Stiefelkante

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Über Stiefelkante

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  1. Ein Lob auf Herbst-Pu

    Jeder Tee, der getrunken wird, muss 1. angebaut und 2. geerntet werden. Dass es dabei der Qualität der Pflanzen abträglich ist, würde ich mit Vorsicht genießen. Wir sind gerade im Gushu-Hype, die Preise ziehen immer stärker an für Material alter Teesträucher. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man diese "neue" Marktbewegung jetzt mit Überpflückung sich selbst abgräbt. Wahrlich möchte ich nicht bestreiten, dass es Überpflückungen gibt, doch nehme ich an, dass man sich dort die Plantagen genau aussucht, die stärker bepflückt werden. Zu dem Thema "Raubbau an der Natur": Nach wie vor gilt: Nur Konsumverzicht hilft! Wenn ich Bio-Gushu mit ganz geringen Produktionsmengen nutze, dann muss der Nachfrage entsprechend wo anders produziert werden. Das ist letztlich der Grund, warum Kenia und anscheinend neuerdings auch die Türkei unter die großen Teeproduzenten gehen. Kann man sich ganz gut anschauen, wenn man sieht, wie die Top 3 Produzenten (China, Indien und Kenia) ihre Produktionsmengen erhöht haben. Weitergehend zeigt sich da, dass Indien da garnicht am brachialsten für Wachstum sorgt. In China wurde die Produktionsmenge über 10 Jahre veranderthalbfacht. Meines Wissens nach versucht man in Darjeeling eben genau die Produktionsmengen zu begrenzen, damit die Qualität ein Alleinstellungsmerkmal ggü. Kenia, Sri Lanka und Indonesien bleibt (Quelle: Rohrsen). Volker Pispers hat schon ganz treffend gesagt, dass es ein rechnerisches Problem gibt, wenn nun auch die Chinesen ein Drittel der Ressourcen verbrauchen wollen. Ganz deutlich gesagt: Ich finde solche Aussagen wie "Herbstpflückungen sind Raubbau an der Natur" verblendet, da der Tee nunmal irgendwo herkommen muss. Ggf. werden sonst Nahrungsmittelfelder umfunktioniert, wenn der Teepreis weit genug ansteigt. Stichwort: Bioethanol in Süd-Amerika. Im Grunde genommen müsste man bei umweltverträglichem Teekonsum auf die Ergiebigkeit des Teematerials achten. Und da ist CTC Schwarztee wahrscheinlich weit vorne.
  2. Auch hier nochmal ein herzliches Willkommen meinerseits. Deine Projekte sahen spannend aus! Wohin geht jetzt die berufliche Reise? Wenn ich mir die Teeographie von dir anschaue, kann ich dir ganz herzlich mal junge, grüne Oolongs ans Herz legen. Einen schönen Milky Oolong bspw. PS: Paul habe ich jetzt auch nicht als Schürzenjäger kennengelernt / wahrgenommen. Es handelt sich hier wohl eher um einen Witz
  3. Gesundheitliche Risiken Teegenuß

