nemo

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  1. Ich möchte nicht falsch verstanden werden,daher noch ein paar Worte mehr: Ich trinke Puer-Tee und halte ein gesundheitliches Risiko bei dem von mir konsumierten für sehr gering. Mir ging es zum einen um die Konklusion, zu der ich im Abstrakt keine Herleitung gefunden habe (wenn sie jemand parat hat, freue ich mich über einen Hinweis), und die suggeriert, man kann Schimmel und seine Gifte mit einem einfachen Aufguss restlos auswaschen. Zum anderen: Im schlimmsten Fall probiert das dann noch jemand mit einem so richtig durchschimmelten Bing, wie es hier ja auch schon mal diskutiert wurde. Von so einem Befall spricht das Abstrakt natürlich nicht. Aber falsche Schlussfolgerungen passieren schnell und können hier gefährlich sein.
  2. Natürlich richtig. Die Schlussfolgerung, dass ein einmaliger kurzer Waschgang alle an und in den Blättern befindlichen Toxine direkt auf einmal löst, halte ich aber einfach für gewagt. Selbst wenn, setzt es auch voraus, dass dann alles "kontaminierte" Wasser restlos abgegossen wird, um vom "sicheren" Genuss sprechen zu können. Für mich ist die Konklusion, genau das Gegenteil zu Deiner These der Angst-Verbreitung. Ich finde, sie suggeriert, dass mit einem kurzen Wasserbad die gesundheitliche Gefährdung durch Schimmel verharmlost wird. Ich gebe zu, das Abstract an einigen Stellen nur überflogen zu haben. An ein Vergleich der Kontamination von Aufgüssen (und nicht des Blattmaterials!) mit "gewaschenen" zu "ungewaschenen" Blättern beschrieben ist, der die Schlussfolgerung wirklich begründen würde, erinnere ich mich jetzt aber nicht. Hier sind irgendwie zwei Sätze zusammen gerutscht. Sollte heißen: Ich finde, sie suggeriert, dass mit einem kurzen Wasserbad Schimmelbefall wirksam beseitigt werden kann. Dadurch wird meiner Meinung nach die gesundheitliche Gefährdung durch Schimmel verharmlost. Tippen und Bearbeiten auf dem Handy ist hier manchmal nicht leicht
  3. Ich würde arg bezweifeln, dass man Mykotoxine abwaschen kann. Bei ungewolltem Schimmel auf Salami oder Käse würde wohl auch (fast) niemand ernsthaft daran denken. Die Diskussion hatten wir ja schon mal vor einer Weile hier. Aber Placebo hat ja durchaus auch eine Wirkung
  4. Ah, verstehe. Danke. Definitiv immer eine Bereicherung Vielleicht solltest Du mal Dein eigenes Teelexikon rausbringen
  5. Wow, da stecken ja mal wieder eine Menge informative Details in Deinem Beitrag. Woher hast Du denn das viele Wissen zu den Teesorten eigentlich, wenn ich fragen darf?
  6. Ich lasse ihn sich auch erstmal kurz setzen, bevor er getrunken wird. Eine Zeitdauer könnte und möchte ich eigentlich nicht nennen, sonst kommt noch jemand auf die Idee, die Stoppuhr auch hierfür auszupacken Das ist für mich eine der vielen kleinen Stellschrauben, die jenseits des Triumvirats Menge - Temperatur - Ziehzeit liegen, über die eher selten gesprochen wird und die trotzdem deutlichen Einfluss auf Ergebnis und Erlebnis haben.
  7. Hm, sehe auf dem Mobilfon gar keine Signatur(en). Seltsam. Aber gut, Deine Antwort und das Zitat von Paul sprechen ja für sich...
  8. Bedeutet der große V*werk-Schriftzug im Hintergrund Deines Profilbilds, dass Du nur ein großer Fan der Marke bist oder gibt es noch andere Beziehungen? Würde für mich insbesondere bei Deinem letzten Absatz einen Unterschied machen.
  9. Menschen, die sich näher mit Kaffee beschäftigen und auch Wert auf die eigenständige Zubereitung legen, würden Dir sicherlich auch Kritikpunkte bezüglich Kaffeevollautomaten nennen. Dass es nicht legitim sein soll, solch eine Maschine zu benutzen, wird wohl so auch niemand sagen. Aber ebenfalls legitim ist es zu sagen, dass mir so ein Ding nicht ins Haus kommt, weil ich es nicht brauche und bei mir die Zubereitung zum Genuss, Erlebnis, nenne es wie Du willst, dazu gehört. Ich trinke Tee aber auch nicht zum wach werden oder zur Flüssigkeitsaufnahme. Mich wundert es nicht, dass hier eher keine Jubelstürme ausbrechen. Stattdessen stelle ich mir gerade vor, wie es wohl in einem Forum aussehen würde, dass nur von Teemaschinen-Fans bevölkert ist. Wäre wohl nicht so spannend...
