xióngmāo

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  1. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bokuryo 2018 Spring NanNuo BaMa GuShu Duftet wunderbar aus dem Gaiwan nach Honig, würzig, etwas blumig. Während den ersten Aufgüssen zeigt er auch genau das im Geschmack, sowie Säure und fruchtiger Geschmack von Passionsfrucht und Heu. Er wird intensiv, wenn etwas länger gezogen und recht schnell leicht bei kurzen Aufgüssen. Die längere Ziehzeit quittiert er mit einer nicht zu intensiven, aber auch nicht allzu beeindruckenden Bitterkeit und Adstringenz. Nach 5-6 Aufgüssen wird er relativ abrupt ein gutes Stück dünner, oder ist es das etwas abgekühlte Wasser? Mit wieder erhitztem Wasser erholt er sich, lässt aber über die folgenden 2 Aufgüsse dann doch wieder nach. Gefiel mir ganz frisch noch besser, weil intensiver, oder Tagesform von Tee, Mensch bzw. Gedächtnis spielen ihr Spiel - es bleibt aber ein angenehm zu trinkender Sheng.
  2. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bei mir gab es den Changtai Yu Pu Zhi Dian 2003. Nach meinem Rückblick auf das Teejahr 2018, habe ich meine beiden Schlussfolgerungen aus 2018 genommen und für mich mal frisch hinterfragt. Deswegen wanderte heute besagter Tee in den Gaiwan. Was kam war staubige Erde, Leder, altes Papier und etwas Menthol, zu dem sich bei langen Aufgüssen die Bitterfruchtigkeit von Apfelschalen gesellte, und zunehmend getrocknete Aprikosen, Kräuter, sowie auch Süße sich hervortrauten. Manchmal hat man den Eindruck dass sich der Vorhang soweit hebt, dass man gerade erahnen kann, wie der Tee noch vor der Übernahme der tiefen Töne geschmeckt haben muss. In diesem Momenten gefällt mir der Tee am besten. Für mich trifft der Tee mein Verständnis von semi-aged, mit eben jenem Geschmacksprofil, das deutlich tiefentöniger ist, ein gewisses Alter schmecken lässt, aber dennoch noch Bitterkeit herauskitzeln lässt. Die hohen Töne fehlen bis auf leichte Anklänge, jung ist er nicht mehr - verschlossen ist er auch nicht (mehr), ebenso dominiert nicht mehr das junge Geschmacksprofil. Meine Vorbehalte was das von mir undifferenziert als „zu weich“ eingestufte Profil (vielleicht trifft es eher „stark tieftönig dominiert“), der mir bisher bekannten semi-aged Pu Erhs, sind ein wenig relativiert. Trotzdem, die hohen Töne, die hier fast gänzlich ausbleiben, runden für mich (im Moment) dann doch irgendwie auch ein Geschmacksprofil noch ab.
  3. Teejahr 2018

    Dann will ich mich mit meinem Teejahr 2018 mal einreihen. Für preislich nicht außerordentlich herausstechende Tees habe ich vorerst eingestellt Samples zu bestellen. Das hat zwar zu einer Inflation der Cakes geführt, aber es scheint mir interessanter einen Pu über viele Sessions und über die Zeit zu trinken und kennenzulernen. Ich weiß nicht ob sich das halten lässt, denn bereits jetzt ist deutlich mehr Tee-Zuwachs als Verbrauch da. Vorerst bleibt der Cake mein Sample - mal sehen. Mittlerweile kann ich einordnen, dass ich einfach gerne noch recht frische Pus trinke. Deutliche Bitterkeit sowie Noten von Heu und junger Süße kann mir einfach durchaus sehr gefallen. Einige ältere Pus, die ich probiert habe, waren mir zu weich, auch wenn einiges dabei war, das zu begeistern wusste. Und auch unter Huang Pians habe ich mehr finden können, das gefällt, als ich gedacht habe. Tees im Detail, die mir in Erinnerung sind der Zheng Si Long - 2016 Man Lin, weil er schrecklich stimmig ist, der Yunnan Sourcing Big Snow Mountain 2016, weil er ein wunderbares PLV für einen wirklich tollen Daily Drinker hat und ein Lao Man E Huang Pian von 2018 von Crimson Lotus Tee (Stone Lion), weil er eine so durchdringende und facettenreich umschmückte Bitterkeit hat.
  4. Teejahr 2018