    Welch Zufall! Ich habe ich mit @Teske und @Teelix über die gesundheitlichen Risiken von Shou auf der Teezui diskutiert. Gestartet sind wir bei dem Punkt, dass ich sehr erstaunt war, dass es keine Berichte über Vergiftungen mit Pu-Erh gibt, da sich eine ganze Menge Mikroorganismen auf dem Tee tummeln und einige sicherlich Toxine als Stoffwechselprodukte bilden. Schließlich ist das der Grund, warum verdorbene Lebensmittel für uns gefährlich sein können. Demnach nehme ich auch an, dass unsere Leber dagegen anarbeitet. Nichtsdestotrotz hat Teelix dabei den wichtigen Punkt ins Feld geführt, dass die Sorge um die eigene Gesundheit schädlicher sein kann, als etwas dezent ungesundes. Dennoch sollte man da auf seinen Körper hören. Ich habe die Teezui besser überstanden, als ich dachte. Das Koffein ist beim häuslichen Trinken wohl weniger das Problem als die Qualität. Zu Hause hatte ich zumindest häufiger das Problem mit jungen Shengs, die mir auf den Magen schlagen. Auf der Teezui hingegen kam ich auch mit kräftigen Bulangs zurecht. Ich habe diese Erfahrung schon gemacht, wenn ich Shou nicht gut wasche oder die Qualität zu schlecht ist. Am zweiten Tag der Teezui hatte ich anfangs eine raue, kratzige Kehle. Ich hatte es erst auf den Teekonsum geschoben, doch es schien eine aufkeimende Erkältung gewesen zu sein. Ich bin jetzt bei der phlegmatischen Phase angekommen, die sich auch erstaunlich zurückhält. Meinen einen Mitbewohner hat es da schlimmer erwischt. Ob das jedoch vom Tee herrührt, traue ich mir kaum zu mutmaßen. Früh abgewehrte Erkältungen hatte ich auch schon vor meinem ausgeprägten Teekonsum.
  4. Mit dem Anreiz einen Jasminsirup zu schaffen, habe ich in Thailand wirklich lange nach Jasminblüten auf Lebensmittelqualität gesucht (also von wegen Pestiziden). Als ich dann in Chiang Mai auf einem Markt fündig wurde, war die Enttäuschung zu Hause groß: Die getrockneten Blüten rachen sehr strohig. Nachdem ich sie in Sirup eingelegt habe, kam noch das Jasminaroma, aber eher dezent. Ich denke, es wird seine Grüne haben, warum man traditionell die Blüten wenn nur aus dekorativen Zwecken in den Tee einarbeitet, da das Aroma flüchtig zu sein scheint. Willst du denn möglichst viel Jasmin oder ein möglichst ausgewogenes Erlebnis von Jasmin zu Grüntee? PS: Auch von mir ein herzliches Willkommen im Teeforum!
  5. Wenn du das Jasminaroma in Grüntee magst, kann ich "Jasmine Pearls" wärmstens empfehlen. Da werden jedoch meist keine Blüten in den Tee eingearbeitet, sondern der Tee in einer Halle mit Jasminblüten ausgelegt, sodass der Duft in den Tee einzieht. Viele Onlinehändler bieten diese in unterschiedlichen Qualitäten an. Bspw. ist ein vorangestelltes "Imperial" eine hohe Qualitätsstufe.
  6. Musik-Ecke

    Ohh ja, habe es gestern noch einmal durchgehört und die Mixes wissen zu überzeugen. Ist ja auch eine Parade an bekannten und qualitativen Musikproduzenten, die ihren Remix da einbringen durften. Man hat sehr viel aus dem Ausgansmaterial herausgeholt, vor allem halt die beiden Mixes von "Broken Pieces", welches ja generell einer meiner Favoriten des Albums war und im Remix nochmal deutlich ausgebaut wurde (fand es generell schade, dass dieser Track von C&K ein bisschen wie ein Albumintro aufgebaut wurde - langsamer Build Up und dann ganz schnell in den nächsten Track). Aber da ich ja erst auf einem Metalfestival war (Rockharz) möchte ich meinen Fund vorstellen. Eine Band, die mich trotz meiner fehlenden Leidenschaft für lärmend verzerrte Gitarren und hämmernder Doublebass zu gewinnen vermochte: Die Heavy Metal Messe von Powerwolf! Wer den Klang gut findet, muss sich unbedingt eine Bühnenshow von denen geben. Gänsehaut pur!
  7. Teezui 6 - Augenzeugensammelthema

    Wenn ich mich mal einmischen darf: Es war nicht das Anliegen dieses Treffens Bilder zu produzieren. Insgesamt gab es doch keine Verpflichtungen dieses Treffens dem Forum (inklusive dir) gegenüber. Ich verstehe deinen Unmut, keinen tieferen Einblick in dieses Treffen bekommen zu haben, doch gibt es da keinen Schuldigen. Ansonsten können unsere Fotografinnen und Fotografen dies natürlich auch als Anreiz verstehen, beim nächsten Mal "atmosphärische" Bilder zu schießen. Dennoch gilt: Es gibt bei der Teezui keine Vorgaben. Ich persönlich habe keine Bilder geschossen. Ansonsten würde ich mich freuen, im nächsten Jahr von dir einen Tee gegossen zu bekommen!
  8. Teezui 6 - Augenzeugensammelthema

