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    Joaquin
    In letzter Zeit wurde für Facebook oft ein Dislike-Button gefordert. Diesen wollte nun Facebook selbst nicht. Wohl aus Angst darum, dass die oft ohnehin recht brisante Atmosphäre in einigen Diskussionen und Beiträgen, nicht durch einen solchen Knopf weiter aufgestachelt werden sollte. Facebook selbst reagiert nun seit kurzem jedoch mit sechs weiteren Knöpfen, die für weitere Emotionen stehen. Sicher gut gemeint, aber leider auch ein fataler Fehler, denn es fehlt ein wichtiger Knopf.
    Wenn es darum geht, eine brisante Situation zu entschärfen und dort die nötige Ruhe einkehren zu lassen, dann weiß jeder Tee-Trinker wie man diese gekonnt entschärfen kann, nämlich mit einer guten Tasse Tee. Aber auch um dieser Gelassenheit und Weltoffenheit von Tee-Trinkern den nötigen Ausdruck zu geben, da fehlt Facebook einfach der passende Knopf.
    Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe mir dazu meine Gedanken gemacht und meinen Vorschlag habe ich nun im folgenden Bild dargelegt.

     
    Joaquin
    Der Teebeutel ist eine sehr praktische Art, um Tee schnell zuzubereiten. Ein Teebeutel, heißes Wasser und ein Glas reichen da völlig aus. Auf der anderen Seite sind Teebeutel bei Teekennern verpönt, geradezu verhasst. Ihnen haftet dort der Makel der billigen, industriellen Massenware an. Aber ist dem wirklich so und kann man das so generell behaupten?
    Tatsächlich gibt es eine Vielzahl an Teebeuteln und auch die dort verwendeten Tees und dessen Qualität sind sehr unterschiedlich. Es lohnt sich also, die Teebeutel genauer zu betrachten.
    Durch unterschiedliche Konstruktionen und Größen versucht man dem Tee im Teebeutel zu mehr Volumen für seine Geschmacksentfaltung beim Aufgießen zu verhelfen. Hier tauchen vermehrt, neben dem bei uns bekannten Zweikammerbeutel bzw. Doppelkamerteebeutel, der Pyramiden-Teebeutel auf. Auch verwendet man zum Beispiel in England viel größere Teebeutel oder runde in Irland.
    Gleichzeitig wird bei einigen Teebeuteln, neben dem so genannten Dust (Staub – feine Reste) der Teeproduktion, auf bessere Qualität des Tees geachtet. So werden unter anderem Stängel aussortiert, Tips (feine Blattspitzen und Knospen) verwendet, bis hin zu größeren Blatteilen.
    Im folgenden Video untersuchen wir vier Teebeutel. Einen Schwarztee in einem klassischen Zweikammerbeutel, einen Schwarztee in einem englischen Teebeutel, einen Pyramiden-Teebeutel mit einer Grüntee-Kräutermischung und einen Pyramiden-Teebeutel mit Grüntee aus Japan. Eines wird dabei schnell klar, Teebeutel ist nicht gleich Teebeutel.
    Weiterführende Informationen: TeeWiki - Teebeutel
    Joaquin
    Im TeeTalk wird viel darüber diskutiert und philosophiert, was einen echter, richtiger und guter Grüntee ist. Aufwendige, ausschweifende und kontroverse Diskussionen ergeben sich immer wieder zu dieser Frage. Dabei fällt die Antwort recht einfach aus. Dies konnte ich zumindest beim Besuch einer TeeGschwendner-Filiale, in bemerkenswerte Art und Weise feststellen.
    Vor mir an der Kasse stand eine Dame, welche genau diese Frage dringend zu klären hatte. Ihr Wunsch ein Grüntee. Diesem Wunsch konkretisierte sie gegenüber der Verkäuferin im Detail und nannte ganz explizit das maßgebliche Kriterium für den einzig wahre und richtigen Grüntee. Der Grüntee sollte ein echter sein, einer welcher weder blass, noch hellgrün, orange oder gar gelb schimmernd in der Tasse daher kommen sollte. Er sollte wie es sich für einem Grüntee geziemt, in einem echtem Grün in der Tasse schimmern, eben ein Grüntee.
    So wie der Sinn des Lebens einfach in der Zahl 42 begründet ist, so einfach lässt sich die Frage nach dem echten, richtigen und einzig wahren Grüntee, mit der Farbe Grün beantworten. Punkt!
    So einfach kann das Leben sein, wenn man sich nicht allen Komplikationen des Lebens hingibt und der Perfektion im Detail hinterher jagt. Grün, ... passt!
    Wo mir als Laie und ausgewiesener Teeanfänger nur das Bild eines Matcha in den Sinn gab, gab die freundliche Verkäuferin ehrlich an, hierzu den Rat des Filialleiters einholen zu müssen. Dieser beantwortete die Fragen professionell mit dem Hinweis auf einige der teuren japanischen und einem koreanischen Vertreter des Grüntees.
    Bei der Frage, welcher es denn nun genau sein dürfe, bat die Dame um etwas Bedenkzeit, trat von der Ladentheke zurück, zückte ein Buch aus ihrer Handtasche hervor und begann dann fleißig darin zu blättern. Aus dem Augenwinkel konnte ich das Buch als so etwas wie einen Teealmanach ausmachen, war jedoch nicht in der Lage, hier weitere Einzelheiten zu erkennen. Trotz Neugier wartete ich auch nicht die Entscheidung der Dame ab, sondern bezahlte meinen zuvor ausgesuchten Ostfriesentee und verließ den schon recht vollen Teeladen.
    Sicher mag der ein oder andere, angesichts der Farbe Grün als Kriterium für einen Grüntee schmunzeln, aber die Dame schien sich gewissenhaft mit dem Thema auseinander zu setzen. Sie hatte schon Grüntees getrunken und wollte nun weitere Erfahrung sammeln. Anhand der Farbe bekam sie nun eine weitere Auswahl über die sie sich vor dem Kauf selbst in ihrem Buch informierte. Auch wenn ihr Vorgehen auf dem ersten Blick naiv erscheint, so führt sie dies doch auf den richtigen Weg, mit dem Probieren zahlreicher Tees und dem Lesen von Fachliteratur. Theorie und Praxis sind oft der Schlüssel zum Erfolg.
    Bemerkenswert war hier auch das Personal dieser TeeGschwendner-Filiale, welches trotz dort vorherrschender Hektik und angesichts solche einer Frage, sich ruhig, freundlich und hilfreich zeigte, wo ich mir ein Lachen verkneifen musste
    Aber vor allem sollt es uns eines zeigen, jeder von uns war mal ein Anfänger, hat dumme Fragen gestellt, musste seine eigenen Erfahrungen sammeln und war über jede ehrliche und zielführende Hilfe dankbar
    Joaquin

