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Showing content with the highest reputation since 13.07.2020 in allen Bereichen

  1. 11 points
    Lange habe ich im Stillen gehofft, dass es einmal mehr als "nur" Schalen aus dieser Serie geben wird. Nun hat der Künstler mein Hoffen erhört und ich bin happy. Ein Hakeme-Set von Jiri Duchek. Um den positiven Effekt dieser Glasur, weiß ich schon eine ganze Weile, da ich bereits zwei kleine Schälchen mit dieser Glasur besitze. Der Tee wirkt dadurch voll, rund und weich. Vor allem älterer Pu schmeckt daraus ganz vorzüglich. Deswegen war mir klar, sollte Duchek irgendwann Kannen mit dieser Glasur machen - welche ich übrigens auch optisch mit am ansprechendsten von seinen Arbeiten finde - werde ich nicht lange zögern. Das Kännchen fast in etwa 120ml, so auch die neuen größeren Schalen. Der Pitcher hingegen, ist mit seinen ca. 200ml Fassungsvermögen bewusst größer gewählt, dass der Tee schnell auf Trinktemperatur abkühlen kann. Er hat außerdem eine sehr interessante konvexe Formgebung, die mir sehr gut gefällt. Dies ist außerdem das erste Duchek-Kännchen meiner Sammlung. Auch wenn die Verarbeitung nicht an Pavek heranreicht, bin ich doch sehr zufrieden. Duchek hat einfach einen anderen "Approach" als Pavek, mehr in Richtung Bero, was seinen Stücken viel Charme auf einer anderen Ebene verleiht. Leider muss die erste Session wegen der momentanen Temperaturen wohl bis morgen warten, aber ich freue mich schon sehr darauf.
  2. 9 points
    Shibo

    Neue unkonventionelle Teemarke entdeckt

    Mission accomplished! Nie habe ich eine weniger offensichtliche Werbung gelesen. An Subtilität kaum zu übertreffen.
  3. 8 points
    Nach dem indirekten Tipp von @Anima_Templi stelle ich hier auch mal mein neu erworbenen Echizen Shiboridashi aus der selben Quelle vor: Ein sehr gewichtiger Echizen Shiboridashi von Nobuyasu Kondô, von dem ich bereits eine wunderbare Kyusu habe, allerdings trotz der Größe/des Durchmessers auf Grund der sehr flachen Form eine recht geringe Füllmenge von 60-70ml hat, ideal um darin auch Puerh zu brühen (was in der >220ml Kyusu nicht wirklich oder nur unter heftigem Materialeinsatz möglich wäre), denn so unorthodox das auch klingen mag gefällt mir das Ergebnis von Sheng in Echizen sehr gut (mehr Breite, während auf Grund der Ascheglasur verhältnismäßig wenig beschnitten wird). Die Größe, das Gewicht und die raue Ascheglasur gibt dem Stück ein sehr tollen archaischen Charakter - auch wenn alleine der Deckel mehr wiegt als das komplette Kännchen von Jan Pavek mit ähnlicher Füllmenge (60ml). Dazu ein im Verhältnis genau so wuchtiges Bizen-Teeschälchen von Fujiwara Akira, welches interessanterweise innen glasiert ist, um das Ergebnis des Echizen-Aufgusses nicht noch weiter zu verändern. Die Glasur hat das Schälchen auch dringen nötig, denn es ist aus fast unverarbeitetem Berg-Ton, den Akira in der nähe seines Ateliers selbst abbaut (im Gegensatz zu dem sonst üblicherweise für Bizen Stücke verwendetem Ton aus Reisfeldern): Der ist durchlässig wie ein Schwamm (wer schon mal ein nur leicht/teilglasiertes Hagi Stück verwendet hat weiß was ich meine)! Und selbst mit Glasur schwitzt das Schälchen ziemlich, aber das wird sich im laufe der Zeit geben.
  4. 7 points
    Die Echizen-Houhin ist wunderschön und sehr aussagekräftig; ein Stück, auf das ich positiv "neidisch" werde @Anima_Templi!!! Mein Teetisch hat auch Zuwachs erfahren, ich möchte die nächste Teestufe erklimmen und mehr Ruhe in die ausgiebigen Teesessions bringen (bleibe morgens vermutlich noch herkömmlich beim Wasserkocher... aber wer weiß ?). Habe die Sonderaktion bei pu-erh.sk genutzt und einen ( eine?!) Tetsubin erstanden, heute kam das gute Stück und wurde gleich gefeiert mit Rareness 5 Autuum ☺️ . Vielen Dank für die hilfreichen Tipps in Bezug auf eine brauchbare Einzelheizplatte ( lustigerweise bin ich zwar bei der Marke geblieben, aber es wurde ein komplett anderes Modell) an @doumer und @Anima_Templi Ich werde berichten, ob und wie sich mein Teeleben dadurch verändert, jetzt wird erstmal experimentiert
  5. 5 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    In Vorbereitung auf die 2020er Version heute als Gedächtnisauffrischer der 2017 Kunlu Ancient Tree Wild von EoT 3 Jahre später ist der Tee deutlich zahmer geworden, dafür kommt eine schöne erfrischende Süße zum tragen, die mich etwas an Maracuja erinnert. Dass der Tee zahmer wirkt wird durch den Echizen-Shibo zusätzlich verstärkt, dafür gewinnt er an Körper, was dem Tee durchaus gut steht - trotz der wilden Herkunft ein schön entspannter, exotisch wirkender Yesheng. Besonders schön bei dem Shibo finde ich auch die Aussicht - dank der extrem großen Oberfläche kann man richtig schön das Blatt beobachten, da es im Gegensatz zu einem Yixing-Kännchen als relativ dünne Schicht ausgebreitet ist, toll!
  6. 5 points
    teekontorkiel

