olem

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  1. Ich habe auch das Gefühl, durch Tee sensibler für meine Körperwahrnehmung geworden zu sein. Grade am Anfang habe ich Grüntee auch besonders wegen der anregenden & entspannenden Wirkung getrunken. Irgendwie bin ich dadurch achtsamer geworden, wie z.B. verschiedene Lebensmittel, Sport oder Alkohol sich auf mein körperliches und seelisches Wohlbefinden auswirken.
  2. Guten Abend zusammen, ich trinke seit ca. 5, 6 Jahren "richtig" Tee. Seitdem hat sich, vor allem bei meinem Geschmacksempfinden, einiges verändert. Früher mochte ich zum Beispiel keine Bitterschokolade, nicht mal zartbitter. Heute kann ich auch eine gute 95%-Kakao-Schokolade genießen. Ich schmecke generell mehr Nuancen aus Dingen (bspw. Wein & Whisky) und habe ein noch größeres Interesse an unterschiedlichen Geschmäckern. Und ich habe das Gefühl, ich schmecke weniger bewertend, es gibt nur noch wenige Geschmäcker die ich wirklich abstoßend finde. So ein bisschen wie Jean-Baptiste Grenouille mit Gerüchen in Das Parfum . Mich würde interessieren was sich bei euch so verändert hat durch das Teetrinken. Sei es beim Geschmackssinn oder etwas ganz anderes. Ich schreibe die Tage bestimmt auch nochmal was dazu. Bin gespannt auf eure Antworten! LG
  3. Vielleicht wäre auch Bancha eine Option für dich. Hat weniger Koffein als Sencha und Konsorten und ist günstiger, auch in Japan ein klassischer "daily drinker" wie man so schön sagt
  4. Bist du denn mit deinem aktuellen Tee unzufrieden? Ich schätze eher, dass ein Großteil der Deutschen den Tee so trinkt wie du, nur die meisten berichten davon dann nicht im Internet Wenn du nicht viel Zeit und Geld investieren möchtest, probiere doch einfach mal einige Sorten aus dem Super- oder Biomarkt (bevorzugt nicht die allerbilligsten) und schau, was dir schmeckt. Ich trinke z.B. ganz gerne türkischen (losen) Schwarztee, den gibt es in türkischen Läden sehr günstig. Wenn du etwas "ausgefalleneres" möchtest, empfehlen dir die Schwarzee-Experten sicher gerne was. Ich hatte neulich zum Beispiel einen zu langen Nadeln gerollten Dianhong, einen chinesischen Schwarztee, den ich sehr interessant fand. Oder du probierst mal einen tiefgerösteten japanischen Grüntee (Houjicha), die finde ich als Kaffee-Ersatz auch recht tauglich. Viel Spaß dabei! Vielleicht ist das ja dann auch erst der Anfang deiner Teereise
  5. Sammelbstellung ZSL Tea-Encounter

    Habt ihr mittlerweile bestellt oder könnte man sich noch anschließen?
  6. Kyobancha - die unterschätzte Spezialität

    Was für Ausgangsmaterial bräuchte ich denn dafür? "Normaler" Bancha ist meist schon gerollt und dann dürfte es mit dem Rösten schwierig werden. Große Pfanne mit schwerem Boden ist auf jeden Fall schonmal ein guter Hinweis!
  7. Kyobancha - die unterschätzte Spezialität

    Bonjour! Ich weiß, das Thema ist schon etwas älter, aber ich habe neulich auch erstmals einen Kyobancha getrunken und war positiv überrascht. Meint ihr, man könnte den auch selbst aus einem gewöhnlichen Bancha herstellen, vielleicht mit einer Hojicha-Pfanne? Hätte Lust mal selbst etwas zu rösten
  8. Bio vs nicht Bio bei japanischen grüner Tee

    Ist nun auch schon was länger her, aber haben diese Gespräche eigentlich stattgefunden und gibt es Ergebnisse davon?
  9. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Habe heute einen Sencha aus Kawana, Moto-Fujikawa von Thes du Japon geöffnet. Kultivar ist der seltene Shizu-7132, den ich vorher auch noch nie verkostet habe. Der Geruch der Nadeln ist zauberhaft, sehr fruchtig und süß, mit einem ganz leichten Anklang von etwas Herbem, Richtung Baumharz. Aufguss bei 60 Grad, 100 Sekunden. Der erste "Angriff" im Mund ist recht hell, etwas bitter und mit leichter Säure. Dann schmeckt er sehr dicht und angenehm süß. Der Abgang ist wirklich besonders, bei TDJ wurde er als "Toast mit Butter" beschrieben, was es ziemlich gut trifft: eine volle, buttrige Gebäcknote, die auch noch ordentlich lange bleibt. Es passiert auf jeden Fall einiges im Mund. Die Sakura-Blüten (Kirschblüten), die den Kultivar wohl auszeichnen, habe ich nicht rausgeschmeckt, habe aber auch keinen Vergleich. Bin jedenfalls gespannt, was der Tee mir in den nächsten Tagen noch so offenbart.
  10. Wasser zur Teezubereitung, welches nehmt ihr?

