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  • Der Teebeutel ist eine sehr praktische Art, um Tee schnell zuzubereiten. Ein Teebeutel, heißes Wasser und ein Glas reichen da völlig aus. Auf der anderen Seite sind Teebeutel bei Teekennern verpönt, geradezu verhasst. Ihnen haftet dort der Makel der billigen, industriellen Massenware an. Aber ist dem wirklich so und kann man das so generell behaupten?

    Tatsächlich gibt es eine Vielzahl an Teebeuteln und auch die dort verwendeten Tees und dessen Qualität sind sehr unterschiedlich. Es lohnt sich also, die Teebeutel genauer zu betrachten.

    Durch unterschiedliche Konstruktionen und Größen versucht man dem Tee im Teebeutel zu mehr Volumen für seine Geschmacksentfaltung beim Aufgießen zu verhelfen. Hier tauchen vermehrt, neben dem bei uns bekannten Zweikammerbeutel bzw. Doppelkamerteebeutel, der Pyramiden-Teebeutel auf. Auch verwendet man zum Beispiel in England viel größere Teebeutel oder runde in Irland.

    Gleichzeitig wird bei einigen Teebeuteln, neben dem so genannten Dust (Staub – feine Reste) der Teeproduktion, auf bessere Qualität des Tees geachtet. So werden unter anderem Stängel aussortiert, Tips (feine Blattspitzen und Knospen) verwendet, bis hin zu größeren Blatteilen.

    Im folgenden Video untersuchen wir vier Teebeutel. Einen Schwarztee in einem klassischen Zweikammerbeutel, einen Schwarztee in einem englischen Teebeutel, einen Pyramiden-Teebeutel mit einer Grüntee-Kräutermischung und einen Pyramiden-Teebeutel mit Grüntee aus Japan. Eines wird dabei schnell klar, Teebeutel ist nicht gleich Teebeutel.

    Weiterführende Informationen: TeeWiki - Teebeutel

    Bearbeitet von Joaquin


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    • Von Toko
      Servus,
      bis gestern habe ich nur sporadisch Themen mitgelesen. War zunächst mehr auf Seiten aus Japan. Bin Österreicher. Trinke derzeit 6-8 Dobins (土瓶) Sencha & Kabusecha (Halbschattentee) am Tag. Koche leidenschaftlich gerne. Tee trinke ich seit meiner Kindheit, vor allem schwarzen Tee, DJ first flush. Sehr gerne auch guten Kaffee, zubereitet mit einer Karlsbader Kanne (Kaffee in 3 Körnungen gemahlen und geschichtet) - zunächst in der Jugend und dann wieder seit 2006. Grünen Tee trinke ich auch schon sehr lange, doch bis vor einem Monat in einer Qualität (2-3 Ernte), die ich mir heute nicht mehr zumuten würde, seitdem ich weiß, wie toll ein guter Sencha oder Top-Kabusecha schmecken kann. Ging einher mit einer Yakode Kyusu, einer Seitenstiel Teekanne aus Tokoname, einer Yuzamashi (Abkühlkanne) aus Tokoname und von japan ceramic, den TK dobin (TK土瓶) Tonbechern, die ich persönlich angenehmer finde als Teeschalen.
      Derzeit setze ich mich intensiv mit der Zubereitung auseinander. Ich dachte mir, naiv wie ich war im Dezember über die Weihnachtsfeiertage: "gehe einfach auf ein paar Seiten über die Zubereitung von Sencha und spätestens nach einem Dutzend Seiten kennst dich halbwegs aus." Falsch gedacht! Zunächst Seiten bei uns, doch die waren mir zunächst zu widersprüchlich, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Dann ging ich auf japanische Seiten, die auch eine englische oder französische Version anbieten: besser, aber noch immer variierten die Zubereitungszeiten und -Temperaturen sowie die Dosiermengen enorm. Schließlich versuchte ich mich mithilfe von translate.google.com auf nahezu rein japanischen Seiten. Bester Sencha werde bei 60°C zubereitet, bei 70°C, bei 75-85°C - alles der erste Aufguss oder auch kalt. Sehr witzig dachte ich mir! Die Zeit zum Ziehen: 50 Sekunden, 60 Sekunden, 90 Sekunden oder auch 120 Sekunden. SOS: auf was habe ich mich da eingelassen? Auch die Mengen variierten gar nicht wenig.
      Dann habe ich bei einem Teemeister gelesen - den ich leider nicht mehr finde, dass ich selbst probieren müsse, sofern ich einen guten Gaumen hätte. Kleinere Mengen Sencha wären zunächst ein guter Anfang. Ziehzeit variieren sowie Temperatur und selbst entscheiden. (...) Mich auf die verschiedenen Geschmäcker konzentrieren, die bei den jeweiligen Temperaturen und Ziehzeiten herauszuschmecken sein sollten, usw. Also begann ich für mich herumzuprobieren (immer erster Aufguss): mit Kyusu und in der alten Porzellankanne --> Kyusu schmeckt wesentlich besser, geschmeidiger, viel weniger bitter. Teemenge radikal reduzieren --> besser. Nicht ganz so radikal weniger Teeblätter --> noch besser! Aufbrühen mit 80°C --> schmeckt nicht. Aufbrühen mit 70°C --> schmeckt besser. 70°C und eine Minute --> schmeckt ok. Ziehzeit verlängern auf 120 Sekunden --> leicht bitter im Nachgeschmack. Schlussendlich bin ich derzeit (sic!) für mich persönlich mit Sencha und Kabusecha bei knapp unter 70°C und 90-105 Sekunden gelandet; die Zeit variiere ich noch immer gerne. Seitdem ich die letzten Tropfen auch richtiggehend aus der Kyusu ausschüttle, hat sich das Unami auch noch verbessert, v.a. beim Kabusecha - bilde ich mir zumindest ein 😉 55°C und kalten Sencha muss ich noch versuchen. So geht es dahin. Spannend! Ein völlig neuer Zugang zu einem der tollsten Lebensmittel der Welt. Eine Reise, die gerade erst begonnen hat ...
      ... und deshalb freue mich so sehr über das grandiose Forum hier und den Austausch.
      Und inzwischen beginne ich auch die Widersprüche als Teil des GANZEN zu sehen. Die Welt ist eben nicht SCHWARZ ODER WEISS, sondern in GRAUTÖNEN gehalten, und die Welt von Sencha, Matcha & Co vielleicht in wohlschmeckenden "GRÜNTEETÖNEN".
      LG aus Klosterneuburg,
      Toko
    • Von Charlie
      Schaut mal, was für feine Sachen Ruby Silvious auf Teebeutel malt.
      https://www.rubysilvious.com/
    • Von thomas-g
      Hallo,
       