    Musik-Ecke

    Moin Teefreunde - kenn ihr das schon?
  7. 5 points
    Shibo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Goishi-cha via Thés du Japon Ernte: Juli '19 @Paul, @GoldenTurtle, @miig, @doumer: Hier die versprochenen Eindrücke. Dosiert mit ca. 2,5g auf 150ml. Entsprechend der hier und dort verlautbarten Warnungen habe ich aus reiner Vorsicht auf einen Tea Taster Cup zurückgegriffen. Keine Kreuzkontamination von dieser so eigentümlichen Ausgeburt unseres Lieblingsgetränks auf den unglasierten Deckel meiner Shiboridashi Solcherlei Hysterie einmal beiseite gelassen: Der Goishicha schmeckt deutlich gefälliger, als ich vermutet hatte. Eingestellt hatte ich mich auf eine intensive Säure in Richtung Kombucha, bekommen habe ich vordergründig erstmal eine fruchtige Zwetschgennnote. Dieser ist natürlich eine gewisse Säure inhärent und der Charakter des Tees ist schon durch eine markante Säuerlichkeit geprägt. Für mein Empfinden allerdings weniger zitrisch, sondern eher essigsauer und über weite Strecken auch an Hagebutte erinnernd. Dabei aber eben nicht zu aggressiv, sondern angenehm erfrischend. Dem zuträglich ist auch eine schöne Zimtigkeit, die sich nach dem Schlucken im Rachen ausbreitet. Daneben steht noch eine etwas eigene Note. Sie ist süßlich und erinnert mich entfernt an Fischsud (keinesfalls despektierlich gemeint). Insgesamt ist das natürlich schon ein sonderbares Aromenprofil, welches sich nur schwer mit den für Tee gängigen Konventionen - so es diese denn gibt - beschreiben lässt. Ich muss auch zugeben, dass ich zwar die restlichen "Briketts" mit Genuss trinken werde, von dem Gedanken an einen Nachkauf aber ziemlich weit entfernt bin - selbst unter der hypothetischen Prämisse eines günstigeren Preises. Der Charakter des Goishi-cha trifft einfach nicht das, was ich in einem Tee suche.
  8. 5 points
    Nachfolgende Chawan hat sich inzwischen etabliert und ist daher kein Neuzugang mehr, umso mehr aber ist sie ein paar Worte wert. Sie stammt von Ikeda Shogo (1976), welcher sich v.a. auf Oribe-yaki spezialisiert hat, daneben aber einen ganzen Strauss an weiteren Techniken pflegt. Bei ausladender Dekoration scheiden sich ja bekanntlich die Geister. In der Regel bevorzuge ich auch schlichtere Designs. Dennoch ist die Schale perspektivisch sehr clever gemacht und nicht zuletzt die Analogie zum Teeweg des auf der Innenseite verewigten Motivs hatte mich überzeugt. Diese offenbart sich insbesondere bei der Benutzung der Chawan, wenn der Weg von Schluck zu Schluck mehr freigelegt wird. Eine weitere Chawan von Ikeda Shogo hatte ich übrigens hier vorgestellt. Zudem freue ich mich aktuell auf einen etwas kleineren Zuwachs, für den ich nun doch über ein Jahr Ausschau halten musste, welcher momentan aber noch im Japan lieg. Dazu hoffentlich bald mehr.
  9. 5 points
    Competition Grade Tamaryokucha via @cml93 Meine bisherigen Erfahrungen mit dieser Art Tee waren nicht sehr positiv. Wie meist bei den Tees von yutaka, zeigen Sie mir ganz neue qualitative Dimensionen auf. So auch bei diesem. Das trockene Blatt duftet tieffruchtig und süß. Von der Röstung merkt man erstmal gar nichts. Dies ändert sich bei den ersten Aufgüssen. Primär zeigt sich eine feine nussige Note. Nach dem schlucken kommen leckere fruchtige Noten bei jedem Ausatmen zu Tage. Perfekte Balance! Außerdem schönes, nicht zu schweres Umami. @cml93's vorgeschlagene Aufgussparameter treffen auch hier wieder voll ins Schwarze und holen das gesamte Spektrum aus den Blättern. Danke für diesen tollen Tee, der mir gezeigt hat, wie lecker diese Teesorte sein kann.
  10. 4 points
    Manfred

    Neue unkonventionelle Teemarke entdeckt

    Die Reichhaltigkeit des Angebots auf dieser Webseite hat mich überwältigt!
  11. 4 points
    GoldenTurtle

