knorki

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  1. Eieiei, so ein System war mir vom Grüntee bisher nicht bekannt. Um das nochmal kurz zusammenzufassen, damit ich das richtig verstanden habe: SFTGFOP1 = Special Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe grade 1 => höchste Qualität FTGFOP1 = Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe grade 1 => gibt es immer noch mit Blattgrad 1 - Unterschied zwischen special fine tips und fine tips scheint also marginal? FTGFOP = Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe => es reicht nicht mehr für Blattgrad 1 (Das bezeichnet aber insgesamt 'nur' den Blattgrad) ----------------------------------------------------------------------- Die invoice-Nummer (als Abkürzung DJ oder Ex) ist die Nummer des Pflückvorgangs, der teilweise auch mehrere Tage andauern kann. Also müsste meiner bescheidenen Meinung nach eigentlich ein first flush SFTGFOP1 DJ1 von höchster Qualität sein? Natürlich spielt das Anbaugebiet und der Teegarten eine große Rolle, aber jetzt mal nur auf diese Kriterien abgestellt. Mir erschließt sich nicht, wieso ein first flush SFTGFOP1 DJ5 diesem überlegen sein kann. Die Zusatzbezeichnung Flugtee weist tatsächlich 'nur' auf den Umstand hin, dass die Ernte per Luftfracht zum Importeur transportiert wird, oder? So kann es z. B. einen 'Flugtee first flush SFTGFOP1 DJ1' der eingeflogen wird geben und einen 'first flush SFTGFOP1 DJ1', der vielleicht mit dem Schiff transportiert wird? Noch etwas verwirrend das ganze für mich
  2. Ah okay, vielen Dank! Gibt es sonst noch Merkmale auf die ich achten könnte um die Qualität einzuschätzen? Das fällt mir immer besonders schwer... Das soll mein erster Schwarztee werden (abgesehen von irgendeinem Beuteltee vom Discounter vor ~ 8 Jahren )
  3. Ja, zu Theaflavinen gibt es leider nur Ansätze von Forschung. Aber diese Ansätze zeigen eben, dass bestimmte Theaflavine in Teilbereichen sogar wesentlich potenter (oder zumindest gleichwertig) sind als das wirkungsvollste Catechin (EGCG). Das gibt schon Anlass zur weiteren Forschung denke ich. Viele Studien sind sich nämlich einig, dass es eine Korrelation zwischen Gesamtphenolgehalt und antioxidativer Aktivität im Vergleich Schwarztee/Grüntee gibt und nicht 'nur' die Catechine für diesen Effekt verantwortlich sein können. Schade ist wohl auch, dass die Thearubigine bisher so wenig Beachtung erhielten, denn diese machen mit Abstand den Großteil der Polyphenole in schwarzem Tee aus (Man liest hier häufig über Anteile von bis zu 70% am Gesamtphenolgehalt). Bisher wurde nur in Ansätzen gezeigt, dass hier eine ähnliche antioxidative Aktivität bestehen könnte wie bei Catechinen. Auch Theogallin wurde 2007 getestet und sehr, sehr positiv bewertet. Warum medial immer nur Grüntee gehyped wird verstehe ich beim besten Willen nicht, aber ich muss sagen: Zu Beginn bin ich auch in diese Falle getappt Das wichtigste ist jedoch, jede Untersuchung bewertet Tee im allgemeinen als ein sehr, sehr gesundheitlich positives Getränk. Bis weitere Studien auftauchen, bleibt wohl nur eins: abwarten und Tee trinken
  4. Habe mir das ganze nochmal angesehen. Der "Bio Kafun Catechin Tee Ernte 2013 aus dem Teegarten der Familie Morimoto, Miyazaki, Japan" hat Ende 2013 ein EGCG-Gehalt von 7,16 gehabt. Im wissenschaftlichen Text aus dem Frühjahr 1999 vom Teeverband "Grüner und schwarzer Tee - Gemeinsamkeiten und Unterschiede" werden folgende EGCG-Werte genannt: Schwarzer Tee: Darjeeling ff 6,63 Darjeeling sf 6,87 Sri Lanka Loirorn 4,49 Sri Lanka Dickwella 4,38 Grüner Tee: Gunpowder, China 6,24 Gunpowder, China 5,96 Japan Bancha 4,84 Auch die Arbeit von Y. Hilal und U. Engelhardt von 2007 "Characterisation of white tea – Comparison to green and black tea" gibt für grünen Tee eine "EGCG-Spanne" von 4,40 - 9,60 an, für weißen Tee sogar marginal bessere Werte von 5,23 - 9,49. In Anbetracht dieser Vergleiche ist der EGCG-Gehalt in "Bio Kafun Catechin Tee" doch eher Durchschnitt, vielleicht etwas darüber.
