xióngmāo

Neue-Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    50
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  1. Anmeldungen für die Teezui 7 in Kassel

    Ich muss leider aufgrund von privaten Umständen absagen, auch wenn ich mich sehr gefreut hätte, teilnehmen zu können.
  2. Hallo aus Deggendorf

    Willkommen im Forum!
  3. Teekanne aus Steingut für Anfänger -> Beratung

    Kann leider wenig dazu sagen, was das Material dieser Kanne geschmacklich mit dem Tee macht. Allerdings würde ich wahrscheinlich eher zwischen den Anlässen für große Brühmengen in einer derartigen Kanne für 2 oder mehr Personen und dem Herantasten an guten Tee unterscheiden. Das Probieren guten Tees würde ich eher in kleineren Mengen, mit mehreren wiederholten Aufgüssen sehen. Da ist das Volumen der Kanne schon ziemlich groß für. Für die Experimente mit gutem Tee wäre vielleicht eine deutlich kleinere Kanne (100-200ml) oder ein Gaiwan eher was. Was Teebeutel angeht glaube ich, dass es sich, egal welche Sorte darin gefangen wurde, fast immer um Welten handeln wird, was den Unterschied zu losem Tee angeht. Soll heißen, wegen Teebeutel-Erfahrungen würde ich erstmal keine Teesorte abschreiben. Und dann wäre selbst bei losem Tee noch auf Wassertemperatur und Ziehzeit zu achten; auch das macht da dann noch einen wesentlichen Unterschied. Viel Erfolg beim finden des richtigen Equipments
  4. Gefühlt würde ich auch annehmen, dass man auf natürliche Weise kaum heißer als 60°C trinken würde. Mit der Studie erklärt sich mir auch etwas besser, warum man Scott von Yunnan Sourcing in den letzten Videos immer mal wieder demonstrativ die Temperatur in der Schale vor dem Trinken messen sieht. Nicht wirklich entspannt genug, um als dauerhafte Maßnahme herzuhalten, aber vielleicht mal zum Überprüfen und "Normen" nicht verkehrt, wenn man darauf Rücksicht nehmen mag.
  5. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Eine Mischung aus entspanntem Sonntagmorgentee, Tee-Kennenlernen und Experiment gab es heute früh mit dem 2003 Long Yuan Hao Meng Song Gu Shu. Ein angenehm, entspannter Tee, der rustikale „ländliche Aromen“, oder anders geschrieben, Bauernhof / Stall-Aromen mit einer an aschigen Torfrauch erinnernde Noten sowie Euykalyptus, altem Buchpapier und einem Hauch von oxidierter Bananenschale mischt. Mitten hinein in diese Geschmackswelt mischt sich manchmal eine leichte und für mich schwer zu definierende Säure. Ein Aspekt des experimentierfreudigen Anteils war, den Tee, nach bisherigen Wasserkocher-Sessions, mal Tetsubin-Wasser auszusetzen, um ein besseres Gefühl für das ob und wie der Wirkung von Tetsubin-gekochtem Wasser zu bekommen. Ein zweiter Aspekt war der Versuch, den Tee, nach der Zubereitung in der Jian Shui Kanne, sowohl aus der Tonschale von Jiri Duchek als auch aus der Porzellanschale gegeneinander zu probieren. Der Tee kam geschmacklich bei mir in beiden Varianten deutlich verschoben ins hohe Geschmackstonspektrum an, was mir sehr zusagt. Der Unterschied zwischen Ton- und Porzellanschale schien mir dann auch nochmal die letzte Feinstellschraube für das Geschmacksspektrum zu sein. In Porzellan war es noch ein Stück höher, klarer und das Wenig an vorhandener Säure betonend. Im Ton dann etwas breiter, für mich insgesamt noch harmonischer mit der Verschiebung durch das Tetsubin-Wasser in höhere Töne und dem Weichzeichnen in der Schale.