    Neue unkonventionelle Teemarke entdeckt

    🤣 @Shibo ... denkst du dass es unwahrscheinlich ist, dass jemand sich bei einem Forum anmeldet um direkt einen Shop zu bewerben, mit dem er oder sie gar nichts zu tun hat? Von den Inhaltsstoffen her, Hauptbestandteil: Apfelstücke 🙄 ... der typische, preiswerte und gewichtige Geschmacksträger vieler "Früchteteemischungen", danach Zitronengras und Ingwerstücke ... die Definition "Kräutertee" ist hierfür meiner Meinung nach falsch, es handelt sich von den Hauptbestandteilen her um einen Früchtetee. Interessante Komponenten, wenn auch in beinahe homöopathischen Anteilen: Guayusa (5%), Ginsengwurzeln (1%), Matcha (1% oder weniger). Ich weiss nicht ob es zwischenmenschlich ok ist, bei solch geringen Anteilen deren vermeintliche Wirkung anzupreisen. Guyusa ist von der Wirkung her mit dem normalen Teestrauch vergleichbar, inkl. Koffein und Theanin. Die blauen Klitorienblüten (=Kornblumenblüten) sind vom optischen Effekt her interessant (und werden bspw. auch für fancy Gins verwendet), haben aber praktisch keinen Eigengeschmack. Sagen wir es so, wenn die Zusammensetzung dieser Mischung wie folgt wäre ... - 60% Guayusa - 15% Süssholzwurzeln - 10% Ginsengwurzeln - 10% Matcha - 5% Kornblumenblüten ... dann wäre meiner Meinung nach das eine interessante Mischung mit einer Daseinsberechtigung, auch was den Preis angeht.
  12. 4 points
    nemo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zur späten Stunde zwei Klassiker in perfekter Harmonie: "Ein Hauch von Zen" im Heimkino und der 2014er DaHongPao Reserve von Tea Urchin im Kännchen. Besser geht's kaum. Bei den derzeitigen Temperaturen macht sich eine leichtere Dosierung und ein dünnwandiges Porzellanschälchen sehr positiv bemerkbar. Auch die Lagerung in dicht verschlossener Aludose passt dazu, so dass sich neben der obligatorischen Kakaonote auch immer noch eine leichte Frische im Geschmack zeigt. Je nachdem welche Geschmacksfacetten man gleichzeitig in den Fokus nimmt, bewegt sie sich zwischen dezent säuerlicher Orange und fast schon etwas Menthol. Aber immer nur sehr subtil und den eigentlichen Charakter des Tees unterstützend. Mehr möchte ich den Tee aber auch nicht gedanklich zerpflücken. Nicht nur, weil ich Tee und Film gleich viel Aufmerksamkeit schenken möchte, sondern weil Genießen ohne Denken mir immer besser gefällt. Auch beim Tee, was einer der Gründe dafür sein mag, dass ich nur noch selten hier von einer Session schreibe. Die Suche nach treffenden Worten, und sei es nur in Gedanken für mich alleine, erschwert halt doch das Darauf-Einlassen.
  13. 4 points
    Shibo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Meine kleine Wanderung durch das Farmer Leaf Sortiment geht weiter. Der heutige Bericht umfasst zwei Etappen im entlegenen Ai Lao Shan. Dort liegt auf 2200m Höhe das namensgebende Geburtsdorf des Ao Ne Me 2020 und des Ao Ne Me 2018 Neglected Gardens. Ein Vergleich der beiden Tees ob des ähnlichen Terroirs bietet sich an. Unterschiede bestehen neben dem Jahrgang in der Beschaffenheit des Ausgangsmaterials (Gushu im Falle des '20er Jahrgangs vs. mittelalte (40-100 Lenze) Pflanzen im Falle des '18er Jahrgangs) und in der Art und Weise, wie die Gärten bewirtschaftet wurden. Das "Neglected Gardens" im Namen des '18er Tees weist auf eine relative Verwilderung des Gartens hin. Die Pflanzen werden nicht gedüngt (auch nicht organisch) und kaum beschnitten. Die Erde wird nicht aufgelockert und das Unkraut wird grötenteils sich selbst überlassen. So viel zum Hintergrund. Wie genau die landwirtschaftlichen Praktiken im Falle des '20er Jahrgangs aussehen, weiß ich nicht. Ob sie zu einem guten Ergebnis in der Schale geführt haben? Lest selbst: Der Ao Ne Me 2020 kündigt sich mit einem milden, süßlichen, aber auch ein wenig deftigen Aroma an. Grüne Bohnen kommen in den Sinn, unterlegt von einer dezenten, speckigen Rauchigkeit. Grüne Bohnen mit angebratenem Speck, wenn man so will. Das alles aber eher in verhaltenem Ausmaß. Am Gaumen legt der Tee dann einen Gang zu. Das Mundgefühl ist sehr schön buttrig und weich. Im Verlauf der Session wird der Mundraum immer mehr mit den Aromen des Tees ausgekleidet. Das angenehme Huigan stellt eine fließende Verbindung zwischen den einzelnen Schlucken her. Angenehm ist auch die spürbar energetisierende Wirkung des Tees. Während der Session werden die Atemwege immer freier und ich fühle mich aufgeweckt und konzentriert. Dieses Gefühl der Aufgewecktheit hat mich noch länger durch den Sonntag begleitet, an dem ich diese Notizen verfasst habe. Für mich ist der Ao Ne Me 2020 unter den bisher probierten der vielleicht schönste Tee aus dem Farmer Leaf Sortiment. Hier die bildliche Dokumentation der Session am Sonntag: Den Ao Ne Me 2018 Neglected Gardens hatte ich nun heute zum zweiten Mal im Kännchen. Während ich bei der ersten Session ziemlich überzeugt von ihm war, bin ich heute etwas kritischer. Zunächst ist einmal festzuhalten, dass die beiden Tees, trotz gleicher Herkunft, recht wenig gemeinsam haben. Nach meinem Empfinden erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten im Vorhandensein derselben, speckigen Rauchnote. Die Süße des '18er geht in Richtung Dörrpflaumen, von grünen Bohnen keine Spur. Es findet sich außerdem eine Holzigkeit wie von frisch gehobelten Spänen. Vielleicht hatten da die zwei Jahre Reifezeit bereits ein Wörtchen mitzureden. Im Mund ist der 18er weniger voll und weich. Auf der Spitze der Zunge macht sich eine prickelnde, leicht betäubende Adstringenz bemerkbar. Im Abgang verabschiedet er sich deutlich schneller und die energetisierende Wirkung des jüngeren/älteren Bruders bleibt aus. Das Aromenprofil des 2018er ist zwar nett und alles andere als langweilig, jedoch hält er einem Vergleich mit dem 2020er nicht stand, auch bei Berücksichtigung des P/L-Verhältnisses (62$ für den '18er vs. knapp über 100$ für den '20er, jeweils pro 357g Bing).
  14. 4 points
    Heute wollte ich wissen wie unterschiedlich der Anji Bai Cha von Nannuoshan und DTH schmeckt. Ich habe mir schon alleine wegen des Farbunterschieds deutliche Unterschiede erwartet, tatsächlich sind es aber nur feine Nuancen die für mich keinen der beiden Tees über den anderen positionieren. Wo der DTH etwas facettenreicher in der Nase ist, gewinnt der Nannuoshan im leicht intensiveren Geschmack. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass sogar diese letzten Unterschiede verschwimmen, wenn man die jeweiligen Aufgussparameter adaptiert. Also ein ganz klares Unentschieden in meinen Augen. links immer Nannuoshan, rechts DTH
  15. 4 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Fukui Master Blend via @cml93 Ein Matcha, der erst als Koicha seine wahren Stärken präsentiert. Sehr dichtes Aromennetz, anfangs dominiert von Kakao. Der Nachhall ist lang und schön, dabei jedoch nie erschlagend. Vielleicht kennt es der ein oder andere Matcha Fan, das, wenn man Koicha bereitet, manchmal die Geschmacksknospen im Mund einfach vor lauter Wucht umgehauen werden, fast wie betäubt. Guter Matcha macht so etwas nicht und das ist guter Matcha. Jetzt, eine halbe Stunde nach der Zubereitung, habe ich schmeichelnde fruchtige Aromen mit sehr viel Süße im Rachenbereich. Es ist wunderbar, sich den wechselnden Aromen hinzugeben und die Kühle des morgens dabei zu genießen.
  16. 4 points
    Bei @GoldenTurtle vermute ich ganz stark, dass er damit die Tülle der Kanne von Patina freigeräumt hat, da sie nicht mehr ausgießen konnte...
  17. 4 points
    Anima_Templi

