SoGen

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  1. Kennt jemand diesen Tee?

    Okay - deshalb also die ausdrückliche Empfehlung, über einem Sieb abzugießen. Da reicht dann wohl auch eine gute Technik beim Abgießen alleine nicht mehr aus ... _()_
  2. Wieviele Kyusus sind sinnvoll

    Und ich auch keinen chinesischen - wobei es da möglicherweise auch Kannen mit sehr dichtem Ton gibt, die mit Hochtemperatur und Reduktionsbrand gefertigt wurden, die grundsätzlich geeignet sein könnten. @Lateralus: es ist schwierig, da pauschale Aussagen zu treffen - aber Yixing ist geeignet, bei Oolongs (bei Pu dürfte es ähnlich sein, doch da fehlen mir da Erfahrungswerte) 'Spitzen' oder 'scharfe' Obertöne zu kappen; der Tee wird weicher, runder, harmonischer. Wobei das mE nicht unmittelbar am Material liegt, sondern daran, wie es im Laufe der Zeit mit dem Tee interagiert. Was heisst, dass da schon mal ein paar Hektoliter Tee durchgelaufen sein sollten - der häufige Gebrauch macht's, initialisierendes seasoning reicht bei weitem nicht aus, um einen positiven Effekt zu bewirken. Ein Grund, nicht allzu viele Aufgussgefäße zur Auswahl zu haben ... Bei Grüntee jedenfalls ist eine solche Reduktion des Obertonspektrums nicht erwünscht und auch nicht sinnvoll - zumindest nicht in dem Grad, wie man es bei Yixing hat. Deswegen greifen Geschmackspuristen da bevorzugt zu inertem Material wie Glas oder Porzellan. Ich selbst bevorzuge da eine Kompromisslösung, die ich für optimal halte, da sie zumindest adstringente Noten etwas zurücknimmt: Banko (genauer: reduziert gebrannter shidei 紫泥). Wobei da die geschmacklichen Unterschiede zu 'schwarzem' Tokoname sicherlich sehr subtil (und nicht notwendig zu Lasten von Banko) sind - und das Preis/Leistungsverhältnis idR besser. Bei rotem Tokoname (Oxidationsbrand) vermute ich einen ähnlichen Effekt wie bei Yixing, konnte es aber nie verifizieren. Was das Ausgangsmaterial von Banko und Tokoname angeht, gibt es da heute praktisch keinen Unterschied mehr, insofern die Lagerstätten von natürlichem Ton erschöpft sind - nicht anders als in Yixing. Um so wichtiger ist die Wahl eines guten Keramikers, der seinen Tonlieferanten sorgfältig auswählt oder gar selbst mischt. Das und die handwerkliche Sorgfalt (bzw. das Können) bei der Herstellung bestimmen dann auch wesentlich den Preis. Wobei es ab einem bestimmten Level dann nur noch um optisch-ästhetische Qualitäten geht. Da wird dann halt verlangt, was geht ... Was - speziell bei Yixing - die sagenhaften alten Lagerbestände an natürlichem Ton betrifft, die da noch in Privatbesitz existieren (und exorbitante Preise rechtfertigen) sollen , so bin ich da ausgesprochen skeptisch. Und als stolzer Besitzer 'alten' Yixings (um etwas zu prahlen) auf der sicheren Seite ... Und noch eine Anmerkung - bei der Teeverkostung hat nach meiner bescheidenen Meinung die momentane physische und psychische Verfassung des Teetrinkers einen deutlich größeren Einfluss auf das subjektive Geruchs- und Geschmacksempfinden als das Material das Aufgussgefäßes. _()_
  3. Welcher Tee ist das?

    Nachdem jetzt auch das letzte Schriftzeichen 2. Bild rechte Spalte unten mit Hilfe der Unihan Database als 禮 identifiziert ist (traditionelle Form des heute üblichen 礼 (li - in diesem Kontext wohl 'höfliches Geschenk'), wird auch die Google-Bildersuche fündig - und verweist auf die Alibaba-Tochter Taobao. Anscheinend handelt es sich um keine traditionelle Sorte, sondern um eine reine Handelsmarke von Taobao mit dem Namen 尚品茶禮. Also - 傳统經典 'traditioneller Klassiker' ist da wohl etwas geflunkert. Was selbstredend nicht heisst, deer Tee wäre minderwertig. In China ist man schon bemüht, mit Teegeschenken Ehre einzulegen ... _()_
  4. Welcher Tee ist das?

