doumer

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  1. Bei mir kam diese Woche auch mal wieder etwas Hardware an - bis auf weiteres habe ich mir aber fest vorgenommen, keine weitere Keramik mehr zuzulegen Und zwar kein Kännchen sondern "nur" zwei Porzellan-Pitcher mit passenden Schälchen: Ich hab zwar schon sehr schöne Holzbrand-Pitcher von Jan Pavek aber um etwas mehr mit verschiedenen Schälchen spielen zu können und dabei unabhängig von deren Größe zu sein hab ich mir noch zwei neutrale Porzellan-Pitcher von Andrzej Bero zugelegt (in unterschiedlichen Größen da auch die Größen der Kännchen stark variieren). Der größere ist sehr schlicht mit passendem Schälchen in gleicher Machart, der kleinere ist etwas "fancier" mit einer leicht facettierten Oberfläche und teilweise dezent gefärbter Glasur - dazu habe ich mir ein verrücktes Schälchen von Lee Hye Jin gegönnt, der Frau von Hong Seong Il, von dem ich schon einige Stücke habe und sehr schätze: achteckig, hauchdünn (da können selbst die hochwertigsten oft kalligrafisch verzierten Schälchen aus China nicht mithalten), mit kleinen Füßchen, einem wie Boden wie gehämmertes Blech und einer stellenweise zart blau schimmernden Glasur aus Eichen-Asche. Man sieht, dass da wahnsinnig viel Liebe und Mühe drin steckt und da ich schon seit längerem auf der Suche nach einem wirklich neutralen (denn auch glasierte Schälchen sind oft nicht neutral), dünnen Porzellan-Schälchen bin, das mir zusagt, konnte ich hier nicht widerstehen, auch wenn ich sonst oft einen etwas archaischeren Charakter präferiere.
  2. @miig da hast du vollkommen Recht - DPI ist Dots per Inch, also für den Druck - für Bildschirme wird eigentlich PPI also Pixel per Inch verwendet, was aber landläufig synonym verwendet wird. Bilder können mit verschiedenen PPI-Werten gespeichert werden: sagen wir ein Fotograf nimmt ein Foto auf und hat dafür zwei Kunden - eine Druckerei und eine Webagentur. Der Druckerei gibt er das Bild (das Thema Dateiformat lass ich hier mal außen vor) mit 300 dpi, da man für den Druck eine höhere Auflösung benötigt als am Bildschirm - das Bild hat dann bei 300 dpi eine Breite von 15 cm und reicht somit für den Druck einer Postkarte. Die Webagentur möchte das Bild als Hintergrundbild für eine Website nutzen, so dass es die komplette Bildschirmbreite ausfüllt - nun haben die meisten Menschen allerdings einen Bildschirm, der größer ist als 15 cm (Mobilgeräte mal ausgenommen), reicht die Qualität des Bildes also dafür nicht? Nein, kein Problem - ein normaler Desktopmonitor hat keine Auflösung von 300 ppi sondern nutzt i.d.R. 96 ppi (fancy Macs und Co mal ausgenommen) - das bedeutet dass das selbe Bild mit 96 dpi abgespeichert satte 46,88 cm breit ist, reicht also problemlos aus. Der Monitor kann tatsächlich auch gar keine 1000dpi darstellen, das ist technisch unmöglich (wie gesagt es gibt Unterscheide: modere Smartphones und Tablets haben z.B. einen deutlich höheren PPI-Wert als der übliche Büro-Monitor) - es wird dann einfach das Bild in der entsprechend höchsten Auflösung des Monitors dargestellt und kleingerechnet, so dass die Maße der theoretisch höheren DPI-Zahl entsprechen. In beiden Fällen hat das Bild aber genau die selbe Anzahl an Pixeln (1772 in der Breite), da der Fotograf ja nicht ein Bild