Mocha

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Über Mocha

  • Rang
    Tee-Kenner
  • Geburtstag 14.04.1981

Profil Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
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    Worms
  • Interessen
    Kraftsport, Kampfsport, Buddhismus, Meditation, Schreiben von Lyrik und Prosa, Kochen (vegan), Naturheilkunde, TCM, Ayurveda, Tee - speziell Grüntee, E-Commerce, Lesen ( Historisch), Fernsehen (Scifi,Fantasy,Comedy,Historisch,Dokus)

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  1. Um den Reishi ranken sich allerlei Mythen. Früher war die Nutzung dem chinesischen Hochadel vorbehalten und sein Gewicht wurde in Gold aufgewogen, weil er selten und schwer zu finden war. Wenn ein Bauer einen solchen Pilz entdeckte, hat er ihn meistens in einem Talisman mit sich herumgetragen, bis er wirklich schwer krank wurde, erst dann wurde er eingesetzt. Der Reishi zählt wie Ginseng und Jiaogulan zu den Lebewesen, die sogenannte Adaptogene bilden. Adaptogene sind eine eigene Stoffgruppe und können mit den heutigen Mitteln nicht synthetisiert werden. Adaptogen bedeutet so viel wie sich anpassen. Und genau diese Wirkung haben sie auf den Organismus, sie wirken ausgleichend und machen ihn resistenter gegen Stress und Umweltfaktoren. Ich nutze ihn hauptsächlich um besser schlafen zu können und meine Stressresistenz zu erhöhen. Aber die Wirkung auf den Organismus ist vielfältig, er soll bspw. auch helfen bei einer Chemotherapie die Nebenwirkungen zu reduzieren usw.. Zusammen mit Ginsenng oder Jiaogulan wirkt er synergetisch. Ich konsumiere ihn zusammen mit Jiaogulan als Pulver wie einen Matcha, nur mit mehr Wasser, ca. 3h vor dem Schlafen. Früher habe ich ihn in Kapseln konsumiert, das ist zwar etwas praktischer, aber ich hatte keine Lust auf das Carragen in den Kapseln. Der Stoff ist nicht ganz unumstritten. Außerdem bekommt man mit Pulver mehr für sein Geld. Den Jiaogulan pulverisiere ich immer selbst in einer Kaffeemühle. Beides sollte man nur in Bio Qualität zu sich nehmen. Reishi wird heute gezüchtet, Pulver erhält man aus China oder seit neustem aus Slowenien. Was noch Erwähnenswert wäre ist, dass Reishi wie Ginseng auch, einer der meist genutzten Naturheilmittel in der TCM sind; im Gegensatz zu Jiaogulan, das dort kaum Erwähnung findet. Die Adaptogene in Jiaogulan sind eine Entdeckung der Neuzeit. Wie du sicher schon festgestellt hast, neige ich zur Ausschweifung ^^ . PS. Hast du einen Link/Bild zu dem Teeboot, klingt mal super interessant.
  2. Kannte ich ebenfalls nicht, sieht aber sehr interessant aus. Ein bisschen wie der Igel Stachelbart.
  3. Schwarztee Neuling sucht Kaffee Ersatz

    Dann sind die Würfel für meine nächste Verkostung gefallen, der Broken Silber von Thiele. Ich bin gespannt. Danke für den Input.
  4. Schwarztee Neuling sucht Kaffee Ersatz

    Mit einer Ostfriesenteetasse könnte ich mich als Nostalgiker notfalls anfreunden, so sahen früher die Tassen bei meiner Oma aus. Die Frage ist halt, wie schmeckt dieser Ostfriese und wie macht er sich als Kaffeeersatz. Ich musste in solche Experimente schon deutlich mehr investieren, daher lasse ich es mal drauf ankommen. Bei mir gibt es allerdings Cashewsahne die ist viel leckerer als echte Sahne. Und Zucker ...no way, bei aller liebe zu Traditionen.
  5. Schwarztee Neuling sucht Kaffee Ersatz

    Kannst du mir einen Verkostungsabriss geben von deinem Broken Silber, trinkst du den mit Sahne oder Milch ?
  6. Schwarztee Neuling sucht Kaffee Ersatz

    Kannst du einen Ostfriesentee empfehlen @Paul ?
  7. Schwarztee Neuling sucht Kaffee Ersatz

    Ich habe jetzt von dem Assam Tonga von TG 50g gekauft. Der Tee ist lecker, aber, naja, ich finde ihn recht aromaarm. Hat vielleicht jemand eine Bezugsquelle für nen kräftigen Assam oder Ceylon. Was sind da eure Bezugsquellen ?
  8. Schwarztee Neuling sucht Kaffee Ersatz

