wahrlich - ein Krötismus wie aus dem Lehrbuch. Der letzte schöne Krötismus waren "Tees von Lucy". Was bedeuten soll, Tee vom größten Pu-Erh-Versender in den Westen, Yunnan Sourcing. Dessen Besitzer ist aber auch nicht Lucy, das wär ja zu einfach. Nein, der Besitzer ist Scott. Dieser Scott hat eine Frau, ja, aber die heißt auch anders. Er hat zudem aber eine Hündin namens Lucy. Somit "Tee von Lucy". Glasklar, oder? Ich musste auch erstmal nachfragen.
  37. 2 points
    enjoi

    Traditionelle chinesische Zisha Kannenformen

    fersianisch ist hier wohl ein forum-insider... und nimmt bezug auf ein mitglied des forums
  38. 2 points
    teewelt

    Empfehlung für Büro-Grüntee :)

    Darf ich fragen, wo Du ungefähr wohnst? Also in welchem Ort oder in welcher Stadt? Gibt es dort wirklich keinen Teeladen in der Gegend? Nur so zur Info, damit ich da nicht versehentlich mal hinziehe... 😬 Das Thema hatten wir ja gerade erst: Wenn Du den Tee in 100-Gramm-Packungen (oder kleiner) kaufst und im Büro täglich Tee trinkst, musst Du Dir über das Thema aber wohl keine weiteren Gedanken machen: Einfach die Tüte nach Gebrauch (am besten mit einem wiederverwendbaren Clip aus Metall) wieder gut verschließen und dabei die Luft aus der Tüte streichen. Wenn Du größere Mengen kaufst, den Vorrat zu Hause im Kühlschrank lagern, eine kleine Menge separat abfüllen und diese mit ins Büro nehmen. Dafür empfehle ich Dosen aus Keramik mit dicht schließendem Holzdeckel, wie sie oft auch für Kaffee verwendet werden. Nur natürlich vorher keinen Kaffee in der Dose aufbewahren! 🤡 P. S.: Ab Seite 4 des verlinkten Fadens findest Du die aktuelle Diskussion zum Thema.
  39. 2 points
    Schon mal mit langem auskochen versucht? Ähnliches tut man ja auch vor der ersten Benutzung einer Tetsubin. Ich würde den Kessel ordentlich! mit gutem! Wasser befüllen und dann mal kontinuierlich (mind. einen halben Tag) kochen lassen. Dabei immer wieder Wasser nachfüllen. Sollte der Geruch danach nicht verschwunden sein, würde ich die Prozedur mit Zugabe von Grünteeblättern wiederholen.
  40. 2 points
    ChapmanAm

    Tee rauchen - Zigaretten aus Tee

    ich habe davon gehört und sogar versucht! aber es ist einfach ekelhaft! es ist besser, einfach aufzuhören
  41. 2 points
    Anima_Templi

    Tee Memes

  42. 2 points
    Ich habe mich dem heute mal angenommen. Mit einem einfachen, aber dennoch genauen Stabthermometer, habe ich bei der Sencha Zubereitung nach Erhitzung des Wassers nachgemessen. Einmal, zu ca. 2/3 befüllt, von 22°C auf 60°C erhitzt und dann noch von einer viertel Füllung mit 50°C Ausgangstemperatur, halbvoll aufgefüllt, auf 70°C hoch erhitzt. Das Ergebnis war, dass die Temperatur eher ein wenig unter der angepeilten Temperatur lag. Einmal bei 59°C und einmal bei 68°C. Beide Male direkt nach dem Erhitzen gemessen.
  43. 2 points
    seika

    Ryokucha

    Es gibt in Japan, wie vermutlich überall auf der Welt, grosse regionale Unterschiede, gerade auch im Sprachgebrauch. Alleine bancha hat x-verschiedene Bedeutungen und Anwendungen. Hinzu kommt noch, dass wie in den meisten Hobbys, die Verrückten dazu neigen jede noch so kleine Nuance bezüglich ihres Objekts des Interesses sprachlich differenziert ausdrücken zu wollen, währen Otto-Normalverbraucher dafür mit einem Begriff auskommt. Das ryokucha als Synonym für eine bestimmte Sorte verwendet wird ist mir nicht bekannt, möchte das aber aus dem oben genannten Grund auch nicht ausschließen.
  44. 2 points
    seika

