doumer

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  1. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Hah, das ist ja überraschend! Handelt es sich um den selben Tee wie hier? Fand den gar nicht so un-bitter Na dann wird es ja höchste Zeit, dass mal wieder ein Baotang ins Schälchen kommt
  2. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Hört sich sich ja fast wie ein Pu an
  3. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist der letzte Tee des Aged Sample Sets von prSK im Kännchen: der 25 years old Shu, der einzige Shu aus dem Set. Auch wenn Produzent und genaues Alter unbekannt ist, ist es doch sehr wahrscheinlich, dass dieser Tee vor 2000 produziert wurde, da im Gegensatz zu neueren Produktionen deutlich weniger fermentiert wurde (zumindest was die Teefrabriken betrifft). Und genau das gefällt mir hier sehr gut: absolut keine Spur von dem typischen Shu-Charakter, der selbst in sehr guten modernen Shus wie z.B. von Yu vorhanden ist (damit ist aber nicht wo dui wei gemeint!) und wüsste ich es nicht besser, wäre ich mir bei einer Blindverkostung auch gar nicht so sicher, ob es ein Shu oder Sheng ist - ähnlich wie bei dem grandiosen 1997er Black River Mountain von David Lee Hoffmann. Zu Beginn kann man dem Tee sogar trotz dem Alter und dass es sich um einen Shu handelt etwas schöne Bitterkeit entlocken, die allerdings bereits ab dem 3. Aufguss verschwindet und platz für eine sehr weiche Süße macht. Der Tee ist zwar für einen Shu recht leicht, hat aber trotzdem eine tolle weiche und greifbare Textur. Ein wirklich schöner, entspannender Tee - in seiner Kategorie als Shu bewertet definitiv einer der Besten, die ich bisher hatte - im vergleich zu den anderen Shengs des Aged Sample Sets aber dennoch "nur" ein Shu
  4. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Schöner ausführlicher Bericht, @Shibo
  5. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @topic: Heute ist der vorletzte Tee aus dem Aged Sample Set von prSK im Kännchen - der 1999 Haiwan Yiwu Wild Tea. Der Tee dürfte vermutlich zu Beginn seiner Laufbahn einiges an Feuchtigkeit abbekommen haben, was inzwischen aber wieder gut getrocknet ist: die Optik und Weichheit bleibt, von Moder jedoch keine Spur. Außerdem wirkt er älter als er ist - der Charakter erinnert eher an manchen (vermeintlichen) 80er - gepaart mit einer zimtigen Süße und einem interessanten Abgang, der mich zumindest zu Beginn ganz leicht an Katsuobushi erinnert (klingt vielleicht etwas komisch, gefällt mir aber gut). Interessanterweise erinnert mich der Tee obwohl definitiv ein Sheng etwas an einen (sehr guten) Shu. Leider ist er sehr leicht und kann weder eine spannende Textur noch ein nennenswertes Qi bieten - dennoch alles in allem ein schöner, ruhiger und "würdevoller" Tee!