    Zu guter letzt noch die linke Spalte auf dem 2. Photo. Dort steht der Sortenname des Tees leider auch nicht, dafür eine schöne chinesische Volksweisheit: 未尝‎甘露味 先闻圣妙香 - wei chang gan lu wei xian wen sheng miao xiang Würde ich jetzt übersetzen mit "Nicht gleich den lieblichen Geschmack kosten / zuerst das göttlich großartige Aroma erschnuppern". Genauso halte ich es bei meinen Teesitzungen ...
  5. Welcher Tee ist das?

    Okay, ich sehe da ein 高 (gao, hoch). Also ein 高 級綠茶 , "hochklassiger Grüntee". Von den kleinen Schriftzeichen kann ich nur die beiden letzten identifizieren (über dem "TEA") - 名茶 (ming cha, 'famous tea'). Achja - ergänzend zur letzten Antwort: unter 中國茗茶 (zhongguo ming cha, chinesischer Knospentee) steht als nächstes 傳统經典 (chuantong jingdian, traditioneller Klassiker). _()_
  6. Welcher Tee ist das?

    Hallo @Zulu, zunächst mal als Vorbehalt - was chinesische Schriftzeichen angeht, bin ich nur stümpernder Amateur. Jedenfalls - den Namen des Tees kann ich auf Deinen Fotos nicht entdecken. Jing Xuan Ming Cha (精選名茶) heißt in etwa "hochwertiger ausgewählter berühmter Tee" und besagt in etwa so viel, wie wenn auf der Teepackung beim ALDI "feinste Auslese" steht. Da kann alles mögliche drin sein. "Jian Kang" kenne ich nur als 'Gesundheitstees', d.h. in der Regel Kräutertees. Ansonsten steht auf dem ersten Bild "級綠茶" - da fehlt vermutlich noch ein Zeichen (obendran), das man nicht sehen kann. Würde ich übersetzen mit "[...] Rangstufe Grüntee" - also grüner Tee, was nach dem Aussehen der Blätter nun auch keine große Überraschung ist. Die kleinen Schriftzeichen neben dem 'chinese famous tea' sind bei der Fotoqualität nicht zu erkennen. Herkunft ist China, was man auf dem zweiten Bild in der mittleren Spalte, obere Hälfte lesen kann -中國茗茶 (zhongguo ming cha, chinesischer Knospentee). Das größer gedruckte in der rechten Spalte ist möglicherweise der Firmenname, wobei ich das vierte Schriftzeichen nicht identifizieren kann - 尚品茶 ? (shang pincha ..., geschätzter Teegenuss ...). Zum Entziffern des Rests fehlt mir die Muße - und es gibt Leute hier im Forum, die sich da leichter tun. _()_
  7. Teegrüsse von unterwegs (Ausflug/Reise/etc.)

