Mocha

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Über Mocha

  • Rang
    Tee-Kenner
  • Geburtstag 14.04.1981

Profil Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
  • Wohnort
    Worms
  • Interessen
    Kraftsport, Kampfsport, Buddhismus, Meditation, Schreiben von Lyrik und Prosa, Kochen (vegan), Naturheilkunde, TCM, Ayurveda, Tee - speziell Grüntee, E-Commerce, Lesen ( Historisch), Fernsehen (Scifi,Fantasy,Comedy,Historisch,Dokus)

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  1. Kann mich an eine Stelle aus "TBBT" erinnern, wo Sheldons Mutter mit allen Sushi essen geht um dann anschließend beiläufig zu erwähnen, dass das Sushi ganz lecker war, es aber gebraten und wenn es aus Rindfleisch bestanden hätte leckerer gewesen wäre. Texaner halt. Eine anteilige Auslagerung ist glaube ich nicht nötig, wir kommen ja immer wieder auf das Kernthema zurück; leckeres Essen.
  2. Ja, vegan ist durch den aktuellen Hype auch fälschlicherweise zu einem Prädikat geworden, das zu einem Kauf anregen soll. Auch bei vielen Sachen die leider tatsächlich keinen gesundheitlichen Mehrwert besitzen, ganz im Gegenteil. Ich fand die aufkommende Idee eines Ampelsystems für Nahrungsmittel anfänglich ganz nett, aber auch so etwas lässt sich nicht durchsetzen. Das würde unzählige Klagen der Nahrungsmittelindustrie nach sich ziehen, die ihre Produkte abgewertet sehen würden. Es bleibt heute einem Verbraucher nichts anderes übrig als gut informiert zu sein, das ist wohl in allen Lebensreichen eine sinnvolle Maßnahme. Zur Lizza Pizza, wir ernähren uns nicht bewußt Low - Carb, aber da wo wir bspw. Kalorien einsparen können ohne geschmackliche Einbußen zu haben oder im Optimalfall, die uns kulinarisch bereichern , sagen wir nicht nein. Ich habe bedingt durch meine Krankheit bzw. die Medikamente Übergewicht und fühle mich damit absolut nicht wohl, obwohl meine zumindest physische Verfassung und meine Blutwerte sehr gut sind. Ich habe früher aktiv Kraftsport betrieben und war allgemein sportlich sehr aktiv und musste nie auf Kalorien achten. Das war dann bei vermindertem Stoffwechsel und fehlendem Sport natürlich fatal. Wir versuchen demnach schon auf Kalorien zu achten, bspw. haben vor kurzem auch Konjak Nudeln den Weg in unseren kulinarischen Alltag gefunden. Gerade wenn man mal am Abend Hunger hat, ist das eine gute Lösung. Eine Gemüse oder Pilzpfanne mit Konjakspaghetti ist schnell gemacht und schmeckt super lecker. Die Konjaknudeln bestehen aus sehr wenigen Zutaten, im Grunde nur aus Konjakmehl und Wasser und etwas Zitronensäure um sie haltbar zu machen. Wobei es dabei auch ganz große Qualitäts und Preisunterschiede gibt. Wir haben mit den niederländischen Action Märkten einen sehr guten und günstigen Lieferanten dafür gefunden. Konjak selbst hat auch wie z.B. Flohsamenschalen einige vorteilhafte gesundheitliche Wirkungen. Es gibt viele regionale Alternativen für Superfoods, manche Vergleiche sind aber einfach nicht korrekt. Bspw. den zwischen Chia und Leinsamen. Chia lässt sich wesentlich vielseitiger verwenden und hat viel bessere Nährstoffwerte als Leinsamen. Die CO2 Bilanz von Chia ist natürlich miserabel. Für mich macht es der hohe Omega3 Anteil zu einem Superfood und das es sich für mich viel besser in den Nahrungsalltag einbinden lässt. Bspw. als ordinärer aber absolut köstlicher Schokopudding. Gesüßt wird bei dem übrigens nur mit Datteln. Menschen mit meiner Erkrankung haben einen chronischen Omega3 Mangel, ich supplementiere da auch noch mit Algenöl.