    Tee-Wissen: Teelied

    Von Joaquin, in Kultur,

    Das Teelied ist ein Werk des deutschen Dichters, Literaturwissenschaftlers, Juristen und Politikers, Johann Uhland (Johann Ludwig „Louis“ Uhland - * 26. April 1787 in Tübingen, Herzogtum Württemberg; † 13. November 1862 in Tübingen, Königreich Württemberg)

    Im folgendem nun sein Werk, Gedicht und Lied:


    Teelied

    Ihr Saiten, tönet sanft und leise,
    Vom leichten Finger kaum geregt!
    Ihr tönet zu des Zärtsten Preise,
    Des Zärtsten, was die Erde hegt.

    In Indiens mythischem Gebiete,
    Wo Frühling ewig sich erneut,
    O Tee, du selber eine Mythe,
    Verlebst du deine Blütezeit.

    Nur zarte Bienenlippen schlürfen
    Aus deinen Kelchen Honig ein,
    Nur bunte Wundervögel dürfen
    Die Sänger deines Ruhmes sein.

    Wann Liebende zum stillen Feste
    In deine duft'gen Schatten fliehn,
    Dann rührest leise du die Äste
    Und streuest Blüten auf sie hin.

    So wächsest du am Heimatstrande,
    Vom reinsten Sonnenlicht genährt.
    Noch hier in diesem fernen Lande
    Ist uns dein zarter Sinn bewährt.

    Denn nur die holden Frauen halten
    Dich in der mütterlichen Hut;
    Man sieht sie mit dem Kruge walten
    Wie Nymphen an der heil'gen Flut.

    Den Männern will es schwer gelingen,
    Zu fühlen deine tiefe Kraft;
    Nur zarte Frauenlippen dringen
    In deines Zaubers Eigenschaft.

