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  1. Schon klar, das sind zwei paar Stiefel. Mir ging es darum, dass beides - die Stimulierung des Qi-Flusses wie das Huigan als recht spezieller sensorischer Stimulus - sich ebenfalls im Grüntee findet, auch wenn diese beiden Aspekte eher bzw. häufiger mit Pu in Verbindung gebracht werden. Wobei mir diese spezielle Prominenz im öffentlichen Diskurs im Wesentlichen eher eine Modeerscheinung zu sein scheint (und möglicherweise auch etwas marketing-Unterstützung erfährt). Zum Zweiten ging es mir darum, dass beides in beiden Arten von Tee von sonstigen Effekten unabhängig auftritt - also speziell von der Lagerung und vom Grad der sekundären Fermentation unabhängig. Das ist insofern von Interesse, als es sich um originär auf der Biologie des Teestrauchs beruhende Effekte handelt, die durch die Aufbereitung der Pflückung - gleich, welche Methode da in Anwendung kommt - allenfalls unterstützt werden. _()_
  2. Keinen Widerspruch @GoldenTurtle, nur eine kleine Ergänzung. Nein. Es dient zum einen der Lagerfähigkeit bzw. der Fixierung eines möglichst frischen, nur wenig von Abbauprozessen beeinträchtigten Pflückguts und zum Anderen wird das Pflückgut einer Maillard-Reaktion ausgesetzt, die das Aromenspektrum vor allem durch nussige Aromen erweitert. Für die angesprochene 'Qi-Wirkung' (um dem Kind einen Namen zu geben) sind mE jedoch eher die 'inneren Werte' des Tees (prominent die pharmakologische Kombination des Alkaloids Koffein mit der Aminosäure L-Theanin mit dem ganzen Rattenschwanz dadurch aktivierter Neurotransmitter) verantwortlich und die sitzen tiefer als die leichter flüchtigen Aromen. Ergänzend: in vergleichbarem Maße gilt dies auch für weiße Yin Zhen - Tees; diese sind erst in jüngerer Zeit vom pharmakologischen Terrain in das der Genussdrogen gewechselt. Noch eine Ergänzung zu Deinen Ausführungen: gerade bei chinesischem Grüntee gilt nicht zuletzt in dieser Hinsicht der Grundsatz 'Terroir ist Alles'. Vorausgesetzt natürlich, das Pflückgut taugt was und man hat bei der Aufbereitung keinen Mist gebaut. Das scheint, wenn ich das hier um Forum richtig verfolge, auch bei Shengs nicht anders zu sein. Und ja, natürlich. Hui Gan hat auch etwas mit Bitterkeit zu tun - da muss man durch und wenn man durch ist, war's gar nicht so schlimm, im Gegenteil ... _()_
  3. Das ist natürlich richtig. Aber wenn man sich für zeitlich abgestuftes Abgießen entscheidet, dann ergibt eine Ausstattung der Kyusu mit einem Panorama-Edelstahlsieb einen optimalen Allrounder, der insbesondere eine Empfehlung für Anfänger wert ist. Damit lässt sich auch der krümeligste Fukamushi unfallfrei* abgießen (was ein Anfänger sonst nicht so ohne weiteres hinkriegt); mit einem Keramiksieb ist da schon etwas Technik und Erfahrung hilfreich. Es gibt durchaus Argumente, die für Edelstahl statt Keramik als Siebmaterial sprechen und es gibt da Stücke, die mit gescheitem shidei-Ton kombiniert werden und wirklich prima Kannen mit hohem praktischem Nutzwert sind. Das Edelstahlsieb direkt in die Kyusu