Raku

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    Raku reagierte auf Cel für ein Blogeintrag, Die Glasur - eine unendliche Ausdrucksform   
    Oft wird im Forum über unglasierte Ware gesprochen, verschiedene Wirkungen auf unterschiedliche Tees diskutiert und ob die Eine jetzt besser ist als die Andere. Diesem Thema versuche ich später noch einen Bericht zu widmen, wenn es denn klappen sollte das ich doch noch den Kern finde. 
    Hier soll es aber einmal um Glasuren gehen. Allzuoft werden sie vernachlässigt obwohl sie eine Spielwiese sind, die in Ihren Möglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Oftmals sieht man nur einfarbige und einfache Glasuren, doch ist das nur die Spitze. Wenn man sich die Hagi Keramik aus Japan ansieht, merkt man erst wie vielfältig eine simple Glasur sein kann.
    Die Hagi Glasur basiert auf einer simplen Fedspat Glasur, wobei jeder Töpfer seine eigene Rezeptur besitzt. Zwischen feminin und maskulin, zarter Glasur und zerklüfteter Oberfläche ist alles möglich. Im Zusammenspiel mit verschiedenen Scherben (Tonkörper) entsteht eine Dynamik die selten zu finden ist. Wer sich die Möglichkeiten verinnerlichen will, dem empfehle ich einfach einmal eine Suchmaschine zu nutzen und sich die Bilder über Hagi Yaki anzusehen. Auch das Farbenspiel nimmt bei dieser Glasur immer mehr zu. Ein weiterer Vertreter dafür ist die Shino Glasur, bei der viel mit Unterglasurmalerei gearbeitet wird.
    Im Bereich der Tokoname Kannen sieht man ab und an Glasuren die sich durch das Spiel des Feuers verändern, entsprechend wie der Körper der Feuerquelle ausgesetzt ist. 
    Ein sehr urtümlicher Vertreter, in seiner Dynamik aber sehr vielfältiger ist die Ascheglasur. Bizen Keramik und, Iga und Shigaraki sind die bekanntesten Städte dafür. In seiner Ausführung sehr einfach, da der Tonkörper ohne jegliche Glasur in den Ofen gestellt wird, ist es mit die unberechenbarste Methode. Die Asche vom Feuer fliegt frei im Holzofen umher und schmilzt auf dem Tonkörper zu einer natürlichen Glasur. Die Form wird nicht überall und nicht gleichermaßen glasiert. Jedes Stück wird einzigartig.
    Eine Glasur die mich immer aufs neue fasziniert ist Tenmoku. Von glänzenden tiefschwarz, mit eingelegten Blättern, über braun bis hin zu blauen Flecken ist alles möglich. Diese Glasur sollte sauerstoffarm gebrannt werden um seine Möglichkeiten voll nutzen zu können. Leider ist auch hier der Zufall so hoch, dass man sich jedes Mal auf ein Neues überraschen lassen  uss.
    Eine weitere tolle Glasur ist Kinyo aus dem chinesischen Raum. Die verschiedenen in sich laufenden Farben gefallen mir sehr gut, leider sieht man selten wirklich gute Vertreter davon.
    Wer auf der Suche nach einer universellen Kanne ist und sich bei der Auswahl etwas Zeit lassen kann, sollte sich Kannen mit verschiedenen Glasuren ansehen. Es gibt so viele tolle die einem das Herz erfreuen.
    Zum Ende noch ein paar Eindrücke verschiedener Glasuren.







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    Raku reagierte auf RobertC für ein Blogeintrag, Ein Shiboridashi kommt selten alleine   
    Schon länger war ich auf der Suche nach einem kleineren Shiboridashi für Puerh und endlich scheine ich fündig geworden zu sein.
    Wenn ich Puerh nicht in einer klassischen Yixing Kanne zubereite bevorzuge ich eigentlich eher den rustikaleren Stiel. Da fallen einem natürlich sofort die ganzen osteuropäischen Töpferkünstler ein - allen voran Petr Novak. Bei ihm gefallen mir insbesondere die Baumrinden- sowie die Schlangenhaut-Glasuren. Allerdings finde ich passen die Arbeiten der europäischen Künstler besser zu Schalen oder Kannen. Für mich ist ein Shiboridashi einfach etwas typisch japanisches, daher kamen eigentlich auch nur japanische Künstler in die engere Auswahl.
    Aber gut, auch das ist noch ein quasi riesengroßes Suchfeld. Für mich habe ich aber schnell festgestellt, dass mir der sogenannte Mogake Stil oft am besten gefällt. Bei der Mogake Glasur werden die getöpferten Stücke teilweise mit Seetang bzw. Algen bedeckt und anschließend gebrannt. Dadurch entstehen einzigartige Linienmuster - in diesem Fall des Shiboridashis hier in kupferner Farbe. Bevor ich mich aber aus lauter Begeisterung über meinen neuen Shiboridashi mit gefährlichen Halbwissen noch weiter aus dem Fenster lehne, möchte ich es lieber dabei belassen. Das Forum verfügt aber über entsprechende Experten, allen voran z.B. @luke.
    Am Ende habe ich mich für diesen knapp 100ml fassenden Shiboridash des Künstlers "Jin" entschieden, der dafür einen grauen, gröberen Tokoname Ton verwendet hat. Eingeweiht wurde das gute Stück direkt mit einem vier Jahre alten Sheng. Kennt ihr dieses augenöffnende Wow-Gefühl, wenn Euch ein Tee, den ihr schon mehrmals probiert habt, plötzlich und direkt im ersten Schluck komplett überzeugt und zu tiefst berührt?




