Getsome

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  1. Den Tee kann ich von seinem Erscheinungsbild her nicht zuordnen (und die Suchfunktion wirft mir das vorangegangene Gespräch nicht aus). Der erste Blick sagt: "Sieht wie hochwertige Darjeeling aus". Der Blick auf das nasse Blatt lässt mich eher zu Grüntee tendieren. Kannst du ein paar Informationen zu dem Tee geben? Heute Mittag gab es den Fuhai Shu 7576 2004 den ich von @Paul habe. Leider verhält es sich wie bei dem letzen Shou: es fehlt die Erfahrung. Etwas Holz, etwas Beeren und vielleicht ein Hauch von Vanille. Mehr ist da nicht für mich. Mitte dieser Woche gab es die letzten Gramm des Bohetang Herbst 2018 von Chris. Ein Tee den ich gut finde, aber noch nicht schlau daraus wurde. In den Notizen steht: Süss, Waldboden, Konsistenz von Saft, etwas ölig, Karamell.
  2. Hallo Teeberg, zum gesundheitlichen Aspekt kann ich keine Tipps geben. Da du schreibst ihr habt sportliche Ambitionen und habt bzw. stellt eure Ernährung um, würde ich dazu Fachpersonal befragen. Bsp.: Ich habe dunkel in Erinnerung, dass sich bei starker körperlicher Betätigung der Mineralienbedarf verändert und nach/während dem Sport sehr stark erhöht sein kann. Zum Tee: Ihr könntet Kaltaufgüsse versuchen. Dazu wird Tee in einem Gefäß mit kaltem Wasser aufgegossen und mehrere Stunden in den Kühlschrank gestellt. Eine weitere variante ist es den Tee gemeinsam mit Eiswürfeln und kaltem Wasser für kurze Zeit zu brühen. Gefühlt werden Matcha und grüne Tees am häufigsten mit dieser Methode gebrüht. Marken und Sorten ist so eine Sache: Wenn ihr keine großen Anforderungen an Geruch und Geschmack an den Tee habt, dann werdet ihr im lokalen Teehandel sicher fündig. Der Tee sollte aber schon als ganzes Blatt vorliegen, so habt ihr weniger mit Bitterkeit zu kämpfen. Bei der Kombination guter Geschmack und größere Menge seid ihr preislich ungefähr bei 7 bis 12 pro 100g. Evtl. gibt es was brauchbares um die 6 Euro, wenn ihr größere Mengen 250/500g auf einmal erwerbt. Da es euch auch um Zusatzstoffe geht, wären aromatisierte Tees zu meiden. D.h. mit Kräutertees wie die von dir erwähnte Pfefferminze sollte passen.
  3. Irgendwann diese Woche ging es mit der gesundheitlichen Wirkung von Grüntee in ähnlich Richtung, deshalb hier eine Ergänzung. Studien die dafür herangezogen werden, treffen meinst eine Aussage in folgender Form: Stoff x hat eine gesundheitsfördernde Wirkung. Zumindest ist das die Art wie das kommuniziert wird. Lesen sollte man das in diese Richtung: Bei Personen die den Stoff x in Menge y zu sich nahmen wurde ein erhöhter/verringerter Wert z im Vergleich zur Placebogruppe festgestellt (je nach Art der Studie gibt es weitere Vergleichsgruppen). Dieser erhöhte/verringerte Wert z ist positiv für die Probanden, da z sich positiv auf beispielsweise die Abwehrkräfte auswirkt. Bei der Anpreisung von Produkten wird daraus: Die Wissenschaft hat festgestellt, dass x gut für die Gesundheit ist. Mein Produkt a enthält besonders viel x, deshalb ist es gesund. So einfach ist das aber nicht. 