doumer

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  1. Gute Frage - für mich persönlich hat sich im Bezug auf Tee nicht viel geändert, allerdings hab ich auch keinen Corona-Fall im Bekanntenkreis/Familie, das ändert die Prioritäten eventuell. Bis dahin trinke ich weiter Tee, allein (wie sonst meist auch, daher kein großer Unterschied) und mit noch etwas mehr Ruhe als sonst - zumindest abseits von Corona-Hotspots scheint die Welt etwas stiller geworden zu sein, was mir um ehrlich zu sein (trotz des unschönen Hintergrundes) gut gefällt.
  2. Danke Nein, den hat er von seinem letzten Taiwan-Thailand-Trip Anfang des Jahres mitgebracht, wir hatten diesen hier: https://www.pu-erh.sk/product/green-mark-tuo-97/
  3. 1990er Jing Guo Toucha (via prSK): Ein durch und durch bescheidener Tee - wobei bescheiden hier im Sinne der Tugend zu verstehen ist: subtil in allen Aspekten und doch oder gerade deshalb auch in allen Aspekten ein Volltreffer, ohne damit angeben zu wollen. Ein elegantes Understatement in Teeform! Die Geschmacksebene ist wenn auch subtil ziemlich facettenreich - primär vor allem leichte Walnuss und Steinpilz-Noten gepaart mit einer süßen Holzigkeit. Erinnerungen an meine Kindheit werden wach, als nach dem Pilze-Sammeln im Wald diese in zerlassener Butter angebraten wurden - als Erst- oder Zweitklässler war das schon etwas tolles, den eigenen Fund (der von den Erwachsenen natürlich überprüft wurde) zu verspeisen. Die Textur gefällt mir bei dem Tee besonders gut: butterweich und zu beginn auch schön schwer mit einer lang nachhallenden Öligkeit, ohne dabei klebrig zu wirken - eher im Gegenteil: irgendwie schafft es der Tee unheimlich "luftig" zu sein, was evtl. auch damit zusammenhängt, dass es trotz dem Alter keinerlei Off-Noten gibt, nichts schmutziges/dreckiges und noch nicht einmal eine nennenswerte Feuchtigkeit ist vorhanden, einfach super sauberes Alter ähnlich wie bei dem 2003er Yiwu Guafengzhai. Auch das Qi des Tees entspricht dem zurückhaltenden Charakter: in den ersten Aufgüssen kaum wahrnehmbar, hat es doch im Laufe der Aufgüsse eine tiefe, nachhaltig entspannende Wirkung. Insgesamt erinnert mich der Tee in vielerlei Hinsicht an den tollen 1993er Ying Hao Toucha, wenn auch etwas weniger "reichhaltig", dafür schwerer. Man muss schon genau hinhören, was der Tee einem sagt - wenn man das macht kann man mit dem Tee wirklich schöne, ruhige Stunden verbringen. Ich hoffe, der Tee schafft es in den Shop!
