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Getsome

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    Getsome hat eine Reaktion von doumer erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Dicht gepresst kommt schon hin (siehe Fotos). Dennoch, nach meinem Eindruck sind mehr kleinere Blätter eingepresst, als ich das sonst kenne. Das ist in diesem Fall nichts Schlechtes, der Tee ist gut.

     
    Nach dem Huang Pian ist nun auch die Probe des Chafang Pang San Zhou 2020 von pu-erh.sk leer.
    Ein schwieriger Fall, gebrüht in Ton sowie Porzellan, stehen weiterhin einige Fragezeichen in den Verkostungsnotizen.
    Der zuvor verkostete Huang Pian war unkomplizierter einzuschätzen.
    Geruch des trockenen Blattes: Gebäck und Herbe, Heu, trockene Erde, fast etwas aged; Nasses Blatt: nasses Heu, Getreide, Brotrinde?, Anleihen von Kräuter (verfliegen) und Würze. 

    Geschmack und Mundgefühl: kann in Maßen bitter und adstringent, Pilze (etwas kräftigeres als Champingions? insbesondere bei abgekühltem Tee), brotig/mehlig, herb, würzig/senfig (nur minimal), sandiges Mundgefühl oder abgeschwächt mehliges Mundgefühl.


    Die Pilze sind jetzt die Hauptverdächtigen, allerdings kenne ich mich da nicht ausreichend aus, um zu wissen welche Pilze sich da zeigen.
    Der Senf ist nicht komplett auszuschließen, aber weniger verdächtig. Meine Assoziation ist jetzt spezifischer: Eine Senfkruste, gemacht aus Semmelbrösel, Senf und Dill. Das ist eine zu spezifische Assoziation, um viel darauf zu geben.
    Mal sehen wie sich der Danzuh machen wird. 

    Ein Blick auf Peters Homepage verrät, dass er Frucht im Tee hatte, ihm eine beruhigende Wirkung attestiert und die Bitterkeit mit Lao ManE vergleicht. Das kommt bei mir, obwohl Peters Beschreibungen bisher recht genau zutrafen, diesmal für mich nicht hin. Die Bitterkeit ist nicht prominent oder ich habe über Nacht eine Toleranz aufgebaut. Zur Wirkung habe ich notiert: weder sonderlich aufputschend noch beruhigend.
    @doumerspricht auch von Frucht. Dazu stehen Dattel mit einem dicken Fragezeichen in den Notizen. Nicht die weichen Karamelldatteln, sondern die mehligeren etwas trockeneren Varianten. erneut, bei einer so spezifischen Assoziation ist viel Wunschdenken dabei.

    Der Tee ist weiterhin ein schönes und schmeckendes Rätsel. In der Preisklasse könnte man in einen Cake investieren, um das Rätsel zu lösen. In aller Regel habe ich nach einem Sample eine Vorstellung, für welche Anlässe sich ein Tee eignet. Bei diesem hier fehlt die Vorstellung. Wie gesagt, mal sehen wie sich der Danzuh schlägt.
     
    Das Alterungsexperiment mit einem Bingdao 2015 Cake und einem Boveda 72% Pack ist einen knappen Monat her.
    Der Geruch ist merklich intensiver geworden, aber am Geschmack merke ich noch kaum etwas. Deshalb setze ich das Experiment mal fort und werde der Nase folgen. Solange es gut riecht, ist der Tee auf einem guten Weg. Mal sehen.
  2. Like
    Getsome hat eine Reaktion von Anima_Templi erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Dicht gepresst kommt schon hin (siehe Fotos). Dennoch, nach meinem Eindruck sind mehr kleinere Blätter eingepresst, als ich das sonst kenne. Das ist in diesem Fall nichts Schlechtes, der Tee ist gut.

     
    Nach dem Huang Pian ist nun auch die Probe des Chafang Pang San Zhou 2020 von pu-erh.sk leer.
    Ein schwieriger Fall, gebrüht in Ton sowie Porzellan, stehen weiterhin einige Fragezeichen in den Verkostungsnotizen.
    Der zuvor verkostete Huang Pian war unkomplizierter einzuschätzen.
    Geruch des trockenen Blattes: Gebäck und Herbe, Heu, trockene Erde, fast etwas aged; Nasses Blatt: nasses Heu, Getreide, Brotrinde?, Anleihen von Kräuter (verfliegen) und Würze. 

    Geschmack und Mundgefühl: kann in Maßen bitter und adstringent, Pilze (etwas kräftigeres als Champingions? insbesondere bei abgekühltem Tee), brotig/mehlig, herb, würzig/senfig (nur minimal), sandiges Mundgefühl oder abgeschwächt mehliges Mundgefühl.


    Die Pilze sind jetzt die Hauptverdächtigen, allerdings kenne ich mich da nicht ausreichend aus, um zu wissen welche Pilze sich da zeigen.
    Der Senf ist nicht komplett auszuschließen, aber weniger verdächtig. Meine Assoziation ist jetzt spezifischer: Eine Senfkruste, gemacht aus Semmelbrösel, Senf und Dill. Das ist eine zu spezifische Assoziation, um viel darauf zu geben.
    Mal sehen wie sich der Danzuh machen wird. 

    Ein Blick auf Peters Homepage verrät, dass er Frucht im Tee hatte, ihm eine beruhigende Wirkung attestiert und die Bitterkeit mit Lao ManE vergleicht. Das kommt bei mir, obwohl Peters Beschreibungen bisher recht genau zutrafen, diesmal für mich nicht hin. Die Bitterkeit ist nicht prominent oder ich habe über Nacht eine Toleranz aufgebaut. Zur Wirkung habe ich notiert: weder sonderlich aufputschend noch beruhigend.
    @doumerspricht auch von Frucht. Dazu stehen Dattel mit einem dicken Fragezeichen in den Notizen. Nicht die weichen Karamelldatteln, sondern die mehligeren etwas trockeneren Varianten. erneut, bei einer so spezifischen Assoziation ist viel Wunschdenken dabei.

    Der Tee ist weiterhin ein schönes und schmeckendes Rätsel. In der Preisklasse könnte man in einen Cake investieren, um das Rätsel zu lösen. In aller Regel habe ich nach einem Sample eine Vorstellung, für welche Anlässe sich ein Tee eignet. Bei diesem hier fehlt die Vorstellung. Wie gesagt, mal sehen wie sich der Danzuh schlägt.
     
    Das Alterungsexperiment mit einem Bingdao 2015 Cake und einem Boveda 72% Pack ist einen knappen Monat her.
    Der Geruch ist merklich intensiver geworden, aber am Geschmack merke ich noch kaum etwas. Deshalb setze ich das Experiment mal fort und werde der Nase folgen. Solange es gut riecht, ist der Tee auf einem guten Weg. Mal sehen.
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    Getsome hat eine Reaktion von doumer erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Die Reste des Thai Jazz's habe ich diese Woche neben der Arbeit zubereitet.
    Der Tee gewinnt geschmacklich durch die westliche Brühmethode. Jetzt kann ich den Eindruck von grünem Apfel statt der Obstschalen bestätigen, die Lychee entgeht mir jedoch weiterhin. Der Wechsel von Gaiwan zur Kanne könnte auch eine Rolle gespielt haben. Der Tee hat seine Momente, ist für mich aber kein Kandidat für lange Sitzungen am Wochenende, denn dafür fehlt es etwas an Komplexität.

     
    Die heutige Abendbegleitung war der Bingdao Gushu 2020 von @chenshi-chinatee. Bei der ersten Begegnung im letzten Jahr fand ich den Tee noch verwirrend, aber interessant und gut genug um einen Cake zu erwerben.
    Die heutige Sitzung startete mit einem leicht milchigen und zitronigen Geschmack, annährend wie Zitronenglasur auf trockenen Kuchen, aber nicht so süß. Aufguss drei und vier bieten Kräuter (Thymian?). Danach mischt sich die Zitrone mit den Kräutern, welche jetzt vorwiegend in Richtung Kräutermischungen von Hustenbonbons tendieren. Dennoch ist dem Tee kein "künstlicher" Geschmack zu attestieren. In frühere Sitzungen war deutlich mehr Energie und Wärme, heute ist er geradezu brav.
    Bitter kann er auch, aber mit Einschränkungen. In der Beschreibung des Tees steht "Blättern von mind. 100 Jahren alten Bäumen, entweder 2. oder 3. Ranges", das beziehe ich vor allem auf die Blattgröße (hoffentlich auf dem Foto zu erkennen). Im Vergleich zu anderem Gushumaterial sind häufiger kleinere Blätter anzutreffen. Möglicherweise spielt die Pressung dabei eine Rolle. Leider führt das ab und an zu sehr bröseligem Abbruch und damit zu mehr Bitterkeit. 


