doumer

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  1. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi schickes Kännchen - wie viel ml hat das denn? @topic: Passend zum sonnigen morgen ist heute mal wieder etwas junges im Kännchen: Der 2019er Bang Dong von Tea Encounter. Der Tee schlägt in die selbe Kerbe wie der TE Gua Feng Zhai: eher dezent und leicht zugänglich, lockere Pressung für den westlichen Markt und preisbewusst, hat dabei jedoch einen ganz anderen Charakter. Im Gegensatz zum GFZ konzentriert sich der Bang Dong primäre auf den Geschmack, bietet hier aber sehr schön nussige Noten, ergänzt durch leicht florale und bittere Facetten - erinnert mich etwas an grüne Haselnüsse, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass der Tee sehr "grün" produziert ist. Auf jeden Fall ein ordentlicher Xiaoshu mit interessantem Geschmacksprofil zu einem sehr fairen Preis! Bangdong scheint ohnehin eine Region zu sein, von der man nicht so viel hört - bis auf YS und Moycha fällt mir kein Produzent ein, der explizit Bang Dong Pus im Angebot hat/hatte ... (Tea Urchin hat zwar den 2014er Nahan der auch aus Bangdong stammt, jedoch unter dem Namen des Dorfes verkauft wird).
  2. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute im Kännchen: Der 2011er Yiwuzhengshan Dashu Tea Green Tree aus dem Aged Sample Set von prSK. Dieser Tee zeichnet sich vor allem durch ein sehr eigenes "Räucher-Obst"-Aroma aus, das sich auch im Geschmack wiederfindet - primär Trauben, was sicherlich mit der relativ hohen Adstringenz zu tun hat. Dabei ist wichtig, dass die vor allem zu Beginn ausgeprägte Rauchnote sehr angenehm ist und diesem Tee einen wirklich einzigartigen Charakter verleit, der zu Beginn für einen Yiwu recht grob ist, im Laufe der Zeit dann aber süßer, weicher und etwas freundlicher wird. Allerdings erscheint mir der Tee sonst relativ schwach: der Körper ist weder sonderlich schwer, noch mit ausgeprägter Textur und auch was das Qi betrifft kann sich der Tee bei weitem nicht mit den beiden anderen etwas älteren Liming-Tees aus dem Sample-Set messen, weshalb für meinen Geschmack eine niedrigere Bewertung angebracht ist, auch wenn das Blattgut an sich deutlich schöner ist. Wenn für einen der Geschmack jedoch mehr im Vordergrund steht als Körper oder Qi könnte das Urteil natürlich anders ausfallen.
  3. Hi, bin neu hier.

    Puerh - genau so wie für alle anderen Gefühle oder Nicht-Gefühle Und: Willkommen
  4. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Auf jeden Fall! Ein Tetsubin bringt deutlich mehr Körper in einen Tee, was ein Direktvergleich mit einem Tonkessel auch bestätigt (es soll ja Leute geben, die sich extra für so etwas treffen ). Insbesondere bei Puerhs lohnt sich das daher - für manch filigranen Grüntee oder Oolong mag aber zugegebenermaßen ein Tonkessel die bessere Wahl sein, aber i.d.R. ist ein (guter) Tetsubin immer ein Gewinn für den Tee Lautlos ist es nicht, richtig aber deutlich leiser und wie du sagst nicht so technisch (und insofern angenehmer). Es kommt aber auch auf verschiedene Faktoren an, die die Lautstärke beeinflussen: der Tetsubin an sich - unterschiedliche Kessel machen unterschiedliche Geräusche wird eine größere Wassermenge erhitzt und auf Temperatur gehalten (dann singt der Kessel quasi kontinuierlich vor sich hin) oder immer nur eine kleine Wassermenge für einen Aufguss und dann neu erhitzt (dann gibt es nur kurz Geräusche, was als Anhaltspunkt dient, wann das Wasser soweit ist) logischerweise die Ziel-Temperatur, es müssen ja nicht immer 100° sein PS: Bis sich die Kochplatte "eingespielt" hat (Geruch etc.) dauert es evtl. ein bisschen, inzwischen bin ich aber mit der selben als Hitzequelle für mein Pseudo-Furo super zufrieden
  5. @Shibo sehr schick! "fluffig" trifft es bei dem "Rye"-Ton von ihm sehr gut - ich hab von ihm ein Schälchen das etwas stärker "gebacken" wurde als die meisten Stücke (die Stelle im Ofen, an der es am heißesten wird - pro Brand gibt es daher nur ein paar Stücke mit dem Effekt), das fühlt sich schon fast wie Holz an! Das Bucheong-Schälchen ist eins von denen, das bei Flüssigkeitskontakt die Farbe ändert, oder?