    Moin zusammen, mir ging heute mein persönliches Teejahr 2018 durch den Kopf; Tees, die auf ihre Art besonders waren, weil besonders gut oder weil sie einfach etwas neues waren und Tees, die ein erstaunliches PLV hatten, solide Daily Drinker und sowas wie tolle Tee-Momente, weil Moment, Ort etc. und Tee einfach zusammen passten. Was waren aus Eurer Sicht die Tees, die Euer 2018 am maßgeblichsten geprägt haben?
  5. Honig rein während er zieht?

    Don't feed the troll ...
  6. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute habe ich nach längerer Zeit wieder den Changtai Xi Pu Yuan 2005 herausgekramt, und mal wieder habe ich es nicht bereut. Über die Aufgüsse hinweg wechselt sich in Aroma und Geschmack die Fruchtigkeit und leichte Bitterkeit welche das Kauen auf einer Schale eines leicht säuerlich-süßlichen Apfels mit sich bringt, ein wenig getrocknete Aprikose, frischer Regen auf einem mit etwas Kies befestigten gewärmten Waldweg, sowie Holz mit etwas Minze und Waldpilzen ab; nichts davon ist wirklich übermäßig stark hervortretend, aber mit wechselnden Ziehzeiten und fortschreitenden Aufgüssen abwechselnd intensiv. Der Abgang erinnert mich an das Gefühl, welches einen überrascht, wenn man beim Wandern durch den Wald etwas unerwartet an eine Lichtung kommt.
  7. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute hat der Xiaguan Baoyan 2007 den Weg zu mir gefunden. Ein harter Brocken, der schwer zu zerkleinern ist ohne Pulverstaub zu erzeugen. Schön ist, dass er vollkommen meinen Erwartungen entspricht, soweit vorhanden. Intensiv, bitter, ein bisschen Reife - deftig. Ein Maul voll Tee würde ich sagen, genau richtig wenn es einfach mal kräftig Tee sein darf. Der war dann auch fast ganz frei von Werbesprech mit "krude" und "zutiefst stimmig" ganz treffend beschrieben von @chenshi-chinatee
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zum Frühstück hat sich mein Magen über den white2tea smoove cocoa gewundert. Man mag davon halten, was man möchte, aber die geschmacklichen Assoziationen, die white2tea mit den Produktbenennungen auslöst, scheinen, zumindest bei mir, eine Erwartungshaltung zu erzeugen, die sich mit dem Ergebnis in der Schale deckt. Dieser Shou zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er in der Textur her samtig wie ein Kakao daherkommt und danach auch noch einen leichten Geschmack von rohem Kakaopulver hinterlässt. Für einen Versuch, ob dies auch ohne die namentliche Suggestion ebenso geschehen wäre, ist es jetzt wohl zu spät. Sonst passiert gar nicht mal viel mehr, etwas Süße, etwas holzig vielleicht, aber alles recht unterdrückt. Nur zahlt alles, das wirkt, genau auf die Erfüllung der Erwartungen ein. Der Mini-Cake löst sich erfreulich schnell und gut nach dem ersten Spülvorgang an, und im zweiten Aufguss auf. Der Geschmack hält 6-7 Aufgüsse bei voller Stärke und weckt Lebensgeister eher wie starker Kaffee. Lässt sich entspannt trinken, nur der Magen wundert sich, dass ein reifer Pu so aggressiv daher kommt - hier fehlt offensichtlich die entsprechende Suggestion in der Benennung ...
