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    Tee-Wissen: Long Island Iced Tea


    Joaquin

    Der Long Island Iced Tea ist ein Cocktail, welcher wegen seines relativ großen Volumen als Longdrink zählt. Entgegen seiner Bezeichnung, enthält dieses Getränk keinen Tee. Seine Bezeichnung erhielt er offenbar, weil das Getränk mit Eiswürfeln in der Farbe und Konsistenz, einem Iced Tea ähnlich ist. Es hat in etwas 19 cl an Zutaten mit einem Alkoholgehalt von 22 %.

    Geschichte

    Über die Herkunft des Long Island Iced Tea gibt es mehrere Geschichten, bzw. Legenden.

    Die erste erzählt darüber, dass zu den Zeiten der Prohibition in den USA (1919–1932), als kein Alkohol verkauft und konsumiert werden durfte, die Polizei mit der Bezeichnung und dem Servieren als Iced Tea in normalen Teetassen, man die Polizei damit an der Nase herumführen und täuschen konnte.

    In der zweite erzählt von einer älteren und gelangweilten Dame aus Long Island im US-Bundesstaat New York. Sie nahm immer nur wenige Einheiten der Spirituosen, damit ihr Griff zum Alkohol nicht so auffällig war und mixte dies dann mit Cola und eis, damit das Ergebnis wie ein Iced Tea ausschaute und man ihr nicht auf die Schliche käme.

    In der dritten gelten die selben Verschleierungstaktiken, allerdings sollen es hier dann Studenten gewesen sein, die sich von den Flaschen ihrer Eltern/Väter bedient haben.

    Auch wird Robert C. Butt („Rosebud“) als Erfinder des Long Island Iced Tea. Er war Ende der 70er Jahre Barkeeper im OBI (Oak Beach Inn) in Hampton Bays, Suffolk County (New York).

    Dagegen berichtet Dale DeGroff über andere jungen Barkeepern des Leonard's in Great Neck, Long Island (New York), welche schon zwischen 1976 und 1979 diesen Drink erfunden haben sollen. Die jüngeren Hochzeitsgäste mochten den von den Älteren bevorzugten Whiskey Sours nicht und so servierten sie in großen Krügen diesen Drink, welchen sie damals aber Leonard's Iced Tea nannten.

    Die einzig gesicherte Erkenntnis ist aber, dass der Drink in den USA entstanden ist. Denn dort wird der Eis-Tee in der Regel als Iced Tea bezeichnet, was wörtlich übersetzt so viel wie geistiger Tee bedeutet. In Deutschland wird ein solcher Drink oft in Cocktailbüchern und auf Barkarten nur als Ice Tea bezeichnet. Man achte also auf das "d" im Wort Iced.

    Inhalt

    Der Drink besteht aus Rum, Wodka, Gin, Tequila, Triple Sec Curaçao, Zitrone, Orangen-Saft und Cola. Er wird in einem mit Eiswürfeln befülltem Longdrink-Glas zubereitet und mit einer Zitronenscheibe garniert.

    Zubereitung

    Man nehme ein mit Eiswürfeln befülltes Longdrink- oder Fancy Glas und befülle es mit Eis. Dieses tut man dann in einen Schaker, nebst folgender Zutaten.

    • 2cl Wodka
    • 2cl Gin
    • 2cl Rum (braun)
    • 2cl Tequila (weiss)
    • 2cl Triple Sec Curaçao
    • 2cl Zitronensaft
    • 2cl Orangensaft

    Den Shaker nun kräftig durch schütteln und in das Langdrink- bzw. Fancy Glas zurück gießen. Dazu gibt man noch 5cl Cola. Als Dekoration eine Zitronenscheibe auf den Glasrand stecken.

    Insgesamt hat man dann

    Varianten

    Durch Variationen in der Rezeptur ergeben sich zahlreiche Varianten, wie zum Beispiel der Texas Tea, der Long Beach Iced Tea, der Long Island Energy und der Beverly Hills Iced Tea.


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    Rückmeldungen von Benutzern


    Als jemand, der sich viel mit der historischen Cocktailkultur beschäftigt, folgende Anmerkung: der Long Island Iced Tea hat mit einem guten Cocktail oder Longdrink so viel zu tun wie Red Bull mit einem guten Darjeeling. Er ist ein Kind der Trinkkultur der 80er Jahren, dem dunklen Zeitalter der Cocktailkultur und ist geschmacklich eine undefinierbare Mischung aus vier weißen Basisspirituosen plus Triple Sec und (in den meisten Rezepten, u.a. auch im Cocktailian (2010)) Cola.



    Im Grunde genommen ist er ein misslungener Punch und in gewisser Weise mit dem Fogcutter aus den 40er Jahren verwandt. Während letzterer jedoch schön ausbalanciert und geschmacklich komplex ist, gibt es beim LIIT nur die volle Dosis Alkohol.


    Ja, die 80er waren eine wirklich schlimme Zeit.


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