einzubauen bringt was in Richtung 'convenience' (wenn wir hier über "unkompliziert" sprechen) in das Design; das spart im Vergleich zum Gebrauch eines externen Siebs einige Handgriffe. Dass das Sieb die meiste Zeit unsichtbar ist, macht die Materialdissonanz mE in den meisten Kontexten ästhetisch erträglich. Wenn man hinsichtlich Teesorte noch nicht allzu spezialisiert ist und ein bißchen herumprobieren will, sollte man eine innen glasierte Kyusu wählen, wobei das Porzellan da schon ganz schön edel und entsprechend kostenträchtig sein kann. Aber es gibt da auch schon im preisgünstigen Bereich schöne Sachen. Oder man erweitert halt das Sortiment an Aufgussgefäßen aus Keramik nach (wachsendem) Bedarf. Wobei das in der Anfangszeit ziemlich ins Geld gehen kann ... _()_ *d.h. ohne Verstopfung der Tülle, die das Abgießen ausbremst (die Kanne 'langsam' macht) und ohne dass zu viel vom Blattmaterial in der Tasse landet. P.S.: Patina gibt es nicht nur in der Gusseisen-Kanne, sondern auch im Porzellan - wenn man die Kanne halt nach Gebrauch nicht innen reinigt. Diesen Mehraufwand hat man grundsätzlich, wenn man einen geschmacksneutralen Allrounder als Aufgussgefäß verwendet. Den muss man dann eben auch neutral halten. _()_
  4. @GoldenTurtle: die Zubereitung in dieser Art Kanne ist durchaus mit Grandpa-Style verwandt und die Dinger wurden schon zu Maos Zeiten für die revolutionären Massen entsprechend massenhaft gefertigt*. Nicht zuletzt auch für den Export, um der Außenhandelsbilanz etwas aufzuhelfen. Da konnte dann sowas durchaus aus auch Yixing kommen; nach dem Motto 'Jedem Proletarier seine Yixing'. Wobei ich selbst bekennender Profiteur dieser massenhaften Produktion bin, die zwar ästhetisch (wenig überraschend) hinter den klassischen Meisterstücken deutlich zurückstehen müssen aber immerhin wenigstens noch aus dem originalen Ton gefertigt ist. Dummerweise war es ja gerade die Massenproduktion, die dann zur Erschöpfung der Tonlagerstätten führte. Wie dem auch immer sei: wenn die Kanne den Teezubereitungsmethoden des fetten Vorsitzenden entgegen kommt und ihm auch ansonsten gefällt, dann herzlichen Glückwunsch. Ermutige ihn vielleicht bei Gelegenheit mal, etwas weniger zaghaft zu dosieren. Ist jedenfalls immer schön, wenn so etwas nicht ganz außer Gebrauch gerät um dann irgendwann in Scherben zerdeppert im Müll zu landen. Egal, woher die Kanne nun kommt - wenn sie ihre Funktion sauber erfüllt ... Apropos Grandpa-Style. Gestern und heute hatte ich einen Kai Hua Long Ding im travel set und halte ihn insbesondere für Zubereitung im Grandpa-Style geeignet. So etwas zeigt sich bei einer Gongfu-Zubereitung recht schnellt. Leichte Bitterkeit im Abgang beim 3. Aufguss, ein angenehm adstringenter 4. Aufguss, danach wird er weich und rund mit einigen Reserven im Hintergrund ohne nachzubittern. _()_ *da gab es dann extra gepolsterte Körbe, um die Kannen respektive den Tee darin möglichst lange warm zu halten. Ähnlich, wie die bizarren Kaffemützen bei den Kaffeekränzchen älterer Damen früher. Falls sich da noch jemand erinnert ...