mit einer dicken Print-Kamera und ein Bild mit einer schmächtigen Online-Kamera geschossen hat, sondern das selbe Bild einfach mit zwei unterschiedlichen dpi-Werten abgespeichert hat - die einzelnen Punkte (seien es Druckpunkte oder Pixel) sitzen einfach unterschiedlich weit auseinander oder beisammen und daher ergeben sich unterschiedliche Breiten. Relevant ist das eigentlich überhaupt nicht für das Thema Dateigröße - darauf wollte ich eigentlich hinaus: Wenn man die Dateigröße reduzieren möchte, muss man entweder die Pixelzahl reduzieren, die Farbanzahl reduzieren oder sich die je nach Dateiformat unterschiedlichen Komprimierungsmechanismen (falls vorhanden) zunutze machen und die Farbverteilung des Bildes dafür optimieren, DPI/PPI macht keinen unterschied und die Schärfe erhöht sich effektiv auch nur, wenn der Monitor mehr als 96ppi hat. Dass Gimp bei dem beschriebenen Vorgehen bessere Resultate liefert hat nichts damit zu tun, wie DPI/PPI eigentlich funktioniert - sondern theoretisch ein Bug, der in dem Fall aber offensichtlich von Vorteil ist. Puh, ganz schöne vom eigentlichen Thema abgekommen - die Essenz von dem ganzen ist: Bilder verkleinern
  3. @KlausO ich muss gestehen, ich kenne mich mit Gimp nicht aus - da ich in der Werbebranche arbeite, hab ich täglich mit dem Thema zu tun und arbeite mit Photoshop. DPI änder wie gesagt nichts an den vorhandenen Bildinformationen/Dateigröße - wenn das Ändern davon in Gimp aber beim Verkleinern hilft ist es ja super, wirkt nur bei entsprechendem Hintergrundwissen seltsam, weshalb ich etwas ausgeholt habe
  4. @KlausO technischer Hintergrund zum Thema DPI: wenn du nur den DPI-Wert veränderst, wird das Bild nicht verkleinert sondern lediglich die Auflösung pro Längeneinheit erhöht. Wenn du z.B. ein Bild mit 100x100 Pixel hast, ist das bei 72dpi 3,53cm breit, bei 1000dpi 0,25cm - es bleiben aber beides mal 100px in der Breite und somit die selbe Dateigröße - erst wenn dein Programm (Gimp, Photoshop etc.) eine Neuberechnung vornimmt, wir die absolute Größe in Pixel und somit die Dateigröße verändert. Kurz: DPI-Veränderung alleine bringt keinen Unterschied - aber zum Glück nimmt uns ja das Forum offensichtlich das Problem ab @miig und @Lateralus da stimm ich euch absolut zu und das ist das was ich mit "technische Aspekte" meinte - meine Fotos haben keine vernünftige Tiefenunschärfe und sind verzerrt (vor allem bei den runden Tellern sieht man das schon manchmal extrem) weil das Handy das technisch einfach nicht besser hinbekommt. Letztlich hilft aber auch alle Technik nichts, wenn das Motiv nicht stimmt (man stelle sich vor, dass z.B. Kaffee zu sehen wäre ). Und ich muss für mich persönlich auch gestehen, dass die Fotos bei mir eher ein Nebenprodukt sind (wie schon oben beschrieben, kurz draufhalten und wird schon passen - oder eben manchmal auch nicht), um meine Teeliste zu illustrieren - hauptsächlich geht es mir ums Teetrinken, da dann noch mit einer DSLR zur hantieren, Bildkomposition Beleuchtung etc. zu kontrollieren und die Bilder nachzubearbeiten (wie gesagt, die Komprimierung mache ich automatisiert via Shell somit ist lediglich das Nebeneinandersetzen der Detailaufnahmen das Einzige was Bearbeitung anfällt, aber auch davon ist die Hälfte bereits vorbereitet) wäre mir zu viel.
