doumer

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  1. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Die erste Session in dem wundervollen kleinen Kännchen von Jan Pavek muss natürlich mit einem alten Bekannten wie dem Baotang sein! Die Session ist auch sehr gelungen: schön präsente Bitterkeit, die gegenüber einem Yixing- oder Jianshui-Kännchen nur ein bisschen reduziert wird, herbes Stall-Aroma, ordentlich schwerer Körper und schön entspannendes Qi - ich bin sehr zufrieden und die Handhabung des Kännchens ist erstklassig: die kurze und im Verhältnis zum Körper des Kännchens doch recht kräftige Tülle gießt schnell und präzise, der Deckel sitzt perfekt und das kleinste bisschen Spiel und tropft in keiner Situation. Keramik-Perfektion pur
  2. Nach dem Yixing von letzter Woche kamen diese Woche gleich nochmals zwei Kännchen an, auch wenn diese absolut ungeplant waren und ich mich jetzt den Rest des Monats von Reis und Wasser ernähren darf: Ein winzig-kleines (60ml) Kännchen von Jan Pavek, wo er sich mal wieder selbst übertroffen hat: super dünn und ultra-präzise gearbeitet (da können sich selbst hochwertige Yixings noch eine Scheibe von abschneiden) und mit einer Glasur, die nicht von dieser Welt zu sein scheint: mit grün-grau-blauen Facetten, teilweise glasartig verschmolzen, teilweise matt-schimmernd und teils sogar fast schon "schaumig" wirkend bietet das Kännchen aus jedem Blickwinkel andere Eindrücke. In einem ersten Test scheint die Mischung der von dem anderen Kännchen von Jan recht ähnlich zu sein, auch wenn der Tonanteil etwas höher ist und daher minimal mehr Beeinflussung vorliegen dürfte - das werden aber erst weitere Tests zeigen! Dazu ein passendes (ca 40ml) Teeschälchen von Jan, das im Gegensatz zu der Kanne aus reinem Porzellan gefertigt ist, aber auch eine äußerst spannende Glasur bietet: außen primär blau mit grünen Akzenten findet sich im Inneren neben einem grünen Glas-Boden (der übrigens ziemlich schief ist, sehr sympatisch!) teilweise eine überlagernde Krakelee-Glasur, die bereits bei der ersten Nutzung sehr stark die Farbe des Tees angenommen hat und (zumindest im Moment) mit der ockerfarbenen Innenseite des Kännchens harmoniert. Ein wundervolles Set, mit dem ich sicherlich viel Freude haben werde! Nachdem ich die glasierte Kanne von Martin Hanus sehr gerne nutze konnte ich diesem schlichten, kleinen Kännchen nicht widerstehen, da komplett unglasiert und die Größe perfekt für alleintrinkende Puheads (90ml) passt. Schlicht und doch sehr ungewöhnlich was die Form betrifft: die Tülle hat einen angedeuteten Bauch, geht aber doch irgendwie nahtlos in den eher flachen Körper des Kännchens über, ein etwas schiefer Henkel und die Öffnung ist winzig (selbst der Deckel des 60ml Kännchens von Pavek wirkt mächtig gegen den Deckel von diesem Kännchen) - etwas was ich so noch nie gesehen habe! Bislang noch ungetestet bin ich sehr gespannt, wie sich der grobe Ton, der jedoch trotzdem eine komplett andere Haptik hat als z.B. der grobe Ton von Petr Novak, auf den Tee auswirkt. Dazu ein Schälchen von Jaroslav Marek, das mit seiner etwas eirigen Form gut zu dem Charakter des Kännchens passt und glasurtechnisch einen schönen Kontrast bietet - im Gegensatz zu dem Bizen-ähnlichen Schälchen von Marek ist dieses auch recht neutral, so dass wirklich primär der Einfluss des Kännchens auf den Tee im Vordergrund steht. Sofern Jan beim nächsten Brand nicht wieder eine neue Tonmischung verwendet und ich mich erneut schockverliebe wars das jetzt aber an Hardware
  3. @Paul haha, mit einem 10L Kanister würde sicherlich auch ein so charmanter Herr wie du nicht an Bord eines Flugzeuges kommen, selbst wenn du es wölltest @topic: der Trick ist dass es beim Reiseziel mehr Tee gibt als bei einem selbst zu Hause, so kommt man gar nicht erst in die Situation etwas mitnehmen zu müssen (außer natürlich als Gastgeschenk und Stationen auf dem Hin-/Rückweg)
  4. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Sicherlich! Genaueres über den Ton weiß ich leider nicht - aber er verwendet unterschiedliche bzw. teilweise auch Porzellan oder Ton-Porzellan-Mischungen (wie bei meinem anderen Kännchen von ihm). Oh ja, wieder unglaublich schöne Stücke, es ist unglaublich was er für Glasuren zaubert! War absolut nicht geplant, aber ich hab mich direkt in ein ganz kleines Kännchen verliebt - das übrigens wieder aus einem anderen Ton (oder Ton-Gemisch) bestehen zu scheint, als die beiden, die ich schon habe. Ich berichte, sobald es da ist Fürs Erste ist jetzt aber dann wirklich mal Schluss mit neuer Keramik...