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    Raku reagierte auf Komoreb für ein Blogeintrag, Meine bisherigen Versuche. Eine Zusammenfassung.   
    Erster Versuch, wie man sieht alles noch sehr unbeholfen und schief:

     
    2te Sitzung, Technik etwas abgewandelt. Alles etwas gleichmäßiger:
     
    Dritte Sitzung, gewisse Sicherheit schleicht sich ein. Es wird experimentiert:
     
    Vierte Sitzung, wollte diesmal keinen Becher machen. Wagen wir mal was...

     
    Fünfter Versuch. Die Shiboridashis haben mich einige Nerven gekostet. Trotz alledem wollte ich endlich mal eine richtige Kanne probieren...

    Und ich muss zugeben: Die ist viel besser geworden als ich es mir zugetraut hätte! Da war ich echt richtig glücklich danach.
     
    Sechste Sitzung. Ich möchte eine neue Technik ausprobieren, es wird gespachtelt...
     

     
    Siebte Sitzung. Nicht mein Tag...bei der linken ist mir 2 mal hintereinander der Deckel runtergefallen. Brutal genervt lasse ich den Dritten so wie er ist, auch wenn ich nicht zufrieden bin. Mal 5 gerade sein lassen...
     
    Achte Sitzung, habe das Gefühl ich mache Rückschritte. Habe es etwas übertrieben mit dem experimentieren. Die linke Kyusu schaut ganz schön k.... aus. Habe nicht ganz den Effekt erreichen können den ich im Kopf hatte. Vielleicht kann man beim Glasurbrand was rausholen.
     
    Neunte Sitzung. Etwas neues soll her. eine andere Form...

     
    Elfte Sitzung. Meine Freundin hat mir neuen Ton geschenkt. Dieser ist diesmal ganz fein und lässt sich ganz anders verarbeiten. Ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig weil er schnell aus der form gerät, weil er viel weicher ist. Ich verzweifel bei meinem ersten Versuch damit und alles landet in der Tonne. Daher auch leider keine Bilder von der Zehnten Sitzung.

    Hatte den Ton diesmal etwas austrocknen lassen und danach neu durchgeknetet. Nun ließ er sich etwas besser verarbeiten, war aber immer noch viel weicher als der Alte...

    Mit dem Ergebnis bin ich aber sehr zufrieden. 

