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Anima_Templi

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    Anima_Templi reagierte auf Macarona für ein Blogeintrag, 8. Erkundung Sencha   
    Dieses Mal habe ich mir einen einfachen Japanischen Sencha von dem Tee und Feinkostgeschäft aus meiner Nähe vorgenommen.

    Der Sencha kostet 5,40 € pro 100g und stammt laut dem Etikett aus der ersten Ernte und ist feinherb.
    Den habe ich eigentlich als Basis Sencha für Kaltaufgüsse im Sommer vorgesehen, tja jetzt ist schon nasskalter Herbst.

    Ich habe letztens festgestellt das Tees bei 10 Grad Celsius Temperaturunterschied schon sehr unterschiedlich schmecken können, wenn sich geschmacklich etwas geändert hat,
    werde ich es drunter schreiben. Senchas werde ich standardmäßig erst mal mit 60 Grad Celsius aufgießen und später nochmal mit 70 Grad Celsius.
     
    Meine Erwartung an den Sencha ist das es etwas süßlich schmeckt, was bei Senchas mit niedrigerer Temperatur häufig ist.
    Senchas sind in der Regel erst bei höheren Temperaturen herber und nicht mehr süßlich wie ich bei dem einen Japan Sencha von TG festgestellt habe,
    bei dem stand auch 1 min und 90 Grad als Empfehlung drauf.
    Jetzt zurück zu dem aktuellen Sencha bei diesem steht eine Empfehlung von 80Grad und 2-3 min und einen Teelöffel pro Tasse.

    Als Aufgussgefäß verwende ich mein weißes Porzellan Kännchen mit ca. 150ml und das Doppelte an Sencha als für meinen Gaiwan also ca. 2-3g je nach Blattgut.

    Das Aussehen des Blattguts:
    Ziemlich viele große längliche Stücke und auch einiges an kleineren Bruch, keine ganzen Blätter.
    Ein kleines Aststück war auch dabei. Das Blattgut hat eine gute dunkelgrüne Farbe.

    Geruch des trockenen Blattguts:
    Das Blattgut riecht nach feineren grünen Tee mit etwas weißer Schokolade.
    Geruch des Feuchten Blattguts:
    Sehr nach weiße Schokolade mit ein bisschen grünen Tee, etwas Nougat im Hintergrund und irgendwie etwas würzig

    Ich verwende 2,5g, weil das Blattgut nicht ganz so kleinteilig ist und weil es einiges an groben Bruch hat und dadurch wird die Aromen nicht ganz so intensiv wie beim kleinteiliger Tee der eine größere Oberfläche hat über die mehr Aromen ins Wasser übergehen.


    1 Aufguss 1min mit 15 Sekunden, nur 1 min sah mir zu hell aus.
    5 kleinere Blattteile sind beim Gießen rübergekommen und etwas kleinere Partikel sind auch noch in der Schale gelandet.
    Der Tee sieht gelblich und minimal in Richtung orange aus.
    Der Tee schmeckt nach nicht ganz so feinen Grüntee und die weiße Schokoladennote ist sehr im Hintergrund und der Tee ist nur ein bisschen süßlich.
    Erinnert mich an eine Mischung aus Joongjak plus mit ein bisschen Sencha von TG und im Hintergrund weiße Schokolade.
    Die letzten paar Schlucke mit dem Teesatz sind etwas herber

    2. Aufguss 20Sekunden
    etwas intensivere Farbe und mehr kleinen Partikel in der Schale und 3 etwas größere Blattstücke
    fast wie vorher nur minimal herber und grasiger und etwas Astrigentz im Nachhall.

    3. Aufguss 30 Sekunden
    viele kleine Partikel und keine größeren Blattstücke
    Tee ist diesmal geschmacklich etwas gröber und die weiße Schokolade lässt sich nur noch erahnen.
    Sonst wie vorher.

    4. Aufguss 40 Sekunden
    weniger kleine Partikel als zuvor und nur ein gröberes Blattstück
    es geht jetzt in die Richtung als hätte der Tee etwas Feuchtigkeit abbekommen und diese Geschmacksnoten kommen bei den späteren Aufgüssen immer mehr raus in der Regel
    und bei Tees mit Feuchtigkeitsschaden gibt es diese Noten schon bei dem ersten Aufguss.
    Intensität der Aromen hat schon etwas nachgelassen.

    5 Aufguss 1min 20Sekunden
    Die Feuchtigkeits- und Grasnoten sind stärker geworden und der Aufguss schmeckt kaum noch nach Grüntee


    Dieser Tee ist ein interessanter Alltagstee der zwischen Joonjak mit etwas TG Japan Sencha und eigenen Noten ist und später in Richtung Nebeltee geht.
    Ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als nur zum nebenher trinken wäre hilfreich, um manche Nuancen nicht zu übersehen.
    Die Nuancen sind aber nicht so fein und kompliziert das diese volle Aufmerksamkeit verlangen



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