  3. Hat schon mal jemand diesen Lizza Boden ausprobiert ? Gibt es seit neustem auch im Kaufland. Die haben das angeblich anfänglich sehr erfolgreich über einen Foodtruck verkauft und sind damit dann in Produktion gegangen. War glaube ich auch in "Höhle der Löwen". Hab mich da aber noch nicht ran getraut, sieht einfach sehr suspekt aus das Zeug.
  4. Wir haben uns den Dörrer vorwiegend für Gemüsechips zugelegt, vor allem Wirsing und Grünkohl haben mit der richtigen Marinade einen extrem hohen Suchtfaktor. Und wegen der hohen Ballaststoffdichte futtert man normalerweise nie besonders viel davon. Fruchtleder ist auch toll, aber wenn es bei uns etwas Süßes gibt, dann in der Regel in Verbindung mit Schokolade. Schokochiapudding ist schnell gemacht. Ich selbst ziehe frisches Obst dem Fruchtleder vor. Gibt ja viele Sushimaker auf dem Markt, wie haben den hier. Wenn wir Sushi nur für uns machen, nehmen wir die normale Bambusmatte, aber für Sushi ab 4 Personen lohnt es sich schon den Sushimaker rauszukramen. Und perspektivisch, wenn wir mal einen veganen japanischen Abend machen, Sushi für 8 Personen, das wäre traditionell echt ne harte Nummer. Meine Verlobte fährt auch auf Gusseisentöpfe und Schmiedepfannen ab. Ich finde die auch von der Optik echt toll. Wir haben in Bayern einen Schmied kennen gelernt, der sein Handwerk noch in einer Wasserrad betriebenen Schmiede wie vor ein paar hundert Jahren ausübt. Die Werkstatt hat Mittelalterflair. Verkauft seine Ware auch online. Aber es macht einfach einen kolossalen Unterschied wenn man Bratkartoffeln in einer beschichteten Pfanne zubereitet oder in einer schmiedeeisernen. Wenn ich täglich 10h mit harter Feldarbeit zubringen würde, würde ich ganz klar zur schmiedeeisernen Pfanne greifen, aber da ich vorwiegend im Sitzen arbeite und bei mir schon gefühlt der geatmete Sauerstoff ansetzt, hab ich keine Wahl als eine beschichtete zu benutzen. Gemüsechips Chiaschokopudding ( Das Foto ist für den Blog, wenn wir für uns kochen verschwenden wir natürlich nicht so viel Zeit für die Deko )
  5. Wir haben: 1. Omniblend - Hochleistungsmixer Unverzichtbares Gerät für uns. Benötigen wir für die Nussmilchherstellung, Cashewsahneherstellung, Suppen, Soßen, Pestos, Basis für Fruchtleder, Smoothies, Chiapudding usw. 2. Hochwertiges Induktionsfeld, Backofen und ganz wichtig, Spülmaschine 3. Hochwertige Induktionskochtöpfe von Tefal und eine WMF Keramikpfanne. Mein Vater schwört auf schmiedeeiserne Pfannen, hatte ich auch schon, aber mit einer Keramikpfanne können wir einfach flexibler und schneller arbeiten und man benötigt weniger Öl. 4. Nudelmaschine Für alles, von Lasagneplatten bis Ravioli. Wir wollen perspektivisch auf Linsen und Kichererbsenpasta setzen und von Weizenmehl/Grieß weg kommen. 5. Dörer Für Fruchtleder und Gemüsechips oder auch um Cookies oder Snacks wieder knusprig zu bekommen. 6. Reiskocher 7. Soda Stream 8. Pürierstab 9. Kaffeemaschine Vorwiegend für Gäste 10. Kleine Eismaschine 11. Sushimaker - Sushiwerkzeug um schnell Sushi schnell herstellen zu können 12. Ein paar gute Damastmesser und ein hochwertiges Wetzeisen 13. Zwei hochwertige Wasserkocher, einer für Tee, einer für alles andere 14. Handrührgerät Was wir gerne hätten: 1. Eine professionelle Eismaschine wäre toll 2. Heißluft Fritteuse für Süßkartoffelpommes. Seltene Delikatesse, die man viel zu wenig findet und wenn dann meist zu fettig. 3. Schnellkochtopf für die vegane Wurstherstellung und zur Sterilisation von Weck Gläsern 4. Grillpfanne für ein schönes Grillmuster Geräte die wir hatten: 1. Mikrowelle 2. Fondueset 3. Eierkocher