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    Getsome hat eine Reaktion von Anima_Templi erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Die Reste des Thai Jazz's habe ich diese Woche neben der Arbeit zubereitet.
    Der Tee gewinnt geschmacklich durch die westliche Brühmethode. Jetzt kann ich den Eindruck von grünem Apfel statt der Obstschalen bestätigen, die Lychee entgeht mir jedoch weiterhin. Der Wechsel von Gaiwan zur Kanne könnte auch eine Rolle gespielt haben. Der Tee hat seine Momente, ist für mich aber kein Kandidat für lange Sitzungen am Wochenende, denn dafür fehlt es etwas an Komplexität.

     
    Die heutige Abendbegleitung war der Bingdao Gushu 2020 von @chenshi-chinatee. Bei der ersten Begegnung im letzten Jahr fand ich den Tee noch verwirrend, aber interessant und gut genug um einen Cake zu erwerben.
    Die heutige Sitzung startete mit einem leicht milchigen und zitronigen Geschmack, annährend wie Zitronenglasur auf trockenen Kuchen, aber nicht so süß. Aufguss drei und vier bieten Kräuter (Thymian?). Danach mischt sich die Zitrone mit den Kräutern, welche jetzt vorwiegend in Richtung Kräutermischungen von Hustenbonbons tendieren. Dennoch ist dem Tee kein "künstlicher" Geschmack zu attestieren. In frühere Sitzungen war deutlich mehr Energie und Wärme, heute ist er geradezu brav.
    Bitter kann er auch, aber mit Einschränkungen. In der Beschreibung des Tees steht "Blättern von mind. 100 Jahren alten Bäumen, entweder 2. oder 3. Ranges", das beziehe ich vor allem auf die Blattgröße (hoffentlich auf dem Foto zu erkennen). Im Vergleich zu anderem Gushumaterial sind häufiger kleinere Blätter anzutreffen. Möglicherweise spielt die Pressung dabei eine Rolle. Leider führt das ab und an zu sehr bröseligem Abbruch und damit zu mehr Bitterkeit. 


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    Getsome hat eine Reaktion von Drache des Westens erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Nach einem knappen dreiviertel Jahr im Teeregal probierte ich letztes Wochenende zwei 2020er Oolongs.
    Einmal Kekou Milanxiang Dancong, dem ich noch ein paar Monaten Ruhe gönne. In der Hoffnung, dass die Röstung noch etwas abklingt.
    Als durchaus trinkfertig erwies sich der Huaxiang Qilan, wie der Milanxiang von @chenshi-chinatee, mit einem Trockengeruch nach dunkler Schokolade und einer leichten Röstung mit einem Spritzer Frucht. Beim nassen Blatt geht die Frucht schnell zurück und wird durch Blumigkeit ersetzt. Es folgt eine Assoziation an frische Wäsche. Ein im Geruch leichter Tee.
      
    Der Tee ist von Beginn an weich und leicht auf der Zunge. Karamell aber ohne süß zu sein, zuerst dunkle Früchte und dann ein kurzes Aufflackern von Südfrüchte. Bei Ziehzeiten über einer Minute, ca. Aufguss 6 und 7 kommen Noten von Erdnuss und Cashewkernen dazu.
    Die 2019er Ernte habe ich als blumiger und dafür weniger fruchtig in Erinnerung. 

    Der erste Tee des heutigen Tages war Tea Addicts Thai Jazz, vermutlich die 2019er Ernte, ein von Heuschrecken gebissener "grüner" Oolong. Auf der Homepage sprechen sie von einer Oriental Beauty Variante, daran erinnert mich der Tee nun gar nicht. Deshalb beziehen sie sich damit entweder auf den Kultivar oder schlicht auf die Insektenbisse.

    Das Blatt erinnert mich sehr an Taiwan Hochlandoolongs. Der Gaiwan hat schon besser tage gesehen und mach es leider nicht mehr lange. Das ist schade, denn einen so dünnwandigen Gaiwan finde ich bei den Händlern meines Vertrauens aktuell nicht im Sortiment.
    Geruch: Grün, Blume, Obstschalen?, feucht: dezent fruchtig, Herbstlaub. 
    Zunächst fällt die Dickflüssigkeit des Tees auf. Geschmacklich pendelt der Tee zunächst zwischen Blume und Frucht ohne fruchtig zu sein. Das ist was ich mit der Obstschalenassoziation meine. Auf der Homepage schreiben sie etwas von grünem Apfel und Lychee, evtl. offenbart sich diese Charakterisierung mit der westlichen Methode, die auf der Packung angegeben ist.

    Schlussendlich finde ich den "Biss" des Tees interessant. Bisher trat der "Biss" bei mir immer gemeinsam mit etwas anderem auf. In den Spitzen der Süße eines OB oder dem Zimt eines Mi Xiang. Hier steht er für sich allein.
  6. Like
    Getsome hat eine Reaktion von Manfred erhalten in Teeprojekt   
    @momo37: So richtig verstehe ich deinen Ansatzpunkt nicht. Wenn deine Zielgruppe die breite Masse ist, dann besteht nur eine sehr sehr kleine Schnittmenge mit den aktiven Nutzern dieses Forums. Die breite Masse kauft den Tee der in Supermarktregalen steht. Also beispielsweise Kamille, Earl Grey und grüner Tee. Die meisten Leute hier erklären dir als erstes, dass eins davon kein richtiger Tee ist und bekommen zweitens bei dem Sammelbegriff "Grüner Tee" ein Aneurysma. Das sind zwei verschiedene Welten.  
    Du sagst du kennst dich nicht mit Tee aus, ok. Aber dann musst du doch mehr über deine Zielgruppe wissen als "die breite Masse". 
    Will deine Zielgruppe ein Biosiegel, ganzes Teeblatt, losen Tee oder reicht der Beutel?

    So wie du es jetzt beschreibst könntest du einfach fünf Sorten per Zufall aus einem Supermarktregal auswählen und diese bei Großhändlern bestellen.

    Was schwebt dir den bisher für das Anfangssortiment vor?
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    Getsome hat eine Reaktion von Toko erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Vor knapp einem Monat bin ich einmal queer durch das Tasting Set der Thailand Tees von pu-erh.sk. Mit etwas Abstand will ich jetzt von der Breite in die Tiefe gehen, also den Rest jedes Tees getrennt von den anderen verkosten. Aus dem ersten Durchgang wurde ich recht klug. Dieses Mal ist der Gedanke, sich von Tee zu Tee zu hangeln und so nach und nach den Charakter deutlicher herausschälen zu können. 
    Den Anfang macht der Chafang Huang Pian 2020.

    Geruch: Erde, würzig, Nadelwald?, Kräuter, Steine? Heu, weder frisch noch alt eher neutral, später definitiv eine Blume ( evtl. Butterblume?); jede Erde, Würze oder Nadelwald sind verschwunden. 

