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Diz

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Reputationsaktivitäten

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    Diz reagierte auf Macarona für ein Blogeintrag, 6. Erkundung – Kurzer Umweg nach Südkorea   
    Ich habe mein Geschmackssinn an die Teesorten erst mal gewöhnt und deshalb kam keine neue Erkundung.
     
    Diese mal habe ich mir einen Joongjak Tee (6,50 €/100g) vorgenommen, dieser ist aus demselben Teeladen wie der Nebeltee von der letzten Erkundung.
    Dieser Joongjak Tee stammt vom Seogwang Teegarten auf der Insel Jeju, die zu Südkorea gehört und wurde ökologisch angebaut.
    Der Tee stammt aus der 3. Ernte im Sommer und wurde erst gedämpft und dann geröstet.
    Dieser Tee ist laut der Beschreibung auf dem Etikett mild und duftig-frisch. Duftig-frisch kann ich mir nicht so wirklich vorstellen, mal gucken wie der Tee ist.
     
    Dieser Tee hat wenige gebrochene Blätter mit einer intensiven dunkelgrüne Farbe, die etwas ins Grasgrüne geht.
    Der Tee riecht trocken nach gerösteten Haselnüssen/Nougat, Tonkabohnen und ein bisschen Schokolade, nach ein paar Minuten kommt auch ein leichter Geruch von grünem Tee durch, nach dem sich der Geruch verteilt hat. Echt abenteuerlich nach was Tee riechen kann .
     
    Erster Aufguss mit 1,5g, 40Sekunden und 70Grad und ungefiltertes Wasser im Gaiwan.
    Diesen Tee lasse ich kürzer ziehen, weil dieser Tee auch gedämpft ist und diese kürzere Zieh Zeiten benötigen als nur geröstete Sorten.
    Feucht riecht der Tee sehr mild, kaum nach grünen Tee und Haselnüssen. Ich kann diesen Geruch nicht richtig zuordnen.
    Sehr mild, keine herbe und schwach nach grünen Tee. Dieser Tee ist etwas schwach und hat feine Aromen die ich nicht wirklich zuordnen kann minimal in Richtung Kombu. Etwas kleine Schwebeteilchen sind in der Schale
    nächstes Mal sollte ich mit 60 Sekunden anfangen, der Tee ist etwas schwach so.
     
    Zweiter Aufguss 20 Sekunden 65 Grad
    Intensiver als zuvor, milder grüner Tee Geschmack, geht etwas in Richtung Sencha nur ohne diese süßlichen Noten. So in Richtung als hätte ich Nebeltee mit etwas Sencha gemischt und sehr mild aufgebrüht.
    Es kommen mehr feine Aromen zum Vorschein als zuvor, die ich nicht zuordnen kann.
    Hat geschmacklich auch was Eigenes und schmeckt nicht nur nach eine Kombination aus gedämpften und gerösteten Grüntee. Interessante Kombination fein und leicht.
    Etwas Adstrigent, kurzer Abgang und kaum herb.
    Weniger Partikel in der Teeschale als zuvor.
     
    Dritter 40 Sekunden 70Grad milder als zuvor, sonst nichts Neues.
    Vierter 1min 20 Sekunden etwas gröberer Geschmack, etwas mehr in Richtung Nebeltee aber noch sehr mild.
    Fünfter 2min gröberer Geschmack hat etwas zugenommen und eine sehr leichte herbe hat sich dazu gesellt, minimal grasig.
     
    Es ist ein Tee der etwas mehr Aufmerksamkeit braucht, sonst können viele der feinen Aromen nicht bemerkt werden, also wirklich für entspanntes Tee trinken.
    Also eher kein Altagstee für nebenher. 



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    Diz reagierte auf Komoreb für ein Blogeintrag, Freestyle modellieren   
    Zwischenzeitlich habe ich mir tatsächlich endlich eine Töpferscheibe zugelegt. Leider ziemlich gleichzeitig auch eine chronische Sehnenscheidenentzündung.   Superdoof!  Deshalb wurde die Gute bis jetzt erst 2 mal benutzt, was mich immens ärgert. 
    Aber es hat mich doch ganz schön in den Fingern gejuckt, daher hab ich dann doch mal wieder eine kleine Session eingelegt. Ohne E-Scheibe. Nur einen kleinen Klumpen Ton, komplett freihand um die Handgelenke etwas zu schonen.
    Dabei herausgekommen sind ein kleines Yunomi im Chawan-Look, ein Yunomi oder Guinomi in Hammerschlag-Optik und eine Schale, ebenfalls mit "Hammerschlag".

