Stiefelkante

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  1. Upps, ich und lesen... Du hast ja nach dem alten Pu-Erh von dir gefragt! Weißt du was: Ich trink den morgen! Da hab ich Ruhe und da keiner aus dem Teekreis Pu-Erh so recht mag, wären das sonst Perlen vor die Säue.
  2. Find ich gut! Vielleicht gibts es dann auch mal Berichte aus erster Hand. Und nur weil ich es so nicht nutzen würde, heißt es ja nicht, dass mich solche Geräte nicht dennoch interessieren.
  3. Um die nach Tipps zur Verwendung zu fragen? Reklamiert habe ich den und bekomme deswegen auch einen frischen Bing. Achso! Der vielleicht schimmlige Tuo war jedoch von W2T. Den trink ich hin und wieder, nachdem @chenshi-chinatee und ein paar andere da eher Entwarnung gaben. Der schmeckt mir nach wie vor ganz gut. Von YS hatte ich noch einen losen Purple Tea mit, der wirklich schimmlig war, vor allem, da es ein frischer Tee aus 2018 war. Den hatte ich vor der Teezui mal getrunken und empfand ihn als "interessant", weil er nach Hecke geschmeckt hatte und ich das so noch garnicht kannte. Auch da war er jedoch schimmlig, da ich den weißen Flaum überall für die Härchen der Knospen hielt. Hatte geschmacklich auch so gut wie nichts mehr mit purple tea zu tun, Schimmelpilze ändern den Geschmack schon deutlich. Mich juckt es in den Fingern den neuen verseuchten Bing mal als kleine Probe ggü. den frisch versendeten zu testen und die Unterschiede herauszustellen. Gerne auch im Forum. PS: Irgendwie hab ichs ja mit Schimmel. Durch das Lagern hier aber bestimmt nicht, da ich eher über zu wenig Luftfeuchte im Zimmer (pappmaul beim aufstehen) klagen kann.
  4. Stiefelkante

    Sweet Tea

    Sowas hab ich ja noch nie gesehen! Geht es darum die Gerbsäuren des Schwarztees abzupuffern? Aus dem Cocktailbereich weiß ich, dass jeder zusätzliche Hauptgeschmack (also durch Geschmacksknospen und nicht nasal erfahrbar) die Intensität der anderen Geschmäcker dämpft. Eine Prise Salz im süßen Kuchen etwa . Zusammen mit Zucker, Säuren und Salz könnte sich das also mit der Bitterkeit relativieren. Vielleicht funktionierts auch mit einer ganz kleinen Prise Salz und wenn du ganz wagemutig bist, kannst du ja eine Messerspitze Glutamat beipacken (Umami).
  5. Puh, du hast recht, es könnten auch Bakterienkolonien sein. Daran hatte ich garnicht gedacht! Und ja, hatte auch einen schimmligen Tee bei der Teezui dabei. Jeweils von YS... Die scheinen da echt ein wenig Lagerprobleme zu haben und checken ihre Waren auch nicht vor dem Versand. Immerhin haben sie sich soweit kulant gezeigt.
  6. Da bekommt man frisch eine Lieferung von YS und will eher routinehalber mal die Bings sehen und riechen. Da fielen mir bei dem ersten Bing diese weißen Flecken auf. Zum Glück habe ich für einen Bekannten ebenfalls den selben Shou Pu-Erh bestellt und siehe da: Der andere Bing ist deutlich dunkler, hat keinen Fischgeruch und auch nicht dieses weiße Flechtwerk. Eindeutig Schimmel. Ich habe es so auch gemeldet und bekomme glücklicherweise anstandslos einen neuen Bing. Aber was soll ich nun mit dem schimmligen Tee machen. Im Internet las ich dazu verschiedenstes. Etwa, dass man weißen Schimmel auf Pu-Erh tolerieren könne und nur der gelbe giftig sei. Dass ja Shou Pu-Erh nunmal durch Pilze erst seinen Geschmack bekomme und deswegen mehr davon nicht schlecht sein müssten. Mit zwei Waschgängen und 100°C sollte das ungefährlich sein. Aber auch die Gegenseite, die da eher zum wegwerfen rät, auch wenn man den Tee verträgt, da nunmal cancerogene Stoffe gebildet würden. So ein bisschen Respekt davor habe ich ja schon, von verschimmelten Lebensmitteln halte ich ja auch Abstand. Blauschimmelkäse und co sind dabei Ausnahmen. Was sind eure Erfahrungen?`Hab ihr schon solchen Pu-Erh getrunken? Wie bereitet ihr ihn euch dann zu?
