• Joaquin

    Der Teebeutel ist eine sehr praktische Art, um Tee schnell zuzubereiten. Ein Teebeutel, heißes Wasser und ein Glas reichen da völlig aus. Auf der anderen Seite sind Teebeutel bei Teekennern verpönt, geradezu verhasst. Ihnen haftet dort der Makel der billigen, industriellen Massenware an. Aber ist dem wirklich so und kann man das so generell behaupten?

    Tatsächlich gibt es eine Vielzahl an Teebeuteln und auch die dort verwendeten Tees und dessen Qualität sind sehr unterschiedlich. Es lohnt sich also, die Teebeutel genauer zu betrachten.

    Durch unterschiedliche Konstruktionen und Größen versucht man dem Tee im Teebeutel zu mehr Volumen für seine Geschmacksentfaltung beim Aufgießen zu verhelfen. Hier tauchen vermehrt, neben dem bei uns bekannten Zweikammerbeutel bzw. Doppelkamerteebeutel, der Pyramiden-Teebeutel auf. Auch verwendet man zum Beispiel in England viel größere Teebeutel oder runde in Irland.

    Gleichzeitig wird bei einigen Teebeuteln, neben dem so genannten Dust (Staub – feine Reste) der Teeproduktion, auf bessere Qualität des Tees geachtet. So werden unter anderem Stängel aussortiert, Tips (feine Blattspitzen und Knospen) verwendet, bis hin zu größeren Blatteilen.

    Im folgenden Video untersuchen wir vier Teebeutel. Einen Schwarztee in einem klassischen Zweikammerbeutel, einen Schwarztee in einem englischen Teebeutel, einen Pyramiden-Teebeutel mit einer Grüntee-Kräutermischung und einen Pyramiden-Teebeutel mit Grüntee aus Japan. Eines wird dabei schnell klar, Teebeutel ist nicht gleich Teebeutel.

    Weiterführende Informationen: TeeWiki - Teebeutel

    bearbeitet von Joaquin

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    • Von Roberts Teehaus
      Hallo Leute,
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      Außerdem haben wir ein neues Probepaket welches unsere 7 Teesorten enthält(Ti Kuay Yin Oolong, Rooibos Super Grade Long Cut, Java Red Tea, Oriental Beauty, Gyokuro Asahi, Silbernadeltee, Jasmine Pearls).
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      Viele Grüße
      Robert
    • Von Quorton
       
      Man findet viele Videos zu Teezeremonien und anderen Quatsch auf Youtube. Es gibt jede Menge Gongfu-Vorstellungen die uns erklären, dass das und nichts anderes DIE traditionelle Art der Teezubereitung ist. Daher meine Überraschung als ich dieses Video gefunden habe. Es gibt hier auf den Forum Leute mit deutlich mehr Erfahrung als ich, also alles was ich hier sage ist mit Vorsicht zu genießen. 
       
      Dieses Video scheint alles richtig zu machen. Wenn man die zeitgenössische Quellen ließt, genau so stellt man sich die Song Dynastie hohe Teekultur vor. Der Wasserbehälter ist typisch mit einen spitzen Ende, die Schale ist auch stilistisch passend, der Tee wird tatsächlich so gut vorbereitet, dass der Schaum weiß ist... 
       
      Ich finde auch das Video besser als das von Global Tea Hut. Dort wurden unpassende Schalen genutzt. Zusätzlich wurde die Vorbereitung und Servierung ein bisschen komisch gemacht. Hier ist das besagte Video: 
       
       
      Um eine Ergänzung für interessierte zu verlinken, hier ein Video zu Song-Teekeramik: 
       
       
      Bücher auf die ich meine Aussage zu Authentizität mache:
      Mair, Victor H. und Erling Hoh. 2012. The True History of Tea. London: Thames and Hudson Ltd.
      Benn, James A.. 2015. Tea in China: A Religious and Cultural History. Honolulu: University of Hawaii Press.
       
    • Von YuriCPL
      Hallo liebe Community,
      ich brauche mal eure Erfahrung. Ich hab mir heute zum ersten mal Gyokuro zubereitet. Habs zweimal versucht einmal mit 50° 2 minuten und einmal mit 60° 1,5 minuten. 
      Nun schmeckt der Tee sehr nach Spinat ist das normal oder mache ich etwas falsch? 
       
      Danke schonmal im vorraus!
       
    • Von YuriCPL
      Hallo liebe TeeTalk-Gemeinde,
      ich bin ein "Teeneuling" und wies scheint ebenso auf die Dr. S Masche reingefallen und hab mir von sunday.de mal zum testen einen wie ich zumindest dachte hochwertigeren Gyokuro bestellt (Gyokuro Shibushi Saemidori Bio ). 
      Nun da ich bereits ein bisschen im Forum gestöbert habe und die Zubereitung von Dr. S falsch sein soll, wende ich mich an die Community. Leider habe ich über die SuFu keine Thread gefunden in welchem die Zubereitung des Gyokuro behandelt wird, kann mir hier eventuell jemand aushelfen? Ich hab mir vorerst nur ein Edelstahlsieb, Wasserfilter und einen Holzlöffel bestellt (werde mir wahrscheinlich später eine Kyusu zulegen). 
      Vielen Dank schonmal im vorraus! 
       
    • Von miig
      Hallo Forum,
      der Teewächter hat mir mal wieder was gezeigt was ich wirklich noch nie gesehen habe (was an sich nicht viel heißen muss *g*): Die Heiß-Kalt-Zubereitungsmethode.
      Im Original etwas poetischer bezeichnet als "ice-fire technique". (Tiefergehende Verbindungen zu Game of Thrones konnte ich bislang nicht erkennen.)
      Jedenfalls gehts darum, einen Grüntee mit verschiedenen Temperaturzonen gleichzeitig aufzugießen, um einen milderen Aufguß zu bekommen als man ihn bei der Verwendung ausschließlich heißen Wassers bekommen hätte, und gleichzeitig einen nuancierteren Charakter zu erhalten als ihn ein Aufguß mit ausschließlich kühlerem Wasser ergeben hätte.
      Sieht dann so aus dass man die Teeblätter in eine Kanne gibt, Eiswürfel unten reinfüllt und dann mit kochendem Wasser aufgießt. Hab es noch nicht probiert, werds aber in den nächsten Tagen testen und würde mich freuen wenn jemand Interesse hätte das auch auszuprobieren.


      In jedem Fall sicherlich eine äusserst spektakuläre Technik, die einmal für tolle Fotos gut sein dürfte, und die sich zum anderen in Gesellschaft sicher toll präsentieren lässt. Aber natürlich ist die wahre Frage, inwieweit sich damit geschmackliche Vorteile erzielen lassen. Wenn es von jemand anderem als dem Wächter käme, würd ichs wohl als Angeberei abtun, aber Leo Kwan weiß normalerweise wovon er spricht!