Entchen19

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    Entchen19 reagierte auf Charyu für Ein Blogeintrag, Pu Erh delight   

    Mein liebes Teetagebuch,
    beim Herumexperimentieren mit Oolong kam ich auf die Idee die Methode mit geringer Einwaage auf meinen Pu Erh zu übertragen. Anlass war die Überlegung mal nicht zig Aufgüsse zu produzieren. Nicht mal fast nur einen ganzen Tag an einer Sorte kleben bleiben und sich nen ordentlichen Teebauch anzusüffeln (s. Foto oben). 
    Die Frage, was mein neues Teespielzeug, der lachende Buddha der Zukunft, wohl im Sack verstaut hat, den er so fest mit seiner rechten Hand umklammert, stellt sich mir immer wieder, wenn ich ihn ansehe. 
    Und an dieser Stelle möchte ich doch gleich mal die Füllmenge meines Jianshui Equipments fest halten, damit ich es nicht wieder aus­li­tern muss, sondern hier nachlesen kann.
    Jianshui Dragon Egg = 275ml bis oberer Rand Jianshui Gaiwan = 150ml, auf die ich gewöhnlich mit Teewasser auffülle, knappe 200ml bis oberer Rand Glaspitcher = Füllmenge bis 400ml Bisher hatte ich ja grundsätzlich im Gong Fu Cha Stil zubereitet. Also mit einer Einwaage von 5 bis 8 Gramm auf diese Kanne. Aus dem Gaiwan trinke ich lieber. Wenn ich den zum Aufgießen nehme, gibt es immer so ein ordentliches Geplätscher. Worauf ich nicht immer so den großen Bock habe. 
    Also dachte ich mir, Einwaage verringern und Ziehzeiten verlängern. 
    3g auf die Kanne Kurzer Spülgang mit wenig (heißem) Wasser, Blätter mindestens 5 Min. im Dampf der heißen Kanne wecken. 3/ 2/ 3/ 5 Min. Ziehzeit als Faustregel, Abwandlung je nach Stärke des verwendeten Pu's und der Stärke des Pu's auf die ich gerade Lust habe.  Natürlich verwende ich bei Pu Erh mein Leitungswasser. Später hab ich aber festgestellt, dass ein Schuss Mineralwasser zum Leitungswasser diesen oder jenen Shou ein wenig aufzupeppen vermag. Er wird etwas spritziger. Das finde ich zwar nicht unbedingt nötig, aber je nach Lust und Laune abwechslungsreich. 
    Je nach Pu, hab ich dann so zwischen 3 und 5 genießbaren Aufgüssen heraus geholt, mein Ziel damit also erreicht. 
    Überdies: 3 x 275ml = 825ml; 5 x 275ml = 1,375 Liter 
    Das Ergebnis hat mich dann allerdings doch positiv überrascht! Mehr Tiefe im Geschmack, reichhaltiger und Vielfalt der Aromen, samtige Textur.
    Diese Zubereitung muss ich mir unbedingt als Alternative zu Gong Fu Cha merken, weshalb ich Sie Dir, liebes Teetagebuch, mit Freude anvertraue. 
    Aber wie nennt man dieserart Zubereitung gängiger Weise ? Ist es der so oft erwähnte westliche Stil ? 
    Na, vielleicht bekomme ich ja mal eine Antwort aus dem Forum. Bisher erschien es mir nämlich immer so, als verstünde Jeder etwas Anderes darunter. Eine eindeutige Definition hab ich nämlich nicht gefunden. 
    Und so hab ich meine Fantasie etwas spielen lassen. Erst dachte ich an Shou light. Doch ich hatte ja auch gereiften Sheng damit probiert und war ebenso angetan. Ein Titel sollte kurz und knackig sein und wenn möglich selbsterklärend. Also Pu Erh. Aber "light" ? Nach einem Blick ins Englisch - Deutsche Wörterbuch, erschien mir die Bedeutungsvielfalt doch zu groß. "delight", wie "das Vergnügen", "das Entzücken", "die Wonne" im Hinblick auf die Gaumenfreude, die ich beim Trinken des so zubereiteten Pu Erh empfand, erschien mir dann schon passend. Und so hab ich es gemacht. 
    So, mein liebes Teetagebuch, bis demnächst und Tschö mit Ö  
     
     
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    Entchen19 erhielt eine Reaktion von joha für Ein Blogeintrag, Japanischer Grüntee? Nicht für mich! Oder doch? – Bancha, Hojicha & Genmaicha für erholsame Nächte   
    So, wie angekündigt kommt jetzt mein erster Eintrag zu einigen der Tees, die mich momentan begleiten.
    Gerade bei diesen Teearten war ich am Anfang baff erstaunt, dass sie mir so gut schmecken.
     
    Denn in der Vergangenheit war mein Verhältnis zu grünem Tee eher mit sehr gemischten Gefühlen überschattet.
     
    Nach meiner intensiven Schwarzteephase als Jugendliche und junge Erwachsene, bin ich irgendwann eher in Richtung Kräutertee (oder Infusionen, wie es ja richtig heißen soll) gegangen und fast ein Jahrzehnt dort geblieben.
    Diese waren immer total unproblematisch. Niemals bitter, in hundert verschiedenen Mischungen erhältlich und nachdem man seine Lieblinge und Hasskandidaten an Zutaten mal heraushatte, ein super Begleiter, um auch die tägliche Trinkmenge super unkompliziert aufzufüllen.
     
    Zu dieser Zeit waren meine Berührungen mit grünem Tee immer Enttäuschungen gewesen, was rückblickend auch an meiner Unkenntnis lag bzw. der meiner Gastgeber, die wir den Tee immer zu heiß aufkochten.
     
    Das Ergebnis war ein japanischer Grüntee mit einem unangenehm „fischigen“ Geschmack, den mir auch niemand mit: „Der ist gesund“, schönreden konnte.
    Ich mochte ihn einfach nicht und konnte die Faszination nicht verstehen.
    Und ich vermisste ihn auch nicht, ich war glücklich mit meinem Kräutertee.
     
    Tja, und dann kommt das Leben, wie es nun einmal so spielt und stieß mich erneut auf grünen Tee.
     
    Dieses Mal aber auf chinesischen, der dann auch richtig aufgegossen wurde.
    Und siehe da: Er schmeckt mir!
     
    Eine neue Welt begann ihre Tür für mich zu lüften und ich schob mich begeistert hindurch.
    Es waren mehrere Berührungspunkte, die dann zusammenkamen: Teeseminare, Frühstück im Hotel mit vernünftigen Teesorten und ähnliches.
     
    Und irgendwann Anfang des Jahres stieß ich dann auf einen Gunpowder und ähnliche Grüntees mit hohem Teeingehalt.
    Nach einigen, für mich total untypisch, schlaflosen Nächten, zog ich endlich die Verbindung zwischen einem „am Abend ab 18 Uhr endlich meinen grünen Tee genießen“ und dem „ich liege wach im Bett und weiß nicht warum“.
    Also fing ich an zu forschen und erkannte die Ursache des Problems.
     
    Und jetzt? Ich konnte mir doch nicht unter der Woche den grünen Tee versagen, damit ich schlafen konnte?
    Und vor 18 Uhr klappte es nun einmal kaum in der Woche ...
     
    Auch hier kam mal wieder der Zufall zu mir und schubste mich in die richtige Richtung.
     
    In meinem Teecafe, in das ich bei einem Ausflug zielsicher zusteuerte, gab es viele verschiedene Tees zur Auswahl und unter den ganzen Varianten fiel mir eine ins Auge:
    Grüner Tee: teeinarm, geröstet.
    Ich machte meine Bekanntschaft mit Hojicha.
     
    Und ich war sehr angetan von dem Geschmack.
     
    Zurück zuhause wurde das Netz nach teeinarmen Sorten durchsucht und siehe da, ich stolperte über Bancha & Hojicha., sowie Genmaicha.
     
    So, nach diesem kleinen Ausflug geht es jetzt endlich zum eigentlichen Inhalt des Blogs.
     
    Meine Erfahrungen mit verschiedenen Banchas & Hojichas.
     
    Eines noch vorweg:
    Bisher habe ich noch keinen der drei getrunken, der mir gar nicht geschmeckt hat.
    Beim Genmaicha habe ich noch nicht viele versucht, aber alle waren ähnlich und ich finde den Geschmack von „Rice Krispies“ lecker, denn er erinnert mich total an meine Kindheit.
     
    Bei den Banchas und Hojichas sieht es schon was besser aus, daher werde ich jetzt auf diese besonders eingehen:
     
    Genmaicha aus dem ASIA Markt: gut & günstig und lecker
     
    Bei den Banchas habe ich bisher einen von TG getrunken, die übrigen sind von Torii Tea bestellt.
    TG Bancha - lässt sich sehr gut trinken, er hat den für mich typischen Bancha Geschmack ohne große Ecken und Kanten oder Höhen und Tiefen. Einfach schön, um abends einmal in Ruhe auszuspannen, ohne noch großartig vom Teegenuß aufgewühlt zu werden.
     
    Bei den Banchas von Torii Tea merke ich schon einen Unterschied, diese sind etwas tiefer im Geschmack, ausgefallener und nicht so „nichtssagend“. Da ich aber noch nicht intensiv genug gekostet habe, enthalte ich mich noch einer Reihenfolge, diese folgt demnächst einmal.
    Bancha Matsukusa
    Bancha Akifuyu
     
    Bei den Hojicha kann ich das Fazit ziehen, dass mir alle super schmecken. Ich mag dieses Röstaroma und auch Verwandte, die keinen grünen Tee mögen, finden ihn prima.
    Ich kann den Hojichas also als Alltagstee sehr empfehlen.
     
    Hojicha Hotto – intensiver Röstgeschmack, der einige Aufgüsse durchhält. Die Teeblätter sind sehr klein eher wie Schnipsel.
    Hojicha Yugasumi – hier haben wir komplette Blätter und Stengel, die geröstet wurden. Daher ist er in der Tasse spannender. Der Geschmack ist allerdings feiner als beim Hojicha und nicht so ausgeprägt. Auch ist er nicht so ausdauernd bei den Aufgüssen. Trotzdem eine schöne Alternative.
    Hojicha Honoka
    Hojicha Premium - ein schöner Hojicha, deutliches Röstaroma und hält sehr lange an, mit 10gr konnte ich locker 2,5l Tee erzeugen.
     
    So, ich werde die Informationen immer wieder aktualisieren, wenn ich alle Teeproben durchhabe.
     
    Generell kann ich sagen, dass es ein Glücksfall war, über die Teesorten gestolpert zu sein.
    So kann ich meinen grünen Tee auch abends genießen, ohne die Nacht dafür büßen zu müssen :-)
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    Entchen19 erhielt eine Reaktion von SilonijChai für Ein Blogeintrag, Oolong? Bitte nicht noch eine Teesorte ...   
    Ich gebe es zu, das war nicht das erste, was mir in den Sinn kam, als ich das erste mal den Begriff Oolong hörte.
    Es war eher ein relativ unbeteiligter Gedanke von wegen "Noch eine Schwarzteesorte, die so hochgepusht wird".
    Es dauerte einige Zeit, bis mir klar wurde, das Oolong etwas anderes als schwarzer Tee ist.
    Und wenn ich ehrlich bin, ist Oolong der Tee, den ich am kürzesten kenne, hatte ich doch schon als Teenager schon Berührungspunkt mit Pu Erh ;-)
     
    Aber beginnen wir doch am Anfang:
    Meine erste Beührung mit einem Oolong war ein Milky Oolong vor einigen Jahren.
    Er ist seit einigen Jahren gefühlt in Mode und wenn man Teetrinker ist, stolpert man automatisch mal drüber.
     
    Wie das so passiert, sind auch hier die Qualitäten sehr unterschiedlich.
    Die damalige Erstverkostung war dementsprechend vom Urteil her ein "ganz gut, aber nicht weiter erwähnenswert".
     
    Es dauerte bis zu meinen intensiveren Teestudien letztes Jahr, dass ich auch mal richtige Oolongs in meinem Blickfeld hatte.
     
    Und ich gebe ganz offen zu: Ich habe in meinem Leben vorher etwas verpasst.
     
    Irgendetwas an den Oolongtees spricht mich einfach an.
    Ich mag die Art des Rollens des Tees, was irgendwie alleine schon hochwertig aussieht.
    Der Geschmack ist so ganz anders als bei grünem oder schwarzem Tee, dass es mir viel Spaß macht, die Nuancen hier zu entdecken.
     
    Außerdem finden die Oolongs es einfach so kuschelig in meinem Teeset, dass ich sie nur zu gerne dort hineinplatziere :-)
     
    Tja, viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen an dieser Stelle, also gehen wir doch direkt zu meinen Oolongbewertungen über.
     
    Da wäre eine Bestellung von TeaVivre mit:
    Nonpareil Taiwan Li Shan Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea --> flach und fad, kein Nachkaufkandidat
    Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
     
    Getestet habe ich bisher noch keinen davon, nachher wird aber der Li Shan in meinem Kännchen landen.
    Update: So, der Li Shan wurde jetzt verköstigt.
    Mein Fazit: Er hat mehr Volumen und Charakter als meine bisherigen Oolongs. Er ist nicht besser, aber irgendwie intensiver, was vielleicht mit der Röstintensität zusammenhängt.
    Er hat mir auch gut gefallen, wenn er auch etwas schneller ins bittere Abdriften konnte. Aber bei 80 Grad Wassertemperatur war er sehr schön zuzubereiten :-)
    Ich müsste ihn jetzt alleine vermutlich nicht nachbestellen, aber sollte ich bei TeaVivre noch andere gut finden, könnte er mit im Körbchen landen.
     
    Kommen wir zu den anderen Oolongs.
     
    Ich habe einen Tie Guan Yin von Edeltee hier, der schön lieblich und sanft ist, mir fast etwas zu sanft.
    Er ist ein wunderbarer Alltagstee, der kleine Fehler in der Zubereitung nicht allzu böse nimmt.
     
    Der Tie Guan Yin von Cha Dao ist dagegen schon etwas zickiger, d.h. ich muss etwas mehr mit der Wassertemeperatur spielen.
    Dafür belohnt er aber mit mehr Tiefe in der Tasse, mit wechselnderen Nuancen im Tee.
     
    Einen Milky Oolong habe ich auch bereits von Edeltee probieren dürfen, dieser ist natürlich schon leicht, süßlich und mild beim Trinken, wie der Name es ja schon prophezeit.
    Für mich ein leckerer Tee, wobei mir hier etwas die Kanten des Tees fehlen. Aber vielleicht muss ich hier auch einfach nur noch einige andere ausprobieren.
     
    Witzigerweise gibt es einen Oolong, den ich jetzt bereits von zwei verschiedenen Quellen erhalten habe und sehr gerne mag.
    Das ist ein Fo Shou.
    Dies ist momentan tatsächlich mein liebster Oolong.
    Der Tee scheint sich irgendwie beim Trinken im ganzen Mund auszubreiten und ein wunderschönes, volles Aroma zu verbreiten, was mit einer fruchtigen Note endet.
     
    Neben den oben genannten Oolongs habe ich noch einen Rou Gui von Herrn Thamm hier bei mir liegen und ich warte noch auf einen Dong Ding, die ich übrigens auch schon versucht habe in diversen Teehäusern und immer ganz gut fand.
     
    So, das wars es für heute.
    Die Liste wird im Laufe der Zeit sicherlich noch wachsen und ich werde den Beitrag hier laufend aktualisieren.
     