1) Eine Studie allein kann man häufig in Tonne treten. Jede Studie hat ihre Limitierungen. Gut möglich, dass es sich um das Zusammenspiel mehrerer Effekte handelt und damit der grundsätzliche Befund der Studie (Beispiels: Vitamin C verbessert die Abwehrreaktion des Körpers gegen Krankheiten, deshalb ist die Gabe von Vitamin C gesundheitsförderlich) zwar korrekt ist, in zukünftigen Studien aber Korrekturen im Detail erfolgen. Bsp.: Der Körper kann nicht beliebig viel Vitamin C aufnehmen, deshalb bedeutet viel Vitamin C nicht viel Schutz. 2) Es handelt sich nicht um einen Stoff x sondern um das Zusammenspiel mehrerer Stoffe. Beispiels Doku zu Gluten in Backwaren (https://www.youtube.com/watch?v=4x1Mcmdki6c) 3) Ist x ==x. D.h. liegt der Stoff x in diesem Lebensmittel in exakt der selben Form vor, wie in der Studie. Da wären wir bei Koffein in Tee und Kaffee als Beispiel. Koffein ist in beiden enthalten aber durch weitere Inhaltsstoffe ist die Wirkung eine andere. 4) Von welcher Dosierung ist die Rede? Wird in der Studie eine hohe Dosis des Stoffes gegeben, beispielsweise weil es sich um eine Medikamentenstudie handelt, dann ist nicht garantiert, dass der im Lebensmittel vorkommende Stoff überhaupt in ausreichend großer Menge im Lebensmittel enthalten ist, auch dann nicht, wenn Stoff x im Vergleich zu anderen Lebensmittel in diesem Lebensmittel besonders stark vorkommt. Bsp.: Dinkel hat im Vergleich zu anderen Getreidesorten mehr Eiweiß, aber nicht so viel Eiweiß wie Putenbrust. 5) Vorläufig letzter Punkt: Beim Thema Tee und Gesundheit habe ich schon das Hervorheben mehrerer "positiver" Stoffe gesehen. D.h. die Wissenschaft sagt, dass a,b und c gut für den Menschen sind, in Tee sind a,b und c enthalten. Eine Studie die a, b und c in einem Produkt prüft oder a,b und c gemeinsam mit e,f ung g in einem Produkt prüft liegt aber nicht vor. Es könnte also sein, dass b durch g neutralisiert wird oder, dass a und b gemeinsam keinen positiven Effekt haben.
  4. Der Abend klingt mit einem Haiwan Fendou 2015 aus, ein Shou den ich über @Paul kennen lernen darf. Leider hatte ich sehr lange keine Shous mehr und die Beschreibung des Tees fällt schwer. Im Geruch war leichte Schokolade, die im Geschmack nicht zu finden ist. Dafür ist der Tee sehr weich, angenehm mit etwas Holz. Kein Geruch oder Geschmack nach "Keller". Als reine Spekulation, werfe ich ein leichtes Nussaroma in den Raum.
