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  1. @nemo tolle Sache, wenn du die Möglichkeit hast mit Holzkohle zu arbeiten ist das natürlich das Nonplusultra! Im Grunde wurde aber das wichtigste auch schon gesagt: Neben einem guten Tetsubin (logisch) braucht es gute Holzkohle und eine geeignete Feuerstelle. Entweder eine wie von Mirka "zum draufstellen" oder ein größeres japanischen, die den Tetsubin teilweise umschließen (z.B. hier zu sehen - un dem Fall brauchst du auch eines von den "Dreibeinen"), was den Vorteil hat, dass die Wärme besser gehalten wird und wenn du draußen bist mehr vor Wind geschützt bist. Kohle anzünden und wenn durchgeglüht in die Feuerstelle packen (gerade bei den kleinen von Mirka ist es evtl. etwas schwierig, die Kohle darin auf Temperatur zu bringen) - dann kann es losgehen. Gute Kohle ist essentiell, denn der Duft der glühenden Kohle zum einen für Atmosphäre sorgt, aber zum anderen auch den Tee beeinflusst - stell dir vor, du versuchst einen Tee zu trinken, während direkt daneben jemand eine rote Wurst grillt - kann man vergessen. Frag am besten bei Peter direkt nach - er hat mir zwar mal eine Quelle in Österreich genannt, aber da ich leider keine Möglichkeit habe, zu Hause mit Holzkohle zu arbeiten hab ich mir es nicht notiert. Evtl. wissen auch Geli und Oli eine gute Quelle, die beiden haben ja auch Erfahrung mit Holzkohle
  2. Da hast du wohl Recht - und was die Teerutschen anbelangt gefallen mir meine auch besser
  3. Essence of Tea is back! Die meisten werden es sicherlich schon gesehen haben, aber nach dem Flopp 2019 hat Essence of Tea dieses Jahr wieder ein schönes Lineup an interessanten Shengs (und nicht nur komische, uninspirerte Blends) herausgebracht, daher dachte ich, ich geb ihnen nochmals eine Chance und hab ein Paket Samples geordert - zu diesem Anlass ein double Post (und weil ich gestern irgendwie nicht mehr zu einem Post gekommen bin) 🙂 2020 Jinggu Forest Der Tee stammt von wild wachsenden Bäumen, die zwar nicht alt sind (also letzlich Xiaoshu Sheng) aber eine saubere Umgebung haben - ein Faktor, der dieses Jahr interessanterweise nicht nur von David sondern auch von Tiago (Tea Encounter) betont wird (im Gegensatz zu dem sonst gewohntem Fokus auf Gushu). Das empfinde ich als sehr positiv, denn das ist schon seit Jahren der Fokus von Peter (pu-erh.sk) (auch wenn er klar primär auf Gushu setzt - die Xiaoshu Shengs sind deutlich in der Unterzahl) und macht sich meiner Meinung nach auch bezahlt: Ein Teebaum kann noch so alt sein, wenn er in einem einbetonierten Seuchen-Loch wächst/stirbt ist das alter letztlich egal und wenn man lange genug in sich hinein hört und lernt, was Tee mit einem macht, stellt man irgendwann auch fest, dass es durchaus auch mehr oder weniger subtile negative Reaktionen gibt. Was genau diese letztlich verursacht ist natürlich schwer zu sagen, aber die komplette Abwesenheit davon in Peters Tees ist ein deutlicher Hinweis. Aber zurück zum Tee: Stark dosiert haben die ersten Aufgüsse eine fast schon schneidend scharfe Bitterkeit (verstärkt durch eine gut harmonierende Adstringenz), die ich irgendwie mit Jinggu assoziiere (da eine andere Bitterkeit als die samtige Bulang-Bitterkeit), auch wenn ich genau so viele Jinggu-Tees hatte, die keine ausgeprägte Bitterkeit hatten. Dadurch hat der Tee auch einen sehr schön frischen, lang anhaltenden Nachhall, was mit zusammen ausgesprochen gut gefällt, obwohl der Körper etwas dünn ist und da Xiaoshu Material erwartungsgemäß nicht viel Qi vorhanden ist. Etwas Abzug gibt es jedoch, da das Level nur für 3 Aufgüsse gehalten werden kann - anschließend wird er deutlich milder, entwickelt sich geschmacklich aber immerhin durch eine florale Süße weiter. Insgesamt auf jeden Fall ein sehr ordentlicher Tee zu einem absolut fairen Preis - als günstigster EoT-Sheng dieses Jahr ein toller Auftakt! 