    Ich habe heute Morgen meinen allerersten Assam mit Mandelmilch getrunken und bin echt ziemlich geflasht. Ohne Pflanzenmilch wird Schwarztee vermutlich nie mein Ding werden, aber mit .....sogar leckerer als Kaffee. Der "Frühstückskaffee" ist bei mir so ein Kindheitsding, ich assoziiere damit unser Samstagsfrühstück bei dem die Ganze Familie zusammen kam. Es gab frische Brötchen und es wurde opulent aufgetischt, bevor man dann seiner Tagesbeschäftgung nachging, Gartenarbeit, das Kehren der Straße usw.. Und dazu gehörte für mich eben mein Milchkaffee.
  9. Ich hab in meiner Sturm und Drang Zeit viele Bücher zu dem Thema verschlungen. Interessantes Thema, aber praktischen Nutzen hatten dann natürlich nur Medizinal und Speisepilze. Reishi gehört heute noch immer zu meinen Nahrungsergänzungsmitteln die ich täglich konsumiere, allerdings nicht mehr aus dem Eigenanbau. . Ich denke du hast recht, das Thema ist zu speziell und wir sind hier ja in einem Teeforum; Themenwechsel. Ich bin teetechnisch gerade dabei offener zu werden, habe jahrelang eigentlich nur japanischen Grüntee getrunken, vor einem Jahr kamen dann dauerhaft chinesische Grüntees und Oolongs dazu und gerade eben in diesem Moment trinke ich meinen allerersten Assam mit etwas Mandelmilch. Bin momentan auf der Suche nach einem Kaffeeersatz. Als ich heute morgen bei TG vorbeigelaufen bin, hat mich der Assam Tonga Second Flush einfach angelacht. Durch den Tipp von @KlausO hab ich dann spontanl zugeschlagen.
  10. Psilocybe cubensis kommt ursprünglich aus Afrika, bekanntlich ja die Wiege der Menschheit und wie bereits angesprochen, mit Sicherheit auch der Entstehungsort menschlichen Bewußtseins. Allerdings hat man mittlerweile Strains an sämtlichen warmen und feuchten Orten der Welt entdeckt. Die Art ist deshalb so bekannt weil damit auch Albert Hoffman experimentiert und auch die durch R. Gordon Wasson sehr bekannt gewordene Schamanin Maria Sabina damit ihre Rituale durchgeführt hat. Außerdem lässt er sich gut indoor kultivieren. Und es stimmt nicht das er in unserem Klima nicht wächst, ich habe ihn auch schon im Sommer im freien kultiviert. Bzw. er hat sich aus Resten auf dem Kompost sozusagen selbst kultiviert. Ich habe eine Zeit lang mit dem FSRE ( Free Spore Ring Europe/Earth ) zusammengearbeitet und habe zur Aufrechterhaltung der Vielfalt ihrer Sporendatenbank beigetragen. Bei der Pilzzucht können einem schon Kleinigkeiten wie ein Haar oder ein offenes Fenster zum Verhängnis werden. Schimmel und Hefen sind dabei das größte Problem. Beides wächst sehr rasant, viel schneller als die Sporen austreiben können. Normalerweise kultiviert man vom Abruck in die Spritze, von dort auf die Petrischale, dann ins Substrat und mit dem Substrat stellt man denn aus Stroh, Holz oder Dung ein Gemisch her das vom Mycel durchwachsen wird und das man dann zum fruktifizieren bringt. Das ist dann mit der kniffligste Teil, weil jeder Pilz seine eigene Temperatur und Luftfeuchte benötigt um Fruchtkörper zu bilden. Einige Arten benötigen auch einen Kälteschock. Das heißt man benötigt viel Technik um das Habitat nachzuahmen. Der "Reizker" sagt mir persönlich jetzt nichts, aber ich kenne aus dem Ayurveda Asant, das Zeug stinkt bestialisch, aber kocht man es, schmeckt es nach Zwiebeln und Knoblauch.
  11. Ich kenne mich auch nur bei den züchtbaren Sorten aus. Würde man mich im Wald aussetzen, wäre ich so hilflos wie jeder andere auch. Im Wald würde ich mir nicht mal zutrauen einen Champignon von einem grünen Knollenblätterpilz zu unterscheiden. Unter Laborbedingungen sehen die Pilze immer perfekt aus und lassen sich leicht identifizieren. Pilzzucht ist ein tolles Hobby, das sich heute Dank Impfdübeln wesentlich einfacher praktizieren lässt. Es gibt da total tolle Sorten bspw. einen Limonenseitling, wunderschöner knallig gelber Pilz oder einen rosanen Austernseitling. Wenn du die leicht anbrätst und dann marinierst sind die das Highlight bei jeder Grillparty. Meine letzten Experimente habe ich