    Bis dahin
    LG
    Entchen
     
    Update:
    Schande über mich, dass ich heute beim Schreiben einen Oolong komplett vergessen habe, dabei ist es einer unserer Favoriten:
    Es ist der Oriental Beauty, ein süßlicher Oolong, stärker geröstet, der mich schon sehr an schwarzen Tee erinnert, aber irgendwie voller ist vom Geschmack.
    Ich habe immer die Assoziation von eisenhaltig, wenn ich ihn trinke, aber im besten Sinn.
    Den Oriental Beauty, den wir kennen, haben wir aus der Tea Lounge in Düsseldorf bezogen, ein sehr schöner Tee.
     
    Update vom 02.08.2015:
    Heute hatte ich einen Da Hong Pao von nannuoshan in der Tasse.
    Aufgebrüht wurden 4gr im 150ml Yixing Kännchen.
    Das ist ein sehr schöner Oolong, ich mag die etwas stärker gebackenen Versionen anscheinend gerne.
    Er war rauchig, aber trotzdem noch ganz leicht blumig und entwickelte gar keine Bitterkeit, was mir sehr gut gefallen hat.
    Er war richtig schön zu trinken und sehr ergiebig, das könnte ein Nachkaufkandidat sein :-)
     
    Aber bis dahin sind noch einige Proben zu kosten.
     
    Update vom 12.08.2015:
    Heute habe ich den Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea von TeaVivre im Kännchen gehabt.
    Beschreibung lautet wie folgt:
    Origin Place: Dayuling Mountain (大禹岭), Taiwan Harvest Time: April 29, 2015 Appearance: tight and full particles, glossy, in dark green color Tea Liquid: clean and transparent, slight greenish golden color Flavor: high and strong floral aroma; tastes sweet and smooth, refreshing and fragrant; has obvious sweet aftertaste and long-lasting flavor. Tea Leaf: in one bud with three leaves form, thick and soft Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep. Low Caffeine: Less than 15% of a cup of coffee
     

    Das ist ein richtig schöner Oolong. Er ist sehr mild gebacken, ein relativ grüner Oolong, daher habe ich ihn bei 80 Grad mit 7gr im 150ml Yixing Kännchen zubereitet.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die grünen Oolongs mir bei etwas weniger Temperatur besser schmecken.
    Bei diesem kommt sehr schön die fruchtige, blumige Note heraus, er ist wirklich süß im Nachgeschmack und hat keinerlei Bitterkeit.
    Trotzdem ist er nicht flach, sondern hat mit jedem Aufguss die Bandbreite an Geschmäckern variiert.
     
    So 4 - 5x kann man ihn aufgießen, danach wird er zu flach.
     
    Der Preis ist mit 50gr für 38,90 auch schon ganz ordentlich, ich würde ihn aber trotzdem als Nachkaufkandidaten ansehen.
    Vielleicht, wenn der Wechselkurs mal wieder günstiger ist
     
    Update vom 18.08.2015:
    Heute gab es den Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea im Kännchen.
     
    Die Beschreibung lautet:
    Originate from Ali Mountain (阿里山) in Taiwan, in an area higher than the altitude of 1000 meters.
     

    Harvest Time: April 20, 2015
      Fresh Leaves: one bud with three leaves Dry Tea: twisted into large full particles, round shape, glossy and dark green Tea Liquid: greenish yellow, clean and bright Aroma: elegant floral aroma and light milk fragrance. Flavor: pure and mild, tastes smooth and round in the month. The tea has a light fragrance of gardenia and milk, feels smooth going down to the throat, with long-lasting sweet aftertaste. Leaf: leaves are soft and tender in complete shape with obvious buds. Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep.  
     

    Ganz ehrlich? Der Tee war mir zu flach und ausdruckslos.
    Schon beim dritten Aufguss verlor er zunehmend an Charakter und wurde sehr fade. Er war zwar schön vom Mundgefühl, aber mehr auch nicht.
    Für 24,90$ für 100gr kein Nachkaufkandidat.
     
    Update 09.09.2015:
    Jetzt hatte ich doch glatt vergessen, für die beiden letzten TeaVivre Oolongs einen Review zu verfassen:
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea
     
    Ich mache es kurz: nichtssagend unscheinbar wäre wohl das richtige Wort.
    Sie ließen sich gut trinken, aber mehr auch nicht, der richtige Genuß fehlte mir.
     
    Ich hatte vor einiger Zeit bei TaiwanSourcing eine Bestellung aufgegeben und folgende Oolongs bekommen:
    1x Alishan High Mountain GABA Oolong Tea - Spring 2015 --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
    1x Robust Cui Yu Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> ganz schön, potenzieller Nachkauf
    1x Jin Xuan "Golden Lily" Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> hmm ... enttäuschend irgendwie
     
    Den obersten habe ich bereits verkostet, ein sehr schöner Oolong mit einer fruchtig-kräuterigen Nachnote, ganz sanft und fast "buttrig" im Mund.
     
    Update 10.09.2015:
    Heute habe ich den Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 gekostet und muss sagen, ich bin enttäuscht.
    Er war irgendwie total flach, hat keine richtigen Aromen entfaltet bei 7,5gr auf 150ml und hat auch nicht lange durchgehalten, nach dem 3ten Aufguss war die Luft schon raus.
     
    Nein, kein Nachkaufkandidat.
     
    Update 11.09.2015:
    Heute gab es den Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014, der mir gut gefallen hat, eine leichte Röstnote, keine Bitterkeit, dafür schön voll im Geschmack und fruchtig. Ein potenzieller Nachkaufkandidat.
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    Entchen19 erhielt eine Reaktion von joha für Ein Blogeintrag, Japanischer Grüntee? Nicht für mich! Oder doch? – Bancha, Hojicha & Genmaicha für erholsame Nächte   
    So, wie angekündigt kommt jetzt mein erster Eintrag zu einigen der Tees, die mich momentan begleiten.
    Gerade bei diesen Teearten war ich am Anfang baff erstaunt, dass sie mir so gut schmecken.
     
    Denn in der Vergangenheit war mein Verhältnis zu grünem Tee eher mit sehr gemischten Gefühlen überschattet.
     
    Nach meiner intensiven Schwarzteephase als Jugendliche und junge Erwachsene, bin ich irgendwann eher in Richtung Kräutertee (oder Infusionen, wie es ja richtig heißen soll) gegangen und fast ein Jahrzehnt dort geblieben.
    Diese waren immer total unproblematisch. Niemals bitter, in hundert verschiedenen Mischungen erhältlich und nachdem man seine Lieblinge und Hasskandidaten an Zutaten mal heraushatte, ein super Begleiter, um auch die tägliche Trinkmenge super unkompliziert aufzufüllen.
     
    Zu dieser Zeit waren meine Berührungen mit grünem Tee immer Enttäuschungen gewesen, was rückblickend auch an meiner Unkenntnis lag bzw. der meiner Gastgeber, die wir den Tee immer zu heiß aufkochten.
     
    Das Ergebnis war ein japanischer Grüntee mit einem unangenehm „fischigen“ Geschmack, den mir auch niemand mit: „Der ist gesund“, schönreden konnte.
    Ich mochte ihn einfach nicht und konnte die Faszination nicht verstehen.
    Und ich vermisste ihn auch nicht, ich war glücklich mit meinem Kräutertee.
     
    Tja, und dann kommt das Leben, wie es nun einmal so spielt und stieß mich erneut auf grünen Tee.
     
    Dieses Mal aber auf chinesischen, der dann auch richtig aufgegossen wurde.
    Und siehe da: Er schmeckt mir!
     
    Eine neue Welt begann ihre Tür für mich zu lüften und ich schob mich begeistert hindurch.
    Es waren mehrere Berührungspunkte, die dann zusammenkamen: Teeseminare, Frühstück im Hotel mit vernünftigen Teesorten und ähnliches.
     
    Und irgendwann Anfang des Jahres stieß ich dann auf einen Gunpowder und ähnliche Grüntees mit hohem Teeingehalt.
    Nach einigen, für mich total untypisch, schlaflosen Nächten, zog ich endlich die Verbindung zwischen einem „am Abend ab 18 Uhr endlich meinen grünen Tee genießen“ und dem „ich liege wach im Bett und weiß nicht warum“.
    Also fing ich an zu forschen und erkannte die Ursache des Problems.
     
    Und jetzt? Ich konnte mir doch nicht unter der Woche den grünen Tee versagen, damit ich schlafen konnte?
    Und vor 18 Uhr klappte es nun einmal kaum in der Woche ...
     
    Auch hier kam mal wieder der Zufall zu mir und schubste mich in die richtige Richtung.
     
    In meinem Teecafe, in das ich bei einem Ausflug zielsicher zusteuerte, gab es viele verschiedene Tees zur Auswahl und unter den ganzen Varianten fiel mir eine ins Auge:
    Grüner Tee: teeinarm, geröstet.
    Ich machte meine Bekanntschaft mit Hojicha.
     
    Und ich war sehr angetan von dem Geschmack.
     
    Zurück zuhause wurde das Netz nach teeinarmen Sorten durchsucht und siehe da, ich stolperte über Bancha & Hojicha., sowie Genmaicha.
     
    So, nach diesem kleinen Ausflug geht es jetzt endlich zum eigentlichen Inhalt des Blogs.
     
    Meine Erfahrungen mit verschiedenen Banchas & Hojichas.
     
    Eines noch vorweg:
    Bisher habe ich noch keinen der drei getrunken, der mir gar nicht geschmeckt hat.
    Beim Genmaicha habe ich noch nicht viele versucht, aber alle waren ähnlich und ich finde den Geschmack von „Rice Krispies“ lecker, denn er erinnert mich total an meine Kindheit.
     
    Bei den Banchas und Hojichas sieht es schon was besser aus, daher werde ich jetzt auf diese besonders eingehen:
     
    Genmaicha aus dem ASIA Markt: gut & günstig und lecker
     
    Bei den Banchas habe ich bisher einen von TG getrunken, die übrigen sind von Torii Tea bestellt.
    TG Bancha - lässt sich sehr gut trinken, er hat den für mich typischen Bancha Geschmack ohne große Ecken und Kanten oder Höhen und Tiefen. Einfach schön, um abends einmal in Ruhe auszuspannen, ohne noch großartig vom Teegenuß aufgewühlt zu werden.
     
    Bei den Banchas von Torii Tea merke ich schon einen Unterschied, diese sind etwas tiefer im Geschmack, ausgefallener und nicht so „nichtssagend“. Da ich aber noch nicht intensiv genug gekostet habe, enthalte ich mich noch einer Reihenfolge, diese folgt demnächst einmal.
    Bancha Matsukusa
    Bancha Akifuyu
     
    Bei den Hojicha kann ich das Fazit ziehen, dass mir alle super schmecken. Ich mag dieses Röstaroma und auch Verwandte, die keinen grünen Tee mögen, finden ihn prima.
    Ich kann den Hojichas also als Alltagstee sehr empfehlen.
     
    Hojicha Hotto – intensiver Röstgeschmack, der einige Aufgüsse durchhält. Die Teeblätter sind sehr klein eher wie Schnipsel.
    Hojicha Yugasumi – hier haben wir komplette Blätter und Stengel, die geröstet wurden. Daher ist er in der Tasse spannender. Der Geschmack ist allerdings feiner als beim Hojicha und nicht so ausgeprägt. Auch ist er nicht so ausdauernd bei den Aufgüssen. Trotzdem eine schöne Alternative.
    Hojicha Honoka
    Hojicha Premium - ein schöner Hojicha, deutliches Röstaroma und hält sehr lange an, mit 10gr konnte ich locker 2,5l Tee erzeugen.
     
    So, ich werde die Informationen immer wieder aktualisieren, wenn ich alle Teeproben durchhabe.
     
    Generell kann ich sagen, dass es ein Glücksfall war, über die Teesorten gestolpert zu sein.
    So kann ich meinen grünen Tee auch abends genießen, ohne die Nacht dafür büßen zu müssen :-)
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    Entchen19 erhielt eine Reaktion von Terrakotta-Krieger für Ein Blogeintrag, Pu Erh? Das ist doch dieser Abnehmtee!?   
    Das war meine erste Berührung mit dem Thema ...
    Da in meiner Familie nur meine Mutter in der beneidenswerten Position ist, einen super Stoffwechsel und den entsprechenden Körperbau zu haben, wurde der Rest der Familie in meiner Kindheit und Jugend in mehr oder weniger großen Abständen mit den diversen unterstützenden Mitteln für Gewichtsabnahmen bekannt gemacht.
     
    Hier gab es irgendwann Mitte bis Ende der neunziger Jahre auch das Thema Pu Erh und prompt wurde er für uns gekauft.
    Die meisten werden wissen, was jetzt kommt:
    Er wurde unter Protest heruntergwürgt ...
     
    Denn rückblickend behaupte ich, war das 99% Müll und vielleicht 1% Ähnlichkeit mit dem, was Pu Erh sein kann.
     
    Bis Mitte letzten Jahres war Pu Erh für mich auch gar keine Art, Tee zu verarbeiten, sondern rangierte in der Assoziation irgendwo bei „sowas wie Roiboos, Honeybush und so“, also irgendeine Baumrinde oder so, die zu Tee verarbeitet wird.
     
    Dass es tatsächlich aus echten Teepflanzen gewonnen wird und auch noch schmecken kann, ist mir erst seit einigen Monaten bekannt.
     
    Inzwischen kann ich, nachdem ich auch Pus in der Tasse hatte, die die Bezeichnung verdienen, und mit meinem gewachsenen Geschmacksbewusstsein (*g*) sagen, dass ich Pus als Tee toll finde.
    Aber ich habe sehr wenig Erfahrung noch damit.
     
    Trotzdem würde ich diesen Blogeintrag nutzen und einmal aufschreiben, was ich bisher gekostet habe und was noch darauf wartet.
     
    Hierbei berücksichtige ich die Pus, bei denen ich Namen und Herkunft halbwegs kenne.
     
    Zuerst einmal zwei Shengs:
    Manzhuan Gushu 2014 --> er hat mir persönlich nicht so gut geschmeckt wie andere Pu, er war mir zu flach und den Preis von 29,50€ pro 50gr einfach nicht wert für das doch seichtere Geschmackserlebnis
    Mengla Mao Cha 2013 --> Ein „Rohtee“ (wobei ich nicht weiß, was das bedeuten soll) mit two leaves and a bud von wilden 300 Jahre alten Teebäumen. Er hat mir recht gut geschmeckt, er war ausgewogen im Geschmack, hatte aber eine schöne Bandbreite an Geschmäckern, von einer fruchtigen bis hin zu einer leichten Holznote. Er könnte ein Nachkaufkandidat sein, wenn es ihn dann noch gibt. Auch fand ich ihn mit 9,90 für 50gr vom Verhältnis her völlig akzeptabel.
     
    Bei Teavivre habe ich mir ein Probensortiment bestellt, aber noch nicht getestet.
    Daher nur der Vollständigkeit halber hier schon einmal die Pus, die Bewertung folgt dann. Ausführliche Beschreibungen des Pflückdatums, der Herstellung und Herkunft erhält man auf der Seite, das finde ich sehr vorbildlich dargestellt hier.
    Für 180gr (jeweils 2x10 gr Packungen) habe ich hier 29,80$ bezahlt, für Proben aus meiner Sicht ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, auch wenn ich die Qualität hier gar nicht beurteilen kann.
    Ich wollte einfach etwas breiter einmal in einen Test gehen (und hatte bestellt, bevor Cha-Shifu sein Probenpaket angepriesen hatte ...)
    Von der Verpackung dem Versand kann ich auch nur positives berichten, ich werde hier also, sofern die Teequalität mir zusagt, sicher wieder bestellen.
     