  4. Mein erster Tee von diesem Jahr ist überraschenderweise kein Pu aus China (😱) sondern ein 2020er Maocha aus Thailand, wovon ich ein Sample von Peter (prSK) erhalten habe: Ein ganz frischer Maocha aus Thailand, dessen trockenes Blatt zwar etwas grob aussieht aber zugleich durch einen extrem intensiv süßen und exotischen (schwer zu beschreibenden) Duft besticht. Diese Grobheit setzt sich auch im Aufguss fort: recht adstringent und der Tee macht sich schon etwas im Magen bemerkbar (Disclaimer: wie üblich am Wochenende morgens auf nüchternen Magen), da wurde nichts glatt gebügelt (auch wenn die Textur des Tees an sich eigentlich angenehm weich ist) - das kann man je nach persönlicher Einstellung nun als fehlende Finesse oder als erfrischend anders bezeichnen. Zugegebenermaßen wird der Aufguss der Intensität des Duftes nicht ganz gerecht, da im Verhältnis etwas verhalten und als Kritik kann man anführen, dass der Tee weder eine interessante Textur noch ein nennenswertes Qi hat, dafür bietet er geschmacklich ein sehr interessantes Erlebnis: Obwohl er gut süß ist, wirkt er im Gegensatz zu manchen Chinesischen Kollegen kein bisschen klebrig oder "opulent" sondern immer frisch und fast schon ätherisch. Die schwer zu beschreibende exotische Note des Duftes würde ich hier am ehesten als etwas in Richtung von (grünen) Kochbananen beschreiben: zwar schon süß und fruchtig aber nicht so fruchtig wie wenn man in einen Apfel beißt, sondern verhaltener und irgendwie "grüner", "pflanziger". Auch wenn der Tee seine Schwächen hat auf jeden Fall etwas erfrischend anderes, tolle Erfahrung! 🙂
  5. Korrektur: der Tee ist von 2008! Im Text hab ich es ja mehrfach erwähnt, nur im Namen irgendwie verkackt
  6. Disclaimer: Ich hab von Peter freundlicherweise ein paar Samples von seiner letzten Reise nach Taiwan und Thailand erhalten, von denen noch nicht klar ist, ob sie es in den Shop schaffen werden, teilweise auch mit nur recht rudimentärer Beschreibung (z.B. 2020 Maocha Thailand), daher kann es sein, dass in nächster Zeit ein paar Tees besprochen werden, zu denen ich abseits von meinen Eindrücken (noch) nicht viel sagen kann - da hier aber durchaus spannende Tees dabei sind, würde ich meine Eindrücke dennoch mit euch teilen wollen Als erstes starte ich mit dem 2004er Wild Tea Trees (bei dem die Informationslage auch sehr gut aussieht): Dieser Tee scheint auf den ersten Blick dem 2004er Yunnan Arbor Wild Tea recht ähnlich zu sein: ebenfalls von der Liming Tea Factory produziert und ebenfalls ein Blend mit Lao Ban Zhang und Bulang, allerdings hier mit Yiwu-Anteil anstatt Nannuo und 4 Jahre weniger auf dem Kerbholz. Es sind auch durchaus Parallelen erkennbar: er bietet ebenfalls eine sehr schön saubere Fermentationsnote und einen schön derben Stallcharakter, allerdings scheinen mehr als nur 4 Jahre zwischen den Tees zu liegen - während der 2004er für sein Alter weit gereift zu sein scheint und mit viel Leder aufwartet, wirkt dieser hier noch verhältnismäßig frisch und besticht vor allem durch einen extrem sauberen und klaren Charakter - er scheint sogar noch sauberer gereift, als ein Großteil der Boutique-Shengs die ich kenne, beeindruckend! Der "jüngere" Eindruck kann aber auch mit daran liegen, dass mir hier der Bulang-Anteil im Vergleich zum 2004er höher zu sein scheint - gerade in den ersten Aufgüssen zeigt der Tee Zähne und vom Yiwu-Anteil ist quasi nichts zu merken, erst später, wenn sich der Bulang etwas beruhigt hat. Auch wenn er dadurch weniger "kultiviert" wirkt wie der 2004er führt das zu einem sehr schönen Spannungsbogen über die verschiedenen Aufgüsse hinweg. Einziges Manko: Das Qi scheint hier im Vergleich etwas weniger ausgeprägt zu sein, auch wenn es trotzdem klar vorhanden ist (natürlich bei nur einem Sample immer schwer zu beurteilen) - ein toller, wandlungsfähiger Tee!
