Drache des Westens

Neue-Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    10
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    2

Drache des Westens hat zuletzt am 15. Juni gewonnen

Drache des Westens hat die beliebtesten Inhalte erstellt!

Über Drache des Westens

  • Rang
    Tee-Interessierter
  • Geburtstag 21.02.1997

Profil Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
  • Wohnort
    Rostock

Letzte Besucher des Profils

547 Profilaufrufe
  1. Heute gab es bei mir auch mal unter der Woche mal einen Spitzentee: 2005 Dong Ding Qingxin Gui Fei. Hat mich einfach so angelächelt. (Ich trinke im Moment alle meine tollen Tees weg... 😬) Geschmacklich bin ich vor allem an Trockenfrüchte, in späteren Aufgüssen dann auch an frischeres Obst und mehr Süße erinnert. Der Tee hat ein weiches Mundgefühl. Besonders begeistert er mich mit seinem wandelbaren Nachgeschmack. Da lohnt es sich wirklich einfach mal ne längere Pause zu machen, sich zurückzulehnen und einfach forschend herumzuschmecken. In einigen Momenten wirkt es fast so, als würde er verblassen, um dann im nächsten Moment mit einer ganz neuen Facette wieder aufzutauchen. Schwer zu fassen oder gar zu beschreiben und gerade auch dadurch so spannend.
  2. @Anima_Templi Das stimmt. Als richtig süß habe ich den Tee auch nicht empfunden. Die späteren Aufgüsse haben mich geschmacklich an das zu dunkel gewordenem Karamell ohne zu viel der Süße erinnert. Das hab ich gerade in den "mittleren" Aufgüssen auch so empfunden. Die Beschreibung "my favourite tea experiences of 2019" hat mich neugierig gemacht und dann musste der Tee neben dem von dir empfohlenen Oriental Beauty in den Warenkorb wandern. War ne gute Entscheidung. 😅
  3. Gestern Abend hatte ich den 1990s Guang Yun Sheng Pu-Erh und den 1995 Aged Hand Made Dong Ding (beide von thetea.pl) in der Tasse. Über den Guang Yun habe ich leider kaum Informationen. Ich hatte nach dem Kauf versäumt mir ein paar Notizen zu machen. Die Händlerseite zu dem Tee existiert leider nicht mehr. Auf mich wirkte der Tee aber relativ sauber und feucht gelagert. Kaum Bitterkeit oder Adstringenz. Geschmacklich hat er mich an Waldboden, feuchtes Holz und alte Bücher erinnert. Im anhaltenden Nachgeschmack kam dann etwas Süße durch. Ein wunderbar geschmeidiges Mundgefühl. Ich weiß nicht wirklich, ob ich das entspannende Gefühl dem Tee oder dem allgemeinen Teetrinken zuschreiben kann. Nach ca. 10 Aufgüssen überraschte der Tee noch einmal mit deutlich mehr Süße und einer neuen Facetten von Menthol. Danach war der Dong Ding dran. Zunächst hatte er etwas von Trockenobst, Brot und einem bis jetzt unidentifizierten Gewürz. Das Alter des Tees war eindeutig zu merken. Auch dieser Kandidat hatte ein tolles Mundgefühl, dass sich zwischenzeitlich vom geschmeidigen zu einem pudrigen (angenehm) Gefühl wandelte. Der Nachgeschmack breitete sich im gesamten Mundraum aus. Die Wangen fühlten sich dauerhaft gewärmt an. In späteren Aufgüssen zeigte der Tee Noten von etwas zu dunkel gewordenem Karamell und im Nachgeschmack interessanterweise Nuancen von Mozzarella.
  4. Ich habe gestern "Pu-Erh-Inventur" gemacht und da sind mir diese beiden mal wieder in die Hände gekommen. Ich habe beide Tees im März 2018 erworben. Seitdem liegen sie bei mir in der Originalverpackung von pu-erh.sk an einem geruchsneutralen Ort. Ich würde sie als sehr rauchig, den XiaoShu sogar als sehr sehr rauchig beschreiben und das ist auch mein Problem mit den Tees. Bei Rauch in dieser Stärke (Ich bin da relativ empfindlich.) und dieser Art (richtig Richtung Lagerfeuer + BBQ) kann ich den Tee einfach nicht genießen. Dementsprechend würde ich sie gerne an jemanden weitervermitteln, der sie genießen kann. Bezahlt habe ich damals 19 Euro für den XiaoShu und 29 Euro für den Gushu. Übrig sind von dem Gushu 223 g und dem Xiaoshu 217 g. Am liebsten würde ich beide zusammen verkaufen. Da würde ich 30 Euro + 3,79 Euro Versand (Päckchen S) vorschlagen. Wenn nur Interesse an einem Tee besteht, veräußere ich sie aber auch einzeln. Über den Preis können wir auch gerne reden, da lege ich mich nicht fest.