    Menghai Golden Buds Tribute Ripened Pu-erh Cake 2009 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Ancient Tree Spring Chun Jian Raw Pu-erh Cake Tea 2012 --> ok, kein Nachkauf
    2006 Fengqing Raw Pu-erh Tea Tuocha --> schön, potenzieller Nachkauf
    Fengqing Raw Pu-erh Cake Tea 2006 Paddy Flavor --> irgendwie keine Notizen gemacht, muss noch nachgeholt werden bei den letzten 10gr
    Ripened Aged Pu-erh Mini Tuocha 2007--> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Arbor Tree Ripened Pu-erh Cake Tea 2010 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea 2013 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Old Tree Raw Pu-erh Cake Tea 2013 --> hmm ... kein Nachkauf
    Fengqing Wild Tree Yesheng Raw Pu-erh Tea Cake 2013 --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
     
    So, im nächsten Blog wird es um die Oolongs gehen, auch hier habe ich eine Probe von TeaVivre abgestaubt und daneben noch einige andere versucht.
     
    Bis dann :-)
     
    LG
    Entchen
     
    Update vom 25.07.2015:
     
    So, nachdem ich die ersten Pu's getestet habe, gibt es einen aktuellen Status von mir.
    Ich glaube, auch in diese Art Tee muss man hineinwachsen.
    Ich mag bei den Pu's, die mir dann auch schmecken, dieses "Bauchgefühl", was sie im Magen auslösen.
    Es ist irgendwie ein angenehmes spüren des Magens (ich kann es nicht besser beschreiben )
     
    Der Manzhuan Gushu, den ich bei Erstellen dieses Eintrages noch etwas zu flach fand, kann ich inzwischen mehr abgewinnen, ich entdecke andere Tiefen in ihm, wenn ich ihn auch nicht so abwechslungsreich finde, wie den Mao Cha.
     
    Zwischenzeitlich hatte ich einen 2005er Pu Erh der Shennong Tea Lounge in Düsseldorf erstanden.
    Dies soll ein grüner Pu Erh sein, mehr Informationen habe ich leider nicht erhalten.
     
    Bei diesem merke ich, dass er deutlich "zickiger" hinsichtlich der Wassertemperatur ist als andere Pu's, die ich bisher in der Tasse hatte.
    Er kann den hohen Temperaturen nichts abgewinnen, sondern entfaltet bei gemäßigten 80 Grad den besten Geschmack.
     
    Heute hatte ich 5gr des Fengqing Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea 2013 in der Tasse.
    Die Beschreibung lautet wie folgt:
    Produced in Fengqing (凤庆), Lincang, Yunnan, China Made from 100% pure leaves from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees Leaves Hand-picked between March and May in 2006. Choose high quality leaves during process Mellow earthy sweet taste with flowery flavor Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: Nov 8, 2013

    This Ripe Pu-erh Cake Teavivre choose is from the representative Pu-erh production area Fengqing. Fengqing is the original place of the world-wide famous Dian Hong Tea. And it is also a classic place of Yunnan Pu-erh. It is a place in Lingcang which is one of the four famous Pu-erh production areas. The taste of Fengqing Pu-erh is mellow and sweet, deeper than Pu-erh in other production area. And it usually has the flowery flavor of Dian Hong Tea. The tea leaves used to make this Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea are all pure leaves hand-picked from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees.
     

    Bei diesem Pu merkt man deutlich den erdigen Geschmack, der nicht unangenehm, aber eben präsent ist, er hat für mich diesen besonderen Pu Erh Geschmack. Dabei ist er aber nicht streng, sondern fast lieblich.
    Ich mag ihn gerne, auch wenn ich ihn vermutlich nicht als Cake nachkaufen würde. Der Preis für einen Cake beläuft sich momentan auf 42$.
     
    Aufgegossen habe ich ihn nach kurzer Rinse mit kochendem Wasser dann bei Temperaturen zwischen 85 - 95 Grad. Die Ziehzeiten variierten von 5 bis 20 Sekunden.
    9 Aufgüsse a ~175ml überstehen die genutzten 5gr locker.
     
    Alles in allem also: Die Probe war es wert, verkostet zu werden und 15gr habe ich noch übrig, um mehr von diesem Tee zu erfahren.
     
    So, sobald ich weitere Pus verkostet habe, werde ich den Bericht weiter vervollständigen.
     
    Zu den Oolongs komme ich noch, Schande über mich, aber ich habe es bisher nicht geschafft.
     
    LG und bis dahin.
     
    Update vom 01.08.2015:
    Heute habe ich den Fengqing Ancient Tree Spring Chun Jian Raw Pu-erh Cake Tea 2012 von TeaVivre im Yixing Kännchen, 5gr.
    Wasser zwischen 95 und 80 Grad, Ziehzeiten bis max. 30 Sekunden.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt: Produced in Fengqing(凤庆), Lincang, Yunnan, China Made of 100% pure one bud with one to three tea leaves from 500 to 1000 years old ancient Large-leaf Species. Pressed into well-proportioned cake shape. Leaves Hand-picked between March 10, 2012 and April 20, 2012. Bright yellowish green color, taste soft of first sip, smooth, quick sweet after-taste. Dark green and bloom Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: July, 2012

     

     

    It tastes soft of first sip. The flavor after is light bitter. Then it comes the sweet aftertaste after the swallowing of the liquid, which will stay in your mouth for a long time. If you are talking at that time, it will only take you few minutes to find that your mouth can’t help secreting saliva, and the aroma of the teas lingers there.  

    Im Grunde genommen kann ich das unterschreiben.
    Der Tee schmeckt zuerst mild, dann kommt ein leicht bitterer Geschmack, den ich persönlich ja nicht so mag. Danach füllt er den Mund aber schön aus mit seinem Aroma.
    Angeblich soll er 15 Aufgüsse durchhalten, ich hatte so 8 bei den 5gr Tee.
    Es war ein schöner Pu Erh, aber nicht mein Favorit, er wurde zu den letzten Aufgüssen hin etwas zu flach für meinen Geschmack.
    Kein Nachkaufkandidat für 58$ pro Cake.
     
    Update vom 03.08.2015:
    Heute war der 2006 Fengqing Raw Pu-erh Tea Tuocha von TeaVivre in meinem Kännchen, 4gr auf 150ml, aufgegossen ca. 9mal, Wassertemp von 90 - 95 Grad, Ziehzeiten bis max. 20 Sekunden.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt:
    Produced in Fengqing(凤庆), Lincang, Yunnan, China Made of 100% pure one bud with one to three tea leaves from 50 to 150 years fengqing large tea-leaf speices Pressed into well-proportioned nest shape, which is tight and even. Leaves Hand-picked around April 1 to 10, 2006. Bright yellowish color, taste strong flavor of first sip, quick sweet after-taste. Soft and bright tea leaves after brewing Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: July, 2006.

     

    Aufgrund des Alters habe ich schon ein paar Erwartungen gehabt, genauso aufgrund der Pflückung.
    Und ich wurde nicht enttäuscht, der Tee hat mir gut geschmeckt, er war zwar Pu Erh typisch im Geschmack, aber nicht zu dominant und ich konnte tatsächich das fruchtig-süße herausschmecken.
     
    100gr kosten hier 12,90$ und das wäre der erste potenzielle Nachkaufkandidat für mich.
     
    Update vom 10.08.2015:
    Am Wochenende habe ich zweimal je 5gr vom Menghai Golden Buds Tribute Ripened Pu-erh Cake 2009 verkostet.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt: Original Place: Man’en Village (曼恩村), Mengzhe, Menghai, Yunnan Harvest Time: 2009 Production Date: September 9, 2009 Tea Tree: Yunnan large leaf species. Appearance: exquisite, small, tidy cake with glossy surface. Tea Liquid: dark red color. Flavor: carries a typical strong aroma of ripened pu-erh, tastes mellow, smooth, thick with sweet aftertaste. Tea Leaf: fat and glossy after brewed. Tea Manufacturer: Menghai Ju Ming Tea Factory

     

    200gr kosten hier 24,90€.
    Bei diesem Tee bin ich zwiegespalten.
    Die Bitterkeit war in meinen Augen recht dominant und mir fehlten die Nuancen im Tee.
    Vielleicht schmecke ich sie auch einfach nicht.
    Man konnte den Tee trinken, aber nachkaufen würde ich ihn jetzt nicht.
     
    Da hat mir der weiße Tee, den ich danach getrunken habe, viel mehr zugesagt irgendwie, der hatte Nuancen im Geschmack
     
    Update 12.08.2015:
    Heute gabs nach einem sehr schönen Oolong einen überraschend schönen Pu, den Fengqing Wild Tree Yesheng Raw Pu-erh Tea Cake 2013, 5gr auf 150ml, aufgebrüht mit 95 Grad, ca. 6x
     
    Die Beschreibung lautet:
    Origin Place: Fengqing (凤庆), Yunnan Fresh Leaves: wild tree leaf; one bud with two leaves Harvest Time: March to May, 2013 Flavor: newly made tea with strong and powerful taste; can have better flavor after one year’s storage. Manufacturer: Fengqing Sanning Tea Company Ltd. Production Date: May 18, 2013

     

    Der Tee war für mich eine Überraschung. Dieser typische Pu Erh Geschmack war nur ganz im Hintergrund zu schmecken, stattdessen hatte er eine fast angenehme Süße, kaum Bitterkeit und war ins ich irgendwie rund.
    Auch die Farbe der Tasse mit einem hellen gelb war für mich überraschend, hatte ich jetzt doch viele Pus, die eine sehr dunkle Tasse hatten.
     
    Dieser Pu wäre für ich definitiv ein Nachkaufkandidat, er kostet 62$ für einen Cake.
    Ich freue mich auf die drei Aufgüsse, die ich noch hier habe :-)
     
    Update 16.08.2015:
    Heute gabe es den Ripened Aged Pu-erh Mini Tuocha 2007.
     
    Die Beschreibung lautet: Tea leaves harvested in April 2007 in Simao, Pu’er, Yunnan, China Flaked Pu-erh tea leaves compressed into birds nest shape and individually wrapped Tea brews up a rich mahogany color A complex mellow earthy flavor with a comforting woodsy aroma Low caffeine (less than 10% of the caffeine in a cup of coffee)

     

    Aufgebrüht bei 95 Grad, 5gr auf 150ml.
    Wie beschrieben ist der Aufguss sehr dunkel, fast schwarz.
    Es gibt einen deutlichen erdigen Geschmack, aber nicht muffig oder bitter, eben nur sehr präsent.
    Das muss man mögen, mein Fall ist es nicht so 100%, mir gefallen die leichteren Pus anscheinend mehr.
    Aber er war gut trinkbar, aber kein Nachkaufkandidat, wenn er auch für 8,90$ auf 100gr sehr günstig ist ...
    Dafür habe ich doch zu wenig Spaß beim Trinken.
     
    Update 17.08.2015:
    Heute durfte der Fengqing Old Tree Raw Pu-erh Cake Tea 2013 ins Tässchen.
    Die Beschreibung lautet:
    Origin: Fengqing (凤庆), Yunnan Harvest Time: April 10 - 28, 2013 Age of Tea Trees: 300 to 800 years Appearance: beautiful and smooth, has complete leaves both on the surface and inside. Tea Liquid: yellow with nice aroma Flavor: powerful, typical raw pu-erh’s strong flavor; quick sweet aftertaste, aromatic and lively. Manufacturer: Fengqing Sanning Tea Company Ltd. Production Date: May 18, 2013

    Ich muss sagen, von diesem Tee hatte ich mir mehr erwartet, nachdem mir die anderen Fengqing ja teilweise gut geschmeckt haben.
    Aber obwohl der Tee jetzt nicht direkt zu bitter ist, ist er nichtssagend unscheinbar.
    Weder zu bitter, noch zu erdig, noch zu fruchtig, einfach ... hmmm, und das wars?
     

    Also kein Nachkaufkandidat für mich für 42,90$ pro Cake (400gr).
     
    Heute Abend gab es dann auch den Fengqing Arbor Tree Ripened Pu-erh Cake Tea 2010.
    Die Beschreibung lautet:
    Produced in Fengqing, Lincang, Yunnan, China Made from 100% pure leaves from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees Leaves Hand-picked on 2008. Choose high quality leaves during process Dry Storage, pure taste Mellow earthy sweet taste with flowery flavor Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: 2010

     
    Er ist mir, wie auch die anderen Pus, die jetzt nicht auf meiner Nachkaufliste stehen, einfach zu "puig", d.h. zu erdig.
    Er schmeckt nicht bitter oder muffig, sondern eben dieses typische Pu Erh ist mir zu dominant.
     
    Daher kein Nachkaufkandidat.
    35$ für einen Cake (375gr).
  6. Like
    Entchen19 erhielt eine Reaktion von SilonijChai für Ein Blogeintrag, Oolong? Bitte nicht noch eine Teesorte ...   
    Ich gebe es zu, das war nicht das erste, was mir in den Sinn kam, als ich das erste mal den Begriff Oolong hörte.
    Es war eher ein relativ unbeteiligter Gedanke von wegen "Noch eine Schwarzteesorte, die so hochgepusht wird".
    Es dauerte einige Zeit, bis mir klar wurde, das Oolong etwas anderes als schwarzer Tee ist.
    Und wenn ich ehrlich bin, ist Oolong der Tee, den ich am kürzesten kenne, hatte ich doch schon als Teenager schon Berührungspunkt mit Pu Erh ;-)
     
    Aber beginnen wir doch am Anfang:
    Meine erste Beührung mit einem Oolong war ein Milky Oolong vor einigen Jahren.
    Er ist seit einigen Jahren gefühlt in Mode und wenn man Teetrinker ist, stolpert man automatisch mal drüber.
     
    Wie das so passiert, sind auch hier die Qualitäten sehr unterschiedlich.
    Die damalige Erstverkostung war dementsprechend vom Urteil her ein "ganz gut, aber nicht weiter erwähnenswert".
     
    Es dauerte bis zu meinen intensiveren Teestudien letztes Jahr, dass ich auch mal richtige Oolongs in meinem Blickfeld hatte.
     
    Und ich gebe ganz offen zu: Ich habe in meinem Leben vorher etwas verpasst.
     
    Irgendetwas an den Oolongtees spricht mich einfach an.
    Ich mag die Art des Rollens des Tees, was irgendwie alleine schon hochwertig aussieht.
    Der Geschmack ist so ganz anders als bei grünem oder schwarzem Tee, dass es mir viel Spaß macht, die Nuancen hier zu entdecken.
     
    Außerdem finden die Oolongs es einfach so kuschelig in meinem Teeset, dass ich sie nur zu gerne dort hineinplatziere :-)
     
    Tja, viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen an dieser Stelle, also gehen wir doch direkt zu meinen Oolongbewertungen über.
     
    Da wäre eine Bestellung von TeaVivre mit:
    Nonpareil Taiwan Li Shan Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea --> flach und fad, kein Nachkaufkandidat
    Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
     
    Getestet habe ich bisher noch keinen davon, nachher wird aber der Li Shan in meinem Kännchen landen.
    Update: So, der Li Shan wurde jetzt verköstigt.
    Mein Fazit: Er hat mehr Volumen und Charakter als meine bisherigen Oolongs. Er ist nicht besser, aber irgendwie intensiver, was vielleicht mit der Röstintensität zusammenhängt.
    Er hat mir auch gut gefallen, wenn er auch etwas schneller ins bittere Abdriften konnte. Aber bei 80 Grad Wassertemperatur war er sehr schön zuzubereiten :-)
    Ich müsste ihn jetzt alleine vermutlich nicht nachbestellen, aber sollte ich bei TeaVivre noch andere gut finden, könnte er mit im Körbchen landen.
     