  6. Clean Eating?

    Ich denke ich weiß woran wir uns gerade aufreiben@Jinx. Ich gehe von universellen Wahrheiten und universeller Moral aus. Zumindest was ich dafür halte . Möglich, dass das einer gewissen Arroganz geschuldet ist. Aber ich bin jetzt zu müde um da in mich gehen zu wollen und es wäre auch nicht das erste mal, das mir das vorgeworfen worden wäre. Wäre auch nur einer von vielen Charakterfehlern Wir haben hier in Worms eine Schule des Diamantweg-Buddhismus die wir eine Weile besucht haben. Anfänglich nur um gemeinsam zu meditieren, nachdem wir aber häufiger ins Gespräch gekommen sind, habe ich einfach festgestellt das meine persönlichen Ansichten zu stark divergieren. Mir ist diese Form des Buddhismus zu stark verwässert. Ich habe mich mehr im Zen Buddhismus gefunden. Mein Lehrer wenn auch nur in literarischer Form ist dann wohl Taisen Deshimaru. Den Schuh für den Veganismus zu missionieren, muss ich mir wohl oder übel anziehen. Wir haben diesen Monat unseren ersten Supper Club Abend. Ein veganes 3 Gänge Menü und gleichzeitig auch ein "Informationsabend" über vegane Ernährung. Eine milde Form des Missionierens, aber dennoch. Wobei der Schwerpunkt ganz klar darauf liegt die Menschen die uns an diesem Abend besuchen kulinarisch zu verwöhnen und ihnen einen schönen Abend zu bereiten.
  7. Clean Eating?

    Es freut mich das wir uns alle bei vielen Sachen finden. @miig Unser Ernährungsstil ist wie wir ja schon herausgefunden haben sehr ähnlich . Ich bezeichne mich als Veganer weil ich dem veganen Lebensstil sehr zugetan bin und es meiner Meinung nach keine Alternative dazu gibt. Mich hat da auch stark der Buddhismus geprägt, dessen stärkste Aussage die Vermeidung von Leid ist. Aber es kommt auch vor, das ich mir bei meinem Italiener eine Pizza mit Käse bestelle. Natürlich wäre mir eine vegane Pizza lieber, vielleicht mit Flohzerella oder veganem Münster oder Pesto oder Cashewhefeschmelz oder, oder .....aber der aktuelle Status Quo gibt das halt kulinarisch einfach noch nicht her. Vegan ist den Menschen und der Wirtschaft mittlerweile ein Begriff, aber es gibt nun mal nicht überall eine Alternative zur Omniernährung. Viele Veganer würden mir da auch Inkonsequents vorwerfen. Und sie hätten recht ^^ Bei einem Thema treffen wir uns aber nicht @Jinx und das ist praktisch das Kernthema veganer Ernährung. Die Tötung eines Lebewesens zu Gunsten so etwas profanem wie Genuss. Hier habe ich allerdings keine Wahl als tolerant zu sein, schon aufgrund meiner Biographie. Ich habe selbst jahrzehntelang Fleisch gegessen, geangelt und habe auch schon selbst Kaninchen und Hühner getötet und gegessen. Selbst damals allerdings mit der Mentalität des Jägers, der seiner Beute die Ehre erweist in dem er sich bei ihr dafür bedankt das er nun eins mit ihr werden kann und sie ihm Kraft spendet. Damals war das Ganze für mich ein faszinierender transformatorischer Prozess, der schon fast etwas spirituelles hatte. Natürlich