  6. Alter Tee ist ...

    Vorab, der folgende Text schildert eine Momentaufnahme, ein Work in Progress, unter der Kenntnis von begrenztem, akkumuliertem Teewissen, und noch dazu, unerhörter Weise, einen äußerst subjektiven Eindruck. Ich vermute, dass sich das über viele Jahre als Vorspann eigentlich immer voranführen lässt, oder aber auch gleich ganz weglassen. Des Weiteren habe ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen; im Gegenteil, es fühlt sich oft an, als würde ich mit der kleinen Kuchengabel ein paar Brösel vermeintlicher Weisheit aufsammeln, von denen ein beträchtlicher Teil zwischen den Spießen durchrieselt, um dann Jahre später erst in den Couchrinnen der Erinnerungen wiedergefunden zu werden. Genug Abschweifungen, ohne Umschweif nun der Frevel, den ich hiermit an die Beitragstür nageln werde: Alter Tee ist und bleibt ... alter Tee. Um dem ungehörten Skandal in dieser Aussage nochmal aufs Pferd zu helfen: Für mich verliert gereifter Pu Erh prinzipiell ebenso viel, wie er gewinnt. Als unwissender Westler darf ich das ohnehin behaupten, und noch dazu fühle mich vom wohlig wärmenden Strom aus westlichem Marketingflausch auch richtig davon getrieben in meiner Welt. Und noch viel Schlimmer ... was bleibt mir denn anderes übrig, ohne mich zu ruinieren? Und um jetzt wieder etwas die Schärfe aus dem Gesagten zu nehmen, nochmal etwas rationaler eingeordnet in die Bildbände meiner Geschmacksbilbliothek: Ich weiß den Geschmack von gereiftem Pu Erh, soweit ich bisher welchen probieren konnte, den Koryphäen des Elements sowie Pu Erh Allwissende aus Gegenden Chinas, die nach mindestens mehreren Jahrzehnten Reifezeit verlangen, noch als Aged oder Semi-Aged zulassen würden. Allerdings ist der springende Punkt in meinem Widerwillen himmelhochjauchzend in den Lobesgesang alten Shengs oder einfach nur kopfnickend in das Mantra des Alt ist besser einzustimmen, eben der, dass da eben im Alten Tee so viel weniger in Wilde Richtungen entspringt. Es ist herrlich in die Welt der Aromen von Leder, altem Pergament, Herbstlaub, Kampfer und Krypta-Weihrauch Mystik einzutauchen. Aber auch wenn es hier durchaus große Unterschiede gibt, und manchen Tees das Aufstoßen der Pforte in diese Hallen des gereiften Geschmacks verwehrt bleiben mag, im Grunde bleibt für mich diese Geschmackswelt der große Gleichmacher der ungestümen Vielfalt eines lebendigen und faszinierenden Guts, wie es junger und älter werdender Sheng nunmal sein kann. Da sprießt aus der Jugend des Tees so viel Herkunft, Terroir, Weisheit und Perfektion der Verarbeitung, gewollte Beeinflussung von natürlicher Entwicklung des jungen Tees, ungestüme Bitterkeit und erstaunliche Süße, dass es mir schwer fällt eine ähnliche Vielfalt in den reifen Jahren zu finden. Das hat mitnichten mit Komplexität in meiner Wahrnehmung zu tun, die noch eher steigen kann, aber nicht muss. Es hat mit Vielfalt zu tun, die sich auf einen engeren geschmacklichen Bereich einengt mit dem Alter. Die geschmacklichen Diskussionsrunden des Alters sind über die Vielfalt der Jugend im Vergleich doch in engerer Runde verbunden. Höre ich mich richtig, ist alt jetzt schlechter als jung? Das frage ich mich kopfschüttelnd. Ich habe mit Interesse wahrgenommen, was James von TeaDb dazu zusammenfassend aus Zhang Jinghongs Puer Tea: Ancient Caravans and Urban Chic vorzutragen hat. Konsequenterweise hat sich jenes Buch auch ganz oben auf meinen eigentlich nach First Come First Served abzuarbeitenden Buchturm zu Babel gemogelt. Kurz