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Beliebte Inhalte

Showing content with the highest reputation on 31.03.2020 in allen Bereichen

  1. 5 points
    Teeknospe

    Tee in früheren Zeiten......

    Das genannte System der Blattgrade, das ja vor allem für Tees aus Indien, Nepal, Sri Lanka oder auch Afrika verwendet wird, geht meiner Information nach auf das 19. Jahrhundert zurück. Vor allem in der britischen Kolonialwirtschaft wurde danach wert darauf gelegt, ein System zu entwickeln, bei dem Tees vergleichbar wurden und so hat sich dieses System schließlich durchgesetzt. Aus heutiger Sicht finde ich, dass die Blattgradierungen nur eingeschränkte Informationen über die Qualität des Tees liefern. Natürlich erhält man unter anderem Hinweise über die vermutliche Blattgröße und ob beispielsweise vermehrt Triebspitzen (tippy) enthalten sein sollen. Ich schreibe vermutlich, weil es keine eindeutige Festlegung dafür gibt. Die einzelnen Gärten können das selbst festlegen, wobei sich so etwas wie eine Ähnlichkeit schon herausgebildet hat. Während die Angaben hier also etwas Information liefern ist es gleichzeitig möglich, dass ein SFTGFOP1 so hergestellt wurde, dass der Geschmack am Ende durchschnittlich bleibt, während ein FTGFOP wesentlich komplexer und für mich interessanter daherkommen kann. Der Vergleich mit chinesischen Tees wird anhand dieses Systems ohnehin schwierig, da hier andere Bezeichnungen Verwendung finden. Historisch gesehen tauchte in Europa im 17. Jahrhundert Bezeichnungen auf, mit denen chinesicher Tee eingeteilt wurde. Diese sind beim scharzen Tee mit aufsteigender Qualität Bohea (unsortierte Mischung diverser Blattgrößen), Congo (Blätter bestimmter Größe), Souchong (mit hohem Blattspitzenanteil) - im Gegensatz dazu heute oft für großblättrigen Tee verwendet - und Pekoe (mit noch mehr Blattspitzenanteil). Heute finden sich demgegenüber bei chinesischem Tee unter anderem Bezeichnungen wie Grade A, Grade B oder Supreme, etc. Am Ende läuft es für mich heute wie auch früher darauf hinaus, dass es nur durch Probieren und Vertrauen auf die jeweilige Quelle des Tees möglich ist, das zu finden, was man für hochwertig hält.
  2. 2 points
    Shibo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Nun nochmal mit minimal höherer Dosierung (5,5g statt 5g auf 120ml) und vor allem höherer Temperatur zubereitet. Ich benutze kein Thermometer, aber es werden ca. 85, in den späteren Aufgüssen 90 Grad Celsius gewesen sein. So gefällt er mir deutlich besser. In der letzten Session bei 75-80 °C Aufgusstemperatur hatte der Tee einen etwas seifigen Geschmack, der mich sehr gestört hatte. Davon ist jetzt so gut wie nichts mehr zu merken. Stattdessen ein erfrischendes Mundgefühl: Mentholig kühlend, leicht. Das Aroma ist gemüsig-süß: Zucchini, Artischocke, gekochte Möhren. Trotz dem hochwertig wirkenden Blattgut (das Foto ist mir leider nicht gut gelungen) für mich eher ein Alltagstee. Gefällig und erfrischend, aber weniger fesselnd und komplex als sein gelber Verwandter... welcher durchaus ähnliche Geschmacksrichtungen anschlägt, aber einen viel kräftigeren und intensiveren Grundcharakter besitzt.
  3. 2 points
    Teeknospe