habe ich mich nicht bei jeder Scheibe Wurst bedankt, aber mir war dieser Prozess immer präsent. Heute hat sich das alles durch den Input der letzten Jahre relativiert. Auch habe ich so viele Gräueltaten an Tieren gesehen, das ich den Gedanken ein Lebewesen zu konsumieren einfach nicht mehr ertragen kann. Selbst bei biozertifizierten Tieren ist nicht ausgeschlossen das eine Schlachtung konventionell stattfindet. Und bei einer Schlachtung kann so viel schief gehen. Es ist nicht so, das der Tod für die Tiere überraschend kommt, in der Regel ist es mehr eine Hinrichtung. Ich war als Kind mal bei einer Hausschlachtung dabei, wo das Schwein dem Schlachter entkommen konnte, es ist quiekend und schreiend im Hof umhergerannt und beinahe in einem Teich ertrunken. Damals ist mir das erste mal aufgefallen das Schweine blaue Augen und Wimpern haben können. Ich fand damals schon erschreckend wie menschlich das ausgesehen hat. Dennoch wäre es nicht ratsam, mit mir in den Anden abzustürzen ^^
  8. Clean Eating?

    Ach damn, so viel Text, ich hatte es befürchtet. Also vorab, für mich ist dieses Forum ein Fundus wunderbarer Diskussionspartner und ich erörtere mittlerweile viele Themen die mich umtreiben lieber hier als in der realen Welt. Das ist zwar nicht besonders schmeichelhaft für meinen Freundeskreis, zeigt aber denke ich meine Wertschätzung für das Tee-Forum Kollektiv. Mein Hauptgrund vegan zu leben waren die globalen Zusammenhänge in der Massentierhaltung und die Auswirkung auf die Ökologie unseres Planeten. Wir sind alle Teil dieser Welt und tragen damit Verantwortung dafür das zukünftigen Generationen ebenfalls eine Welt zur Verfügung steht in der sie wie voran gegangene Generationen leben können. Das schuldet jeder Mensch seinen Ahnen und seiner Spezies. Als Argumentation reicht es deshalb bereits völlig, das die Massentierhaltung als stärkster Verursacher der Klimaerwärmung gilt, ich langweile an dieser Stelle nicht mit Fakten. Die Klimaerwärmung stellt eine ökologische Katastrophe nie gekannten Ausmaßes dar, bei der wir heute auch leider nur noch Schadensbegrenzung betreiben können. Trump und Kim Jong, sind angesichts dieser Tatsache absolut vernachlässigbar. Die Welt wird sich in den nächsten 100 Jahren sehr dramatisch verändern. Was für heute schon erleben sind Massenflucht aus Ländern in denen sich die Menschen aufgrund des Klimawandels nicht mehr ernähren können und Wetterphänomene die bis Dato in gewissen Regionen der Welt unbekannt waren. Für die über 30 jährigen, wir sind noch in einer Zeit aufgewachsen in dem die Jahreszeiten differenzierbar waren, im Winter war es kalt und es schneite, im Sommer war es warm, im Herbst regnete es viel. Heute kennen Kinder aus meiner Region Schneemengen auf denen man Schlitten fahren konnte nur noch aus Erzählungen. Dieser Umstand ist tückisch, weil er sich in vergleichsweise langen Zeiträumen bewegt und der Mensch in der Regel im hier und jetzt lebt. Das ist