Raku

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  1. Shiboridashi für Anfänger

    Also ich wundere mich schon ein wenig, da das hier bei einigen so klingt, als wären die genannten Teewaren aus Tschechien minderwertig oder eine Art Notlösung. Dem ist ganz und gar nicht so. Es gibt so einige Kunsthandwerker, die sich ein großartiges Wissen und Können erarbeitet haben und wer diese Waren auch benutzt, der merkt, wie durchdacht und ausgereift sie sind. Haptik, Optik und Handhabung sind stimmig! Was kann ein Künstler für den Wohnort seiner Geburt? Darf nur ein japanischer Künstler japanische Keramik herstellen, damit sie echt ist? Warum sollte nur ein Keramiker, der in eine Familie hineingeboren wurde, die seit Generationen Matchaschalen herstellt, die einzig wahren Matchaschalen herstellen können? Natürlich, so jemand hat den Vorteil, dass er als Kind schon an das Material und das ganze Drumherum herangeführt wird. Doch was sagt es darüber aus, wie talentiert jemand ist? Was, wenn derjenige viel lieber Informatiker geworden wäre, aber nicht darf, weil er eine Tradition weiterführen muss? Ich kenne selber Kunsthandwerker hier in D, die in etwas reingeboren wurden, deren Talent und die Liebe zu dem, was sie tun, nicht so gegeben sind, wie bei manchen, die sich frei entschieden haben, es aber sogar ungleich schwerer haben, da sie nicht die Vorteile einer fertig eingerichteten Werkstatt oder die Übung haben, seit sie laufen können. Warum sollte ein Tscheche, ein Deutscher oder irgendwer anders, der die Liebe zu etwas hat, ein schlechteres Formgefühl haben? Ich finde das recht vermessen und in erster Linie aber traurig und den Künstlern gegenüber sehr ungerecht. Wer sich warum für etwas entscheidet, hat seine Gründe. Ich habe selber einen Japantick und freue mich, wenn ich etwas direkt aus dem Land habe. Doch meine zwei Shibos und der Gaiwan von Dancak und Bero, die ich habe, sind wahrliche Schätze. Die Kunden, die diese und der anderen Keramiker wollen, legen meist Wert darauf, von wem diese sind. Sie haben auch den jeweiligen Künstlerstempel als Signatur, schliesslich sind sie handgemacht und @teekontorkiel oder andere Verkäufer sind ja stolz darauf, die Sachen bei sich ausstellen und verkaufen zu dürfen. Warum sollten sie es als etwas darstellen, was es nicht ist? Es steht sehr deutlich auch auf der Seite gekennzeichnet. Und wegen der Bemerkung, die Tschechen würden so gepuscht kann ich nur feststellen, dass ich vor ein paar Jahren hier Sachen z.B. von Petr Novak sah ( @VanFersen hatte als einer der ersten hier eines) und mich verguckt hatte, doch an diese Keramik war kaum ranzukommen. Mittlerweile hat es sich eben auch in Deutschland rumgesprochen, wie gut gemacht die sind. Desweiteren sind Asiaten sehr stolz auf ihr Land und nach dem, was ich so erfahren habe, freuen sie sich, wenn sich Menschen aus anderen Ländern mit ihrer Kultur und Tradition beschäftigen. So verkehrt können die Keramiken des Tschechen auch nicht sein, wenn die hochwertigen Stücke gerade nach den Ausstellungen in Japan selbst schnell ausverkauft sind. Und wem anderes besser gefällt, der ist ja frei. Mir war es allerdings ein Anliegen, meine Gedanken mal darzulegen. 🍃
  2. Shiboridashi für Anfänger

    Deshalb ergänze ich lieber noch, dass die Shibo selbst schon heiss wird, wenngleich weniger, als bei Glas, selbst bei meiner dünnwandigeren Ausführung. Ich halte sie mit Daumen und Mittelfinger oben am Rand und mit dem Zeigefinger am Nüpsi und das geht auch mit heissem Wasser sehr gut, unterhalb des Randes wird es schon heiss. Solltest Du sehr Wärmeempfindlich sein, ist ein Kännchen schon einfacher zu bedienen. Gerade für kugelige Oolong passt sie für mich sehr gut, und wenn ich auch mal mit anderen Tee trinke, habe ich ausser Blättern auch noch etwas Tee im Gefäß. Die Shibos von Ales Dancak gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, meine ist auch eher zart und mit glatter Glasur, @Ann und @doumer haben eine von den nicht ganz so zarten mit der rauheren Oberfläche. @teekontorkiel kann Dir da aber auch direkt zur Seite stehen.
  3. Shiboridashi für Anfänger

