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    Tee-Wissensdurstiger

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  1. Und ein Beispiel für den Alarmismus, von dem die Stiftung Warentest lebt. Wobei die fachliche Kompetenz der Warentester durchaus nicht über jeden Zweifel erhalten ist. Seit ich (als informierter Hundehalter) im Hundefutter-Test 2015 einen groben Fehler des Testdesigns reklamiert habe und die Stiftung sich um eine fachliche Klarstellung (geschweige denn Richtigstellung) herumgedrückt hat, gebe ich für die keinen Cent mehr aus. Das war mehr als nur windig. (Wen's interessiert - hier, Kommentare von 'rbmonz' ab 27.03.). Mal davon abgesehen, dass ich von diesen Tischfiltern nichts halte, weil
  2. Nun - bei txs kann man wohl davon ausgehen, dass der Tee ein echter Ton Mu Guan ist, offensichtlich ein traditionell (also mit Holzfeuerung) produzierter. Für den westlichen Markt dürfte da auch das Preisniveau zu hoch liegen. Deiner Beschreibung nach ist das Raucharoma auch relativ dezent - bei Lapsang Souchongs, mit denen ich meine Erfahrungen gemacht habe (bevor ich dieses Thema für mich abgehakt habe), hat der Rauch schlicht alles, was da möglicherweise an dezenteren Teearomen da war, zugedeckt. _()_
  3. Wenn man unter Lapsang Souchong die außerhalb Chinas gehandelte und konsumierte Teesorte versteht, dann ja. Das Original, Zheng Shan Xiao Zhong (正山小种, Lapsang Souchong ist die lokale Aussprache davon), stammt aus der Region des Orts Tong Mu Guan in den Wuyi-Bergen Fujians und ist vermutlich der älteste Schwarztee überhaupt. Ursprünglich wurde er über Kiefernholz getrocknet - und zwar trockenem, gut gelagertem. Was dann bei der Feuerung nur wenig (wenn überhaupt) Rauch erzeugt und damit allenfalls ein leicht rauchiges Aroma des fertigen Tees. Anders gesagt: der Tee wurde ursprünglich nicht "ger
  4. Kleine Ergänzung: Bancha ist sehr koffeinarm, kann man also auch abends trinken. In Japan gibt man den auch Kindern. _()_
  5. Eine Empfehlung für Forenmitglieder mit Netflix - Zugang: die Serie 'Die Wurzeln des Geschmacks' (O-Ton Mandarin mit deutschen Untertiteln). Auch, wenn man kein sonderliches Interesse an regionaler chinesischer Küche hat (bislang je 1 Staffel Chaoshan, Yunnan und Gansu), so ist doch zumindest Folge 10 der Staffel 1 dem Tee gewidmet. Auch, wenn (oder gerade weil) die Zubereitung ziemlich zeit- und arbeitsaufwendig ist, macht das Rezept neugierig. Selbst ausprobieren dürfte hierzulande allerdings am Fehlen der wichtigsten Zutat scheitern: frische Teeblätter ... _()_
  6. Heute ein Japaner, ein tiefgedämpfter Kabusecha aus Mie. Der Beschreibung hier (Link geht zu @teekontorkiel) ist mE nicht viel hinzuzufügen - außer dass ich bei den Bewertungen von Kunden Angaben wie Schokolade, Röst- oder Zitrusaromen persönlich nicht nachvollziehen kann. Für mich liegt der spezielle Reiz des Tees in seinem überraschend deutlichen Blütenaroma, das ich vor allem mit Flieder assoziiere. Nix, was ich nun jeden Tag in der Tasse bzw. Nase haben möchte - aber das macht ihn andererseits auch zu etwas Besonderem. Das Blütenaroma geht nach dem 2. Aufguss recht deutlich zurück, aber oh
  7. Kleine Anekdote ... Der einzige gute, den ich je getrunken habe, war auch mein erster. Muss Mitte der 90er gewesen sein, da war das selbst in China und Taiwan noch eine Novität und in Europa praktisch unbekannt. Mein damaliger Dealer hatte den von Madame Tseng in Paris besorgt, deren 'Maison des trois Thées' in kürzester Zeit zur ersten Adresse für Tee in Europa geworden war. Ulkigerweise wurde der einfach als Tie Guan Yin angeboten und wir rätselten herum, wie man dieses Aroma wohl hingekriegt hatte - Internetrecherche war damals noch nicht drin. Jedenfalls - es war ein großartiger Tee,