  5. Haha, echt? Und ich Narr skaliere und komprimiere die Bilder immer im Vorfeld lokal am PC - ok, zugegebenermaßen mittels Shellbefehl (ja ja, ich bin nicht nur im Thema Tee ein Nerd ), bei dem ich im Grund nichts machen muss und für meinen Blog muss ich natürlich auch optimierte Bilder bereitstellen (die Seite hat so schon so über 2GB wenn jedes Bild so ca. 250kb hat - bei Originaldaten mit 10mb pro Bild würden Besucher ganz schön fluchen ), aber trotzdem gut zu wissen Zum eigentlichen Thema: um ehrlich zu sein kann ich dazu nicht viel sagen - ich bin absolut kein Fotograf und abgesehen vom Tee fotografiere ich auch nur in äußersten Ausnahmefällen, daher sieht es bei mir entsprechend simpel aus: Smartphone wird gezückt und draufgehalten - fertig Alles andere ist nicht mein Verdienst sondern dem Motiv geschuldet: wunderschöne Keramik ist einfach schön - da muss man wie bei einer schönen Landschaft nichts gestellt sein o.ä., es ist einfach eine Momentaufnahme. Klar, wenn man Ahnung von Fotografie und vielleicht sogar mehr als nur ein Smartphone hat kann man sicherlich technisch gesehen bessere Aufnahmen machen (besserer Winkel, Auflösung, Farben, Ausschnitt etc. und gerade bei sehr kleinen Kännchen wenn man nah ran muss gibt es zumindest auf meinem 2016er Smartphone schon eine gewisse Verzerrung festzustellen) und man kann durch die Beleuchtung optimieren aber letztlich ist das in meinen Augen die Kür, da wir hier ja keine professionelle Produktfotografie betreiben Nur vielleicht ein Tipp: Wenn möglich Tageslicht nutzen - Bilder mit künstlichem Licht wenn es bereits dunkel ist sind meist nicht so schön, was aber auch sicherlich wieder mit meinem "Equipment" zusammenhängt.
  6. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist der letzte Tee der YS-Teefabrik-Testbestellung im Kännchen: Der 2003er White Dragon "Qiao Mu Sheng Tai" Jing Gu. Ein Tee von einer Teefabrik, von der ich zuvor noch nie gehört habe und dazu aus einer Region, aus der man nicht ganz so viele Tees bekommt wie z.B. Yiwu - da musste ich einfach zuschlagen. Und es hat sich durchaus gelohnt: Das Blatt sieht für einen Factory-Sheng fürs Volk ganz OK aus, auch wenn es nicht mit dem des 2009er Yiwu BGT von Liming (Achtung, nicht der 2011er Yiwu BGT von Liming, der ist eine andere Liga) mithalten kann - was den Tee aber vor allem ausmacht ist sein interessanter Geschmack: Steinpilze mit etwas Zimt und Leder - und zum Glück kaum etwas von der sauren Adstringenz, welche die meisten Factory-Shengs untrinkbar macht. Der Körper hat eine akzeptable schwere und ist angenehm weich und trotz den eher herben Noten ist der Tee nicht zu Derb, so dass die Süße nicht überlagert wird. Ein durchaus ordentlicher gereifter Sheng zu einem fairen Preis!
  7. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi puh, ich hab schon an mir gezweifelt @topic: Heute ist der 1999er Hua Yuan "Jing Brand" Half Ripe Pu-erh im Kännchen: Ein wirklich sehr interessanter Tee! Laut Scott wurde das Material für diesen Tee nur 7-10 Tage fermentiert anstatt der sonst üblichen 45 Tage bei einem normalen Shu - und tatsächlich hat der Tee einen deutlichen Sheng-Charakter, gepaart mit der Textur eines Shus, weshalb er mir deutlich besser gefällt, als alles was heutzutage so produziert wird (zumindest was Normalo-Shus anbelangt - Shus von Prestige-Gegenden zu horrenden Preisen kann ich nicht beurteilen da ich so etwas nicht trinke). Er erinnert mich an den 25 years old Shu aus dem Aged Sample Set von prSK - allerdings deutlich weicher und zahmer. SO sollte ein Shu sein - einziges Manko: der Tee verliert schnell an Kraft und wird gegen Ende eher uninteressant, was die anfängliche Begeisterung etwas trübt. Dennoch ein schöner Tee - den es bis vor kurzem auch noch zu einem für das geleistete durchaus fairen Preis gab...