ein Teil, aber Veganismus nur mit dem Verzicht auf Fleisch zu reduzieren wird der Szene nicht gerecht. In der Regel sind Veganer sehr gut informiert über die Zusammenhänge von der Produktion der Nahrung und ihren Folgen. Der Buchtitel meiner Empfehlung ist sicherlich kontrovers und provokant aber absolut legitim, wenn man das Buch gelesen hat. Wir als Konsumenten sind die treibende Kraft hinter der Industrie und Wirtschaft, natürlich werden auch manchmal Bedürfnisse und Begehrlichkeiten erst geschaffen, aber unsere Entscheidung etwas zu kaufen oder eben auch nicht, bestimmt ob es produziert wird. Genau aus diesem Grund kann könnte eine vegane Welt diesen Planeten retten. Weil jeder Einkauf ein Statement ist, man mit jedem Einkauf bestimmt welche Kräfte in dieser Welt entweder gefördert oder abgeschwächt werden. Kaufe ich Fleisch, kaufe ich Bio, kaufe ich Produkte mit Aspartam, Palmöl, Carragen, Sonnenblumenöl etc., achte ich auf Nachhaltigkeit, achte ich auf fairtrade, achte ich regionale Produkte, was ist mit GMO Produkten, was ist mit Wasser von Nestle ? Das alles bestimmt was in den Regalen landet, die Nachfrage bestimmt das Angebot. Wir geben heute viel von unserer Verantwortung an Konzerne ab, deren einziges Ziel die Gewinnmaximierung ist. Um wieder auf Clean Eating zu kommen. Für mich ist der Genuss ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung, essen ist etwas elementares und sollte auch immer etwas sinnliches sein. Ich will mich jetzt nicht über den aktuellen wissenschaftlichen Stand streiten. Man kann auch nicht bestreiten, das jeder Geist sich vermutlich von dem nährt von dem er sich am meisten angezogen fühlt. Sprich, vermutlich würde es mir gut tun deine Quellen zu lesen @Jinx und dir würde es vermutlich gut tun meine Quellen zu lesen. Ich versuche letztendlich so zu leben das es meinem Körper gut tut und ich mich wohl fühle und dabei so wenig wie möglich invasiv auf meine Umwelt einwirke. Die Kritik ist aber sicherlich durchaus berechtigt das Veganer, mich eingeschlossen, dialektisch ziemlich unversöhnlich daherkommen. Vielleicht kann man dafür aber etwas Verständnis aufbringen, wenn man die Motivation dahinter sieht. Sich vegan zu ernähren ist sogar etwas günstiger , vor allem wenn man Fleisch beim Fachhändler/Metzger kauft oder sogar auf Bio Fleisch zurück greift. Bei uns benötigt ein Gericht für 4 Personen in der Regel 1h bis es fertig ist. D.h. vom Schnibbeln bis auf den Teller. Da kommt es dann vielleicht auch auf die persönlichen Fertigkeiten an. Aber prinzipiell traue ich es jedem zu einen Kochskill zu entwickeln, der das ermöglicht. Problematisch wird es nur wenn man manchmal einfach keine Lust zu kochen hat, das kommt bei uns auch vor aber selbst dann sind vegane Fertigprodukte den tierischen zumindest gesundheitlich überlegen. PS. Wobei das natürlich nicht auf alles zutrifft, ein Butterbrot schlägt ganz klar ein Brot mit Margarine. Aber ein Brot mit Hummus schlägt beide