    Geschmack und Mundgefühl: angenehm, leicht Adstringent (nur die ersten beiden Aufgüsse und nur an einer Gaumenstelle wie bei manchen scharfen Saucen), leicht sandige Textur, mineralisch, Eindruck einer leichten knackigen Süße unterhalb einer leichten Blumigkeit, Würze und Kräuter scheinen sich zu etwas schwer bestimmbaren zu vereinen und verlagern sich vom Geschmack in den Nachgeschmack. Mir fehlt der typische Huang Pian Hintergrundgeschmack den ich von chinesischen Tees kenne.
    Ehrlich gesagt sind all diese Eindrücke noch sehr wackelig. Aber nach dem vierten Aufguss bilden sich für mich zwei Assoziationen heraus die, sozusagen die Hauptverdächtigen sind. Zum einen Pilze und zum anderen Senf (nur bei längeren Ziehzeiten). Wobei der Senf ohne seine Schärfe daher kommt. Nicht dieser fein gemahlene Supermarktsenf, sondern einen mit sichtbaren Körnern drin. 
    Ein unkomplizierter Tee, für Pu-Verhältnisse, der ab und an auch bitter kann. Er ist weder wärmend noch aktivierend. 
    Gegen Ende der Sitzung kommt noch ein Verdacht dazu: Der scheint Tee süß oder fruchtig werden zu wollen, wird es aber nicht.
    Mit den verblieben letzten Probenblättern habe ich einen Kontrollaufguss im Gaiwan angeschlossen. Er erbrachte weitgehend das gleiche Ergebnis. 


    Ein richtiges Urteil kann ich nicht fällen. Letztes Jahr landete der ein oder andere Huang Pian in der Tasse als Bürotee. Auf diesem Level sehe ich auch diesen Tee, nur will ich dieses Jahr nicht schon wieder Huang Pian als täglichen Begleiter.
    Zudem ist der Tee eben kein Mysterium mehr. Zwar sind da ungeklärte Fragen, aber die letzten Sitzungen haben das Interesse "ausgemittelt".

    Der San Zhou war heute an der Reihe, aber ich möchte nächste Woche noch eine Vergleichssitzung mit Gaiwan machen.

    Ich bin gespannt was ihr zu den Tees schreibt, einige Posts habe ich gesehen sie aber bisher bewusst nicht gelesen.

     
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    Getsome hat eine Reaktion von Shibo erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Vor knapp einem Monat bin ich einmal queer durch das Tasting Set der Thailand Tees von pu-erh.sk. Mit etwas Abstand will ich jetzt von der Breite in die Tiefe gehen, also den Rest jedes Tees getrennt von den anderen verkosten. Aus dem ersten Durchgang wurde ich recht klug. Dieses Mal ist der Gedanke, sich von Tee zu Tee zu hangeln und so nach und nach den Charakter deutlicher herausschälen zu können. 
    Den Anfang macht der Chafang Huang Pian 2020.

    Geruch: Erde, würzig, Nadelwald?, Kräuter, Steine? Heu, weder frisch noch alt eher neutral, später definitiv eine Blume ( evtl. Butterblume?); jede Erde, Würze oder Nadelwald sind verschwunden. 

    Geschmack und Mundgefühl: angenehm, leicht Adstringent (nur die ersten beiden Aufgüsse und nur an einer Gaumenstelle wie bei manchen scharfen Saucen), leicht sandige Textur, mineralisch, Eindruck einer leichten knackigen Süße unterhalb einer leichten Blumigkeit, Würze und Kräuter scheinen sich zu etwas schwer bestimmbaren zu vereinen und verlagern sich vom Geschmack in den Nachgeschmack. Mir fehlt der typische Huang Pian Hintergrundgeschmack den ich von chinesischen Tees kenne.
    Ehrlich gesagt sind all diese Eindrücke noch sehr wackelig. Aber nach dem vierten Aufguss bilden sich für mich zwei Assoziationen heraus die, sozusagen die Hauptverdächtigen sind. Zum einen Pilze und zum anderen Senf (nur bei längeren Ziehzeiten). Wobei der Senf ohne seine Schärfe daher kommt. Nicht dieser fein gemahlene Supermarktsenf, sondern einen mit sichtbaren Körnern drin. 
    Ein unkomplizierter Tee, für Pu-Verhältnisse, der ab und an auch bitter kann. Er ist weder wärmend noch aktivierend. 
    Gegen Ende der Sitzung kommt noch ein Verdacht dazu: Der scheint Tee süß oder fruchtig werden zu wollen, wird es aber nicht.
    Mit den verblieben letzten Probenblättern habe ich einen Kontrollaufguss im Gaiwan angeschlossen. Er erbrachte weitgehend das gleiche Ergebnis. 


    Ein richtiges Urteil kann ich nicht fällen. Letztes Jahr landete der ein oder andere Huang Pian in der Tasse als Bürotee. Auf diesem Level sehe ich auch diesen Tee, nur will ich dieses Jahr nicht schon wieder Huang Pian als täglichen Begleiter.
    Zudem ist der Tee eben kein Mysterium mehr. Zwar sind da ungeklärte Fragen, aber die letzten Sitzungen haben das Interesse "ausgemittelt".

    Der San Zhou war heute an der Reihe, aber ich möchte nächste Woche noch eine Vergleichssitzung mit Gaiwan machen.

    Ich bin gespannt was ihr zu den Tees schreibt, einige Posts habe ich gesehen sie aber bisher bewusst nicht gelesen.

     
  9. Like
    Getsome hat eine Reaktion von Anima_Templi erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Vor knapp einem Monat bin ich einmal queer durch das Tasting Set der Thailand Tees von pu-erh.sk. Mit etwas Abstand will ich jetzt von der Breite in die Tiefe gehen, also den Rest jedes Tees getrennt von den anderen verkosten. Aus dem ersten Durchgang wurde ich recht klug. Dieses Mal ist der Gedanke, sich von Tee zu Tee zu hangeln und so nach und nach den Charakter deutlicher herausschälen zu können. 
    Den Anfang macht der Chafang Huang Pian 2020.

    Geruch: Erde, würzig, Nadelwald?, Kräuter, Steine? Heu, weder frisch noch alt eher neutral, später definitiv eine Blume ( evtl. Butterblume?); jede Erde, Würze oder Nadelwald sind verschwunden. 

    Geschmack und Mundgefühl: angenehm, leicht Adstringent (nur die ersten beiden Aufgüsse und nur an einer Gaumenstelle wie bei manchen scharfen Saucen), leicht sandige Textur, mineralisch, Eindruck einer leichten knackigen Süße unterhalb einer leichten Blumigkeit, Würze und Kräuter scheinen sich zu etwas schwer bestimmbaren zu vereinen und verlagern sich vom Geschmack in den Nachgeschmack. Mir fehlt der typische Huang Pian Hintergrundgeschmack den ich von chinesischen Tees kenne.
    Ehrlich gesagt sind all diese Eindrücke noch sehr wackelig. Aber nach dem vierten Aufguss bilden sich für mich zwei Assoziationen heraus die, sozusagen die Hauptverdächtigen sind. Zum einen Pilze und zum anderen Senf (nur bei längeren Ziehzeiten). Wobei der Senf ohne seine Schärfe daher kommt. Nicht dieser fein gemahlene Supermarktsenf, sondern einen mit sichtbaren Körnern drin. 
    Ein unkomplizierter Tee, für Pu-Verhältnisse, der ab und an auch bitter kann. Er ist weder wärmend noch aktivierend. 
    Gegen Ende der Sitzung kommt noch ein Verdacht dazu: Der scheint Tee süß oder fruchtig werden zu wollen, wird es aber nicht.
    Mit den verblieben letzten Probenblättern habe ich einen Kontrollaufguss im Gaiwan angeschlossen. Er erbrachte weitgehend das gleiche Ergebnis. 


    Ein richtiges Urteil kann ich nicht fällen. Letztes Jahr landete der ein oder andere Huang Pian in der Tasse als Bürotee. Auf diesem Level sehe ich auch diesen Tee, nur will ich dieses Jahr nicht schon wieder Huang Pian als täglichen Begleiter.
    Zudem ist der Tee eben kein Mysterium mehr. Zwar sind da ungeklärte Fragen, aber die letzten Sitzungen haben das Interesse "ausgemittelt".

    Der San Zhou war heute an der Reihe, aber ich möchte nächste Woche noch eine Vergleichssitzung mit Gaiwan machen.

    Ich bin gespannt was ihr zu den Tees schreibt, einige Posts habe ich gesehen sie aber bisher bewusst nicht gelesen.