  6. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Kann dem nur zustimmen. Wie du schon sagtest: Man kann nicht 100% herausschmecken und spüren aber Peter ist da schon extrem gut drin - ein Thema, über das ich mich auch viel mit ihm unterhalte - @GoldenTurtle würdest du ihn kennen, wärst du evtl. anderer Meinung
  7. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi na immerhin eine 2+ Mir gefällt gerade dieser Tee und der andere LBZ Blend (Ancient Arbor) auf Grund des intensiven Qis sehr gut - dieser hier ist auf Grund des Bulang-Anteils aber schon etwas derber. Aber wie du auch festgestellt hast sind die Tees so vielschichtig, dass bisher keine Session wie die andere war - unterschiedliche Keramik multipliziert das ganze natürlich noch - die Tees machen schon Spaß
  8. Vergleich von Unterschieden in der Shengproduktion

    Hm, meinst du, dass es wirklich so simpel ist? Würde mich um ehrlich zu sein wundern, wenn es nur am PH-Wert liegt, dass ein billiger Häcksel-Bulang (von kleinen Büschen) auf den Magen schlägt und ein hochwertiger Bulang (Dashu/Gushu) nicht. Wurde das schon mal überprüft (bei Tee und nicht bei Wein)? Lass mich natürlich gerne eines besseren belehren - (<ironie>) wäre ja prima: einfach ein PH-Teststreifen in Tee hängen und schon weiß man, ob es ein guter Tee ist oder nicht, man muss ihn noch nicht einmal probieren (</ironie>)
  9. Vergleich von Unterschieden in der Shengproduktion

    Sehe ich wie @Lateralus - Bekömmlichkeit ist nicht mit einem Messgerät messbar, daher nicht objektiv. Ich würde z.B. allen Tees von Peter und Yu die Bestnote in Bekömmlichkeit attestieren - mich schockt ein derber Bulang am Morgen auf nüchternen Magen auch nicht
  10. Vergleich von Unterschieden in der Shengproduktion

    Abgesehen von Pauls sehr treffendem Zitat stellt sich in der Tat die Frage, wie können selbst vermeintlich einfache Faktoren messbar sein. Zum Beispiel "schönes Blatt" - ich kann nicht einfach mein Lineal anlegen und ab einer gewissen Länge sagen "ja, das ist schön": Yibang ist generell kleiner als andere Regionen - ist Yibang daher nie schön und mein Baumartiger Huangpian von heute das Nonplusultra? Klingt falsch - und dann wären da ja noch Sonderfälle wie Mao Du Er, Yesheng etc. Und Dragonballs hätten immer einen Vorteil gegenüber Bings, da hier kein Tee herausgelöst werden muss - auch Quatsch. Und sobald es nicht mehr messbar ist, haben wir schon die Objektivität verloren.
  11. Vergleich von Unterschieden in der Shengproduktion

    Naja, aber dann sagt die Bewertung doch nichts mehr aus, dann sind es lediglich Metadaten. Klar, das hilft bei der Einordnung hinsichtlich Qualität, aber ein noch so perfekt produzierter, in allen technischen Aspekten glänzender, gesichtsloser Sheng ist und bleibt genau das: nett, aber gesichtslos - in Kürze wieder vergessen oder einer unter vielen und insofern nichts, was mir gefällt, auch wenn er qualitativ gut sein mag. Das ist das, was ich in meinem letzten Post zwecks Subjektivität meinte Ich erkenne aber klar den Nutzen von solchen Metadaten - vielleicht wäre ein zweigeteiltes System sinnvoll: objektive Punkte + persönlicher Geschmack als gesonderter Parameter für eine Gesamtnote? Hmmm...
  12. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi da fällt mir spontan einer ein, mit dem ich Anfangs Schwierigkeiten hatte (sofern man 2013 als "älter" bezeichnen darf): Der 2013er Yiwu HuangYe Autumn. Der hat mir beim ersten Versuch überhaupt nicht gefallen - vielleicht rächt sich doch manchmal meine etwas zu laxe Art der Zubereitung @topic: Heute ist der 2013er Private Pressing No Label Yiwu Huangpian im Kännchen, den es vor einiger Zeit bei Emmet zu erwerben gab: Also auch wenn ich bei einem Huangpian schon derbes Blattgut erwartet habe - was hier für "Bäume" verarbeitet wurden ist schon bemerkenswert (siehe Bilder mit Größenvergleich)! Und auch das Aroma des Bings hat einen bemerkenswerten Duft nach getrockneten Blumen und Heu vom letzten Jahr (in einer alten Scheune in der Sommersonne): Richtig schön warm und einladend, recht blumig aber auf eine Art, die mir gut gefällt - die Verbindung mit dem Heu unterstreicht die Vergänglichkeit von allem. Und diese Noten finden sich erfreulicherweise auch im Geschmack der ersten 4 - 5 Aufgüsse wieder, zusammen mit einer etwas bitter-adstringenten, groben Note (bei dieser Dosierung) ein schön "uriger" Sheng, der jedoch nicht zu heftig ist (geht das überhaupt?). Ab dem 5. Aufguss sind die Heu-Noten jedoch verflogen und es folgt eine etwas unentschlossene adstringent-süße-strohige Phase, die später in eine angenehme Süße ausklingt. Für den Preis auf jeden Fall ein Schnäppchen und wenn die initiale Phase länger halten würde, wäre sogar noch fast ein Stern mehr drin gewesen...
