doumer

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  1. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist ein Tee im Kännchen, der sehr gut zu einem ruhigen Feiertag passt: Der 2014er Yibang von prSK. Ein sehr ruhiger und eher subtiler Tee: er hat zwar eine schöne ölige Textur, wirkt dabei jedoch nicht sonderlich schwer; bietet nussig-florale leicht würzige Noten, die aber eher zurückhaltend sind und hat ein durchaus kräftiges, entspannendes Qi was aber eher subtil wirkt. Passt auf jeden Fall hervorragend zu dem Geruch von einem alten Buch in der Sonne (ups, das linke Bild ist etwas unscharf geworden)
  2. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @GoldenTurtle 2017 wüsst ich jetzt auch nicht aber 2018 auf jeden Fall, ja Den Jiliang von ihm kann auf jeden Fall auch empfehlen!
  3. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute gibt es mal wieder einen Lao Man E - und zwar die 2018er Version von Cha-Shifu: Ein sehr ausgewogener LME: bei weitem nicht so bitter wie der LME von HQF und nicht so sehr auf Textur fokussiert wie der LME von prSK sondern genau in der Mitte, was ihn zu einem sehr repräsentativen LME-Vertreter macht, auch wenn mir die "extremeren" Versionen etwas mehr liegen. Wenn man einen klassischen LME kennen lernen möchte ist man hier gut aufgehoben
  4. @seika kann ich gut nachvollziehen dass du so empfindest, da genau das für mich den Reiz ausmacht - dass wie du sagst früher für ideale Porzellan-Stücke unglaubliche Anstrengungen unternommen werden mussten wurde (für mein Empfinden) durch die Industrielle Fertigung leider komplett untergraben und Dinge wie "perfekt", "makellos" etc. sind für mich daher eher negativ behaftet - die Stücke wirken (auf mich) Gesichts- und Seelenlos oder wenn dann noch Bemalungen hinzukommen gar billig - der Markt ist überschwemmt mit gleichförmigen, "perfekten" Dingen in allen Bereichen (nicht nur Teekeramik - mir ist z.B. auch ein Apfel mit Unregelmäßigkeiten, etwas zu kleinem Wuchs oder Dellen bei dem man klar sieht, dass er an einem Baum gewachsen ist lieber als die perfekt runde tiefrot glänzende Karikatur eines Apfels die man in Supermärkten kaufen kann und bei denen man den Eindruck hat, sie seien im Labor geklont worden). Ich will damit keineswegs das künstlerische Können schmälern, das nötig ist um solche Dinge von Hand herzustellen, das ist mir absolut bewusst - es geht mir lediglich um die Wirkung auf mein persönliches ästhetisches Empfinden! Solche "groben" Stücke wirken daher ehrlicher auf mich und erhalten durch eben diese Unperfektheit ihre Schönheit und ihre Seele Das einzige andere Porzellan-Schälchen das ich habe und insbesondere dann nutze, wenn ich z.B. einen Ton-Pitcher als zusätzliche "Stellschraube" beim experimentieren nutze ist ein sehr schlichtes Schälchen von Bero - die sehr subtile Struktur der Glasur erkennt man auf dem Foto leider (minimal vielleicht in den Spiegelungen) nicht aber was man erkennt sind dass auch dieses Unregelmäßigkeiten hat - nur deshalb mag ich dieses Schälchen
  5. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Tobias82 ja auf jeden Fall, hab mir den Freitag extra frei genommen
  6. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Am Nachmittag gibt es den 2008er Fangmingyuan Nannuo bei dem das andere Schälchen von Ferdinand Hovančík zum Einsatz kommt. Ein weicher, freundlicher Tee der vor allem durch eine vanillige Süße mit leicht floral-holzigen Noten besticht, jedoch nur einen sehr dünnen/leichten Körper bietet. Für sein Alter wirkt er noch recht grün und hat eine etwas adstringent-saure Note, die unangenehm werden kann, wenn man ihn sehr kräftig dosiert - dafür gibt es aber auch ein dezentes Qi.