    Kommen wir zu den anderen Oolongs.
     
    Ich habe einen Tie Guan Yin von Edeltee hier, der schön lieblich und sanft ist, mir fast etwas zu sanft.
    Er ist ein wunderbarer Alltagstee, der kleine Fehler in der Zubereitung nicht allzu böse nimmt.
     
    Der Tie Guan Yin von Cha Dao ist dagegen schon etwas zickiger, d.h. ich muss etwas mehr mit der Wassertemeperatur spielen.
    Dafür belohnt er aber mit mehr Tiefe in der Tasse, mit wechselnderen Nuancen im Tee.
     
    Einen Milky Oolong habe ich auch bereits von Edeltee probieren dürfen, dieser ist natürlich schon leicht, süßlich und mild beim Trinken, wie der Name es ja schon prophezeit.
    Für mich ein leckerer Tee, wobei mir hier etwas die Kanten des Tees fehlen. Aber vielleicht muss ich hier auch einfach nur noch einige andere ausprobieren.
     
    Witzigerweise gibt es einen Oolong, den ich jetzt bereits von zwei verschiedenen Quellen erhalten habe und sehr gerne mag.
    Das ist ein Fo Shou.
    Dies ist momentan tatsächlich mein liebster Oolong.
    Der Tee scheint sich irgendwie beim Trinken im ganzen Mund auszubreiten und ein wunderschönes, volles Aroma zu verbreiten, was mit einer fruchtigen Note endet.
     
    Neben den oben genannten Oolongs habe ich noch einen Rou Gui von Herrn Thamm hier bei mir liegen und ich warte noch auf einen Dong Ding, die ich übrigens auch schon versucht habe in diversen Teehäusern und immer ganz gut fand.
     
    So, das wars es für heute.
    Die Liste wird im Laufe der Zeit sicherlich noch wachsen und ich werde den Beitrag hier laufend aktualisieren.
     
    Bis dahin
    LG
    Entchen
     
    Update:
    Schande über mich, dass ich heute beim Schreiben einen Oolong komplett vergessen habe, dabei ist es einer unserer Favoriten:
    Es ist der Oriental Beauty, ein süßlicher Oolong, stärker geröstet, der mich schon sehr an schwarzen Tee erinnert, aber irgendwie voller ist vom Geschmack.
    Ich habe immer die Assoziation von eisenhaltig, wenn ich ihn trinke, aber im besten Sinn.
    Den Oriental Beauty, den wir kennen, haben wir aus der Tea Lounge in Düsseldorf bezogen, ein sehr schöner Tee.
     
    Update vom 02.08.2015:
    Heute hatte ich einen Da Hong Pao von nannuoshan in der Tasse.
    Aufgebrüht wurden 4gr im 150ml Yixing Kännchen.
    Das ist ein sehr schöner Oolong, ich mag die etwas stärker gebackenen Versionen anscheinend gerne.
    Er war rauchig, aber trotzdem noch ganz leicht blumig und entwickelte gar keine Bitterkeit, was mir sehr gut gefallen hat.
    Er war richtig schön zu trinken und sehr ergiebig, das könnte ein Nachkaufkandidat sein :-)
     
    Aber bis dahin sind noch einige Proben zu kosten.
     
    Update vom 12.08.2015:
    Heute habe ich den Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea von TeaVivre im Kännchen gehabt.
    Beschreibung lautet wie folgt:
    Origin Place: Dayuling Mountain (大禹岭), Taiwan Harvest Time: April 29, 2015 Appearance: tight and full particles, glossy, in dark green color Tea Liquid: clean and transparent, slight greenish golden color Flavor: high and strong floral aroma; tastes sweet and smooth, refreshing and fragrant; has obvious sweet aftertaste and long-lasting flavor. Tea Leaf: in one bud with three leaves form, thick and soft Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep. Low Caffeine: Less than 15% of a cup of coffee
     

    Das ist ein richtig schöner Oolong. Er ist sehr mild gebacken, ein relativ grüner Oolong, daher habe ich ihn bei 80 Grad mit 7gr im 150ml Yixing Kännchen zubereitet.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die grünen Oolongs mir bei etwas weniger Temperatur besser schmecken.
    Bei diesem kommt sehr schön die fruchtige, blumige Note heraus, er ist wirklich süß im Nachgeschmack und hat keinerlei Bitterkeit.
    Trotzdem ist er nicht flach, sondern hat mit jedem Aufguss die Bandbreite an Geschmäckern variiert.
     
    So 4 - 5x kann man ihn aufgießen, danach wird er zu flach.
     
    Der Preis ist mit 50gr für 38,90 auch schon ganz ordentlich, ich würde ihn aber trotzdem als Nachkaufkandidaten ansehen.
    Vielleicht, wenn der Wechselkurs mal wieder günstiger ist
     
    Update vom 18.08.2015:
    Heute gab es den Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea im Kännchen.
     
    Die Beschreibung lautet:
    Originate from Ali Mountain (阿里山) in Taiwan, in an area higher than the altitude of 1000 meters.
     

    Harvest Time: April 20, 2015
      Fresh Leaves: one bud with three leaves Dry Tea: twisted into large full particles, round shape, glossy and dark green Tea Liquid: greenish yellow, clean and bright Aroma: elegant floral aroma and light milk fragrance. Flavor: pure and mild, tastes smooth and round in the month. The tea has a light fragrance of gardenia and milk, feels smooth going down to the throat, with long-lasting sweet aftertaste. Leaf: leaves are soft and tender in complete shape with obvious buds. Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep.  
     

    Ganz ehrlich? Der Tee war mir zu flach und ausdruckslos.
    Schon beim dritten Aufguss verlor er zunehmend an Charakter und wurde sehr fade. Er war zwar schön vom Mundgefühl, aber mehr auch nicht.
    Für 24,90$ für 100gr kein Nachkaufkandidat.
     
    Update 09.09.2015:
    Jetzt hatte ich doch glatt vergessen, für die beiden letzten TeaVivre Oolongs einen Review zu verfassen:
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea
     
    Ich mache es kurz: nichtssagend unscheinbar wäre wohl das richtige Wort.
    Sie ließen sich gut trinken, aber mehr auch nicht, der richtige Genuß fehlte mir.
     
    Ich hatte vor einiger Zeit bei TaiwanSourcing eine Bestellung aufgegeben und folgende Oolongs bekommen:
    1x Alishan High Mountain GABA Oolong Tea - Spring 2015 --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
    1x Robust Cui Yu Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> ganz schön, potenzieller Nachkauf
    1x Jin Xuan "Golden Lily" Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> hmm ... enttäuschend irgendwie
     
    Den obersten habe ich bereits verkostet, ein sehr schöner Oolong mit einer fruchtig-kräuterigen Nachnote, ganz sanft und fast "buttrig" im Mund.
     
    Update 10.09.2015:
    Heute habe ich den Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 gekostet und muss sagen, ich bin enttäuscht.
    Er war irgendwie total flach, hat keine richtigen Aromen entfaltet bei 7,5gr auf 150ml und hat auch nicht lange durchgehalten, nach dem 3ten Aufguss war die Luft schon raus.
     
    Nein, kein Nachkaufkandidat.
     
    Update 11.09.2015:
    Heute gab es den Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014, der mir gut gefallen hat, eine leichte Röstnote, keine Bitterkeit, dafür schön voll im Geschmack und fruchtig. Ein potenzieller Nachkaufkandidat.
  7. Like
    Entchen19 erhielt eine Reaktion von SilonijChai für Ein Blogeintrag, Oolong? Bitte nicht noch eine Teesorte ...   
    Ich gebe es zu, das war nicht das erste, was mir in den Sinn kam, als ich das erste mal den Begriff Oolong hörte.
    Es war eher ein relativ unbeteiligter Gedanke von wegen "Noch eine Schwarzteesorte, die so hochgepusht wird".
    Es dauerte einige Zeit, bis mir klar wurde, das Oolong etwas anderes als schwarzer Tee ist.
    Und wenn ich ehrlich bin, ist Oolong der Tee, den ich am kürzesten kenne, hatte ich doch schon als Teenager schon Berührungspunkt mit Pu Erh ;-)
     
    Aber beginnen wir doch am Anfang:
    Meine erste Beührung mit einem Oolong war ein Milky Oolong vor einigen Jahren.
    Er ist seit einigen Jahren gefühlt in Mode und wenn man Teetrinker ist, stolpert man automatisch mal drüber.
     
    Wie das so passiert, sind auch hier die Qualitäten sehr unterschiedlich.
    Die damalige Erstverkostung war dementsprechend vom Urteil her ein "ganz gut, aber nicht weiter erwähnenswert".
     
    Es dauerte bis zu meinen intensiveren Teestudien letztes Jahr, dass ich auch mal richtige Oolongs in meinem Blickfeld hatte.
     
    Und ich gebe ganz offen zu: Ich habe in meinem Leben vorher etwas verpasst.
     
    Irgendetwas an den Oolongtees spricht mich einfach an.
    Ich mag die Art des Rollens des Tees, was irgendwie alleine schon hochwertig aussieht.
    Der Geschmack ist so ganz anders als bei grünem oder schwarzem Tee, dass es mir viel Spaß macht, die Nuancen hier zu entdecken.
     
    Außerdem finden die Oolongs es einfach so kuschelig in meinem Teeset, dass ich sie nur zu gerne dort hineinplatziere :-)
     
    Tja, viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen an dieser Stelle, also gehen wir doch direkt zu meinen Oolongbewertungen über.
     
    Da wäre eine Bestellung von TeaVivre mit:
    Nonpareil Taiwan Li Shan Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea --> flach und fad, kein Nachkaufkandidat
    Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
     
    Getestet habe ich bisher noch keinen davon, nachher wird aber der Li Shan in meinem Kännchen landen.
    Update: So, der Li Shan wurde jetzt verköstigt.
    Mein Fazit: Er hat mehr Volumen und Charakter als meine bisherigen Oolongs. Er ist nicht besser, aber irgendwie intensiver, was vielleicht mit der Röstintensität zusammenhängt.
    Er hat mir auch gut gefallen, wenn er auch etwas schneller ins bittere Abdriften konnte. Aber bei 80 Grad Wassertemperatur war er sehr schön zuzubereiten :-)
    Ich müsste ihn jetzt alleine vermutlich nicht nachbestellen, aber sollte ich bei TeaVivre noch andere gut finden, könnte er mit im Körbchen landen.
     
    Kommen wir zu den anderen Oolongs.
     
    Ich habe einen Tie Guan Yin von Edeltee hier, der schön lieblich und sanft ist, mir fast etwas zu sanft.
    Er ist ein wunderbarer Alltagstee, der kleine Fehler in der Zubereitung nicht allzu böse nimmt.
     
    Der Tie Guan Yin von Cha Dao ist dagegen schon etwas zickiger, d.h. ich muss etwas mehr mit der Wassertemeperatur spielen.
    Dafür belohnt er aber mit mehr Tiefe in der Tasse, mit wechselnderen Nuancen im Tee.
     
    Einen Milky Oolong habe ich auch bereits von Edeltee probieren dürfen, dieser ist natürlich schon leicht, süßlich und mild beim Trinken, wie der Name es ja schon prophezeit.
    Für mich ein leckerer Tee, wobei mir hier etwas die Kanten des Tees fehlen. Aber vielleicht muss ich hier auch einfach nur noch einige andere ausprobieren.
     
    Witzigerweise gibt es einen Oolong, den ich jetzt bereits von zwei verschiedenen Quellen erhalten habe und sehr gerne mag.
    Das ist ein Fo Shou.
    Dies ist momentan tatsächlich mein liebster Oolong.
    Der Tee scheint sich irgendwie beim Trinken im ganzen Mund auszubreiten und ein wunderschönes, volles Aroma zu verbreiten, was mit einer fruchtigen Note endet.
     
    Neben den oben genannten Oolongs habe ich noch einen Rou Gui von Herrn Thamm hier bei mir liegen und ich warte noch auf einen Dong Ding, die ich übrigens auch schon versucht habe in diversen Teehäusern und immer ganz gut fand.
     
    So, das wars es für heute.
    Die Liste wird im Laufe der Zeit sicherlich noch wachsen und ich werde den Beitrag hier laufend aktualisieren.
     
    Bis dahin
    LG
    Entchen
     
    Update:
    Schande über mich, dass ich heute beim Schreiben einen Oolong komplett vergessen habe, dabei ist es einer unserer Favoriten:
    Es ist der Oriental Beauty, ein süßlicher Oolong, stärker geröstet, der mich schon sehr an schwarzen Tee erinnert, aber irgendwie voller ist vom Geschmack.
    Ich habe immer die Assoziation von eisenhaltig, wenn ich ihn trinke, aber im besten Sinn.
    Den Oriental Beauty, den wir kennen, haben wir aus der Tea Lounge in Düsseldorf bezogen, ein sehr schöner Tee.
     
    Update vom 02.08.2015:
    Heute hatte ich einen Da Hong Pao von nannuoshan in der Tasse.
    Aufgebrüht wurden 4gr im 150ml Yixing Kännchen.
    Das ist ein sehr schöner Oolong, ich mag die etwas stärker gebackenen Versionen anscheinend gerne.
    Er war rauchig, aber trotzdem noch ganz leicht blumig und entwickelte gar keine Bitterkeit, was mir sehr gut gefallen hat.
    Er war richtig schön zu trinken und sehr ergiebig, das könnte ein Nachkaufkandidat sein :-)
     
    Aber bis dahin sind noch einige Proben zu kosten.
     
    Update vom 12.08.2015:
    Heute habe ich den Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea von TeaVivre im Kännchen gehabt.
    Beschreibung lautet wie folgt:
    Origin Place: Dayuling Mountain (大禹岭), Taiwan Harvest Time: April 29, 2015 Appearance: tight and full particles, glossy, in dark green color Tea Liquid: clean and transparent, slight greenish golden color Flavor: high and strong floral aroma; tastes sweet and smooth, refreshing and fragrant; has obvious sweet aftertaste and long-lasting flavor. Tea Leaf: in one bud with three leaves form, thick and soft Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep. Low Caffeine: Less than 15% of a cup of coffee
     

    Das ist ein richtig schöner Oolong. Er ist sehr mild gebacken, ein relativ grüner Oolong, daher habe ich ihn bei 80 Grad mit 7gr im 150ml Yixing Kännchen zubereitet.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die grünen Oolongs mir bei etwas weniger Temperatur besser schmecken.
    Bei diesem kommt sehr schön die fruchtige, blumige Note heraus, er ist wirklich süß im Nachgeschmack und hat keinerlei Bitterkeit.
    Trotzdem ist er nicht flach, sondern hat mit jedem Aufguss die Bandbreite an Geschmäckern variiert.
     
    So 4 - 5x kann man ihn aufgießen, danach wird er zu flach.
     
    Der Preis ist mit 50gr für 38,90 auch schon ganz ordentlich, ich würde ihn aber trotzdem als Nachkaufkandidaten ansehen.
    Vielleicht, wenn der Wechselkurs mal wieder günstiger ist
     
    Update vom 18.08.2015:
    Heute gab es den Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea im Kännchen.
     
    Die Beschreibung lautet:
    Originate from Ali Mountain (阿里山) in Taiwan, in an area higher than the altitude of 1000 meters.
     

    Harvest Time: April 20, 2015
      Fresh Leaves: one bud with three leaves Dry Tea: twisted into large full particles, round shape, glossy and dark green Tea Liquid: greenish yellow, clean and bright Aroma: elegant floral aroma and light milk fragrance. Flavor: pure and mild, tastes smooth and round in the month. The tea has a light fragrance of gardenia and milk, feels smooth going down to the throat, with long-lasting sweet aftertaste. Leaf: leaves are soft and tender in complete shape with obvious buds. Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep.  
     

