nemo

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  1. Gerne. Für welche hast Du Dich denn entschieden?
  2. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Danke für Deine Einschätzung, @Anima_Templi 6 Jahre sind es bei meinem längsten Lagerungsexperiment mit gelöstem Tee im Tongefäß inzwischen und ich bin bislang ebenfalls zufrieden. Allerdings war der Tee 2013 damals ganz frisch und kommt jetzt erst langsam wieder aus seiner "schrägen" Phase. Wenn ich mich recht erinnere, hatte @doumer hier mal den Begriff "sauer" uns Spiel gebracht, wenn die frischen, grünen Noten verschwinden. Kann ich für meinen Experimentaltee jedenfalls so bestätigen. Klar dass es Kannen gibt, die besser zu dem einen als dem anderen Tee passen, aber schön zu lesen, dass Du Dich nicht sklavisch an die so oft dogmatisch gepredigte "Eine Kanne nur für eine Sorte"-Regel hältst und auch gut damit fährst, @doumer
  3. Unbefangen ist, denke ich, immer gut und um vielfältiges, intensives und langwieriges Probieren kommt man wohl nicht rum. Aber ist das nicht auch ein Reiz bei Hobbies? Wie so oft im Leben gibt es keine Abkürzung Probieren schließt dabei für mich aber nicht nur eine große Anzahl an Minipröbchen ein. Dazu gehört vielmehr, einen guten (!) Tee häufig zu trinken und seine Facetten kennen zu lernen, die er selbst schon mitbringt, die aber auch durch eine immer mehr oder weniger leicht unterschiedliche Zubereitung und eigene Verfassung erwachsen. Was Empfehlungen angeht, schau mal hier. Eine vielfältige, aber immer noch überschaubare Auswahl an Tees, bei denen keiner dabei ist, der mich enttäuscht hat.
  4. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Dass es eine schnellere Veränderung bei letztlich mehr Oberfläche gibt, steht, denke ich, außer Frage. Ich wollte eher auf eine, wie auch immer geartete "bessere" Reifung hinaus. Schneller muss ja nicht immer auch besser sein. Und hierbei bin ich noch nicht einmal bei Unterschieden von eher feuchten zu eher trockenen Lagerung. Hab selbst noch gar keine feste Meinung dazu, natürlich auch weil mir die notwendige Quantität an Vergleichsmöglichkeiten fehlt. Daher auch erst einmal meine ganz allgemeine Frage
  5. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Schön beschrieben, @Anima_Templi Ich schätze meine kleinen Tonbehälter als Lagermedium ebenfalls sehr. Hast Du den Tee im Doypack auch zerkleinert? Denn auch das halte ich für einen positiven Einflussfaktor für die kurz- bis mittelfristige Lagerung und tendiere dazu, bei meinen häufiger getrunkenen Tees immer eine größere Menge auf einmal vom Bing zu lösen und diese dann eben in den diversen Behältern zu deponieren. Hast du eine Meinung dazu? @doumer nur der Vollständigkeit halber würde ich bei der Puer-/Champagner-Diskussion neben dem Marketingaspekt tatsächlich auch den des Verbraucherschutzes noch anbringen wollen, der mir bei Regionalprodukten doch sinnvoll erscheint (nicht so bei der für mich unsäglichen Frage, ob Sojamilch Sojamilch heißen darf ). Nichts desto trotz teile ich die Ansicht, dass ich schon auch lieber weiß, woher ein Tee nun wirklich stammt.
  6. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich freue mich auf Deinen Verkostungsbericht @doumer zu dem Tee. Hab keine Lust mehr auf diese Gefällt-mir-usw-Buttons, stattdessen schreibe ich lieber mal wieder, dass ich Deine Posts in dem Faden hier immer wieder sehr gerne lese. Aber zurück zum Teema: Heute zeigte der Bohetang wieder etwas mehr Frucht als die letzten Tage. Macht mir Hoffnung, dass ich irgendwann erneut auf die große Fruchtbombe stoße Bin gespannt, wie er sich Dir präsentieren wird, bzw. was ihm Deine alchemistischen Kännchen und Tässchen zu entlocken vermögen Ein paar schöne Stücke hast Du Dir da zuletzt wieder zugelegt.
  7. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Der zurzeit bei mir am häufigsten aufgegossene Tee landete auch heute wieder im Schälchen. Nach dem ersten (erfreulicherweise erfolgreichen) Waldbesuch mit Pilzsammelabsicht seit dem Frühling, passte er von seiner Kraft und seinem Geschmacksbild her hervorragend. Gleichzeitig ist er auch derjenige Tee, der mir momentan am meisten Kopfzerbrechen bereitet, da er sich unglaublich wandlungsfähig präsentiert. Nicht nur innerhalb einer Session, sondern insbesondere von Session zu Session. Das geht sogar soweit, dass ich schon angedacht hatte, mal wieder zur Feinwaage zu greifen, um die Einflussfaktoren zu minimieren Bei einer Teerunde begeisterte er mit einer unglaublichen Fruchtigkeit, die an Papaya und wilder Mango erinnerte. Leider konnte ich das bislang noch nicht wieder reproduzieren. Hab wohl noch zu wenig Gongfu, im wahrsten Sinne des Wortes, wie mir hier deutlich vor Augen geführt wurde Bei anderen Runden kamen eher herbe, kräuterige Noten in den Vordergrund. Auch nicht schlecht, aber ich würde gerne den Schlüssel zur Fruchtigkeit finden, so er denn in den Zubereitungsparametern liegt und nicht am jeweils verwendeten Blattgut. Was mir inzwischen klar geworden ist: Für meinen Geschmack ist eine eher leichte Dosierung und minimal reduzierte Wassertemperatur bei längerer Ziehzeit vorteilhaft. Die Experimente werden weitergehen und mir mit Sicherheit weiterhin viel Freude bereiten... Ach ja: Es geht um den 2018er Herbst Bohetang Gushu von @chenshi-chinatee. Gibt es Erfahrungen und Meinungen Eurerseits zu diesem spannenden Tee?
  8. Japan Fuji-San Souchong Smoked Whisky