  5. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Auch wenn der Hongcha heute Morgen sehr schön war, war es doch kein Pu - daher hab ich am Abend doch nochmal einen anderen Tee "gebraucht" , die Wahl ist auf den 2015er "Straight, No Chaser" von Bitterleaf Teas gefallen. Auch wenn es kein High-End Sheng ist, ist er dennoch bestens für eine entspannte Session mit einer schönen samtigen Bitterkeit geeignet - insbesondere in der tollen Kyusu von Jan Pavek! Interessant: Wenn der Tee eigentlich schon durch ist nehmen die Tees in dieser Kyusu oft einen ganz bestimmten Geschmack an, der mir sehr gut gefällt - der selbe Tee in einem anderen Kännchen hat einen anderen "Endgeschmack", der mir oft nicht so zusagt. Ist das auch schon mal jemand aufgefallen? Ach ja: der Tee ist nett, aber man merkt schon dass Welten zwischen Tees liegen können.
  6. Hm, schade - 2019 scheint nicht das Jahr zu sein, in dem EoT an alte Erfolge anknüpft ... naja, bin trotzdem gespannt auf deinen Bericht
  7. Mal wieder ein sehr schöner, sehr wahrer Post von Cwyn: "No one cares what is in my puerh closet except for me. I clean my own closet and I don’t worry about everyone else." http://deathbytea.blogspot.com/2019/08/no-one-cares-whats-in-your-closet.html Man sollte wirklich versuchen, nicht in die Neid- uns Statussymbol Falle bei Tee zu tappen, wie es der Durchschnittsbürger bei Haus und Auto macht - wie man sieht entsteht dadurch nur Negatives und das wäre bei so etwas schönem wie Tee sehr schade
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist ein sehr spannender Tee im Kännchen: Der 2019er Yesheng Huazhu 'pop_peek' Wild von prSK: Ein sehr spannender Hongcha, der viele ungewöhnliche Aspekte aufweist: das trockene Blatt hat ein unglaublich intensives, fruchtiges Aroma, die sich zwar auch etwas im Geschmack wiederfindet, hier jedoch durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Facetten ergänzt wird, insbesondere eine leichte Bitterkeit, die dem Tee eine gewisse Frische verleit und eine angenehme saure Note, die vermutlich auch für ein besonderes Phänomen verantwortlich ist: während bei einem tollen Sheng im leeren Schälchen häufig ein derber Stallgeruch vorhanden ist, ist es hier eine eindeutige Rotwein-Note mit leichtem Kork-Aroma, das hatte ich noch nie (Disclaimer: es ist einige Jahre her, dass ich das letzte mal Wein getrunken habe, aber daran kann ich mich noch recht eindeutig erinnern)! Erinnert mich an den sehr schönen 2016er Da Xue Shan Single Tree Red Tea von EoT und ist wie dieser ebenfalls ziemlich ausdauernd und weist keine Malzigkeit auf (die ich in Tees nicht sonderlich mag). Schöner Tee für Sheng-Liebhaber
  9. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Natürlich habe ich heute gleich mal was neue Kännchen, das ich etwas vielseitiger einsetzen möchte als sonst bei meinen Kännchen üblich (junge und alte Shengs, evtl auch andere Tees wie Hongchas oder Oolongs, mal schauen) in einer ausgiebigen Session getestet und zwar mit einem äußerst passendem Tee: Der 2018er Yiwu Wangong von prSK. Dieser Tee profitiert definitiv von einem Zhuni-Kännchen, da er ohnehin von der eher zarten, nicht so schweren Sorte ist - sprich die eigentlichen Stärken des Tees (Geschmack und Aroma) kommen hier deutlicher zur Geltung: Bereits das Blatt im warmen Kännchen verströmt einen intensiven, fruchtigen Duft, der mich an Sultaninen und Feigen erinnert. Die bereits beim letzten Eintrag beschriebene Bitterkeit ist definitiv auch hier vorhanden und zieht sich durch alle Aufgüsse, was zusammen mit der besonders im Abgang schön Süßen Fruchtigkeit das Bild von grünen Feigen verstärkt. Trotz nicht gerade zimperlicher Dosierung wirkt der Tee fast schon ätherisch leicht, leichter als pures Wasser und super erfrischend, mehr als so mancher 2019er! Auch wenn mir eher schwere Tees wie der Rareness 5 generell mehr zusagen, macht der Facettenreichtum und die spannenden Noten des Tees viel Spaß! Auf Grund der flachen Bauart des Kännchen ist es mit dem Tellerchen von Jan Pavek etwas schwierig, da der Griff des Kännchens im Wasser stehen würde (und es insgesamt auch etwas breit für den Teller ist) - wohl dem, der noch ein sehr flaches Tellerchen von Jiri Duchek hat, das zwar etwas mehr Feingefühl erfordert da es nicht viel Flüssigkeit halten kann, für dieses Kännchen und meine beiden etwas größeren Yixings aber perfekt ist