  10. Zunächst ein kurzes Vorwort, damit meine Beiträge richtig eingeordnet werden können: Mein Interesse an dem Thema stammt noch aus meinem Studium. Es hat mich in der Soziologie außer den Grundlagen wenig so nachhaltig begeistert, wie der Bereich Konsum- und Mediensoziologie. Ich bitte daher meine Beiträge unter diesem Aspekt zu lesen und nicht zu denken, ich führe einen Feldzug gegen Like-Buttons Ich mag sie nicht, aber gehe einfach damit um, wie im ersten meiner Beiträge beschrieben. Auszusetzen ist an Deiner individuellen Handlung ist erst einmal gar nichts, @Anima_Templi. Das ist mir wichtig zu betonen. Was ich aber tatsächlich negativ finde, ist eine Verkürzung und Unschärfe der Kommunikation und des Informationsgehaltes, die sich aus der technischen Funktion zwangsweise ergibt. Hinter einem Like kann sich ganz viel verbergen, was man leider nicht sieht. Stellen wir uns einen Beitrag mit Teebeschreibung samt Foto des Schälchens vor. Ein Like hierfür kann bedeuten: „Mir gefällt Deine Schale.“, „Mir gefällt die kreative Geschmacksbeschreibung des Tees.“, „Mir gefällt es, dass du eine Kanne von Duchek hast.“, „Da hast Du ein ästhetisches Foto gemacht“, „Mir gefällt, dass Du Dir die Mühe für so einen langen Text gemacht hast (auch wenn ich diesen Tee selbst gar nicht lecker finde)“, „Mir gefällt es, dass Du mal wieder ein Lebenszeichen von Dir gibst.“,… Jetzt kann man sagen, beispielsweise ein LOL o.ä. ist von genauso geringem Informationsgehalt. Dem stimme ich vollkommen zu. Aber die Konsequenz ist dann für mich nicht, die Buttons dadurch zu legitimieren, sondern die Verwendung des LOLs genauso zu „kritisieren“. Ich schätze einen kurzen inhaltsvolleren Beitrag sehr viel mehr und würde ihn immer bevorzugen. Die Likes sind darüber hinaus aus meiner Sicht auch nicht nur einfach eine verkürzte Form der Kommunikation, sondern haben eine noch ganz eigene Qualität. Am deutlichsten wird es vielleicht am Konzept des „Tagessieges“. Den mögen viele, mich eingeschlossen, gar nicht betrachten. Aber die Tatsache, dass keine LOLs gezählt und prämiert werden, zeigt diese andere Qualität und Funktion ziemlich gut. Und hier wären wir dann ganz schnell auch bei dem von @GoldenTurtle aufgeführten Effekt der „Like-Sucht“, des Einflusses der Herzchen und Pokalen auf das Selbstwertgefühl, etc.
  11. Klar. Hab auch nie Gegenteiliges behauptet, sondern nur darauf hingewiesen, dass es eben nicht rein inhaltliche Zustimmung darstellt. Was Du ja offensichtlich auch so siehst
  12. Dem würde ich nicht gänzlich zustimmen. Es gibt zum einen nicht "die Community". Zudem kann ein "Gefällt mir" auch aus anderer Motivation heraus gegeben werden als einem Beitrag rein inhaltlich zuzustimmen. Außerdem gibt es Effekte, dass "Gefällt mir"s unabhängig vom Inhalt zwischen NutzerInnen hin- und hergeschoben werden. Quasi als unabgesprochener routinisierter Tausch. Es kommt also auch darauf an, wer etwas schreibt, nicht nur was genau geschrieben wird.
  13. Es gibt ja noch weitere Argumente und negative Effekte, die diese Knöpfe mit sich bringen. Genauso wie positive (verkürzte Diskussionsverläufe, unkomplizierte und schnelle Meinungsäußering, etc). Das Netz liefert da ja einiges an Infos. Für mich überwiegen eindeutig die negativen, bzw bewerte ich einige Funktionen, die man auch als positiv werten könnte als negativ. Ich hatte mich daher vor einer Weile schon dazu entschlossen, hier und anderswo auf die Nutzung dieser Knöpfe zu verzichten. Mir persönlich reicht das, hätte aber auch nichts dagegen, wenn es die Funktion hier generell nicht mehr geben würde Leider finde ich die Studien gerade nicht mehr, die ich aufschlussreich fand, aber zumindest einen Artikel zum Einstieg in das Thema.
  14. Fragt man nach Funktionen von Tradition, würde ich noch vor den genannten utilitaristischen Aspekten unbedingt deren sinnstiftende sowie kulturprägende und -erklärende Wirkung nennen wollen, die sich aus der Eigenschaft von Tradition ergibt, die Gegenwart mit der Vergangenheit zu verbinden und uns heute mit (mindestens den letzten beiden) vergangenen Generationen. Tradition wäre für mich auch eher nicht ein Erfahrungsschatz, sondern vielmehr die Organisation und Strukturierung desselben, also der Umgang mit dem Wissen der Vergangenheit. Neben der reinen vergangenheitsorientierten Betrachtung darf man nicht übersehen, dass auch unsere heutigen Handlungen zukünftige Traditionen begründen können. Um hier mit einem Beispiel wieder zum Teema zu kommen: Die heutigen nuklear-grünen Wulong können in ein paar Jahrzehnten durchaus als traditionell zubereitet gelten. Ob sie das wirklich werden, liegt an uns und denen die nach uns kommen.
  15. Der Begriff der Tradition ist so eine Sache. Ich mag Traditionen. Jetzt das große Aber: Sie müssen sich in ihrem Fortbestand ständig legitimieren, sonst sind sie stumpfer Konservatismus und können positive Entwicklung behindern. Die Geschichte mit der Klosterkatze, die man u. a. Anthony de Mello zuschreibt, ist eine schöne Darstellung des Ganzen: Quelle Zum Teema: Ich könnte gar nicht sagen, was genau traditionelle Tees sind. Aber so manche derartig bezeichnete haben mir richtig gut gefallen. Der Rou Gui Old Style, z. B.. Aber ganz frische Grüne haben mich auch in ihren Bann gezogen (falls diese wirklich nicht traditionell sein sollten). Resümee: Traditionen ist auch bei Tee nicht das alleinige Kriterium.