    Nun muss ich nur noch Verpackungsmaterial besorgen, damit ich meine Werke auch heil zur nächsten Brennerei bringen kann.
    Dort wird sich dann zeigen ob ich ordentlich gearbeitet habe und ob sich der Aufwand gelohnt hat.
    Ich bin gespannt bis zum geht nicht mehr!
    Falls dieser Bericht gut ankommt und auf Interesse stößt, würde ich in Zukunft hier regelmäßig meine Sitzungen dokumentieren.
    Wäre natürlich für mich sehr interessant, da ich so vielleicht auch noch konstruktive Kritik bekommen kann und auch erfahre ob für so etwas überhaupt ein Bedarf besteht.
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    Raku reagierte auf RobertC für ein Blogeintrag, Die grüne Seite der Macht   
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    Raku reagierte auf RobertC für ein Blogeintrag, Wu Ye Dan Cong   
    Bevor ich mich in den nächsten Tage in den Sommerurlaub verabschiede - aller Voraussicht nach wohl ohne Internet - möchte ich mit euch meinen letzten Dan Cong Parallelvergleich teilen. Vielleicht fragt ihr euch auch: schon wieder ein Parallelvergleich? Auf der anderen Seite haben sogar Schweizer Beobachter der Teezui 2016 aus der Ferne kürzlich festgestellt, dass es bereits eine ganze Paralleltrinkerfraktion zu geben scheint. Ich sehe das inzwischen ganz schmerzlos - es lässt sich einfach viel effektiver durch die ganzen Teevorräte trinken, die wir hier so anhäufen, wenn man in jeder Hand einen Gaiwan hält und zeitgleich abgießt 
    Diesmal stehen zum Vergleich der Dark Leaf Dan Cong, März 2015, von Cha-Shifu (links in den zusammengesetzten Bildern) sowie der 2014 Da Wu Ye Big Dark Leaf von Teahabitat. Und letzterer zeigt sofort, dass hier "großes dunkles Blatt" Programm ist! Ansonsten hat Michaels Tee ein deutlich dunkleres Blatt, fast schwarz, mit sehr stark fruchtigem Duft, während die von Imem eingekauften Teeblätter oliv-braun sind, d.h. vermutlich weniger stark oxidiert und geröstet wurden, und blumig sowie nach Kräuter duften. Auf jeweils knapp 4g Teeblätter im 80-100ml Gaiwan kam kochendes mineralarmes Flaschenwasser.
    Nach dem Waschgang riecht der linke Gaiwan nach Dörrobst, Litschi sowie weiteren Fruchtnoten, auch erkenne ich etwas was mich an einen taiwanesischen Gui Fei Oolong erinnert. Rechts finde ich Schokolade, Vanille, Kräuter und süße blumige Noten. Aber lasst uns den Tee endlich probieren! Der dunkle Ritter zu meiner linken eröffnet im ersten Aufguss sehr leicht und erfrischend während Imem mit feinsten Orchideennoten, tollem Körper und cremiger Textur kontert. Interessanterweise finde ich keine bitteren Noten, obwohl ich durch das Parallelsetup sicherlich sogar etwas länger ziehen lasse. Daher habe ich den dritten Aufguss bewusst überzogen und war überrascht. Denn Michaels Tee ist hier nur leicht bitter geworden und auch bei Imem - sogar noch einen Tick weniger bitter und dies schlägt sehr schnell in eine angenehme Süße über.
    Die insgesamt 6 Aufgüsse, die ich mit beiden Tees gemacht habe, verfestigt das Bild, dass sich schon vor dem ersten Aufguss abzeichnete: Michaels Wu Ye Auswahl geht für mich eher in die fruchtige und frische Richtung während Imems Selektion klar blumig ist. Außerdem hat ihr Tee aus meiner Sicht die Nase vorne hinsichtlich Huigan und Körper sowie ein tolles Mundgefühl durch seine super cremige Textur. Wirkung war natürlich auch vorhaben und zwar nicht zu knapp durch die doppelte Menge Tee Allerdings kann man in so einem Setup schwer die Wirkung den einzelnen Tees genauer zuschreiben. Damit komme ich zu meiner Bewertung: 
    Dark Leaf Dan Cong 2015 (Cha-shifu) 90-92
    Da Wu Ye Big Dark Leaf 2014 (Teahabitat) 91-94
    Insgesamt ein echtes Tee-Highlight für mich, da ich seit längerem keine Dan Congs mehr getrunken habe. Positiv überrascht war ich, dass mir diese tendenziell doch eher "grün" produzierte Sorte Dan Cong so gut gefallen hat. Auch waren beide Tees sehr verzeihlich was Ziehzeiten angeht. Wer Imem und Teahabitat noch nicht kennt: für Dan Congs sicherlich deutlich mehr als ein Geheimtipp! Da aber das Preisniveau bei Michael deutlich angenehmer ist, kann ich beide Tees guten Gewissens empfehlen.




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    Raku reagierte auf RobertC für ein Blogeintrag, Kintsugi Gehversuch (Teil 1)   
    Es lässt sich einfach nicht vermeiden! Eine kleine Unachtsamkeit und schon ist es passiert - das geliebte Teezubehör landet unsanft im Spülbecken oder auf dem Boden. Handelt es sich dann um etwas Besonderes sitzt zunächst der Schock tief. Aber manchmal kommt eine Reparatur mittels Kintsugi in Frage, was hier im Forum auch schon an verschiedenen Stellen berichtet und ausprobiert wurde.
    Bei dieser traditionellen japanischen Technik, die mittels Urushi Lack arbeitet, erhalten die reparierten Stücke durch die golden oder silbern verzierten Linien über den Bruchstellen einen eigenständigen Charakter. 
    Wer viel Geduld aufbringen kann darf sich gerne an Frau Watanabe aus Berlin wenden. Erst kürzlich habe ich im englischen Teeforum eine sehr positive Referenz bezüglich der Qualität und Preise ihrer Arbeiten gelesen, was sicherlich zu noch längeren Wartezeiten führen dürfte.
    http://www.teachat.com/viewtopic.php?f=36&t=21568&p=288993&hilit=kintsugi#p288993
    Der geneigte Teefreund, der neben Geduld auch noch etwas Neugier mitbringt, darf sich natürlich auch selbst ausprobieren. So kam ich zu meinem ersten Kintsugi Gehversuch. Mit einem in Japan bestellt Repair Kit sowie meinem ersten "Opfer", einer handgemachten Porzellan Teeschale einer Künstlerin aus Heilbronn.
    Mit etwas Mehl, Wasser und dem Urushi Lack wird zunächst eine klebrige Masse angerührt. Dabei entsteht ungefähr die Konsistenz von Zahncreme oder Haargel. Diese wird mit einer Spachtel auf beide Seiten der Bruchstellen aufgebracht bevor diese zusammengeklebt werden. Überflüssiges Klebematerial kann mit Zahnstochern entfernt werden. Diese Schritte sind je nach Anzahl der Bruchstücke zu wiederholen. Die zusammengesetzte Tasse habe ich dann mit Kreppband fixiert.
    Danach muss der Urushi Lack aushärten. Dies passiert am besten bei mindestens Raumtemperatur und sehr hoher Luftfeuchtigkeit (über 80%). Daher habe ich mir einen sogenannten Muro gebaut. Eine kleine verschließbare Kiste, am besten isoliert, feuchte Tücher rein, ggf. ein Hygrometer zur Kontrolle der Luftfeuchte und die reparierte Keramik am besten so lagern, dass auch von unten Luft heran kommen kann. So kam ich auf in der Spitze 92% Luftfeuchtigkeit. Nach gut zwei Wochen war meine reparierte Teetasse ausgehärtet. Allerdings zeigten sich auch erste Anzeichen von Schimmel auf den feuchten Küchentüchern. Dies nur als Warnung an die Freunde der schnellen Pu Lagerung mit aktiver Befeuchtung.
    Da Urushi wie gesagt durch Feuchtigkeit aushärtet empfiehlt sich grundsätzlich Terpentin-Ersatz zum Saubermachen. Außerdem sollte beachtet werden, dass wohl manchen Menschen auf Urushi allergisch reagieren - also am besten Handschuhe tragen.
    Nach dem Aushärten und Entfernen des Kreppbandes können die reparierten Bruchstellen vorsichtig mit einem Messer, sehr feinen Schleifpapier oder Terpentin von überflüssigem Material befreit werden. In meinem Fall hat hier nur eine Kombination sowie viel Geduld geholfen. Durch das Schleifpapier kann ein feiner Übergang an den Bruchstellen erzielt werden.
    Mit dem Zwischenergebnis bin ich schon sehr zufrieden, aber mir ist klar, es liegt noch ein weiter Weg vor mir!