  5. Habe mir diesen hier kürzlich mehr oder weniger aufschwatzen lassen: http://www.tee-wuppertal.de/GruenteeKorea.html- Korea Grüntee First Flush Jeoncha, BIO Der Verkäufer hat vor allem von dem hervorragenden PLV geschwärmt. Da ich aber erst Grüntee-Einsteiger bin, kann ich mir noch kein wirklich fundiertes Urteil bilden - außer das er mir sehr gut schmeckt Könntet ihr mir ein oder zwei koreanische Tees nennen, die sich möglichst stark von dem obigen unterscheiden? Damit ich erstmal die Bandbreite der koreanischen Tees erfassen kann!
  6. Hallo, kann mir jemand sagen was von diesem (http://www.tee-wuppertal.de/Darjeeling.html - Darjeeling first flush STGFOP1 FF Puttabong BIO) Tee zu halten ist? Sind knappe 11€/100g für diesen Tee angemessen? Der obige Tee ist bezeichnet mit "STGFOP1" Also special, tippy, golden, flowery, pekoe Sprich es fehlt finest und damit entspricht er nicht dem höchsten Qualitätsstandard für schwarzen Tee, richtig? Weiß jemand was die 1 bedeutet?
  7. Ja du hast recht, ich hätte vielleicht explizit erwähnen sollen das sich diese Studie auf kardiovaskuläre Erkrankungen bezieht. Ich fand es nur interessant, dass hier Theaflavine und Thearubigene das Fehlen der Catechine - zumindest in diesem Zusammenhang - weitestgehend kompensieren. Leider findet man zu Theaflavinen und Thearubigene bei weitem nicht so viele wissenschaftliche Arbeiten wie zu Catechinen Danke für den Buchtipp, werde mir das mal ansehen!
  8. Green and black tea are equally potent stimuli of NO production and vasodilation: New insights into tea ingredients involved (2009)
  9. Miyazaki ist die sonnenreichste Präfektur? Wo kann ich das nachsehen? Irgendwie finde ich bei Google nichts hilfreiches bin nämlich auch ein Catechin-Jäger wenn man so will Dass der Tee nicht fermentiert sein darf um eine solide antioxidative Wirkung zu erzielen ist falsch. Es gibt Studien die vielmehr beweisen, dass es auf den Gesamtpolyphenolgehalt ankommt (welcher bei grünem Tee und schwarzem Tee nicht so weit auseinander liegt - zugegebenermaßen wurden hier durchschnittliche grüne Tees mit sehr guten schwarzen Tees verglichen). Unterschiede bestehen jedoch in der Zusammensetzung der enthaltenen Polyphenole. Der Herstellungsprozess von Grünem Tee bewirkt, dass die Oxidation der im Blatt enthaltenen Polyphenole verhindert wird. Der Schwarze Tee hingegen erzielt erst sein Aroma durch die Oxidation dieser Polyphenole. Während der Herstellung von Schwarzem Tee entstehen aus einem großen Teil der Catechine höhermolekulare Verbindungen, wie Theaflavine und Thearubigine. Es wurde sogar festgestellt, dass Theaflavine und Thearubigine wesentlich potenter sind als EGCG. Sie sind lediglich in wesentlich(!) kleinerem Umfang im Tee enthalten. Um die Ergebnisse der Studie kurz darzustellen: Grüner Tee hatte 1226 Mikromol/l Gesamtcatechine (davon 543 Mikromol/l EGCG) Schwarzer Tee hatte 28 Mikromol/l Gesamtcatechine Schwarzer Tee hatte 40 Mikromol/l Theaflavine Dennoch war die Potenz ähnlich, ein Theaflavin wies sogar eine etwa 5-fach höhere Potenz auf als EGCG. Es ist also möglich, dass ein sehr guter schwarzer Tee besser ist als ein durchschnittlicher grüner Tee. Leider habe ich keine Tests zu spitzen Grüntees gefunden. Allerdings lässt sich zumindest die Vermutung aufstellen, dass bei spitzen Grüntees mehr Catechine enthalten sind und diese somit im Rennen vorne liegen dürften.