    Wow, mich haben die vielen Impressionen geradezu erschlagen! Sehr gekonnt wurde überall den Tag hinweg Tee gegossen und konnte so auch einige Tricks und Kniffe abschauen. Zudem habe ich jetzt viele Proben von hochwertigstem Tee, die ich in nächster Zeit in kleiner Teerunde verkosten darf. Besonderen Dank an @Joaquin für die Orga und beim Tee möchte ich mich besonders bei @Tobias82 (!), @Teelix, @chenshi-chinatee und Christian von Yutaka Tee bedanken. Ansonsten möchte ich @Zockerherz für die tollen Fotos bedanken. Das Highlight sind aber wirklich die einzelnen TeetrinkerInnen hinter dem Kännchen. Anscheinend zieht es viele liebenswürdige Menschen in dieses Hobby. Falls also mal jemand einen Grund findet nach Hannover zu kommen, seid ihr herzlich auf eine Teesitzung eingeladen! Natürlich kann ich dann auch meine volle Bandbreite an Drinks anbieten, also auch etwas süffigere und sommerliche Sours! In diesem Sinne, bis zur nächsten Teezui!
  9. Anmeldungen für die Teezui 6 in Kassel

    Fett! Ich werde aber wohl keine so großen Mengen mitnehmen, dass wir Schnapsleichen produzieren Außer eine Person kloppt sich alles allein rein. Apropos mitnehmen: Ich hatte ja Pfingsten ne Teeverkostung geleitet und da hab ich noch einen großen Kamjove den ich so als einziges Teeequipment mitnehmen und zur Verfügung stellen werde. Damit kann man pro Aufguss locker 300 ml Wasser aufgießen. Wie Tobias gebe ich 2-3 Tees gerne ab (vor allem 17/18 Grüntee) und Probiertees habe ich auch dabei. Ich fahre mit Öffis und werde, sofern keine Komplikationen auftreten, ca. 12 Uhr am Bürgerhaus sein und mich dem Chor anschließen!
  10. Warum sind so wenig Frauen im Teetalk?

    Ich kann mir ebenso vorstellen, dass es am Format des Forums liegt. In meinem Altersspektrum werde ich etwas komisch angeguckt, wenn ich mich als Forengänger oute, da Reddit ja viel moderner ist... Nunja, aber es ging ja um Frauen in Foren. Ursprünglich war ich ja aktives Mitglied in einem Cocktailforum, eine so gut wie reine Männerdomäne. Das Forum ist mittlerweile eher Staubfänger, es wurde sich etwas auf neuere Medien orientiert (etwa Facebook und Whatsapp). Gerade bei Facebook steigt nun die Rate an Frauen, die sich an der Community beteiligen. Nicht weltbewegend viele, es ist nach wie vor ein männerdominiertes Hobby, aber immerhin. Die Themenwahl veränderte sich auch über die Zeit und die wechselnden Medien. Mittlerweile ist es eher eine Sammlung von Momentaufnahmen, wo früher so einige große Versuchsreihen gestartet wurden. Ich denke, diese Herangehensweise hat auch etwas mit dem "Reifeprozess" eines Fachforums zu tun. Um zu verstehen, wie so ein Forum in sich selbst limitierend wirkt, möchte ich einmal meine Impressionen aus meiner Cocktailforenzeit beschreiben, da ich hier einen ähnlichen Prozess sehe. Beim Cocktailforum bin nach der goldenen Zeit dazugestoßen, das wichtigste war schon ausgetüffelt und ein "Kanon" ward geschaffen. Interessant ist das, wenn man sich die alten Posts anschaut: Da wurden Havana Club und Bacardi gegeneinender im Pina Colada getestet. Als ich dazustieß war sowas längst verpöhnt, mittlerweile mussten es klassische Short Drinks mit teuren Zutaten sein. Es wurde nun über Champagner geblogt, einige sind wahre Stars der Barszene geworden (der Schöpfer des "Gin Basil Smash" war damals auch viel im Forum unterwegs) und wieder andere sind zu den Puristen übergegangen. So wurde ich belächelt, als ich genau nach diesen Pina Colada Varianten fragte. Ich mixte mit Likören und Fruchtsäften, da konnte ich nur die Suchfunktion bemühen. Während ich den Abstand mit eigenen Experimenten, dem sensorischen Zugewinn (!) und Lektüre aufgeholt habe, sind die Träger des Forums noch einen Schritt weitergegangen. Es wurde allmählich immer ruhiger, die Leute haben sich nur noch gegenseitig gezeigt, was sie am Wochenende gemixt haben. In der Gegenwart angekommen bleibt es bei diesen Momentaufnahmen und hin und wieder trifft man sich mal, aus dem öffentlichen Forum wurde eine private Gemeinschaft. Da aber die "Dinosaurier" weg waren, gibt es ein paar neue Menschen, die jetzt den Platz einnehmen. Der Druck das hohe, erarbeitete Niveau zu halten, ist verschwunden. Das sind jedoch bedeutend weniger Benutzer, da das Forum unglaublich alt und schlecht programmiert ist. Es gibt hier auch diesen gewissen "Kanon", in den man sich einarbeiten müsste, um wirklich auf Augenhöhe mitzudisktueren. Das resultiert in weniger Diskussionen und ist für EinsteigerInnen nun auch kein Zuckerschlecken. Und das ist genau diese "Herangehensweise an den Tee", die ich bei @Raku kritisiert finde. Das erarbeitete, hohe Niveau hält mich manchmal ebenso davon ab, meinen Senf dazuzugeben. Außerdem poste ich dann nur hier, wenn ich wirklich Zeit habe, eine Stunde etwas spruchreifes auszuformulieren. Ja, das kann ich bestätigen. Der Grundton ist hier freundlich, doch manchmal werden hier sehr "deutliche" Worte gewählt, da muss ich an die Isokannendiskussion neulich denken. Auch da würde ich auf den Werdegang der Foristinnen und Foristen hier schließen. Je mehr Meilen man auf seiner eigenen Teereise zurückgelegt hat, desto sicherer ist man sich in seinem Denken und Handeln rund um den Tee. Auf dein "Gewitter" bezogen sind Diskussionen per se auch etwas gutes, da ein Mehrwert an Wissen geschaffen wird. Dennoch finde ich wichtig, auch mal das Gesicht hinter der Tasse kennenzulernen, das erdet und schafft Verständnis. Letztlich gebe ich dir vollkommen recht, dass es bedauerlich ist, dass sich recht wenig Frauen sehr aktiv einbringen und denke es hat etwas mit dem internen Forenkanon zu tun, der sich über die Zeit entwickelte. Der recht sachlich-fachliche Bezug zu Tee ist nicht jedermanns und -fraus cup of tea, wobei es Platz für jede Art Tee zu genießen geben sollte. Auf diesem Ton ende ich nun! Danke, dass du diese Diskussion angestoßen hast, @Raku
  11. Anmeldungen für die Teezui 6 in Kassel