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    Raku reagierte auf RobertC für ein Blogeintrag, Seminar mit Meister Atong Chen   
    Liebes digitale Teetagebuch,
    am Sonntag 12.6. fand in Frankfurt organsiert vom Teehaus Schnorr das Seminar zur Thema Geruch und Geschmack von Oolong statt. Aufgrund verschiedene Anfragen möchte ich hier meine Erfahrungen mit euch teilen.
     
    Allgemeines
    Geschätzte 30 bis 35 Teeliebhaber aus Deutschland und der Schweiz fanden sich an diesem verregneten Sonntagmorgen im Schnorr Seminarraum in einem Industriegebiet am Rand von Frankfurt ein. Menglin Chou vom Teehaus Shui Tang aus Zürich hat für Meister Atong Chen übersetzt. Neben den Mitarbeitern von Schnorr und Shui Tang waren aber auch sämtliche mir bekannte andere mit Atong verbundeamn Händler und Großhändler aus dem deutschsprachigen Raum vertreten. Die Teilnehmer saßen jeweils zu 5 bis 7 Personen an runden Tischen. Die Tees wurden jeweils mit 3g in einer Reisschüssel pro Tisch mit kochendem Wasser aufgegossen, die Teilnehmer konnten mit einem Teelöffel aus Metall in ihre kleine Schale abfüllen und natürlich am Löffel riechen. Dieses Setup erlaubte es, die Tees nach ca. 5 bis 10 Minuten frisch zu probieren während Atong gerade über diesen Tee sprach. Es war aber auch möglichst später nochmal zu probieren und zu vergleiche. Es wurde übrigens Volvic Wasser verwendet, woraus ich schließe, dass entweder Atong oder der Veranstalter Schnorr dieses Wasser für Oolongs dem Frankfurter Leitungswasser für überlegen hält.
     
    Geruchs- und Geschmacksvielfalt von Taiwan Oolongs
    Im ersten Teil des Seminar wollte uns Atong eine möglichst breite Übersicht des Geruchs- und Geschmacksspektrums der Taiwan Oolongs aufzeigen. Es wurden hier über ca. 3 Stunden insgesamt 9 Tees verschiedener Regionen Taiwans und aus unterschiedlichen Kultivare aufgegossen, wobei zu beidem keinerlei Angaben gemacht wurden. Daher werde ich im Folgenden die Tees beschreiben sowie mit Punkten auf einer Skala von 50 (schlecht) bis 100 (außerordentlich) bewerten.
    Tee 1: ein grüner Oolong, sehr vegetal, leicht süß, 80-84. Ich denke Atong wollte uns mit diesem Tee testen, denn nachdem wir alle probiert haben sollten sich alle die Hand heben, denen der Tee geschmeckt hat. Es waren mehr als 90% der Hände oben, aber ich habe keine Hand gesehen, die ich aus dem Teetalk kenne  Wenn man diesen Tee nach über einer Stunde in der Reisschüssel nochmal probiert hat war er wirklich untrinkbar, definitiv ein Test von Atong
    Tee 2: Oriental Beauty Art, reifer Pfirsich, Lychee, Honig, sehr rund und süß, 91-94. Was für ein Unterschied zu dem Tee davor!
    Tee 3: stark gerösteter Oolong, stärker oxidiert, Honig, Kräuter, Schokolade, Karamell, 91-93.
    Tee 4: Kugeloolong, blumig, leicht, Orchideen, Frische, etwas Osmanthus, heller Karamell, 90-92.
    Tee 5: Kugeloolong, sehr ähnlich zu 4, deutlichere Orchideen, 91-94.
    Tee 6: Kugeloolong, sehr ähnlich zu 5, andere florale Noten, 91-94.
    Tee 7: Meiner Meinung nach ein Hong Cha (obwohl es ja nur Oolongs sein sollten)?!, Kräuter, Zitrone, Mal, Karamell, Dörrobst, Zimt, sehr rund, 91-93.
    Tee 8: Gui Fei, tropische Früchte, aber leichter off-taste 89-90.
    Tee 9: Gelagerter Zwirbeloolong, leicht floral, rund, blumig, Honig, Dörrobst, ölig, 92-95.
     