  5. Bei mir gibt es heute Abend den YQH Tejipin. Zunächst wartet er geschmacklich mit Holz und Leder auf. In den ersten Aufgüssen merke ich auch etwas Herzhaftigkeit und eine Spur von Rauch. Der schwere Körper füllt den Mund voll aus. Schnell wird Speichelfluss angeregt. Der leere Cha Hei schnuppert nach wildem Honig. Menthol im Rachen. Ein- und Ausatmen kühlt die Atemwege. Ehe man sich versieht, werden die Glieder schwer, die Gedanken werden langsamer, jede Bewegung der Gesichtsmuskulatur ist mit Anstrengung verbunden. Die Süße nimmt zu. Besonders im Nachgeschmack schwingt nun auch der Honig lange mit. Das ist ein Tee, der einen über reinen Geschmack und Aroma hinaus voll einnimmt. Unterstützt wird der Tee durch Eustache Du Caurroys "Missa pro defunctis". Es wird nachvollziehbar, wieso der eine oder andere französischen König mit diesem Requiem zur letzten Ruhe gebettet wurde.
  6. Sehr interessante Studie. Ich habe da mal ein wenig quer gelesen und gerechnet. Ich finde interessant, dass der Tee nicht mit reinem Wasser extrahiert wurde, sondern mit folgender Zusammensetzung: "acetonitrile/water/acetic acid 79:20:1". Wenn 80% Acetonitril eingesetzt wird, würde ich vermuten, dass viel mehr vorwiegend apolare Myotoxine gelöst werden als bei reiner Extraktion mit Wasser, immerhin ist Acetonitril selbst deutlich apolarer als Propan-2-ol oder Pyridin. Außerdem wurde 90 Minuten in einem Shaker extrahiert. Das Verhältnis von 1g Tee auf 10ml Lösungsmittel ist auch schon relativ stark angesetzt. Mich würde wundern, wenn wirklich diese Konzentrationen nach einer 10s langen Extraktion mit Wasser in einer Tasse landen. Viel entscheidender ist aber folgendes: Ich hoffe ich vertue mich da jetzt nicht, aber wenn ich das hier: „roughly 1000 μg/kg found by us in dry tea leaves“ richtig interpretiere, ist die Konzentration auf das trockene Blatt bezogen. Ich mache mal eine kleine Beispielrechnung anhand des lang diskutierten Patulins vor: Gemessen wurde 1,169 mg/kg. Wenn nun zur Zubereitung 6g Tee nimmt, ist in diesem 7 µg Patulin zu vermuten. Der EU-Grenzwert für Fruchtsäfte liegt bei 50 µg/kg. Wenn man also 1 Liter Saft trinkt, nimmt man so viel Patulin (50 µg) auf, wie nach ca. 7 Pu Erh Sessions. Der LD50-Wert (oral, Maus) liegt bei 17 mg/kg Körpergewicht, also auf einen 80 kg Menschne bezogen so 5-6 Dimensionen größer als der berechneten Wert. Weiterhin darf auch nicht vergessen werden, dass wieder andere Metaboliten wie Asperglaucid ("raw (mean concentration 6596 μg/kg) and ripened (6799 μg/kg)“) auch positive Wirkungen haben: "diverse biological activities, including anti-inflammatory, antibacterial, antioxidant, and anticancer properties". Zur Toxizität habe ich da jetzt auf die schnelle nichts gefunden. In Tierversuchen wurden Ratten aber 1 mg zur Tumortherapie injiziert. Die Konzentration sollte also nicht toxisch sein. Schön ist aber auf jeden Fall zu hören, dass man sich besonders bei Pu Erh um Aflatoxine keine Sorgen machen muss: "All the tested extracts inhibited the production of aflatoxin B1, whereas they did not inhibit mycelial growth of A. flavus. Considering the highest inhibitory effect of Puer tea extract on aflatoxin production, a semiquantitative RT-PCR was designed to detect its impacts on the expression of genes responsible for the regulation of aflatoxin synthesis." (War in dem Paper zitiert. Falls jemand nen Link dazu haben will: https://sci-hub.tw/10.1111/lam.12073) Wenn meine Interpretation der Daten stimmt, dann brauch man sich um die Ergebnisse dieser Studie überhaupt keine Sorgen machen. Ich will mich jetzt aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Ist nicht gerade mein Fachgebiet. 😅