    Ryokucha

    Hallo. 緑茶 (ryokucha) ist die japanische Bezeichnung für Grüntee und als solcher wird er in Japan auch verwendet. Wenn Grüntee drin ist, steht auch Grüntee drauf. 😉 Spass beiseite, ich habe die Vorgaben, was die Auszeichnung von Lebensmitteln & Co. angeht, nicht genau im Kopf, meine aber, dass auf Packungen mit losem Tee als auch auf Fertiggetränken ist in der Regel immer eine Angabe zu den Inhaltsstoffen (jap = 原材料) zu finden ist. Diese beinhaltet in der Regel ob es sich um Grüntee (緑茶) , Schwarztee, Ōlongtee oder andere handelt, sowie Angaben zum geographischen Herkunftsort. Wenn Früchte, Kräuter oder Aromastoffe zugesetzt sind steht das ebenfalls da. Zusätzlich findet sich meist noch eine Angabe zur Bezeichnung, also Sencha, Gyokuro usw. Das muss aber nicht immer der Fall sein. In erster Linie sagt das also nur etwas über die Qualität des Tees hinsichtlich der Oxidation aus. Im Einzelfall kann das dann alles mögliche sein, ein einfacher Sencha (seit Jahren schon der Alltagstee für die meisten Japaner), ein Gyokuro, Kubik-cha oder sogar ein Hōji-cha. Nun wird vermutlich jeder Hersteller oder Händler versuchen seinen Tee so teuer als möglich zu verkaufen und dementsprechend viele Bezeichnungen aufdrucken lassen, die eine hohe Qualität nahe legen. Aber auszuschliessen ist es nicht, das sich auch bei einem höhenwertigen Tee nichts weiter als ryokucha drauf findet. Umgangssprachlich sagt man meines Wissen einfach nur ocha (お茶), was in der Regel einen Grüntee impliziert. Warum fragst du eigentlich?
  45. 1 point
    Mein aktueller Plan wäre 2 unterschiedliche Tees, im Kühlschrank und unter Argon aber warm zu lagern. Auf jeden Fall möchte ich einen Sencha verwenden, nur welchen anderen grünen Tee würdet ihr empfehlen der eine möglichst große Mimose bezüglich Lagerung ist. Unsicher bin ich mir auch ob ich den Test jetzt starte oder auf die nächste Ernte warte. Schließlich wäre der Tee den ich jetzt unter Argon Gas lagere, bereits einige Monate im Kühlschrank beim Händler gelegen. Also eine Mischform der Lagerung.
  46. 1 point
    So, hab grad den Chagama mit Wasser gefüllt und auf den Herd gesetzt, lass das mal 6 Stunden köcheln, hoffentlich reicht das. Hätte immer noch gern Tipps mit welchem Grüntee ich den Kessel auskochen soll falls das mit dem Wasser nicht reicht. Auch die Teemenge wäre hilfreich. @KlausO Wenigstens muss ich meinen Chagama nicht verschrotten wenn der Geruch doch nicht rausgehen sollte, ich habe mit dem Händler eine Rückgabeoption vereinbart.
  47. 1 point
    miig

    Tee Memes

  48. 1 point
    Teelix

    Tee Memes

    Auf Instagram bringt mich über die letzten Wochen immer wieder ein Nutzer namens "tea_memery" zum Schmunzeln: https://www.instagram.com/tea_memery/ Ich wollte auch die Nicht-Instagramer teilhaben lassen und habe gefragt, ob ich ein paar der memes hier teilen darf. Glücklicherweise hat er zugestimmt, also hier ein paar meiner Favoriten: Wenn ihr noch weitere memes habt, können wir diese ja alle hier im Thread sammeln. Ich würde mich sehr freuen.
  49. 1 point
    SoGen

    Bester Shincha aus Japan?

    https://www.tee-kontor-kiel.de/tee/gruener-tee/china-taiwan/bi-lo-chun-2020-sanxia?c=21 https://www.teeshop.de/sanxia-bi-luo-chun-gruentee-von-meister-atong-chen.html _()_
  50. 1 point
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Von Nikolay (Moychay) kam diese Woche ein umfangreiches Proben-Paket an - wobei "Proben" hier auch ganze Bings in unterschiedlichen Größen beinhaltet! Der erste Tee aus dem paket ist heute im Kännchen: Der 2018er Nannoushan Da Shu Wie der Name schon sagt handelt es sich um Dashu-Material aus Nannuo - zwar ziemlich fest gepresst in dem kleinen Bing, aber sieht auf jeden Fall ordentlich aus. Das Aroma beim ersten Aufguss ist extrem süß, wie brauner Zucker, um so interessanter ist es, dass sich die Süße im Geschmack nicht so extrem wiederspiegelt, sondern sehr herb und würzig ist. Klar, süß ist der Tee auch, aber diese herbe Note, die mich etwas an Kräuter und Balsamico erinnert macht den Tee spannend. In der Tasse bleibt dann auch ein schönes Stall-Aroma, was mich etwas an den 2020er Lafu von kürzlich erinnert, auch wenn der Nannuo deutlich mehr Holz und weniger grün ist. Für meinen Geschmack ist der Tee jedoch etwas leicht in Körper/Textur, was jedoch bei allen reinen Nannuos die ich bisher hatte der Fall ist. Macht auf jeden Fall Lust auf die weiteren Tees!
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