  7. @Anima_Templi wüsste nicht, dass dieser abgeschafft wurde. Den genauen Prozentsatz weiß ich leider nicht mehr (ist schon eine Weile her, dass ich Keramik aus China bestellt habe, war aber nicht unerheblich - glaub um die 20%), wird aber auf jeden Fall (zusätzlich zur normalen Zollgebühr) VOR Berechnung der 19% EUSt addiert - kann also schon was zusammenkommen
  8. Draußen trüb und Weltuntergangsstimmung in den Läden, die noch offen haben - was bleibt also anderes übrig, als sich in Ruhe hinzusetzen und Tee zu trinken? Man kann es auch schlechter erwischen - würden mehr Leute Tee trinken, hätten sie auch nicht solche Panik davor, sich mal mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Vielleicht wären dann auch weniger asoziale Vollidioten unterwegs, die Hamsterkäufe machen, so dass es der arbeitenden Bevölkerung nach Feierabend seit Wochen unmöglich ist, Nudeln Reis oder Toilettenpapier zu kaufen 🤬 Wie dem auch sei - heute ist der 2007er Yiwu Zheng Shan von Chanting Pines im Kännchen: Ein Shu, der zwar durchaus OK ist und sich keine Fehler erlaubt, aber irgendwie auch durch nichts wirklich in Erinnerung bleibt. Primär zeichnet ihn ein schön volle und vor allem weiche Textur aus, es gibt kein Fermentations-Muff mehr und geschmacklich geht es in Richtung erdig-schokoladig, aber irgendwie ... nichts Außergewöhnliches. Ein guter Vergleich ist eine Mercedes (aktuelle) B-Klasse oder C-Klasse: gut ausgestattet lässt das Auto nichts vermissen, hat allen erdenklichen Luxus und Schnickschnack aber ganz ehrlich: gähn! Nichts davon brauch ich und nichts davon interessiert mich - es bringt mich genau so von A nach B wie ein 14 Jahre alter Dacia, fährt sich nur etwas ruhiger. So fühlt sich der Tee für mich an: gehobene Qualität aber grau und austauschbar. Offtopic: nachdem ich die Bohle von meinem selbstgemachten Teetisch die letzten Wochen nach dem ölen erstmal hab trocknen lassen und zunächst mit dem Ton-Teetisch darauf stehend geschont habe, versuche ich es künftig ohne. D.h. lange wird die Oberfläche wohl nicht so "perfekt" bleiben, wie momentan 😂
  9. @Paul naja, du kennst meine Dossierungsweise 😬 Das komplette Sample von dir wurde verwendet und pro Aufguss kamen lediglich 2 von den kleinen Fingerhüten links auf dem Bild raus 😉
  10. @Lateralus kann ich dir nur beipflichten - die Qualität der Schälchen ist wirklich klasse! Hatte schon einige male das Vergnügen aus Schälchen von Wen-Chiao trinken zu dürfen - bin zwar normalerweise absolut kein Fan von Bemalungen/Verzierungen, aber hier ist es so gut gemacht, dass ich selbst schon fast darüber nachgedacht hätte, mir welche zuzulegen - aber nur fast @topic: heute im Kännchen: der 2018er Yiwu Mojo Gu Cha von Klasek Tea. Auch wenn ich das "Mojo" im Namen des Tees nicht ganz zuordnen kann, da ich das in dem Zusammenhang noch nie gehört habe (ist das eine Region? ein Dorf? ein geheimer Hinweis darauf, dass Austin Powers der Produzent des Tees ist?), handelt es sich hier um ein doch recht interessanten Tee: Das nasse Blatt hat einen sehr intensiven Stall-Duft mit einer fast schon scharfen, bitter-süßen Medizin-Note und der Stall-Duft erfüllt den ganzen Raum. Im starken Kontrast dazu ist das Geschmackserlebnis: sehr verhalten startet der Tee kaum wahrnehmbar, ab dem zweiten Aufguss stellt sich dann aber eine schöne vollmundig-weiche Textur ein, was mich etwas an den 2017er Yiwu Guoyoulin von EoT denken lässt, ohne jedoch dessen Kraft zu erreichen. Im Laufe der Aufgüsse nehmen die geschmacklichen Facetten zwar etwas zu, bleiben aber immer irgendwie etwas ungreifbar zwischen süß und bitter - im Vergleich zu dem Aroma nicht unbedingt das, was ich hier erwartet hätte. Insgesamt aber ein schön ruhiger junger Sheng, der nicht ganz alltäglich ist!