    Weisser Tee mit Pfirsichpüree, Rohrzucker, Zitronensäure, Ascorbinsäure und natürlichem Rosmarinaroma ... öörks. Hoffentlich kriege ich die Vorstellung bis zu meiner Teestunde morgen wieder aus dem Kopf ... _()_
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Manzhuan Huang Shan 2012, eine Probe von @teekontorkiel. Ist dort auch gut beschrieben, daher nur wenig persönliche Anmerkungen. Der Körper erinnert in der Tat an Waldboden, ich assoziiere Moos und Kiefernrinde. Minzige Obertöne, die mich bei den frühen Aufgüssen an eine Kaugummisorte erinnern, die ich in meiner Jugend bevorzugte. Wird dann aber (so ab 4., 5. Aufguss) 'krautiger'. Die leichte Süße im hinteren Gaumen nimmt im Verlauf der Sitzung etwas zu, so um den 10. Aufguss macht sich eine dezente Adstringenz bemerkbar. Generell keine Bitterkeit, wobei ich allerdings auch relativ zurückhaltend dosiert habe. Danach wird's (für mich jedenfalls) zunehmend uninteressant - der Tee ist zwar noch nicht ausgelaugt, aber das Aromaprofil verliert seine Vielschichtigkeit und wird undifferenziert. Ca. 13, 14 Aufgüsse (habe nicht mitgezählt). Der Tee wird mich jetzt nicht vom Glauben an die alleinseligmachende Kirche der Grünteetrinker abfallen lassen - aber er war eine interessante Abwechslung. Ansonsten greife ich, wenn ich frivole Anwandlungen habe, zu Oolongs oder Hong Cha. Für mich der bislang schönste Pu (wobei meine Erfahrungsbasis da zugegeben sehr schmal ist). Und eine passende Gelegenheit, mal wieder das (innen glasierte) Kännchen von Bero zum Einsatz kommen zu lassen (Pu kommt mir nicht an mein Yixing), das mir @Komoreb Anfang letzten Jahres abgetreten hatte. _()_
  9. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Falls ich da missverstanden wurde: auf mich auch - eben, weil er diese 2018er Tees jetzt zu so deutlich reduzierten Preisen anbietet. Die sind sicher noch trinkbar, aber können einfach nicht mehr das sein, was sie vor einem Jahr mal waren. Und wenn er die Tees nicht sachgerecht lagern würde, hätte Dir wohl auch der Lu'an Guapian nicht mehr geschmeckt. Dazu noch die Anmerkung nachgetragen, dass dieser ein gebackener Tee ist, was nach meiner Beobachtung ebenfalls die Lagerfähigkeit begünstigt. Ich kenne da beispielsweise einen anderen Anbieter, der 2017 einen wirklich guten Enshi Yulu eingekauft hat - nur offensichtlich viel zu viel davon. Und meint, er müsste heute immer noch denselben Preis dafür fordern. Was natürlich nur bei ahnungslosen Anfängern funktioniert, deren Einstieg in die gehobene Preisklasse (immerhin 27,90 € für 80g) dann bestenfalls zu einem schmerzlichen Lerneffekt führt. Was nun wiederum nicht wirklich ein Grund für Dankbarkeit gegenüber dem Händler ist ... @GoldenTurtle: Danke für die Präzisierung. _()_
  10. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich habe dort bislang noch nichts gekauft. Die Preisreduzierung finde ich übrigens angemessen - anderthalb Jahre seit Lese sind mE an der Grenze zur Überlagerung und den Tee sollte man zumindest beschleunigt wegtrinken bzw. keine größeren Vorräte mehr davon anlegen. Wobei es freilich genug schwarze Schafe gibt, die weniger um ihren guten Ruf besorgt sind und solch alten Tee ungerührt zum Originalpreis anbieten - falls sie das Lesedatum überhaupt offenlegen (nach dem Motto: das merken die nie ). Die empfohlene Aufgussmethode würde ich auch ignorieren - das mit den hohen Gläsern halte ich für einen Modefimmel, wobei Aroma und Geschmack auf Kosten des rein optischen Effekts leiden. Und den Bi Luo Chun würde ich eher bei 70°, maximal 75° aufgießen statt mit den dort empfohlenen 80°. Ist IMHO einer der wenigen chinesischen grünen Spitzentees, denen eine solch reduzierte Aufgusstemperatur ausgesprochen gut tut; er tendiert sonst zu einem etwas mageren Körper. Jedenfalls habe ich das so bei Dongting Bi Luo Chun immer wieder erlebt (wobei ich jeder neuen Charge routinemäßig auch einen Probeaufguss mit 80° gönne). Ansonsten danke für den Tip. Ich denke, vom Lu'an Guapian werde ich mir etwas bestellen. Das ist kein Knospentee (Maojian oder Maofeng), sondern Pflückstandard ist das 2. Blatt des Triebes. Ich vermute, dass er durch das reifere Ausgangsmaterial auch etwas alterungsbeständiger ist. Wobei man, wie @GoldenTurtle kürzlich dargelegt hat, Alterungsnoten auch bei grünem Tee durchaus schätzen kann - wenn man's denn mag. Mein Fall ist es weniger. Nunja, jeder Jeck is anders ... _()_
  11. Hallo Geli, zunächst einmal herzlichen Dank für die (gewohnt schnelle) Lieferung des Stagg EKG und die mitgesandten Proben sowie last not least den Rabatt. Nach ein wenig desodorieren und experimentieren gestern - u.a. hatte ich die Zuverlässigkeit des Thermostats mit Thermometer überprüft - hatte ich heute morgen meine erste 'ernsthafte' Teesitzung mit ihm (mit einem Ming Qian Anji Bai Cha, 6 Aufgüsse) und bin wirklich begeistert. Ästhetisch sehr ansprechendes Design (was ich von dem Brewista jetzt nicht behaupten würde), perfekte Ergonomie und durchdachte, intuitiv bedienbare Technik - ein kombinierter Druck- und Drehknopf und eine Anzeige, mehr braucht es nicht. Und die dezente Lautstärke ist ein zusätzliches Plus ... Bleibt nur zu hoffen, dass die Technik entsprechend robust und langlebig ist. Der kleineren (0,6 l) Version trauere ich immer noch ein wenig nach, da die Wassermenge für einen Einzelaufguss bei mir nahe an der Mindestfüllmenge des 'großen' liegt (eher nah darunter als darüber) und der Thermostat dann leider unpräzise wird (ist bei thermostatgesteuerten Kesseln ein generelles Problem). Ich habe also meine Zubereitungstechnik auf eine größere Wassermenge umgestellt und nutze dazu die Hold-Funktion. Sind dann weniger Aktionen bei der Sitzung (ich fülle den Kessel im Verlauf der Sitzung nur noch einmal nach, statt für jeden Aufguss), aber das Timing bei der Sitzung ist dadurch ein wenig anders - da muss ich mich umstellen. Mein 'Zeitmesser' ist neben dem Atem das erforderliche handling - um den Ablauf neu zu 'justieren', nutze ich vorerst noch die Timer-Funktion des Kessels zur Unterstützung. Trotzdem war die heutige Sitzung schon sehr gelöst und meditativ und die Achtsamkeit auf Farbe, Geruch und Geschmack des Tees war trotz der Umgewöhnung (und einem gelegentlichen Blick auf die Timeranzeige) nicht beeinträchtigt. Danke, dass Ihr dieses schöne und nützliche Gerät in Euro-Ausführung anbietet. _()_
  12. Tipps für Rou gui-Kauf gesucht