  5. @Teeknospe: So etwas in der Art hast du auf der ersten Seite gefragt und ich hatte das mit Absicht ignoriert, weil es mir explizit nicht um die Person, sondern um den Inhalt geht. Aber gut dann eben persönlich: Richtig, ich möchte Dinge selbst entscheiden und selbst herausfinden, sehe jedoch nicht wo das durch die Aussagen Anderer eingeschränkt wird. Die Berichte Anderer können interessant, inspirierend, irrelevant oder ignorant sein, wenn Berichte und Kommentare als einschränkend erachtet werden ist ein sehr großer Teil davon die eigene Interpretation der Aussage. Du hast vollkommen recht, dass ich mich an der Wortwahl stoße. Es war zu Beginn nämlich nicht offensichtlich, welche Worte vielleicht nur metaphorisch gebraucht werden und hinter welchen sich ein diffuses oder konkretes Konzept verbirgt. Dadurch, dass ich jetzt weiß, worauf sich göttlich bei dir bezieht ist die Einordnung wesentlich einfacher geworden. Es macht für mich einen Unterschied, ob die Aussage lautet: a) Nach einem langen Tag ist Genuss, wenn ich in aller Ruhe einen Tee trinke. oder b) Nach einem langen Tag ist Genuss, wenn ich im inneren Frieden Tee trinke. Ganz platt: Ich möchte verstehen, ob die Person einfach vor sich hin quatscht oder tiefere Gedanken dahinterstecken. Deshalb bezogen sich meine Fragen auf konkrete Punkte in den Post. Nämlich wie es sich mit dem inneren Frieden verhalte, wenn zuvor ein Streit mit der Freundin durchgestanden wurde. Darum die Anmerkung, die Teilnehmer der Diskussion verwenden Begriffe wie "göttlich" mit jeweils einem anderen Verständnis. Es wäre somit sinnvoll, sich gegenseitig darüber auszutauschen, welches Konzept oder Verständnis hinter der eigenen Aussage steckt. Sonst ist mit göttlich einmal gemeint, dass wahrer Genuss durch das Individuum niemals in seiner Gänze erfahren werden kann und ein weiteres mal, dass wahrer Genuss dem Individuum das Tor in eine göttliche Welt eröffnet. Trotzdem gehen beide Parteien zumindest von einem sehr ähnlichen Begriffsverständnis aus. Nochmal platt: Bei der Kombination aus Wortwahl und Inhalt war ich mir nicht sicher, was hinter den begriffen steckt oder ob ich schlicht zu dämlich bin. Bei den Punkten von @goza ging es nicht um die Wortwahl, sondern um durch mich wahrgenommene Widersprüche. Es ist mir schlicht nicht klar, wie es funktioniert a) auch mal unvernünftig viel Geld auszugeben und b) sich nicht vom Wert des Tees beeinflussen zu lassen. Nebenbei, ich hoffe niemand nimmt das persönlich. Ich hatte mir einfach die ersten zwei Posting herausgegriffen.
  6. Danke für den Link, MarshalN, hatte ich schon länger nicht mehr geklickt. Das Paper lohnt sich. Es gibt sehr interessante und zumindest für mich neue Erkenntnis. Beispielweise war mir die Rolle taiwanischer Händler bei der Verbreitung von Puer nicht klar.
  7. Die letzen Tage habe ich DanCongs und Dahong Paos getrunken und dabei ein kleines Experiment durchgeführt. Auf dem Foto sind zwei Gaiwan zu sehen, einer aus Porzellan und einer aus glasiertem Ton der deutliche Risse hat. Durch die Risse tritt Sauerstoff in den Gaiwan ein, man kann auf steigende Bläschen beobachten, wenn der Gaiwan mit klarem Wasser gefüllt ist. Mich hat interessiert, ob der eintretende Sauerstoff den Geschmack verändert, deshalb der Gaiwan aus Porzellan zur Kontrolle. Die ersten ersten Aufgüsse ließen bis auf die dunklere Aufgußfarbe aus dem Tongaiwan keine Unterschiede bemerken. Ab den Aufgüssen 5 oder 6 schmeckten die Aufgüsse aus dem Tongaiwan kräftiger, als die aus dem Porzellangaiwan. Das Problem war, dass die Aufgüsse aus dem Tongaiwan immer wärmer waren. Es hat aller Wahrscheinlichkeit gar nichts mit eintretendem Sauerstoff, sondern damit zu tun, dass der Tongaiwan die Hitze besser hält. Das würde ebenfalls erklären, weshalb die Geschmacksänderung erts bei längeren Aufgusszeiten deutlich wurde.
