tatea

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  1. Längst ist er getrunken, der Shan Lin Xi von heute Nachmittag. Der Geschmack erinnert mich immer ein bisschen an Tonka-Bohnen. Die eindrucksvollen Blätter bleiben. Ob ich sie trocknen soll und sammeln, um mir dann ein Tee-Kissen zu nähen?
  2. Ich sehe den Erwerb von Genußmitteln und Lebensmitteln noch als wesentlich problematischer an, @Raku, denn hier habe ich ausser dem Geschmacksmoment und meinem Vertrauen in den Händler keinerlei weitere Kriterien zu Verfügung. Im Ernstfall bedeutet das, dass ich eine Menge zweifelhafter oder sogar giftiger Stoffe in meinem Körper akkumuliere. Auch hier bezweifele ich, dass der teure Tee grundsätzlich von besserer Qualität ist, was Pestizide und faire Arbeitsbedingungen anbetrifft. Ich bezweifele auch, dass ein kleineres Handelshaus die Möglichkeiten hat, sein Angebot ausreichend zu testen und überprüfen, da dies viel zu teuer wäre. Auch ein Händler kann nur nach bestem Wissen und Gewissen handeln, und mehr kann man auch nicht verlangen. Natürlich gibt es Ausnahmen, z. B. wenn ein Händler seinen Produzenten persönlich kennt und die Produktion "überwacht". Leider wird bei Tee das wenigste in Bio-Qualität hergestellt und man müsste auf vieles, was gut schmeckt, verzichten. Ich habe jehrelang aus den genannten Gründen nur Kampagnen-Tee getrunken, aber irgendwann will man auch mal was anderes. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass der Verbraucher relativ viel Macht und Einfluß auf die Sortimente hat. Die Menge der mittlerweile angebotenen Bio-Produkten ist ein Beweis dafür, wenn man sie vergleicht zu den 70er Jahren, wo wenige Bio-Läden eine kleine Kunden-Gemeinde versorgt haben, die damals noch als ausgemachte Spinner galten. @Ann, ich bin Deiner Meinung, dass es wichtig ist, die Herkunft von Produkten zu hinterfragen, die eingesetzten Materialien, den Nutzen und die Haltbarkeit etc.; aber ich bezweifele, dass die 150-Euro-Kanne in China fairer hergestellt wird als die 20-Euro-Kanne. Vielleicht wenn Du von einem einzelnen Keramiker eine handgemachte Kanne kaufen würdest, ich schätze aber, dass man sich dann im höherpreisigen Bereich bewegt. Natürlich ist es gut, Handwerkstraditionen in unserem Kulturkreis zu unterstützen und so auch dazu beizutragen, dass die damit verbundenen Kenntnisse und Fähigkeiten bewahrt werden. Aber die westliche Teegemeinde ist sehr klein, und ich glaube kaum, dass man mit den paar Teekannen, die wir hier konsumieren, in China irgend einen Einfluss auf die Produktionsbedingungen ausüben könnte. Ich schätze, da müsste doch ein größerer Teil Ostasiens auf die Barrikaden gehen (was ja auch teilweise schon der Fall zu sein scheint, zumindest gab es auch im chinesischen Fernsehen schon Berichte über giftige Zusätze im Ton mancher Yixing-Kannen). Wer sich für das Verhältnis der Chinesen zu dem, was in unserer Kultur mit Original und Echtheit bezeichnet wird, interessiert, dem kann ich die kleine theoretische Abhandlung des Philosophen Byung-Chul Han empfehlen: Shanzhai. Dekonstruktion auf chinesisch, im Merve Verlag erschienen. Die Lektüre hat mir einiges erhellt.