     
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    Getsome hat eine Reaktion von Paul erhalten in Teeprojekt   
    @momo37: So richtig verstehe ich deinen Ansatzpunkt nicht. Wenn deine Zielgruppe die breite Masse ist, dann besteht nur eine sehr sehr kleine Schnittmenge mit den aktiven Nutzern dieses Forums. Die breite Masse kauft den Tee der in Supermarktregalen steht. Also beispielsweise Kamille, Earl Grey und grüner Tee. Die meisten Leute hier erklären dir als erstes, dass eins davon kein richtiger Tee ist und bekommen zweitens bei dem Sammelbegriff "Grüner Tee" ein Aneurysma. Das sind zwei verschiedene Welten.  
    Du sagst du kennst dich nicht mit Tee aus, ok. Aber dann musst du doch mehr über deine Zielgruppe wissen als "die breite Masse". 
    Will deine Zielgruppe ein Biosiegel, ganzes Teeblatt, losen Tee oder reicht der Beutel?

    So wie du es jetzt beschreibst könntest du einfach fünf Sorten per Zufall aus einem Supermarktregal auswählen und diese bei Großhändlern bestellen.

    Was schwebt dir den bisher für das Anfangssortiment vor?
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    Getsome hat eine Reaktion von Toko erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Nach einem knappen dreiviertel Jahr im Teeregal probierte ich letztes Wochenende zwei 2020er Oolongs.
    Einmal Kekou Milanxiang Dancong, dem ich noch ein paar Monaten Ruhe gönne. In der Hoffnung, dass die Röstung noch etwas abklingt.
    Als durchaus trinkfertig erwies sich der Huaxiang Qilan, wie der Milanxiang von @chenshi-chinatee, mit einem Trockengeruch nach dunkler Schokolade und einer leichten Röstung mit einem Spritzer Frucht. Beim nassen Blatt geht die Frucht schnell zurück und wird durch Blumigkeit ersetzt. Es folgt eine Assoziation an frische Wäsche. Ein im Geruch leichter Tee.
      
    Der Tee ist von Beginn an weich und leicht auf der Zunge. Karamell aber ohne süß zu sein, zuerst dunkle Früchte und dann ein kurzes Aufflackern von Südfrüchte. Bei Ziehzeiten über einer Minute, ca. Aufguss 6 und 7 kommen Noten von Erdnuss und Cashewkernen dazu.
    Die 2019er Ernte habe ich als blumiger und dafür weniger fruchtig in Erinnerung. 

    Der erste Tee des heutigen Tages war Tea Addicts Thai Jazz, vermutlich die 2019er Ernte, ein von Heuschrecken gebissener "grüner" Oolong. Auf der Homepage sprechen sie von einer Oriental Beauty Variante, daran erinnert mich der Tee nun gar nicht. Deshalb beziehen sie sich damit entweder auf den Kultivar oder schlicht auf die Insektenbisse.

    Das Blatt erinnert mich sehr an Taiwan Hochlandoolongs. Der Gaiwan hat schon besser tage gesehen und mach es leider nicht mehr lange. Das ist schade, denn einen so dünnwandigen Gaiwan finde ich bei den Händlern meines Vertrauens aktuell nicht im Sortiment.
    Geruch: Grün, Blume, Obstschalen?, feucht: dezent fruchtig, Herbstlaub. 
    Zunächst fällt die Dickflüssigkeit des Tees auf. Geschmacklich pendelt der Tee zunächst zwischen Blume und Frucht ohne fruchtig zu sein. Das ist was ich mit der Obstschalenassoziation meine. Auf der Homepage schreiben sie etwas von grünem Apfel und Lychee, evtl. offenbart sich diese Charakterisierung mit der westlichen Methode, die auf der Packung angegeben ist.

    Schlussendlich finde ich den "Biss" des Tees interessant. Bisher trat der "Biss" bei mir immer gemeinsam mit etwas anderem auf. In den Spitzen der Süße eines OB oder dem Zimt eines Mi Xiang. Hier steht er für sich allein.
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    Getsome hat eine Reaktion von doumer erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Nach einem knappen dreiviertel Jahr im Teeregal probierte ich letztes Wochenende zwei 2020er Oolongs.
    Einmal Kekou Milanxiang Dancong, dem ich noch ein paar Monaten Ruhe gönne. In der Hoffnung, dass die Röstung noch etwas abklingt.
    Als durchaus trinkfertig erwies sich der Huaxiang Qilan, wie der Milanxiang von @chenshi-chinatee, mit einem Trockengeruch nach dunkler Schokolade und einer leichten Röstung mit einem Spritzer Frucht. Beim nassen Blatt geht die Frucht schnell zurück und wird durch Blumigkeit ersetzt. Es folgt eine Assoziation an frische Wäsche. Ein im Geruch leichter Tee.
      
    Der Tee ist von Beginn an weich und leicht auf der Zunge. Karamell aber ohne süß zu sein, zuerst dunkle Früchte und dann ein kurzes Aufflackern von Südfrüchte. Bei Ziehzeiten über einer Minute, ca. Aufguss 6 und 7 kommen Noten von Erdnuss und Cashewkernen dazu.
    Die 2019er Ernte habe ich als blumiger und dafür weniger fruchtig in Erinnerung. 

    Der erste Tee des heutigen Tages war Tea Addicts Thai Jazz, vermutlich die 2019er Ernte, ein von Heuschrecken gebissener "grüner" Oolong. Auf der Homepage sprechen sie von einer Oriental Beauty Variante, daran erinnert mich der Tee nun gar nicht. Deshalb beziehen sie sich damit entweder auf den Kultivar oder schlicht auf die Insektenbisse.

    Das Blatt erinnert mich sehr an Taiwan Hochlandoolongs. Der Gaiwan hat schon besser tage gesehen und mach es leider nicht mehr lange. Das ist schade, denn einen so dünnwandigen Gaiwan finde ich bei den Händlern meines Vertrauens aktuell nicht im Sortiment.
    Geruch: Grün, Blume, Obstschalen?, feucht: dezent fruchtig, Herbstlaub. 
    Zunächst fällt die Dickflüssigkeit des Tees auf. Geschmacklich pendelt der Tee zunächst zwischen Blume und Frucht ohne fruchtig zu sein. Das ist was ich mit der Obstschalenassoziation meine. Auf der Homepage schreiben sie etwas von grünem Apfel und Lychee, evtl. offenbart sich diese Charakterisierung mit der westlichen Methode, die auf der Packung angegeben ist.

    Schlussendlich finde ich den "Biss" des Tees interessant. Bisher trat der "Biss" bei mir immer gemeinsam mit etwas anderem auf. In den Spitzen der Süße eines OB oder dem Zimt eines Mi Xiang. Hier steht er für sich allein.
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    Getsome hat eine Reaktion von SoGen erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Nach einem knappen dreiviertel Jahr im Teeregal probierte ich letztes Wochenende zwei 2020er Oolongs.
    Einmal Kekou Milanxiang Dancong, dem ich noch ein paar Monaten Ruhe gönne. In der Hoffnung, dass die Röstung noch etwas abklingt.
    Als durchaus trinkfertig erwies sich der Huaxiang Qilan, wie der Milanxiang von @chenshi-chinatee, mit einem Trockengeruch nach dunkler Schokolade und einer leichten Röstung mit einem Spritzer Frucht. Beim nassen Blatt geht die Frucht schnell zurück und wird durch Blumigkeit ersetzt. Es folgt eine Assoziation an frische Wäsche. Ein im Geruch leichter Tee.
      
    Der Tee ist von Beginn an weich und leicht auf der Zunge. Karamell aber ohne süß zu sein, zuerst dunkle Früchte und dann ein kurzes Aufflackern von Südfrüchte. Bei Ziehzeiten über einer Minute, ca. Aufguss 6 und 7 kommen Noten von Erdnuss und Cashewkernen dazu.
    Die 2019er Ernte habe ich als blumiger und dafür weniger fruchtig in Erinnerung. 