  6. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist der 2000er Big Tea Tree Yiwu 500g Brick aus dem Aged Sample Set von prSK im Kännchen: Dieser Tee wurde zu Beginn seiner Laufbahn in Hong Kong gelagert, wo er einiges an Feuchtigkeit abbekommen hat - viel, aber nicht zu viel, wie der 1990er Hong Kong Sheng von W2T oder ähnliches ist er zwar sehr feucht aber noch kein Kompost - und später in Taiwan. Durch die Feuchtigkeit hat er eine sehr schön weiche Textur und ist zudem sehr dick und schwer mit einem langen Nachhall - beides sehr positiv! Dem gegenüber stehen allerdings zwei Punkte, dir mir nicht sonderlich gut gefallen: Zum einen hat er ein ein sehr scharfes Geschmacksprofil, das zudem medizinische und bittere Noten hat was an sich nicht schlimm wäre, jedoch fühlt sich die Bitterkeit hier nicht gut an wie z.B. bei dem 2004er Yunnan Arbor Wild Tea sondern es ist eine unangenehme Bitterkeit insbesondere mit der medizinischen Komponente. Zum anderen hat der Tee zwar durchaus Kraft, das Qi ist im Kopf deutlich bemerkbar, ist aber nicht unbedingt von entspannender Qualität sondern eher etwas benebelnd - etwa in die Richtung, wie ich die ersten, dezenten) Auswirkungen von Alkohol in Erinnerung habe. Auf jeden Fall ist es aber ein außergewöhnlicher uns spannender Tee, der sowohl sehr positive als auch eher negative Eigenschaften hat, was ihn zugegebenermaßen nicht sehr zugänglich macht. Daher tue ich mich auch hier mit der Bewertung etwas schwer: der Tee hat sich in der Session einfach nicht "ganz richtig" angefühlt, daher gibt es etwas Abzug - vielleicht bräuchte ich aber auch einfach noch ein paar Sessions mit dem Tee, um mit ihm warm zu werden... Bewertungen auf Basis von ein, zwei Sessions sind immer etwas unpräzise.
  7. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute geht es mit einem Tee aus dem Aged Sample Set von prSK weiter - mit dem 1993 Ying Hao Tuocha: Diesen Tee hatte ich von der letzten Session zwar als gut aber auch relativ leicht in Erinnerung (vielleicht fälschlicherweise?) und da das Sample nach nicht viel aussah habe ich das kleinere Zhuni Shipiao für diese Session gewählt, was sich als sehr passend herausgestellt hat: Die Stärke des Tees liegt weder in exotischen Geschmacksnoten noch in einem besonders auffälligen Qi sondern schlicht in seiner "Reichhaltigkeit". Insbesondere in den ersten Aufgüssen fühlt sich der Tee fast schon wie ein Likör an - nicht unbedingt super schwer aber man spürt, wie reichhaltig die Teeblätter sind. Sehr passend dazu auch das Geschmacksprofil: insbesondere das Aroma erinnert mich zu Beginn sehr an Pumpernickel (Schwarzbrot aus Roggen) und Walnüsse - oder besser auf Grund der bitteren Noten an die Haut von Walnüssen. Zusammengenommen gibt das eine schöne, deftige Mischung, die jedoch zusammen mit der sich durch alle Aufgüsse ziehenden Holzigkeit immer weich und ruhig und zu der die sehr sauberen Alterungsnoten hervorragend passen. Wenn nach einigen Aufgüssen die Brot- und Nuss-Noten schwächer werden nimmt dafür die Süße zu, was durch die nun präsentere Holzigkeit die Erinnerung an Zimtstangen hervorruft. Auch wenn ich sonst Touchas in der Regel nicht unbedingt auf Augenhöhe mit (guten) Bings sehe, beweist dieser Tee ganz klar dass es solche Tees auf jeden Fall auch gibt und auch optisch nicht so hübsches Blattgut zu einem tollen Ergebnis führen kann!
  8. @SoGen ganz einfach: Ein Wasserkocher sorgt für Unterbrechungen wenn plötzlich wieder das Ding lösbrüllt, die fancy neumodischen Dinger haben sicherlich auch allerlei lustige Pieps-Töne beim Tastendruck, was für mich alles sehr unpassend wirkt. Außerdem macht ein Wasserkocher das Wasser so profan - insbesondere wenn man einen mit Temperaturwähler hat: ein unerschöpflicher Wasservorrat in der gewünschten Temperatur ist immer nur ein Plastik-Knopf weit entfernt. Man achtet nicht auf die Geräusche, die das Wasser macht, um daran die Temperatur abzulesen, man achtet nicht mehr auf die Menge (die auf Grund der längeren Zeit zum Erhitzen wichtiger ist, als beim Wasserkocher) - kurz: es geht ein Stück Achtsamkeit verloren. Man muss es vielleicht erlebt haben, um es wirklich zu verstehen - insbesondere wenn dann noch mit Holzkohle befeuert wird: Das Knistern der Kohle, der Geruch des Feuers (heißes Gusseisen riecht übrigens auch für mich deutlich angenehmer als heißer Edelstahl), kleine Aschepartikel in der Luft - und dazu ein Ruhe, die nicht von moderner Elektronik unterbrochen wird, das alles erzeugt eine ganz eigene Stimmung. Und diese Stimmung überträgt sich in die Tee-Session: man startet einfach mit mehr Ruhe und Achtsamkeit auf alles und nicht nur den Tee an sich, was dem Genuss des selben aber eben zuträglich ist (zumindest für mich) und so verrückt es auch klingt (weil Mehraufwand etc.) letztlich dazu führt, dass man sich mehr auf den Tee konzentriert als die alltägliche Welt um einen herum (oder gar das Smartphone, um den smarten Wasserkocher zu steuern). Braucht man das? Nein, sicher nicht unbedingt, am Ende führen beide Wege zu heißem Wasser. Baucht man eine ordentliche Yixing-Kanne / Kyusu etc.? Nein, genau so wenig, man kann auch Tee in einer Glaskanne von Aldi aufbrühen, am Ende hat man bei beiden Wegen einen Tee in der Tasse. Aber jeweils die erste Option fördert (auch hier wieder für mein Empfinden - die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich) die Harmonie des Dialogs, um auf dein Post zurückzukommen.