    Neue Ernte 2020 - Nannuoshan

    Danke für das posten Deiner Eindrücke, @goza. Der Duyun ist auch mein Favorit aus dem Set, ebenfalls hat mir der Changxing am wenigsten gefallen. Ich genieße gerade den letzten Rest des Nai Bai Cha, im Zwielicht der abgedunkelten Dachgeschosswohnung, bei 29,8°C (in der Wohnung, nicht im Gaiwan.. ). Er erfrischt sowohl Körper, als auch Geist. Selbst bei diesen Temperaturen.
  18. 4 points
    miig

    Geschmacksnoten von Grüntee

    Hmm... schau dir doch ein Video mit einer Weinverkostung an und beschreib seelenruhig den Tee mit exakt den Noten, die ein Profi im Rotwein findet. Das könnte auch gut ankommen. "Diese Barriquenoten sind ja wohl typisch für japanischen Grüntee, aber die größere Klarheit von Tees aus dem Stahltank ist in meinen Augen zeitgemäßer als Komplexität um jeden Preis."
  19. 4 points
    theroots

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Da es schade wäre, meine Teeschalen irgendwo verstauben zu lassen, habe ich mir vorgenommen, alle in den nächsten Tagen (Wochen?) wieder zu einem Einsatz zu verhelfen. Bleibt abzuwarten, ob ich auch immer für ein Bild zu motivieren bin. Zum Einsatz kommt voraussichtlich zumindest immer eine Portion Haru Kasumi von Marukyu Koyamaen.
  20. 4 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Klar, wurde ja 2019 sehr deutlich was der Jahrgang für einen Unterschied machen kann 😉 @topic: Dôsenbô Kanaya-Midori Sencha von Thes du Japon Auch wenn ich den Echizen Shiboridashi primär mit Sheng nutzen werde (und bislang ausschließlich genutzt habe) muss das Debüt doch standesgemäß mit einem ordentlichen, ganz frischen Japanischem Sencha stattfinden! Dieser Tee stammt wirklich aus Uji, genauer gesagt Dôsenbô, wurde auf ca. 400-500 Meter von Mr. Yuki angebaut und ist komplett unbeschattet. Was mich auf den Tee aufmerksam gemacht hat war die Beschreibung seiner Geschmacksnoten: milchig und nach Kiefer. Und tatsächlich: abgesehen von den üblichen süßen Umami-Noten hat der Tee eine schön milchig-weiche Textur und erinnert in den ersten Aufgüssen wirklich durch gewisse harzige, dunkle und trotzdem frische Facetten, die einen durchatmen lassen an den Duft eines Nadelwalds - klasse! Ich war bei der Dosierung evtl. etwas "enthusiastisch" (aber dank der massiven Bauweise des Shiboridashis schließt der Deckel trotzdem), weshalb schon eine gewisse Adstringenz mitschwingt, aber die passt meiner Meinung nach gut zu dem Charakter des Tees. Zwar nicht ganz so ein Aha-Erlebnis wie mit dem Gyokuro Fujitsubo, aber trotzdem ein außergewöhnlicher Sencha, der mehr leistet, als sein Preis erwarten lässt.
  21. 3 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Das ist ja echt interessant! Alleine deshalb muss ich mir wohl doch mal eine Flasche besorgen - wie mit der Schärfe gibt es hier ja auch ein breites Spektrum, was die individuelle Person als "zumutbar" ansieht 😈 Yay 🤗 Du weißt schon, was das nächste mal gebrüht wird, wenn wir uns wieder sehen 😁 Das frage ich mich auch jedes mal, wenn ich mich zum Meditieren hinsetze - und doch mache ich es jeden Tag aufs neue 🤷‍♀️ Spaß bei Seite: wie Paul schon sagte muss man zwischen guter (z.B. ein guter LME) und schlechter Bitterkeit (ein grottiger Factory-Sheng aus gehäckseltem Plantagen-Material) unterscheiden - die schlechte Bitterkeit braucht niemand, bei der guten ist es wie mit Schärfe: wenn sie innerhalb der persönlichen Toleranz liegt macht sie lasches Essen interessant, wenn man als europäisch-scharf-Esser eine Schüssel voll Carolina Reaper essen möchte/muss, hat man daran garantiert keinen Spaß. Und das als Bonus!
  22. 3 points
    T-Tester

    Neue unkonventionelle Teemarke entdeckt

    Lieblingsteemarke für Apfeltee - auch wenn dieses Jahr unsere Dult ausgefallen ist - ist Frankundschuster. Aber 500g reichen mir da für ein Jahr, also 2x250g persischer Apfeltee mit Ingwer. Solltest du auch mal probieren, das dürfte geschmacklich sehr ähnlich sein und spart dir bezogen auf die 500g schon über 150 EUR. Nebenbei ist die Verpackung auch umweltfreundlicher. Aber ich trinke wie die meisten hier zum Großteil nicht teeähnliche Aufgussgetränke, sondern Tee, dessen Hauptbestandteil von der Teepflanze (camellia sinensis) kommt - und da kommt es mir weniger auf die Marke als auf den Teegarten an. Edit: Warum hast du als Schlagwort Kaffee angegeben? Und was mixt du sonst in den Tee, dass du das "vegan" betonst?
  23. 3 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2019 San Zhu von Kancha Mein erster Tee von einem bis vor kurzem unbekannten Produzenten aus Frankreich: Kancha! Der Inahber von Kancha, Julien, hat den Shop 2016 eröffnet und legt besonderes Augenmerk auf den ökologischen Hintergrund der Tees, was ich sehr gut finde. Zum Tee: Hierbei handelt es sich um ein Blend von "alten Bäumen", wobei das Alter nicht genannt wird. Er startet sehr sanft und bleibt auch die ganze Session über recht zurückhaltend - aber nicht schwach! Primär herrscht eine weiche Süße vor, die aber unterschwellig von leicht fruchtigen, würzigen Noten begleitet wird, was zu dem schon häufiger erwähnten (und von mir sehr geschätzten) Stall-Charakter führt. Insgesamt erinnert mich der Tee etwas an den 2014er Long Lan Xu von EoT als dieser noch jünger war - jedoch in einer zurückhaltenderen, zugänglicheren Version. Die Textur ist schön rund und voll - auch wenn im Vergleich zu anderen aktuellen Produktionen wie z.B. die von Tea Encounter das Blatt nicht so schön wirkt (im Bezug auf Blattgröße/Bruch). Allgemein würde ich sagen ist das ein schöner Tee für Einsteiger, denn selbst wenn man ihn etwas länger ziehen lässt bleibt die Bitterkeit im unteren Bereich (aber trotzdem genug, um interessant zu sein) - ich bin gespannt auf die weiteren Tees von Kancha!
  24. 3 points
    nemo