  9. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Diesen Sheng habe ich bei einem Besuch bei Nannuoshan mitgenommen; vor Ort hat er mir bereits gefallen. Das Geschäft, die Beratung und Unterhaltung sowie Ungezwungenheit dort habe ich noch sehr positiv in Erinnerung. Da allerdings eine Dosage von 3g nicht so meinen Gewohnheiten entspricht, musste nochmal eine Probe mit heim genommen werden. Mit guten 5g auf ca. 80ml ging es dann heute dort weiter, wo es vor ein paar Wochen aufgehört hatte. Trocken riecht er wie Tabak ohne Rauch - und am ledrigen riechenden Dampf aus dem Kännchen kann man schon etwas länger schnuppern. Etwas wie verkochtem Suppengemüse und von vertrockneten Orangenschalen, die das zitrusartige verloren haben und mehr noch leicht und dumpf fruchtig sind, kommt einem noch geschmacklich entgegen. Insgesamt schon recht mild, und an der Grenze, an der sich ein wenig der Geschmack eines leichten Alters bemerkbar macht. Die Wirkung ist trotz reichlicher Aufgüsse eher ziemlich entspannend - inklusive kribbelnder Massage der Hirnrinde und dem Gefühl endlich mal so richtig scharf sehen zu können ... oder es handelt sich um eine Wechselwirkung mit dem Wochentag.
  10. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Nachdem ich nun so einige Stücke von Petr Sklenička eine Zeit lang bestaunt habe, hat er auch bei mir Einzug gehalten. Dazu trifft die Black Friday Beute Tropfen für Tropfen ein; ein Hauch von Bescherung.
  11. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Wie passend, es schneit. Und in der Kanne ein Sheng von white2tea - der Black Friday Deal Snoozefest 2018. Beides lässt sich um den Begriff Hassliebe einreihen. Die Qualität der bisherigen Stichproben von white2tea gefiel mir recht gut; jeweils mit preislich angepasster Erwartungshaltung. Anstrengend ist es, zu versuchen, sich vom Marketing der Tees abzuschirmen und zu versuchen objektiv zu bleiben. Eigentlich weiß ich schon ganz gerne, wo mein Tee herkommt … und eigentlich zählt doch auch nur die Qualität. Schmecken tut er, auch wenn ich ihn eigentlich noch länger vorm ersten probieren liegen lassen wollte. Vegetal, Malzig, hopfig-floral, leichter bis mittlerer Körper, schon bitter, aber nicht unangenehm in der Intensität, vielleicht einfach bisschen mehr, als er bräuchte, weil er auch recht schnell ziemlich trocken wird. 15$ für 200g würde ich auf keinen Fall bereuen. 40$ „eigentlicher“ Wert sind auch nicht abwegig tariert. Weniger nachdenken, mehr einfach nur Tee genießen nehme ich mit.
  12. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zum innerlichen Auftauen, während gleichzeitig draußen der Frost die Flora eingedeckt hält, gab es den Iron Forge 2014 von Crimson Lotus; ein Huang Pian Shou aus Yiwu. Optisch grüßen große, eher dunkel-bräunliche Blätter, dunkelrote Brühe wie ein dichter Spätburgunder. In der Nase überwiegend Veilchen und nasses Holz. Geschmacklich erdige Veilchen, dann mehr und mehr Umami, mineralisch, recht voll. Eine kräftig gekochte Brühe mit Veilchen und Erde, umgerührt mit etwas Waldholz. Wird wahrscheinlich erstmal in den kommenden Tagen mein morgendlicher Entfroster bleiben.
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Endlich blieb mal Zeit und Ruhe für den Zheng Si Long - 2016 Man Lin... Letztendlich blieb danach noch mehr Ruhe und das Gefühl spürbar sinnvoll investierter Zeit, als die Bitterkeit über die Zwischenstation Würzigkeit scheinbar ewig mit moderater Süße nachhalte. Schön war auch, dass einem die die Pupillen nicht nach innen knickten nach den Aufgüssen.
  14. Einstieg in den Teegenuss

    Schöner Einkauf. Ohne den Tee zu kennen, würde ich am ehesten versuchen die Temperatur beim Sencha mal runterzufahren. Ich brühe meine meistens nur mit 60-70 Grad, je nach Sencha. Entweder messen oder ne gewisse Zeit lang stehen lassen. Von der Ziehzeit bin ich bei Sencha sonst auch bei 1-2 Minuten Ziehzeit; allerdings bei niedrigerer Temperatur. Weiterhin guten Genuss