  7. Wobei bei dieser Angabe von 8-14g pro Liter die Gesamtmenge an Tee gemeint ist, oder? Bei wirklich guten Tees bekommt man aus 8-14g deutlich mehr an Tee heraus, wobei man jedoch mit geringerem Aufgussvolumen, dafür mehrfachem Aufgießen arbeiten muss. Gerade bei (gerollten) Oolongs finde ich das mehrfache Aufgießen lohnenswert und der Geschmack zwischen den einzelnen Aufgüssen variiert! Bspw. kannst du 8 g Oolong in 250 ml gut und gerne 5 Mal aufgießen (bei gerolltem etwa mit 30s, 20s, 40s, 60s, 180s). Dazu kommen noch deutlich mehr Zubereitungsmethoden, die alle unterschiedlich ergiebig sind und anders schmecken... Blattmenge : Wasservolumen : Wassertemperatur : Ziehzeit Das sind so Parameter, die sich gegenseitig stark beeinflussen und an denen du deinen Tee so einstellen kannst, wie er dir passt. Ein Grüntee mit 100°C und kurzer Ziehzeit (20s-30s) schmeckt anders, als wenn man ihn mit 70°C für 2 Minuten aufgießt.
  8. Na da kann man doch nur alles Gute und ein spannendes Blatt in der Tasse für diesen besonderes Tag wünschen.
  9. Kann ich so bestätigen. Habe ja regelmäßig Teefreunde hier und die meisten sind zwar interessiert, aber haben selbst keinen chinesischen Tee daheim. Vollends begeistern konnte so gut wie jedes Mal nur der grüne Oolong. Da gibts es ja verschiedene Aromen, die ausgebaut werden. Floral, fruchtig, cremig, bis hin zu milchig ist alles dabei. Darjeelings als Schwarztees konnten ebenso ein paar Freunde gewinnen, wobei das auch recht nah am vorhandenen Erfahrungshorizont ist. Weißtee kam vor allem bei den Frauen gut an, wobei ich ja auch ein großer Freund von Bai Chas bin. Diese drei Teerichtungen sind alle recht trinkfreudig und wenig bitter. Die weißen sind dabei die leichtesten, wenn auch süßlichsten Tees. Von daher sind sie in meinen Augen ein guter Ansatzpunkt zum Start. Auf der anderen Seite des Spektrums sind Sheng Pu-Erh (da habe ich nur einen Mittrinker) und Shou (mag hier niemand, wobei ich da auch erst so langsam die Möglichkeiten entdecke).
  10. Stiefelkante

    Koffein Kristalle

    Ist das dann eine Extraktion für koffeinarmen Tee? Oder was passiert mit den Kristallen?
  11. Ich liebe ja Reis und Sencha ist durchaus auch mal ein Schatz, aber in Kombination will es mir einfach nicht schmecken Dafür teile ich ganz deine Leidenschaft zum weißen Tee! Ist der bei dir dann auch japanisch oder chinesisch (Bai Mu Dan, Shoumei, Gongmei...) Schön, dich hier im Forum begrüßen zu dürfen!
  12. Na das hätte doch mal was. Eine Teemaschine, die im Hintergrund Bitcoin mined. Oder eine KI, die über die Zeit die eigenen Vorlieben kennt und somit selbst die Parameter nach einer Weile bestimmt Ich versteh diese Teemaschinen auch nicht. Man versucht hier glaub ich ähnliches wie beim Kaffee. Bin immer wieder erstaunt, was für eine Hardware man dort "braucht". Und beim Tee braucht es einen Wasserkocher, vielleicht noch mit Temperatureinstellung und irgendein Gefäß, in welchem man aufgießt. Dass es dann schwer fällt, irgendwelche Apparaturen dafür auf den Markt zu werfen, find ich kaum verwunderlich.
  13. Stiefelkante

    Narrenkram

    Da ja gerade parallel über die Wahl des Teewasser diskutiert wird, reiche ich hier noch eine schöne Variante ein, wie man den Molekularverbund" des Wassers verstärken kann. Dann wird der nächste Tee besonders gesund!