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Etwas zur Abkühlung: Der fast letzte Rest des Takenouchi Sencha Saemidori der diesjährigen Pflückung. Gefällt mir auch on, äh, under the rocks ziemlich gut
  25. 3 points
    Inspiriert von der Diskussion, welche Art Ton für welchen Tee taugt, habe ich heute selbst experimentiert. Superior Biluochun, gebrüht im Duanni-Kännchen. Der Tee schmeckt einwandfrei und hat nichts von seiner Grundcharakteristik verloren. Das wird mit anderen Grünen wiederholt werden!
  26. 3 points
    Der erste Tee war der 2004er Shuixian Dancong von Atong. Dieser hat mich in diesem Kännchen etwas enttäuscht, der kam in der Zhuni von Menglin deutlich besser! Die tolle Orangennote war fast nicht vorhanden. Könnte aber auch daran gelegen haben, dass ich viel schneller abgegossen habe, als in der Zhuni... Gerade im Moment trinke ich einen der, m.M.n., wenigen wirklich guten Tees von GTH in dem Kännchen: Einen Rou Gui der Ernte von 2019. 2019 scheint, wie beim Pu auch, ein sehr guter Jahrgang gewesen zu sein, was Felsentees angeht. Dieser hier zeigt seinen wunderbaren Charakter hier in Gänze und unbeschnitten. Röstung, Mineralität, Frucht, Zimt, alles wunderbar ausgewogen, vollmundig und sauber. Ein Spitzentee! Da kommt auch der von Wojtek nicht ran, obwohl der auch schon sehr gut ist. Bisher habe ich drei Pus von prsk in dem Kännchen gebrüht und alle drei waren hervorragend! Warum? Weil es einfach hervorragende Tees sind... Die Glasur dieses Sets trägt aber viel zum Mundgefühl bei und generell kommen die Tees schön weich. Der Huazhu von 2019 kam in den Kopfnoten satter rüber, als ich Ihn in Erinnerung hatte. War sehr interessant. Ich würde Dir gerne ein Schälchen von dem Rou Gui abgeben, @GoldenTurtle, um Deine Meinung zu hören.
  27. 3 points
    Krabbenhueter

    Tee in der Literatur/Poesie

    Genau so ist es. Wenn Kunst dann kein net. Heute mit viel Glück nun die Seladon Ausstellung.
  28. 3 points
    GoldenTurtle

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Kurze Grüsse mit feiertaglichem Setting, Yancha von Eugene, damals frisch gekauft und über 5 Jahre selbst gelagert. Betr. Sha Qing: zu wenig resultiert in trüben Aufgüssen und zweifelhafter langfristiger Entwicklung. Aber ja, zu stark möchte man auch wieder nicht, es ist ja der Tee der lebt. Es ist wie bei der Arte Doku über Japan, als der Samuraischwertschmied sagt: "Töte das Eisen nicht." Das richtige Mass zu finden ist wohl letztlich ein Geheimnis und braucht etliche Jahre Erfahrung.
  29. 3 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi also ich bin natürlich kein Experte und @GoldenTurtle müsste selbst erläutern, was er mit "gründlich durchwoken" meint, aber mein Verständnis ist folgendes: Ein starker Kill-Green Prozess (zumindest das "Braten", k.a. ob sich das beim Bedampfen in Japan anders verhält) sorgt dafür, dass mehr Enzyme (und wer weiß was noch alles, Chemiker bin ich leider auch nicht) "gekillt" werden (das Erreichen einer bestimmten Temperatur ist hier wichtig, damit die Enzyme abgetötet werden) und somit für eine stärkere Fixierung des aktuellen Zustandes des Tees sorgen - wie man es von Grüntees kennt. Sprich zu Beginn 100% durchgewokt = Grüntee, wenn man das Material vorher entsprechend oxidieren lässt entsteht eben andere Teesorten. Bei Sheng will aber genau das nicht - sonst ist es wie bei dem Bangdong der Fall, dass der Tee besonders grün produziert wurde, d.h. er ist zwar direkt nach der Produktion besonders aromatisch, es gibt aber nichts mehr (oder zu wenig) was da noch reifen kann (oder zumindest schlechter, als bei der herkömmlichen Produktionsmethode) - die Kunst bei einem Sheng besteht daher darin, das richtige Maß zu finden, damit man am Ende weder Grüntee noch Kompost hat. (Angaben ohne Gewähr, es handelt sich lediglich um mein Verständnis - falls es Korrekturen gibt sehr gerne!)
  30. 3 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2020 Bang Dong von Tea Encounter Bei dem Bang Dong handelt es sich um den preiswertesten der 3 Xiaoshu Shengs von Tiago in diesem Jahr - ermöglicht wird das durch die Nutzung von Xiaoshu-Material von ca. 20 Jahre alten Pflanzen und dadurch, dass Bangdong nicht unbedingt zu den gefragtesten Pu-Gegenden gehört. Dass sich Tiago eher auf ein sauberes Umfeld des Tees als auf das Alter der Pflanzen wert legt finde ich hier eine sehr gute Entscheidung, denn das ist meiner Meinung mindestens genau so wichtig, wenn nicht noch wichtiger: Was bringt es Material von einem alten Teebaum zu haben, wenn dieser jämmerlich in einem Beton-Grab in verseuchtem Umfeld zugrunde geht. Natürlich ist die Kombination aus beidem (Gushu + reines Umfeld) am idealsten und meiner Meinung nach auch ein Grund dafür, warum Peters Tees so außergewöhnlich sind, aber dafür muss man natürlich auch entsprechend in die Tasche greifen - schließlich hat es auch einen Grund, warum die aufgespritzten Fleischreste in Plastik-boxen aus dem Supermarkt nur einen Bruchteil von einem echten Stück Fleisch vom Hofladen kosten. Jetzt aber zum Tee: Das Blatt sieht auf jeden Fall sehr schön kräftig und intensiv grün aus, was gleich Erinnerungen an die 2019er Version weckt. Insgesamt wirkt das Material etwas gröber, da auch einiges an Stängeln/Ästen enthalten ist, was mich persönlich aber überhaupt nicht stört - im Gegenteil: ich finde das eigentlich eher sympathisch, insbesondere wenn dafür auch schön große Blätter vorhanden sind (ist mir hundert mal lieber als das Factory-Häckselwerk). Wie von den übrigen Tea Encounter Shengs gewohnt ist auch dieser eher mild und startet etwas schüchtern, entwickelt dann aber schnell sehr schöne Limetten- und Pfefferminz-Noten, was den Tee super erfrischend macht! Insbesondere an solch heißen Tagen wie momentan macht das den Tee zu einer echten Grüntee-Alternative für den hardcore Pu-Addict, da erfrischend und trotzdem Pu-Feeling zugleich. Ordentlich dosiert kann der Tee sogar mit einer vernünftigen Textur aufwarten - auf Grund des Xiaoshu-Materials fehlt es ihm natürlich an Qi, Komplexität und Tiefe, aber dafür gibt es andere Tees zu anderen Preisen, die dann auch für andere Situationen gedacht sind. Die Frische hält der Tee auch die ganze Session über durch - ich bin mal gespannt, wie er sich heute Abend noch entwickelt. Bisher bereitet mir der Tee auf jeden Fall viel Spaß! Ein wichtiger Hinweis von Tiago zu dem Tee: Hier wurde ein sehr intensives Cha Qing durchgeführt, was sicherlich mit verantwortlich ist, warum der Tee so super frisch ist, allerdings zeitgleich auch bedeutet, dass der Tee nicht unbedingt für eine langfristige Lagerung ausgelegt ist.
  31. 3 points
    Nonpareil Organic An Ji Bai Cha Ming Qian von DTH Ich habe mich die letzten Tage mit div. Rezepturen gespielt und finde 3g / 100ml / 70°C / 60s - 30s - 45s - 60s am Besten.
  32. 3 points
    SoGen