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    Diz reagierte auf Jinx für ein Blogeintrag, Yerba Mate   
    Was ist Mate?
    Mate ist kein Tee, sondern die Blätter eines südamerikanischen Strauchs. Es ist das südamerikanische Nationalgetränk, das bereits den indigenen Völkern bekannt war und von den Einwanderern übernommen wurde. Mate gehört zu den koffeinhaltigen Getränken und ist 
    In Europa kennt man Mate vor allem als Brause. Doch das ist geschmacklich von echter Blatt- oder Pulvermate meilenweit entfernt. Es handelt sich streng genommen auch nicht um Mate, sondern um matehaltige Erfrischungsgetränke, die - wie alle Limonaden - vor allem aus Wasser und Zucker bestehen. Sie werden aus Mate-Extrakt hergestellt, und es gibt bessere und schlechtere Varianten. Letztere lassen auch beim besten Willen kaum Mate-Geschmack erkennen. 
    Diese Brausen können jedoch einen Einstieg in den echten Mate-Genuss bieten, denn Mate ist für Europäer recht gewöhnungsbedürftig, da sie immer einen herb-bitteren Geschmack hat, den wir uns dank hochverarbeiteter und zuckerhaltiger Lebensmittel erfolgreich abtrainiert haben. Durch die hochwertigeren dieser Limonaden lernt man den Geschmack kennen und oft auch lieben. Die Konsumenten, für die es dann etwas mehr sein darf, landen manchmal bei echter Mate. 
     
    Wie trinkt man Yerba Mate?
    Ein Grund, warum Mate hier nie richtig populär wurde, ist vermutlich auch, dass es kein besonders niederschwelliges Getränk ist. 
    Für den, der es probieren will, reicht ein Beutel mit Blatt- oder Pulvermate und eine Bombilla (traditioneller Mate-Trinkhalm aus Metall oder Bambus mit Lochsieb am Ende) nebst beliebiger Tasse aus. Auf die Bombilla kann man allerdings nicht verzichten, da ein normaler Strohhalm nicht geeignet ist, Man braucht einen mit Filterfunktion, sonst hat man den Mund voller Krümel. Wichtig ist, dass das Wasser nicht kochen darf. Die Empfehlungen variieren, ich erhitze das Wasser meist auf 80 Grad. Im Sommer kann man Mate auch kalt aufgießen und erhält ein unglaublich erfrischendes Getränk. 
    Man darf am Blatt oder Pulver nicht sparen. Das Trinkgefäß wird etwa zur Hälfte gefüllt. Trotzdem ist es ein sparsames Getränk, denn verwendet Gefäß von der Größe eines Kaffebechers, verträgt eine Matefüllung gern zwei oder mehr Liter. Man gießt immer wieder auf. Wenn der Geschmack nachlässt, "wendet" man den Inhalt und kann weitertrinken.  
    Für die korrekte Zubereitung konsultiert man am besten das Internet. Da Mate in Deutschland nicht sehr bekannt ist, sind die meisten Anleitungen auf Englisch oder Spanisch. Eine bebilderte Anleitung für die korrekte Zubereitung von Mate in deutscher Sprache gibt es hier, ein Video da.
     
    Warnhinweis
    Es gibt Mate auch in Drogeriemärkten in Beutelform. Diese auf keinen Fall kaufen. Diese Beutel sind böse. Erstens liegt die Qualität des Beutelinhalts ungefähr auf dem Niveau von auf den Boden gefallener und zusammengekehrter Reste in einem mateabfüllenden Betrieb, und zweitens ist das die falsche Zubereitungsart. Mate ist nämlich kein Kräutertee, sondern braucht eine gewisse Konzentration. Beutel-Mate schmeckt einfach nicht und vermittelt auch keinen Eindruck von dem korrekten Geschmack und dem Trinkerlebnis echter Mate. Wir erinnern uns noch an die Pu-Erhs in Beuteln, die als Schlankheits-Wundermittel verkauft wurden? Eben. Auch Mate wird eine ähnliche Wirkung zugeschrieben, und daher bieten findige Geschäftsleute Mate in Beutelform an, denn den Abnehmwilligen kann man jeden Scheiß andrehen. 
     