    Ich vermute das gleiche wie @Tanuki. Sobald Du das "aromatisierte" Holz verbrennst und damit Tee trocknest, löst sich der aufgesaugte Whiskygeschmack in Rauch auf. Ich hab mir aus einem alten Whiskyfass ein Regal für meine Flaschen gebaut und beim Entfernen der ersten Daube konnte man vom entgegenschlagenden Aroma betrunken werden Aber dass es sich gegen das Aroma von verbranntem Holz durchsetzt und im Tee niederschlägt halte ich auch für unwahrscheinlich. Spannender finde ich da das Experiment von einem meiner Lieblings-Portproduzenten, Dirk Niepoort, der grünen Tee eine Zeit lang in benutzten Portweinfässern lagerte, um ihn dadurch zu aromatisieren. Leider habe ich auf meinen Reisen bislang keinen Erfolg gehabt, solch "natürlich" aromatisierten Tee irgendwo in Porto oder Lissabon zu erwerben. Gab leider nur welchen mit zugesetztem Aroma und das hat mich dann doch nicht interessiert.
  9. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Nach etws Schreibabstinenz hier melde ich mich mal mit einem teeähnlichen Aufgussgetränk zurück, bevor ich heute Abend wieder zum echten Tee greife Bei der drückenden Sommerhitze gibt´s für mich aktuell nachmittags einfach nichts besseres als Tererè zum Erfrischen. Seit ich letzten Sommer begonnen habe, häufiger Yerba Mate zu trinken, hat sich inzwischen Kraus als mein (bisher) favorisierter Hersteller herauskristallisiert. Deren Organica gefiel mir schon richtig gut, wurde zuletzt aber noch vom Gourmet getoppt. Grundsätzlich suche ich nach bio und ungeräucherten Sorten mit wenig Pulver, die aber ruhig noch ein paar Stengel enthalten dürfen. Wie ich es auch bei so manchem Puer mag, bringen sie auch hier noch eine etwas andere Geschmackskomponente mit rein. Und die Wirkung, tja, die ist auch nicht ohne und geht wie bei echtem Tee deutlich über den reinen Koffeinkick hinaus... Nachher stehen dann der Herbst Bohetang von @chenshi-chinatee auf der Getränkekarte sowie der Fengqing Yesheng von @teekontorkiel. Beide haben ganz gute erste Eindrücke hinterlassen, aber hab sie mir noch nicht ganz erschlossen. Gibt´s von Euch anderen Teetrinkenden Meinungen zu den beiden? Würde mich mal interessieren. Aber erst genieße ich jetzt noch etwas eiskalte Tereré
  10. Cha Qi, Wirkungen etc.