  5. Aber hallo! Genau so (d.h. zumindest autosuggestiv ), wie man da auch unterschiedliches Qi wahrnehmen (und damit 'arbeiten') kann. Das ist kein Pu-Privileg ... _()_
  6. Hallo @Julia Uhl, um Tee zu genießen, braucht man keine teuren Geräte. Wenn man den Teeweg ein Weilchen geht, sammelt sich dann trotzdem im Laufe der Jahre das eine oder andere besonders gefällige Stück an, das dann wohl auch einen entsprechenden Preis gekostet hat. Von Zeit zu Zeit gönnt man sich halt was und reitet sein Steckenpferd ein wenig. Kommt ja immer noch billiger, als ein echtes Pferd zu halten und zu reiten. Anfänger auf dem Teeweg neigen etwas dazu, zu schnell zu viel zu wollen. Das ergibt dann einen Kostendruck, den man häufig durch Auswahl besonders preisgünstiger Stücke abmildern will. Das kann nun - um beim Thema Gusseisenkessel zu bleiben - ein gebrauchtes, angerostetes Stück sein (das Thema hatten wir gerade) oder aber ein "Kessel", der innen beschichtet und strenggenommen eine Kanne ist. Vielleicht noch kurz zur Terminologie: Iwachu (ohne 't') ist ein renommierter Hersteller für Gußeisen-Haushaltsgeräte. Das sind nun keine Einzelstücke von irgendwelchen Meistern (mit deren Namen man idR sowieso nichts anfangen kann), sondern solide Serienfertigung. Die allerdings ebenfalls ihren Preis hat. Wenn man sein Aufgusswasser mit einer Tetsubin aufheizen (und dafür den notwendigen Aufwand für die sachgerechte Behandlung und Pflege des Geräts auf sich nehmen) will, ist die Firma eine gute Wahl. Besser, mit Geduld ein wenig ansparen als auf ein billiges 'Sonderangebot' ausweichen, das dann früher oder später wieder aussortiert wird. So jedenfalls meine Erfahrung. Eine Kyusu ist nun wiederum eine (japanische) Aufgusskanne. IdR aus Keramik, kann aber auch aus Porzellan, Glas oder eben auch Gusseisen sein. Letztere haben dann innen eine Beschichtung - genutzt da wird nur die Kapazität des Eisens, den Aufguss warm zu halten. Jedenfalls ist es so gedacht. Der Rest ist Optik. Eine geschmackliche Beeinflussung durch das Eisen (oder gar durch Rost) ist da ausdrücklich unerwünscht. Diese Gusseisen-Kyusu sind dann auch als Kessel nicht wirklich zu gebrauchen bzw. sie gehen dabei kaputt - das wurde hier ja schon deutlich gemacht. Ich habe zwar schon ein Kombigerät beworben gesehen (nach meiner Erinnerung eben von Iwachu), doch die sind selten. Und ich habe den Verdacht, dass sie eher die Nachteile von Gusseisen-Kessel und -Kyusu vereinen dürften als deren Vorteile. _()_
  7. Heute eine Frühlingspflückung eines Xianzhi aus Wuyuan in Jiangxi - eine eher etwas abgelegene Teeprovinz. Das lässt ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis erwarten, wenn ein Produzent aus dieser Region Fuß im internationalen Teehandel fassen will. Dieser Tee hat ein recht unverwechselbares Aroma, das mit etwas Verzögerung eintritt (peak im 2. Aufguss). Der Tee "löst" sich also relativ langsam, wobei das Material einen Pflückstandard Knospe + 1 Blatt hat. Kein ganz junger (früher) Tee mehr, wenn man die Blattgröße und den fehlenden Flaum in Betracht zieht (was beides allerdings auch Eigenschaften des lokalen Kultivars sein könnten). Dafür ein (für mich) annehmbarer Preis, konkret 14,22 € / 100 gr - wobei ich freilich nur die verhältnismäßig deutlich teurere 20 gr - Packung gekauft hatte. Wie auch immer - ich greife ihn aus meiner derzeitigen Testreihe mal heraus, weil er etwas für die Freunde herb-bitterer Tees ist. Bemerkenswerter als die leichter flüchtigen Aromen sind die Polyphenole, die sich spätestens im 3. Aufguss deutlich zu Wort melden. Voll entwickelt dann im 4. Aufguss: eine pointierte medizinisch-bittere Note, kombiniert mit einem (kurz-)pelzigen, sehr samtigen Mundgefühl. Ich assoziiere da Baumrinde bis hin zu ausgekochtem Holz. Ist trotz der phytomedizinischen Anmutung nix für schwache Mägen