    Geschmacksnoten von Grüntee

    Zu unkompliziert sollte man mit Details auch nicht umgehen. Dass Glutamat aus Protein besteht, ist Unsinn. Glutamate sind Salze (und Ester) der Glutaminsäure, die wiederum eine proteinogene Aminosäure ist - d.h. sie ist ein "Eiweissbaustein". Also wird umgekehrt ein Schuh draus: Protein besteht aus Aminosäureketten, die über Peptidbindungen Makromoleküle bilden. Da kann - muss aber nicht - Glutaminsäure beteiligt sein; nicht jedes Protein enthält auch Glutaminsäure. Beteiligt sind mindestens zwei Aminosäuren (sog. Dipeptide), bei dem Protein Titin (wichtig für die menschliche Muskulatur) sind ca. 34.000 Aminosäuren verknüpft. Von den unnötig verkomplizierenden Details nun zum relevanten. Du hattest behauptet, der umami - Geschmack von Grüntee sei "lediglich eine Imitation des Protein Geschmacks". Das ist schlicht falsch. Das, was für die Geschmacksempfindung 'umami' ursächlich ist, ist Glutaminsäure bzw. Gutamat. Bei Grüntee wie bei Proteinen. Bei der Wahrnehmung spielt dann tatsächlich ein Protein eine Rolle - allerdings ein körpereigenes, nämlich das Rezeptorprotein der für die Empfindung 'umami' spezialisierten Sinneszellen. Näheres dazu hier. _()_
  33. 3 points
    Anima_Templi

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Rareness5 autumn after work session.
  34. 3 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2020 Tian Men Shan GaoGan von EoT Dieser Tianmenshan (天门山) stammt wie der Lao Jie Zi aus einem Yiwu Staatswald (Guoyoulin (国有林)) und ebenfalls von hohen Bäumen (Gaogan 高杆) - auch preislich befindet er sich auf nahezu dem selben Level (1,20$/g vs. 1,49$/g des Lao Jie Zi). Trotz dieser vielen Gemeinsamkeiten hat der Tee aber einen ganz anderen Charakter! Im Gegensatz zu dem zurückhaltenden, ätherischen Start des Lao Jie Zi startet der Tianmenshan mit einem wahren Paukenschlag: Voller schwerer Körper, reichlich Energie und parfümig-florale süße Noten machen einem klar, dass man es hier mit einem qualitativ hervorragenden aber stereotypischen Yiwu Sheng zu tun hat. Da kann auch die (zumindest in dieser Dosierung recht ausgeprägte) Adstringenz nichts daran ändern: es gibt kein Entkommen von den Orchideen. Im Laufe der Aufgüsse wandeln sich zwar die floralen und adstringenten Noten und lassen einer angenehmen Honigsüße Freiraum, bleiben aber immer merklich vorhanden - das mag sicherlich vielen Yiwu-Liebhabern gefallen aber mein Fall ist es um ehrlich zu sein nicht. Das Qi des Tees fällt leider etwas enttäuschend aus: während der Lao Jie Zi hier ja ein sehr schönes und trotz seiner Direktheit entspannendes Qi hat (was maßgeblich dazu beiträgt, warum mir der Tee so gut gefallen hat), hat dieser Tee zwar auch viel Energie, aber diese scheint ihr Pulver zum Großteil auf Geschmacks- und Texturebene zu verbrauchen, denn das Qi ist zwar vorhanden und lässt den Kopf auch etwas wie in Watte gepackt anfühlen, hat aber keinen langanhaltenden, entspannten Charakter. Die Euphorie von Matt kann ich hier nicht nachvollziehen - im Vergleich dazu wirkt sein Bericht über den Lao Jie Zi deutlich zurückhaltender. Ich stimme ihm zwar zu, dass der Tianmenshan im Vergleich regelrecht überstimmulierend ist, aber genau das ist meiner Meinung nach das Problem: Es fehlt die Harmonie und die Tiefe - das ist z.B. auch der Grund, warum ich Peters Tees (prSK) den amerikanisch-lauten Tees von W2T und Co bevorzuge. Daher würde ich im direkten Vergleich den Tianmenshan eher mit 4-Sternen bewerten, auf Grund der Qualität sind aber 5-Sterne im globalen Vergleich auf jeden Fall angebracht. PS: Zwecks Vergleichbarkeit habe ich zwischendurch extra auch Porzellan Pitcher und Schälchen verwendet, um auszuschließen, dass die Keramik dieses mal den Unterschied macht. Dieses winzige (50-60ml) Yuzamashi von Nobuhara Katushi ist so süß (und zum Glück von der Sorte Bizen-yaki, die den Tee nicht sonderlich stark beeinflusst)
  35. 3 points
    GoldenTurtle