2020 Lao Jie Zi GaoGan Lao Jie Zi (老街子) scheint wohl ein Stück Land im Yiwu Staatswald (also Guoyoulin (国有林)) zu sein, allerdings ist mir die Bedeutung nicht ganz klar: 老街 bedeutet Vietnam oder Burma/Myanmar und 子 kann entweder Sohn bedeuten oder einfach ein Affix sein (je nach Betonung, daher momentan nicht zu bestimmen) - Yiwu liegt ja in diesem südlichen Zipfel von Xishuangbanna und somit quasi zwischen Myanmar und Vietnam (auch wenn technisch gesehen noch ein Stück Laos dazwischen ist) - ist das nun ein Hinweis auf die geographische Lage oder wenn man Zi mit Sohn übersetzt evtl. ein Hinweis auf Vorfahren aus Myanmar oder Vietnam? Das sind nur die unqualifizierten Rateversuche von einem Nicht-Chinesisch-Könner - wenn jemand mehr weiß gerne melden! Zum Tee: Wie schon gesagt stammt der Tee aus einem staatlichen Wald und hat dazu noch die Besonderheit, dass es sich hier um Material von "großen Bäumen" (nicht mit Dashu zu verwechseln, wörtlich bedeutet 高杆 "high pole" - damit sind die dünnen hohen Bäume im Wald gemeint, die nur ganz oben Blätter haben und daher entsprechend schwierig zu ernten sind - wie z.B. auch der Lao Mansa von prSK) und erinnert mich im ersten Moment an den tollen 2017er Yiwu Guoyoulin, da der Tee initial auch eher zurückhaltend ist was den Geschmack betrifft: eine ätherisch-zarte Bitterkeit, die mich an frische Limetten erinnert und trotzdem merkt man dem Tee schon an wie stark er ist, wenn man nur den Aufguss ansieht - entsprechend butterweich und voll ist auch die Textur. Allerdings legt der Tee deutlich schneller und mehr an Geschmack zu als die 2017er Version (damals - muss ich dringend mal wieder die Notiz aktualisieren, da hat sich viel getan!) so dass die geschmackliche Reise einen weiten Weg hin zu einem wirklich vollen, Yiwu-typisch süßem Tee zurücklegt. Das spannendste ist bei dem Tee aber trotzdem das Qi: es schleicht sich nicht langsam ein wie bei dem 2017er sondern bereits ab dem ersten Schälchen vibriert der ganze Körper förmlich vor Energie, jedoch ohne dass das irgendwie aufgeregt oder rastlos wirkt sondern immer noch entspannt. Zwar nicht so tiefen-Entspannt wie bei dem (bislang ungeschlagenen) 2019er Rareness 5 von prSK aber auf einem ähnlichen Energielevel. Ein wirklich toller Tee, der die Messlatte für alle weiteren 2020er Shengs sehr hoch legt - allerdings handelt es sich hier auch um das andere Extrem des EoT-Preisspektrums: Ein Sample des Tees kostet mehr als ein Bing des Jinggus von gestern. Zu schade, dass EoT nach China umgezogen sind - auf Grund der völlig sinnlosen Gesetzgebung in Deutschland im Bezug auf Tee aus China kommt eine Bestellung von mehr als einem Sample für mich leider nicht mehr in Frage - ansonsten würde ich bei diesem Tee sofort zuschlagen! Ich bin gespannt, wie sich der Tian Men Shan im Vergleich dazu schlägt - über den hat Matt kürzlich berichtet und war von dessen Qi auch schwer angetan.