  14. Oh ja! Solch einen Tee koch ich mir auch gerne mir eigenen Gewürzen. Habe da aus Thailand immer recht viel von (Zimt, Kardamon, Pfeffer etc.). Gerne auch mit Ingwer und ein wenig Schwarztee, dann ist er perfekt für mich. Wobei ich auch mal die Vanilleversion ausprobieren möchte. Das war mir garnicht so bewusst, dass man auch unverträglich ggü. Kräutern sein kann. Aber den Hopfen direkt zu besorgen ist auch eine Sache. Da müsste ich nur schauen, wo er sich gut beimischen lässt, denn da war noch mehr als nur Hopfen und Süßholz enthalten. Ob man da auch Hopfendolden fürs Bierbrauen benutzen kann? Sicherlich spannend, wenn man da die verschiedenen Hopfensorten als Tee probiert.
  15. Die Temperaturen werden kälter und gerade am Abend, sowie für größere Mengen ist doch eigentlich nichts gegen eine schöne Kanne Kräutertee anzuwenden. Dabei möchte ich mal eure Meinungen wissen, was eure liebste Mischung (gerne auch mit Shopangabe) ist, da ich wieder ein paar neue Mischungen für mich entdecken will. Dabei ist alles erlaubt von einzelnen Kräuter, Kräutermischungen und ebenfalls Tisanes der TCM. Einziges Auswahlkriterium soll allerdings der Geschmack sein. Persönlich habe ich sehr eine Hopfen-Süßholzmischung eines lokalen Teehändlers gerne getrunken. Diese ist leider nicht mehr erhältlich und ich suche noch händeringend nach einer netten Hopfenmischung, das Süßholz hätte ich auch so. Weitergehend finde ich den Kräuter Chai von TKK sehr ansprechend (der leider auch aus dem Sortiment genommen wurde), da ich Minze mit Gewürzen gemischt mag.
  16. Was es nicht alles gibt... Wollte erst noch relativierende Worte sagen, bis ich gesehen hab, dass 94g von 100g Zucker sind Dann ist der letztliche Tee bei den Herstellerangaben von 2-3 TL pro Tasse ja dicht an Limonaden dran. Dennoch ist da per se nichts gegen einzuwenden, da man ja auch Limonaden trinken kann, ohne dass sie direkt ungesund sind. Da du ja aber einen zuckerärmeren Ersatz suchst: Mir persönlich schmecken auch Kräutertees mit Süßholzwurzel. Süßholzwurzel gibt den Tees eine recht spitze Süße, die Süßstoff ein wenig ähnelt. Dort ist jedoch kein Zucker enthalten, welcher der Körper aufnehmen kann, weshalb solche Tees von Haus aus zuckerfrei sind. Ansonsten kannst du ja die Kräuteranteile des Ricolatees als Anhaltspunkt nehmen, dir eine passende Kräutermischung zu suchen. Wahrscheinlich etwas, wo auch Minze dominant vertreten ist. Und wenns dann zu unsüß ist, probier es doch mal mit der Hälfte an Zucker pro Tasse ggü. Ricola.
  17. Ich nehme auch mal an, dass es ein Pu-Erh Küchlein ist. Probier damit doch mal, einen Tee zu machen. Eigentlicht würde ich den Gong Fu-mäßig im kleinen Kännchen zubereiten, aber wenn sowas nicht da ist, wird den einfach in eine große Tasse und gieß kochendes Wasser drauf. Wenns recht bitter wird und ein wenig an zu starken Grüntee erinnert, wird es auch Sheng Pu-Erh sein. Falls es dir dann sogar auch noch schmeckt, dann betrittst du eine völlig neue Teewelt Gibt hier recht viele Pu Fans.