      ich habe vor mir eine teekanne (porzellan, ton.. ) für schwarzen tee zuzulegen. 
      bislang, habe ich das immer mit dem "türkenkaffeepot" und sieb gemacht. zum frühstück und nachmittags trinke ich gern ca 0,5 l schwarzen tee. bislang aus einer großen tasse. jetzt aber endlich habe ich eine kleine teeschale, was auch echt vorteilhaft ist. aber es führt eben dazu dass der tee länger in dem pot verbleibt, wodurch er schneller kalt wird. daher die überlegung mal eine richtige teekanne zu besorgen. ich wünsche mir also eine 0,5 l kanne, welche möglichst nicht tropft. 
      übrigens bereite ich mit dem kaffeepot alle teearten zu. also auch grün, oolong, oder kräuter. ich fand das bislang praktisch (einfach zu reinigen, günstig...).
      ich habe hier schon viel über diese kleinen einhandkannen gelesen. haben diese vorteile bei grün oder oolongtees? 
       
      danke für die tipps

    • Von Ahasja
      Mit großer Vorfreude habe mir in den letzten Tagen erstmals einen Sencha rein aus dem Oku-Yutaka-Kultivar zubereitet. Doch bisher bin ich noch nicht glücklich geworden, obwohl ich mit den Parametern rumgespielt habe - aber ich treffe den "sweet spot" nicht. Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen von Euch mit diesem Tee?
       

    • Von HJ0001
      Hallo,
      wie bei meinen bisherigen Fragen geht es auch hier im Prinzip wieder um Teesiebe. 
      In Japan wird ja meist für grünen Tee ein recht grobes Keramiksieb verwendet, wie beispielsweise in einer Kyusu. In China hingegen wird für Gongfu Cha ein sehr, sehr feines Stoffsieb verwendet wie auf diesem Bild:

      Neben diesen feinen Stoffiltern werden in China anscheinend aber auch diese recht groben Siebe verwendet:

      Hierzu habe ich einige Fragen:
      1. Werden sowohl schwarzer als auch weißer und grüner Tee in China traditionell mit einem solchen Stoffilter gesiebt?
      2. Warum wird in China ein solch feiner Filter verwendet, in Japan aber grobe Keramiksiebe? Hat das rein kulturelle, oder auch praktische Gründe? 
      3. Für welchen Tee bzw. zu welchem Anlass wird in China ein Bambusfilter wie oben verlinkt verwendet statt die feinen Stoffilter? Ist das einfach die praktischer Alltagsvariante? 
      4. Wie wird Schwarztee in Indien bzw. Großbritannien traditionell gesiebt? Ich habe mich etwas informiert und überall nur normale Küchensiebe (wie man sie auch für Mehl verwendet) bei der Zubereitung gesehen. Ist das tatsächlich das, was man traditionell verwendet?
      5. Auf diversen Websites gelesen, dass zu feine Filter gesunde Partikel des Grüntees stoppen und auch den Geschmack etwas trüben. Ist das tatsächlich war? Falls ja, wie erklärt sich die Verwendung sehr feiner Filter in China? 
      Vielen Dank! 
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