SoGen

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    SoGen reagierte auf Frau Mahlzahn in Göppingen - Teehaus Weyrich   
    ... Oha, die sind in Wirklichkeit eher eine Kaffeerösterei mit vogeschaltetem Teeverkaufsraum. Achja: Eistee und Kaminfeuer geht auch. Damit sind die Meisten hier auch zufrieden, scheint mir.
    Ich persönlich habe keine dort guten Erfahrungen gemacht... erstmals finde ich es grob unhöflich, wenn die Juniorchefin nicht mal hinter dem hochgetürmten Krimskrams auf dem Kassenthresen hervorkommt, wenn man als Kunde  reinkommt und nach Tee fragt. Das lief in etwa so . "Guten Tag, haben sie auch Oolong-Tee?!" "Ja." "Prima, welchen denn?" "Formosa. Drei da hinten und einer bei den Schwarztees." Sie deutet auf die Wand mit den vielen großen Teekanistern, kennt Ihr bestimmt, stehen in jedem Teeladen herum... Ich: " Und welche genau? " Sie. "Formosa halt." Ich: kann ich die denn denn mal sehen?" Sie läuft  wiederwillig um den Thresen herum und zeigt auf eine der Dosen auf der Formosa Dong Ding steht, ich warte vergeblich, dass sie sie vielleicht einmal aufmacht.... Ich: "Darf ichdenn mal reinschauen?!"  Nachdem sie wortlos geöffnet hat frage ich, ob ich vielleicht von ihren Oolongs je eine Probe KAUFEN kann, will sie nicht geschenkt, ... da schnappt sie: "Unter 100g packen wir nicht ab!!!!!!"
    DANKE , DAS WAR´S , denke ich und gehe. War nicht meine erste  derartige Erfahrung dort. Ich arbeite zwei Straßen weiter und wenn ich mich dort so aufführen würde, bekäme ich echt Ärger von allen Seiten...
    DARUM sind meine Favoriten ( und  die verschicken selbstverständlich auch)Teeläden Teekontor Kiel (netter, aufmerksamer und umsichter geht nicht, und cool ist, dass Du noch so weit weg wohnen kannst, Gelis Charme findet Dich überall! Habe sie erst über den Laden kennen gelernt, dann noch im Forum), Teehaus Cöln (okay, Helmut kann man auch mal auf dem bruttligen Fuß erwischen, gell, @Anima_Templi , aber der ist richtig patent!) ,  Bamboorom (Felix ist echt super nett), Chensi-Chinatee (okay, Chris hat keinen Laden) und nicht zu vergessen das Cha Dao ( Herrn Thamm kann man alles fragen, er unterstützt und hilft und ist ein lebendes Lexikon) und auch das Shui Tang ist eine super Anlaufstelle für Klasse Tee--- undenkbar, dass jemand, der sich ernsthaft für guten Oolong / Pu  interessiert, ohne Schätze zu Türe heraustritt. Achso, ja, in diesen Shops wird auch aufgeschlüsselt , was ich jeweils für einen OOlong vor mir habe: Welcher Ort in Taiwan/ China, (welcher Teegarten?), welcherKultivar, welches Erntejahr, wie ist der ausgebaut und idealerweise auch, von wem.
    Ich bin jedenfalls froh, nicht auf unseren Göppinger Laden angewiesen zu sein.
     
     
     
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    SoGen reagierte auf GoldenTurtle in Amazon Tee und Zubehör   
    Hört sich so an, als wärst du auf der Suche nach einer Perücke.
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    SoGen hat eine Reaktion von KlausO erhalten in Amazon Tee und Zubehör   
    Da fehlt dann aber was.
    Glattes ist China
    Krauses eher Afrika
    - auch bei eBay.
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    SoGen hat eine Reaktion von KlausO erhalten in Amazon Tee und Zubehör   
    Da fehlt dann aber was.
    Glattes ist China
    Krauses eher Afrika
    - auch bei eBay.
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    SoGen hat eine Reaktion von GoldenTurtle erhalten in Amazon Tee und Zubehör   
    Ich fürchte, wir haben in Bezug auf Tee sehr unterschiedliche Vorstellungen von "etwas gutes". Ein freundlich gemeinter, grundsätzlicher Hinweis: guter Tee muss nicht unbedingt teuer sein, aber ein halbes Pfund "Erstklassiges chinesisches Da Hong Pao" für 8,67 € ist als Angebot in etwa so seriös wie eine Flasche "erstklassigen" schottischen Single Malt zum selben Preis. Für das Geld kriegst Du keinen guten Whisky und genau so wenig einen guten Tee, schon gar keinen erstklassigen. Das gilt auch für die angebotenen Pu Erhs.