    Hallo aus Bochum

    Hallo Zusammen, ich bin Stefan aus Bochum und betreibe den Online-Tee-Shop Teeknospe. Für mich ist Tee einfach ein Getränk, dass mich mit seinen vielfältigen Nuancen dazu einlädt, zur Ruhe zu kommen und mit großer Aufmerksamkeit den Aromen nachzuspüren. Von den ersten Anfängen in meiner Jugend bis jetzt bin ich da auch schon einen gewissen Weg gegangen und der Weg geht einfach weiter. Entscheidend für mich war dabei unter anderem auch, als ich vor 10 Jahren das erste mal in Hongkong sowie Peking war und über die dortigen Teehäuser neue Tees und die für mich bis dahin unbekannte Gong Fu Cha-Methode kennengelernt habe. Weitere Reisen mit Entdeckergeist folgten, den ich mir bewahren möchte. Ansonsten habe ich Geographie studiert und bin nach unterschiedlichen Stationen dann auch beruflich beim Tee gelandet, indem ich eine Weiterbildung zum Teesommelier gemacht und für fünf Jahre in einem Teegschäft gearbeitet habe. Ich freue mich einfach auf die Möglichkeit, hier Austausch und Kontakt zu pflegen.
  4. 1 point
    Paul

    Teetalk in Zeiten von Corona

    Was macht ihr in den Zeiten von Corona? home office ? Kinder betreuen? Der alten Nachbarin einkaufen? Es ist merklich still hier in dem Forum, warum?
  5. 1 point
    Diz

    Mini Tuo Cha - Zubereitung

    Ich habe zwar kein Mini Tuo Chas aber Dragon Balls. Die sind ja ähnlich gross. Ich lasse die ersten zwei ein wenig länger ziehen. Wenn die Blätter dann offen sind kann man normal weiter machen. Alternativ könntest du den Tee vorher bedämpfen damit er einfacher aufgeht.
  6. 1 point
    Shibo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @GoldenTurtle Das mache ich auf jeden Fall! Könnte aber noch ein wenig dauern, mir ist momentan eher nach Grüntee und vor allem Darjeeling zumute. P.S. Auch deine Frage bezüglich Jianshui und Oolong habe ich nicht vergessen. Kurzes Zwischenfazit: Bisher keine wirklich zufriedenstellenden Ergebnisse mit grünem Oolong und Dancong. Mit dunklem Oolong (stark oxidiert, gelagert oder stark geröstet) werde ich noch mehr experimentieren.
  7. 1 point
    Teeknospe

    Hallo aus Bochum

    Vielen Dank für den Hinweis zum Forum und den Vorschlag zum Shop. Ich habe Joaquin gestern eine Nachricht zukommen lassen, dass ich Händler bin. Falls da noch mehr gebraucht wird, mache ich das gerne und freue mich auf eine Nachricht darüber, was es ist. Ich nehme an, dass Du deine Grüntees frisch, also vom selben Jahr, bevorzugst. ich denke darüber nach, das noch zu verändern.
  8. 1 point
    doumer

    Teetalk in Zeiten von Corona

    Gute Frage - für mich persönlich hat sich im Bezug auf Tee nicht viel geändert, allerdings hab ich auch keinen Corona-Fall im Bekanntenkreis/Familie, das ändert die Prioritäten eventuell. Bis dahin trinke ich weiter Tee, allein (wie sonst meist auch, daher kein großer Unterschied) und mit noch etwas mehr Ruhe als sonst - zumindest abseits von Corona-Hotspots scheint die Welt etwas stiller geworden zu sein, was mir um ehrlich zu sein (trotz des unschönen Hintergrundes) gut gefällt.
  9. 1 point
    Shibo