    Ganz ehrlich? Der Tee war mir zu flach und ausdruckslos.
    Schon beim dritten Aufguss verlor er zunehmend an Charakter und wurde sehr fade. Er war zwar schön vom Mundgefühl, aber mehr auch nicht.
    Für 24,90$ für 100gr kein Nachkaufkandidat.
     
    Update 09.09.2015:
    Jetzt hatte ich doch glatt vergessen, für die beiden letzten TeaVivre Oolongs einen Review zu verfassen:
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea
     
    Ich mache es kurz: nichtssagend unscheinbar wäre wohl das richtige Wort.
    Sie ließen sich gut trinken, aber mehr auch nicht, der richtige Genuß fehlte mir.
     
    Ich hatte vor einiger Zeit bei TaiwanSourcing eine Bestellung aufgegeben und folgende Oolongs bekommen:
    1x Alishan High Mountain GABA Oolong Tea - Spring 2015 --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
    1x Robust Cui Yu Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> ganz schön, potenzieller Nachkauf
    1x Jin Xuan "Golden Lily" Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> hmm ... enttäuschend irgendwie
     
    Den obersten habe ich bereits verkostet, ein sehr schöner Oolong mit einer fruchtig-kräuterigen Nachnote, ganz sanft und fast "buttrig" im Mund.
     
    Update 10.09.2015:
    Heute habe ich den Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 gekostet und muss sagen, ich bin enttäuscht.
    Er war irgendwie total flach, hat keine richtigen Aromen entfaltet bei 7,5gr auf 150ml und hat auch nicht lange durchgehalten, nach dem 3ten Aufguss war die Luft schon raus.
     
    Nein, kein Nachkaufkandidat.
     
    Update 11.09.2015:
    Heute gab es den Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014, der mir gut gefallen hat, eine leichte Röstnote, keine Bitterkeit, dafür schön voll im Geschmack und fruchtig. Ein potenzieller Nachkaufkandidat.
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    Entchen19 erhielt eine Reaktion von Terrakotta-Krieger für Ein Blogeintrag, Pu Erh? Das ist doch dieser Abnehmtee!?   
    Das war meine erste Berührung mit dem Thema ...
    Da in meiner Familie nur meine Mutter in der beneidenswerten Position ist, einen super Stoffwechsel und den entsprechenden Körperbau zu haben, wurde der Rest der Familie in meiner Kindheit und Jugend in mehr oder weniger großen Abständen mit den diversen unterstützenden Mitteln für Gewichtsabnahmen bekannt gemacht.
     
    Hier gab es irgendwann Mitte bis Ende der neunziger Jahre auch das Thema Pu Erh und prompt wurde er für uns gekauft.
    Die meisten werden wissen, was jetzt kommt:
    Er wurde unter Protest heruntergwürgt ...
     
    Denn rückblickend behaupte ich, war das 99% Müll und vielleicht 1% Ähnlichkeit mit dem, was Pu Erh sein kann.
     
    Bis Mitte letzten Jahres war Pu Erh für mich auch gar keine Art, Tee zu verarbeiten, sondern rangierte in der Assoziation irgendwo bei „sowas wie Roiboos, Honeybush und so“, also irgendeine Baumrinde oder so, die zu Tee verarbeitet wird.
     
    Dass es tatsächlich aus echten Teepflanzen gewonnen wird und auch noch schmecken kann, ist mir erst seit einigen Monaten bekannt.
     
    Inzwischen kann ich, nachdem ich auch Pus in der Tasse hatte, die die Bezeichnung verdienen, und mit meinem gewachsenen Geschmacksbewusstsein (*g*) sagen, dass ich Pus als Tee toll finde.
    Aber ich habe sehr wenig Erfahrung noch damit.
     
    Trotzdem würde ich diesen Blogeintrag nutzen und einmal aufschreiben, was ich bisher gekostet habe und was noch darauf wartet.
     
    Hierbei berücksichtige ich die Pus, bei denen ich Namen und Herkunft halbwegs kenne.
     
    Zuerst einmal zwei Shengs:
    Manzhuan Gushu 2014 --> er hat mir persönlich nicht so gut geschmeckt wie andere Pu, er war mir zu flach und den Preis von 29,50€ pro 50gr einfach nicht wert für das doch seichtere Geschmackserlebnis
    Mengla Mao Cha 2013 --> Ein „Rohtee“ (wobei ich nicht weiß, was das bedeuten soll) mit two leaves and a bud von wilden 300 Jahre alten Teebäumen. Er hat mir recht gut geschmeckt, er war ausgewogen im Geschmack, hatte aber eine schöne Bandbreite an Geschmäckern, von einer fruchtigen bis hin zu einer leichten Holznote. Er könnte ein Nachkaufkandidat sein, wenn es ihn dann noch gibt. Auch fand ich ihn mit 9,90 für 50gr vom Verhältnis her völlig akzeptabel.
     
    Bei Teavivre habe ich mir ein Probensortiment bestellt, aber noch nicht getestet.
    Daher nur der Vollständigkeit halber hier schon einmal die Pus, die Bewertung folgt dann. Ausführliche Beschreibungen des Pflückdatums, der Herstellung und Herkunft erhält man auf der Seite, das finde ich sehr vorbildlich dargestellt hier.
    Für 180gr (jeweils 2x10 gr Packungen) habe ich hier 29,80$ bezahlt, für Proben aus meiner Sicht ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, auch wenn ich die Qualität hier gar nicht beurteilen kann.
    Ich wollte einfach etwas breiter einmal in einen Test gehen (und hatte bestellt, bevor Cha-Shifu sein Probenpaket angepriesen hatte ...)
    Von der Verpackung dem Versand kann ich auch nur positives berichten, ich werde hier also, sofern die Teequalität mir zusagt, sicher wieder bestellen.
     
    Menghai Golden Buds Tribute Ripened Pu-erh Cake 2009 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Ancient Tree Spring Chun Jian Raw Pu-erh Cake Tea 2012 --> ok, kein Nachkauf
    2006 Fengqing Raw Pu-erh Tea Tuocha --> schön, potenzieller Nachkauf
    Fengqing Raw Pu-erh Cake Tea 2006 Paddy Flavor --> irgendwie keine Notizen gemacht, muss noch nachgeholt werden bei den letzten 10gr
    Ripened Aged Pu-erh Mini Tuocha 2007--> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Arbor Tree Ripened Pu-erh Cake Tea 2010 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea 2013 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Old Tree Raw Pu-erh Cake Tea 2013 --> hmm ... kein Nachkauf
    Fengqing Wild Tree Yesheng Raw Pu-erh Tea Cake 2013 --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
     
    So, im nächsten Blog wird es um die Oolongs gehen, auch hier habe ich eine Probe von TeaVivre abgestaubt und daneben noch einige andere versucht.
     
    Bis dann :-)
     
    LG
    Entchen
     
    Update vom 25.07.2015:
     
    So, nachdem ich die ersten Pu's getestet habe, gibt es einen aktuellen Status von mir.
    Ich glaube, auch in diese Art Tee muss man hineinwachsen.
    Ich mag bei den Pu's, die mir dann auch schmecken, dieses "Bauchgefühl", was sie im Magen auslösen.
    Es ist irgendwie ein angenehmes spüren des Magens (ich kann es nicht besser beschreiben )
     
    Der Manzhuan Gushu, den ich bei Erstellen dieses Eintrages noch etwas zu flach fand, kann ich inzwischen mehr abgewinnen, ich entdecke andere Tiefen in ihm, wenn ich ihn auch nicht so abwechslungsreich finde, wie den Mao Cha.
     
    Zwischenzeitlich hatte ich einen 2005er Pu Erh der Shennong Tea Lounge in Düsseldorf erstanden.
    Dies soll ein grüner Pu Erh sein, mehr Informationen habe ich leider nicht erhalten.
     
    Bei diesem merke ich, dass er deutlich "zickiger" hinsichtlich der Wassertemperatur ist als andere Pu's, die ich bisher in der Tasse hatte.
    Er kann den hohen Temperaturen nichts abgewinnen, sondern entfaltet bei gemäßigten 80 Grad den besten Geschmack.
     
    Heute hatte ich 5gr des Fengqing Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea 2013 in der Tasse.
    Die Beschreibung lautet wie folgt:
    Produced in Fengqing (凤庆), Lincang, Yunnan, China Made from 100% pure leaves from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees Leaves Hand-picked between March and May in 2006. Choose high quality leaves during process Mellow earthy sweet taste with flowery flavor Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: Nov 8, 2013

    This Ripe Pu-erh Cake Teavivre choose is from the representative Pu-erh production area Fengqing. Fengqing is the original place of the world-wide famous Dian Hong Tea. And it is also a classic place of Yunnan Pu-erh. It is a place in Lingcang which is one of the four famous Pu-erh production areas. The taste of Fengqing Pu-erh is mellow and sweet, deeper than Pu-erh in other production area. And it usually has the flowery flavor of Dian Hong Tea. The tea leaves used to make this Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea are all pure leaves hand-picked from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees.
     

    Bei diesem Pu merkt man deutlich den erdigen Geschmack, der nicht unangenehm, aber eben präsent ist, er hat für mich diesen besonderen Pu Erh Geschmack. Dabei ist er aber nicht streng, sondern fast lieblich.
    Ich mag ihn gerne, auch wenn ich ihn vermutlich nicht als Cake nachkaufen würde. Der Preis für einen Cake beläuft sich momentan auf 42$.
     
    Aufgegossen habe ich ihn nach kurzer Rinse mit kochendem Wasser dann bei Temperaturen zwischen 85 - 95 Grad. Die Ziehzeiten variierten von 5 bis 20 Sekunden.
    9 Aufgüsse a ~175ml überstehen die genutzten 5gr locker.
     
    Alles in allem also: Die Probe war es wert, verkostet zu werden und 15gr habe ich noch übrig, um mehr von diesem Tee zu erfahren.
     
    So, sobald ich weitere Pus verkostet habe, werde ich den Bericht weiter vervollständigen.
     
    Zu den Oolongs komme ich noch, Schande über mich, aber ich habe es bisher nicht geschafft.
     
    LG und bis dahin.
     
    Update vom 01.08.2015:
    Heute habe ich den Fengqing Ancient Tree Spring Chun Jian Raw Pu-erh Cake Tea 2012 von TeaVivre im Yixing Kännchen, 5gr.
    Wasser zwischen 95 und 80 Grad, Ziehzeiten bis max. 30 Sekunden.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt: Produced in Fengqing(凤庆), Lincang, Yunnan, China Made of 100% pure one bud with one to three tea leaves from 500 to 1000 years old ancient Large-leaf Species. Pressed into well-proportioned cake shape. Leaves Hand-picked between March 10, 2012 and April 20, 2012. Bright yellowish green color, taste soft of first sip, smooth, quick sweet after-taste. Dark green and bloom Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: July, 2012

     

     

    It tastes soft of first sip. The flavor after is light bitter. Then it comes the sweet aftertaste after the swallowing of the liquid, which will stay in your mouth for a long time. If you are talking at that time, it will only take you few minutes to find that your mouth can’t help secreting saliva, and the aroma of the teas lingers there.  

    Im Grunde genommen kann ich das unterschreiben.
    Der Tee schmeckt zuerst mild, dann kommt ein leicht bitterer Geschmack, den ich persönlich ja nicht so mag. Danach füllt er den Mund aber schön aus mit seinem Aroma.
    Angeblich soll er 15 Aufgüsse durchhalten, ich hatte so 8 bei den 5gr Tee.
    Es war ein schöner Pu Erh, aber nicht mein Favorit, er wurde zu den letzten Aufgüssen hin etwas zu flach für meinen Geschmack.
    Kein Nachkaufkandidat für 58$ pro Cake.
     
    Update vom 03.08.2015:
    Heute war der 2006 Fengqing Raw Pu-erh Tea Tuocha von TeaVivre in meinem Kännchen, 4gr auf 150ml, aufgegossen ca. 9mal, Wassertemp von 90 - 95 Grad, Ziehzeiten bis max. 20 Sekunden.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt:
    Produced in Fengqing(凤庆), Lincang, Yunnan, China Made of 100% pure one bud with one to three tea leaves from 50 to 150 years fengqing large tea-leaf speices Pressed into well-proportioned nest shape, which is tight and even. Leaves Hand-picked around April 1 to 10, 2006. Bright yellowish color, taste strong flavor of first sip, quick sweet after-taste. Soft and bright tea leaves after brewing Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: July, 2006.

     

    Aufgrund des Alters habe ich schon ein paar Erwartungen gehabt, genauso aufgrund der Pflückung.
    Und ich wurde nicht enttäuscht, der Tee hat mir gut geschmeckt, er war zwar Pu Erh typisch im Geschmack, aber nicht zu dominant und ich konnte tatsächich das fruchtig-süße herausschmecken.
     
    100gr kosten hier 12,90$ und das wäre der erste potenzielle Nachkaufkandidat für mich.
     
    Update vom 10.08.2015:
    Am Wochenende habe ich zweimal je 5gr vom Menghai Golden Buds Tribute Ripened Pu-erh Cake 2009 verkostet.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt: Original Place: Man’en Village (曼恩村), Mengzhe, Menghai, Yunnan Harvest Time: 2009 Production Date: September 9, 2009 Tea Tree: Yunnan large leaf species. Appearance: exquisite, small, tidy cake with glossy surface. Tea Liquid: dark red color. Flavor: carries a typical strong aroma of ripened pu-erh, tastes mellow, smooth, thick with sweet aftertaste. Tea Leaf: fat and glossy after brewed. Tea Manufacturer: Menghai Ju Ming Tea Factory

     

    200gr kosten hier 24,90€.
    Bei diesem Tee bin ich zwiegespalten.
    Die Bitterkeit war in meinen Augen recht dominant und mir fehlten die Nuancen im Tee.
    Vielleicht schmecke ich sie auch einfach nicht.
    Man konnte den Tee trinken, aber nachkaufen würde ich ihn jetzt nicht.
     
    Da hat mir der weiße Tee, den ich danach getrunken habe, viel mehr zugesagt irgendwie, der hatte Nuancen im Geschmack
     
    Update 12.08.2015:
    Heute gabs nach einem sehr schönen Oolong einen überraschend schönen Pu, den Fengqing Wild Tree Yesheng Raw Pu-erh Tea Cake 2013, 5gr auf 150ml, aufgebrüht mit 95 Grad, ca. 6x
     
    Die Beschreibung lautet:
    Origin Place: Fengqing (凤庆), Yunnan Fresh Leaves: wild tree leaf; one bud with two leaves Harvest Time: March to May, 2013 Flavor: newly made tea with strong and powerful taste; can have better flavor after one year’s storage. Manufacturer: Fengqing Sanning Tea Company Ltd. Production Date: May 18, 2013

     

    Der Tee war für mich eine Überraschung. Dieser typische Pu Erh Geschmack war nur ganz im Hintergrund zu schmecken, stattdessen hatte er eine fast angenehme Süße, kaum Bitterkeit und war ins ich irgendwie rund.
    Auch die Farbe der Tasse mit einem hellen gelb war für mich überraschend, hatte ich jetzt doch viele Pus, die eine sehr dunkle Tasse hatten.
     
    Dieser Pu wäre für ich definitiv ein Nachkaufkandidat, er kostet 62$ für einen Cake.
    Ich freue mich auf die drei Aufgüsse, die ich noch hier habe :-)
     
    Update 16.08.2015:
    Heute gabe es den Ripened Aged Pu-erh Mini Tuocha 2007.
     