    Zweifellos gibt es Leute, denen auch so etwas schmeckt (chacun à son goût ...) - aber auch welche, die das Zeug (falls sie es denn geschenkt oder sonstwie aufgedrängt bekämen) allenfalls als Badewasserzusatz verwenden würden. Es hat seine Gründe, dass "etwas Gutes" seinen Preis hat. Etwa das Verhältnis Angebot - Nachfrage oder dass wirklich gute Produkte auch einen entsprechenden Produktionsaufwand voraussetzen - und damit entsprechende Produktionskosten.
    Wenn 0,10€/g Deine Schmerzgrenze ist, dann ist das völlig in Ordnung. Dafür kriegt man durchaus etwas Trinkbares, wenn auch nicht in gehobener oder gar Spitzenqualität. Bei Amazon allerdings eher nicht.
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    SoGen hat eine Reaktion von GoldenTurtle erhalten in Anfänger sucht Sencha , habt Ihr Tests - Liste als Richtwert   
    Bei 'Röstung' ist zu unterscheiden zwischen shaqing (殺青, wörtl. 'Töten des Grün') und beihuo ( 焙火, 'Rösten [über] Feuer). Shaqing ist das Stoppen enzymatischer Oxidation des frischen Blattgutes durch Erhitzung. Die Erhitzung kann durch kurzzeitiges Dämpfen (蒸青, zhengqing), durch 'Backen' (烘青, hongqing) oder durch 'rösten', also trockenes Erhitzen in Pfannen (炒青, chaoqing) stattfinden, grundsätzlich auch durch Besonnung (曬青, shaiqing). Durch chaoqing (was Du hier vermutlich mit 'Röstung' meinst) fixierte Grüntees schmecken nicht nach Rauch, auch wenn dabei andere Aromen entwickelt werden als beim zhengqing, häufig nussige oder in Richtung Kastanien gehende. Das passende Stichwort ist hier Maillard-Reaktion.
    Richtig ist, dass in China die Fixationsmethode des zhengqing während der Qing-Dynastie weitgehend durch (vorwiegend) chaoqing und hongqing abgelöst wurde, während in Japan noch hauptsächlich mit zhengqing gearbeitet wird. Das beihuo ist nun ein späterer Verarbeitungsschritt, der bei Grüntee in aller Regel gar nicht stattfindet. Eine bekannte Ausnahme ist etwa Hojicha - ein japanischer(!) Tee, der nach dem Dämpfen(!), Rollen und Trocknen auch noch geröstet wird. Und auch der schmeckt nicht nach Rauch.
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    Isst Du auch Dein Schnitzel roh, um die Geschmacksverfälschung durch das Braten zu vermeiden?
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    Da fehlt dann aber was.
    Glattes ist China
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    - auch bei eBay.
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    SoGen hat eine Reaktion von GoldenTurtle erhalten in Anfänger sucht Sencha , habt Ihr Tests - Liste als Richtwert   
    Bei 'Röstung' ist zu unterscheiden zwischen shaqing (殺青, wörtl. 'Töten des Grün') und beihuo ( 焙火, 'Rösten [über] Feuer). Shaqing ist das Stoppen enzymatischer Oxidation des frischen Blattgutes durch Erhitzung. Die Erhitzung kann durch kurzzeitiges Dämpfen (蒸青, zhengqing), durch 'Backen' (烘青, hongqing) oder durch 'rösten', also trockenes Erhitzen in Pfannen (炒青, chaoqing) stattfinden, grundsätzlich auch durch Besonnung (曬青, shaiqing). Durch chaoqing (was Du hier vermutlich mit 'Röstung' meinst) fixierte Grüntees schmecken nicht nach Rauch, auch wenn dabei andere Aromen entwickelt werden als beim zhengqing, häufig nussige oder in Richtung Kastanien gehende. Das passende Stichwort ist hier Maillard-Reaktion.