  9. Clean Eating?

    Wenn man von Veganismus als Ideologie spricht, impliziert das den Veganismus als Weltanschauung zu sehen. Das ist aber explizit falsch. Eine Weltanschauung ist etwas privates, nicht unbedingt abgegrenzt von Fakten und Wissenschaft, aber dennoch weitgehend abgegrenzt von Auswirkungen auf andere Lebewesen. Für die meisten Veganer ist veganes Leben keine Ideologie, sondern gelebtes Mitgefühl. Es ist eine rationale Entscheidung aus Ermangelung jedweder Alternative. Ich bin kein Hardliner der veganen Szene, ich bin offen für Bienenhaltung und auch für Weidewirtschaft. Gerade in Deutschland gibt es bspw. Gebiete die landwirtschaftlich nicht auf eine andere Art genutzt werden können. Für mich selbst lehne ich Fleisch allerdings aus ethischen und auch gesundheitlichen Gründen ab. Für mich stellt es auch einen tatsächlichen Verzicht dar, weil ich immer sehr gerne Fleisch gegessen habe und auch aus einer Familie stamme, für die eine Hausschlachtung immer ein Highlight darstellte und in der der Fleischkonsum niemals hinterfragt wurde. Aber ich gehe dahin gehend mit allen Veganern d`accord, dass ich der Meinung bin, das es ausgehend von unserem aktuellen Wissensstand und den Fakten, keine andere Alternative gibt um diese Welt zu retten, als eine pflanzenbasierte Ernährung. Und ich garantiere, dass jeder, wenn er anfängt sich mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen, zu dem gleichen Schluss kommen wird. Nicht aus ideologischen Gründen, sondern aufgrund fundierter wissenschaftlicher Fakten. Durch den Verzicht auf tierische Produkte würde global ein wirtschaftlicher Kreislauf unterbrochen werden, der es dieser Welt möglich machen würde auf vielfältige Weise zu gesunden. Das ist der aktuelle Stand 2017. Wie es 50 Jahre in der Zukunft aussehen mag, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Ich persönlich glaube bspw. das die Zukunft der Fleischproduktion dem In-vitro Fleisch gehört. Die Massentierhaltung wird über kurz oder lang unrentabel werden und ist damit dann einfach obsolet. Aktuell gibt es auch ein Projekt in den USA / Silikon Valley, dass an pflanzenbasierter Milch forscht. Keine nussbasierte Milch, sondern eine pflanzliche Milchalternative zu Kuhmilch, die genauso verarbeitet werden kann. Des weiteren rechne ich fest damit, dass es innerhalb der nächsten zwei Dekaden zu einem globalen Fangstop bei bestimmten Fischarten kommen wird. Es wird wohl eine Mischung aus Technologie und einem neuen Verständnis für unsere Umwelt sein, das die nächsten Generationen hoffentlich Formen wird. Allerdings tanzen wir aus ökologischer Sicht global zur Zeit auf einer Schwertschneide. Zu dem gesundheitliches Aspekt von Fleischkonsum reicht es schon aus die aktuelle Einstufung der WHO dazu zu kennen. Dazu Bedarf es eigentlich keiner weiteren Literatur, die Studienlage ist da sehr eindeutig. Und der B12 Aspekt ist bei der heutigen Fleischproduktion auch kein Argumentationspunkt. Da auch Fleischesser Supplemente nehmen, die vorher allerdings zuerst durchs Tier gejagt werden. Clean Eating ist beim Veganismus natürlich ein zentrales Thema. Gerade die Rohveganer zelebrieren das regelrecht. Auch ein faszinierendes Gebiet, vor allem wenn man sieht was sich alles rohvegan herstellen lässt. Wir selbst leben weitgehend ohne Weißmehl und verarbeitete Produkte, aber eine rein rohvegane Ernährung käme für mich nicht in Frage. Nicht nur das man sich kulinarisch einschränken würde, sondern man müsste auch auf viele Gewürze verzichten. Einige elementare Gewürze müssen bspw. hitzebehandelt werde um sie richtig aufzuschließen. Unser Kochstil ist stark an das Ayurveda angelehnt. Für beide Ernährungsformen gibt es gute Argumente, deswegen versuchen wir beides zu vereinen, in dem unser Rohostanteil in der Ernährung mindestens 1/3 beträgt. Der Verzicht auf tierische Produkte ist natürlich noch kein Clean Eating, es gibt genug Veganer die sich ernähren wie ein Waschbär auf ner Müllkippe. Wir haben hier in Worms glücklicherweise eine sehr gute Infrastruktur die es möglich macht sich auch mit kleinem Geld gesund zu ernähren. Viele Nebenerwerbsbauern die Bio produzieren aber es als normales Gemüse verkaufen, ein gut laufendes Foodsharing Projekt, unzählige Schrebergartenbesitzer die dankbar sind wenn man ihnen Gemüse abnimmt und sie es nicht kompostieren müssen und letztlich eine gute Bio Auswahl bei den Discountern. Wenn jemand zu dem Thema passende Literatur sucht, kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Sehr wissenschaftlich gehalten, aber gut geschrieben. Aktuell für mich das beste Buch um sich adäquat über das Thema zu informieren.