  4. Oh danke danke danke!! 🙇‍♀️ Als ich das gelesen habe, wusste ich sofort von wem und woher (obwohl du es weiter unten ja auch noch schreibst, was ich aber erst später gesehen habe 🙈) - genau diese Art von Keramik liebe ich und bin schon lange auf der Suche nach einem kleinen Exemplar (ich hab zwar bereits eine super schöne Kyusu von den beiden, aber die ist für Pu schlicht zu groß) und man kann ja schließlich nicht alle Shops dauerhaft im Auge behalten. Und du kannst dir sicherlich vorstellen, wie erfreut ich eben war, als ich festgestellt hab, dass es noch zwei weitere Shibos im Shop gibt, einen davon in der perfekten Größe (60ml) für mich 🥰
  5. Definitiv nicht! Einer der besten Tee-Blogs! Tolle Artikel, die schönsten Tee-Utensilien in der Tee-Blog-Welt und tolle Fotos - definitiv empfehlenswert, und das obwohl er kaum über Pu schreibt
  6. 🥰 und dass es sogar SOLCHE Härtefälle meistert, zeugt von ordentlich Energie 😂
  7. Bei Afternoon Tea geht's doch ohnehin um den Kuchen/Scones/sonstiges Gebäck, Tee ist da nur Alibi. Wenn man einen ordentlichen Tee trinken möchte, isst man nichts dazu Dein Lucky Bee wird sicherlich alles angebotene mit Leichtigkeit übertreffen und für den Preis kannst dir auch einen kompletten Bing zulegen
  8. Toller Bericht Paul! Der zeigt, das das "Drumherum" genau so wichtig ist, wie der Tee an sich - das Wasser holen als mentalen Weg zur Vorbereitung auf den Tee und um Körper und Geist zu schärfen - unbezahlbar! Da bekommt selbst ein Hardcore Pu-Trinker mit einer ausgeprägten Abneigung gegen indische Schwaztees Lust auf einen Darjeeling ☺️
  9. Den hatte ich kürzlich auch - aber genau das ist das Problem: es ist nirgends angegeben, um welches Qualitätslevel es sich handelt.
  10. Oh okay - ich hab ganz vergessen, dass es noch etwas anderes als Sheng gibt 😅 Da hast du natürlich vollkommen Recht! Okay, Factory Shengs (die über übliche Quellen erhältliche Qualitätslevel) sind zugegeben etwas eine Ausnahme - die werden ja erst nach Jahrzehnten einigermaßen trinkbar - aber wirklich gut? Hm, ich glaube nicht - dazu muss das Ausgangsmaterial schon was taugen (siehe die von Peter angebotenen Liming Tees). Und ich bin überzeugt, dass die auch jung bereits trinkbar waren (den Vergleich würde ich gerne machen - ist aber leider unmöglich).
  11. Haha, zugegeben manche Tees machen es einem (je nach Vorlieben) nicht unbedingt einfach - was ich meinte ist, dass aus gutem Material nicht plötzlich schlechtes Material wird oder umgedreht aus einem schlechten Tee ein guter (letztes ist unmöglich, ersteres kann natürlich durch falsche Behandlung passieren).
  12. Ich nehme an, du spielst auf die "awkward phase" an? In dem Fall ein Veto gegen das Veto 😬 Es mag zwar sein, dass Tees manchmal/oft/teilweise (empirische Datenmenge noch nicht ausreichend für klare Definition) Phasen haben, in denen Sie wie der Name schon sagt etwas komisch und vielleicht nicht optimal sind, aber dadurch werden sie nicht zu einem schlechten Tee - wenn der Tee gut ist, ist er gut, das kann man auch durch solche Phasen hindurch "fühlen". Absolut - ich muss echt sagen, ich bin durchaus angetan, was Tiago da seit letztem Jahr auf die Beine gestellt hat. Zwar nicht das oberste Ende der Skala aber für den aufgerufenen Preis (je nach Kategorie: Gushu vs Xiaoshu) absolut in Ordnung!