  3. Falls die betreffende Kanne wirklich über jeden Zweifel erhaben ist und der Händler mein Vertrauen genießt, würde ich mir keine Sorgen machen, mich nicht ärgern, sondern würde die Kanne einfach kaufen. Theoretisch ist es aber sehr gut möglich, dass die gleiche Kanne aus dem gleichen Ton und unter den gleichen Bedingungen vom gleichen Hersteller geliefert, bei verschiedenen Händlern zu einem total unterschiedlichen Preis angeboten wird. Im Fall dieser Kanne halte ich das für wahrscheinlich, z. B. wegen der Fotos. Das Angebot identischer oder fast identischer Ware zu unterschiedlichen Preisen ist hier ja auch üblich. Oder glaubt wirklich noch jemand, dass jedes Markenshirt aus besserem Material und unter faireren Bedingungen hergestellt wird als No-name-Ware? Ich kann natürlich verstehen, dass es einem den Spaß verdirbt und man sich ärgert, wenn eine tolle Kanne, auf die man sich gefreut hat, plötzlich in einem fragwürdigen Licht erscheint. Andererseits kann man ggf. auch dankbar sein, wenn man davor bewahrt wird, viel Geld für Dinge auszugeben, die es an anderer Stelle wesentlich günstiger gibt. Gerade im Fall chinesischer Ware ist es durchaus berechtigt, etwas genauer hin zu schauen. (Was den Tee angeht, ist das für mich etwas anderes, und selbst wenn es bei Taobao der selbe Tee sein sollte, finde ich es klar, dass Chenshi's Tee teurer sein muss.)
  4. Nimm doch Essig, der ist gut gegen schlechte Gerüche, reinigt auch, ist nicht giftig, ist nicht parfümiert, bzw. der Geruch verfliegt schnell wieder und die Säure müsste sich bei ordentlichen Nachspülen durch den Kalk im Wasser von alleine wieder neutralisieren.
  5. Ich hab noch nie etwas von King Kong Ton gehört oder gesehen. @GoldenTurtle, weisst Du, woher der Begriff stammt und welchen Hintergrund er hat? Ich habe lediglich eine Kanne gefunden, die sogar Ähnlichkeit mit der hier vorgestellten zu haben scheint: http://zishayixing.com/zhu-ni-clay/yixing-teapot-black-kimg-kong-clay-160ml Es ist interessant, dass die roten Partikel im Ton wohl als Sand bezeichnet werden, oder interpretiere ich das falsch (und der Sand verbirgt sich im schwarzen Ton)? Ich würde diese roten Partikel als Schamotte einordnen, also als gebrannten Ton, der dann feingemahlen dem Ton beigegeben wird. Das ist ein übliches Verfahren und wird sehr häufig gemacht, um durch diesen Beischlag die plastischen Eigenschaften und die Schrumpfungsrate zu beeinflussen.
  6. Für mich sind das faszinierende aber doch skurrile und Blüten der Handwerkskunst. Auch bei uns hat das Trompe-l'oeil eine lange Tradition, die schon in der Renaissance beginnt, vor allem in der Malerei, aber auch in der Keramik: http://www.christies.com/lotfinder/Lot/a-faenza-trompe-loeil-footed-dish-circa-5587039-details.aspx Für die Vitrine sind solche Kannen natürlich ganz aufregend und verblüffend, und bei einer Einladung zum Tee hat man damit bestimmt Gesprächsstoff. Für den eigenen Hausgebrauch bevorzuge ich aber doch eher Gegenstände nach dem Prinzip "form follows function"
  7. Auch wenn ich Deinen Kommentar nicht verstehen kann, egal... aber das Teil macht sich sich bestimmt auch gut hinter'm Tresen, wenn der Ansturm auf den neuen Matcha Drink einsetzt
  8. Tja, Grüntee fängt freie Radikale schon am Babypopo Hier gibt es das ultimative Tool für die japanische Teezeremonie https://www.sazentea.com/en/products/p258-charaku.html
  9. Danke @Paul! Nach dem Lesen des Wrappers verstehe ich endlich, worauf sich der Name bezieht. Wenn der Designer nach dem Genuß in Erwägung gezogen hat, er könne die Reinkarnation von Hieronymus Bosch sein, dann kann der Tee so schlecht nicht sein
  10. Schönes Bild, bei soviel Frühling kann man hier im Norden nur neidisch werden... Verrätst Du auch, was der "Bosch" ist? Nur damit ich 'Doofi' auch weiss, worüber die 'Insider' sich austauschen?