    Der erste Tee des heutigen Tages war Tea Addicts Thai Jazz, vermutlich die 2019er Ernte, ein von Heuschrecken gebissener "grüner" Oolong. Auf der Homepage sprechen sie von einer Oriental Beauty Variante, daran erinnert mich der Tee nun gar nicht. Deshalb beziehen sie sich damit entweder auf den Kultivar oder schlicht auf die Insektenbisse.

    Das Blatt erinnert mich sehr an Taiwan Hochlandoolongs. Der Gaiwan hat schon besser tage gesehen und mach es leider nicht mehr lange. Das ist schade, denn einen so dünnwandigen Gaiwan finde ich bei den Händlern meines Vertrauens aktuell nicht im Sortiment.
    Geruch: Grün, Blume, Obstschalen?, feucht: dezent fruchtig, Herbstlaub. 
    Zunächst fällt die Dickflüssigkeit des Tees auf. Geschmacklich pendelt der Tee zunächst zwischen Blume und Frucht ohne fruchtig zu sein. Das ist was ich mit der Obstschalenassoziation meine. Auf der Homepage schreiben sie etwas von grünem Apfel und Lychee, evtl. offenbart sich diese Charakterisierung mit der westlichen Methode, die auf der Packung angegeben ist.

    Schlussendlich finde ich den "Biss" des Tees interessant. Bisher trat der "Biss" bei mir immer gemeinsam mit etwas anderem auf. In den Spitzen der Süße eines OB oder dem Zimt eines Mi Xiang. Hier steht er für sich allein.
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    Getsome hat eine Reaktion von Anima_Templi erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Nach einem knappen dreiviertel Jahr im Teeregal probierte ich letztes Wochenende zwei 2020er Oolongs.
    Einmal Kekou Milanxiang Dancong, dem ich noch ein paar Monaten Ruhe gönne. In der Hoffnung, dass die Röstung noch etwas abklingt.
    Als durchaus trinkfertig erwies sich der Huaxiang Qilan, wie der Milanxiang von @chenshi-chinatee, mit einem Trockengeruch nach dunkler Schokolade und einer leichten Röstung mit einem Spritzer Frucht. Beim nassen Blatt geht die Frucht schnell zurück und wird durch Blumigkeit ersetzt. Es folgt eine Assoziation an frische Wäsche. Ein im Geruch leichter Tee.
      
    Der Tee ist von Beginn an weich und leicht auf der Zunge. Karamell aber ohne süß zu sein, zuerst dunkle Früchte und dann ein kurzes Aufflackern von Südfrüchte. Bei Ziehzeiten über einer Minute, ca. Aufguss 6 und 7 kommen Noten von Erdnuss und Cashewkernen dazu.
    Die 2019er Ernte habe ich als blumiger und dafür weniger fruchtig in Erinnerung. 

    Der erste Tee des heutigen Tages war Tea Addicts Thai Jazz, vermutlich die 2019er Ernte, ein von Heuschrecken gebissener "grüner" Oolong. Auf der Homepage sprechen sie von einer Oriental Beauty Variante, daran erinnert mich der Tee nun gar nicht. Deshalb beziehen sie sich damit entweder auf den Kultivar oder schlicht auf die Insektenbisse.

    Das Blatt erinnert mich sehr an Taiwan Hochlandoolongs. Der Gaiwan hat schon besser tage gesehen und mach es leider nicht mehr lange. Das ist schade, denn einen so dünnwandigen Gaiwan finde ich bei den Händlern meines Vertrauens aktuell nicht im Sortiment.
    Geruch: Grün, Blume, Obstschalen?, feucht: dezent fruchtig, Herbstlaub. 
    Zunächst fällt die Dickflüssigkeit des Tees auf. Geschmacklich pendelt der Tee zunächst zwischen Blume und Frucht ohne fruchtig zu sein. Das ist was ich mit der Obstschalenassoziation meine. Auf der Homepage schreiben sie etwas von grünem Apfel und Lychee, evtl. offenbart sich diese Charakterisierung mit der westlichen Methode, die auf der Packung angegeben ist.

    Schlussendlich finde ich den "Biss" des Tees interessant. Bisher trat der "Biss" bei mir immer gemeinsam mit etwas anderem auf. In den Spitzen der Süße eines OB oder dem Zimt eines Mi Xiang. Hier steht er für sich allein.
  15. Haha
    Getsome hat eine Reaktion von Toko erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Ich bin GABA-Gandalf, ich hab Bock auf GABA oder auch nicht oder vielleicht doch?
    Im Regal lagen noch zwei Probengrößen GABA-Oolong. Eine Oolongausprägung die beim Erstkontakt keine bleibenden Spuren hinterließ und nach der ersten der Proben, Mei Leaf's Ruby Gaba, wusste ich auch wieder wieso.
    Ein kaum greifbarer Tee der sich trinken lässt und an sich nicht schlecht ist, aber keine dauerhaften Regalplatz verdient.

    Aus anderen Gründen war ich im lokalen Teeladen der ein paar Tea Addicts Tees führt, deren GABA-Oolong ich, zum Vergleich mit der verblieben Teeprobe, mitnahm.
    Vom Geruch erinnert der Tea Addicts Gaba im ersten Moment an Da Hong Pao's und dann wird der Geruch unentwirrbar verknotet, bleibt aber stehts angenehm. Der Geschmack schließt sich dem an, ein Konglomerat, das stehts angenehm die Kehle runterrinnt.
    In den ersten Aufgüssen meine ich Kiwi und Orangenschalen zu erkennen, beide mit einem säuerlichen Dreh.

    Bleibt noch Mei Leafs Amber Gaba dessen Geruch die ersten zwei Aufgüsse lang an Brot, Kirschen und Zwetschgenkuchen? erinnert und dann ins Undefinierbare abgleitet.
    Der Geschmack ist irgendwie, mit Betonung auf irgendwie, brotig und fruchtig. Ab und an winkt die Süße aus der Entfernung. Bei Ziehzeiten von 1,5 Minuten erinnert der Geruch etwas an Aged White Teas.

    Beiden Tees gemeinsam ist ein Nachgeschmack der an Süßigkeiten wie Gummibärchen oder saure Pommes erinnert und erst jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass das Blatt klar und deutlich geröstet wurde, aber weder der Geruch noch der Geschmack mit klassischen Röstnoten in Verbindung steht. 
    Alles in allem verstehe ich warum man diese Tees trinkt, aber nicht den Tee. Damit wären wir wieder am Beginn des Posts: Bin ich nun GABA Gandalf oder nicht? Keine Ahnung!


    @Anima_Templi: Das Cakeformat überzeugt mich aus dem Stand für kleine Fladen. Schöne Sache.
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    Getsome hat eine Reaktion von Anima_Templi erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Ich bin GABA-Gandalf, ich hab Bock auf GABA oder auch nicht oder vielleicht doch?
    Im Regal lagen noch zwei Probengrößen GABA-Oolong. Eine Oolongausprägung die beim Erstkontakt keine bleibenden Spuren hinterließ und nach der ersten der Proben, Mei Leaf's Ruby Gaba, wusste ich auch wieder wieso.
    Ein kaum greifbarer Tee der sich trinken lässt und an sich nicht schlecht ist, aber keine dauerhaften Regalplatz verdient.

    Aus anderen Gründen war ich im lokalen Teeladen der ein paar Tea Addicts Tees führt, deren GABA-Oolong ich, zum Vergleich mit der verblieben Teeprobe, mitnahm.
    Vom Geruch erinnert der Tea Addicts Gaba im ersten Moment an Da Hong Pao's und dann wird der Geruch unentwirrbar verknotet, bleibt aber stehts angenehm. Der Geschmack schließt sich dem an, ein Konglomerat, das stehts angenehm die Kehle runterrinnt.
    In den ersten Aufgüssen meine ich Kiwi und Orangenschalen zu erkennen, beide mit einem säuerlichen Dreh.

    Bleibt noch Mei Leafs Amber Gaba dessen Geruch die ersten zwei Aufgüsse lang an Brot, Kirschen und Zwetschgenkuchen? erinnert und dann ins Undefinierbare abgleitet.
    Der Geschmack ist irgendwie, mit Betonung auf irgendwie, brotig und fruchtig. Ab und an winkt die Süße aus der Entfernung. Bei Ziehzeiten von 1,5 Minuten erinnert der Geruch etwas an Aged White Teas.