    Hallo @Meera, solch eine Shiboridashi von Ales Dancak habe ich seit Winter auch hier und sie ist wunderbar vielseitig einsetzbar. Geli vom TKK gab mir eine im Set mit einem Schälchen und das ist für unterwegs auch schön und zudem praktisch. Für deine Belange passt sie sehr gut, und bei heissen Temperaturen ist sie tatsächlich einfacher, als ein Gaiwan zu bedienen, wobei das auch nur ein wenig Übungssache ist. Eine Henkelkanne oder Kyusu/Seitengriffkanne ginge natürlich auch - ich wechsle gerne ab.
  4. Ärgernis des Tages

    Das ist schon ärgerlich, besonders, wenn mit der Beschreibung suggeriert wird, was nicht sein kann. Ebenholz ist teuer. Beispielsweise lässt sich ein Stück unbearbeitetes Ebenholz mit den Maßen 20x20x5 cm für 87 € finden (Handel in Deutschland). Dieser Teetisch wird mit den Maßen Length 62 cm (24.4"), Width 37.5 cm (14.8"), Height 4.5cm (1.8") angegeben, der ganze Tisch kostet kaum mehr, als der oben genannte Preis. Wenn das jetzt nicht gegossen, sondern beschnitzt wäre und man sich mal annähernd damit beschäftigt hätte, könnte man zu dem Schluß kommen, dass da was nicht stimmt. Auch unabhängig davon, dass der Handwerker in China andere Löhne erhält. Wäre die Ecke nicht abgeplatzt, wäre das nicht zur Sprache gekommen. Und dafür werden dann sogar Stücke, die hinterher nur auf dem Müll landen, quer durch die Welt geschippert. Ist schon eine seltsame Welt.
  5. Fundstücke - Originell, Skurril, Absurd...

    Oh, das hätte ich auch gerne gehabt!
  6. Weißtee aus Japan

    Zwischenzeitlich durfte ich ja eine Probe gealterten weissen Japantees von @Anima_Templi genießen. Ungeschickterweise hatte ich das statt hier im "Welcher Tee ist in eurer Tasse Thread" gepostet und ich kann es trotz Suchfunktion nicht mehr finden. (Falls es einer der Moderatoren findet und hier einfügen könnte, wäre das klasse!) An diesem eher kühlen Frühlingstag testen wir einen neuen Weißtee, den @cml93 von seiner Reise aus Japan mitgebracht hat. Es ist ein Tee aus Ibaraki, Kultivar "Qing Xin" und aus der Frühlingsernte 2018. Ob handgepflückt wie der Obige, ist mir nicht bekannt. Die Blätter sind wunderschön, sie wären noch intakter ohne ihre Reise im engen Probierbeutelchen. In der Farbigkeit unterscheiden sie sich durch einen Rotstich von dem Zarai aus Myazaki. Das, was mich an den weißen Japanern so erfreut, ist auch hier wieder im Vordergrund: Das Sanfte, Freundliche, die Leichtigkeit. Geschmacklich hat auch dieser Weiße Noten von Pfirsich und Birne, doch hier ist die Honigmelone mehr im Vordergrund und er wirkt in sich klarer (anders vermag ich es nicht zu beschreiben) im Geschmack. Mit den längeren Ziehzeiten wird er noch etwas voller und runder. Da die Blätter lange durchhalten, werde ich jetzt nochmal Wasser aufkochen und die nächsten Aufgüsse heisser und länger ziehen. Ob der Tee in das Sortiment von Yutaka aufgenommen wird, weiss ich nicht, ich würde mich allerdings sehr darüber freuen. Einen Preis für den Tee kann ich deshalb nicht nennen. Herzlichen Dank für die Probe, Christian! Nachtrag: Heisses Wasser tut dem Tee sehr gut! Er wird voller, der Pfirsich wird hervorgelockt, würziger und samtig und die Aufgußfarbe intensiver. Oh, ich fühle mich so wohl in Begleitung dieser Art Tee!
  7. Ärgernis des Tages