  7. @Teelix gute Idee mit den 3 Gläsern, so hat man einen schönen Vergleich!
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Da ich heute auch endlich mal wieder Zeit für Tee finde habe ich den 2014er Xiaoshu Yiwu Wangong von prSK in der Tasse, nachdem wir da kürzlich darüber diskutiert hatten: Auch wenn ich den Tee als nett in Erinnerung hatte bin ich doch positiv überrascht - zur besseren Vergleichbarkeit habe ich das selbe Kännchen wie vor 2 Jahren verwendet: Obwohl es sich "nur" um Xiaoshu Material handelt kann der Tee mit tollen Geschmacksnoten punkten und im Aroma finden sich spannende Kräuternoten, die in der eher schmalen hohen Schale besonders gut zur Geltung kommen. Definitiv kein lieblich-blumiger Yiwu sondern wie auch schon 2017 zu erkennen war stark auf der würzigen Seite. Der Körper ist zwar nicht so ausgeprägt wie bei anderen Tees aber dafür ist er glasklar und sauber - gegenüber Gushu-Material fehlt aber natürlich etwas das Qi. Definitiv ein schöner Tee mit dem ich heute eine herrlich ruhige Session hatte - gegenüber dem spannenden 2013er 2013 Yiwu HuangYe Autumn ist das nämlich auch ein sehr unkomplizierter Tee. Ich muss sagen: ich würde den Tee definitiv jedem YS-Sheng vorziehen - für den damaligen Preis von 35€ ein Schnäppchen, zum aktuellen Preis von 85€ würde ich es mir zwar nochmals überlegen aber im Vergleich mit anderen Anbietern (von nicht-Gushu) nicht gar so abwegig, wenn auch am oberen Ende angesiedelt. @Anima_Templi das Ergebnis der Session heute passt so gar nicht zu dem Ergebnis deiner Session von letztens - daher zwei Möglichkeiten: 1. du hattest einfach einen schlechten Tag erwischt, zu viel Bruch whatever - bei dem 2013er Yiwu HuangYe Autumn ging es mir Anfangs ja auch so: ich war schwer enttäuscht von dem Tee, nach den letzten Sessions hat sich das aber komplett ins Gegenteil gewandelt - einfach bei Gelegenheit nochmals probieren und ohne Vorurteile schauen was passiert 2. der Tee hat sich auf Grund der unterschiedlichen Lagerung ganz anders entwickelt - Peter lagert seine Tees ja bei gleichmäßigen 60% Luftfeuchtigkeit und konstanterer Temperatur als ich es in meiner Wohnung hinbekommen (da sind zwischen Sommer und Winter schon mal 20° Unterschied) - zumal das einer meiner ersten Bings war und daher nicht von Anfang an in einem leicht befeuchteten Tontopf gelagert wurde sondern nennen wir es "ultra dry" daher kann es schon sein, dass sich dein Bing mehr entwickelt hat und in der "awkward phase" befindet - wenn du magst können wir gerne mal einen Vergleich zwischen unseren Bings machen (extra Bilder gemacht, wo man in die Schale sieht - bei der krassen Sonne erkennt man das sonst kaum)
  9. Auch wenn es "nur" Schalen sind für mich trotzdem eine tolle Entdeckung: Diese Schalen stammen von einem mir bislang unbekannten Künstler aus Tschechien: Ferdinand Hovančík, der unter anderem in Japan und Korea bei Meister Park Yong Il gelernt hat und zusammen mit seinem Bruder Erich in Tschechien einen Holzbrandofen betreibt und dabei nur lokale Rohstoffe verwenden (sehr nette Geschichte). Porzellan mit Celadon-Glasur klingt für mich zunächst mal sehr langweilig aber diese Stücke haben mich eines besseren belehrt: Sie sind eher grob gearbeitet, die Glasur wirkt sehr natürlich und nicht zu perfekt wie es bei klassischen Cleadon-Stücken oft der Fall ist und vor allem weißen sie durch den Holzbrand typische Unregelmäßigkeiten auf, die den Stücken einen einzigartigen Charakter geben. Archaisch, schlicht und ehrlich - genau mein Geschmack, so gefallen mit auch Celadon-Stücke (und das ganze zu einem extrem fairen Preis)!