    Tasting Luxus-Schokolade

    @teekontorkiel Ich habe mittlerweile beide von dir empfohlene Schokoladen probiert Beide für sich echt lecker und geschmacklich in einer ganz anderen Klasse als z.B. die günstigere 100%ige von Viviani, die im Vergleich viel fettiger schmeckt. Die Schokolade von Zotter fand ich schön ausgewogen. Bei dem fairen Preis ist man schon fast versucht, sie nebenbei zu vernaschen Die von Original Beans war nochmal deutlich intensiver, da ist dann wirklich Zeit und Aufmerksamkeit gefordert, um die Geschmacksnoten entsprechend zu würdigen.
  10. 1 point
    Shibo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zurück von einer längeren Reise. Aus kulinarischer Sicht hätte diese auch gerne noch länger andauern können. Vermisst habe ich lediglich drei Dinge: 1. Vollkornbrot, das seinen Namen verdient 2. guten Käse 3. Tee Da wir hier ja bekanntermaßen keine Käsebrot-Sessions dokumentarisch festhalten, bezieht sich Folgendes natürlich auf Punkt 3. Heute in (die) Schale geworfen: Ein gelber Huoshan Huang Ya '18 via nannuoshan. Es ist der zweite gelbe Tee, den ich kennenlernen darf. Allerdings war der erste Kandidat geschmacklich (und vermutlich verarbeitungstechnisch) so Grüntee-ähnlich, dass ich ihn kaum als Vertreter einer eigenen Kategorie wahrgenommen habe. Hier ist das anders: Das trockene Blatt riecht würzig und kräftig nach Cayenne-Pfeffer und Barbecue-Rauch. Nach dem Aufgießen ist dieser Geruch allerdings im wahrsten Sinne des Wortes entschärft. Nun deutlich milder, leicht süßlich. Der Geschmack ist deftig, aber ausbalanciert durch eine angenehme Süße. Noten von gerösteten Pinienkernen und Paprika. Knappes Fazit: Lecker. Schade, dass es nur ein Sample war. Gestern hatte ich den "Schwestertee", einen als Grüntee verarbeiteten Huoshan Huang Ya aus der selben Fabrik, im Schälchen. Der hat mir allerdings sehr viel weniger gefallen als dieser hier. Morgen werde ich ihm nochmal eine Session widmen und dann gegebenenfalls ein paar Worte dazu verlieren.
  11. 1 point
    SoGen

    Teekanne

    Aberaber ... 😲 da steht doch ausdrücklich "feinste Auslese" drauf! Okay - bei 2,80€ / 100gr heisst "Auslese" automatisches Rüttelsieb - was da durchrieselt, kommt in Teebeutel. Ober noch besser in Kapseln, da kann man dann 19,38€ / 100gr verlangen. Und findet sogar Gimpel, die bereit sind, das zu bezahlen 🤦‍♂️, plus eine schicke Tealounge-Maschine für die Küche. Von wegen 😉 Merke: Qualität hat zwar ihren Preis, aber nicht immer hat der Preis etwas mit Qualität zu tun ... _()_
  12. 1 point
    miig

    Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?