    Ich selbst, der Sänger, der dich feiert,
    Erfuhr noch deine Wunder nicht;
    Doch was der Frauen Mund beteuert,
    Ist mir zu glauben heil'ge Pflicht.

    Ihr aber möget sanft verklingen,
    Ihr meine Saiten, kaum geregt!
    Nur Frauen können würdig singen
    Das Zärtste, was die Erde hegt.
    Joaquin
    Der Long Island Iced Tea ist ein Cocktail, welcher wegen seines relativ großen Volumen als Longdrink zählt. Entgegen seiner Bezeichnung, enthält dieses Getränk keinen Tee. Seine Bezeichnung erhielt er offenbar, weil das Getränk mit Eiswürfeln in der Farbe und Konsistenz, einem Iced Tea ähnlich ist. Es hat in etwas 19 cl an Zutaten mit einem Alkoholgehalt von 22 %.


    Geschichte
    Über die Herkunft des Long Island Iced Tea gibt es mehrere Geschichten, bzw. Legenden.

    Die erste erzählt darüber, dass zu den Zeiten der Prohibition in den USA (1919–1932), als kein Alkohol verkauft und konsumiert werden durfte, die Polizei mit der Bezeichnung und dem Servieren als Iced Tea in normalen Teetassen, man die Polizei damit an der Nase herumführen und täuschen konnte.

    In der zweite erzählt von einer älteren und gelangweilten Dame aus Long Island im US-Bundesstaat New York. Sie nahm immer nur wenige Einheiten der Spirituosen, damit ihr Griff zum Alkohol nicht so auffällig war und mixte dies dann mit Cola und eis, damit das Ergebnis wie ein Iced Tea ausschaute und man ihr nicht auf die Schliche käme.

    In der dritten gelten die selben Verschleierungstaktiken, allerdings sollen es hier dann Studenten gewesen sein, die sich von den Flaschen ihrer Eltern/Väter bedient haben.

    Auch wird Robert C. Butt („Rosebud“) als Erfinder des Long Island Iced Tea. Er war Ende der 70er Jahre Barkeeper im OBI (Oak Beach Inn) in Hampton Bays, Suffolk County (New York).

    Dagegen berichtet Dale DeGroff über andere jungen Barkeepern des Leonard's in Great Neck, Long Island (New York), welche schon zwischen 1976 und 1979 diesen Drink erfunden haben sollen. Die jüngeren Hochzeitsgäste mochten den von den Älteren bevorzugten Whiskey Sours nicht und so servierten sie in großen Krügen diesen Drink, welchen sie damals aber Leonard's Iced Tea nannten.

    Die einzig gesicherte Erkenntnis ist aber, dass der Drink in den USA entstanden ist. Denn dort wird der Eis-Tee in der Regel als Iced Tea bezeichnet, was wörtlich übersetzt so viel wie geistiger Tee bedeutet. In Deutschland wird ein solcher Drink oft in Cocktailbüchern und auf Barkarten nur als Ice Tea bezeichnet. Man achte also auf das "d" im Wort Iced.


    Inhalt
    Der Drink besteht aus Rum, Wodka, Gin, Tequila, Triple Sec Curaçao, Zitrone, Orangen-Saft und Cola. Er wird in einem mit Eiswürfeln befülltem Longdrink-Glas zubereitet und mit einer Zitronenscheibe garniert.


    Zubereitung
    Man nehme ein mit Eiswürfeln befülltes Longdrink- oder Fancy Glas und befülle es mit Eis. Dieses tut man dann in einen Schaker, nebst folgender Zutaten.
    2cl Wodka
    2cl Gin
    2cl Rum (braun)
    2cl Tequila (weiss)
    2cl Triple Sec Curaçao
    2cl Zitronensaft
    2cl Orangensaft

    Den Shaker nun kräftig durch schütteln und in das Langdrink- bzw. Fancy Glas zurück gießen. Dazu gibt man noch 5cl Cola. Als Dekoration eine Zitronenscheibe auf den Glasrand stecken.
    Insgesamt hat man dann


    Varianten
    Durch Variationen in der Rezeptur ergeben sich zahlreiche Varianten, wie zum Beispiel der Texas Tea, der Long Beach Iced Tea, der Long Island Energy und der Beverly Hills Iced Tea.