  10. Zoll und chinesischer Tee

    @SoGen okay, du hast vollkommen Recht dass nicht nur Deutschland die Dinge unnötig verkompliziert - aber das bedeutet ja nicht, dass man nur weil es jemand anderes schlecht macht es auch schlecht machen muss. Verbraucherschutz in allen Ehren aber so etwas hilft hier erstens nicht und zweitens finde ich dass man für Verbraucherschutz hauptsächlich selbst verantwortlich ist - jeder mit ein bisschen Verstand muss doch für sich selbst entscheiden können "kauf ich nun das dubiose Produkt aus China oder nicht" - es gibt auch so mehr als genug Mist in Deutschland zu kaufen, wovor mich solche Bestimmungen nicht schützen. Mit etwas gesundem Menschenverstand muss man nicht bevormundet werden. Wie gesagt, Zoll zwecks Steuer, illegalen Substanzen etc. hat vollkommen seine Berechtigung und ich könnte auch problemlos damit leben, wenn man die Formulare selbst ausfüllen, übersetzen und belegen muss aber da man so keine Kontrolle darüber hat ist es leider ein reines Glücksspiel ob der gnädige Herr Beamte heute mit dem falschen oder richtigen Fuß aufgestanden ist (denn ob der Händler nun die Vorschriften kennt oder nicht kann man i.d.R. im Voraus ja nicht wissen) - und das hat so viel mit Verbraucherschutz zu tun wie Fußpilz, einen Sinn kann ich auch im Entferntesten darin nicht erkennen. Daher ziehe ich wie gesagt daraus Konsequenzen und überlasse den Stress lieber anderen, dafür ist mir mein Leben zu schade (so egoistisch das auch klingen mag - dafür aber um so mehr Hochachtung gegenüber den tapferen Händlern, die wohl oder übel diese Drama überstehen müssen) - bleibt nur zu hoffen dass uns die Möglichkeit Tee innerhalb der EU oder Deutschland zu kaufen nicht auch noch kaputt gemacht wird, wenn man da an jüngste Entwicklungen wie die Brexit-Farce oder den Beschluss zum Uploadfitler denkt, kann man nicht anders als Einstein beizupflichten dass zwei Dinge unendlich sind...
  11. Zoll und chinesischer Tee

    Oha, das klingt ja ganz anders als vermutet - und öffnet evtl. neue Möglichkeiten? Ein Paket mit dem korrekt angegebenen Warenwert von einem Unternehmen versendet ist nicht OK, aber wenn genau das selbe von einer Privatperson (selbe Ware, selbe angegebene Wert) wäre OK? Hm, wenn das wirklich geht wäre das evtl. eine Möglichkeit - denn darum könnte man Händler evtl. noch bitten im Gegensatz zum Ausfüllen von Formularen in Deutsch... Mehr Informationen dazu hast du aber vermutlich nicht bekommen, oder?