  11. Von dieser Perspektive aus gesehen kann man dann wohl nur noch zu nach europäischen Richtlinien zertifizierten Bio-Tees raten. Ansonsten stecken wir da wohl alle nicht drin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die "Hong Kong" Tees, die Jay aussucht, der Gesundheit wesentlich abträglicher sind, als so manches andere, was in unseren Tassen landet. Oder hast Du einen Anhaltspunkt dafür?
  12. ..."ich möchte mich lieber nicht weiter dazu auslassen"... Echt niedlich, dieser Rückzug in immer ungreifbarere, aber doch höhere Gefilde, die ..."mit hoher Wahrscheinlichkeit zu angeberisch aufgefasst" werden. ..."Wobei ja, das mit dem Geschmack alleine auch wieder so eine Sache ist", denn wahrscheinlich kannst nur Du darüber richtig urteilen, oder was wolltest Du damit sagen? Na dann schwurbel mal schön weiter in Deinen unantastbaren Gefilden herum! Geht es tatsächlich noch angeberischer als das, was Du hier lieferst???
  13. Ich habe gerade mal in meinen schlauen Maltechnik-Büchern über Bienenwachs nachgelesen: Bienenwachs dient (zumindest in der Malerei) auch als Dampfsperre. Man kann es verseifen (das hat aber mit normaler Seife nichts zu tun, keine Sorge), so dass es dann als Emulsion vorliegt. Möglicherweise verwendet er ja wirklich einen Ton, der dem der Blumentöpfe ähnlich ist und in den ohne Wachs zu viel Feuchtigkeit eindringt? Was auf die Dauer zu unschönen Kalk- oder Teeflecken führen könnte? Auf alle Fälle ein bisschen eigenartig...
  14. Vielleicht sind seine Kannen nicht dicht?? Ich schätze mal, der Grund kann wohl kaum in der Geschmacksverbesserung des Tees zu suchen sein. Wenn das Wachs nur von Aussen auf die Kanne aufgetragen wird, spricht es dafür, dass es etwas mit der Ästhetik der Kanne zu tun hat. Wachsaufträge und Beimischungen in der Malerei schaffen einen sanften Glanz und geben den Farben mehr Tiefe und Schmelz. Mit Sicherheit haben sie bei Keramik auf den unglasierten Ton einen ähnlichen Effekt und geben u. U. auch ein angenehmeres samtiges Gefühl beim Anfassen der Ware. @VanFersen, was ist denn das für ein Foto, welches Du da eingestellt hast? Im Hintergrund ist eine Yixing Kanne mit angeknackstem Deckel? Und vorne die beiden Kannen sind von dem Keramiker, um den es geht? Ist das Foto bei ihm aufgenommen? Ich hab mir seine Sachen jetzt mal auf Instagram angesehen. Da wird auch ein Filmchen gezeigt, wo er die Kanne in eine weisse Flüssigkeit taucht, vermutlich ist das eine Emulsion, also irgendein Fett/Wasser Gemisch? Naja, giftig wird das Ganze schon nicht sein... insofern, wenn Dir die Kannen gefallen, würde ich das nicht als Hindernis sehen Seine Teekannen scheinen mir deutlich inspiriert von der historisch ersten Yixing Kanne von Gong Cun. http://blog.asiansecrets.co/art-of-chinese-tea-the-history-of-yixing-teapots/
  15. Ja, @Manfred so hab ich das eigentlich auch gesehen und deshalb habe ich mich von der Kanne getrennt (naja, besonders schön fand ich sie auch nicht). Ich kenne es vom Batiken her, wo man mit Wachs stellen in Textilien bemalt die dann von einer Färbung ausgespart werden. Da musste zum Schluß das Wachs mit Benzin entfernt werden und dazu musste man die Stoffe in die professionelle Reinigung geben. Auch wenn Bienenwachs nicht giftig ist, für mich passen Wachs und Teekannen nicht zusammen!