  10. Nunja, ich dachte weil er überall als Catechin-Bombe gepriesen wird, wäre der Herstellungsprozess auch darauf ausgelegt. Das hatte mich etwas gewundert. Beschattung führt ja im Vergleich zu nichtbeschatteten Anlagen zu einer Zunahme an freien Aminosäuren (insbesondere Theanin und Coffein) und der Gehalt an Flavonolen sinkt aufgrund der eingeschränkten Assimilation von Kohlenstoff in den Blättern. Vielleicht hab ich auch nur von einer Halbbeschattung gelesen, ich bin mir gar nicht mehr sicher - dann ist es halb so wild Ja du hast da wohl recht, muss mir diese wissenschaftliche Herangehensweise noch langsam abgewöhnen... ich arbeite dran Hab nur irgendwie den Tick, mich erst immer umfassend informieren zu müssen bevor ich irgendetwas beginne. So auch mit dem Tee, erst informiere ich mich ausführlich, dann bestelle ich Equipment und versch. Sorten und uninteressant ist die Materie ja auch nicht!
  11. Danke! Komischerweise lese ich auch häufig, dass Benifuuki beschattet wird. Das steht doch im Widerspruch zum möglichst hohen Catechin-Gehalt?
  12. Ich weiß der Thread ist schon etwas älter, scheint aber der einzige über Lapacho zu sein. Gibt es Studien über Lapachol oder andere Wirkstoffe in Lapacho?
  13. Das ist der einzeige Thread den ich zum Suchbegriff "Benifuuki" gefunden habe. Daher poste ich meine Frage hier! Und zwar suche ich Informationen über Benifuuki was die Kreuzung, Ursprungssorten und den Anbau / die Ernte (Beschattung ja/nein, Fermentierung ja/nein, usw) angeht. Stimmt das? Und eine spezielle Sorte der Assam-Hybride ist Benifuuki oder wie bring ich das unter einen Hut? Die Bezeichnung hab ich in einer anderen Quelle gefunden. Noch eine andere Quelle Könnte mich jemand erleuchten?!
  14. So, ich habe hier jetzt belastbares Material von http://teeverband.de/wissenschaft/wit_texte.phpzusammengestellt: Allgemeines Zunächst unterscheiden wir die drei wichtigsten Teesorten, die alle von der Teepflanze camellia sinensis stammen. Sie besteht etwa zu einem Drittel aus Polyphenolen (Trockenmasse). Eine Untergruppe der Polyphenole sind die Flavanoide. Eine Untergruppe der Flavonoide sind die Catechine (Neben Sojabohnen und Rotwein ist Tee die reichste Quelle für Flavonoide). Während grüner Tee überwiegend Flavanole, Flavandiole und Phenolcarbonsäuren enthält, sind die polymeren Theaflavine und Thearubigene die Hauptpolyphenole des schwarzen Tees. Zu den Flavanolen gehören die bekannten Catechine Epigallocatechingallat, Epigallocatechin, Epicatechin und Epicatechingallat, die hauptsächlich für die antioxidative Wirkung des grünen Tees verantwortlich sind. Aber auch die Theaflavine und Thearubigene des schwarzen Tees sind antioxidativ wirksam. Die Antioxidantien stehen im Mittelpunkt bei der Betrachtung von gesundheitlichen Aspekten. Zur Herstellung von grünem Tee werden die Teeblätter erhitzt (rösten oder dämpfen), um die enzymatische Oxidation der Polyphenole zu verhindern. Zur Herstellung von Oolong-Tee werden die Teeblätter ein bis zwei Stunden fermentiert, er enthält sowohl Catechine als auch Oxidationsprodukte. Ein Verhältnis kann hier nicht sicher angegeben werden, da der Grad der Fermentierung nicht genormt ist. Hier gibt es also starke Unterschiede. Zur Herstellung von schwarzem Tee benötigt es eine sechsstündige Fermentation. Die Polyphenoloxidase in den Blättern oxidiert die farblosen Catechine zu Theaflavinen und Thearubigenen (jedoch auch hier nicht restlos). [Außerdem hat die Beschattung eine Auswirkung auf die Flavonoide und das Theanin: Beschattung führt zu mehr Theanin und