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Also dann wären wir bei der Nachverkostung der Nachverkostung vom Jingmai Gulan Gushu '17 von William ... Nach dem Motto: Gibt einem Sheng 3 Jahre Zeit ✌️ Teilweise ziemlich gepresst ... Aber geht doch gut auseinander ... Auf Arte gibts übrigens aktuell ne Serie: "Patina Paradise" Der Duft des in der feuchten, heissen Kanne geschüttelten trockenen Materials ist nun ein paar guten Shengs, die ich neulich von Lucy in der Kanne hatte, verblüffend ähnlich. Nun sieh da.. der Sheng ist inzwischen deutlich besser geworden, hat an Mehrdimensionalität stark zugelegt, die Süsse hat zugenommen, die Bitterkeit ist dezenter geworden, im Nachhall ein gutes Spiel der Beiden. PS: Beim 2. Aufguss ist eine leichte Intensivierung der Bitterkeit zu verzeichnen, für mich aber sehr angenehm, mit sehr langem, schönen Nachhall. Yippie, ist doch immer wieder schön wenn ein früher voreilig als Fehlkauf abgestempelter Zuwachs der Teebibliothek sich nur mit genügend Geduld und guter Bambuslagerung als Bereicherung herausstellt.
  36. 3 points
    Getsome

    Eure neuste Tee-Anschaffung

    Meine erste Bestellung bei Pu-Erh.sk. Der Shop steht schon länger auf der Antestenliste. Bei dem kürzlichen Sale musste ich zugreifen, leider waren ein paar Tees die ich gerne probiert hätte schnell ausverkauft. Gerade der rareness 5 hat von euch Lob erhalten. Ich bin gespannt.
  37. 3 points
    @Frau Mahlzahn schöner Tetsubin und toller Tee! Ich bin sehr gespannt auf dein Bericht - für mich ist die Bereicherung beim Teetrinken durch einen Tetsubin im Vergleich zu einem elektrischen Wasserkocher vergleichbar wie ein Yixing-Kännchen im Vergleich zu einem Tee-Ei: Funktioniert beides, aber das eine bereitet mir wesentlich mehr Freude
  38. 3 points
    GoldenTurtle

    Berlin - Nannuoshan

    Zu vermelden ist nebenbei eine Kooperation von nannuoshan.org mit teamania.ch (beide ebenfalls Foristen: @nannuoshan und @Diz) Teamania hat ein Schwergewicht auf Pu'Er und jap. Grüntee das beides Nannuoshan fehlte, welcher aber ein eigenständiges Sourcing im chinesischen Grün-, Rot-, Weiss- und Gelbteebereich betreibt, was Teamania wiederum fehlte. Man kann sich alleine auch nur schwer wirklich auf alles spezialisieren. So werden sie sich gegenseitig in diesen Bereichen ergänzen. Bei Oolongs sind beide gut aufgestellt. Hat zudem den versandtechnischen Vorteil, dass vom deutschen Shop nannuoshan ausgewählte Produkte über teamania in der Schweiz verfügbar werden und umgekehrt. Möglicherweise wird es jeweils ein besonderes Einführungsset des neuen Partners geben.
  39. 3 points
    Lateralus

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute fand der Changxing Lu Cha von Nanuoshan seinen Weg in meine Shibo. Ein schöner Tee bei dem ich aber bald schon bemerkt habe, dass er mich nicht ganz so fesseln kann wie die anderen aus dem Grünteesampler. Trotzdem kein schlechter Tee, ich würde ihn jederzeit dem edelsten in Scheiben gepressten Tee vorziehen 😋
  40. 2 points
    Paul

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Der Laomane `13a ist: "autumnal mood with clean and tasty dry sweetish endings, lighter LMN wild like bitterness (at least for myself) with nicely aged bitterish notes, plentiful wild honey notes, a very nice example of ageing autumnal pu-erh teas" - stimmt nach meiner Meinung ganz genau und die Honignoten sind besonders schön. Er ist mein lieber @SoGen kein "schlechter Tee" sondern einer mit Bitternoten und zwar ganz differenzierten; und vielleicht liegt es ja angeschlagenen Gaiwan, wenn er @Getsome nicht gemundet hat
  41. 2 points
    Sri Lanka

