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Showing content with the highest reputation on 30.07.2020 in allen Bereichen

  1. 3 points
    SoGen

    Geschmacksnoten von Grüntee

    Zu unkompliziert sollte man mit Details auch nicht umgehen. Dass Glutamat aus Protein besteht, ist Unsinn. Glutamate sind Salze (und Ester) der Glutaminsäure, die wiederum eine proteinogene Aminosäure ist - d.h. sie ist ein "Eiweissbaustein". Also wird umgekehrt ein Schuh draus: Protein besteht aus Aminosäureketten, die über Peptidbindungen Makromoleküle bilden. Da kann - muss aber nicht - Glutaminsäure beteiligt sein; nicht jedes Protein enthält auch Glutaminsäure. Beteiligt sind mindestens zwei Aminosäuren (sog. Dipeptide), bei dem Protein Titin (wichtig für die menschliche Muskulatur) sind ca. 34.000 Aminosäuren verknüpft. Von den unnötig verkomplizierenden Details nun zum relevanten. Du hattest behauptet, der umami - Geschmack von Grüntee sei "lediglich eine Imitation des Protein Geschmacks". Das ist schlicht falsch. Das, was für die Geschmacksempfindung 'umami' ursächlich ist, ist Glutaminsäure bzw. Gutamat. Bei Grüntee wie bei Proteinen. Bei der Wahrnehmung spielt dann tatsächlich ein Protein eine Rolle - allerdings ein körpereigenes, nämlich das Rezeptorprotein der für die Empfindung 'umami' spezialisierten Sinneszellen. Näheres dazu hier. _()_
  2. 1 point
    Das alleine wär natürlich wieder ein zu einfacher Umkehrschluss, es gibt Händler die sehr viele Jahrgänge angeben, vermutlich weil sie selbst mehr die Tendenz zum Fokus auf die Lagerung haben, d.h. aber aus Erfahrung nicht, dass alle Tees mit Jahrgangsangabe wirklich gut sind. Doch, im Pu'Erh Bereich wird das bei Sheng und Shou hin und wieder gemacht, nicht nur Blends verschiedener Dörfer, sondern auch verschiedener Jahrgänge. Paul von W2T macht z.B. sowas und Scott von YS auch.
  3. 1 point
    Shibo

    today's wee dram (ich trinke gerade...)

    Cohen und Whisky die 2. New Skin for the Old Ceremony rotiert bei mir deutlich seltener als Songs of Love and Hate. Nichtsdestotrotz eine schöne Platte. Der heutige Dram stammt aus der Abfüllungsserie Scotch Universe von der Münsteraner Whisky-Koryphäe Michel Reick. Michel steht auf Portfass-Reifungen und eine solche hat auch diesem stark rauchigen Bunnahabhain seine tiefrote Farbe verliehen. Abgefüllt in Fassstärke nach nicht mal sechs Jahren Reifung ist dieser Tropfen so in your face wie nur irgend möglich. Räucherspeck, rostiges Eisen, Erdbeeren, Himbeeren... ein völlig wahnsinniges Potpourri an lautstarken Noten, die sich irgendwie auf eine sehr zufriedenstellende Art und Weise ergänzen. Von Harmonie kann man hier wirklich nicht sprechen, aber es klingt trotzdem saugut, um in der Metapher zu bleiben. Vielleicht hätte ich eine Platte von Nirvana auflegen sollen.
  4. 1 point
    Mit der Auswahl von gestern und heute werde ich dein Glauben nicht weiter erschüttern können, die exotischen Modelle spare ich mir noch auf.. 😄 Gestern auf dem Tisch: Raku Chawan, wobei ich mir leider hierzu nicht mehr notiert habe (vielleicht wusste der Verkäufer auch nicht mehr). Das Siegel werde ich bei Gelegenheit auf jeden Fall noch übersetzen lassen. Eine wie ich finde sehr hübsche Schale neueren Datums, wobei die Fotos dem Farbenspektrum leider nicht gerecht werden. Heutige Wahl: Kyō-yaki Chawan von Takahashi Dohachi IV (1845 - 1897), ein eher etwas kleineres Modell (Reiseschale?) mit floralem Dekor. Hier in Kombination mit einer Chaire, welche von der bekannteren zweiten Generation stammt. Letztere hatte ich vor einer ganzen Weile ja bereits hier vorgestellt.
  5. 1 point
    teewelt

    Geschmacksnoten von Grüntee

    Hast Du wirklich noch nie etwas von Matjes oder Sushi gehört??
  6. 1 point
    Anima_Templi

    Tee auf Instagram

    Hallo @Krabbenhueter, einen interessanten Faden hast Du hier eröffnet. Ich bin ziemlich aktiv in der "Teeszene" auf IG, was Gutes und Schlechtes mit sich bringt. Auf der einen Seite habe ich viele neue Teefreundschaften geschlossen, über die ganze Welt verteilt (wirklich!) und stehe mit diesen auch in mehr oder weniger regem Kontakt. Dabei kann ich viel lernen. Noch dazu öffnet es Türen in sehr interessante Kreise von Sammlern und Genießern. Auf der anderen Seite ist es selbstverständlich eine Plattform, die vor allem von Händlern stark für Werbezwecke genutzt wird (was natürlich auch vollkommen legitim ist). Was mir unangenehm auffällt, ist das beständige Streben Vieler nach immer mehr Likes und Followern. Die asiatischen Händler nutzen dies stark für Ihre eigenen Zwecke, um mehr Bekanntheit in westlichen Gefilden zu erringen und somit auch einen größeren Kundenkreis. Das ganze läuft dann so ab, das eine Art Kooperation zwischen einer Privatperson und einem Händler gebildet wird, meist in Form eines "Giveaways". Der Händler stellt der Privatperson etwas zur Verfügung, z.B. ein Kännchen, welches die Privatperson dann auf Ihrem Kanal verlost. Die Teilnahmebedingungen sehen meist so aus, dass man das Profil der Privatperson, + das des Händlers like muss und dieses Gewinnspiel in der eigenen Story teilt. Die "Lose", welche zur Teilnahme berechtigen, sind dann in Kommentaren verlinkte Freunde, welche man so auf das Gewinnspiel aufmerksam macht, ein Schneeballsystem also. So generiert man in kürzester Zeit viele Likes und Follower. Viele andere Beiträge enthalten wenig bis gar keine brauchbaren Hintergrundinfos über den Tee der vorgestellt wird. Oft nur ein paar hübsche Bildchen, das war's. Es fehlt also oft die Tiefe. Diese ergibt sich dann aber wiederum in Form von privaten Nachrichten, welche man mit anderen Teeliebhabern austauschen kann. Hierbei lernt man nicht nur die Personen kennen, sondern lernt auch viel und kann mitunter schöne Kontakte knüpfen. Zum Glück kann man es relativ gut steuern, in welchem Maße man von Shop-Werbung und Spam erschlagen wird.
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