    Beiden Tees gemeinsam ist ein Nachgeschmack der an Süßigkeiten wie Gummibärchen oder saure Pommes erinnert und erst jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass das Blatt klar und deutlich geröstet wurde, aber weder der Geruch noch der Geschmack mit klassischen Röstnoten in Verbindung steht. 
    Alles in allem verstehe ich warum man diese Tees trinkt, aber nicht den Tee. Damit wären wir wieder am Beginn des Posts: Bin ich nun GABA Gandalf oder nicht? Keine Ahnung!


    @Anima_Templi: Das Cakeformat überzeugt mich aus dem Stand für kleine Fladen. Schöne Sache.
  17. Haha
    Getsome hat eine Reaktion von Shibo erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Ich bin GABA-Gandalf, ich hab Bock auf GABA oder auch nicht oder vielleicht doch?
    Im Regal lagen noch zwei Probengrößen GABA-Oolong. Eine Oolongausprägung die beim Erstkontakt keine bleibenden Spuren hinterließ und nach der ersten der Proben, Mei Leaf's Ruby Gaba, wusste ich auch wieder wieso.
    Ein kaum greifbarer Tee der sich trinken lässt und an sich nicht schlecht ist, aber keine dauerhaften Regalplatz verdient.

    Aus anderen Gründen war ich im lokalen Teeladen der ein paar Tea Addicts Tees führt, deren GABA-Oolong ich, zum Vergleich mit der verblieben Teeprobe, mitnahm.
    Vom Geruch erinnert der Tea Addicts Gaba im ersten Moment an Da Hong Pao's und dann wird der Geruch unentwirrbar verknotet, bleibt aber stehts angenehm. Der Geschmack schließt sich dem an, ein Konglomerat, das stehts angenehm die Kehle runterrinnt.
    In den ersten Aufgüssen meine ich Kiwi und Orangenschalen zu erkennen, beide mit einem säuerlichen Dreh.

    Bleibt noch Mei Leafs Amber Gaba dessen Geruch die ersten zwei Aufgüsse lang an Brot, Kirschen und Zwetschgenkuchen? erinnert und dann ins Undefinierbare abgleitet.
    Der Geschmack ist irgendwie, mit Betonung auf irgendwie, brotig und fruchtig. Ab und an winkt die Süße aus der Entfernung. Bei Ziehzeiten von 1,5 Minuten erinnert der Geruch etwas an Aged White Teas.

    Beiden Tees gemeinsam ist ein Nachgeschmack der an Süßigkeiten wie Gummibärchen oder saure Pommes erinnert und erst jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass das Blatt klar und deutlich geröstet wurde, aber weder der Geruch noch der Geschmack mit klassischen Röstnoten in Verbindung steht. 
    Alles in allem verstehe ich warum man diese Tees trinkt, aber nicht den Tee. Damit wären wir wieder am Beginn des Posts: Bin ich nun GABA Gandalf oder nicht? Keine Ahnung!


    @Anima_Templi: Das Cakeformat überzeugt mich aus dem Stand für kleine Fladen. Schöne Sache.
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    Getsome hat eine Reaktion von Toko erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    @doumer: Den 2020 Thailand Chiang Rai Old Tree Ku Cha hatte ich vor ein paar Wochen auch und schmeckte, anders als du, die Grapefruit nicht heraus. Weißt du noch wie du dosiert hast? Recht kräftig, nach den Fotos zu urteilen.
     
    Die "Besuche" alter Bekannter am Teetisch der letzten Woche kamen nicht ohne Experimente aus. Vier Da Hong Paos aus meinem neuen Kännchen sollten es sein.

    Die ersten vier stammen von Die Kunst des Tees.
    Felsen Da Hong Pao (original) 2013:
    Geruch: Nuss, dunkle Schokolade, dezent Röstung, Essig?, Sägespäne?
    Geschmack: Nuss, Gewürze, mineralisch, flüchtige unbestimmbare Frucht , Karamell? Das Gewürz ist vermutlich Kardamom. Es erinnert mich an Kardamom-Schwarztee den ich von Persern kenne. Auf der Homepage wird auch Anis erwähnt, aber das einzieht sich mir. Die Kanne tut dem Tee wirklich gut, sie "zieht" den Tee etwas auseinander, wodurch die Gewürze zum Vorschein kommen. Mein neuer Favorit aus diesen drei.
    Da Hong Pao #105 traditionell 2012 Herbst:
    Geruch: Kaffee, leichte Röstung
    Geschmack: Röstung, Holz, (Wal)Nuss, mineralisch, kräftig (kräftig bedeutet hier, dass der Tee nicht von der Kanne "auseinandergezogen" wurde), ab und zu blumig im Nachgeschmack, hat am ehesten Noten von dunkler Schokolade
    Der Effekt der Kanne ist nur minimal.
    Da Hong Pao#105 leicht geröstet 2012:
    Geruch: Röstung, Karamell, nur leicht dunkle Schokolade, blumig, Röstung klingt schnell ab
    Geschmack: der frischeste Vertreter der drei bisherigen. Blumig, kaum Röstung zu schmecken, etwas (Karamell)Süße, ab und zu Frucht oder Nuss. Das war mein bisheriger Favorit aus den dreien und auch hier hat die Kanne einen Effekt, aber der Gaiwan ist genau so gut.
    Aged Da Hong Pao Shizu 1993 von @chenshi-chinatee:
    Geruch: Kaffee, Asche, Essig
    Geschmack: Erde, Asche, leichte Süße, geröstete Nüsse, dunkle Schokolade

    Der Aged Da Hong Pao ist ein Tee für sich. Beim Schreiben, klingt dieser Tee schlechter als er tatsächlich ist. Die Kanne "öffnet" ihn zwar ein wenig, aber gerade die ersten Aufgüsse sind noch ein Rätsel für mich. Bei anderen Aged Da Hong Paos haben mich lang gezogene Aufgüsse (ab 6 oder 7) mit einer frischen. Bei diesem bleibt die Süße dezent und von nussiger Schokolade begleitet.
     
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    Getsome hat eine Reaktion von Toko erhalten in Tee als Dekoration   
    Erfahrungen habe ich keine gesammelt.

    Sind dir Teeblumen oder Erblühtee ein Begriff? Wirf mal die Googlebildersuche an. Die Tees sind prädestiniert für Deko.
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    Getsome hat eine Reaktion von Shibo erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    @doumer: Den 2020 Thailand Chiang Rai Old Tree Ku Cha hatte ich vor ein paar Wochen auch und schmeckte, anders als du, die Grapefruit nicht heraus. Weißt du noch wie du dosiert hast? Recht kräftig, nach den Fotos zu urteilen.
     
    Die "Besuche" alter Bekannter am Teetisch der letzten Woche kamen nicht ohne Experimente aus. Vier Da Hong Paos aus meinem neuen Kännchen sollten es sein.