    Sehr toller Beitrag @seika Danke!
  13. 1 point
    Am Wochenende kamen einige Neuzugänge, die ich euch nicht vorenthalten möchte. 😁 Insbesondere wäre da eine Hōhin mit Dōkeyū (道化釉) und einem Fassungsvermögen von ca. 100ml. Nach einem Aufgussgefäss mit dieser Art von Glasur suche ich schon seit längerem, und nun hat sich die Gelegenheit ergeben. Wie mir gesagt wurde befinde ich mich mit meiner Vorliebe übrigens in prominenter Gesellschaft, schon Toyotomi Hideyoshi soll Takatori Teekeramiken mit dieser Art von Glasur geschätzt haben. 😉 Eingeweiht wurde sie gestern schon, dazu später mehr. Was mir sofort aufgellen ist, ist das Ausgiessen. Das geschieht sehr sanft, fast elegant. 🥰 Des Weiteren gab es passend dazu noch zwei kleine Becher, damit sind es jetzt insgesamt drei. Sowie zwei Becher in der traditionellen Takatori Optik: Fotografisch nicht einfach, da die Glasur fast wie ein Spiegel wirkt. Beide haben übrigens, auch wenn es anders wirken sollte, das gleiche Fassungsvermögen. Zu guter letzt noch ein Blick in die Werkstatt des Meisters. War sehr interessant einen Einblick in sein Arbeiten und die Umgebung zu bekommen und sich auch mal länger über auszutauschen, als das auf Töpfermärkten möglich ist. Leider war das Wetter alles andere als einladend, und so viel die Besichtigung des Noborigamas kürzer aus, als ich es mir gewünscht hätte. Auf Aufnahmen des Ofens und der Umgebung habe ich verzichtet, hätte man aufgrund des Nebels wahrscheinlich eh nicht viel erkennen können. Oben auf den Brettern sieht man die zum Trocknen aufgestellten Teile, die später mal eine Hōhin ergeben werden. Links die Tüllen, in der Mitte die Deckel und rechts die Gefässkörper. Während des Brennens schrumpfen sie auf die Grösse der kleinen Kyūsu, die in der gleichen Reihe rechts steht. Beachtlich! 😲 Einziger Vermutstropfen, die kleinen Kyūsu mit Griff hinten waren noch nicht fertig. Da muss ich mich noch bis September gedulden... falls bis dahin Grossveranstaltungen wieder erlaubt sind. 😷
  14. 1 point
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    1990er Jing Guo Toucha (via prSK): Ein durch und durch bescheidener Tee - wobei bescheiden hier im Sinne der Tugend zu verstehen ist: subtil in allen Aspekten und doch oder gerade deshalb auch in allen Aspekten ein Volltreffer, ohne damit angeben zu wollen. Ein elegantes Understatement in Teeform! Die Geschmacksebene ist wenn auch subtil ziemlich facettenreich - primär vor allem leichte Walnuss und Steinpilz-Noten gepaart mit einer süßen Holzigkeit. Erinnerungen an meine Kindheit werden wach, als nach dem Pilze-Sammeln im Wald diese in zerlassener Butter angebraten wurden - als Erst- oder Zweitklässler war das schon etwas tolles, den eigenen Fund (der von den Erwachsenen natürlich überprüft wurde) zu verspeisen. Die Textur gefällt mir bei dem Tee besonders gut: butterweich und zu beginn auch schön schwer mit einer lang nachhallenden Öligkeit, ohne dabei klebrig zu wirken - eher im Gegenteil: irgendwie schafft es der Tee unheimlich "luftig" zu sein, was evtl. auch damit zusammenhängt, dass es trotz dem Alter keinerlei Off-Noten gibt, nichts schmutziges/dreckiges und noch nicht einmal eine nennenswerte Feuchtigkeit ist vorhanden, einfach super sauberes Alter ähnlich wie bei dem 2003er Yiwu Guafengzhai. Auch das Qi des Tees entspricht dem zurückhaltenden Charakter: in den ersten Aufgüssen kaum wahrnehmbar, hat es doch im Laufe der Aufgüsse eine tiefe, nachhaltig entspannende Wirkung. Insgesamt erinnert mich der Tee in vielerlei Hinsicht an den tollen 1993er Ying Hao Toucha, wenn auch etwas weniger "reichhaltig", dafür schwerer. Man muss schon genau hinhören, was der Tee einem sagt - wenn man das macht kann man mit dem Tee wirklich schöne, ruhige Stunden verbringen. Ich hoffe, der Tee schafft es in den Shop!
  15. 1 point
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bi Lo Chun Sanxia 2020 Wie bereits die letztjährige Ernte ein wahrer Augenöffner. Kein anderer chinesischer oder taiwanesischer Grüntee aus meiner Erinnerung kann da mithalten. Leicht floral, mit einer herrlich frisch fruchtigen Süsse. Sehr sanft und wie Samt im Mund. Der zweite Aufguss ist ein Traum...! Mein Grüntee für die einsame Insel. Absolut Großartig!
  16. 1 point
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Der schönste Start in den Tag ist für mich ein Schälchen Gyokuro. Heute ist es der Kyoto Premium Blend von yutaka. Deutliches, aber nicht extremes Umami gepaart mit einer Süße, die jedoch nicht mal ansatzweise an jene des kürzlich hier gezeigten Kobayashi Uji-Hikari herankommt. Ein guter aber in keiner Richtung extremer Gyokuro, der noch dazu kein anstrengendes Preisniveau besitzt. Wäre ein guter Einstiegsgyokuro imho.
  17. 1 point
    Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön zur Geltung kommen kann. Der Nachhall ist endlos und schmeichelt allen Sinnen, ein hochkarätiger, unglaublich belebender Tee.
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