    Anbaugebiete in Taiwan
    Im zweiten Teil des Seminar haben wir uns, nach einem schönen Mittagessen, mit den unterschiedlichen Regionen und Anbaugebieten genauer beschäftigt. Diesmal waren alle Tees aus dem Qingxin Kultivar und die jeweiligen Anbaugebiete wurden genannten und genauer vorgestellt.
    Tee 1: Baozhong aus Pinglin, Spinat, Erbsen, ölig-dichte Textur, 92-94. In Pinglin, sagte Atong, könne er selbst seine Tees nur von einem Großhändler, aber nicht direkt beim Erzeuger einkaufen.
    Tie Guan Yin aus Muzha (ist ja kein Qingxin, haben wir daher nicht probiert) sollte bernsteinfarben sein und nach reifen Obst schmecken. TGY kam wohl 1919 von China nach Taiwan.
    Tee 2: La La Shan, sehr rund, leichte Röstung, tropische Früchte, sehr langer Nachgeschmack, 92-95.
    Tee 3: Mingjian, mild, Pfirsich, frisch, 90-92. Ebenes, tiefer liegendes Gebiet mit viel Sonne, meist Erntemaschinen. Hier liegen sämtliche Teegärten von Atong, die sich im Familienbesitz befinden. 
    Tee 4: Dong Ding, Zwirbelblatt, sehr ausgewogen rundes Mundgefühl, Karamell, Nuß, würzig, 92-94.
    Tee 5: Ali Shan, leicht geröstet, rund, fruchtig frisch, aber nicht so gut wie der La La Shan, 90-92.
    Tee 6: Li Shan, mild, helles Obst, sehr ausgewogen und langanhaltend, 92-94. Früher wurde in Li Shan Apfel- und Birnenanbau betrieben.
    Tee 7: Qi Lai Shan, sehr ähnlich zum Li Shan, aber etwas grüner produziert, 91-93.
    Tee 8: Gangkou "Meeresoolong", angenehm bitter (ähnlich wie Sheng), grün, langanhaltend, 90-92. Kommt ganz aus dem Süden von Taiwan und wird im Wok geröstet ähnlich wie Grüntee.
    Tee 9: als Zugabe gabe es dann noch einen gelagerten Oriental Beauty aus Atongs privater Schatzkammer, Rosen, Honig, Lychee, wundervoll ausbalanciert und langanhaltend, 94-97+.
     
    Was ich sonst noch aus dem Seminar über Oolong mitgenommen habe
    Ein höherer Oxidationsgrad führt zu einem facettenreicheren Tee
    Ein blutroter Blattrand ist ein gutes Indiz für einen guten, höheren Oxidationsgrad
    Grasiger Geruch (wie frisch gemähter Rasen) -> negativ, zu wenig gewelkt oder oxidiert
    Ölgeschmack -> nicht gut bei neuem Tee, aber gut bei gelagertem Tee
    Eine starke Röstung braucht eine entsprechende Oxidation
     
    Insgesamt eine für mich gelungene Veranstaltung, dank neuem Teewissen und persönlichen Teekontakten.
     






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    Raku reagierte auf Hypnozyl für ein Blogeintrag, Der erste Tee   
    "Wer den Kopf stets senkt, erkennt keinen Horizont."
    Edith Linvers (dt. Schriftstellerin)