    Die ersten vier stammen von Die Kunst des Tees.
    Felsen Da Hong Pao (original) 2013:
    Geruch: Nuss, dunkle Schokolade, dezent Röstung, Essig?, Sägespäne?
    Geschmack: Nuss, Gewürze, mineralisch, flüchtige unbestimmbare Frucht , Karamell? Das Gewürz ist vermutlich Kardamom. Es erinnert mich an Kardamom-Schwarztee den ich von Persern kenne. Auf der Homepage wird auch Anis erwähnt, aber das einzieht sich mir. Die Kanne tut dem Tee wirklich gut, sie "zieht" den Tee etwas auseinander, wodurch die Gewürze zum Vorschein kommen. Mein neuer Favorit aus diesen drei.
    Da Hong Pao #105 traditionell 2012 Herbst:
    Geruch: Kaffee, leichte Röstung
    Geschmack: Röstung, Holz, (Wal)Nuss, mineralisch, kräftig (kräftig bedeutet hier, dass der Tee nicht von der Kanne "auseinandergezogen" wurde), ab und zu blumig im Nachgeschmack, hat am ehesten Noten von dunkler Schokolade
    Der Effekt der Kanne ist nur minimal.
    Da Hong Pao#105 leicht geröstet 2012:
    Geruch: Röstung, Karamell, nur leicht dunkle Schokolade, blumig, Röstung klingt schnell ab
    Geschmack: der frischeste Vertreter der drei bisherigen. Blumig, kaum Röstung zu schmecken, etwas (Karamell)Süße, ab und zu Frucht oder Nuss. Das war mein bisheriger Favorit aus den dreien und auch hier hat die Kanne einen Effekt, aber der Gaiwan ist genau so gut.
    Aged Da Hong Pao Shizu 1993 von @chenshi-chinatee:
    Geruch: Kaffee, Asche, Essig
    Geschmack: Erde, Asche, leichte Süße, geröstete Nüsse, dunkle Schokolade

    Der Aged Da Hong Pao ist ein Tee für sich. Beim Schreiben, klingt dieser Tee schlechter als er tatsächlich ist. Die Kanne "öffnet" ihn zwar ein wenig, aber gerade die ersten Aufgüsse sind noch ein Rätsel für mich. Bei anderen Aged Da Hong Paos haben mich lang gezogene Aufgüsse (ab 6 oder 7) mit einer frischen. Bei diesem bleibt die Süße dezent und von nussiger Schokolade begleitet.
     
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    Getsome hat eine Reaktion von doumer erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    @doumer: Den 2020 Thailand Chiang Rai Old Tree Ku Cha hatte ich vor ein paar Wochen auch und schmeckte, anders als du, die Grapefruit nicht heraus. Weißt du noch wie du dosiert hast? Recht kräftig, nach den Fotos zu urteilen.
     
    Die "Besuche" alter Bekannter am Teetisch der letzten Woche kamen nicht ohne Experimente aus. Vier Da Hong Paos aus meinem neuen Kännchen sollten es sein.

    Die ersten vier stammen von Die Kunst des Tees.
    Felsen Da Hong Pao (original) 2013:
    Geruch: Nuss, dunkle Schokolade, dezent Röstung, Essig?, Sägespäne?
    Geschmack: Nuss, Gewürze, mineralisch, flüchtige unbestimmbare Frucht , Karamell? Das Gewürz ist vermutlich Kardamom. Es erinnert mich an Kardamom-Schwarztee den ich von Persern kenne. Auf der Homepage wird auch Anis erwähnt, aber das einzieht sich mir. Die Kanne tut dem Tee wirklich gut, sie "zieht" den Tee etwas auseinander, wodurch die Gewürze zum Vorschein kommen. Mein neuer Favorit aus diesen drei.
    Da Hong Pao #105 traditionell 2012 Herbst:
    Geruch: Kaffee, leichte Röstung
    Geschmack: Röstung, Holz, (Wal)Nuss, mineralisch, kräftig (kräftig bedeutet hier, dass der Tee nicht von der Kanne "auseinandergezogen" wurde), ab und zu blumig im Nachgeschmack, hat am ehesten Noten von dunkler Schokolade
    Der Effekt der Kanne ist nur minimal.
    Da Hong Pao#105 leicht geröstet 2012:
    Geruch: Röstung, Karamell, nur leicht dunkle Schokolade, blumig, Röstung klingt schnell ab
    Geschmack: der frischeste Vertreter der drei bisherigen. Blumig, kaum Röstung zu schmecken, etwas (Karamell)Süße, ab und zu Frucht oder Nuss. Das war mein bisheriger Favorit aus den dreien und auch hier hat die Kanne einen Effekt, aber der Gaiwan ist genau so gut.
    Aged Da Hong Pao Shizu 1993 von @chenshi-chinatee:
    Geruch: Kaffee, Asche, Essig
    Geschmack: Erde, Asche, leichte Süße, geröstete Nüsse, dunkle Schokolade

    Der Aged Da Hong Pao ist ein Tee für sich. Beim Schreiben, klingt dieser Tee schlechter als er tatsächlich ist. Die Kanne "öffnet" ihn zwar ein wenig, aber gerade die ersten Aufgüsse sind noch ein Rätsel für mich. Bei anderen Aged Da Hong Paos haben mich lang gezogene Aufgüsse (ab 6 oder 7) mit einer frischen. Bei diesem bleibt die Süße dezent und von nussiger Schokolade begleitet.
     
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    Getsome hat eine Reaktion von Anima_Templi erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    @doumer: Den 2020 Thailand Chiang Rai Old Tree Ku Cha hatte ich vor ein paar Wochen auch und schmeckte, anders als du, die Grapefruit nicht heraus. Weißt du noch wie du dosiert hast? Recht kräftig, nach den Fotos zu urteilen.
     
    Die "Besuche" alter Bekannter am Teetisch der letzten Woche kamen nicht ohne Experimente aus. Vier Da Hong Paos aus meinem neuen Kännchen sollten es sein.

    Die ersten vier stammen von Die Kunst des Tees.
    Felsen Da Hong Pao (original) 2013:
    Geruch: Nuss, dunkle Schokolade, dezent Röstung, Essig?, Sägespäne?
    Geschmack: Nuss, Gewürze, mineralisch, flüchtige unbestimmbare Frucht , Karamell? Das Gewürz ist vermutlich Kardamom. Es erinnert mich an Kardamom-Schwarztee den ich von Persern kenne. Auf der Homepage wird auch Anis erwähnt, aber das einzieht sich mir. Die Kanne tut dem Tee wirklich gut, sie "zieht" den Tee etwas auseinander, wodurch die Gewürze zum Vorschein kommen. Mein neuer Favorit aus diesen drei.
    Da Hong Pao #105 traditionell 2012 Herbst:
    Geruch: Kaffee, leichte Röstung
    Geschmack: Röstung, Holz, (Wal)Nuss, mineralisch, kräftig (kräftig bedeutet hier, dass der Tee nicht von der Kanne "auseinandergezogen" wurde), ab und zu blumig im Nachgeschmack, hat am ehesten Noten von dunkler Schokolade
    Der Effekt der Kanne ist nur minimal.
    Da Hong Pao#105 leicht geröstet 2012:
    Geruch: Röstung, Karamell, nur leicht dunkle Schokolade, blumig, Röstung klingt schnell ab
    Geschmack: der frischeste Vertreter der drei bisherigen. Blumig, kaum Röstung zu schmecken, etwas (Karamell)Süße, ab und zu Frucht oder Nuss. Das war mein bisheriger Favorit aus den dreien und auch hier hat die Kanne einen Effekt, aber der Gaiwan ist genau so gut.
    Aged Da Hong Pao Shizu 1993 von @chenshi-chinatee:
    Geruch: Kaffee, Asche, Essig
    Geschmack: Erde, Asche, leichte Süße, geröstete Nüsse, dunkle Schokolade

    Der Aged Da Hong Pao ist ein Tee für sich. Beim Schreiben, klingt dieser Tee schlechter als er tatsächlich ist. Die Kanne "öffnet" ihn zwar ein wenig, aber gerade die ersten Aufgüsse sind noch ein Rätsel für mich. Bei anderen Aged Da Hong Paos haben mich lang gezogene Aufgüsse (ab 6 oder 7) mit einer frischen. Bei diesem bleibt die Süße dezent und von nussiger Schokolade begleitet.
     
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    Getsome hat eine Reaktion von doumer erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Vor Kurzem haben ein paar von euch angefangen 2021er Tees zu posten oder sich in Vorfreude auf sie zu ergehen

    Ich habe mich auf der Suche nach 2021er erwischt und ging glücklicherweise vorher am Teeregal vorbei. Das führte letzte Woche zu einigen alten Bekannten im Schälchen.

    Yiwu Wangong 2014 (mal sehen wie das Einbinden älterer Forenposts funktioniert)  von Pu erh.sk: Weitgehend wie ich ihn kannte. Dieses Mal hatte ich zusätzlich eine Assoziation von Ingwer. Mal sehen, ob das eine einmalige Sache war. Hoffentlich nicht, denn der Ingwer steht dem Tee.