    Schönes Memento Mori.
  8. Herzliches Hallo aus Südhessen

    Herzlich willkommen und viel Freude hier im Forum.
  9. Viele Grüße aus Nürnberg

    Herzlich willkommen @Krumi, da hast Du ja bereits einen spannenden Weg hinter Dir und bist sozusagen mittendrin. Viel Freude hier im Forum und bei den Teetreffen.
  10. Beratung Kyusu für Anfänger

    Hallo @Mike_Si98, in deinem Eingangspost hast du bereits eine glasierte Kyusu aufgeführt, die Mehrfarbige mit dem Metallsieb. Wenn Du eine Kleinere suchst, wäre z.B. auch diese hier sehr schön https://www.tee-kontor-kiel.de/zubehoer/echte-keramik-unikate/kyusu-porzellan-von-andrzej-bero-160ml-nr.1207?c=150 und da es Porzellan ist, wäre die Kyusu auch noch vielseitig einsetzbar (nicht nur für grünen Tee). Ein Gaiwan ist für manchen mit einer Eingewöhnungszeit verbunden, da nicht jeder mit der Handhabung gleich zurechtkommt. https://www.tee-kontor-kiel.de/search?sSearch=gaiwan
  11. Cel hat Geburtstag heute!

    Alles Liebe zum Geburtstag, Cel. Ja, es fällt auf, dass du momentan nicht mitschreibst. Ich wünsche Dir alles Gute.
  12. Kurze knackige Vorstellung

    Herzlich willkommen, du bist ja bereits länger unter uns, scön, dass du nun mitschreibst.
  13. Das ist kaum pauschal zu beantworten, @Winkla, es kommt ja sehr darauf an, wo der jeweilige Teetrinker hinwill, was er an Unterschieden schmeckt und wo er bisher seinen Tee her hatte (dazu kommen natürlich noch Wasser und Zubereitung). Und es kommt natürlich darauf an, ob du wert auf handgepflückten Tee legst, ob er aus speziellen Regionen kommt, alte Teesträucher oder wieviel von der Sorte pro Jahr erhältlich ist. Ich finde es ganz gut, dass man sich eine Vorstellung dessen macht, was man im Moment bereit ist auszugeben und dann schaut, wo man das findet. Beim einen wird man noch den Namen dazuzahlen oder weil derjenige eine hohe Ladenmiete in einer großen Stadt und weitere Nebenkosten für viel Personal etc. hat, ein anderer hat vielleicht nur wenige Tees, die er vielleicht sogar selber produziert oder direkt vom Bauern erhält, nur ein kleines Lager und kann so ganz andere Preise kalkulieren. Der Preis alleine sagt nur einen Teil über die Qualität aus.
  14. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zu solch einem kühlen Maitag passt doch ein schwarzer Tee ganz gut, also habe ich mich nach meinem guten Morgen Sencha (Azuma Okumidori) obig beschriebenem "Wudang Immortal" Probenrest gewidmet und diesmal Fotos gemacht.
  15. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Gestern testete ich eine Probe, die mir @Paul geschenkt hat. Es handelt sich um weissen Tee "Yunnan Yin Sheng" Bing, also um Tee aus einem Teekuchen, die Blätter stammen aus der Frühlingspflückung 2016 aus den Bergen Wuilangs (über 800 m) im Gebiet Yunnan. Ich habe recht niedrig dosiert und erst kürzer (etwa 20sec), dann steigernd bis 5 Minuten ziehen lassen. Die Tassenfarbe wurde immer dunkler, der Tee entwickelte sich von zart fruchtig bis würzig ohne bitter zu werden und fand ihn mit den längeren Ziehzeiten interessanter. Die Blätter sind silbrig und zeigen viel Flaum und wer weissen Tee mag (oder noch nicht kennt), kann hier mit 30 € für einen ganzen 200 gr Kuchen nichts falsch machen. Paul hat den Tee von "liu tea art" direkt vor Ort gekauft - schön, wenn man solche Besonderheiten auch mal direkt erstehen kann. Ausserdem hatte ich ein paar Tage zuvor noch eine Probe eines schwarzen Tees "Wudang Immortal Hongcha" von 2016 genossen, den ich so allerdings nicht im Shop des obigen Anbieters finde. Der Tee hatte auch sehr schöne Blätter und war sehr angenehm würzig mit Malz- und Honigaromen und einer tiefen Farbe. Habe bei der Session allerdings keine Fotos gemacht. Beides sind sehr kraftvolle Tees. Ganz herzlichen Dank für die Zusendung, Paul.