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Hah, das ist ja überraschend! Handelt es sich um den selben Tee wie hier? Fand den gar nicht so un-bitter Na dann wird es ja höchste Zeit, dass mal wieder ein Baotang ins Schälchen kommt
  9. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Hört sich sich ja fast wie ein Pu an
  10. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist der letzte Tee des Aged Sample Sets von prSK im Kännchen: der 25 years old Shu, der einzige Shu aus dem Set. Auch wenn Produzent und genaues Alter unbekannt ist, ist es doch sehr wahrscheinlich, dass dieser Tee vor 2000 produziert wurde, da im Gegensatz zu neueren Produktionen deutlich weniger fermentiert wurde (zumindest was die Teefrabriken betrifft). Und genau das gefällt mir hier sehr gut: absolut keine Spur von dem typischen Shu-Charakter, der selbst in sehr guten modernen Shus wie z.B. von Yu vorhanden ist (damit ist aber nicht wo dui wei gemeint!) und wüsste ich es nicht besser, wäre ich mir bei einer Blindverkostung auch gar nicht so sicher, ob es ein Shu oder Sheng ist - ähnlich wie bei dem grandiosen 1997er Black River Mountain von David Lee Hoffmann. Zu Beginn kann man dem Tee sogar trotz dem Alter und dass es sich um einen Shu handelt etwas schöne Bitterkeit entlocken, die allerdings bereits ab dem 3. Aufguss verschwindet und platz für eine sehr weiche Süße macht. Der Tee ist zwar für einen Shu recht leicht, hat aber trotzdem eine tolle weiche und greifbare Textur. Ein wirklich schöner, entspannender Tee - in seiner Kategorie als Shu bewertet definitiv einer der Besten, die ich bisher hatte - im vergleich zu den anderen Shengs des Aged Sample Sets aber dennoch "nur" ein Shu
  11. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Schöner ausführlicher Bericht, @Shibo
  12. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @topic: Heute ist der vorletzte Tee aus dem Aged Sample Set von prSK im Kännchen - der 1999 Haiwan Yiwu Wild Tea. Der Tee dürfte vermutlich zu Beginn seiner Laufbahn einiges an Feuchtigkeit abbekommen haben, was inzwischen aber wieder gut getrocknet ist: die Optik und Weichheit bleibt, von Moder jedoch keine Spur. Außerdem wirkt er älter als er ist - der Charakter erinnert eher an manchen (vermeintlichen) 80er - gepaart mit einer zimtigen Süße und einem interessanten Abgang, der mich zumindest zu Beginn ganz leicht an Katsuobushi erinnert (klingt vielleicht etwas komisch, gefällt mir aber gut). Interessanterweise erinnert mich der Tee obwohl definitiv ein Sheng etwas an einen (sehr guten) Shu. Leider ist er sehr leicht und kann weder eine spannende Textur noch ein nennenswertes Qi bieten - dennoch alles in allem ein schöner, ruhiger und "würdevoller" Tee!
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Kann dem nur zustimmen. Wie du schon sagtest: Man kann nicht 100% herausschmecken und spüren aber Peter ist da schon extrem gut drin - ein Thema, über das ich mich auch viel mit ihm unterhalte - @GoldenTurtle würdest du ihn kennen, wärst du evtl. anderer Meinung
  14. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi na immerhin eine 2+ Mir gefällt gerade dieser Tee und der andere LBZ Blend (Ancient Arbor) auf Grund des intensiven Qis sehr gut - dieser hier ist auf Grund des Bulang-Anteils aber schon etwas derber. Aber wie du auch festgestellt hast sind die Tees so vielschichtig, dass bisher keine Session wie die andere war - unterschiedliche Keramik multipliziert das ganze natürlich noch - die Tees machen schon Spaß
  15. Vergleich von Unterschieden in der Shengproduktion

    Hm, meinst du, dass es wirklich so simpel ist? Würde mich um ehrlich zu sein wundern, wenn es nur am PH-Wert liegt, dass ein billiger Häcksel-Bulang (von kleinen Büschen) auf den Magen schlägt und ein hochwertiger Bulang (Dashu/Gushu) nicht. Wurde das schon mal überprüft (bei Tee und nicht bei Wein)? Lass mich natürlich gerne eines besseren belehren - (<ironie>) wäre ja prima: einfach ein PH-Teststreifen in Tee hängen und schon weiß man, ob es ein guter Tee ist oder nicht, man muss ihn noch nicht einmal probieren (</ironie>)