    Wie ich das versteh wird es keinen Kühlschrank oder Eis geben, wa? Dann wird es doch etwas schwierig mit dem Tee-Cocktail zum Schluss
  12. Anmeldungen für die Teezui 6 in Kassel

    Naja, ich persönlich wäre auch gerne gewillt Proben oder allgemein angebotene Tees zu kaufen. Ich denke mal, keiner wird da große Gewinnintentionen hegen. Denn es könnte gut möglich sein, dass ich nichts passenden zum Tauschen dabei hab (so exklusiv ist meine Sammlung noch nicht^^). Apropos, dann bringe ich mal den mysteriösen, gelbfleckigen W2T Beeng mit. So oder so: Freu mich, endlich mal ein paar Teeliebhaber*innen in Aktion zu sehen !
  13. Du merkst dass du teeverrückt bist, wenn...

    @GoldenTurtle Der gute Herr stammt aus Guangzhou, also nehme ich an, es ist nicht Cloud. Kann Pu-Erh dahingehend irgendwann doch "schlecht" werden oder halt an sinnstiftendem Altern verlieren? Ansonsten erben irgendwann einmal seine Kinder einen wahren Schatz
  14. Du merkst dass du teeverrückt bist, wenn...

    Du merkst, dass du teeverrückt bist, wenn du 80 Tonnen (!) Pu-Erh zum Privatbedarf im "Keller" liegen hast. Wollte mal eine internationale FB Gruppe zum Thema Tee schnuppern und dann sowas. Naja, ich denke mal, das ist eher sein persönliches Zeichen von "Tuhao".
  15. Ja, ich kann ebenso von Edelstahlthermoskannen abraten. Und wenn, dann füll da niemals (!) Schwarztee, Shou oder ähnliches hinein. Die Ablagerungen führen dazu, dass dein Oolong nach 2h nach abgestandenem Schwarztee schmeckt. Aber so oder so: Tee verliert da irgendwie seinen Geschmack, bzw. verkommt graduell zu so einem "Standardteegeschmack". Schwer zu beschreiben. Wenns besserer Tee sein soll, dann fülle ich einfach nur kochendes Wasser ein, gieße es wieder zurück in den Kocher, koche es erneut auf und gieße es dann wieder hinein. Dann kann man auch mit einem Komjove oder einem Reisegaiwan (bzw. Easy Gaiwan) unterwegs Tee genießen und in den ersten Runden ist das Wasser noch wirklich fast kochend. Da scheint sich kein Geschmack in das Teewasser zu übertragen, zumindest schmeckte der resultierende Tee auch passend.