gesagt, scheint es durchaus auch im Reich der Mitte diverse Meinungen dazu zu geben. Auf die unterschiedlichen Meinungen und korrespondierenden Gruppierungen und die Frage, ob das bei Tee-Farmern eine freiwillige Entscheidung zu jung Getrunkenem ist, das Diktat der Erfahrenen es andersherum vorgibt, oder es bei erst jüngst erschlossenen Zielgruppen schlichtweg Unwissenheit sein muss, gehe ich nicht weiter ein, weil mir die Buchstaben ausgehen und ich es gerade ohnehin hinreichend getan habe. Nun dann, ich lasse mich gerne von weiteren Tees, insbesondere gereiften, auch weiter vom Gegenteil überzeugen. Ich glaube aber in meinem Zustand der augenblicklichen Überheblichkeit nicht daran, dass es so leicht machbar wird. Vielmehr scheint mir das momentan mit dem gereiften Tee vielmehr so zu sein, wie mit dem Leben und der Weisheit an sich, ganz pathetisch, ganz allegorisch, ganz überheblich. Trinke ich jungen Tee, so bewundere ich all die Kraft und frühen Mut und Vielfalt, die er mit sich bringt und erwische mich dabei, daran zu denken, wie er sich wohl weiterentwickeln mag, über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Trinke ich älteren Tee, bin ich begeistert, ob der gesetzten Weisheit und manchmal überrascht, ob der festgefahrenen Engstirnigkeit und frage mich, mit Wehmut, wie er wohl jung war und was da noch alles dahinter steckte und was ihn zu dem gemacht hat, das er ist. Ich frage mich, was seine Lebensgeschichte ist und denke mir Geschichten aus, weil ich sie nicht kenne. Was ich mir noch ausmale ist, einen Tee über Jahre zu trinken, und diese Geschichten zu erleben, die frühe Überheblichkeit und lauten Töne, die Wehmut der vergangenen Jugend und den Stolz auf das gelungene älter werden zu kennen und das Erreichen gesetzter Weisheit zu verstehen. Und das bringt mich zu meiner These: Alter Tee ist Alter Tee. Umgekehrt gilt das auch. Mit einem Tee zu Altern, das ist großes Kino. Was soll ich jetzt schon in Wehmut verfallen, indem ich mein Tee-Budget überschwänglich für Weisheit ausgebe, über die ich nur fabulieren kann. Und wie das so ist, mit solchen Erkenntnissen, sind sie meist nicht die Bits Wert, in denen sie geschrieben sind.
  7. Anmeldungen für die Teezui 7 in Kassel

    Wenn möglich, wäre ich am 22.06. gerne dabei.
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bei mir hat sich heute der Hai Lang Hao „Star of Bu Lang“ 2008 mit ca. 6g auf irgendwas zwischen 80 und 100ml in den Gaiwan begeben. Es war ein interessantes erstes Kennenlernen. Es fing an mit einer deutlichen Tabaknote, die von einem säuerlichen Ton begleitet wurde - eine Kombination, die ich an bisher getrunkenen Shengs aus Bada gemocht habe habe. Dann war da eine deutliche Holznote, Herbstlaub, alte Buchseiten in einer Krypta und auch noch etwas Lagerfeuer, das gar nicht da sein dürfte. Während der Tee kaum wirklich bitter zu kriegen ist, sind noch manch medizinische Anklänge vorhanden. Und etwas algig wird es zwischendrin. Sehr schön ist die lang bleibende Süße, die relativ bald einsetzt und etwas nussiges, das langsam mit der Süße verhallt. Während all das, gerade auch im Wechsel der Geschmacksnoten, durchaus gefallen hat, hätte ich mir gewünscht, dass da etwas mehr Körper im Geschmack wäre … mehr Volumen … mehr Wumms … mehr Lametta. Oder sind es auch mit wieder die „hohen Noten“, die mir zur Perfektion fehlen. Mal wieder keine eierlegende Wollmilchsau? Noch sind ja etwas weniger als 20g da, um einzuschätzen, ob sich ein Kuchen lohnen kann.