  8. Da ich die letzen Tage nicht da war hat der Verlauf des Fadens meine Posts überholt. Jetzt ist mir klar, dass ihr das ernst meint und es euch um Spiritualität und Religion geht. Als ich die ersten Post sah, sah ich logische Widersprüche innerhalb der vertretenen Konzepte und die Verwendung starker Begriffe und Konzepte, welche aus meiner Sicht untererklärt verwendet werden. Ich vermute ihr füllt diese Lücken mit Glauben, das kann ich nicht und deshalb sollte ich mich hier raushalten. Ihr könnt glauben was ihr wollt, für mich werdet ihr immer falsch liegen. Allgemeinen finde ich, dass Aussagen dieses Fadens Kritik fast schon erzwingen. Einerseits wird suggeriert es ginge um die subjektive Ansicht was wahrer Genuss sei. Andererseits wird diese subjektive Einschätzung durch feststehende Glaubenssätze hergeleitet. D.h. wahrer Genuss leitet sich in wesentlichen Teilen aus einem feststehenden Weltbild ab. Das Individuum hätte hier nur Platz durch die Wahl der Weltanschauung. Wenn es so etwas wie eine wahre Weltanschauung gibt, dann gibt es keine Wahl sondern nur wahr und falsch. Begriffe wie göttliche Energie könnt ihr aus meiner Perspektive überhaupt nicht gemeinsam verwenden. Gott oder göttlich hat je nach Weltanschauung eine andere Bedeutung und sind anders begründet. Und zu suggerieren, mit dem richtigen Glaube habe man einfach kein Bedarf mehr nach Drogen... das ist brandgefährlich. Suchterkrankungen wird man sein Leben lang nicht mehr los, sich sicher zu fühlen ist der erste Schritt zum Rückfall.
  9. @goza: Danke für deine Antwort. Ok, wenn es nur darum geht was eine Person ganz persönlich mit Genuss verbindet oder dafür braucht oder wie auch immer, dann bin ich wieder bei euch und brauche auch niemanden mehr nach Begründungen für eine Aussage fragen. Begriffe wie "wahrer Genuss" haben einen Allgemeingültigkeitsanspruch und dafür würde ich schon sehr gerne eine Begründung lesen. Aber wie gesagt, bei einer rein subjektiven Genussdefinition ist nichts davon notwendig. Wenn ich deine Antworten richtig verstehe, dann sehe ich da einen Zirkelschluss. Genieße ich den Tee, dann treffen die von dir genannten Bedingungen zu. D.h. ich habe den Tee wertgeschätzt, ich war unvernünftig. Genieße ich den Tee nicht, dann trifft mindestens eine der Bedingungen nicht zu. Bsp.: ich war nicht unvernünftig genug. Also aus empfunden genuss folgt Genuss nach Definition. Bei dem Beispiel mit den Teepreisen scheint es mir so zus ein, dass eine Zuschreibung wie der Preis keinen Einfluss nehmen soll oder besser: Eine solche Zuschreibung existiert für mich überhaupt nicht. D.h. es ist immer eine Blindverkostung, korrekt? Welche Rolle spielt dann überhaupt der Tee? Denn Entbehrlichkeit, Hingabe, Unvernunft und Wertschätzung betreffen mich oder meine Geisteshaltung und nicht den Tee? Ich lese mir das morgen mit frischen Kopf nochmal durch
  10. Gestern hatte ich Gelegenheit die Kanne von @Pauleinzuweihen. Paul war so nett etwas Tee beizulegen. Von diesen Beilagen wurde es der Mengsong Winter 2016 Raw. Der Geruch des Tees erinnert mich an Heu, Pilze und Waldboden. Der Tee ist angenehm mild und eine in den ersten Aufgüssen vorhandene Astringenz verschwindet langsam. Den Geschmack kann ich nur schwer zuordnen. Da ist ein Gewürz, vielleicht Nelke? Wäre der Tee älter würde ich außerdem von Lederansätzen oder leichtem Tabak sprechen. Der Tee hat mich neugierig auf Mengsong gemacht. Davon hatte ich bisher nur eine Teeprobe aus 2003 (glaube ich). Ich mag die Kanne. Sie liegt gut in der Hand und fühlt sich angenehm an. Experimente mit weiteren Tees folgen sicher. Wie sich die Kanne auf den Tee auswirk kann ich nach nur einem Einsatz selbstverständlich nicht sagen.