bzw. einen nüchternen. Spätestens der 4. Aufguss drückt dann schon etwas auf den Magen - was sich dann aber zumindest (bei mir) recht schnell wieder legt. 6 Aufgüsse gebe ich ihm, wobei Nr. 5 und Nr. 6 schön weich, aber auch etwas breit bzw. konturlos sind. Nach meiner Einschätzung ein Tee für vier Aufgüsse, dann hat er sein Pulver verschossen. Aber das ist in der Preisklasse auch völlig in Ordnung. Die vom Händler empfohlenen 90° C konnte ich ihm beim Aufguss allerdings nicht geben, da ich derzeit mit travel set arbeite. Da ist bei der logistischen Kette Mini-Elektrokocher, Wasserflasche und Aufgussgefäss zu viel Temperaturverlust. Der Preis dafür, hier im Freien und dezenter Entfernung von der nächsten Steckdose seinen Tee zu trinken. Die Aufgüsse lagen daher eher zwischen 80° und 85° C. Aufgusszeiten ca. 20''/30''/50''/1'20''/2'/3' - habe allerdings nicht mit Uhr kontrolliert. Grundsätzlich werde ich ihn wohl nicht mehr kaufen - ich trinke meinen Morgentee gerne auf nüchternen Magen und auf Magendrücken mag ich da eher verzichten. Aber einer Vorstellung wert ist er allemal. Und sei es nur für unerschrockene Chun Mee- oder Gunpowder-Trinker, die mal Lust auf etwas Edleres (und unvermeidlich auch etwas Teureres) hinsichtlich Herbheit haben. _()_
  8. Zuvor - das tu ich auch nicht. Die Form hat allerdings Einfluss auf die Abkühlgeschwindigkeit, die man vor allem bei länger dauernden Aufgüssen im Auge behalten sollte. Die Menge an Wärme, die ein Körper (beispielsweise eine Aufgusskanne) an seine Umgebung abgibt, ist vor allem von der Größe seiner Oberfläche (genauer der Grenzfläche des Temperaturaustauschs) abhängig. Und da hat dann eine Kugel das optimale Verhältnis von Oberfläche zu Inhalt. Weniger umständlich ausgedrückt: je kugelförmiger die Kannenform, um so besser das Temperaturhaltevermögen. Ich persönlich folge da gerne der Devise 'form follows funktion' und daher ist mein Favorit ganz klar die Shuiping. _()_ Was für mich nun wiederum der entscheidende Grund für Einsatz eines Gaiwan ist. Wenn man es mit dem Füllen nicht allzu sehr übertreibt, hat man da immer noch ein wenig Raum nach oben. _()_
  9. Schaut schon nach einem schönen Sammlerstück aus. Die Frage ist halt, ob er noch zum praktischen Einsatz taugt bzw. mit etwas Aufwand dazu zu bringen ist oder leider nur noch zum Ausstellungsstück. Ein Gerät, das seinen praktischen Zweck für Dich nicht mehr befriedigend erfüllt in einer Teesitzung trotzdem einzusetzen, macht es dann erst recht zu einem Ausstellungsstück. Da ist dann nicht mehr der Tee im Zentrum, sondern Du bist es. _()_
  10. Vielleicht besser als 'ne kantische Anwort - wobei ich schon auch einen Nerv für Huizinga habe. Habe mal den 'homo ludens' von einem guten Freund geschenkt bekommen, dem ich meinerseits den 'Herbst des Mittelalters' empfohlen hatte, als Retourkutsche quasi. Wobei das Spiel bei uns als späten Erben einer hellenistisch-römischen Kultur immer noch die wesentliche Komponente 'agon' beeinhaltet - gerade der chinesische geprägte Kulturraum hat da, nach meinem Eindruck, einen sehr viel heitereren Zugang. Mit der Gefahr, dass das ins artiziell-artistische ausartet ... Eine 180 ml ist es schon. Ich habe vormittags ein großes Bedürfnis nach Auffüllung meiner Flüssigkeitsreserven. Und bei 10 gr auf die Wassermenge kriege ich auch 5 Aufgüsse zusammen. Das hält dann ein Weilchen vor. Aber so viel sollte es schon sein. Nun - ich denke, wenn man die Wahrheit über sich selbst erkennt, dann gewinnt man damit auch eine Entscheidungsfreiheit - weil dieses 'Aufwachen' beinhaltet, die Folgen von Entscheidungen zu sehen. Und in erster Linie hat das etwas mit dem Willen zu tun, der uns zu bestimmten Entscheidungen drängt. Sich selbst erkennen heisst herauszufinden, was man will. Und was besser nicht. Das ist eine Frage, die man klären sollte. Das Problem der Willensfreiheit verdeckt mE ein Stück weit das eigentliche Problem. Nämlich, wie man dafür Sorge trägt, dass Wille, sei er nun frei oder nicht, sich unheilsam auswirkt. Eine klassische Antwort darauf ist der Verweis auf die heilsamen Wirkungen bestimmter Intentionen, die man mit relativ einfachen Methoden kultivieren (bzw. als geistige Haltung einüben kann. Ob die Entscheidungen, die mit einer bestimmten Geisteshaltung getroffen werden, nun frei sind oder nicht, ist irrelevant. Relevant sind nur die Folgen. _()_