  10. Kokosöl enhält gesättigte Fettsäuren, aber hauptsächlich sogenannte mittelkettige Fettsäuren die durchaus einen Mehrwert für die Gesundheit darstellen. Auch Muttermilch enthält mittelkettige Fettsäuren. Die enthaltene Laurinsäure wirkt bspw. auch als Fungizid, d.h. man kann Kokosöl auch kosmetisch einsetzen. Allerdings bezweifle ich das Kokosöl bei Erkältungen einen gesundheitlichen Nutzen hat. Bei einer Erkältung setze ich in der Regel auf Weidenrinde, Thymian oder Quendel, Spitzwegerich und Propolis. Weidenrinde kann man auch durch eine simple Aspirin ersetzen. Die Medizin bedient sich doch praktisch 100% der Natur. Kokosöl ist ein tolles Produkt, aber auch kein Allheilmittel. Und im Tee eine grauselige Vorstellung . Für eine goldene Milch aber wieder ganz gut geeignet.
  11. Körper und Geist sind eins und bewusstes Handeln ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten und gesunden Leben. Dazu gehört auch das bewusste Aufnehmen und Verwenden von Wissen. Alle Dinge des Alltags werden durch Bewußtsein belebt. Auf dieser Basis setzten bspw. auch Tai-Chi, Meditation, Fasten usw. an, mächtige Werkzeuge für die Gesunderhaltung des Körpers und nur dann wirkungsvoll, wenn man sie bewusst ausübt. In dem du etwas bewusst tust, vereinst du Körper und Geist. Biochemisch übrigens messbar. Bestes Beispiel eine bewusste Nahrungsaufnahme. In unser schnelllebigen Zeit achtet doch kaum noch jemand darauf was er in sich hinein schlingt. Es muss schnell gehen und die Basisbedürfnisse des Körpers müssen befriedigt werden; Fett, Zucker, Kohlehydrate und genug davon, damit eine Sättigung erreicht wird. Letzteres meistens viel später wie es medizinisch wünschenswert wäre. Aber wie viel reichhaltiger, geschmackvoller und sättigender ist eine bewusste Nahrungsaufnahme. Da kann eine Monomahlzeit aus Feigen schon zu einer Delikatesse und einem Erlebnis werden, wenn man Struktur, Konsistenz und Geschmack wieder anfängt wahrzunehmen. Wenn der Mensch mal so etwas wie ein organisches Gedächtnis hatte für das was im gut tut, dann ist es im Laufe seiner Evolution auf der Strecke geblieben bzw. es sind nur noch Rudimente übrig, die heute mehr Probleme verursachen als das sie von Nutzen sind. Dabei steht außer Frage das der Körper lernen kann was im gut tut, Muskeln wachsen um uns zu schützen, das Herz wird größer und kann den Körper mit mehr Sauerstoff versorgen, das Runners High setzt Endorphine und damit Glücksgefühle frei. Der Körper lernt; aber am Anfang aller Dinge steht immer das bewusste Handeln. Es ist das unbewusste oft instinktive Handeln das Leid und Leiden verursacht. Ich denke wir meinen im Grunde alle das selbe, aber dein anfänglicher Text war da einfach etwas missverständlich @GoldenTurtle Und hier mal on -topic, Gebackener Kürbis mit Tofu Ein schnelles Gericht, weil meine Frau und mich eine Sommergrippe plagt und wir kaum in der Lage sind unseren alltäglichen Pflichten nach zu kommen. 5 Minuten Zubereitungszeit + 40 Minuten bei 160° im Backofen ( Heißluft ) Rezept: Kartoffelkürbis, Nageltofu, Olivenöl, Knoblauchgranulat, Asant, frischer Pfeffer, Paprika edelsüß, Chili Pulver, Räuchersalz. Leider mit viel zu wenig Bewußtsein verschlungen. 2-3 Minuten konnte wir hier durchhalten, dann sind wir drüber hergefallen wie ein Waschbär über ne Mülltonne