weniger Flavonolen!] Untersuchungen ergaben für ausgewählten grünen Tee mit Gesamtphenolgehalten (Gallussäure-Äquivalente; ergibt vergleichbare Werte nach einer bestimmten Methode) von 30 - 55 mg/g Tee eine antioxidative Aktivität zwischen 0,152 und 0,371 mmol/l/g Tee. In schwarzen Tees mit Gesamtphenolgehalten von 20 - 59 mg/g wurden antioxidative Aktivitäten von 0,116 bis 0,272 mmol/l/g Tee ermittelt. Die These, dass grüner Tee bei gleichem Gesamtphenolgehalt eine stärkere antioxidative Aktivität aufweist als schwarzer Tee wurde mit einem Versuch untermauert. Auf Einzelheiten gehe ich an dieser Stelle nicht ein, sondern stelle kurz und knapp das Ergebnis vor: Gesamtphenolgehalt (mg/g) antioxidative Aktivität (mmol/l/g) grüner Tee 22,4 ± 0,4 0,186 ± 0,000 Oolong-Tee 12,9 ± 1,1 0,100 ± 0,000 schwarzer Tee 22,2 ± 1,4 0,139 ± 0,010 Grüner Tee weist also eine stärkere antioxidative Aktivität bei gleichem Gesamtphenolgehalt auf. Weiterhin wurde festgestellt, dass die orthotrihydroxy-Gruppe der Catechine die stärkste oxidative Wirkung besitzt. EGCG ist der stärkste Radikalfänger dieser Gruppen. Dies erklärt möglicherweise, warum grüner Teeextrakt eine viel höhere antioxidative Kapazität besitzt, als fermentierte Tees wie Oolong oder schwarzer Tee. Außerdem befinden sich die äußerst gesunden Flavonolglykoside im Schnitt zu einem Drittel mehr in grünem Tee. Weiterhin befindet sich im grünen Tee etwas mehr von Theogallin und Theanin. Theogallin wurde 2007 erstmals getestet und in einer Humanstudie die Zunahme der "mental performance" nachgewiesen. Dies dürfte aber bestenfalls ein positiver Anfangsverdacht sein, der zu weiteren Studien auffordert. Theanin wird oft eine stresslösende Eigenschaft nachgesagt. Tatsächlich wurde festgestellt, dass Koffein und Theanin kombiniert ein anderes pharmakologisches Profil aufweisen als die bloße Summe beider Einzelsubstanzen. Theanin hat ebenfalls einen schwachen antioxidativen Effekt Zubereitung Eine Ziehzeit von mindestens 3 Minuten ist aus gesundheitlicher Sicht empfehlenswert, dann sind bereits 70 - 80% der nach 10 Minuten extrahierten Polyphenole im Tee enthalten. Hierfür wurden 1,3g Tee auf 100ml Wasser verwendet. Auch die Aufbrühtemperatur ist wichtig. Bei 100°C waren die extrahierten Polyphenole im Teewasser höher. Allerdings reichen hier 80°C um einen Großteil zu extrahieren. Sprich: 3 Minuten, 80°C - dann ist das meiste extrahiert und der Grenznutzen nimmt ab. Außerdem vermute ich, dass der Tee bei 10 Minuten, 100°C wirklich ungenießbar wird. Mehrere Aufgüsse sind bei grünem Tee nicht nur möglich, sondern sinnvoll im Hinblick auf die vollständige Extraktion. Im dritten Aufguss wurde noch etwa 50% der im ersten Aufguss ermittelten antioxidativen Aktivität nachgewiesen. Wasser Wenn Tee mit hartem Wasser zubereitet wird, ist Folgendes zu beobachten: Die Farbe des Aufgusses wird meist dunkler Es kann sich eine ölig wirkende Schmiere auf dem Tee bilden Die Geschmackswahrnehmung ändert sich Einige der Tee-Polyphenole (Theaflavine=TF und Thearubigine=TR) sind schwache Säuren mit niedrigerem pH-Wert. Hartes Wasser hat üblicherweise einen höheren pH-Wert Das Wasser sollte nach Möglichkeit sehr weich sein oder ggf. sogar gefiltert werden wenn das Wasser zu hart ist und Flaschenwasser keine Alternative darstellt. ------------------------------------------------------------------------------------------ Ich denke, dass ist doch ein erster Erfolg im Vergleich zu meinem Kenntnisstand zu Beginn. Diese Informationen reichen mir zunächst, um meine Teewahl jetzt etwas einzugrenzen.