  18. Ich bin da ganz bei Cel! Die dritte hat etwas rustikales mit der groben Partikelgröße, ist dabei aber weich gezeichnet von den Konturen her. Aber auch ich bin kein großer Kenner der Kännchen
  19. Total! Das liegt aber auch dadran, dass ich weißen Tee am meisten trinken mag. Es sind, wie du schon oben festgestellt hast, insgesamt eher auf das Aroma fokussierte Tees, das muss man da schon mögen. Wobei man mit mehr Teeblatt gegensteuern kann. Mein Lieblings Moonlight Tee (auch der schönste, wie ich finde) ist der von YunnanSourcing. Der ist auch nicht so dünn, wie etwa der von W2T,den man auch auf dem Bild sieht. Dafür ist der Nightlife von W2T filigraner und hat etwas Melone. Als dritten Tipp gibt es Dragon Balls von teavivre, welche besonders süß und cremig sind. Bei dem fällt mir noch ein, dass es insgesamt bei diesen Tees stark auf die Zubereitung ankommt. Ich würde bei deinem grünen Mondlichttee auch noch an den Parametern herumspielen. Loser Weißtee ist sehr, sehr leicht auf das Volumen gesehen, weshalb ich an deiner Stelle es mal abwiegen würde. 8-10 g auf einen Liter würde ich schon nehmen, besonders bei zwei Aufgüssen. Ich dosiere knapp 5g/100 ml und gieße dann natürlich auch 5-6 Mal auf. Dann ist es schön aromatisch und auch dickflüssiger. Zudem würde ich beim zweiten Aufguss auch schon auf 90-95°C gehen, wenn er doch recht leicht ist. Dann wird er auch nicht groß bittern und man bekommt mehr aus den Knospen.
  20. Dann misch ich mich jetzt auch mal in die Debatte ein! Könnte es bei dir Pu-Erh Blattmaterial sein? Er scheint ja aus Yunnan zu sein. Ich find die Ähnlichkeit zwischen Weißtee und Grüntee hier etwas verwirrend. So meine ich, dass Sheng und Grüntee beide den Killgreenprozess in der Pfanne mitmachen, Weißtee hingegen nicht. Das langsame Welken und Trocknen könnte für die Weißteeaspekte sprechen, aber dann würde man den ja nicht in der Pfanne erhitzen. Ein Moonlight sieht eigentlich etwas anders aus. Auf dem Foto seht ihr einen gelagerten Shoumei, welcher herkömmlich in der Sonne getrocknet wurde, und einen recht frischen Mondlichttee oder auch chinesisch Yue Guang. Der Shoumei hat deutlich größere Blätter und weniger Knospen, was jedoch nichts mit dem Mondlichtaspekt zu tun hat. Interessanter sind die farblichen Unterschiede der Blätter. So sind sie beim Yue Guang grau bis schwarz und beim Shoumei in verschiedenen Brauntönen. Geruchlich ist der Shoumei stärker wie Heu, Holz und Laub, wohingegen der Yue Guang mit sehr viel dezenter einen Pfirsichduft trägt. Ebenso ist er geschmacklich anders. Eine hellere Suppe mit eher zarten Fruchtaromen und Süße statt dunkelbraun und kräftig-holzig daher zu kommen. Das liegt natürlich auch an dem höheren Knospenanteil, die insgesamt eher feinere Süppchen machen, aber dennoch auch an der Verarbeitung. Das schnellere Welken an der Sonne führt eindeutig zu Unterschieden. Zudem sind Mondlichttees absolut nicht selten, so findet man sie bei den üblichen Verdächtigen an Shops YS, TKK und W2T.
  21. Koffein an sich ist auch nicht schädlich. Vielleicht wurden die beiden ja gut gepflegt, damit keiner von ihnen an anderen Bedingungen stirbt. Wobei mein Prof. in Zellbio mal erzählte, dass der Status des Hungerns bis Verhungers Zellstoffwechsel und -teilung deutlich herunterfährt und Alterserscheinungen des höheren Alters weghält. Da gibt es irgendwann durch die häufige Teilung DNA Schäden (das T-Ende ist aufgebraucht). Also wäre ein möglichst langes Leben durch sparsame Kost denkbar. Man darf nicht unterernährt sein, aber gerade genug für die eigene Erhaltung essen. Ich habs damals mit etwas Schmunzeln aufgenommen (Mediziner oder Physiologe war er nun auch nicht), aber ebenfalls eine mögliche Erklärung bei Häftlingen um 1750
  22. Ein fachlich angehauchtes Buch ist derzeit mein absoluter Bann. "Why we sleep" von Matthew Walker. Dieser hat sich als langjähriger Schlafforscher die Agenda gesetzt, über ein kaum bekanntes gesellschaftliches Problem aufzuklären: Chronischer Schlafmangel und seine Folgen. Aus evolutionärer Perspektive ist es sehr fragwürdig, warum wir überhaupt ein Drittel unserer Lebens wehrlos und unproduktiv schlafend verbringen. Es müsse also verdammt gute Gründe geben, wie sich dieses Phänomen durchsetzen konnte. Und so begibt er sich auf die Reise zu klären, was im Schlaf passiert, warum wir schlafen sollten, warum wir träumen und was die derzeitige gesellschaftliche Lage ist. So propagiert er, es gebe nichts so stark leistungssteigerndes und so gesundes, wie einen ausgewogenen Schlaf. Ein Buch, dass ich in mich ausziehe, wie kein zweites. Man lernt sich von der Seite kennen, die man sonst kaum wahrnimmt - im Schlaf. Unterfüttert mit empirischen Studien und wirklich schön lebensweltlich und anekdotenreich geschrieben. Für mich das Buch dieses Jahres und eins, dass mich nachhaltig beeinflusst, selbst wenn ich noch einige Seiten vor mir habe.