  12. An dem Protokoll hätte ich großes Interesse. Bekommst gleich eine PN @digitalray
  13. Nichts für ungut @GoldenTurtle , wenn ich jetzt so direkt bin. Aber einige Dinge überschreiten deutlich deine Kompetenz bzw. deinen Themen bezogenen Wissensstand. Das ist auch nicht weiter tragisch, man darf schließlich zu allem eine Meinung haben. Man sollte aber auch nicht vorschnell urteilen, ohne sich in ein Themengebiet richtig eingelesen zu haben. Ich habe Tobias82 lediglich einen kleinen Abriss über den Pilz Reishi gegeben, nicht mehr und nicht weniger. Btw., Dr. Schweikart verdient vermutlich auf ehrlichere Art und Weise sein Geld wie viele andere. Grüntee.de ist letztendlich immer noch die beste deutsche Informationsseite über grünen Tee. Wissen als Marketingstrategie lasse ich mir gerne gefallen, wenn es fundiert ist. Als mündiger Bürger sollte man mit Information umgehen können. Als Empiriker kann ich darüber natürlich nur schmunzeln. Ich leide an einer chronischen Psychose, einer der Erkrankungen mit dem höchsten Leidensdruck und der höchsten Suizidrate. Ich habe es geschafft mich in diesem Leben bereits von einigem zu befreien, auch von der Illusion der Kontrolle. Du solltest weniger interpretieren @GoldenTurtle man könnte das sonst mit Anmaßung verwechseln. PS. Manchmal ist Information einfach nur Information.
  14. Um den Reishi ranken sich allerlei Mythen. Früher war die Nutzung dem chinesischen Hochadel vorbehalten und sein Gewicht wurde in Gold aufgewogen, weil er selten und schwer zu finden war. Wenn ein Bauer einen solchen Pilz entdeckte, hat er ihn meistens in einem Talisman mit sich herumgetragen, bis er wirklich schwer krank wurde, erst dann wurde er eingesetzt. Der Reishi zählt wie Ginseng und Jiaogulan zu den Lebewesen, die sogenannte Adaptogene bilden. Adaptogene sind eine eigene Stoffgruppe und können mit den heutigen Mitteln nicht synthetisiert werden. Adaptogen bedeutet so viel wie sich anpassen. Und genau diese Wirkung haben sie auf den Organismus, sie wirken ausgleichend und machen ihn resistenter gegen Stress und Umweltfaktoren. Ich nutze ihn hauptsächlich um besser schlafen zu können und meine Stressresistenz zu erhöhen. Aber die Wirkung auf den Organismus ist vielfältig, er soll bspw. auch helfen bei einer Chemotherapie die Nebenwirkungen zu reduzieren usw.. Zusammen mit Ginsenng oder Jiaogulan wirkt er synergetisch. Ich konsumiere ihn zusammen mit Jiaogulan als Pulver wie einen Matcha, nur mit mehr Wasser, ca. 3h vor dem Schlafen. Früher habe ich ihn in Kapseln konsumiert, das ist zwar etwas praktischer, aber ich hatte keine Lust auf das Carragen in den Kapseln. Der Stoff ist nicht ganz unumstritten. Außerdem bekommt man mit Pulver mehr für sein Geld. Den Jiaogulan pulverisiere ich immer selbst in einer Kaffeemühle. Beides sollte man nur in Bio Qualität zu sich nehmen. Reishi wird heute gezüchtet, Pulver erhält man aus China oder seit neustem aus Slowenien. Was noch Erwähnenswert wäre ist, dass Reishi wie Ginseng auch, einer der meist genutzten Naturheilmittel in der TCM sind; im Gegensatz zu Jiaogulan, das dort kaum Erwähnung findet. Die Adaptogene in Jiaogulan sind eine Entdeckung der Neuzeit. Wie du sicher schon festgestellt hast, neige ich zur Ausschweifung ^^ . PS. Hast du einen Link/Bild zu dem Teeboot, klingt mal super interessant.