  13. Vergleich von Unterschieden in der Shengproduktion

    Puh, allerdings! Nope, leider nicht Qualität vom eigenen Geschmack zu trennen ist sicherlich eine gute Idee für ein möglichst "neutrales" Bewertungssystem (was wie an anderer Stelle gesagt unmöglich ist, wenn man es nicht auf eine chemische Analyse reduziert und somit des Sinns beraubt) - aber abgesehen davon, dass mir hierfür die Erfahrung fehlt, stellt sich auch die Frage der Intention: Ich bin nicht Stiftung Warentest oder ähnliches sondern ich habe meine Teeliste (so egoistisch das auch klingen mag) primär als Erinnerungsstütze, Logbuch für die Entwicklung (sowohl vom Tee als auch von mir ) und Versuch auszuloten, welche Tees mir Freude bereiten, gestartet und daher ist für solch einen Anspruch viel zu viel Subjektivität eingewoben.
  14. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @GoldenTurtle ist dir aufgefallen, dass die verschiedenen Tees von Peter (also die verschiedenen Regionen der 2019er) eine unterschiedliche Aufgussfarbe haben? Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Tees entwickeln - und in Anbetracht der älteren Tees von ihm bin ich da auch guter Dinge (siehe Hinweis zum Thema Produktion in deinem anderen Thread).
  15. Vergleich von Unterschieden in der Shengproduktion

    Ah, de fällt mir ein evtl. interessantes Testobjekt ein: der 2012er Manzhuan Huangshan von Yu im Verlgeich zum 2013er Man Zhuan von Peter: Gleiche Region, nur durch ein Jahr getrennt und zum Kaufzeitpunkt nahezu identisch bepreist: Notiz Yu, Notiz Peter - der Tee von Peter ist hier haushoch überlegen. Auch das für mich ein Indiz, dass Peter nicht mit "faulen Tricks" spielt, um kurzzeitig den Geschmack im Jungen Stadium zu pushen. Ansonsten kenne ich bis auf den 2008er Yiwu Wild Arbor keine älteren Shengs von Yu - und der gefällt mir gar nicht: siehe hier.
  16. Vergleich von Unterschieden in der Shengproduktion

    Hm, interessant! Auch wenn Prozentangaben ohne konkrete Aussagen der Produzenten recht müßig sind, ist das ein interessanter Punkt: Darüber habe ich mich auch mit Peter unterhalten (Disclaimer: ist schon über 6 Monate her) und seine Tees sind eben NICHT "zu grün" (oder wie auch immer man das nennen möchte) produziert sind. Ein Experiment in diese Richtung war z.B. der 2019er Hekai Danzhu, der nie in den Handel gekommen ist: Er hatte diese neue Art zu Produzieren letztes Jahr kennen gelernt (unter anderem bei einem sehr hochwertigen, sehr sauber produzierten Hekai, den er über Connections vor Ort bekommen hat und den ich auch probieren durfte - der hat WIRKLICH an Grüntee erinnert!), war aber auch nicht davon überzeugt da er hier ebenfalls (mögliche) Probleme bei der Alterung sieht - daher hat er und Liou (sein Freund vor Ort in China, der schon länger als er im Geschäft ist und mit dem er zusammen produziert) sich dagegen entscheiden - eben bis auf dieses Experiment, was zwar momentan durchaus spannend ist, aber definitiv anders. Es kann natürlich sein, dass Shaqing-Grad im Vergleich zu Yu generell niedriger ist, aber es wurde auf jeden Fall nicht mit diesem Ziel wie z.B. von William produziert. Dagegen spricht meines Erachtens nach auch die Erfahrung mit den etwas älteren Shengs von Peter (die nicht selbst produzierten Shengs sind bei der Betrachtung natürlich außen vor gelassen): den ältesten Sheng, den ich von ihm probieren durfte ist ein 2008er Bangpen: intensiver Geschmack und viele Facetten, hier ist auf jeden Fall nichts verflogen - andererseits ist Bangpen natürlich ein generell eher kräftige Region und ich habe