    Richtig ist, dass in China die Fixationsmethode des zhengqing während der Qing-Dynastie weitgehend durch (vorwiegend) chaoqing und hongqing abgelöst wurde, während in Japan noch hauptsächlich mit zhengqing gearbeitet wird. Das beihuo ist nun ein späterer Verarbeitungsschritt, der bei Grüntee in aller Regel gar nicht stattfindet. Eine bekannte Ausnahme ist etwa Hojicha - ein japanischer(!) Tee, der nach dem Dämpfen(!), Rollen und Trocknen auch noch geröstet wird. Und auch der schmeckt nicht nach Rauch.
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    Bei 'Röstung' ist zu unterscheiden zwischen shaqing (殺青, wörtl. 'Töten des Grün') und beihuo ( 焙火, 'Rösten [über] Feuer). Shaqing ist das Stoppen enzymatischer Oxidation des frischen Blattgutes durch Erhitzung. Die Erhitzung kann durch kurzzeitiges Dämpfen (蒸青, zhengqing), durch 'Backen' (烘青, hongqing) oder durch 'rösten', also trockenes Erhitzen in Pfannen (炒青, chaoqing) stattfinden, grundsätzlich auch durch Besonnung (曬青, shaiqing). Durch chaoqing (was Du hier vermutlich mit 'Röstung' meinst) fixierte Grüntees schmecken nicht nach Rauch, auch wenn dabei andere Aromen entwickelt werden als beim zhengqing, häufig nussige oder in Richtung Kastanien gehende. Das passende Stichwort ist hier Maillard-Reaktion.
    Richtig ist, dass in China die Fixationsmethode des zhengqing während der Qing-Dynastie weitgehend durch (vorwiegend) chaoqing und hongqing abgelöst wurde, während in Japan noch hauptsächlich mit zhengqing gearbeitet wird. Das beihuo ist nun ein späterer Verarbeitungsschritt, der bei Grüntee in aller Regel gar nicht stattfindet. Eine bekannte Ausnahme ist etwa Hojicha - ein japanischer(!) Tee, der nach dem Dämpfen(!), Rollen und Trocknen auch noch geröstet wird. Und auch der schmeckt nicht nach Rauch.
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    SoGen reagierte auf GoldenTurtle in Amazon Tee und Zubehör   
    Ist das ein Haiku?
    Von wo weisst du jetzt, dass GrünteeGünther eine Katze hat?
    Oder meinst du er braucht es selbst?
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    SoGen hat eine Reaktion von GoldenTurtle erhalten in Amazon Tee und Zubehör   
    Ich fürchte, wir haben in Bezug auf Tee sehr unterschiedliche Vorstellungen von "etwas gutes". Ein freundlich gemeinter, grundsätzlicher Hinweis: guter Tee muss nicht unbedingt teuer sein, aber ein halbes Pfund "Erstklassiges chinesisches Da Hong Pao" für 8,67 € ist als Angebot in etwa so seriös wie eine Flasche "erstklassigen" schottischen Single Malt zum selben Preis. Für das Geld kriegst Du keinen guten Whisky und genau so wenig einen guten Tee, schon gar keinen erstklassigen. Das gilt auch für die angebotenen Pu Erhs.
    Zweifellos gibt es Leute, denen auch so etwas schmeckt (chacun à son goût ...) - aber auch welche, die das Zeug (falls sie es denn geschenkt oder sonstwie aufgedrängt bekämen) allenfalls als Badewasserzusatz verwenden würden. Es hat seine Gründe, dass "etwas Gutes" seinen Preis hat. Etwa das Verhältnis Angebot - Nachfrage oder dass wirklich gute Produkte auch einen entsprechenden Produktionsaufwand voraussetzen - und damit entsprechende Produktionskosten.
    Wenn 0,10€/g Deine Schmerzgrenze ist, dann ist das völlig in Ordnung. Dafür kriegt man durchaus etwas Trinkbares, wenn auch nicht in gehobener oder gar Spitzenqualität. Bei Amazon allerdings eher nicht.
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    SoGen hat eine Reaktion von GoldenTurtle erhalten in Amazon Tee und Zubehör   
    Ich fürchte, wir haben in Bezug auf Tee sehr unterschiedliche Vorstellungen von "etwas gutes". Ein freundlich gemeinter, grundsätzlicher Hinweis: guter Tee muss nicht unbedingt teuer sein, aber ein halbes Pfund "Erstklassiges chinesisches Da Hong Pao" für 8,67 € ist als Angebot in etwa so seriös wie eine Flasche "erstklassigen" schottischen Single Malt zum selben Preis. Für das Geld kriegst Du keinen guten Whisky und genau so wenig einen guten Tee, schon gar keinen erstklassigen. Das gilt auch für die angebotenen Pu Erhs.