  8. Wenn man sich ein ganzes Kilo Tee unter die Nase hält, sollte man schon etwas riechen, wenn man nicht gerade einen schweren Schnupfen hat. Da wäre mein erster Verdacht Überlagerung - was zur Frage führt, ob a) die Kilopackung luftdicht war und b) zumindest der Erntejahrgang des Tees (nicht Verpackungs- oder Frischhaltedatum) angegeben war. Dazu noch eine kleine Teetrinkerweisheit: billiger Tee ist fast immer zu teuer bezahlt. _()_
  9. Versuch's mal ohne Waschgang. Ich finde, japanische gedämpfte Tees brauchen das in aller Regel nicht. Das kurze Blanchieren (was es mE am besten trifft) ist ja eher so eine Art 'Aufwecken' - japanische Tees mit ihrem höheren Feuchtigkeitsgehalt und der durch das Dämpfen aufgebrochenen Blattstruktur brauchen das mE nicht. Und dadurch, dass sie ihre Inhaltsstoffe sehr viel schneller abgeben, geht durch das Blanchieren auch deutlich mehr an Geschmack und Aroma verloren als bei einem gewokten oder gebackenen Grüntee. _()_
  10. Florent Weugue (TdJ) spricht da in seinem letzten Newsletter von einem "Markttrend", dem er persönlich mit seinem Angebot nicht folgen möchte. Also wohl eine Modeerscheinung, diese Tees werden derzeit offensichtlich verstärkt nachgefragt. Warum auch immer ... _()_
  11. Ich hatte mir letztes Jahr im September in den Urlaub ein 6-er Sortiment (jeweils 20 gr) preiswerter chinesischer Tees (ein gelber, fünf grüne) mitgenommen, da mir mein Reiseset für hochwertigere Tees nicht so recht angemessen schien. Die lagen preislich zwischen 12,40 € und 23,70 € für 100 gr. Geschmeckt haben sie mir alle, solche Tees haben durchaus ihren Charme und rustikalen Reiz. Allerdings hat mir der Spass nach 2 Wochen auch eine leichte Gastritis beschert - die gingen doch etwas ruppiger mit meinem Magen um, als ich es gewohnt bin. Persönliches Fazit: kann man wiederholen, aber nicht a
  12. Ja, Umkehrfunktion - ist dasselbe wie wenn ich sage, bei gleichbleibendem Qualitätsanstieg steigt der Preis zunehmend stärker. Der einzige Unterschied ist der, dass "exponentielles Wachstum" ein feststehender mathematischer Begriff ist und "logarithmisches Wachstum" (anders als "logistisches Wachstum") nicht. Ich denke, das ist eine Sache individueller Leidensfähigkeit und -bereitschaft und von daher auch nicht ausdiskutierbar. Von daher wäre es erfreulich gewesen, der Fragesteller hätte erkennen lassen, dass so etwas: ... nur sein persönliches Urteil ist und keineswegs eine ob
  13. Denke ich nicht. "Logarithmisches Wachstum" ist Unsinn. Der Logarithmus - ob nun zur Basis 10 oder e - ist schlicht die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion. Möglicherweise meint er ja logistisches Wachstum. Was aber auch keine sinnvolle Aussage ist - dann wäre der Preisanstieg asymptotisch begrenzt. Schön wär's ja ... Ansonsten - bin hier raus. Bei Diskussionen nach dem Motto 'how low can you go' bin ich kein Experte. _()_
  14. Grundsätzlich: nicht nur bei Tee, sondern bei allen Konsumartikeln, die mir jetzt so einfallen, ist das Verhältnis Preis / Qualität nicht linear, sondern exponentiell. Die wenigsten Teetrinker sind ökonomisch so gut gestellt, dass sie jeden Preis zahlen können. Für alle anderen stellt sich die Frage, was ihnen Qualität wert ist. Bei Dir, @Kukuruz, habe ich den Eindruck, dass Dir Qualität bei Tee nicht sonderlich viel wert ist. Billiger 'Sencha' wird vor allem in China produziert (neben einer Vielzahl anderer billiger Sorten). Wenn Du mal die Postings von gestern anschaust (irgendwas
  15. Dafür sollte man dann doch besser einen Zijin Zhukecha nehmen (was mE deutlich empfehlenswerter ist, als die innere Anwendung ). Eine Kuriosität aus Guandong. Aber es kommt schon 'rüber, wie's gemeint ist ... Ontopic: heute letzter Aufguss einer anderen, deutlich trinkbareren Kuriosität (zumindest hierzulande): ein Huong Viet aus der Provinz Lâm Đồng in Vietnam. Ist nix anderes als Dong Ding - leicht fermentierter Jinxuan, bloß halt aus Vietnam. Die Teewirtschaft wird dort hauptsächlich von chinesischen Migranten bzw. deren Nachkommen betrieben, habe ich mir sagen lassen. War ein Mitbrin
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