Timo

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  1. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Seit nunmehr 15 Monaten habe ich keinen Tee mehr eingekauft und zehre noch immer (!) von meinen Reserven. Der letzte Bestand beinhaltet noch 11 Teesorten. Darunter sechs japanische Grüntees. Unter anderem auch ein Shincha vom letzten Jahr. Ein Tee, den man also eigentlich wegen seiner besonderen Frische kauft. Das Kaufverbot ist also dringend notwendig gewesen. Heute ist jedoch hingegen der Bio Genmaicha von Watanabe in meiner Tasse. Anlass für meine Wortmeldung ist jedoch ein Verstoß gegen mein eigenes "Kaufverbot". Denn soeben bestellte ich zwei Tee-Adventskalender (für Heim und Büro) von @teekontorkiel. Der Inhaltsliste nach zu urteilen, sind viele weihnachtliche Mischungen enthalten. Da verstoße ich gerne mal gegen die eigenen Regeln.
  2. Auf diesem Wege möchte ich mich von einer meiner ersten Kyusu trennen, die meinen Teeweg nur wenige Male aktiv begleitet hat. Es handelt sich hierbei um eine Banko Kyusu der 陶山窯-Töpferei in Yokkaichi. https://banko.or.jp/teapot/touzan/ Sie kann 240 ml aufnehmen und verfügt über ein Keramiksieb. Seinerzeit kostete sie umgerechnet rund 30 Euro. Gerne möchte ich sie gegen japanischen Tee - vorzugsweise grünen und schwarzen - tauschen. Es muss keineswegs viel Tee sein. Schließlich verkleinere ich meinen eigenen Bestand kontinuierlich. Dafür gerne Proben etwas höherwertigerer. Höher aufgelöste Fotoaufnahmen sende ich gerne auf Anfrage.
  3. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Derzeit ist es ja recht ruhig um mich geworden. Das hängt mitnichten damit zusammen, dass ich keinen Tee mehr trinken würde. Im Gegenteil. Ich habe mir aber seit über 10 Monaten ein striktes Kaufverbot auferlegt. Ich werde mich erst dann wieder mit neuen Sorten befassen, wenn ich mein gesamtes Sortiment verbraucht habe. Ich möchte nämlich nicht neue Begehrlichkeiten wecken. So kommt es, dass sich in meiner Tasse gerade die No 322 Palace of Patan der Paper & Tea GmbH befindet, welchen ich zusammen mit anderen Sorten als Werbegeschenk erhalten hatte. Der Grüntee aus Nepal mit Biosiegel erscheint mir weniger aromatisch zu sein. Die im Werbetext angepriesene Frühlichsfrische ist vermutlich aufgrund der langen Lagerung verloren gegangen. Macht aber nichts. Die 10-Gramm-Probe ist ja schnell aufgebraucht.
  4. [erledigt] Mariage Fréres Paris

    Ich bin im Lafayette fündig geworden! Alles weitere gerne per privater Nachricht
  5. [erledigt] Mariage Fréres Paris

    Alles klar! Dann werde ich das französische Kaufhaus heute Abend aufsuchen. Ich denke, dass dort auch die gleichen Verkaufspreise gelten, wie im Onlineshop.
  6. [erledigt] Mariage Fréres Paris

    Guten Morgen @KlausO, ist dein Gesuch noch aktuell? Ich arbeite im Herzen von Berlin in der Nähe des französischen Kaufhauses Lafayette. Dort hat Mariage Fréres eine eigene kleine Abteilung, in welcher ich den desolat schlechten Sakura 2017 erworben hatte. Wenn du möchtest, kann ich heute nach Feierabend einmal vorbeischauen, ob sie auch den Earl Grey Imperial verkaufen.
  7. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Ja, jetzt schon
  8. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Schon seit längerer Zeit in meinem Besitzer. Erst heute bot sich die Gelegenheit an, die aus dem 20. Jahrhundert stammende Natsume auch zu fotografieren. Bisher war sie noch nicht im Einsatz. Denn ich spiele noch mit dem Gedanken, einen Matcha des Teegartens Nakanishi zu kaufen.
  9. Vielen Dank, dass du uns auf diese Dokumentation aufmerksam gemacht hast. Für mich waren die Siegel noch nie eine Garantie für bessere Arbeitsbedingungen auf den Teeplantagen. Wie im Dokumentarfilm erwähnt, dienen die Label für Fairtrade etc. wohl hauptsächlich dem Marketing. Man spielt mit dem Gewissen und der Leichtgläubigkeit der Verbraucher, die sich leider oftmals durch wohlklingende Formulierungen und farbenfrohen Fotoaufnahmen täuschen lassen, manchmal vielleicht auch täuschen lassen wollen. Hier übrigens eine Stellungnahme von TeeGschwendner zu der gezeigten Dokumentation. Allerdings ohne allzu große Aussagekraft. Man will auch weiterhin auf die zweifelhaften Zertifikate vertrauen. Natürlich.
  10. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Soweit ich informiert bin, sind die Begrifflichkeiten klar voneinander getrennt. Zumindest im Land seines Ursprungs. Ein Tetsubin ist ein gusseiserner Kessel, der zum Erhitzen von Wasser verwendet wird. Ein Tetsubin ist also nie emailliert oder in irgendeiner anderen Weise behandelt. Er besteht ausschließlich aus Gusseisen. Ein Gefäß, das aussieht wie ein Tetsubin aber tatsächlich über eine Beschichtung der Innenseite verfügt, ist eine Teekanne. Es gibt aber durchaus genügend Händler jenseits von Japan, die die gusseisernen Teekannen als Tetsubin bezeichnen. Tatsächliche Wasserkessel werden nur von wenigen Händlern verkauft... Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe einen Tetsubin. Also ohne Beschichtung
  11. Eure neuste Tee-Anschaffung