    Ich nutze, seit ich in eine Gegend mit sehr hartem Leitungswasser gezogen bin, auch Black Forest (aus Glasflaschen) für meinen Tee. Ich trinke eigentlich nur japanische Grüntees. Manchmal kommt es vor, dass Tees mit dem BF einen Ticken flach schmecken, es fehlt dann der Körper oder die Rundheit. Habe ich vor allem bei Senchas bemerkt, die generell auch etwas anspruchsvoller in der Zubereitung waren (Temperatur, Ziehzeit, Kanne). Dann mische ich das BF mit einem großen Schluck Leitungswasser, was dann dem flachen, "leeren" entgegenwirkt. Hat bis jetzt fast immer geklappt. Sehe es nämlich nicht wirklich ein, mir für bestimmte Tees noch ein anderes Wasser zuzulegen. Grüße olem
  11. Die gute alte Patina in meiner Kyusu

    Verrätst du auch, mit welchem Ergebnis? @SoGen: Vielen Dank für den interessanten Beitrag! Reinigung nur mit Wasser heißt, ohne mit der Hand/einem Tuch/irgendwas in die Kanne zu gehen? Und trocknest du sie innen nach dem reinigen?
  12. Die gute alte Patina in meiner Kyusu

    @GoldenTurtle und @SoGen: wie sehen eure Kyusus von innen aus, schlägt sich diese Veränderung des Tons auch optisch nieder? Wie riechen eure Kannen? Würdet ihr den geschmacksverstärkenden Effekt “zerstören“, wenn ihr die Kannen mit kochendem Wasser reinigt? Ich sehe schon, an dem Thema scheiden sich wirklich die Geister
  13. Die gute alte Patina in meiner Kyusu

    Ich sehe hier auf jeden Fall die "macht sauber dat Ding"-Fraktion vertreten Ich glaube, wenn ich meine Kyusu in Chlorreiniger auskochen würde, müsste ich weinen... Gibt es denn jemanden hier, der seine Kanne niemals mit kochendem Wasser ausspülen würde, um die Patina nicht zu zerstören? Glühende Verfechter des reifenden Tons? Patina-Liebhaber, die aus geschmacklichen Gründen niemals die Kanne wechseln würden? @GoldenTurtle vielleicht? (nur so ein Gefühl) Danke jedenfalls schonmal für eure Beiträge! PS: Du reinigst deine Gusseiserne aber nicht mit Spüli, oder? Die Analogie passt eigentlich, weil auch hier eine funktionale Patina ja gewollt/nötig ist.
  14. Hallo ihr Lieben, momentan beschäftigt mich, anlässliches einer neuen Kyusu, ein altbekanntes Thema: Die Patina. Ich habe viel im Forum herumgestöbert, aber nicht das Gefühl bedeutend klüger geworden zu sein. Für mich geht es ganz spezifisch um die Patina in Kyusus, ausschließlich innen. Ich lege relativ wenig Wert auf die Optik, sondern betrachte das Thema rein vom geschmacklichen Aspekt aus. Meine bisherige Reinigungsroutine (günstige Kyusu von sunday) sah so aus: Nach dem Aufguss bleiben die Blätter einige Stunden in der Kanne, manchmal (unabsichtlich) auch über Nacht. Dann kommen die Blätter in den Müll, die Kanne wird mit heißem Wasser ausgespült, bis keine Blattteile mehr in der Kanne sind. Kein Trockenwischen. Nach mittlerweile ca. drei Jahren sieht die Kanne echt nicht mehr schön aus innen, und ich konnte mit einem Küchentuch braune Rückstände aus der Kanne wischen. Das hat mich dann dazu gebracht, die Kanne mit Gebissreiniger (Corega-Tabs) und kochendem Wasser zu reinigen. Bilder - nach der Reinigung - sind im Anhang (bitte nicht steinigen), optisch hat sich nicht viel verändert. Das hat mich dazu gebracht, das Konzept Patina/Minimalreinigung ein bisschen in Frage zu stellen. Jetzt habe ich eine neue Kyusu: https://www.tokyo-matcha-selection.com/tokoname-kyusu-horyu-330cc-ml-ceramic-mesh-japanese-teapot/ (ich hoffe Links sind in diesem Kontext kein Problem). Soweit ich das beurteilen kann, ist sie innen unglasiert, wie meine vorige. Sinn davon ist ja, dass der Ton mit der Zeit "reift", durch den Kontakt zu den japanischen Grüntees, die ich darin zubereite, und so mit der Zeit positiv auf den Geschmack wirkt. Diesmal möchte ich gerne alles richtig machen, um diese Patina zu erschaffen und erhalten, ohne Verschmutzung zu produzieren. Daher meine Fragen: Wo hört diese Veränderung des Tons auf und wo beginnt Verschmutzung? Oder ist der Effekt bei einer Kanne, die nicht speziell offenporig gebrannt wurde, sowieso zu vernachlässigen? Sieht man die geschmacksbeeinflussende Patina, riecht man sie? Sind braune Rückstände Teile davon? Geht die Patina kaputt, wenn ich mit kochendem Wasser reinige? Wie ist es bei Corega-Tabs? Wie handhabt ihr das? Ich hoffe, ihr seid das Thema noch nicht leid, und es gibt eine produktive Diskussion zu Geschmack und Patina im Innenleben. Liebe Grüße olem
  15. Ich bins, ein Grünteetrinker

    Bestelle meist bei thes du japon und yunomi, habe kürzlich aber auch mal yuuki-cha (starkes PL-Niveau) und maiko ausprobiert. Meist guten Sencha und Kabusecha, am liebsten als Shincha. Ab und an Gyokuro, aber da fehlt mir manchmal das herbe, kräftige und komplexe. Mein Favorit bisher (die erste 9/10 auf meiner selbsterstellten Bewertungsskala ) war ein "Cha no Ikedaya: Award-winning Guricha, Ikedaya Original Blend" mit 90% Yabukita und 10% Asatsuyu. Traumhaft!