den Tee erst 9 Jahre nach der Pressung probiert die ältesten offiziell erhältlichen Shengs von Peter, die ich (teilweise) auch als Bing habe (da nur ein Sample als Beurteilungs-Grundlage meist etwas dürftig ist) stammen von 2011: auch hier alles klasse Tees bei denen nix eingeschlafen ist der älteste Sheng von ihm, den ich ich "größeren Mengen" (sprich mehr als 1 Bing - schließlich bin ich kein Chinese, der sich Tonnenweise Tee in Keller stellen kann (was ich ohnehin keinen habe) ) habe und daher auch etwas öfter trinke ist der 2013er Man Zhuan: Ein wunderschöner, intensiver Tee! Im Gegensatz zu Bangpen ist Manzhuan jetzt auch nicht unbedingt als die Haudrauf-Region bekannt aber andererseits stammt der Tee nur von 2013, in sofern noch nicht wirklich alt... Ganz genau! Frag mich in 10 Jahren nochmals - natürlich kann ich dann nur zu den wenigen Tees was sagen, von denen ich mehr als nur einen Bing habe (und sie dann noch nicht komplett weg sind ) aber ich bin guter Dinge, dass die Tees auch dann noch trinkbar sind Letztlich ist mir auch relativ egal, ob die Tees in 50 Jahren perfekt gereift sind oder nicht, wenn die ganzen 7542er erst langsam trinkbar werden: Ich kaufe Tee zum trinken, um die Veränderung des Tees mitzuerleben (was natürlich nur beim Trinken möglich ist) und als Ruhepol in dieser hektischen Welt (was genau so Trinken bedeutet) und NICHT als langfristiges Investment-Objekt - wer weiß, ob ich den nächsten Atemzug noch erlebe oder nicht. Und wenn sich in ein paar Jahren herausstellt, dass sich der eine oder andere Bing, der mir gefällt, nicht "optimal" entwickelt hat oder Tendenzen zeigt, unterzugehen: was soll's ich hatte meine Freude daran. Dann wird der Tee aufgetrunken und der nächste kommt ins Kännchen - ich hab ja zum Glück keine Palette davon rumstehen. @mods: sorry für die vielen Links, aber ich denke, das macht die Sache einfacher - wenn das nicht OK ist bitte entfernen
  17. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Nach ein paar Abschweifungen und Wiederholungen geht es heute mit dem Aged Sample Set von prSK weiter (ich bin zugegebenermaßen immer noch nicht durch ) - und zwar mit dem 2009er Yibang: Ein sehr schöner, klarer Yibang, der inzwischen immerhin schon 10 Jahre in Taiwan reifen durfte - was man durchaus auch merkt - im Vergleich zu den beiden billigen Liming-Tees, die eigentlich zwei Jahre älter sind, wirkt dieser deutlich reifer (hier und hier - interessanterweise verhält es sich mir dem 2009er Liming BGT genau so - vermutlich luftigere Pressung da weniger zerhaktes Blatt, aber ohne kompletten Bing lassen sich hier nur Vermutungen anstellen). Er ist nicht ganz so würzig wie einige der jüngeren Yibang-Shengs die ich kenne - lediglich in den ersten 5 oder 6 Aufgüssen ist eine leicht scharfe, bitter-adstringente Note vorhanden - dafür kann er mit einer sehr interessanten nussigen, leicht vanilligen Mandel-Note aufwarten, die von einer leicht holzigen Süße begleitet wird. Gerade in den ersten Aufgüssen lässt mich das etwas an Amaretto denken (oder genauer gesagt, da ich keinen Alkohol trinke, an selbst gemachte Dattel-Amarettini). Dazu gibt es ein recht intensives Qi, was sich in der Stirn- und Nasen-Region manifestiert - zwar fließt dieses nicht ab und hat dieses zwar keinen Tiefenentspannenden Effekt, dennoch sehr angenehm und die Nase macht's frei! Lediglich einen Kritikpunkt habe ich: Der Tee ist sehr leicht was den Körper betrifft und auch die Textur ist nichts spannendes - dennoch insgesamt ein schöner Tee der mich noch den Rest des Tages begleiten wird.