    Mit einem Foto zumindest der Verpackung kann ich dienen: Was den Preis angeht weiß ich nur noch, dass ich ihn meiner Frau verschwieg, so dass sie mich nicht endgültig als unzurechnungsfähig in Sachen Tee einstufte. Hat aber auf die Dauer nichts genutzt ... Jedenfalls allenfalls solide Mittelklasse in Sachen Da Hong Pao, aber immer noch deutlich teurer als alles, was ich bis dato in Deutschland gesehen hatte - für so etwas musste man schon Madame Yu Hui Tseng in Paris aufsuchen. Shui Tang, Cha Dao und andere Anbieter gehobener Qualität gab es da mW noch gar nicht; da war das schon eine Art Kulturschock. Apropos - erstaunlich, was sich hierzulande in den seither vergangenen 10 Jahren an Teekultur getan hat. _()_ P.S.: Wenn man den Preis vergessen hat - aber den Duft und Geschmack des Tees nicht, ist das schon irgendwie ein Qualitätsmerkmal ...
  13. Tipps für Rou gui-Kauf gesucht

    Möglicherweise ist diese HK-Filiale mittlerweile auch speziell für den Export nach USA / Europa zuständig - die Wuyi Star Tea Company hat jedenfalls ihren Sitz in Wuyishan / Nanping. 2009 hatten sie mal einen größeren Stand auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz (Fujian ist Partnerschafts-Region von RLP), wo man offensichtlich (und wohl vergeblich) nach Großkunden Ausschau hielt. Die Vergeblichkeit lag vielleicht daran, dass man zwar einige sehr ansehnliche Damen Tee zubereiten und zur Verkostung anbieten ließ - diese jedoch schon mit englischen Kommunikationsversuchen etwas überfordert waren und ihre (anglophone?) Chefin oder Chef gerade anderswo seinen Interessen nachging. Da war dann möglicherweise ein outsourcing des Auslandsgeschäfts nach HK eine angemessenere Strategie. Jedenfalls nahm ich von Mainz eine größere Portion Shuixian mit, der ein beachtliches Preis/Leistungsverhältnis hatte sowie zwei 15g - Päckchen eines Da Hong Pao, die zwar obszön teuer waren (für Deutschland no commercial potential) - aber jeden Cent wert ... Leider blieb es bei diesem einen Besuch in Mainz. _()_
  14. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Nix gegen Bauhaus - wenn ich 'western style' aufgießen und meinen Tee mit Zucker und Milch denaturieren würde, wäre das hier ein echtes Objekt der Begierde: Design Walter Gropius himself. Porzellan; die hier gezeigte Farbvariante (TAC Stripes schwarz) anläßlich des 100. Jahrestags der Gründung des Bauhaus 1919 als streng limitierte Auflage von 100 Stück weltweit von Rosenthal. Kanne, Milchkännchen und Zuckerdose schlappe 790,- €. Tasse und Untertasse (die sind aus offensichtlichen Gründen nicht auf jeweils 100 Stück limitiert) nochmal 195,- €. Bekannter ist natürlich Marianne Brandts Teeservice (eigentlich ein Tee- und Kaffeeservice): Von dem Kannen-Exemplar im MOMA New York gibt es ein Replikat von Tecnolumen (wie der Name schon verrät, eigentlich ein Produzent von Lampen) für knapp 8.500 €. Ist immerhin aus 925er Sterlingsilber, Griffe aus Ebenholz. Ein Schnäppchen ... Bauhaus rulez! _()_
  15. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Bist Du sicher, dass das zum Aufgießen mit Wasser gedacht ist und nicht zum Rauchen? _()_