    @cml93 Iwachu ruft für diesen Kessel einen Preis von 27.000 Yen auf. Bei einem deutschen Händler habe ich knapp 325 Euro bezahlt. Ein fairer Preis, wie ich finde.
  12. Eure neuste Tee-Anschaffung

    1,7 Liter Tetsubin von Iwachu. Der handwerklichen Schmiedekunst aus Japan sei es auch verziehen, dass dieser Wasserkessel einen kleinen Schönheitsfehler in seiner Verzierung hat und minimal auf dem Kochfeld kippelt
  13. Sencha Machiko

    Anlässlich des Hanami habe ich einen grünen Tee von Mariage Frères gekauft, der nicht nur aufwendig präsentiert wurde, sondern durch seinen Namen „Sakura 2017“ auch suggerierte, eine Komposition aus Grüntee und Blüten der japanischen Zierkirsche zu sein. Von dem guten Ruf der Teemarke ausgehend, habe ich die Inhaltsstoffe erst gelesen, als ich zu Hause den ersten Aufguss durchführen wollte. Grüntee, Aroma und Rosenblätter. Nein danke! Weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass bisher noch kein japanische Teebauer auf die Idee gekommen ist, seinen Grüntee durch die Hinzugabe von Kirschblüten zu veredeln, begab ich mich auf die Suche. Doch während meiner Suche fand ich einen Tee, der sehr viel interessanter erschien, als mögliche Mischungen von Grüntee und Kirschblüten. Dem Teebauer Tetsuro Mochizuki aus Shimizu in Shizuoka ist es nach jahrelangen Versuchen gelungen, einen neuen Teekultivar mit dem Namen Shizu 7132 zu züchten. Im Vergleich zu anderen Kultivaren soll diese Varietät ursprünglicher und wilder sein und sich vor Allem durch einen besonders feinen und natürlichen Geschmack von Kirschblüten auszeichnen. Sencha Machiko wird der Tee genannt, der aus diesem Kultivar hervorgeht und verkauft wird. 2009 hat dieser Tee beim „World Green Tea Contest“ eine Goldmedaille gewonnen. Grund genug, meine ernüchternde Erfahrung mit einem vermeintlich hochwertigen aber in jedem Falle hochpreisigen Produkt von Mariage Fréres zu vergessen und mich stattdessen der Erfahrung hinzugeben, die mir der vielversprechende Sencha Machiko zu bieten scheint. Verpackung. Der Tee kommt in einer schmuckvollen Umverpackung daher, die sich wie ein Briefumschlag öffnen lässt. Im Inneren des Umschlages finden wir den zu 40 Gramm portionierten Tee in einer hochglänzenden Vakuumverpackung. Ebenfalls enthalten ist eine liebevoll gestaltete Informationsseite zum Tee und dessen Entwicklungsprozesses. Aussehen und Geruch. Abgesehen von einigen helleren Tips ist das Gesamtbild der Teeblätter eher als dunkles Moosgrün oder als mattes Olivgrün zu beschreiben. Der Geruch des Teeblattes unterscheidet sich bisweilen doch signifikant von anderen Varietäten. Während er im ersten Ansatz grasig daherkommt und somit an einen handelsüblichen Sencha erinnert, entwickelt sich ein feiner Kirchblütenduft mit zunehmender Sauerstoffzufuhr. Insbesondere retronasal ist ein blumiges Aroma deutlich wahrzunehmen. Zubereitungsmethoden. Erste Zubereitung, erster Aufguss (5 Gramm. 450 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 90 Sekunden) Der erste durchgeführte Aufguss entspricht der Zubereitungsempfehlung des Importeurs. Das Ergebnis ist ein hellgrüner und äußerst schwacher Sencha, der grasige wie fruchtige Noten vermissen lässt und insgesamt nicht überzeugen kann. Zweite Zubereitung, erster Aufguss (6 Gramm. 200 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 30 Sekunden) Das Ergebnis ist abermals ein hellgrüner, im Geschmack aber etwas intensiverer Sencha, der sich aber keineswegs signifikant von anderen Sencha unterscheidet. Lediglich retronasal waren blumige Aromen zu erahnen. Zweite Zubereitung, zweiter Aufguss (6 Gramm. 200 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 10 Sekunden) Weil der erste Aufguss durchaus passabel war, entschied ich mich für einen zweiten Aufguss bei reduzierter Ziehzeit. Das Ergebnis war ein mittelgrüner, durchaus guter Sencha. Fruchtige bzw. eher blumige Aromen waren ausschließlich retronasal wahrzunehmen, machten den Tee aber durchaus interessant. Zweite Zubereitung, dritter Aufguss (6 Gramm. 200 ml Wasser bei 80°. Ziehzeit: 45 Sekunden) Der dritte Aufguss der zweiten Zubereitung ließ leider alle interessanten Aromen vermissen. Der nun gelbgrüne Sencha war vor Allem durch eine leichte Bitterkeit geprägt. Retronasal konnte ich die durchaus interessanten, blumigen Aromen nicht mehr wahrnehmen. Dritte Zubereitung, erster Aufguss (6 Gramm. 400 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 60 Sekunden) Nachdem die zweite Zubereitung durchaus vielversprechend war und ich mir die Frage stellte, ob das blumige Aroma noch mehr in den Vordergrund treten kann, veränderte ich die empfohlene Zubereitungsmethode geringfügig. Das Ergebnis war ein schöner, grüner Sencha, dessen blumiges Aroma aber nicht intensiver war, als beim zweiten Aufguss der zweiten Zubereitung. Fazit. Der Sencha Machiko des Teebauern Tetsuro Mochizuki ist zwar durchaus interessant aber vor Allem auch herausfordernd. Sein blumiges Aroma offenbart er nur bei wenigen Zubereitungsmethoden und bestraft vermeintlich falsche Ziehzeiten und Wassermengen mit deutlich spürbarer Bitterkeit. Weil man glaubt, nur die richtige Zubereitungsmethode herausfinden zu müssen, um eine blumig-fruchtige und damit sehr interessante Tasse zu bekommen, lädt der Sencha Machiko geradezu zum Experimentieren ein. Lediglich der Preis von 15,90 Euro pro 40 Gramm kann die Experimentierfreudigkeit schmälern. Für mich stellt der Tee eine interessante Herausforderung dar, derer ich mich gerne und auch in Zukunft weiter stellen möchte. Ich bin mir sicher, alsbald eine optimale Zubereitungsmethode zu finden, um dem Tee und den jahrelangen Arbeiten des Teebauern Tetsuro Mochizuki gerecht zu werden.
  14. Musik-Ecke

