• Joaquin

    Der Teebeutel ist eine sehr praktische Art, um Tee schnell zuzubereiten. Ein Teebeutel, heißes Wasser und ein Glas reichen da völlig aus. Auf der anderen Seite sind Teebeutel bei Teekennern verpönt, geradezu verhasst. Ihnen haftet dort der Makel der billigen, industriellen Massenware an. Aber ist dem wirklich so und kann man das so generell behaupten?

    Tatsächlich gibt es eine Vielzahl an Teebeuteln und auch die dort verwendeten Tees und dessen Qualität sind sehr unterschiedlich. Es lohnt sich also, die Teebeutel genauer zu betrachten.

    Durch unterschiedliche Konstruktionen und Größen versucht man dem Tee im Teebeutel zu mehr Volumen für seine Geschmacksentfaltung beim Aufgießen zu verhelfen. Hier tauchen vermehrt, neben dem bei uns bekannten Zweikammerbeutel bzw. Doppelkamerteebeutel, der Pyramiden-Teebeutel auf. Auch verwendet man zum Beispiel in England viel größere Teebeutel oder runde in Irland.

    Gleichzeitig wird bei einigen Teebeuteln, neben dem so genannten Dust (Staub – feine Reste) der Teeproduktion, auf bessere Qualität des Tees geachtet. So werden unter anderem Stängel aussortiert, Tips (feine Blattspitzen und Knospen) verwendet, bis hin zu größeren Blatteilen.

    Im folgenden Video untersuchen wir vier Teebeutel. Einen Schwarztee in einem klassischen Zweikammerbeutel, einen Schwarztee in einem englischen Teebeutel, einen Pyramiden-Teebeutel mit einer Grüntee-Kräutermischung und einen Pyramiden-Teebeutel mit Grüntee aus Japan. Eines wird dabei schnell klar, Teebeutel ist nicht gleich Teebeutel.

    Weiterführende Informationen: TeeWiki - Teebeutel

    bearbeitet von Joaquin

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    • Von goza
      Hallo,
      wie bereitet man einen sehr bröseligen Fukamushicha am besten zu?
      Hier mal mein "Ausgangsmaterial":

      Feiner Staub, nur wenige größere Blattteile.
      Aufgebrüht, ziemlich breiig:

       
      Mit der Shiboridashi gestaltet sich das nun recht schwer. Lasse ich den Deckel dicht aufliegen, verstopft der Brei den Ausguss und es bleibt viel Wasser zurück (auch mit Ausschütteln). Lasse ich den Schlitz weiter offen, plumpst mir viel Blattgut raus. Damit ich das nicht in der Tasse habe, nehme ich ein Teesieb - welches sich natürlich zusetzt.

       
       
      Nun habe ich noch eine Kyusu mit (feinem) Kugelsieb, wo es nicht besser ist. Und nun?
       
      Die ersten beiden Aufgusse sind nicht so krass. Im ersten läuft alles noch sauber ab und ich habe auch eine recht klare Tasse, mit dem zweiten Aufguss kommen dann auch die Schwebstoffe mit, die sich mittlerweile gelöst haben. Danach wird es stetig schlimmer.
      Muss ich mich hier auf 2 Aufgüsse beschränken? Gibt Fukamushicha überhaupt mehr her? Die weiteren Aufgüsse schmecken mir noch, ich könnte aber vermuten, dass die Infusion an sich nichts mehr hergibt und ich nur noch die Schwebstoffe schmecke?
    • Von KlausO
      Hallo,
      zuerst einmal die Beschreibung
      ich habe diesen Tee, auf meinen Wunsch als Teeprobe zusätzlich bekommen. Leider entspricht er nicht meinem Geschmack.

      Mein erster Fehler war diesen gleich als Mehrfachaufguss zu testen. Mit 2,5g auf 25 ml, 90° heißem Wasser und kurzen Ziehzeiten. Der Tee richt schon pur nach einer Schwarzwaldräucherei, viel zu intensiv. Der Geschmack ist leider dementsprechend. Zu stark nach Räucherei, der Nachgeschmack bleibt an der Lippe haften und geht nicht mehr weg. Kurz und gut nach 3 Aufgüssen habe ich kapituliert und erstmal meinen Mund mit fisherman's friend lemon aromtisiert.
      Zweiter Versuch, klassisch. Teetasse 150ml 1,5g  mit 90° 2 Minuten. Alles schwächer aber der Räuchergeschmack dominiert, nichts mit Whisky-Noten.
      Wenn dieser Tee nicht falsch hergestellt wurde, dann verstehe ich den japanischen Geschmack nicht.
      Für Todesmutige, ich habe noch Material für 0,5l westlicher Aufguss, Dürften 6g sein.
      Das Opfer heißt @goza
    • Von Sungawakan
      In der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest, September 2019, Erscheinungstag 28.8.2019, wird u. a. schwarzer Tee getestet. Der letzte Test von Schwarztee liegt ja nun schon einige Jahre zurück, sodass ich gespannt bin, wie die neuen Ergebnisse sein werden. 
      Damals (November 2014) lag ein Darjeeling von Gschwendner vorne, danach folgten dm, Rauf Tee und ein Darjeeling vom Handelskontor Bremen. Bei den Ceylon-Assam-Tees waren es Norma/Cornwall, Rewe/ja und Real/Tip.
    • Von Joaquin
      Roberts Teehaus hat mich gebeten seinen Gyokuro Asahi durch unsere versierten TeeTalk-Mitgliedern zu testen. 
      Im folgenden führe ich kurz die Beschreibung dieses aus der Shopseite auf
       