    Mit welchem Tee fange ich denn nun an? Auf schwarzen, bzw. roten Tee hatte ich mich schon eingestellt. Aber diese Eingrenzung hilft einem nicht weiter, bei der Masse an verschiedenen Sorten, Anbaugebieten, usw. . Die Recherche im Forum brachte mich auch nur bedingt weiter, da die Geschmäcker viel zu verschieden, und die unterschiedlichen Bezugsquellen schier unendlich sind. Was also sollte ich tun? Den Weg über (noch) einen Thread im Forum, in dem ich nach guten Tees frage, wollte ich mir sparen. Nicht nur, dass ich wie gesagt viele verschiedene Meinungen bekäme, nein auch die anderen Forenuser haben derart Fragen schon oft und ausgiebig genug beantwortet.
    Glücklicher Weise schien @Terrakotta-Krieger meine Hilflosigkeit zu erahnen. Er kontaktierte mich und nebst ein paar netten Worten empfahl er mir einen bekannten Online Shop aus Neu-Isenburg. Darüber hinaus machte @Terrakotta-Krieger mir eine besonders große Freude, indem er mir seinen ersten Gaiwan inkl. Trinkschalen überließ. Die Teezange konnte damit wieder in der Schublade verschwinden. Zu dem Gaiwan gesellten sich im Übrigen auch noch ein paar Teeproben (roter Tee, Darjeeling und ein Oolong) und die dazu passenden Zubereitungsarten. Abschließend hat er mir noch zwei herbe Schwarztees aus o. g. Shop empfohlen.
    Ich muss wohl nicht extra betonen, dass ich @Terrakotta-Krieger für seine Hilfe überaus dankbar bin. Ich tue es an dieser Stelle trotzdem: Danke!  
    Parallel hatte ich noch beschlossen, ein aktives und scheinbar sehr erfahrenes Forenmitglied mit meinen Fragen zu löchern. Aufgrund der örtlichen Nähe habe ich mich dazu entschlossen @Key nach Tipps und Tricks rund um Schwarztee zu fragen. Dieser ließ sich natürlich nicht lange bitte und stellte mir prompt eine Auswahl zusammen, die es selbstverständlich alle in der Teegasse gibt  
    Bestellt habe ich dann einen Assam, einen Darjeeling, einen roten Tee und einen Milky Oolong.
    Soweit so gut. Ich hatte nun also eine aus meiner Sicht beachtliche Sammlung von Proben, eine Teezange und einen Gaiwan. Dem Teegenuss sollte nun also nichts mehr im Wege stehen. Terrakotta-Krieger hat mich in weiser Voraussicht noch darauf hingewiesen, dass ich mit dem Gaiwan erst einmal üben sollte. Vorzugsweise mit kalten Wasser. Was soll ich sagen? Der Tipp war Gold wert! Meine erster Schüttversuch endete in einer mittelschweren Überschwemmung. Den Weg in die Trinkschale haben letzten Endes nur wenige Tropfen gefunden. Also gut, Lappen holen, aufwischen, nochmal versuchen. Das Spielchen trieb ich einige Male mit dem immer gleichen Ergebnis. Meine Frau beobachtete mich und kam irgendwann zu dem Schluss, dass ich komplett unfähig sei. Ich wollte ihr an dieser Stelle nicht widersprechen...
    Aber was machte ich falsch? In diversen Youtube Videos sah es doch immer so einfach aus: Deckel etwas schräg drauf, Gaiwan und Deckel gut festhalten und dann schütten. Ich konnte den Fehler in der Anwendung nicht finden. Zu allem Überfluss versuchte es meine Frau auch einmal. Ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten, füllte Sie das Trinkschälchen mit dem Wasser. Wie hat sie das gemacht, dieses Teufelsweib?! Nach zwei weiteren Demonstrationen meiner Frau bemerkte ich, dass sie wesentlich schneller schüttete als ich. Konnte das der Schlüssel zum Erfolg sein? Ja, das ist der Schlüssel zum Erfolg. So einfach und doch so schwer... Zwar gingen immer noch ein paar Tropfen daneben, aber ich konnte den Gaiwan leeren, ohne den Tisch wieder unter Wasser zu setzen. Endlich, dachte ich. Man reiche mir den Tee, es sollte losgehen.
    Mein erster Tee mit dem Gaiwan hat mir direkt die Schuhe ausgezogen. Gar kein Vergleich zum Tee, der mit der Zange zubereitet wird. Der Tee schmeckt wesentlich kräftiger und voller, und genau das macht mich an. Genau das habe ich gesucht. Die Assam Harmutty Goldspitzen waren derart kräftig im Geschmack, dass ich mich auf Anhieb verliebt habe. Das ist doch mal eine Alternative zu meinem schwarzen Kaffee!
    Aber auch die anderen schwarzen, bzw. roten Tees waren sehr lecker. Allerdings war der Assam mein Favorit. Die Darjeelings waren selbstverständlich gut, aber trotz unterm Strich waren sie mir zu lieb. Klar, ich kann sie höher dosieren, womit sie natürlich auch wesentlich kräfter werden, aber der Assam hatte die Nase vorn. Roter Tee hat dagegen einen Geschmack, der in eine ganz andere Richtung geht. Anders, aber trotzdem lecker. Alle drei Richtungen sagten mir zu, aber Darjeelings würde ich wohl vorerst noch hinten anstellen.
    Als Schmankerl hatte ich zum einen noch den Milky Oolong und eine Oolong Probe (Tie Guan Yin) von @Terrakotta-Krieger. Der Milky Oolong war vielleicht nicht die beste Wahl. Geschmacklich erinnerte er mich Kohl, woran auch die mehrere Aufgüsse nichts änderten. Er duftete wirklich lecker, aber der geschmacklich konnte er mir nicht überzeugen. Dachte ich mir doch, dass ich wohl ein Schwarzteetrinker werde. Für die gute Wahl zum Einstieg klopfte ich mir (gedanklich) auf die Schulter. Doch dann probierte ich den Oolong von Terrakotta-Krieger und war überrascht, wie lecker Oolong sein kann. Bestimmen konnte ich den Geschmack noch nicht, dafür waren meine Geschmacksnerven einfach noch zu grob. Aber mit jedem Aufguss schmeckte mir dieser Oolong besser. Das gedankliche Schulterklopfen nahm ich wieder zurück. Auf einmal wollte ich mich nicht mehr nur auf Schwarztee beschränken. Wieso auch? Es gibt doch so viele verschiedene Tees. Und ich will sie alle probieren. Denn:
    Wer den Kopf stets senkt, erkennt keinen Horizont.
     