  11. Is so oder so ein Problem. Ich hatte ja darauf hingewiesen, dass es durchaus einen Grund gibt, warum gebrauchte, insbesondere angerostete Eisenkessel so viel günstiger zu haben sind als neue. Wobei das halt ein Problem der Wartung ist und wenn die vernachlässigt wurde, ist es (wenn überhaupt möglich) zumindest schwierig, die Schäden am Gerät zu beseitigen, so dass das Material weitestgehend geschmacksneutral ist. Mit ein paar Mal Wasser aufkochen ist es da nicht getan. Das ist im Grunde eine Frage nach dem Aufwand, den man glaubt, betreiben zu müssen, den Gründen, die man dafür zu haben glaubt und der Bereitschaft, eben diesen Aufwand auch zu betreiben. Ich habe derzeit mein jährliches Projekt 'Arbeiten mit dem travel set' am Laufen und das erdet mich da immer wenig (von Zeit zu Zeit brauch' ich das wohl). Ein kleiner (0,5 l) elektrischer Edelstahl-Wasserkessel, Edelstahl-Thermosflasche (Deckel kann als kensui verwendet werden), ein kleines Thermometer. Kanne (mein Banko-Veteran .mit Edelstahl-Panoramasieb), Kühler / Yuzamashi mit guter Kühlkapazität aus Ton (Arbeit eines Berliner Keramikers) und Schale (chinesisches Reiskorn-Porzellan). Würde jetzt nicht Jeder als notwendig (oder wahlweise hinreichend) ansehen und vielleicht auch das Set für zu technisch halten. Aber das ist jedenfalls derzeit meine Antwort auf die oben erwähnte Frage. Wobei das travel set nun schon seine Einschränkungen hat, die bei einem Einsatz mit wirklich hochwertigem Tee spürbar werden. Mein Programm sind daher mittelpreisige Tees, wobei ich da eine Reihe von 6 Proben (á 20 gr - 5 grüne, ein gelber) mit jeweils zwei Sitzungen verkoste. Alle von einem Händler, dem ich guten 'Teeverstand' zugestehe; er hat ein Händchen für gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Solche Tees haben durchaus ihren eigenen, etwas rustikalen Reiz, wie ich finde. Whatever - mit der Zeit lernt man dann auch (hoffentlich) zunehmend, nicht auf die Stimmen zu hören, sondern selbst zu entscheiden, was man will und was man dafür tun will ... wenn das dann passt, schmeckt auch der Tee. Lehrgeld haben wir da alle schon bezahlt und je länger man lernt, um so mehr summiert sich das _()_
  12. SoGen

    Mai Ernte Gyokuro

    Lesetip: https://www.teaguardian.com/tea-hows/tea-storage-environment/ _()_
  13. SoGen

    Mai Ernte Gyokuro

    @Schizotwin: gemeint ist die Kondensation von Luftfeuchtigkeit an dem gekühlten Tee, wenn er aus dem Kühlschrank genommen wird. Wenn der entnommene Tee kurz danach aufgegossen wird, halte ich diesen Effekt für unerheblich. Zumal bei der im Vergleich zum Gefrierschrank deutlich geringeren Temperaturdifferenz. Dass die Packung, der man die Teeportion entnommen hat, umgehend wieder im Kühlschrank landet (also gar nicht groß Zeit hat, sich zu erwärmen) versteht sich. Anders ist es natürlich, wenn man eine grössere Menge Tee dem Tiefkühler entnimmt und die Packung dann öffnet, ohne sie zunächst einmal die Umgebungstemperatur annehmen zu lassen. _()_
  14. SoGen

    Mai Ernte Gyokuro

    Nein, ausschließlich für Tee. Kondensation war auch bei mir ein Bedenken, aber dazu scheint der Temperaturunterschied nicht groß genug zu sein. Konnte jedenfalls bislang nichts in der Art feststellen. Wobei - "offen" heisst bei mir lediglich "nicht im Vakuum und verschweißt". _()_