    Wenn es etwas mehr sein darf
    Wer sich nach den ersten Testläufen für Mate begeistern kann, wird feststellen, dass das Getränk nicht nur wach, sondern auch gute Laune macht. Manche nutzen es als mildes, natürliches Antidepressivum. Wer dabei bleiben will, wird sich für ein Mategefäß interessieren. Man hat eine große Auswahl. In .den Teegeschäften, die auch Mate verkaufen, gibt es oft auch Calabazas, ausgeöhlte Kürbisse, die traditionell zum Trinken von Mate verwendet werden. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr günstig und unzerbrechlich sind. Der Nachteil ist, dass man sie erst einem Prozess unterziehen muss, der curing oder seasoning heißt - man füllt die Calabaza mit Mate und heißem Wasser, lässt sie über Nacht einweichen und kratzt am nächsten Morgen eventuelle Reste des aufgeweichten, an der Schale haftenden Fruchtfleischreste heraus. Danach muss das Gefäß erst mal wieder völlig durchtrocknen. Das ist nichts, wenn man endlich loslegen will mit der echten Mate in der natürlichen Umgebung eines passenden Gefäßes. Außerdem kann die Calabaza leicht anfangen zu schimmeln, wenn man nicht aufpasst und sie nach jedem Genuss nicht sofort leert, ausspǘlt, reinigt und trocknen lässt. Regelmäßigen Matetrinker benötigen daher mehrere dieser Hohlkürbisse. Eine angeschimmelte Calabaza muss man übrigens wegwerfen.
    Eine Alternative sind Calabazas oder Cujas aus Ton, Porzellan, Glas oder auch Holz. Sie sind bedeutend pflegeleichter und kommen - bis auf die Holzvariante - ohne Vorbereitung aus. 
     
    Pur oder mit Zusatz
    Mate muss man nicht pur trinken, wobei sich das bei sehr hochwertiger, handwerklich hergestellter Mate empfiehlt, sondern kann mit allem, was einem so einfällt, angereichert werden. Bekannt sind Zucker, Zitrone, Orangensaft (kalt aufgegossen), aromatische Kräuter, Sirup, Stevia oder auch Guarana (für alle, die eine zusätzliche Dröhnung wünschen). Die Möglichkeiten sind endlos. Es gibt sogar Leute, die Mate mit Cola aufgießen. Kalt genossene Mate, die sogenannte Tereré wird gern aus einer ausgehöhlten Grapefruit, einem Apfel oder einer kleinen Melone getrunken. So nimmt die Mate den Geschmack des Gefäßes auf. Der Angang ist generell weniger puristisch als bei Tee oder Kaffee. Erlaubt ist, was schmeckt und gefällt. 
     
    Mate - das Ritual
    Es gibt übrigens ein einfaches, aber sehr schönes Ritual mit echter Mate. Man lässt ein großes Trinkgefäß in geselliger Runde kreisen, jeder trinkt daraus und gibt es weiter. Es ist sehr lustig, so etwas mal mit südamerikanischen Teilnehmern zu erleben: Man haut sich in irgendeine Ecke, sitzt, wo Platz ist, zur Not auch auf dem Boden, und bildet einen Kreis um das Trinkgefäß. Der "Gastgeber" füllt das Trinkgefäß und gibt es an den nächsten weiter. Der nimmt einen Schluck, dann ist der nächste dran. Der Gastgeber füllt immer wieder auf. Es ist eine sehr soziale Angelegenheit - und eine sehr lustige. Eine muntere Mate-Runde kann auch die drögste Umgebung in eine Partyzone verwandeln, denn - wie gesagt - Mate macht einfach gute Laune. 
     

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    Diz reagierte auf Komoreb für ein Blogeintrag, Der erste Brand - Erfreuliches und weniger erfreuliches tritt zutage.   
    Vor ein paar Tagen kamen meine ersten Werke aus der Brennerei...
    Zu meiner Freude kann ich sagen, wirklich alles hat überlebt. Kein einziger Riss oder ähnliches.
    Aber ein kleiner Wermutstropfen ist die Farbe nach dem Brand. Die fällt nämlich ganz anders aus als gedacht.
    Es sollte mal Cremefarben im Spektrum beige werden, ist jetzt aber eher terracotta- bis ziegelfarben, und versprüht den Charme einer deutschen Klinkersiedlung mit mediterranem Touch.
    Ich habe noch sehr sehr viel zu lernen. 
    Das Gießverhalten meiner Kannen ist echt sch....      
    Aber irgendwann werde ich mit Sicherheit etwas vernünftiges zustande kriegen, mit dem man auch arbeiten kann und will. Nur eine Frage der Zeit. 
     