  11. Heute ist der 2016er Menghai Langhe von Olivier Schneider im Kännchen, auch hier vielen Dank @Paul für das Sample! Ein wirklich sehr freundlich bepreister Sheng von Olivier Schneider, was daran liegt, dass das Material für den Tee von Taidi Plantagen-Pflanzen stammt und Menghai doch eine relativ allgemeine Regionsangabe ist. Für den Preis ist es auf jeden Fall ein ordentlicher Daily-Drinker: bitter-fruchtig wenn auch etwas adstringent liefert der Tee ein schönes Geschmacksbild ab, das Freunde von eher herben Shengs durchaus gefallen dürfte. Für den Preis darf man natürlich kein nennenswertes Qi oder Komplexität erwarten, aber das ist ja selbstverständlich. Im direkten Vergleich gefällt mir der 2017er Lucky Bee etwas besser, da dieser mehr Stall-Charakter bietet, aber das ist natürlich eine sehr persönliche Vorliebe.
  12. Heute im Kännchen: der 2018er (?) Zi Jin von Grüntee-direkt, vielen Dank @Paul für das Sample Erinnert mich vom Charakter her stark an den 2017er Lucky Bee - ein unkomplizierter Daily Drinker zu einem fairen Preis, der zu Beginn eine schöne leicht derbe Süße hat und dann aber auch etwas Ecken und Kanten in Form von Bitterkeit zeigt, im Gegensatz zum Bienchen aus Yiwu stammt dieser Tee aus Wuliang. Der Lucky Bee hat etwas mehr Stallcharakter zu bieten, weshalb ich den vorziehen würde, während dieser etwas frischer/grüner wirkt - ansonsten sind sie aber sicherlich auf einem recht ähnlichen Level. PS: sorry für die Bildqualität - am Abend bei Kunstlicht wirds einfach nicht wirklich was
  13. Praktisch finde ich den passenden Deckel! Zu dem Unterschied: Es kommt auch hier sehr auf den Ton drauf an (zumindest soweit ich das mit meinen wenigen unterschiedlichen Erfahrungen beurteilen kann): Die Krüge von Jiri Lang erzielen z.B. ein anderes Ergebnis als das Mizusashi von Mirka Randova - daher wird vermutlich auch dieser Krug, da wieder aus anderem Ton, auch andere Auswirkungen haben :)
  14. @TeeStövchen vor allem eine schicke Teerutsche ;) Nur sofern die nicht außerordentlich breit ist, ist sie evtl. etwas kurz geraten? Naja, zum Glück sind gerollte Oolongs ja platzsparend :D Magst du ggf. noch etwas zu dem Tonkrug sagen? Ich nehme an, der ist fürs Wasser gedacht?
  15. Heute ist seit längerem mal wieder der 2018er BangPen prSK im Kännchen - nach dem tollen Erlebnis mit dem 2018er Huazhu letzte Woche bin ich gespannt, wie sich die anderen 2018er so entwickelt haben: Auch dieser Tee wirkt nach 1,5 Jahren deutlich subtiler, als ich ihn in Erinnerung habe, allerdings ist das Ergebnis wie bei dem 2018er Huazhu trotzdem (oder gerade deshalb) sehr schön! Allerdings hat dieser Tee einen ganz anderen Charakter als der Huazhu - während dieser primär derb ist, hat der Bangpen etwas fast schon ätherisches dagegen: seinem facettenreichen, schwer zu fassenden Charakter treu bleibend wirkt der Tee auf mich vor allem klar und rein, sauber und erfrischend. Er weckt Erinnerungen an einen regnerischen und für die Jahreszeit eher kühlen Frühsommertag in der Slowakei, an dem ein Freund und ich in die Berge gefahren sind, um frisches Quellwasser (natürlich für den Tee!) zu hohlen: Die Natur war zwar schon voll und grün, jedoch ist die Hitze des Sommers noch nicht da gewesen und durch die Feuchtigkeit des Regens hatte die Luft, obwohl voll von verschiedenen Gerüchen des Waldes, etwas sehr sauberes - das eiskalte, kristallklare Quellwasser war pure Reinheit. Und genau so fühlt sich der Tee an - dazu ein sanft wachmachendes Qi - toll! Das ist mir genau wie die bescheidene Derbheit des Huazhu hundertmal lieber als üppige Geschmackslandschaften.