    Tee aus Sri Lanka

    Hallo, ich bin neu in diesem Forum und ein abslouter Tee Laie. Da ich ein großer Sri Lanka Fan bin, man merkt es an meinem Namen, wollte ich mich mehr mit Ceylon Tee auseinandersetzen. Bisher bin ich kein Teetrinker gewesen, dies möchte ich aber nun ändern. Ein Freund von mir aus Sri Lanka hat mir verschiedene Tees zugesendet. Zu diesen gehören Standard grades wie, OP1-BOP1-Pekoe-OP-OPA-FBOP-BOP-Pekoe1. Es scheint mir aber so, als ob mein Freund auch noch ein paar "besondere" Tees hinzugefügt hat, dazu gehören : verschiedene Seasonal Tees, verschiedene Handspuns Tees, Golden Tips, Ceylon White Leaf, Premium Ceylon White, Silver Needle, Green curls, FBOPF SP, FBOPF EX SP. Fotos der Tees habe ich angehangen. Ich werde mich jetzt mal durch die ganzen Tees probieren und hoffe, dass ich noch sehr viel in diesem Forum lernen kann! Liebe Grüße
  42. 2 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    2020 Kunlu Ancient Tree Wild (EoT) Schon beim Öffnen des Samples fällt neben einem intensiven Duft nach gerösteten Maronen, der mich an einen Long Jing erinnert, vor allem die Farbe des Tees ins Auge: Neben den für Yesheng üblichen sehr dunklen, fast schwarzen Blättern strahlen einen fast schon Neongrüne Blätter an (kommt auf dem Foto nicht so extrem rüber - aber ist halt auch nur eine simple Smartphone-Kamera von 2016). Sehr grüne Teile sind an sich bei Yeshengs durchaus üblich, aber hier fehlen die sonst meist ebenfalls vorhandenen braun-orangenen Parts, so dass das Tee-Material etwas wie ein Duplex-Druck wirkt. Leider ist es aber im Vergleich zu den Vorgängern deutlich kleinteiliger (für die Session habe ich die schönsten Blätter genommen), da es sich hier aber nur um ein Sample handelt, kann man das natürlich nicht verallgemeinern. Zum Tee hat David bereits geschrieben, dass er etwas zahmer als die 2017er oder 2016er Version ist, weshalb ich auch nicht zimperlich bei der Dosierung war - und in der Tat muss ich David hier zustimmen: Was die Bitterkeit betrifft ist der Tee seinen Vorgängern deutlich unterlegen. Im Vergleich zum 2017er ist der Tee auch weniger fruchtig, kann dafür mit leichten Röst- und Nuss-Noten aufwarten, an das Qi des 2016er kommt er aber nicht heran. Daher muss ich gestehen, dass der Tee für mich nicht an seine Vorgänger herankommt, auch wenn es defintiv ein schöner Yesheng ist, an dem Freunde von einer gepflegten Bitterkeit ihre Freude haben, ohne dass Gäste die ein Schälchen mittrinken möchten einem gleich davon laufen (vielleicht).
  43. 2 points
    Diz

    Tee aus Sri Lanka

    Sieht interessant aus aber die Verpackung ist nicht ideal. Unbedingt vor Licht geschützt aufbewahren!
  44. 2 points
    Krabbenhueter

    Tee in der Literatur/Poesie

    Heute dann am Ziel, wenn auch ohne Erfolg. Die Spiegelgasse ist mir verschlossen,und da hilft es auch nicht das es Montag ist, wegen der doppelten Negation.
  45. 2 points
    doumer

    Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Shibo schöner Bericht! Klingt auf jeden Fall nach einem etwas anderen Erlebnis, als ich es mit dem Goishicha von 2015 hatte - der ist (zumindest für meinen Geschmack) definitiv zitronig-pilzig. Kommen aber definitiv beide aus dem selben Ort - daher wäre ein Vergleich der beiden Jahrgänge sehr spannend - wenn du Lust auf einen kleinen Tausch hast, schreib mir eine PN
  46. 2 points
    Ein weiterer Tag, eine weitere Schale. Es handelt sich wohl um Iga-yaki, obwohl ich mich da eher wenig auskenne. Die Markierung auf dem Fuss und der Holzbox ist etwas widersprüchlich, daher lässt sich schwer etwas dazu sagen. Auf jeden Fall sehr schöne Details bei der Glasur mit hübschen Farbverläufen sowie Einschlüssen. Liegt allerdings etwas schwer in der Hand.
  47. 2 points
    GoldenTurtle

    Geschmacksnoten von Grüntee

    Eben genau das zu konkretisieren war das Thema der Diskussion. Ok, wenn SoGen sich schon einschaltet, dann halt richtig. Hier in knapper Form der nicht unbeachtliche Konsens der Diskussion, an der u.a. auch mit Gabriele und Diz beteiligt waren: Umami könnte man zumindest partiell als Fleischgeschmack definieren, in geringerem Masse partiell auch bspw. als nussig, algig oder pilzig. Der Kern dahinter geht aber viel tiefer, denn wie Diz festhielt wurde in der Wissenschaft herausgefunden, dass Umami zu schmecken die (zumindest früher notwendige) Fähigkeit darstellt Protein zu schmecken, respektive ein gezieltes Verlangen danach zu haben.
  48. 2 points
    SoGen

    Geschmacksnoten von Grüntee

    Umami ist umami ist umami ... Was soll denn 'salzig', 'bitter', 'sauer' oder 'süß' konkret für einen Geschmack darstellen? _()_
  49. 2 points
    Shibo

    today's wee dram (ich trinke gerade...)

    Guter Whisky und Musik von Leonard Cohen. Eine traumhafte Kombination. Caol Ila aus einem 1st Fill Bourbonfass: Für sich alleine schon eine traumhafte Kombination.
  50. 2 points
    GoldenTurtle

    Matcha wie schmeckt das?

    Sir, die Frage wurde vor mehr als 6 Jahren gestellt, es ist unklar ob es erstens von der Rechtslage her legal ist solche alten Fragen zu beantworten und zweitens, ob der Fragesteller überhaupt noch lebt. Hinzu kommt deine sehr beachtliche Antwort, für die es sich für den Fragesteller, gesetztenfalls er lebt noch, doch gelohnt hat 6 Jahre zu warten - leider ist darin hinsichtlich seiner Frage aber das einzig Stichhaltige, dass Matcha leicht bitter schmeckt, worauf denn nun doch wohl kaum jemand auf diesem Erdenrund jemals gekommen wäre. Auf deine weiteren Ausführungen Matcha mit Honig oder Zucker zu süssen oder gar noch argere Greueltaten zu verüben (was denn noch? Ahornsirup vielleicht?!?) gehe ich lieber nicht im Detail ein, da sich sonst Paul möglicherweise nicht mehr im Zaum halten kann - er war in letzter Zeit so freundlich zu Neulingen - dies nun dürfte in die Kategorie "und führe uns nicht in Versuchung" fallen. Amen.
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