    Nun ja, dann werden als nächstes einige Stücke Glasiert. Das wird auch noch mal spannend. 
     
    Hier noch eine Impression der Farbe nach dem brennen. Je nach Lichteinfall sehr gewöhnungsbedürftig bis geht so.  In echt hat es einen deutlichen orange-stich.

     
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    Diz reagierte auf RobertC für ein Blogeintrag, Tie Luo Han Direktvergleich   
    Dieses Mal wollte ich zwei schöne Yanchas parallel trinken, also machte ich mich auf die Suche nach vergleichbaren Kandidaten. Fündig wurde ich in zwei stärker gerösteten Tie Luo Han (TLH) jeweils geerntet im Frühling 2014.  Beide habe ich irgendwann im letzten Jahr gekauft - einen von JKTeashop (JKT, in den zusammengesetzten Bildern immer links) und den anderen von Chenshi Chinatee (Chris).
    Das Blattgut bei JKT hat leider einiges an Bruch dabei während Chris hier mit schönen intakten Blättern punkten kann. Farbe und Röstgrad sind sehr ähnlich und beide Tees duften nach Dörrobst. Bei Chris ist dieser Duft etwas intensiver und fruchtiger. Nach dem Spülen kommt noch Vanillegebäck bei JKT und getrocknete Pflaumen bei Chris dazu.
    In der Tasse haben beide Tees eine schöne Mineralität, die von der starken Röstung unterstützt wird. Der TLH von JKT kommt dabei im Aufguss etwas dunkler daher, allerdings ist er etwas unharmonisch mit einem leichten harschen off-taste. Der Tee von Chris ist sehr harmonisch, schmeckt zunächst nach getrockneten Aprikosen und später süß und fruchtig. Wirklich eine runde Sache, ich traue dem Tee von Chris sogar zu mit den Jahren noch etwas an Komplexität zu gewinnen.
    In den Bildern seht ihr die Aufgüsse 1, 3 und 5, danach habe ich nur noch einen der beiden Tees aufgegossen.
    JKT 88-89
    Chris 91-94+
    Fairerweise muss angemerkt werden, dass der Tee von Chris mehr als zweimal so teuer ist, aber meine Bewertungspunkte  bezieht sich ausschließlich auf Qualität und Geschmack, nicht auf das Preisleistungsverhältnis. 






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    Diz reagierte auf RobertC für ein Blogeintrag, Seminar mit Meister Atong Chen   
    Liebes digitale Teetagebuch,
    am Sonntag 12.6. fand in Frankfurt organsiert vom Teehaus Schnorr das Seminar zur Thema Geruch und Geschmack von Oolong statt. Aufgrund verschiedene Anfragen möchte ich hier meine Erfahrungen mit euch teilen.
     
    Allgemeines
    Geschätzte 30 bis 35 Teeliebhaber aus Deutschland und der Schweiz fanden sich an diesem verregneten Sonntagmorgen im Schnorr Seminarraum in einem Industriegebiet am Rand von Frankfurt ein. Menglin Chou vom Teehaus Shui Tang aus Zürich hat für Meister Atong Chen übersetzt. Neben den Mitarbeitern von Schnorr und Shui Tang waren aber auch sämtliche mir bekannte andere mit Atong verbundeamn Händler und Großhändler aus dem deutschsprachigen Raum vertreten. Die Teilnehmer saßen jeweils zu 5 bis 7 Personen an runden Tischen. Die Tees wurden jeweils mit 3g in einer Reisschüssel pro Tisch mit kochendem Wasser aufgegossen, die Teilnehmer konnten mit einem Teelöffel aus Metall in ihre kleine Schale abfüllen und natürlich am Löffel riechen. Dieses Setup erlaubte es, die Tees nach ca. 5 bis 10 Minuten frisch zu probieren während Atong gerade über diesen Tee sprach. Es war aber auch möglichst später nochmal zu probieren und zu vergleiche. Es wurde übrigens Volvic Wasser verwendet, woraus ich schließe, dass entweder Atong oder der Veranstalter Schnorr dieses Wasser für Oolongs dem Frankfurter Leitungswasser für überlegen hält.
     