    Wenn Du das bei passender Gelegenheit machen würdest, wäre das natürlich sehr toll und interessant zu erfahren. Vielen Dank im voraus dafür
  11. Cha Qi, Wirkungen etc.

    Mag sein, @GoldenTurtle. Der grundsätzliche Skeptiker in mir, der sagt, "So etwas wie Qi ist nicht mit westlicher Wissenschaft nachweisbar, daher existiert es nicht und ist höchstens ein Erklärungskonzept aus Zeiten, in denen es keine besseren gab", geht aber ehrlich gesagt aktuell eher in die Richtung, die spürbaren Effekte, die ich jetzt dem Qi zuschreibe, "nur" als Summe des Zusammenspiels von Koffein, Katechinen, etc. zuzuordnen und es rein biochemisch zu erklären. Die Wirkung ausschließlich psychologisch zu begründen, so wie ich einige Deiner diesbezüglichen Posts auffasse, fühlt sich nicht wirklich richtig für mich an. Getreu dem Motto, der wahre Skeptiker sollte auch seinen eigenen Zweifeln zweifelnd begegnen, und aufgrund von Erlebnissen in anderen Bereichen, halte ich trotz alledem an der Überzeugung fest, dass Qi, wenn auch keine real existierende "Substanz", so doch definitiv zumindest ein für mich auch in der heutigen Zeit noch erklärungsstarkes Konzept darstellt, dass auf wesentlich mehr Segmente des Lebens anwendbar ist als nur auf den Teegenuss. Noch eine Rückfrage an Dich: Wenn Du schreibst, dass auch Herr Yu und Frau Chou den Begriff Qi in Bezug auf Tee zu vermeiden suchen, kannst Du etwas dazu sagen, worauf sie die unterschiedlichen Wirkungen der verschiedenen Tees zurückführen, die man zum Beispiel auf der Homepage des Shuitang lesen kann?
  12. Cha Qi, Wirkungen etc.

    Volle Zustimmung meinerseits
  13. Cha Qi, Wirkungen etc.

    Eine gute Auflistung, @Lateralus als skeptische Erwiderung Kann man erstmal so stehen lassen. Natürlich aber auch klar, dass z. B. eine ausschließliche Betrachtung der GERAC-Studien nicht den gesamten Forschungsstand zu einem Themenfeld widerspiegeln kann Woran ich beim Lesen Deiner Stichpunkte als erstes denken musste: Bei all diesen spielen Erwartungen (Placebo / Nocebo) eine Rolle. Hab aber auf verschiedenen Feldern, z. B. die oben beschriebene Anekdote, konkrete Effekte bei mir oder anderen Menschen erlebt, bei denen keine Erwartungen "eingepflanzt" wurden, die diese hervorgerufen haben, und die ich gut mit dem Qi-Konzept erklärt bekomme und sonst nicht. Was mir hierbei aber auch unbedingt wichtig ist klarzustellen: Nur weil ich Qi für mich als Erklärungskonzept nutze, bedeutet das nicht, dass ich Andere von dessen Existenz überzeugen will. U. a. weil ich selbst nur Amateur in dem Thema bin und z. B. die Frage, inwieweit Qi eine Substanz ist, auch für mich noch nicht zufriedenstellend geklärt habe.
  14. Cha Qi, Wirkungen etc.

    Ich glaube dass Du da zwei ganz zentrale Punkte ansprichst, @miig . Insbesondere da wir mit dem menschlichen Körper kein objektives Messwerkzeug haben und es (nicht nur) beim Tee immer um eine situative Interaktion von Körper und aufgenommenem Qi geht, scheint mir das Verstehen und auch die Wahrnehmung dessen oft nicht so einfach zu sein. Umso mehr, wenn wir es mit einer vergleichsweise subtilen Wirkung zu tun haben, die einen nicht gleich umhaut, wie es vielleicht Glas Hartalk würde. Wobei es ja auch z. B. beim Alkohol unterschiedliche Wahrnehmungsschwellen bei und Auswirkungen auf Personen oder in unterschiedlichen Situationen gibt. Klar, hier können wir den Alkoholgehalt mit unseren objektiven Messgeräten wissenschaftlich feststellen, was beim Qi so natürlich nicht funktioniert.
  15. Ich finde solche kleinen Experimente auch immer recht spaßig und interessant. Danke fürs Teilen