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    Raku reagierte auf Entchen19 für ein Blogeintrag, Oolong? Bitte nicht noch eine Teesorte ...   
    Ich gebe es zu, das war nicht das erste, was mir in den Sinn kam, als ich das erste mal den Begriff Oolong hörte.
    Es war eher ein relativ unbeteiligter Gedanke von wegen "Noch eine Schwarzteesorte, die so hochgepusht wird".
    Es dauerte einige Zeit, bis mir klar wurde, das Oolong etwas anderes als schwarzer Tee ist.
    Und wenn ich ehrlich bin, ist Oolong der Tee, den ich am kürzesten kenne, hatte ich doch schon als Teenager schon Berührungspunkt mit Pu Erh ;-)
     
    Aber beginnen wir doch am Anfang:
    Meine erste Beührung mit einem Oolong war ein Milky Oolong vor einigen Jahren.
    Er ist seit einigen Jahren gefühlt in Mode und wenn man Teetrinker ist, stolpert man automatisch mal drüber.
     
    Wie das so passiert, sind auch hier die Qualitäten sehr unterschiedlich.
    Die damalige Erstverkostung war dementsprechend vom Urteil her ein "ganz gut, aber nicht weiter erwähnenswert".
     
    Es dauerte bis zu meinen intensiveren Teestudien letztes Jahr, dass ich auch mal richtige Oolongs in meinem Blickfeld hatte.
     
    Und ich gebe ganz offen zu: Ich habe in meinem Leben vorher etwas verpasst.
     
    Irgendetwas an den Oolongtees spricht mich einfach an.
    Ich mag die Art des Rollens des Tees, was irgendwie alleine schon hochwertig aussieht.
    Der Geschmack ist so ganz anders als bei grünem oder schwarzem Tee, dass es mir viel Spaß macht, die Nuancen hier zu entdecken.
     
    Außerdem finden die Oolongs es einfach so kuschelig in meinem Teeset, dass ich sie nur zu gerne dort hineinplatziere :-)
     
    Tja, viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen an dieser Stelle, also gehen wir doch direkt zu meinen Oolongbewertungen über.
     
    Da wäre eine Bestellung von TeaVivre mit:
    Nonpareil Taiwan Li Shan Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea --> flach und fad, kein Nachkaufkandidat
    Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
     
    Getestet habe ich bisher noch keinen davon, nachher wird aber der Li Shan in meinem Kännchen landen.
    Update: So, der Li Shan wurde jetzt verköstigt.
    Mein Fazit: Er hat mehr Volumen und Charakter als meine bisherigen Oolongs. Er ist nicht besser, aber irgendwie intensiver, was vielleicht mit der Röstintensität zusammenhängt.
    Er hat mir auch gut gefallen, wenn er auch etwas schneller ins bittere Abdriften konnte. Aber bei 80 Grad Wassertemperatur war er sehr schön zuzubereiten :-)
    Ich müsste ihn jetzt alleine vermutlich nicht nachbestellen, aber sollte ich bei TeaVivre noch andere gut finden, könnte er mit im Körbchen landen.
     
    Kommen wir zu den anderen Oolongs.
     
    Ich habe einen Tie Guan Yin von Edeltee hier, der schön lieblich und sanft ist, mir fast etwas zu sanft.
    Er ist ein wunderbarer Alltagstee, der kleine Fehler in der Zubereitung nicht allzu böse nimmt.
     
    Der Tie Guan Yin von Cha Dao ist dagegen schon etwas zickiger, d.h. ich muss etwas mehr mit der Wassertemeperatur spielen.
    Dafür belohnt er aber mit mehr Tiefe in der Tasse, mit wechselnderen Nuancen im Tee.
     
    Einen Milky Oolong habe ich auch bereits von Edeltee probieren dürfen, dieser ist natürlich schon leicht, süßlich und mild beim Trinken, wie der Name es ja schon prophezeit.
    Für mich ein leckerer Tee, wobei mir hier etwas die Kanten des Tees fehlen. Aber vielleicht muss ich hier auch einfach nur noch einige andere ausprobieren.
     
    Witzigerweise gibt es einen Oolong, den ich jetzt bereits von zwei verschiedenen Quellen erhalten habe und sehr gerne mag.
    Das ist ein Fo Shou.
    Dies ist momentan tatsächlich mein liebster Oolong.
    Der Tee scheint sich irgendwie beim Trinken im ganzen Mund auszubreiten und ein wunderschönes, volles Aroma zu verbreiten, was mit einer fruchtigen Note endet.
     
    Neben den oben genannten Oolongs habe ich noch einen Rou Gui von Herrn Thamm hier bei mir liegen und ich warte noch auf einen Dong Ding, die ich übrigens auch schon versucht habe in diversen Teehäusern und immer ganz gut fand.
     
    So, das wars es für heute.
    Die Liste wird im Laufe der Zeit sicherlich noch wachsen und ich werde den Beitrag hier laufend aktualisieren.
     
    Bis dahin
    LG
    Entchen
     
    Update:
    Schande über mich, dass ich heute beim Schreiben einen Oolong komplett vergessen habe, dabei ist es einer unserer Favoriten:
    Es ist der Oriental Beauty, ein süßlicher Oolong, stärker geröstet, der mich schon sehr an schwarzen Tee erinnert, aber irgendwie voller ist vom Geschmack.
    Ich habe immer die Assoziation von eisenhaltig, wenn ich ihn trinke, aber im besten Sinn.
    Den Oriental Beauty, den wir kennen, haben wir aus der Tea Lounge in Düsseldorf bezogen, ein sehr schöner Tee.
     