  13. @Tobias82 genau, jetzt geht es endlich los mit den 2020er Shengs 🤩 Der Trick ist ordentliche Tees zu kaufen 😉 Ein guter Tee ist gut egal wie alt er ist. @topic: 2020er Wa Long Guoyoulin von Tea Encounter Bei dem zweiten Yiwu Gushu in diesem Jahr von Tiago handelt es sich ebenfalls um einen Guoyoulin (国有林), also Tee aus einem staatlichen Wald und ist dem Wan Gong nicht unähnlich: Er hat ebenfalls eine schöne volle Süße, wenn (wie hier) stark dosiert kommen auch angenehme bittere Noten zum Vorschein, die dem ganzen mehr Spannung verleihen und auch hier wurde sehr schönes Material verwendet. Allerdings zeigt dieser Tee mehr Präsenz im Geschmacksprofil: von Beginn an voller und etwas weniger ätherisch grün wie der Wan Gong, wobei aber beide schön weich und rund sind. Beim Wa Long hat zudem die Süße eher etwas fruchtiges und nicht das Zuckerwatten-Aroma des Wan Gong, was mir aber beides gut gefällt. Das Qi ist hier auch von etwas anderem Charakter: Es manifestiert sich zwar ebenfalls im Kopf, fließt dann aber nicht in die Arme ab sondern löst sich dort langsam auf und hat einen eher wach machenden Charakter als der entspannende beim Wan Gong, weshalb der Wan Gong klar mein Favorit von den beiden ist. Aber von den persönlichen Vorlieben abgesehen ist das ebenfalls ein sehr schöner Yiwu!
  14. 2020 Wan Gong Guoyoulin von Tea Encounter Dieses Jahr hat Tiago 3 Xiaoshu Shengs und 2 Gushu Shengs aus eigener Produktion im Angebot, die in entsprechend unterschiedliche Preiskategorien fallen. Ich finde es immer gut, wenn es sowohl etwas preiswertes für unter der Woche als auch etwas hochwertiges für die längeren Sessions am Wochenende im Programm gibt! Der erste 2020er Sheng des Jahres (wenn man von Maocha absieht) ist für mich somit dieser Yiwu (einer der beiden Gushus von Tiago) - Guoyoulin (国有林) bedeutet "staatlicher Wald", also durch den Staat verwaltete und regulierte Bäume, was mich sofort hellhörig gemacht hat, da meine liebsten Shengs (z.B. der 2019er Rareness 5 von prSK sowie die Herbst-Version davon oder der 2017er Yiwu Guoyoulin von EoT) aus einem solchen Wald stammen. Sehr schönes Blatt, wieder recht locker gepresst (was ich persönlich mehr mag als so Backsteine) verströmt der Waschgang ein intensives Zuckerwatte-Aroma. Ähnlich wie der Tee von EoT startet dieser auch eher etwas verhalten: ein wenig Süße, leichte Bitterkeit und vor allem ein sehr grüner Charakter zeichnen den Geschmack in den ersten beiden Aufgüssen aus. Ab dem dritten Aufguss öffnet sich der Tee dann aber recht schnell und es kommt eine sehr schöne wilde Süße als Hauptbestandteil zum tragen während sich das Grün verliert, später dann auch noch eine gewisse Adstringenz - alles in allem bleibt der Tee aber rund und ruhig. Was mir am besten gefällt ist das Qi: Es hat den selben Charakter wie bei den anderen - es geht kurz in den Kopf und fließt dann spürbar in die Arme ab, sehr entspannender Charakter. Auch wenn die Intensität nicht mit den genannten Beispielen mithalten kann ein sehr schöner Tee!
  15. @Anima_Templi schade, ich fand das letzte mal mit dem 2012er Bada eigentlich ganz gelungen - der Tee zeichnet sich (für mich) vor allem durch den Bada-Charakter und eine tolle Textur aus, allerdings war die eingesetzte Keramik zugegeben auch alles andere als neutral, muss ich bei Gelegenheit mal wieder mit einem Yixing testen. Aber bei der fehlenden Dynamik hast du durchaus Recht: in den beiden Punkten ist der Tee gut, aber sonst tut sich nicht viel.