      Dieser Gyokuro Asahi kann online bei Roberts Teehaus geordert werden und wird zur Zeit zu 500g für 73,50 Euro oder als 1kg zu 132,50 Euro angeboten. Laut Shopseite kommt dann noch der Versand hinzu, wobei am einem Bestellwert von 100,- Euro der Versand kostenfrei ist und im Ausland sich der Versand um 5,90 Euro verringert.
       
      Prüfmethode:
      Aus dem herkömmlichen Handel wurde den Probanden für die Tests, zwei weitere Gyokuro Tees an die Seite gestellt. Ein Tee war eher im niedrigen Preissegment angesiedelt, wogegen der andere hochpreisiger Natur war. Damit lagen den Testern drei Gyokuro Tees zur Blindverkostung vor, welche zwar unterschiedlich gekennzeichnet waren, von denen die Tester aber weder Hersteller, Produktname, noch Preis kannten. Die Proben waren zudem für jeden Probanden individuell, unterschiedlich und/oder gleich gekennzeichnet, was mögliche Absprachen über die Tees, entgegen wirken sollte. Einzig durch den gut verwahrten Schlüssel wurde ersichtlich, welche Probe von welchem Probanden, zu genau welchem Tee gehörte.
       
      Zubereitung:
      Damit auch niemand im Netz recherchiert, ob gewisse Angaben zur Dosierung, schon einem gewissem Produkt zugeordnet sind, wurde keine Anleitung zur Zubereitung mitgegeben. Hier sollte man mit der eigenen Gewohnheit und Erfahrung die Tees zubereiten und somit zu den eigenen bisher gemachten Erfahrungen setzen. 

       
      Trockener Tee (Duft):
      Der Duft wurde weitestgehend als süß, nussig und würzig mit Röstaromen bezeichnet. Er wurde dabei als äußerst positiv bewertet. Dabei wurde er mal als trockenes, eingelagertes Heu und sehr tief beschrieben oder auch ohne etwas Talgiges und grasiges dabei.

       
      Aufguss (Optisches Erscheinungsbild und Duft):
      Die Farbe des Aufgusses wurde mit einem „tollen“ satten grün-gelb und bei einigen sogar neongrün angegeben. 

       
      Geschmack (Ergebnisrelevant):
      Der Geschmack wird ebenso wie der Geruch als süß und nussig beschrieben und in den verschiedenen Aufgüssen wandelbar. Umami war bei einigen zu schmecken und manch einer schmeckte sogar intensiv Schokolade und Heu heraus. Für den einen überhaupt keine Bitterkeit, für den anderen dagegen schon. 

       
      Fazit und Ergebnis:
      Die Tester waren überwiegend recht kritisch, aber im Ganzen auch durchaus fair. Insgesamt bleibt zu sagen, dass der Tee recht unterschiedlich und dann wiederum auch sehr ähnlich wahrgenommen wurde. Dieser Tee scheint geradezu zum Experimentieren mit unterschiedlichen Temperaturen und Ziehzeiten einzuladen und offenbart dabei jedem ein etwas anderes Geschmackserlebnis.
      Als Fazit bleibt, dass dieser Gyokuro Asahi zu einem Gut tendiert und in der Abschlussnote eine bemerkenswerte 2,3 bekommt.

    • Von Amabila
      Hallo liebe Teebegeisterte, speziell Grüntee-Begeisterte!


      Ich bin eine von euch


      Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit euer tolles Forum, wo man sehr viel Interessantes liest und dazulernt!

      Bin durch Zufall darauf gestossen und wollte nun mal selbst eine Frage stellen


      Ich trinke schon seit vielen Jahren Tee, früher war dies eher Schwarztee - bin dann aber nach und nach zum grünen Tee gekommen und hab mich auch schon seit einiger Zeit etwas durchprobiert. Richtig hochwertigen Tee habe ich aber (denke ich zumindest) noch nie getrunken.


      Wohne in Salzburg und hier gibt es leider nicht viel in Sachen Tee zu holen.


      So, nun meine Frage: Bei meinen Beutezügen durch den lokalen Bioladen sind mir mehrere Sorten Grüntee der Marke "nur Natur" in die Hände gefallen.

      Kennt jemand von euch vielleicht diese Marke und hat Erfahrung damit?

      Wenn ja, was haltet ihr davon? Ist das eher schlechtere Qualität oder mittelmäßige?

      Würde das gerne etwas einordnen können, da ich doch noch nicht allzu viel Erfahrung habe!


      Vielen lieben Dank, würde mich sehr über Antworten freuen!


      Eure Amabila