    Die Beschreibung lautet: Tea leaves harvested in April 2007 in Simao, Pu’er, Yunnan, China Flaked Pu-erh tea leaves compressed into birds nest shape and individually wrapped Tea brews up a rich mahogany color A complex mellow earthy flavor with a comforting woodsy aroma Low caffeine (less than 10% of the caffeine in a cup of coffee)

     

    Aufgebrüht bei 95 Grad, 5gr auf 150ml.
    Wie beschrieben ist der Aufguss sehr dunkel, fast schwarz.
    Es gibt einen deutlichen erdigen Geschmack, aber nicht muffig oder bitter, eben nur sehr präsent.
    Das muss man mögen, mein Fall ist es nicht so 100%, mir gefallen die leichteren Pus anscheinend mehr.
    Aber er war gut trinkbar, aber kein Nachkaufkandidat, wenn er auch für 8,90$ auf 100gr sehr günstig ist ...
    Dafür habe ich doch zu wenig Spaß beim Trinken.
     
    Update 17.08.2015:
    Heute durfte der Fengqing Old Tree Raw Pu-erh Cake Tea 2013 ins Tässchen.
    Die Beschreibung lautet:
    Origin: Fengqing (凤庆), Yunnan Harvest Time: April 10 - 28, 2013 Age of Tea Trees: 300 to 800 years Appearance: beautiful and smooth, has complete leaves both on the surface and inside. Tea Liquid: yellow with nice aroma Flavor: powerful, typical raw pu-erh’s strong flavor; quick sweet aftertaste, aromatic and lively. Manufacturer: Fengqing Sanning Tea Company Ltd. Production Date: May 18, 2013

    Ich muss sagen, von diesem Tee hatte ich mir mehr erwartet, nachdem mir die anderen Fengqing ja teilweise gut geschmeckt haben.
    Aber obwohl der Tee jetzt nicht direkt zu bitter ist, ist er nichtssagend unscheinbar.
    Weder zu bitter, noch zu erdig, noch zu fruchtig, einfach ... hmmm, und das wars?
     

    Also kein Nachkaufkandidat für mich für 42,90$ pro Cake (400gr).
     
    Heute Abend gab es dann auch den Fengqing Arbor Tree Ripened Pu-erh Cake Tea 2010.
    Die Beschreibung lautet:
    Produced in Fengqing, Lincang, Yunnan, China Made from 100% pure leaves from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees Leaves Hand-picked on 2008. Choose high quality leaves during process Dry Storage, pure taste Mellow earthy sweet taste with flowery flavor Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: 2010

     
    Er ist mir, wie auch die anderen Pus, die jetzt nicht auf meiner Nachkaufliste stehen, einfach zu "puig", d.h. zu erdig.
    Er schmeckt nicht bitter oder muffig, sondern eben dieses typische Pu Erh ist mir zu dominant.
     
    Daher kein Nachkaufkandidat.
    35$ für einen Cake (375gr).
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    Entchen19 erhielt eine Reaktion von joha für Ein Blogeintrag, Japanischer Grüntee? Nicht für mich! Oder doch? – Bancha, Hojicha & Genmaicha für erholsame Nächte   
    So, wie angekündigt kommt jetzt mein erster Eintrag zu einigen der Tees, die mich momentan begleiten.
    Gerade bei diesen Teearten war ich am Anfang baff erstaunt, dass sie mir so gut schmecken.
     
    Denn in der Vergangenheit war mein Verhältnis zu grünem Tee eher mit sehr gemischten Gefühlen überschattet.
     
    Nach meiner intensiven Schwarzteephase als Jugendliche und junge Erwachsene, bin ich irgendwann eher in Richtung Kräutertee (oder Infusionen, wie es ja richtig heißen soll) gegangen und fast ein Jahrzehnt dort geblieben.
    Diese waren immer total unproblematisch. Niemals bitter, in hundert verschiedenen Mischungen erhältlich und nachdem man seine Lieblinge und Hasskandidaten an Zutaten mal heraushatte, ein super Begleiter, um auch die tägliche Trinkmenge super unkompliziert aufzufüllen.
     
    Zu dieser Zeit waren meine Berührungen mit grünem Tee immer Enttäuschungen gewesen, was rückblickend auch an meiner Unkenntnis lag bzw. der meiner Gastgeber, die wir den Tee immer zu heiß aufkochten.
     
    Das Ergebnis war ein japanischer Grüntee mit einem unangenehm „fischigen“ Geschmack, den mir auch niemand mit: „Der ist gesund“, schönreden konnte.
    Ich mochte ihn einfach nicht und konnte die Faszination nicht verstehen.
    Und ich vermisste ihn auch nicht, ich war glücklich mit meinem Kräutertee.
     
    Tja, und dann kommt das Leben, wie es nun einmal so spielt und stieß mich erneut auf grünen Tee.
     
    Dieses Mal aber auf chinesischen, der dann auch richtig aufgegossen wurde.
    Und siehe da: Er schmeckt mir!
     
    Eine neue Welt begann ihre Tür für mich zu lüften und ich schob mich begeistert hindurch.
    Es waren mehrere Berührungspunkte, die dann zusammenkamen: Teeseminare, Frühstück im Hotel mit vernünftigen Teesorten und ähnliches.
     
    Und irgendwann Anfang des Jahres stieß ich dann auf einen Gunpowder und ähnliche Grüntees mit hohem Teeingehalt.
    Nach einigen, für mich total untypisch, schlaflosen Nächten, zog ich endlich die Verbindung zwischen einem „am Abend ab 18 Uhr endlich meinen grünen Tee genießen“ und dem „ich liege wach im Bett und weiß nicht warum“.
    Also fing ich an zu forschen und erkannte die Ursache des Problems.
     
    Und jetzt? Ich konnte mir doch nicht unter der Woche den grünen Tee versagen, damit ich schlafen konnte?
    Und vor 18 Uhr klappte es nun einmal kaum in der Woche ...
     
    Auch hier kam mal wieder der Zufall zu mir und schubste mich in die richtige Richtung.
     
    In meinem Teecafe, in das ich bei einem Ausflug zielsicher zusteuerte, gab es viele verschiedene Tees zur Auswahl und unter den ganzen Varianten fiel mir eine ins Auge:
    Grüner Tee: teeinarm, geröstet.
    Ich machte meine Bekanntschaft mit Hojicha.
     
    Und ich war sehr angetan von dem Geschmack.
     
    Zurück zuhause wurde das Netz nach teeinarmen Sorten durchsucht und siehe da, ich stolperte über Bancha & Hojicha., sowie Genmaicha.
     
    So, nach diesem kleinen Ausflug geht es jetzt endlich zum eigentlichen Inhalt des Blogs.
     
    Meine Erfahrungen mit verschiedenen Banchas & Hojichas.
     
    Eines noch vorweg:
    Bisher habe ich noch keinen der drei getrunken, der mir gar nicht geschmeckt hat.
    Beim Genmaicha habe ich noch nicht viele versucht, aber alle waren ähnlich und ich finde den Geschmack von „Rice Krispies“ lecker, denn er erinnert mich total an meine Kindheit.
     
    Bei den Banchas und Hojichas sieht es schon was besser aus, daher werde ich jetzt auf diese besonders eingehen:
     
    Genmaicha aus dem ASIA Markt: gut & günstig und lecker
     
    Bei den Banchas habe ich bisher einen von TG getrunken, die übrigen sind von Torii Tea bestellt.
    TG Bancha - lässt sich sehr gut trinken, er hat den für mich typischen Bancha Geschmack ohne große Ecken und Kanten oder Höhen und Tiefen. Einfach schön, um abends einmal in Ruhe auszuspannen, ohne noch großartig vom Teegenuß aufgewühlt zu werden.
     
    Bei den Banchas von Torii Tea merke ich schon einen Unterschied, diese sind etwas tiefer im Geschmack, ausgefallener und nicht so „nichtssagend“. Da ich aber noch nicht intensiv genug gekostet habe, enthalte ich mich noch einer Reihenfolge, diese folgt demnächst einmal.
    Bancha Matsukusa
    Bancha Akifuyu
     
    Bei den Hojicha kann ich das Fazit ziehen, dass mir alle super schmecken. Ich mag dieses Röstaroma und auch Verwandte, die keinen grünen Tee mögen, finden ihn prima.
    Ich kann den Hojichas also als Alltagstee sehr empfehlen.
     
    Hojicha Hotto – intensiver Röstgeschmack, der einige Aufgüsse durchhält. Die Teeblätter sind sehr klein eher wie Schnipsel.
    Hojicha Yugasumi – hier haben wir komplette Blätter und Stengel, die geröstet wurden. Daher ist er in der Tasse spannender. Der Geschmack ist allerdings feiner als beim Hojicha und nicht so ausgeprägt. Auch ist er nicht so ausdauernd bei den Aufgüssen. Trotzdem eine schöne Alternative.
    Hojicha Honoka
    Hojicha Premium - ein schöner Hojicha, deutliches Röstaroma und hält sehr lange an, mit 10gr konnte ich locker 2,5l Tee erzeugen.
     
    So, ich werde die Informationen immer wieder aktualisieren, wenn ich alle Teeproben durchhabe.
     
    Generell kann ich sagen, dass es ein Glücksfall war, über die Teesorten gestolpert zu sein.
    So kann ich meinen grünen Tee auch abends genießen, ohne die Nacht dafür büßen zu müssen :-)
  10. Like
    Entchen19 erhielt eine Reaktion von Terrakotta-Krieger für Ein Blogeintrag, Pu Erh? Das ist doch dieser Abnehmtee!?   
    Das war meine erste Berührung mit dem Thema ...
    Da in meiner Familie nur meine Mutter in der beneidenswerten Position ist, einen super Stoffwechsel und den entsprechenden Körperbau zu haben, wurde der Rest der Familie in meiner Kindheit und Jugend in mehr oder weniger großen Abständen mit den diversen unterstützenden Mitteln für Gewichtsabnahmen bekannt gemacht.
     
    Hier gab es irgendwann Mitte bis Ende der neunziger Jahre auch das Thema Pu Erh und prompt wurde er für uns gekauft.
    Die meisten werden wissen, was jetzt kommt:
    Er wurde unter Protest heruntergwürgt ...
     
    Denn rückblickend behaupte ich, war das 99% Müll und vielleicht 1% Ähnlichkeit mit dem, was Pu Erh sein kann.
     
    Bis Mitte letzten Jahres war Pu Erh für mich auch gar keine Art, Tee zu verarbeiten, sondern rangierte in der Assoziation irgendwo bei „sowas wie Roiboos, Honeybush und so“, also irgendeine Baumrinde oder so, die zu Tee verarbeitet wird.
     
    Dass es tatsächlich aus echten Teepflanzen gewonnen wird und auch noch schmecken kann, ist mir erst seit einigen Monaten bekannt.
     
    Inzwischen kann ich, nachdem ich auch Pus in der Tasse hatte, die die Bezeichnung verdienen, und mit meinem gewachsenen Geschmacksbewusstsein (*g*) sagen, dass ich Pus als Tee toll finde.
    Aber ich habe sehr wenig Erfahrung noch damit.
     
    Trotzdem würde ich diesen Blogeintrag nutzen und einmal aufschreiben, was ich bisher gekostet habe und was noch darauf wartet.
     
    Hierbei berücksichtige ich die Pus, bei denen ich Namen und Herkunft halbwegs kenne.
     
    Zuerst einmal zwei Shengs:
    Manzhuan Gushu 2014 --> er hat mir persönlich nicht so gut geschmeckt wie andere Pu, er war mir zu flach und den Preis von 29,50€ pro 50gr einfach nicht wert für das doch seichtere Geschmackserlebnis
    Mengla Mao Cha 2013 --> Ein „Rohtee“ (wobei ich nicht weiß, was das bedeuten soll) mit two leaves and a bud von wilden 300 Jahre alten Teebäumen. Er hat mir recht gut geschmeckt, er war ausgewogen im Geschmack, hatte aber eine schöne Bandbreite an Geschmäckern, von einer fruchtigen bis hin zu einer leichten Holznote. Er könnte ein Nachkaufkandidat sein, wenn es ihn dann noch gibt. Auch fand ich ihn mit 9,90 für 50gr vom Verhältnis her völlig akzeptabel.
     
    Bei Teavivre habe ich mir ein Probensortiment bestellt, aber noch nicht getestet.
    Daher nur der Vollständigkeit halber hier schon einmal die Pus, die Bewertung folgt dann. Ausführliche Beschreibungen des Pflückdatums, der Herstellung und Herkunft erhält man auf der Seite, das finde ich sehr vorbildlich dargestellt hier.
    Für 180gr (jeweils 2x10 gr Packungen) habe ich hier 29,80$ bezahlt, für Proben aus meiner Sicht ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, auch wenn ich die Qualität hier gar nicht beurteilen kann.
    Ich wollte einfach etwas breiter einmal in einen Test gehen (und hatte bestellt, bevor Cha-Shifu sein Probenpaket angepriesen hatte ...)
    Von der Verpackung dem Versand kann ich auch nur positives berichten, ich werde hier also, sofern die Teequalität mir zusagt, sicher wieder bestellen.
     
    Menghai Golden Buds Tribute Ripened Pu-erh Cake 2009 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Ancient Tree Spring Chun Jian Raw Pu-erh Cake Tea 2012 --> ok, kein Nachkauf
    2006 Fengqing Raw Pu-erh Tea Tuocha --> schön, potenzieller Nachkauf
    Fengqing Raw Pu-erh Cake Tea 2006 Paddy Flavor --> irgendwie keine Notizen gemacht, muss noch nachgeholt werden bei den letzten 10gr
    Ripened Aged Pu-erh Mini Tuocha 2007--> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Arbor Tree Ripened Pu-erh Cake Tea 2010 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea 2013 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Old Tree Raw Pu-erh Cake Tea 2013 --> hmm ... kein Nachkauf
    Fengqing Wild Tree Yesheng Raw Pu-erh Tea Cake 2013 --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
     
    So, im nächsten Blog wird es um die Oolongs gehen, auch hier habe ich eine Probe von TeaVivre abgestaubt und daneben noch einige andere versucht.
     
    Bis dann :-)
     
    LG
    Entchen
     
    Update vom 25.07.2015:
     
    So, nachdem ich die ersten Pu's getestet habe, gibt es einen aktuellen Status von mir.
    Ich glaube, auch in diese Art Tee muss man hineinwachsen.
    Ich mag bei den Pu's, die mir dann auch schmecken, dieses "Bauchgefühl", was sie im Magen auslösen.
    Es ist irgendwie ein angenehmes spüren des Magens (ich kann es nicht besser beschreiben )
     
    Der Manzhuan Gushu, den ich bei Erstellen dieses Eintrages noch etwas zu flach fand, kann ich inzwischen mehr abgewinnen, ich entdecke andere Tiefen in ihm, wenn ich ihn auch nicht so abwechslungsreich finde, wie den Mao Cha.
     
    Zwischenzeitlich hatte ich einen 2005er Pu Erh der Shennong Tea Lounge in Düsseldorf erstanden.
    Dies soll ein grüner Pu Erh sein, mehr Informationen habe ich leider nicht erhalten.
     
    Bei diesem merke ich, dass er deutlich "zickiger" hinsichtlich der Wassertemperatur ist als andere Pu's, die ich bisher in der Tasse hatte.
    Er kann den hohen Temperaturen nichts abgewinnen, sondern entfaltet bei gemäßigten 80 Grad den besten Geschmack.
     