    Geruchs- und Geschmacksvielfalt von Taiwan Oolongs
    Im ersten Teil des Seminar wollte uns Atong eine möglichst breite Übersicht des Geruchs- und Geschmacksspektrums der Taiwan Oolongs aufzeigen. Es wurden hier über ca. 3 Stunden insgesamt 9 Tees verschiedener Regionen Taiwans und aus unterschiedlichen Kultivare aufgegossen, wobei zu beidem keinerlei Angaben gemacht wurden. Daher werde ich im Folgenden die Tees beschreiben sowie mit Punkten auf einer Skala von 50 (schlecht) bis 100 (außerordentlich) bewerten.
    Tee 1: ein grüner Oolong, sehr vegetal, leicht süß, 80-84. Ich denke Atong wollte uns mit diesem Tee testen, denn nachdem wir alle probiert haben sollten sich alle die Hand heben, denen der Tee geschmeckt hat. Es waren mehr als 90% der Hände oben, aber ich habe keine Hand gesehen, die ich aus dem Teetalk kenne  Wenn man diesen Tee nach über einer Stunde in der Reisschüssel nochmal probiert hat war er wirklich untrinkbar, definitiv ein Test von Atong
    Tee 2: Oriental Beauty Art, reifer Pfirsich, Lychee, Honig, sehr rund und süß, 91-94. Was für ein Unterschied zu dem Tee davor!
    Tee 3: stark gerösteter Oolong, stärker oxidiert, Honig, Kräuter, Schokolade, Karamell, 91-93.
    Tee 4: Kugeloolong, blumig, leicht, Orchideen, Frische, etwas Osmanthus, heller Karamell, 90-92.
    Tee 5: Kugeloolong, sehr ähnlich zu 4, deutlichere Orchideen, 91-94.
    Tee 6: Kugeloolong, sehr ähnlich zu 5, andere florale Noten, 91-94.
    Tee 7: Meiner Meinung nach ein Hong Cha (obwohl es ja nur Oolongs sein sollten)?!, Kräuter, Zitrone, Mal, Karamell, Dörrobst, Zimt, sehr rund, 91-93.
    Tee 8: Gui Fei, tropische Früchte, aber leichter off-taste 89-90.
    Tee 9: Gelagerter Zwirbeloolong, leicht floral, rund, blumig, Honig, Dörrobst, ölig, 92-95.
     
    Anbaugebiete in Taiwan
    Im zweiten Teil des Seminar haben wir uns, nach einem schönen Mittagessen, mit den unterschiedlichen Regionen und Anbaugebieten genauer beschäftigt. Diesmal waren alle Tees aus dem Qingxin Kultivar und die jeweiligen Anbaugebiete wurden genannten und genauer vorgestellt.
    Tee 1: Baozhong aus Pinglin, Spinat, Erbsen, ölig-dichte Textur, 92-94. In Pinglin, sagte Atong, könne er selbst seine Tees nur von einem Großhändler, aber nicht direkt beim Erzeuger einkaufen.
    Tie Guan Yin aus Muzha (ist ja kein Qingxin, haben wir daher nicht probiert) sollte bernsteinfarben sein und nach reifen Obst schmecken. TGY kam wohl 1919 von China nach Taiwan.
    Tee 2: La La Shan, sehr rund, leichte Röstung, tropische Früchte, sehr langer Nachgeschmack, 92-95.
    Tee 3: Mingjian, mild, Pfirsich, frisch, 90-92. Ebenes, tiefer liegendes Gebiet mit viel Sonne, meist Erntemaschinen. Hier liegen sämtliche Teegärten von Atong, die sich im Familienbesitz befinden. 
    Tee 4: Dong Ding, Zwirbelblatt, sehr ausgewogen rundes Mundgefühl, Karamell, Nuß, würzig, 92-94.
    Tee 5: Ali Shan, leicht geröstet, rund, fruchtig frisch, aber nicht so gut wie der La La Shan, 90-92.
    Tee 6: Li Shan, mild, helles Obst, sehr ausgewogen und langanhaltend, 92-94. Früher wurde in Li Shan Apfel- und Birnenanbau betrieben.
    Tee 7: Qi Lai Shan, sehr ähnlich zum Li Shan, aber etwas grüner produziert, 91-93.
    Tee 8: Gangkou "Meeresoolong", angenehm bitter (ähnlich wie Sheng), grün, langanhaltend, 90-92. Kommt ganz aus dem Süden von Taiwan und wird im Wok geröstet ähnlich wie Grüntee.
    Tee 9: als Zugabe gabe es dann noch einen gelagerten Oriental Beauty aus Atongs privater Schatzkammer, Rosen, Honig, Lychee, wundervoll ausbalanciert und langanhaltend, 94-97+.
     