  7. Nach meinem Vorstellungsbeitrag vor 1,5 Jahren kam nichts mehr von mir. 😬 Letzten Sonntag habe ich durch Teelixs Stream aber einen kleinen Motivationsschub bekommen doch noch einmal mit nem kleinen Beitrag anzufangen: Am Montag Abend war ich endlich mal zum Teetrinken am Stand in Warnemünde. Natürlich musste da ein wirklich toller Tee ran: Formosa Lishan 2014 Qingxin Xue Pian von TKK Wunderbar süß, cremig, gekochte Birne mit Sahne drauf, vielleicht etwas Vanillezucker in der Sahne. Wundervoller Nachgeschmack und seidiges, cremiges Mundgefühl. Es war wirklich gut, dass ich mir für diesen vielschichtigen Tee schön viel Zeit und Ruhe am Strand gegönnt habe. Irgendwann nach ca. 10 Aufgüssen war dann das Wasser leer, der Tee trotz relativ geringer Dosierung (3,8g/100ml) aber noch nicht am Ende. Dieser tolle Schneeflockenoolong kann viel mehr als diese einfache Beschreibung zu vermitteln mag. Auf jeden Fall war es der richtige Tee für die Stimmung. Ich bin froh, dass ich mich gegen einen Pu entschieden hatte.
  8. Danke! @Teelix So bald ich nach Ba Sing Se komme, wird der Plan umgesetzt. Rostock könnte aber auch ein gutes Vertragen Tolle Videos übrigens
  9. Moin. Ich war so frech und habe mich die letzten Monate hier erst einmal etwas eingelesen, ohne mich vorzustellen. Das will ich jetzt aber nachholen: Mein Name ist Karsten und ich bin Chemiestudent aus Rostock, komme aber ursprünglich aus Neumünster (bei Kiel). Aktiv Tee trinke ich seit gut 1,5 Jahren. Die ersten Berührungen mit richtig gutem Tee war ein zweiwöchiger Schulaustausch in China. Unter anderem war nämlich eine Teeplantage bei Hangzhou ein Stop auf unserer Reise. Dort konnten wir das Pflücken und Verarbeiten von Long Jing miterleben und im Nachhinein Tee probieren. Zu der Zeit kam mir der Preis dann aber doch etwas zu hoch vor, um den probierten Tee zu kaufen. Besonders in Erinnerung ist mir auch die Fahrt mit dem Nachtzug nach Beijing. Unser chinesische Gruppenführer teilte sich mit mir und ein paar weiteren Schülern die Koje und war so großzügig seinen tollen, grünen Tee mit uns zu teilen (grandpa style ). Weiter beschäftigt mit Tee, habe ich mich aber erst zwei Jahre später. Mit dem Namen Long Jing und ein wenig Recherche im Netz bin ich über die ersten Teehändler gestolpert, bei denen ich zunächst vor allem grünen Tee (chinesischen) bestellt habe. Um Weihnachten letzten Jahres herum bin ich dann über das Anschauen von Teevideos auf YouTube so richtig eingestiegen und muss mich seit dem wohl als Teeabhängigen bezeichnen. Nach weiß, rot, Oolong bin ich vor allem bei Pu-Erh hängen geblieben und beschäftige mich seit ein paar Monaten nebenher fast täglich damit. Und bin immer noch von der Vielfalt fasziniert und manchmal auch überfordert. Gerade hier haben mir viele Beiträge aus dem Forum sehr weiter geholfen. Über Händler, spezifische Tees, Verarbeitung, Lagerung, Regionen, Teeterminologie und vieles mehr konnte ich mich toll informieren und hoffe es auch weiter tun zu können. In den letzten Tagen habe ich mir für meinen jetzigen Pu-Erh-Bestand ein ganz einfachen Pumidorvariante verwirklich ( Kunststoffbox, Schale mit "Wasserperlen", Termo- und Hygrometer), bin aber noch etwas skeptisch bezüglich Feuchtigkeitsregulierung. Falls jemand zu dieser Variante Erfahrungen oder Tipps hat, freue ich mich über Anregungen. Jetzt hab ich fast das Teetrinken selber vergessen. Ich trinke eigentlich ausschließlich "gong fu style" und gieße meist in einem Gaiwan auf. Vor kurzem habe ich mir aber auch meine erste Yixing-Kanne zugelegt, die ich meist für "Sheng-Herausforderungen" verwenden (besonders bitter oder rauchig). Ich trinke meist zwei verschiedene Tees täglich. Einer davon ist im Moment eigentlich immer ein Sheng Pu Erh und der zweite ein Shou , roter Tee (Ich habe gerade Natural Redhead von White2Tea in der Tasse und bin bezüglich Geschmack und Textur bezogen auf meine bisherigen Dian Hong Cha Erfahrungen positiv überrascht.), Oolong oder gereifte, weißer Tee. Damit schlage ich wohl den Ostfriesendruchschnitt Ich freue mich darauf auch in Zukunft weiter im Forum schmökern und mich vielleicht auch mal an der einen oder anderen Stelle einbringen zu können.