    Tianmuhu Baicha 2018 von @chenshi-chinatee. Kaltgebrüht kommt der Tee immer noch frisch mit Kamillenanhauch daher. Die Fruchtnote ist nicht mehr herauszuschmecken, auch bei Aufgüssen mit heißem Wasser nicht. Dafür kommt bei diesen der Zimt deutlicher und kräftiger. Rückblickend hat sich der Tee klar verändert, aber ich kann mich nicht entscheiden, ob die jungen und frischen oder die mittlerweile 3 Jahre alten Blätter der bessere Tee sind. Sie passen nur jeder zu einem anderen "Anlass". 

    Midsummer Lightshow 2010 Mei Leaf:  Ein Aged Shoumei den ich letztes Jahr als Bürotee vorgesehen hatte. Für zu Hause hatte ich noch etwas nachbestellt, weil ich die starke Pflaumennote mochte. Daneben ist der Tee leicht holzig und  gelegentlich von Oregano begleitet. So jedenfalls in seinen besten Momenten. Mehrere Male war der Tee entweder von Oregano oder vom Holz dominiert, mit jeweils Pflaume im Hintergrund. In diesen Momenten ist er maximal ok. Ich war die ganze Zeit der Überzeugung es handele sich um einen Blend zweier Shou Meis, finde dafür aber keinen Beleg mehr. Für einen reinen Shou Meis geht der Tee insgesamt in Ordnung, dürfte aber gerne ein paar Jahre jünger sein. An einen Bai Mu Dan oder einen Bai Mu Dan/Shou Mei Blend kommt er nicht heran. 

    Ein Alibibidl des Tianmuhu Baichas: 

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    Getsome hat eine Reaktion von Toko erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Nach einem knappen Tag Zeit zum Nachdenken ist die folgende Aussage natürlich falsch.
    Bei Grüntees gehen die Assoziationen eher an Tau oder Frühlingsregen. Erde assoziiere ich bei Sheng als auch Shu Puhs, aber entweder als frische und nasse Erde, Waldboden oder kräftige dunkle Erde. An das letzte Mal als "Regen auf Erde traf" kann ich mich gar nicht erinnern. Von Regen überrascht werde ich in der asphaltierten Stadt. In der "Wildnis" bin ich bei Sonnenschein oder nach dem Regen unterwegs. Jetzt muss ich konsequenter Weise in eine Waldhütte ziehen und auf Regen warten. :) Aber sehr schön, welche Gedankenketten durch eine simple Assoziation in Gang kamen.

    Gestern viel der Startschuss für ein kleines teeexperiment mit @chenshi-chinatee's Bingdao Gushu 2015. Der mittlerweile dritte Cake ist bereits gut gut angebrochen und hat jetzt ein Bovedapack mit 72% in der Packung beigelegt. Ich bin einfach neugierig was passiert und schaue in einem Monat mal und dann wieder in einem Monat und so weiter. Wären es keine 72% Packs würde ich länger als einen Monat warten. Lieber früher nachsehen und gegensteuern, als direkt im ersten Anlauf zu scheitern.

    Ich kannte den Tee mit ca. 2-3 Jahren und war begeistert. Mineralisch, Heu, frisch und vergleichsweise mild. Der Zweite Cake war ca. 3-4 Jahre alt und blieb zunächst wie der erste nur schwächer, wurde dann etwas undefiniert. Danach überzeugte mich ein nach Rohrzucker und leichtem Tabak schmeckenden Sample einen weiteren, in der Zwischenzeit 6 Jahre alten, Cake zu kaufen.


    Als Vergleichspunkt soll das gestrige Setup mit Gaiwan und Kännchen dienen.

    Geruch Gaiwan und Kanne : Tabak (trockene Zigarren), frisch aufgewühlte Erde im Hintergrund; nass kommt ein nicht bestimmbares Gemüse mit leichter Strenge dazu 
    Geschmack Gaiwan: Die ersten drei Aufgüsse sind leicht und mild, mineralisch, ab Aufguss 4 kommt Tabak und sehr leicht Rohrzucker dazu, Kräuternote ( vermutlich das undefinierbare Gemüse im Geruch)

    Geschmack und Mundgefühl Kanne: Intensiver, zu Beginn gleich Tabak, leichte Erde statt mineralisch, stärker werdender Tabak und leichter Rohrzucker, Kräuter kommen im Nachgeschmack deutlicher durch, Nachgeschmack sehr leicht ölig, Tabak verschwindet, Kräuter bleiben.

    Der Tee wärmt, egal aus welchem Gefäß. Mein Verdacht ist, dass es sich beim Tabak um die konzentrierte und zusammengestauchte Kräuternote handelt, denn bisher hat mich Tabak nicht begeistern können.

    Die junge Version des Tees wird für mich wohl ungeschlagen bleiben, aber der 6 Jahre alte Cake hat Potenzial. Bin gespannt was sich tut.
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    Getsome hat eine Reaktion von Anima_Templi erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Nach einem knappen Tag Zeit zum Nachdenken ist die folgende Aussage natürlich falsch.
    Bei Grüntees gehen die Assoziationen eher an Tau oder Frühlingsregen. Erde assoziiere ich bei Sheng als auch Shu Puhs, aber entweder als frische und nasse Erde, Waldboden oder kräftige dunkle Erde. An das letzte Mal als "Regen auf Erde traf" kann ich mich gar nicht erinnern. Von Regen überrascht werde ich in der asphaltierten Stadt. In der "Wildnis" bin ich bei Sonnenschein oder nach dem Regen unterwegs. Jetzt muss ich konsequenter Weise in eine Waldhütte ziehen und auf Regen warten. :) Aber sehr schön, welche Gedankenketten durch eine simple Assoziation in Gang kamen.

    Gestern viel der Startschuss für ein kleines teeexperiment mit @chenshi-chinatee's Bingdao Gushu 2015. Der mittlerweile dritte Cake ist bereits gut gut angebrochen und hat jetzt ein Bovedapack mit 72% in der Packung beigelegt. Ich bin einfach neugierig was passiert und schaue in einem Monat mal und dann wieder in einem Monat und so weiter. Wären es keine 72% Packs würde ich länger als einen Monat warten. Lieber früher nachsehen und gegensteuern, als direkt im ersten Anlauf zu scheitern.

    Ich kannte den Tee mit ca. 2-3 Jahren und war begeistert. Mineralisch, Heu, frisch und vergleichsweise mild. Der Zweite Cake war ca. 3-4 Jahre alt und blieb zunächst wie der erste nur schwächer, wurde dann etwas undefiniert. Danach überzeugte mich ein nach Rohrzucker und leichtem Tabak schmeckenden Sample einen weiteren, in der Zwischenzeit 6 Jahre alten, Cake zu kaufen.


    Als Vergleichspunkt soll das gestrige Setup mit Gaiwan und Kännchen dienen.

    Geruch Gaiwan und Kanne : Tabak (trockene Zigarren), frisch aufgewühlte Erde im Hintergrund; nass kommt ein nicht bestimmbares Gemüse mit leichter Strenge dazu 
    Geschmack Gaiwan: Die ersten drei Aufgüsse sind leicht und mild, mineralisch, ab Aufguss 4 kommt Tabak und sehr leicht Rohrzucker dazu, Kräuternote ( vermutlich das undefinierbare Gemüse im Geruch)

    Geschmack und Mundgefühl Kanne: Intensiver, zu Beginn gleich Tabak, leichte Erde statt mineralisch, stärker werdender Tabak und leichter Rohrzucker, Kräuter kommen im Nachgeschmack deutlicher durch, Nachgeschmack sehr leicht ölig, Tabak verschwindet, Kräuter bleiben.

    Der Tee wärmt, egal aus welchem Gefäß. Mein Verdacht ist, dass es sich beim Tabak um die konzentrierte und zusammengestauchte Kräuternote handelt, denn bisher hat mich Tabak nicht begeistern können.

    Die junge Version des Tees wird für mich wohl ungeschlagen bleiben, aber der 6 Jahre alte Cake hat Potenzial. Bin gespannt was sich tut.
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