    Was ich sonst noch aus dem Seminar über Oolong mitgenommen habe
    Ein höherer Oxidationsgrad führt zu einem facettenreicheren Tee
    Ein blutroter Blattrand ist ein gutes Indiz für einen guten, höheren Oxidationsgrad
    Grasiger Geruch (wie frisch gemähter Rasen) -> negativ, zu wenig gewelkt oder oxidiert
    Ölgeschmack -> nicht gut bei neuem Tee, aber gut bei gelagertem Tee
    Eine starke Röstung braucht eine entsprechende Oxidation
     
    Insgesamt eine für mich gelungene Veranstaltung, dank neuem Teewissen und persönlichen Teekontakten.
     






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    Diz reagierte auf Dao für ein Blogeintrag, Vom Samen zum Keimling - Teil 2   
    Hallo zusammen, da bin ich wieder
    Die Teesamen waren knapp anderthalb Tage im Wasser und konnten sich gut vollsaugen.
    Als erstes hab ich sie aus der Socke befreit und frei schwimmend ins Wasser verfrachtet:
    Wie wir nun sehen schwimmen einige während andere auf den Boden gesunken sind.
    Die schwimmenden Samen haben eine geringere Wahrscheinlichkeit zu keimen und zugleich eine höhere Wahrscheinlichkeit zu schimmeln.
    Die auf dem Boden haben generell sehr gute Chancen zu keimen, solange die Schale nirgendwo zerbrochen ist. Letztere kann man entweder ganz aussortieren oder von den anderen Samen separieren.
    Wir haben nun also 2 bis 3 Gruppen von Teesamen. Bei meiner Methode werden die Samen jetzt nicht direkt eingepflanzt. Das würde auch gehen, hat bei mir jedoch deutlich geringere Erfolgsquoten gebracht. Stattdessen füllen wir nun einige Gefrierbeutel bis maximal zur Hälfte mit Vermiculit. Perlit soll auch funktionieren - wie ich leider beim letzten Eintrag vergessen habe zu erwähnen - ist aber von mir ungetestet.
    Ich habe 3 Liter Beutel genommen und die bis knapp unter der Hälfte gefüllt. Dazu kamen 200 bis 220ml Wasser. In jeden Beutel habe ich dann 15 Samen gepackt, sodass ich 16 Beutel mit jeweils 15 Samen und einen Beutel mit 10 Samen hatte. Die Beutel haben ich dann gut durchgemischt, sodass Wasser und Samen gleichmäßig im Vermiculit verteilt sind. Wir passen dabei auf, dass nur Samen aus der selben Gruppe miteinander in eine Tüte kommen, sodass die gesünderen Samen nicht von den potentiell gefährdeten Samen negativ beeinflusst werden. Was nun kommt ist ein ganz wichtiger Schritt und verhindert dass die Samen in den folgenden Wochen anfangen zu schimmeln. Wir pressen aus den Beuteln alles an Luft raus was wir von Hand herausdrücken können. Anschließend verknoten wir das offene Ende ganz fest, sodass die Samen ganz fest eingepackt sind und keine Luft zirkulieren kann.
    Bei einem vorherigen Versuch habe ich leider 150 Samen verloren, weil ich mich auf Schiebeverschlussbeutel verlassen habe. Nach 2 Wochen waren die Samen unrettbar vergammelt. Schöne Longjing Samen...
    Von jetzt an bewahre ich die Samen bis sie keimen halbschattig auf. Ich habe aus mehreren Quellen widersprüchliche Angaben dazu gehört, ob die Samen im Schatten oder in der Sonne keimen sollen. Teilweise von Züchtern von Kamelien allgemein, als auch von Camellia Sinensis Züchtern. Halbschatten funktioniert super Ideale Keimtemperatur ist 24°C. Mein Badezimmer ist mit etwa 22°C ein bisher gut funktionierender Kompromiss.
    Jetzt ist erst einmal für ein paar Wochen Sendepause. Von 3 bis 10 Wochen Keimzeit ist eigentlich alles möglich, die meisten keimen jedoch innerhalb von 6 Wochen. Länger brauchen dann eigentlich nur noch einzelne Samen.
    Sobald ich die ersten Wurzeln sehe erfahrt ihr mehr.
    Bis dahin, abwarten und Teetrinken
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