    Heute hatte ich 5gr des Fengqing Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea 2013 in der Tasse.
    Die Beschreibung lautet wie folgt:
    Produced in Fengqing (凤庆), Lincang, Yunnan, China Made from 100% pure leaves from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees Leaves Hand-picked between March and May in 2006. Choose high quality leaves during process Mellow earthy sweet taste with flowery flavor Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: Nov 8, 2013

    This Ripe Pu-erh Cake Teavivre choose is from the representative Pu-erh production area Fengqing. Fengqing is the original place of the world-wide famous Dian Hong Tea. And it is also a classic place of Yunnan Pu-erh. It is a place in Lingcang which is one of the four famous Pu-erh production areas. The taste of Fengqing Pu-erh is mellow and sweet, deeper than Pu-erh in other production area. And it usually has the flowery flavor of Dian Hong Tea. The tea leaves used to make this Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea are all pure leaves hand-picked from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees.
     

    Bei diesem Pu merkt man deutlich den erdigen Geschmack, der nicht unangenehm, aber eben präsent ist, er hat für mich diesen besonderen Pu Erh Geschmack. Dabei ist er aber nicht streng, sondern fast lieblich.
    Ich mag ihn gerne, auch wenn ich ihn vermutlich nicht als Cake nachkaufen würde. Der Preis für einen Cake beläuft sich momentan auf 42$.
     
    Aufgegossen habe ich ihn nach kurzer Rinse mit kochendem Wasser dann bei Temperaturen zwischen 85 - 95 Grad. Die Ziehzeiten variierten von 5 bis 20 Sekunden.
    9 Aufgüsse a ~175ml überstehen die genutzten 5gr locker.
     
    Alles in allem also: Die Probe war es wert, verkostet zu werden und 15gr habe ich noch übrig, um mehr von diesem Tee zu erfahren.
     
    So, sobald ich weitere Pus verkostet habe, werde ich den Bericht weiter vervollständigen.
     
    Zu den Oolongs komme ich noch, Schande über mich, aber ich habe es bisher nicht geschafft.
     
    LG und bis dahin.
     
    Update vom 01.08.2015:
    Heute habe ich den Fengqing Ancient Tree Spring Chun Jian Raw Pu-erh Cake Tea 2012 von TeaVivre im Yixing Kännchen, 5gr.
    Wasser zwischen 95 und 80 Grad, Ziehzeiten bis max. 30 Sekunden.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt: Produced in Fengqing(凤庆), Lincang, Yunnan, China Made of 100% pure one bud with one to three tea leaves from 500 to 1000 years old ancient Large-leaf Species. Pressed into well-proportioned cake shape. Leaves Hand-picked between March 10, 2012 and April 20, 2012. Bright yellowish green color, taste soft of first sip, smooth, quick sweet after-taste. Dark green and bloom Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: July, 2012

     

     

    It tastes soft of first sip. The flavor after is light bitter. Then it comes the sweet aftertaste after the swallowing of the liquid, which will stay in your mouth for a long time. If you are talking at that time, it will only take you few minutes to find that your mouth can’t help secreting saliva, and the aroma of the teas lingers there.  

    Im Grunde genommen kann ich das unterschreiben.
    Der Tee schmeckt zuerst mild, dann kommt ein leicht bitterer Geschmack, den ich persönlich ja nicht so mag. Danach füllt er den Mund aber schön aus mit seinem Aroma.
    Angeblich soll er 15 Aufgüsse durchhalten, ich hatte so 8 bei den 5gr Tee.
    Es war ein schöner Pu Erh, aber nicht mein Favorit, er wurde zu den letzten Aufgüssen hin etwas zu flach für meinen Geschmack.
    Kein Nachkaufkandidat für 58$ pro Cake.
     
    Update vom 03.08.2015:
    Heute war der 2006 Fengqing Raw Pu-erh Tea Tuocha von TeaVivre in meinem Kännchen, 4gr auf 150ml, aufgegossen ca. 9mal, Wassertemp von 90 - 95 Grad, Ziehzeiten bis max. 20 Sekunden.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt:
    Produced in Fengqing(凤庆), Lincang, Yunnan, China Made of 100% pure one bud with one to three tea leaves from 50 to 150 years fengqing large tea-leaf speices Pressed into well-proportioned nest shape, which is tight and even. Leaves Hand-picked around April 1 to 10, 2006. Bright yellowish color, taste strong flavor of first sip, quick sweet after-taste. Soft and bright tea leaves after brewing Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: July, 2006.

     

    Aufgrund des Alters habe ich schon ein paar Erwartungen gehabt, genauso aufgrund der Pflückung.
    Und ich wurde nicht enttäuscht, der Tee hat mir gut geschmeckt, er war zwar Pu Erh typisch im Geschmack, aber nicht zu dominant und ich konnte tatsächich das fruchtig-süße herausschmecken.
     
    100gr kosten hier 12,90$ und das wäre der erste potenzielle Nachkaufkandidat für mich.
     
    Update vom 10.08.2015:
    Am Wochenende habe ich zweimal je 5gr vom Menghai Golden Buds Tribute Ripened Pu-erh Cake 2009 verkostet.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt: Original Place: Man’en Village (曼恩村), Mengzhe, Menghai, Yunnan Harvest Time: 2009 Production Date: September 9, 2009 Tea Tree: Yunnan large leaf species. Appearance: exquisite, small, tidy cake with glossy surface. Tea Liquid: dark red color. Flavor: carries a typical strong aroma of ripened pu-erh, tastes mellow, smooth, thick with sweet aftertaste. Tea Leaf: fat and glossy after brewed. Tea Manufacturer: Menghai Ju Ming Tea Factory

     

    200gr kosten hier 24,90€.
    Bei diesem Tee bin ich zwiegespalten.
    Die Bitterkeit war in meinen Augen recht dominant und mir fehlten die Nuancen im Tee.
    Vielleicht schmecke ich sie auch einfach nicht.
    Man konnte den Tee trinken, aber nachkaufen würde ich ihn jetzt nicht.
     
    Da hat mir der weiße Tee, den ich danach getrunken habe, viel mehr zugesagt irgendwie, der hatte Nuancen im Geschmack
     
    Update 12.08.2015:
    Heute gabs nach einem sehr schönen Oolong einen überraschend schönen Pu, den Fengqing Wild Tree Yesheng Raw Pu-erh Tea Cake 2013, 5gr auf 150ml, aufgebrüht mit 95 Grad, ca. 6x
     
    Die Beschreibung lautet:
    Origin Place: Fengqing (凤庆), Yunnan Fresh Leaves: wild tree leaf; one bud with two leaves Harvest Time: March to May, 2013 Flavor: newly made tea with strong and powerful taste; can have better flavor after one year’s storage. Manufacturer: Fengqing Sanning Tea Company Ltd. Production Date: May 18, 2013

     

    Der Tee war für mich eine Überraschung. Dieser typische Pu Erh Geschmack war nur ganz im Hintergrund zu schmecken, stattdessen hatte er eine fast angenehme Süße, kaum Bitterkeit und war ins ich irgendwie rund.
    Auch die Farbe der Tasse mit einem hellen gelb war für mich überraschend, hatte ich jetzt doch viele Pus, die eine sehr dunkle Tasse hatten.
     
    Dieser Pu wäre für ich definitiv ein Nachkaufkandidat, er kostet 62$ für einen Cake.
    Ich freue mich auf die drei Aufgüsse, die ich noch hier habe :-)
     
    Update 16.08.2015:
    Heute gabe es den Ripened Aged Pu-erh Mini Tuocha 2007.
     
    Die Beschreibung lautet: Tea leaves harvested in April 2007 in Simao, Pu’er, Yunnan, China Flaked Pu-erh tea leaves compressed into birds nest shape and individually wrapped Tea brews up a rich mahogany color A complex mellow earthy flavor with a comforting woodsy aroma Low caffeine (less than 10% of the caffeine in a cup of coffee)

     

    Aufgebrüht bei 95 Grad, 5gr auf 150ml.
    Wie beschrieben ist der Aufguss sehr dunkel, fast schwarz.
    Es gibt einen deutlichen erdigen Geschmack, aber nicht muffig oder bitter, eben nur sehr präsent.
    Das muss man mögen, mein Fall ist es nicht so 100%, mir gefallen die leichteren Pus anscheinend mehr.
    Aber er war gut trinkbar, aber kein Nachkaufkandidat, wenn er auch für 8,90$ auf 100gr sehr günstig ist ...
    Dafür habe ich doch zu wenig Spaß beim Trinken.
     
    Update 17.08.2015:
    Heute durfte der Fengqing Old Tree Raw Pu-erh Cake Tea 2013 ins Tässchen.
    Die Beschreibung lautet:
    Origin: Fengqing (凤庆), Yunnan Harvest Time: April 10 - 28, 2013 Age of Tea Trees: 300 to 800 years Appearance: beautiful and smooth, has complete leaves both on the surface and inside. Tea Liquid: yellow with nice aroma Flavor: powerful, typical raw pu-erh’s strong flavor; quick sweet aftertaste, aromatic and lively. Manufacturer: Fengqing Sanning Tea Company Ltd. Production Date: May 18, 2013

    Ich muss sagen, von diesem Tee hatte ich mir mehr erwartet, nachdem mir die anderen Fengqing ja teilweise gut geschmeckt haben.
    Aber obwohl der Tee jetzt nicht direkt zu bitter ist, ist er nichtssagend unscheinbar.
    Weder zu bitter, noch zu erdig, noch zu fruchtig, einfach ... hmmm, und das wars?
     

    Also kein Nachkaufkandidat für mich für 42,90$ pro Cake (400gr).
     
    Heute Abend gab es dann auch den Fengqing Arbor Tree Ripened Pu-erh Cake Tea 2010.
    Die Beschreibung lautet:
    Produced in Fengqing, Lincang, Yunnan, China Made from 100% pure leaves from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees Leaves Hand-picked on 2008. Choose high quality leaves during process Dry Storage, pure taste Mellow earthy sweet taste with flowery flavor Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: 2010

     
    Er ist mir, wie auch die anderen Pus, die jetzt nicht auf meiner Nachkaufliste stehen, einfach zu "puig", d.h. zu erdig.
    Er schmeckt nicht bitter oder muffig, sondern eben dieses typische Pu Erh ist mir zu dominant.
     
    Daher kein Nachkaufkandidat.
    35$ für einen Cake (375gr).
  11. Like
    Entchen19 erhielt eine Reaktion von Terrakotta-Krieger für Ein Blogeintrag, Pu Erh? Das ist doch dieser Abnehmtee!?   
    Das war meine erste Berührung mit dem Thema ...
    Da in meiner Familie nur meine Mutter in der beneidenswerten Position ist, einen super Stoffwechsel und den entsprechenden Körperbau zu haben, wurde der Rest der Familie in meiner Kindheit und Jugend in mehr oder weniger großen Abständen mit den diversen unterstützenden Mitteln für Gewichtsabnahmen bekannt gemacht.
     
    Hier gab es irgendwann Mitte bis Ende der neunziger Jahre auch das Thema Pu Erh und prompt wurde er für uns gekauft.
    Die meisten werden wissen, was jetzt kommt:
    Er wurde unter Protest heruntergwürgt ...
     
    Denn rückblickend behaupte ich, war das 99% Müll und vielleicht 1% Ähnlichkeit mit dem, was Pu Erh sein kann.
     
    Bis Mitte letzten Jahres war Pu Erh für mich auch gar keine Art, Tee zu verarbeiten, sondern rangierte in der Assoziation irgendwo bei „sowas wie Roiboos, Honeybush und so“, also irgendeine Baumrinde oder so, die zu Tee verarbeitet wird.
     
    Dass es tatsächlich aus echten Teepflanzen gewonnen wird und auch noch schmecken kann, ist mir erst seit einigen Monaten bekannt.
     
    Inzwischen kann ich, nachdem ich auch Pus in der Tasse hatte, die die Bezeichnung verdienen, und mit meinem gewachsenen Geschmacksbewusstsein (*g*) sagen, dass ich Pus als Tee toll finde.
    Aber ich habe sehr wenig Erfahrung noch damit.
     
    Trotzdem würde ich diesen Blogeintrag nutzen und einmal aufschreiben, was ich bisher gekostet habe und was noch darauf wartet.
     
    Hierbei berücksichtige ich die Pus, bei denen ich Namen und Herkunft halbwegs kenne.
     
    Zuerst einmal zwei Shengs:
    Manzhuan Gushu 2014 --> er hat mir persönlich nicht so gut geschmeckt wie andere Pu, er war mir zu flach und den Preis von 29,50€ pro 50gr einfach nicht wert für das doch seichtere Geschmackserlebnis
    Mengla Mao Cha 2013 --> Ein „Rohtee“ (wobei ich nicht weiß, was das bedeuten soll) mit two leaves and a bud von wilden 300 Jahre alten Teebäumen. Er hat mir recht gut geschmeckt, er war ausgewogen im Geschmack, hatte aber eine schöne Bandbreite an Geschmäckern, von einer fruchtigen bis hin zu einer leichten Holznote. Er könnte ein Nachkaufkandidat sein, wenn es ihn dann noch gibt. Auch fand ich ihn mit 9,90 für 50gr vom Verhältnis her völlig akzeptabel.
     
    Bei Teavivre habe ich mir ein Probensortiment bestellt, aber noch nicht getestet.
    Daher nur der Vollständigkeit halber hier schon einmal die Pus, die Bewertung folgt dann. Ausführliche Beschreibungen des Pflückdatums, der Herstellung und Herkunft erhält man auf der Seite, das finde ich sehr vorbildlich dargestellt hier.
    Für 180gr (jeweils 2x10 gr Packungen) habe ich hier 29,80$ bezahlt, für Proben aus meiner Sicht ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, auch wenn ich die Qualität hier gar nicht beurteilen kann.
    Ich wollte einfach etwas breiter einmal in einen Test gehen (und hatte bestellt, bevor Cha-Shifu sein Probenpaket angepriesen hatte ...)
    Von der Verpackung dem Versand kann ich auch nur positives berichten, ich werde hier also, sofern die Teequalität mir zusagt, sicher wieder bestellen.
     
    Menghai Golden Buds Tribute Ripened Pu-erh Cake 2009 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Ancient Tree Spring Chun Jian Raw Pu-erh Cake Tea 2012 --> ok, kein Nachkauf
    2006 Fengqing Raw Pu-erh Tea Tuocha --> schön, potenzieller Nachkauf
    Fengqing Raw Pu-erh Cake Tea 2006 Paddy Flavor --> irgendwie keine Notizen gemacht, muss noch nachgeholt werden bei den letzten 10gr
    Ripened Aged Pu-erh Mini Tuocha 2007--> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Arbor Tree Ripened Pu-erh Cake Tea 2010 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea 2013 --> ok, kein Nachkauf
    Fengqing Old Tree Raw Pu-erh Cake Tea 2013 --> hmm ... kein Nachkauf
    Fengqing Wild Tree Yesheng Raw Pu-erh Tea Cake 2013 --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
     
    So, im nächsten Blog wird es um die Oolongs gehen, auch hier habe ich eine Probe von TeaVivre abgestaubt und daneben noch einige andere versucht.
     
    Bis dann :-)
     
    LG
    Entchen
     
    Update vom 25.07.2015:
     
    So, nachdem ich die ersten Pu's getestet habe, gibt es einen aktuellen Status von mir.
    Ich glaube, auch in diese Art Tee muss man hineinwachsen.
    Ich mag bei den Pu's, die mir dann auch schmecken, dieses "Bauchgefühl", was sie im Magen auslösen.
    Es ist irgendwie ein angenehmes spüren des Magens (ich kann es nicht besser beschreiben )
     
    Der Manzhuan Gushu, den ich bei Erstellen dieses Eintrages noch etwas zu flach fand, kann ich inzwischen mehr abgewinnen, ich entdecke andere Tiefen in ihm, wenn ich ihn auch nicht so abwechslungsreich finde, wie den Mao Cha.
     