    Zweifellos gibt es Leute, denen auch so etwas schmeckt (chacun à son goût ...) - aber auch welche, die das Zeug (falls sie es denn geschenkt oder sonstwie aufgedrängt bekämen) allenfalls als Badewasserzusatz verwenden würden. Es hat seine Gründe, dass "etwas Gutes" seinen Preis hat. Etwa das Verhältnis Angebot - Nachfrage oder dass wirklich gute Produkte auch einen entsprechenden Produktionsaufwand voraussetzen - und damit entsprechende Produktionskosten.
    Wenn 0,10€/g Deine Schmerzgrenze ist, dann ist das völlig in Ordnung. Dafür kriegt man durchaus etwas Trinkbares, wenn auch nicht in gehobener oder gar Spitzenqualität. Bei Amazon allerdings eher nicht.
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    SoGen reagierte auf GoldenTurtle in Amazon Tee und Zubehör   
    Yo mei, da würde ich jetzt viel eher z.B. einen Porzellangaiwan nehmen: sowas ... da hast du doch immerhin was gscheites davon.
    Entkoffeinierte Tees empfehle ich nicht, die werden gerne chemisch entkoffeiniert, da trinkst du mMn abends besser einen Kräutertee.
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    SoGen reagierte auf miig in Amazon Tee und Zubehör   
    Hallo @GrünTeeGünteer, da hast du dir echt Mühe gemacht!
    Nix gutes . Besonders Da Hong Pao ist einer der teuersten Tees, für den Preis ist er fast mit Sicherheit nichts.
     
    Ich kenn diesen Händler nicht, aber das Angebot lässt vermuten, dass man dort weiß was man tut. Die Tees sehen gut aus und die Preise realistisch. Die Chance, dass du dort guten Tee bekommst, ist viel höher. Die berühmten 10€ sind schon so eine Art Minimalbetrag - man kriegt schon auch manchmal deutlich günstiger guten Tee, aber oft auch nicht.
    Ein sehr ähnlich aufgebauter Händler ist Dragon Tea House. Ich vermute, dass Goartea von China aus verschickt - das kann länger dauern und ziemliche Umstände mit sich bringen. Mein Tip: Kauf doch Katzenstreu oder so etwas von deinem Amazon-Gutschein, und bestell lieber bei einem renommierten europäischen Händler. Davon dürftest du unterm Strich mehr haben.
  19. Like
    SoGen hat eine Reaktion von GoldenTurtle erhalten in Amazon Tee und Zubehör   
    Ich fürchte, wir haben in Bezug auf Tee sehr unterschiedliche Vorstellungen von "etwas gutes". Ein freundlich gemeinter, grundsätzlicher Hinweis: guter Tee muss nicht unbedingt teuer sein, aber ein halbes Pfund "Erstklassiges chinesisches Da Hong Pao" für 8,67 € ist als Angebot in etwa so seriös wie eine Flasche "erstklassigen" schottischen Single Malt zum selben Preis. Für das Geld kriegst Du keinen guten Whisky und genau so wenig einen guten Tee, schon gar keinen erstklassigen. Das gilt auch für die angebotenen Pu Erhs.
    Zweifellos gibt es Leute, denen auch so etwas schmeckt (chacun à son goût ...) - aber auch welche, die das Zeug (falls sie es denn geschenkt oder sonstwie aufgedrängt bekämen) allenfalls als Badewasserzusatz verwenden würden. Es hat seine Gründe, dass "etwas Gutes" seinen Preis hat. Etwa das Verhältnis Angebot - Nachfrage oder dass wirklich gute Produkte auch einen entsprechenden Produktionsaufwand voraussetzen - und damit entsprechende Produktionskosten.
    Wenn 0,10€/g Deine Schmerzgrenze ist, dann ist das völlig in Ordnung. Dafür kriegt man durchaus etwas Trinkbares, wenn auch nicht in gehobener oder gar Spitzenqualität. Bei Amazon allerdings eher nicht.