    Ich wusste gar nicht, dass es hier so eine Musik-Ecke gibt. Ich werde mit Freuden einige vorstellen, die bisweilen sicherlich gewöhnungsbedürftig für europäische Ohren sind. Im Nachfolgenden ein Song von Ladybaby. Zu meinem Bedauern hat sich die Gruppe allerdings 2016 aufgelöst. Rei Kuromiya und Rie Kaneko machen nun Musik unter dem Namen The Idol Formerly Known as Ladybaby. @theroots als ich in der PN von Ladybeard sprach, meinte ich keineswegs einen japanischen Töpfer, Maler oder Schmied. Vielmehr war Richard Magarey gemeint, der ebenfalls Mitglied der Band war. Ein Unikum
  15. Hat Tee mit Mineralwasser zubereitet weniger Koffein?

    Wie @Tobias82 bereits ausgeführt hat, kann die Frage nicht pauschal beantwortet werden. Es gibt unzählige Mineralwasser mit unterschiedlichen Mineraliengehalt und auch das Leitungswasser unterscheidet sich regional - zumindest bzgl. der Wasserhärte - doch erheblich. Auf http://www.wasserhaerte.net kannst du die Wasserhärte des in deiner Region zur Verfügung stehenden Leitungswassers ermitteln. Außerdem bieten die meisten Wasserversorger auch umfangreiche Informationen zu dem regionalen Leitungswasser und veröffentlichen die Testergebnisse unabhängiger Labore. Auf http://wasserdb.oliverguenther.de kannst du die Wasserhärte vieler Mineralwasser ermitteln. Die letztgenannte Seite sei aber mit gewissen Vorbehalten zu verwenden, weil die Daten offenbar aus einer privaten Quelle stammen und nicht von unabhängigen Laboren bestätigt wurden. Dass das verwendete Wasser aber Auswirkungen auf den Koffeingehalt haben soll, ist mir nicht bekannt. Auch eine kurze Recherche im Internet brachte dazu keine dementsprechende Erkenntnisse. Der Koffeingehalt von Tee und Kaffee wird wohl doch eher maßgeblich durch die verwendete Sorte und dessen Zubereitung beeinflusst. Wie ich am gestrigen Tage an anderer Stelle beschrieben habe, rate ich von der Verwendung eines Wasserfilters ab. Die mir bekannten Filtersysteme bergen durchaus gesundheitliche Risiken, die man nicht unterschätzen sollte. Insbesondere deswegen, weil das gefilterte Wasser möglicherweise nicht immer auf über 100 °C erhitzt wird, um mögliche Keime, die während des Filterungsprozesses an das Wasser abgegeben werden, abzutöten. Ich verwende seit einiger Zeit stattdessen das Mineralwasser von Black Forest, auch wenn - wie @Manfred bereits angemerkt hat - durchaus unterschiedliche Meinungen dazu existieren.