  9. @Joscht da hast du natürlich vollkommen Recht - Glasplatten gibt es durchaus schicke, jedoch nerven da die Lüfter, weshalb ich meine in Rente geschickt habe. Gusseisenplatten sind super hässlich, aber dafür für die Ohren eine Wohltat. Ich sehe daher zwei Möglichkeiten: man hat das Glück und findet eine schicke Vintage-Platte - es soll ja durchaus Leute geben, die eine Platte aus den 60ern (?) haben. Die Optik muss einem aber natürlich auch liegen und/oder zum restlichen Setup passen man baut sich selbst etwas wie ich - hier natürlich genau so: muss einem gefallen - aber zu meinem Setup passt es wunderbar, es ist leise und ich bin damit super glücklich @Anima_Templi ist ja auch nur eine Vermutung, da immer die Urushi-Pfropfen die Schwachstellen sind und ich diese Ablagerungen von diesen auf der Platte auch schon bei anderen Tetsubin-Nutzern gesehen habe - zumal bei der traditionellen Nutzung mit Feuer/Kohle es ja auch nicht unbedingt kühler zugeht, der Tetsubin aber nie direkt mit der Hitzequelle in Berührung ist. In 5 - 10 Jahren wissen wir mehr
  10. Ganz genau Achja: zugegebenermaßen beziehen sich meine Aussagen auf die Nutzung einer Elektro-Heizplatte und NICHT auf Holzkohle. Das ist dann leider tatsächlich nicht machbar (zumindest für den Großteil der Teetrinker- Rauchmelder in Mietwohnungen etc. kommt da zum noch deutlich ausgeprägteren Zeitfaktor dazu).
  11. Bin ich leider beides nicht Trotzdem kommt an mein Tee kein Wasserkocher-Wasser - zugegebenermaßen erfordert das schon etwas an Anpassung: langsames Erhitzen des Wassers, keine Temperaturvorwahl (aber abkühlen tut es ja zum Glück von allein), ggf. begrenzte Wassermenge (wenn man nicht mehrfach erhitzen möchte). Da mir (Werktags) morgens aber ohnehin keine Zeit zum Teetrinken bleibt, selbst wenn das Wasser auf einem Induktionsherd erhitzt werden würde, stellt sich hier die Frage nach der Geschwindigkeit nicht - und Abends ist es mit etwas Planung problemlos möglich, selbst für das arbeitende Volk wie uns (alles nur eine Frage der Prioritäten) - werde ich später auch machen, wenn ich nach Hause komme
  12. Ich kann nur empfehlen, auf einen vernünftigen Tetsubin zu sparen (wenn ich die Brewista-Preise oben sehe kommt man mit dem Doppelten bereits gut hin) - wenn man ihn richtig behandelt, sollte er ein Leben lang halten (ggf. Obacht, wenn er direkt auf eine Heizplatte gestellt wird - dazu hab ich ein Langzeitexperiment am laufen) und nichts anderes hatte so viel Einfluss auf meinen Teeweg wie die Anschaffung meines ersten Tetsubins: Von der Beeinflussung des Geschmacks rede ich hier noch nicht einmal primär sondern von dem Einfluss auf die Session an sich - Ruhe kann man sich nicht kaufen Oder alternativ und vor allem für Nicht-Pu-Trinker empfohlen: Ein Ton-Kessel - ist meist deutlich günstiger, sollte man aber definitiv nicht direkt auf die Heizplatte stellen.
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @seika haha, ganz falsch liegst du damit ja auch nicht - Pu nimmt schon den Großteil der Tee-Leidenschaft bei mir ein Ab und an trink ich zwar auch andere Tees, aber da gibt es meist wenig zu berichten weil hier eine Langzeitentwicklung weniger spannend ist und kaum neues angeschafft wird. Hab einige Stationen abgeklappert, um ein bisschen was vom Land zu sehen (da ich sicherlich nicht mehr so schnell hinkommen werde): Tokyo, Kanazawa, Kyoto, Hiroshima und Osaka + ein paar Ausflüge wie Miyajima, Himeji oder Shirakawa-go. Auf Grund des Taifuns ist aber manches nicht so gelaufen wie geplant bzw. musste ausgelassen werden.
  14. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @TeeStövchen ja zum Glück - geh recht sparsam mit diesem Schatz um
  15. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Genau