  10. Diese Woche kam nach langer durch die Post verursachter Odyssee endlich das Paket mit dem Yixing von Peter an: Auch wenn ich sonst bei Yixing-Kännchen auf ein Maximum an Schlichtheit stehe habe ich für die Shi Piao Form doch eine Schwäche - zumindest wenn diese auch eine schlichte Eleganz besitzt. Und nachdem ich von dem anderen Zhuni-Kännchen von Yong Jun sehr begeistert bin, konnte ich trotz großer Anstrengung diesem Kännchen nicht widerstehen, das ebenfalls von einem Künstler der Jing Dian Tao Fang No.1 Factory hergestellt wurde, dem wohl fest angestellten Meister Shi Feixing (wobei Meister hier lediglich auf deren Kategorisierung Ihrer Kännchen zurückzuführen ist, keine Ahnung ob er wie Chen Tu Gen irgendwelche Zertifikate hat, was mir aber auch egal ist). Der Ton enthält weniger gröbere Partikel als bei dem Kännchen von Yong Jun, ist Geruch Klang und Haptik nach aber auch von der selben Qualität. Die sehr steile Tülle macht das Ausgießen im Gegensatz zu dem Factory 1 Shi Piao deutlich präziser und durch die größere Öffnung auch schneller, braucht aber natürlich trotzdem etwas mehr Geschick als die schlichteren Kännchen. Für mein ästhetisches Verständnis passt da wunderbar eine von Ferdinands Porzellanschalen dazu, die mit ihrer leicht unförmigen archaischen Wabi-Sabi Optik einen schönen Kontrast setzt - und das passende Volumen hat! Schöne Details: Der Deckel hat eine dezente Inschrift (an der Stelle stört es mich nicht - ist deutlich subtiler als fett außen drauf) und weißt ein kleines Makel auf, das ich aber sehr spannend finde: an einer Stelle wurde vergessen den Ton zu polieren, d.h. hier ist er in seinem rauen Zustand - ich bin gespannt, wie sich diese Stelle im Vergleich zu der sonst üblichen polierten Oberfläche entwickelt (auf den Tee hat das selbstverständlich keinen Einfluss).
  11. Fundstücke - Originell, Skurril, Absurd...

    Puh, und ich dachte die Wrapper von W2T seien schlimm, aber die neuen von Kuura setzen dem echt die Krone auf: https://kuura.co/products/2019-exotic-other
  12. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @GoldenTurtle da warst du schneller als ich Aber ja, das Material schaut gut aus und hat mir auch gut gefallen (auch wenn ich meist nicht so auf die Mini-Dinger stehe, daher hab ich davon bislang auch nur wenig) - dass er zahm ist, ist halt Geschmackssache: Ich persönlich bevorzuge insbesondere bei einem Bulang die Faust im Gesicht aber deswegen ist ein Tee nicht besser oder schlecht, er liegt unterschiedlichen Leuten nur unterschiedlich gut
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Fisheyes also ich bin meinem Novak-Kessel sehr zufrieden, nutze ihn aber wie gesagt ungleich weniger als meine Tetsubins. Hatte auch schon mal Wasser aus einem Yixing-Kessel - das ist natürlich nett, aber da ich keinen Parallelvergleich zu meinem Kessel hatte, kann ich nur einen allgemeinen Eindruck wiedergeben und der ist, dass beide in die selbe Richtung (wie ich ein paar Posts vorher beschrieben habe) geht, für meinen Geschmack also auch einem Tetsubin unterlegen ist (aber wie gesagt, das kommt immer auf die eigenen Vorlieben an)
  14. Ärgernis des Tages

    @GoldenTurtle ein Yixing und ein bisschen Hongcha Dazu mehr, wenn es denn dieses mal ankommt