  11. Bei Faden wie diesem hier finde ich es ungemein schwierig zu erkennen, ob euch das ernst ist und wo ihr damit hinwollt. Ein paar Anmerkungen zur Begründung: Hervorhebung von mir: Einen Begriff (wahren Genuss) mit einem weiteren erläuterungsbedürftigen Begriff ( innerer Frieden) zu erklären ist für das Verständnis nicht hilfreich. Was ist innerer Frieden? Ist damit Genuss unmöglich, wenn ich Streit mir meiner Freundin hatte? Stellt sich innerer Frieden ein und ich muss auf diesen Zustand warten oder gibt es bestimmte Dinge ich tun kann um diesen zustand zu erreichen? Warum ist es überhaupt wichtig was der Teebauer gedacht hat? Warum nicht was die Familie dachte als sie die Plantage vor 300 Jahren zum ersten Mal pflanzte? Warum nicht was der Teehändler beim Zusammenstellen der des diesjährigen Programm dachte? Nehmen wir an das hat eine Bedeutung: Ich denke der Teebauer dachte: Hoffentlich erfreut sich jemand an meiner Handwerkskunst und genießt diesen Tee mit Freunden. Morgen denke ich aber der Teebauer dachte: So ein Dreckwetter heute, ich wünschte ich müsste heute keinen Tee pflücken, sollen sie am Tee ersticken. Und jetzt? Oder geht es darum, dass ich Teemeister x mal kennen lernen durfte und wir ein wirklich aufschlussreiches und angenehmes Gespräch hatten und jetzt, da ich seine Teephilosophie kenne weis ich viel besser zu schätzen was in der Tasse ist. Da ist doch eine gehörige Portion Projektion dabei. Ganz nebenbei: Das ist doch die alte Diskussion um Werk und Künstler. Kann ich ein Werk von Goethe genießen? Er ist schließlich tot und wir können ihn nicht mehr fragen. Wie verhält sich das mit dem unvernünftigen Konsum? Kostet der Pu erh weniger als ein Euro pro Gramm wird das nichts mit dem Genuss? Der ausschließlich bittere 4 Euro pro 100g Grüntee wird ein Genuss, wenn ich ihn wertschätze? Entbehrlichkeit: Der Lao Banzang Frühling. Begehrtes Gut? Ja! Verfügbarkeit des Produkts? Glückssache! Also Genuss. Der Yiwu 2009 Plantagentee. Begehrtes Produkt? Bei guter Lagerung vielleicht. Verfügbarkeit des Produkts? Darfs gleich ein ganzer Tong sein? Also eher kein Genuss? Wie trenne ich Begierde von Vorfreude und prime ich mich nicht sehr stark, wenn der Lao banzang das sehr seltene Gut ist, dass so schnell nicht in die Tasse kommt? Das geht doch mit Sicherheit auch nicht mehr als Entbehrlich durch, oder? Genauso prime ich mich, wenn nur der daily drinker Plantagenyiwu in der Tasse ist. Mal ganz stumpf und provokant: Das ist aber auch ein Pech für Blinde, niemals den wahren Genuss erfahren zu können. Dann werden in einem Faden Wahrheit, Spiritualität, Religion und die Natur des Menschen nicht nur verhandelt, sondern beliebig dazwischen hin und her gesprungen. Wie soll da noch jemand hinterherkommen? Dann macht doch bitte klar, ob Genuss für euch von einer externen göttlichen Entität gegeben ist und für uns Sterbliche nie in Gänze erfasst werden kann oder, ob Genuss mit unseren Sinneseindrücken zusammenhängt, also subjektiv aus dem Individuum begründet ist. Dann wäre wenigstens von beginn klar um was es hier geht. Also ist der Faden eine ernsthafte Verhandlung, Begriffsbestimmung, philophische Auseinandersetzung für euch?