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  20. Like
    SoGen hat eine Reaktion von GoldenTurtle erhalten in Anfänger sucht Sencha , habt Ihr Tests - Liste als Richtwert   
    Bei 'Röstung' ist zu unterscheiden zwischen shaqing (殺青, wörtl. 'Töten des Grün') und beihuo ( 焙火, 'Rösten [über] Feuer). Shaqing ist das Stoppen enzymatischer Oxidation des frischen Blattgutes durch Erhitzung. Die Erhitzung kann durch kurzzeitiges Dämpfen (蒸青, zhengqing), durch 'Backen' (烘青, hongqing) oder durch 'rösten', also trockenes Erhitzen in Pfannen (炒青, chaoqing) stattfinden, grundsätzlich auch durch Besonnung (曬青, shaiqing). Durch chaoqing (was Du hier vermutlich mit 'Röstung' meinst) fixierte Grüntees schmecken nicht nach Rauch, auch wenn dabei andere Aromen entwickelt werden als beim zhengqing, häufig nussige oder in Richtung Kastanien gehende. Das passende Stichwort ist hier Maillard-Reaktion.
    Richtig ist, dass in China die Fixationsmethode des zhengqing während der Qing-Dynastie weitgehend durch (vorwiegend) chaoqing und hongqing abgelöst wurde, während in Japan noch hauptsächlich mit zhengqing gearbeitet wird. Das beihuo ist nun ein späterer Verarbeitungsschritt, der bei Grüntee in aller Regel gar nicht stattfindet. Eine bekannte Ausnahme ist etwa Hojicha - ein japanischer(!) Tee, der nach dem Dämpfen(!), Rollen und Trocknen auch noch geröstet wird. Und auch der schmeckt nicht nach Rauch.
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    SoGen hat eine Reaktion von Shibo erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    @Shibo: ein Kultivar, der in großen Höhenlagen (Dong Ding, Li Shan ...) hervorragende Ergebnisse bringt, mag zwar in mittlerer Höhenlage eine sehr frühe Pflückung zulassen - ob das dann allerdings ebenfalls solche Ergebnisse bringt, ist eine andere Frage ... Da fehlt dann wohl ein wenig die klimatische Herausforderung, die mE den Charakter eines Tees ganz wesentlich formt. Deine Vermutung, es könne sich da um ein Experiment handeln, scheint mir plausibel zu sein.
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  22. Like
    SoGen reagierte auf Shibo in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Heute war in der Shiboridashi: Ein taiwanesischer Grüntee aus der Januar(!)ernte 2019. Aus Ming Jian in Nantou, gelegen auf 350-400m über dem Meeresspiegel. Kultivar ist Qing Xin Gan Zhi. Bezogen habe ich den Tee via What-Cha. Letztes Jahr war es um diese Zeit in Nantou wohl bereits so warm, dass die Teepflanzen genügend Blätter für eine erste Ernte gebildet hatten.
    Das trockene Blattgut verströmt einen sehr angenehmen Duft von gebrannten Mandeln in Kombination mit frisch-vegetabilen Noten, die so auch bei einem guten Sencha vorkommen könnten. Eine schöne Überraschung.

    Auch die Aufgüsse selbst sind sehr aromatisch mit einem ähnlichen Profil. Im Mund fällt der Tee allerdings deutlich ab. Hier fehlt ihm Körper, Komplexität und überhaupt Kraft auf ganzer Linie. Ich habe in zwei Sessions mit verschiedenen Wassertemperaturen und Ziehzeiten experimentiert, doch der Tee bleibt lasch und besitzt zudem leider eine gewisse salzige Seifigkeit, die den Geschmack dominiert. Außer ein paar floralen und ganz entfernt nussigen Noten gibt es an dieser Front leider nicht viel Positives zu berichten.

    Eine so große qualitative Diskrepanz zwischen Aroma und Geschmack ist mir bis dato noch nicht untergekommen. Aufgrund des Erntezeitpunkts muss man den Tee möglicherweise als Experiment einordnen und meine Erwartungen waren dementsprechend auch nicht sonderlich hoch. Nach dem schönen ersten Eindruck, fand ich es dann aber doch etwas schade, dass der Geschmack so zu wünschen übrig lässt. Einer der schwächsten Tees, die ich bisher von What-Cha probiert habe.