  12. Zoll und chinesischer Tee

    Das ist leider einfacher gesagt als getan - bei den großen Händlern wie YS kann man zumindest guter Hoffnung sein, dass sie das Paket ordentlich (in Englisch) deklarieren aber bei kleineren ist alleine dafür die Chance schon sehr gering - und in Deutsch ist völlig utopisch! Und mal ganz ehrlich - als deutscher Käufer bei jeder Bestellung den Verkäufer anzuschreiben und zu sagen "bitte dieses 100-seitige Formular in einer Sprache ausfüllen, die du nicht beherrscht, ansonsten wird das Paket wieder zu dir zurückgeschickt und du bleibst im schlimmsten Fall auf den Versandkosten sitzen" ist schon echt mies und lässt Deutschland nicht gerade als ein Land rüberkommen, dem ich Sympathie entgegenbringen würde... Völlig unnötiger bürokratischer Schwachsinn wofür der Verantwortliche rechts und links geohrfeigt gehört - solange die Ware korrekt bepreist ist und drauf steht was drin ist in einer geläufigen Sprache wie Englisch ist doch alles gut, man kann das Paket ja auch öffnen und reinschauen, selbst Pestizid-Stichproben sind logisch vertretbar wenn auch ärgerlich aber das ist einfach nur purer Sadismus. Ich verstehe, wie man da auf die Idee kommt Sendungen als Privat deklarieren zu wollen - der Staat bettelt mit solch einem Schwachsinn ja quasi darum! Hier trifft Einsteins Erkenntnis dass die menschliche Dummheit unendlich ist mal wieder voll zu...und wie üblich ist man als kleiner Mann der Leidtragende für die Schei** den Staat und Politik produziert Aber wie @miig sagt gibt es ja Gott sei Dank inzwischen auch top Quellen für guten Tee in Deutschland und Europa - und diese staatliche Dummheit ist ganz klar ein Grund dafür, warum ich kaum noch Tee aus Asien direkt bestelle - mal abgesehen davon, dass z.B. der Philosophiewandel von EoT mir nicht gefällt und YS noch nie so mein Ding war gibt es aber schon noch die eine oder andere Lücke, wenn man z.B. an das interessante Heicha-Angebot von Chawangshop denkt. Naja, aber da alles außer Pu für mich eh nur eine Randerscheinung ist, ist es verschmerzbar
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi puh so übel? Mein letzter Eintrag dazu ist immerhin auch schon 2 Jahre alt - muss ihn auch mal wieder brühen, um es mir wieder ins Gedächtnis zu rufen (hatte in zwischendurch schon auch mal aber was man nicht notiert.. ) @miig ja, so hatte ich ihn in Erinnerung: ein Daily Drinker eben
  14. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Haha So gut war die Bewertung dann auch wieder nicht und ist schon ein Weilchen her, dass ich den Tee zuletzt hatte... Aber ja, hatte auch was Richtung 35€ im Kopf - andererseits ist Peter ja nicht der einzige mit Preissteigerungen: YS legt da auch bei nicht-Gushu gut vor - Manzhuan hat zwischen 2012 und 2018 550% zugelegt! Der Durchschnitt liegt laut TeaDB (für solche nerdigen Aufstellungen mag ich die Jungs ganz gerne: https://teadb.org/a-look-at-prices-from-nine-yunnan-sourcing-productions/) bei 275% - klar 2014 ist nochmal 2 Jahre jünger aber wenn man das etwas runter rechnet liegt Peter trotzdem noch im Rahmen. Trotzdem bin ich ganz bei euch: Peter hat definitiv Tees mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis...zumindest zum aktuellen Preis - beim früheren Preis gab es absolut nichts zu meckern - also doch jung kaufen und selbst mit dem Tee reifen
  15. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi da du kein Jahr dazu geschrieben hast - ist das der hier? Zugegeben nicht der beste von Peter aber auch kein Gushu - zumindest 2015 war der echt günstig und dafür kann ich nicht meckern (inzwischen ist er aber heftig im Preis gestiegen!). Allerdings waren die Aufgüsse bei mir auch nicht trüb. Hm, ggf. einfach bei Gelegenheit nochmals versuchen - bei dem 2013er Yiwu HuangYe Autumn war die erstes Session auch echt mies aber wie ich letzte Woche festgestellt habe, ist das ein toller Tee wenn man ihn richtig behandelt