  9. @Paul Vielen Dank für diesen tollen Tipp - wurde von mir soeben, nach kurzem Einschmökern, im Rahmen eines freudig getätigten Impulskaufs bestellt.
  10. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Die Lieferzeit war erstaunlich kurz - am 18.01. (Freitag) abends bestellt. Am darauffolgenden Montag versandt und jetzt nach anderthalb Wochen eingetroffen. Probiert habe ich leider noch nichts davon. Ich muss mich leider damit anfreunden, dass ich ab Nachmittags lieber darauf verzichte noch ne Session zu machen, weil ich sonst unweigerlich in der Nacht jede Menge Zeit habe noch viel über den (hoffentlich) leckeren Tee nachzudenken, während ich schlaflos bleibe. Aber nun gut, man sagt der Vorfreude ja tolle Eigenschaften nach.
  11. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Grundsätzlich war ich auf der Suche nach einer netten Auswahl an etwas älterem Sheng in interessanten Sample-Größen, die dann preislich auch verhältnismäßig vertretbar bleiben sollten. Die Suche hat mich dann zu Camellia Sinensis geführt. Ich habe gerade nochmal nachgeschaut; ich habe für die Samples dort umgerechnet 9,60€ Versand gezahlt. Bei um 30€ wäre ich dem sicher ferngeblieben. Weiß nun allerdings nicht, wie das mit größeren Bestellmengen dann skaliert.
  12. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Der Heimweg durchs Schneegestöber hat sich heute mehrfach gelohnt - 3 zu ziemlich unterschiedlichen Zeitpunkten bestellte Lieferungen aus Kannada und China haben es am gleichen Tag zu mir geschafft. Dabei sind: Yunnan Sourcing 2004 „Millennial Old Tree“ Big Snow Mountain Mengku 2006 Changtai Tian Xia Tong An 2007 Bo Nan Mountain „Yun Wu Yuan Cha“ 2007 CNNP „8891“ Red Label 2007 Xiaguan „FT“ #4 2008 Hai Lang Hao „Star of Bulang“ 2011 Yunnan Sourcing Ba Da Mountain 2014 Yunnan Sourcing Impression 2015 Yunnan Sourcing Impression 2018 Yunnan Sourcing He Kai Camellia Sinensis 1983 Menghai 1998 Menghai 7542 2007 Lao Ban Zhang 2009 Bada Shan Du Yun Mao Ytan (Gratis-Sample) Dragon Tea House 2003 Long Yuan Hao Wild Yiwu Mengsong Da kommt reichlich Probier-Vorfreude auf und ein wenig Verzweiflung, womit bloß anfangen?
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Helmi das sieht in der Tat köstlich aus Wenn das mal keinen Bestellreflex triggert.
  14. Danke für den Hinweis und die Erläuterungen. Weniger heiße wakeup-Gänge klingen nachvollziehbar, das ist mal einen Versuch wert; bin gespannt. Nebenbei: Im ersten Video lässt sich die automatische Übersetzung mit deutschen Untertiteln aktivieren - schon erstaunlich, was man da dann so erfährt
  15. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Bokuryo 2018 Spring NanNuo BaMa GuShu Duftet wunderbar aus dem Gaiwan nach Honig, würzig, etwas blumig. Während den ersten Aufgüssen zeigt er auch genau das im Geschmack, sowie Säure und fruchtiger Geschmack von Passionsfrucht und Heu. Er wird intensiv, wenn etwas länger gezogen und recht schnell leicht bei kurzen Aufgüssen. Die längere Ziehzeit quittiert er mit einer nicht zu intensiven, aber auch nicht allzu beeindruckenden Bitterkeit und Adstringenz. Nach 5-6 Aufgüssen wird er relativ abrupt ein gutes Stück dünner, oder ist es das etwas abgekühlte Wasser? Mit wieder erhitztem Wasser erholt er sich, lässt aber über die folgenden 2 Aufgüsse dann doch wieder nach. Gefiel mir ganz frisch noch besser, weil intensiver, oder Tagesform von Tee, Mensch bzw. Gedächtnis spielen ihr Spiel - es bleibt aber ein angenehm zu trinkender Sheng.