  23. Ein fachlich angehauchtes Buch ist derzeit mein absoluter Bann. "Why we sleep" von Matthew Walker. Dieser hat sich als langjähriger Schlafforscher die Agenda gesetzt, über ein kaum bekanntes gesellschaftliches Problem aufzuklären: Chronischer Schlafmangel und seine Folgen. Aus evolutionärer Perspektive ist es sehr fragwürdig, warum wir überhaupt ein Drittel unserer Lebens wehrlos und unproduktiv schlafend verbringen. Es müsse also verdammt gute Gründe geben, wie sich dieses Phänomen durchsetzen konnte. Und so begibt er sich auf die Reise zu klären, was im Schlaf passiert, warum wir schlafen sollten, warum wir träumen und was die derzeitige gesellschaftliche Lage ist. So propagiert er, es gebe nichts so stark leistungssteigerndes und so gesundes, wie einen ausgewogenen Schlaf.
  24. Poetisch ausgedrückt, aber letztlich ein Argument, dass ich schon im psychatrischen Bereich zum Thema Neurose zu hören bekam: "Solange die Person es nicht für behandlungsnötig erachtet, solange ist es auch keiner Therapie bedürftig." Natürlich ist Teegenuss keine Neurose. Dennoch kann auch dort gelten, dass alleinig der übermäßige Genuss ein Problem darstellt. Solange es keinen Leidensdruck seitens Umfeld oder einem selbst gibt, ist es eben persönliche Freiheit. Im Blog wird dabei noch fokussiert, dass es vor allem um die persönlichen Gründe des Teetrinkens und nicht die Menge und Häufigkeit geht, aber das Thema Abhängigkeit wird dort auch angefochten. Dennoch: Ein informierter, reflektierter Teegenuss kann schon bedeutsam sein, da man ansonsten ein Problem nicht auf den Tee zurückführen kann, sofern man denn welche hat oder entwickelt. Derzeit lese ich "Why we sleep" von Matthew Walker (mehr dazu in der Leseecke), wo aufgeführt wird, dass Koffein eine pharmakologische Halbwertszeit im durchschnittlichen Menschen von 5-7 Stunden hat! Wenn ich also um 20 Uhr noch Tee trinke, ist dessen Koffein um 2 Uhr gerade einmal um die Hälfte reduziert. Dabei solle es wohl starke Schwankungen der Genetik geben, wie effektiv das entsprechende Enzym diesen Abbau leiste, weshalb Menschen unterschiedlich sensitiv auf Koffein reagieren. Naja, das hat mich darin bestärkt, nach 18 Uhr keinen Tee mehr zu konsumieren. Dabei kann das Gefühl, man sei sehr wach und aufmerksam schon abgeklungen sein, dennoch werden einige Rezeptoren im Hirn von Koffein geblockt und die physiologische Müdigkeit nicht vollständig zugelassen, was in erschwertem Einschlafen resultiert. Walker ist recht vernichtend in seiner Beobachtung, dass der überall propagierte Kampf gegen die Müdigkeit mit Koffein ("Wachmacher") und gleichzeitiger Schlaflosigkeit als modern-gesellschaftliches Phänomen zusammenhängend sind, weil wir nicht mehr unserer Physiologie den Raum lassen. Auch hier gilt wieder: Selbstbeobachtung und -reflexion.