    P.S. Die Schale von Jiri Duchek macht sich super mit grünen Tees. Ich freue mich schon auf die Shincha Saison

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    SoGen hat eine Reaktion von Shibo erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Sicher ein verführerischer Gedanke - aber bei realistischer Einschätzung nicht umsetzbar. Bin nicht mehr der Jüngste und auch nicht der Gesündeste und habe überdies eine Frau, der es ähnlich geht. Da ist man dann auch aufeinander angewiesen. Im Moment richtet sich unser Ehrgeiz auf eine Frühlingswoche in Venedig (da muss man halt hin, so lange es noch steht ...) mit Besuch des Teatro La Fenice (es wird natürlich Verdi gegeben, Rigoletto). Ist zwar deutlich unspektakulärer, aber sicher auch weniger stressig ...
    On topic: heute (natürlich) wieder der Autumnal vom Lu Shan in der Tasse. Hat eine in der Aufgussfolge zunehmend deutlicher hervortretende "silbrige" edelbittere Grundtönung (neige sonst eher nicht zu Synästhesien). Kräftiger 'Minzeffekt' auf der Zunge (mit Pfefferminze nicht geschmacklich, aber hinsichtlich des kühlenden Effekts vergleichbar). Als Autumnal hat er erwartungsgemäß weniger 'Kanten' (aber auch weniger Struktur) als eine Frühlingspflückung. 'Spitze' Noten (bei billigen Yun Wus die Regel) sind bei einem top grade natürlich ohnehin nicht zu erwarten; die erwähnte bittere Grundtönung ist weich und harmonisch in breite, vegetabile Aromen eingebunden. Die Herbstpflückung macht bei einem Tee dieses Stils durchaus Sinn ...
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    SoGen hat eine Reaktion von Shibo erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Sicher ein verführerischer Gedanke - aber bei realistischer Einschätzung nicht umsetzbar. Bin nicht mehr der Jüngste und auch nicht der Gesündeste und habe überdies eine Frau, der es ähnlich geht. Da ist man dann auch aufeinander angewiesen. Im Moment richtet sich unser Ehrgeiz auf eine Frühlingswoche in Venedig (da muss man halt hin, so lange es noch steht ...) mit Besuch des Teatro La Fenice (es wird natürlich Verdi gegeben, Rigoletto). Ist zwar deutlich unspektakulärer, aber sicher auch weniger stressig ...
    On topic: heute (natürlich) wieder der Autumnal vom Lu Shan in der Tasse. Hat eine in der Aufgussfolge zunehmend deutlicher hervortretende "silbrige" edelbittere Grundtönung (neige sonst eher nicht zu Synästhesien). Kräftiger 'Minzeffekt' auf der Zunge (mit Pfefferminze nicht geschmacklich, aber hinsichtlich des kühlenden Effekts vergleichbar). Als Autumnal hat er erwartungsgemäß weniger 'Kanten' (aber auch weniger Struktur) als eine Frühlingspflückung. 'Spitze' Noten (bei billigen Yun Wus die Regel) sind bei einem top grade natürlich ohnehin nicht zu erwarten; die erwähnte bittere Grundtönung ist weich und harmonisch in breite, vegetabile Aromen eingebunden. Die Herbstpflückung macht bei einem Tee dieses Stils durchaus Sinn ...
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    SoGen hat eine Reaktion von GoldenTurtle erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    @nannuoshan: der Sinn des Zitates von @GoldenTurtles Anfrage erschließt sich mir nicht so recht - da fehlt vermutlich noch was? Ich möchte mich jedenfalls der Anfrage anschließen und ebenfalls Interesse bekunden. Für mich ist der Lu Shan 'locus classicus' des Yun Wu (was ja im Wesentlichen lediglich eine Form des Kleinklimas beschreibt) und ich wäre durchaus interessiert zu erfahren, was andernorts aus solchen Anbaubedingungen herausgeholt werden kann - zumal der von @GoldenTurtle eingestellte Link auf eine deutlich andere Verarbeitung als im Lu Shan hinweist. Andererseits ist Fujian für mich mit seinen Ooolongs aus Anxi (wo es ja auch nicht nur Tie Guan Yin gibt) und Wu Yi sowie den Weißen aus Fuding ziemlich abgedeckt. Hinsichtlich Grüntee für mich ein großer weißer Fleck auf der Karte. Um mein Interesse ein wenig zu begründen ...
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