  18. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Und heute das andere Liming Sample: Der 2007er Everlasting Aroma. Dieser Tee schlägt in die selbe Kerbe wie der ähnlich opulent benamte "Golden Peacock" von Liming - ein typischer, adstringenter Factory-Sheng. Aber der Grundcharaktert ist etwas anders: weniger floral, dafür mehr Weihrauch - gefällt mir um ehrlich zu sein ein Tick besser als der Golden Peacock, aber nicht genug, dass es für eine bessere Bewertung reicht.
  19. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute ist der 2019er Bai Yin Shan von Tea Encounter im Kännchen: Dieser Tee besteht im Gegensatz zu den anderen Tea Encounter Eigenpressungen aus Yesheng-Material von einer Region (Bai Yin Shan), die mir um ehrlich zu sein nichts sagt, daher hatte ich im Vorfeld auch keine Idee, in welche Richtung dieser Tee geht. Es handelt sich hier um die fruchtige, dezente Yesheng-Variante, ähnlich wie z.B. der 2017er Wuliang Wild von EoT - also wirklich SEHR dezent und nicht bitter zu bekommen, egal wie lange man ihn ziehen lässt. Für meinen Geschmack zu dezent und leicht aber das Aroma des nassen Blattes ist wirklich einzigartig: tropisch, wie Multivitaminsaft mit einem Schwerpunkt auf Maracuja und dabei erfrischend "grün" - ein wahrer Sommertee! Im Geschmack finden sich die Noten zwar auch, jedoch nicht so intensiv wie im Aroma - dennoch durchaus spannend.
  20. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute kommt endlich mal eines der Liming Samples von YS ins Kännchen: Der 2007er Golden Peacock. Ein klassischer Factory-Sheng im Stile der typischen Nummern-Tees - (leider) genau das, was ich vor dem Aged Sample Set von prSK (teilweise auch Tees von Liming) unter einem Factory-Sehng verstanden habe: kleinteilig, adstringent, eindimensional und ohne Qi. Positiv zu vermerken ist, dass der Tee nicht auf den Magen schlägt und es eine leicht fruchtig-florale Note gibt, gepaart mit einer gewissen Derbheit so dass wenn man am leeren Schälchen riecht fast meinen könnte, man würde einen vernünftigen Tee trinken. Für meinen Geschmack dem 2009er Yiwu BGT von Liming deutlich unterlegen - aber bei einem Tee, der einen solchen Namen benötigt war das schon fast zu erwarten. Eigentlich ein Sheng, den ich aus einem sehr offenporigen Kännchen von Petr Novak trinken würde (wenn überhaupt) - mal schauen, evtl. hab ich heute Abend noch Muße das mit dem Rest auszuprobieren.
  21. Absolut empfehlenswert! Auf Grund "erhörtem Wasserbedarf" hab ich zwei von den Krügen, die abwechselnd geleert werden, damit das Wasser genügend Zeit zum stehen hat - so ist Brita-Wasser gut verwendbar