    Update vom 02.08.2015:
    Heute hatte ich einen Da Hong Pao von nannuoshan in der Tasse.
    Aufgebrüht wurden 4gr im 150ml Yixing Kännchen.
    Das ist ein sehr schöner Oolong, ich mag die etwas stärker gebackenen Versionen anscheinend gerne.
    Er war rauchig, aber trotzdem noch ganz leicht blumig und entwickelte gar keine Bitterkeit, was mir sehr gut gefallen hat.
    Er war richtig schön zu trinken und sehr ergiebig, das könnte ein Nachkaufkandidat sein :-)
     
    Aber bis dahin sind noch einige Proben zu kosten.
     
    Update vom 12.08.2015:
    Heute habe ich den Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea von TeaVivre im Kännchen gehabt.
    Beschreibung lautet wie folgt:
    Origin Place: Dayuling Mountain (大禹岭), Taiwan Harvest Time: April 29, 2015 Appearance: tight and full particles, glossy, in dark green color Tea Liquid: clean and transparent, slight greenish golden color Flavor: high and strong floral aroma; tastes sweet and smooth, refreshing and fragrant; has obvious sweet aftertaste and long-lasting flavor. Tea Leaf: in one bud with three leaves form, thick and soft Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep. Low Caffeine: Less than 15% of a cup of coffee
     

    Das ist ein richtig schöner Oolong. Er ist sehr mild gebacken, ein relativ grüner Oolong, daher habe ich ihn bei 80 Grad mit 7gr im 150ml Yixing Kännchen zubereitet.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die grünen Oolongs mir bei etwas weniger Temperatur besser schmecken.
    Bei diesem kommt sehr schön die fruchtige, blumige Note heraus, er ist wirklich süß im Nachgeschmack und hat keinerlei Bitterkeit.
    Trotzdem ist er nicht flach, sondern hat mit jedem Aufguss die Bandbreite an Geschmäckern variiert.
     
    So 4 - 5x kann man ihn aufgießen, danach wird er zu flach.
     
    Der Preis ist mit 50gr für 38,90 auch schon ganz ordentlich, ich würde ihn aber trotzdem als Nachkaufkandidaten ansehen.
    Vielleicht, wenn der Wechselkurs mal wieder günstiger ist
     
    Update vom 18.08.2015:
    Heute gab es den Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea im Kännchen.
     
    Die Beschreibung lautet:
    Originate from Ali Mountain (阿里山) in Taiwan, in an area higher than the altitude of 1000 meters.
     

    Harvest Time: April 20, 2015
      Fresh Leaves: one bud with three leaves Dry Tea: twisted into large full particles, round shape, glossy and dark green Tea Liquid: greenish yellow, clean and bright Aroma: elegant floral aroma and light milk fragrance. Flavor: pure and mild, tastes smooth and round in the month. The tea has a light fragrance of gardenia and milk, feels smooth going down to the throat, with long-lasting sweet aftertaste. Leaf: leaves are soft and tender in complete shape with obvious buds. Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep.  
     

    Ganz ehrlich? Der Tee war mir zu flach und ausdruckslos.
    Schon beim dritten Aufguss verlor er zunehmend an Charakter und wurde sehr fade. Er war zwar schön vom Mundgefühl, aber mehr auch nicht.
    Für 24,90$ für 100gr kein Nachkaufkandidat.
     
    Update 09.09.2015:
    Jetzt hatte ich doch glatt vergessen, für die beiden letzten TeaVivre Oolongs einen Review zu verfassen:
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea
     
    Ich mache es kurz: nichtssagend unscheinbar wäre wohl das richtige Wort.
    Sie ließen sich gut trinken, aber mehr auch nicht, der richtige Genuß fehlte mir.
     
    Ich hatte vor einiger Zeit bei TaiwanSourcing eine Bestellung aufgegeben und folgende Oolongs bekommen:
    1x Alishan High Mountain GABA Oolong Tea - Spring 2015 --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
    1x Robust Cui Yu Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> ganz schön, potenzieller Nachkauf
    1x Jin Xuan "Golden Lily" Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> hmm ... enttäuschend irgendwie
     
    Den obersten habe ich bereits verkostet, ein sehr schöner Oolong mit einer fruchtig-kräuterigen Nachnote, ganz sanft und fast "buttrig" im Mund.
     
    Update 10.09.2015:
    Heute habe ich den Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 gekostet und muss sagen, ich bin enttäuscht.
    Er war irgendwie total flach, hat keine richtigen Aromen entfaltet bei 7,5gr auf 150ml und hat auch nicht lange durchgehalten, nach dem 3ten Aufguss war die Luft schon raus.
     
    Nein, kein Nachkaufkandidat.
     
    Update 11.09.2015:
    Heute gab es den Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014, der mir gut gefallen hat, eine leichte Röstnote, keine Bitterkeit, dafür schön voll im Geschmack und fruchtig. Ein potenzieller Nachkaufkandidat.