  12. Heute habe ich die letzen Gramm einer Formosa #18 Ruby Schwarzteeprobe verkostet. Ich kenne und mag einen Weißtee aus dem gleiche Material. Der ist fruchtig mit etwas Koko, etwas süß und hat im Geruch und Mundgefühl Anleihen blumiger Darjeelings. Die Schwarzteevariante erinnert während der ersten und den letzen Aufgüssen an Lakritze. Dazwischen hat der Tee eine Süße von dunklem Honig, aber nicht penetrant. Möchte man Teeneulingen zeigen, dass ungezuckerter Schwarztee gut und süß sein kann, dann wäre der Tee eine gute Wahl. Nur gelingt er nicht einfach. Die Webseite weißt darauf hin, dass man bei Teemenge und Ziehzeit aufpassen muss. Trotzdem war der erste Gaiwan gestern kein Genuss. Heute bin ich auf einen Gaiwan mit dünneren Wänden umgestiegen und damit klappte die Zubereitung besser. Mitte letzter Woche hatte ich einen Formosa Assam, bei dem ich mir nicht sicher war woran er mich erinnert. Heute kam der rettende Einfall. Der Assam hatte eine Weißteesüße die ich von Moonlight whites her kenne. Aber der passende Vergleichstee wäre der Hot Brandy von w2t. Das war eine Weiß/Schwarzteemischung als Cake gepresst. Der Assam ist in den ersten Aufgüssen ausschließlich malzig, die Weißteeanleihen mischen erst ab Aufguss 4 mit.
  13. Das Paket ist da. Paul war so nett noch etwas Tee beizulegen. Vielen Dank. Ein schönes Kännchen.
  14. Ok, ich hätte gerne die braune Yixing. PN kommt sofort.
  15. Letzte Woche kam meine Teebestellung von dKdT an und über das Wochenende habe ich begonnen die Probengrößen durchzuprobieren. 1) Lao Cong Dan Cong (die Bilder sind von dem Tee). Geruch: leichte Röstnoten, blumig, trockenes Gras und sehr leichter Geruch nach dunkler Schokolade. Geschmack: Blumig, ganz leichte Süße, leichte Röstnoten, ganz leicht mineralisch; spätere Aufgüsse: Blumigkeit wandelt sich zu Rose, etwas mehr Röstung, leichte Fruchtnote Rosengeschmack ist mir von türkischen Süßigkeiten ein Begriff und ich war neugierig wie sich Rosengeschmack im Tee äußert. Das passt überraschend gut, aber wirklich überzeugt bin nicht. Zugegeben, dass war schon bei den türkischen Süßigkeiten schon so. Die einzigen die was taugen sind die mit Pistaziengeschmack. Also wenn jemand einen Tee mit Pistaziengeschmack kennt 2) Roui Gui (Premium) 2012 Geruch: Leichte Röstung, Zimt, Gebäck Geschmack: Zimt und mineralisch 3) Mi Xiang Oolong 2017. Hier fehlen leider die Notizen. Aus der Erinnerung heraus war der Tee vor allem süss und zimtig. Vor ungefähr 1,5 Jahren hatte ich schon einmal eine Probe des Tees und die fand ich damals nicht überzeugend. Entweder hat die Zeit dem Tee sehr gut getan oder es ist ein anderer Batch. Sowohl bei dem Roui Gui als auch bei dem Mi Xiang musste ich die ganze Zeit an Oriental Beauty denken. Bei dem Mi Xiang ist das nicht besonders abwegig, da er auch von Zikaden gebissen wurde, allerdings hatte ich schon andere Zikadenbissoolongs und da trat die Assoziation nicht auf. Ich hatte den Eindruck als seien Roui Gui, Mi Xiang und Oriental Beauty drei "verwandte" Tees auf dem selben Geschmacksspektrum. Was natürlich nicht stimmt. @doumer: Auf deinen Fotos sind die Teeblätter immer schön voneinander separiert und trotzdem intakt. Wie machst du das? Sind die Kuchen locker gepresst? Manchmal waren es ja Mao Cha, aber nicht immer, oder?