  22. W2T minderwertige Tees?

    Scott ist der Mann hinter Yunnan Sourcing. Zum Thema W2T: wie @GoldenTurtle schon sagte minderwertig sind die Tees keinesfalls, die teuren bestehen definitiv auch aus gutem Material, aber wie auch schon erwähnt sind die Tees leider immer Blends und meist (wenn man Mal von den Aufnahmen wie Bosch absieht) mit sehr amerikanischem Charakter, d.h. laut und bunt. Quasi der gepimpte, röhrende 3er BMW unter den Shengs ist natürlich Geschmackssache, ob einem das gefällt - ich mag es weniger aufdringlich, dafür tiefergehende. Für mich ist aber der größte Kritikpunkt die Informationspolitik: man kauft die Katze im Sack (teilweise im goldenen Samtbeutel), da absolut nichts zur Herkunft gesagt wird und das zusammen mit dem aggressiven Marketing und den grausigen Wrappern (auch hier gibt es ein paar nette Ausnahmen aber im großen und ganzen wirkt das sehr gezwungen) macht W2T für mein Empfinden extrem unattraktiv. Aber das ist halt wie mit Musik: für die einen ist Metal Kunst, für die anderen Folter - Schallwellen ist es aber in beiden Fällen
  23. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ein wirklich abschließendes Urteil kann man ohnehin erst fällen, wenn der Tee weg getrunken ist - weil nur dann sich nichts mehr verändert Vorher ist es immer nur eine Momentaufnahme - wenn man sich dem aber bewusst ist, finde ich einen Vergleich durchaus fair und wie jegliche Bewertung eben immer subjektiv Vergleiche finde ich jedoch immer sehr spannend! 2017 hatte Peter auf jeden Fall einige schöne Tees im Programm und die die ich von 2016 habe (leider nur 2 - sonst hatte ich nur noch 3 Samples, als ich mit meiner Teeliste begonnen habe) sind Hammer...
  24. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich beschließe das Jahr mit dem Tee, der für mich 2019 geprägt hat: der Rareness 5 von prSK: Auch ein halbes Jahr später hat der Tee für mich nichts von seinem Charme verloren: Er vereint alle Aspekte, die ich in einem guten Sheng suche in sich. Ein facettenreiches, sich wandelndes Geschmackserlebnis das (bei dieser Dosierung) mit einer schönen Bitterkeit startet und mit der Zeit immer süßer wird, wobei sich die von Beginn an subtil vorhandene Fruchtigkeit zu der schon erwähnten einzigartigen Birnen-Note steigert, komplementiert durch eine unterschwellige "Fülle" und Derbheit, die sich vor allem auch im intensiven Stallaroma im leeren Schälchen zeigt. Eine intensiver, voller Körper mit schwerer Textur, die jedoch nie aggressiv ist (selbst bei den ersten, bitteren Aufgüssen) sondern immer elegant und ölig-geschmeidig bleibt und ebenso wie die Geschmacks- und Aroma-Komponenten immer von einer eloquenten Subtilität, die jedoch wie z.B. bei dem 2017er Yiwu Guoyoulin von EoT immer durchblicken lässt, dass da einiges an Kraft im Hintergrund steht. Im kleinen Ton-Porzellan-Kännchen von Jan Pavek verschiebt sich der Fokus etwas mehr in Richtung Geschmack als in Richtung Körper/Textur - was hier dem Genuss aber keinen Abbruch tut (das Schälchen von Kato Juunidai passt mit seiner geschmeidigen Celadon-Glasur nicht nur zu dem Kännchen sondern auch wunderbar zu dem Tee und ist mir inzwischen (meist) deutlich lieber, als das zwar sehr schicke aber alles andere als neutrale Schälchen von Jan, das ich zusammen mit dem Kännchen erstanden habe)! Und natürlich nicht zuletzt das super schön entspannende Qi - intensiv aber auf eine entspannte Art und Weise, ohne unnötige Aufgeregtheit und Lärm - so ist mir das am liebsten! Für mich definitiv DER Tee des Jahres 2019.
  25. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi ich hab nur die Vorbestellerpreise in RMB - umgerechnet lag der damals bei knapp 88€, dürfte also vermutlich aktuell um die 100€ oder so liegen. Fairer Preis für die Leistung! @GoldenTurtle woha, da hätte ich Schiss um mein Kännchen - hast du das langsam angewärmt oder volles Risiko?