    Zwischenzeitlich hatte ich einen 2005er Pu Erh der Shennong Tea Lounge in Düsseldorf erstanden.
    Dies soll ein grüner Pu Erh sein, mehr Informationen habe ich leider nicht erhalten.
     
    Bei diesem merke ich, dass er deutlich "zickiger" hinsichtlich der Wassertemperatur ist als andere Pu's, die ich bisher in der Tasse hatte.
    Er kann den hohen Temperaturen nichts abgewinnen, sondern entfaltet bei gemäßigten 80 Grad den besten Geschmack.
     
    Heute hatte ich 5gr des Fengqing Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea 2013 in der Tasse.
    Die Beschreibung lautet wie folgt:
    Produced in Fengqing (凤庆), Lincang, Yunnan, China Made from 100% pure leaves from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees Leaves Hand-picked between March and May in 2006. Choose high quality leaves during process Mellow earthy sweet taste with flowery flavor Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: Nov 8, 2013

    This Ripe Pu-erh Cake Teavivre choose is from the representative Pu-erh production area Fengqing. Fengqing is the original place of the world-wide famous Dian Hong Tea. And it is also a classic place of Yunnan Pu-erh. It is a place in Lingcang which is one of the four famous Pu-erh production areas. The taste of Fengqing Pu-erh is mellow and sweet, deeper than Pu-erh in other production area. And it usually has the flowery flavor of Dian Hong Tea. The tea leaves used to make this Ripened Tribute Pu-erh Cake Tea are all pure leaves hand-picked from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees.
     

    Bei diesem Pu merkt man deutlich den erdigen Geschmack, der nicht unangenehm, aber eben präsent ist, er hat für mich diesen besonderen Pu Erh Geschmack. Dabei ist er aber nicht streng, sondern fast lieblich.
    Ich mag ihn gerne, auch wenn ich ihn vermutlich nicht als Cake nachkaufen würde. Der Preis für einen Cake beläuft sich momentan auf 42$.
     
    Aufgegossen habe ich ihn nach kurzer Rinse mit kochendem Wasser dann bei Temperaturen zwischen 85 - 95 Grad. Die Ziehzeiten variierten von 5 bis 20 Sekunden.
    9 Aufgüsse a ~175ml überstehen die genutzten 5gr locker.
     
    Alles in allem also: Die Probe war es wert, verkostet zu werden und 15gr habe ich noch übrig, um mehr von diesem Tee zu erfahren.
     
    So, sobald ich weitere Pus verkostet habe, werde ich den Bericht weiter vervollständigen.
     
    Zu den Oolongs komme ich noch, Schande über mich, aber ich habe es bisher nicht geschafft.
     
    LG und bis dahin.
     
    Update vom 01.08.2015:
    Heute habe ich den Fengqing Ancient Tree Spring Chun Jian Raw Pu-erh Cake Tea 2012 von TeaVivre im Yixing Kännchen, 5gr.
    Wasser zwischen 95 und 80 Grad, Ziehzeiten bis max. 30 Sekunden.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt: Produced in Fengqing(凤庆), Lincang, Yunnan, China Made of 100% pure one bud with one to three tea leaves from 500 to 1000 years old ancient Large-leaf Species. Pressed into well-proportioned cake shape. Leaves Hand-picked between March 10, 2012 and April 20, 2012. Bright yellowish green color, taste soft of first sip, smooth, quick sweet after-taste. Dark green and bloom Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: July, 2012

     

     

    It tastes soft of first sip. The flavor after is light bitter. Then it comes the sweet aftertaste after the swallowing of the liquid, which will stay in your mouth for a long time. If you are talking at that time, it will only take you few minutes to find that your mouth can’t help secreting saliva, and the aroma of the teas lingers there.  

    Im Grunde genommen kann ich das unterschreiben.
    Der Tee schmeckt zuerst mild, dann kommt ein leicht bitterer Geschmack, den ich persönlich ja nicht so mag. Danach füllt er den Mund aber schön aus mit seinem Aroma.
    Angeblich soll er 15 Aufgüsse durchhalten, ich hatte so 8 bei den 5gr Tee.
    Es war ein schöner Pu Erh, aber nicht mein Favorit, er wurde zu den letzten Aufgüssen hin etwas zu flach für meinen Geschmack.
    Kein Nachkaufkandidat für 58$ pro Cake.
     
    Update vom 03.08.2015:
    Heute war der 2006 Fengqing Raw Pu-erh Tea Tuocha von TeaVivre in meinem Kännchen, 4gr auf 150ml, aufgegossen ca. 9mal, Wassertemp von 90 - 95 Grad, Ziehzeiten bis max. 20 Sekunden.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt:
    Produced in Fengqing(凤庆), Lincang, Yunnan, China Made of 100% pure one bud with one to three tea leaves from 50 to 150 years fengqing large tea-leaf speices Pressed into well-proportioned nest shape, which is tight and even. Leaves Hand-picked around April 1 to 10, 2006. Bright yellowish color, taste strong flavor of first sip, quick sweet after-taste. Soft and bright tea leaves after brewing Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: July, 2006.

     

    Aufgrund des Alters habe ich schon ein paar Erwartungen gehabt, genauso aufgrund der Pflückung.
    Und ich wurde nicht enttäuscht, der Tee hat mir gut geschmeckt, er war zwar Pu Erh typisch im Geschmack, aber nicht zu dominant und ich konnte tatsächich das fruchtig-süße herausschmecken.
     
    100gr kosten hier 12,90$ und das wäre der erste potenzielle Nachkaufkandidat für mich.
     
    Update vom 10.08.2015:
    Am Wochenende habe ich zweimal je 5gr vom Menghai Golden Buds Tribute Ripened Pu-erh Cake 2009 verkostet.
     
    Die Beschreibung ist wie folgt: Original Place: Man’en Village (曼恩村), Mengzhe, Menghai, Yunnan Harvest Time: 2009 Production Date: September 9, 2009 Tea Tree: Yunnan large leaf species. Appearance: exquisite, small, tidy cake with glossy surface. Tea Liquid: dark red color. Flavor: carries a typical strong aroma of ripened pu-erh, tastes mellow, smooth, thick with sweet aftertaste. Tea Leaf: fat and glossy after brewed. Tea Manufacturer: Menghai Ju Ming Tea Factory

     

    200gr kosten hier 24,90€.
    Bei diesem Tee bin ich zwiegespalten.
    Die Bitterkeit war in meinen Augen recht dominant und mir fehlten die Nuancen im Tee.
    Vielleicht schmecke ich sie auch einfach nicht.
    Man konnte den Tee trinken, aber nachkaufen würde ich ihn jetzt nicht.
     
    Da hat mir der weiße Tee, den ich danach getrunken habe, viel mehr zugesagt irgendwie, der hatte Nuancen im Geschmack
     
    Update 12.08.2015:
    Heute gabs nach einem sehr schönen Oolong einen überraschend schönen Pu, den Fengqing Wild Tree Yesheng Raw Pu-erh Tea Cake 2013, 5gr auf 150ml, aufgebrüht mit 95 Grad, ca. 6x
     
    Die Beschreibung lautet:
    Origin Place: Fengqing (凤庆), Yunnan Fresh Leaves: wild tree leaf; one bud with two leaves Harvest Time: March to May, 2013 Flavor: newly made tea with strong and powerful taste; can have better flavor after one year’s storage. Manufacturer: Fengqing Sanning Tea Company Ltd. Production Date: May 18, 2013

     

    Der Tee war für mich eine Überraschung. Dieser typische Pu Erh Geschmack war nur ganz im Hintergrund zu schmecken, stattdessen hatte er eine fast angenehme Süße, kaum Bitterkeit und war ins ich irgendwie rund.
    Auch die Farbe der Tasse mit einem hellen gelb war für mich überraschend, hatte ich jetzt doch viele Pus, die eine sehr dunkle Tasse hatten.
     
    Dieser Pu wäre für ich definitiv ein Nachkaufkandidat, er kostet 62$ für einen Cake.
    Ich freue mich auf die drei Aufgüsse, die ich noch hier habe :-)
     
    Update 16.08.2015:
    Heute gabe es den Ripened Aged Pu-erh Mini Tuocha 2007.
     
    Die Beschreibung lautet: Tea leaves harvested in April 2007 in Simao, Pu’er, Yunnan, China Flaked Pu-erh tea leaves compressed into birds nest shape and individually wrapped Tea brews up a rich mahogany color A complex mellow earthy flavor with a comforting woodsy aroma Low caffeine (less than 10% of the caffeine in a cup of coffee)

     

    Aufgebrüht bei 95 Grad, 5gr auf 150ml.
    Wie beschrieben ist der Aufguss sehr dunkel, fast schwarz.
    Es gibt einen deutlichen erdigen Geschmack, aber nicht muffig oder bitter, eben nur sehr präsent.
    Das muss man mögen, mein Fall ist es nicht so 100%, mir gefallen die leichteren Pus anscheinend mehr.
    Aber er war gut trinkbar, aber kein Nachkaufkandidat, wenn er auch für 8,90$ auf 100gr sehr günstig ist ...
    Dafür habe ich doch zu wenig Spaß beim Trinken.
     
    Update 17.08.2015:
    Heute durfte der Fengqing Old Tree Raw Pu-erh Cake Tea 2013 ins Tässchen.
    Die Beschreibung lautet:
    Origin: Fengqing (凤庆), Yunnan Harvest Time: April 10 - 28, 2013 Age of Tea Trees: 300 to 800 years Appearance: beautiful and smooth, has complete leaves both on the surface and inside. Tea Liquid: yellow with nice aroma Flavor: powerful, typical raw pu-erh’s strong flavor; quick sweet aftertaste, aromatic and lively. Manufacturer: Fengqing Sanning Tea Company Ltd. Production Date: May 18, 2013

    Ich muss sagen, von diesem Tee hatte ich mir mehr erwartet, nachdem mir die anderen Fengqing ja teilweise gut geschmeckt haben.
    Aber obwohl der Tee jetzt nicht direkt zu bitter ist, ist er nichtssagend unscheinbar.
    Weder zu bitter, noch zu erdig, noch zu fruchtig, einfach ... hmmm, und das wars?
     

    Also kein Nachkaufkandidat für mich für 42,90$ pro Cake (400gr).
     
    Heute Abend gab es dann auch den Fengqing Arbor Tree Ripened Pu-erh Cake Tea 2010.
    Die Beschreibung lautet:
    Produced in Fengqing, Lincang, Yunnan, China Made from 100% pure leaves from 50 to 100 years old Large-leaf Arbor Tea Trees Leaves Hand-picked on 2008. Choose high quality leaves during process Dry Storage, pure taste Mellow earthy sweet taste with flowery flavor Manufacture: Yunnan Fengqing Sanning Tea Industry Co., Ltd. Production Date: 2010

     
    Er ist mir, wie auch die anderen Pus, die jetzt nicht auf meiner Nachkaufliste stehen, einfach zu "puig", d.h. zu erdig.
    Er schmeckt nicht bitter oder muffig, sondern eben dieses typische Pu Erh ist mir zu dominant.
     
    Daher kein Nachkaufkandidat.
    35$ für einen Cake (375gr).
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    Entchen19 erhielt eine Reaktion von Terrakotta-Krieger für Ein Blogeintrag, Tee - Die Faszination unendlicher Facetten   
    Nun ist es also soweit ...

    Ich habe mich Jahre gesperrt ...

    Ich habe nie einen Sinn darin gesehen, einen Blog zu schreiben, denn was sollte ich hier festhalten?
    Welches meiner Hobbys wäre spannend genug und so detailliert betrieben, dass es jemanden interessieren könnte und mein Blog echten Mehrwert bieten könnte?

    Und doch bin ich jetzt hier gelandet, in meinem ersten eigenen Blog.

    Im Grunde genommen geht es mir in diesem Blog mehr darum, meine Erfahrungen mit der Welt des Tees für mich selbst festzuhalten.
    Die ganzen vielen Eindrücke, die ich mit verschiedenen Tees gesammelt habe und hoffentlich noch sammeln werde, festzuhalten und zu speichern, so dass ich immer wieder zurückblicken kann und sagen: "Ja, dieser Tee war prima, den werde ich noch einmal bestellen."
    Aber vielleicht sind meine Informationen dann doch auch für andere interessant, die gerade ihre Reise in die Welt des Tees begonnen haben und sich hier ein paar einfache Eindrücke abholen möchten.
    Ich würde mich freuen, wenn sich ein paar interessierte Leser finden, die auch etwas aus meinen Blogs mitnehmen könnten :-)

    Und da es nun einmal so ist, finde ich, einen Blog kann man nicht mit so profanen Informationen wie der Bewertung eines einzelnen Tees beginnen.
    Es braucht schon mehr.

    Daher wird dieser erste Blogeintrag der Versuch sein zu beschreiben: Warum überhaupt Tee?

    Als ich über die Frage nachdachte, was mich an Tee so fasziniert und warum er mich seit meiner Kindheit begleitet, konnte ich mich nicht entscheiden, denn es sind so viele Dinge, die der Tee für mich symbolisiert:

    Er ist der erlösende Seufzer, mit dem man sich nach einem langen Tag auf die Couch setzt und für 5 Minuten einfach nur sein darf.
    Er ist der Seelentröster, wenn man seinen Geruch einatmet und die Spannung von einem abfällt und einen tiefe Ruhe überkommt.
    Er ist die Pause und das Durchatmen an einem langen Arbeitstag.
    Er ist die Vorfreude, wenn man eine Bestellung aufmacht und alleine daran denkt, was einen wohl erwarten könnte.
    Er ist die tägliche Überraschung, die er einem bereitet.
    Er ist die Geschmacksexplosion im Mund, die nie gleich ist.
    Er ist ein Stück Heimat, ein vertrauter Geschmack an einem verregneten Tag, der Balsam für die Seele ist.
    Er ist die Erinnerung an viele schöne und traurige Tage, die er begleitet hat.
    Er ist immer dabei gewesen. Bei Hochzeiten, bei Taufen, bei Richtfesten, bei Trauerfeiern ...
    Er kann so besonders sein und so alltäglich.
    Er kann ein treuer Freund oder ein überraschender Gast sein.
    Er ist der Wecker am Morgen und die frische Energie am Nachmittag.
    Er ist der Stimmungsaufheller auf dem Weg nach Hause, wenn der Gedanke an eine Tasse Tee den Arbeitstag vergessen macht.

    Man sieht, Tee bedeutet vieles für mich.

    Dabei war mein Weg zu ihm, die erste Berührung, im Grunde so profan.
    Denn er war eine Alternative.
    Zu den Säften, den Erfrischungsgetränken, dem Kaffee, die ich alle nur in Maßen mochte, wenn überhaupt.
    Er war die unendliche Alternative zum endlosen Wasser.

    Aber inzwischen ist er so viel mehr geworden.

    Jeden Tag lerne ich dazu, erkenne neue Eigenheiten und Feinheiten am Tee.
    Nicht nur in der Zubereitung, auch im Genuss.

    Tee ist so unendlich dankbar und großzügig und kann doch so zickig sein.
    Mancher Tee verzeiht es, wenn man ihn schlecht behandelt.
    Anderer schmollt fürchterlich dabei.
    Er kann wunderschöne Erinnerungen und Empfindungen hervorzaubern oder einfach nur ohne große Aufregung mit einem den Tag durchleben.

    Tee ist ein treuer Begleiter, einer, der einen immer wieder überraschen kann.
    Man muss ihn nur seinen Zauber wirken lassen.

    Entchen