mit biolumineszierenden Sorten gemacht, das war richtig cool. Übrigens gibt es noch eine psychoaktive Sorte die in Deutschland beheimatet ist und dich ich schon selbst outdoor im Odenwald gefunden habe. Der sogenannte spitzkegelige Kahlkopf. Von dem gibt es auch jede Menge Poster und T-Shirts; Motiv aus der Goa Szene. Ich musste bei Tool gerade mein geliebtes Weib fragen, die kennt sich besser mit Metal aus. Aber ja, Alex Grey hat für Tool gemalt. Mein Avatar ist ebenfalls ein Bild von Alex Grey. Wenn wir mit unserem Büro fertig sind, werde ich mir aus den USA zwei Bilder schicken lassen. Der hat einen tollen Online-Shop.
  12. Die die du meinst nennen sich im Volksmund Zauberpilze , das ist die Art Psilocybe cubensis. Die wurden praktisch in jeder Ecke auf diesem Planeten gefunden, gibt davon eine Vielzahl von Strains. Gibt übrigens eine interessante Theorie über die Entwicklung des menschlichen Bewußtseins in Verbindung mit Cubensis. Glaube von Terence Mckenna, Alex Grey hat dazu wunderschöne Bilder gemalt. Die wachsen auf Kuhdung oder jedem anderen Pflanzenfresserdung. Azurescens und Cyanescens kann man normalerweise nicht indoor kultivieren. Mich haben aber schon immer Herausforderungen gereizt. Daran bin ich allerdings gescheitert. An Cyanescens habe ich mich erst gar nicht mehr versucht, sondern hab dann erst mal mit ordinären Champignons weiter gemacht. Damals musste ich erst die Basics lernen. Im Grunde ist das richtig anspruchsvolles mikrobiologisches Arbeiten. Zuerst einen möglichst sterilen Sporenabdruck herstellen, dann eine sterile Suspension aus Sporen und Aquadest herstellen, das Ganze dann steril in eine Spritze bekommen, steril ein Nährmedium beimpfen ......usw. . Das ohne professionelle Glovebox und Reinraum ist für jeden ambitionierten Pilzüchter eine echte Herausforderung. Heute wäre mir das alles zu viel Arbeit. Ein Wochenende opfern für eine Hand voll Shiitake käme heute nicht mehr für mich in Frage. So etwas kann man nur als Nerd ohne Freundin veranstalten ^^.
  13. Die Sporen von Speise bzw. Medizinalpilzen enthalten keine Mykotoxine. Höchstens von einer Kontamination in Form von Schimmel geht da Gefahr aus. Ich hatte allerdings mal einen Fall wo ich ganz am Anfang versucht habe einen Psilocybe azurescens zu kultivieren, ein seltener heimischer psychoaktiver Pilz. Aus rein wissenschaftlicher Neugier versteht sich. Dessen Myzel habe ich vergessen nach dem Arbeiten weg zu räumen und das stand über Nacht in meinem Schlafzimmer, waren ca. 5-6l. Ich bin dann mitten in der Nacht aufgewacht und hatte starke Atemnot. War grenzwertig. Pilze verstoffwechseln glaube ich auch Sauerstoff, kann aber nicht sagen ob es eine CO2 Vergiftung oder etwas ähnliches war. Bin dem Phänomen nie auf den Grund gegangen. PS. Habe den Pilz aber nie zum fruktifizieren gebracht. Wäre aber voll der Durchbruch gewesen, vergleichbar mit der Zucht von Trüffel. Nur halt finanziell nicht rentabel.
  14. Naja, man muss da relativieren. Natürlich stimmt es, dass bei dem herkömmlichen Gemüse und Obstanbau Pestizide, Herbizide und auch Fungizide eingesetzt werden. Bei Wein können es manchmal bis zu 10 verschiedene Pflanzenschutzmittel sein. Ich bin alles andere als ein Befürworter des herkömmlichen Obst und Gemüseanbaus. Aber im Gegensatz zu bspw. Wildpflückungen bei Pilzen, gibt es im Agrarbereich zumindest in einem gewissen Maß Kontrollen. Bei der konventionellen Pilzzucht verwendet man meines Wissens gar keine Pflanzenschutzmittel, außer vielleicht mal H2O2 um das Substrat zu sterilisieren. Ich habe selbst jahrelang Medizinal und Speisepilze gezüchtet. Und bei Obst und Gemüse besteht die Möglichkeit auf Bio auszuweichen. Es kommt auch immer darauf an wo man die Pilze pflückt, es gibt da sicherlich Gebiete die stärker und schwächer belastet sind. Aber mir ist das Risiko einfach zu groß. Durch Tschernobyl ist heute selbst Wild manchmal so stark mit Cäsium belastet das es nicht verzehrt werden kann. Viele Menschen überromantisieren gerne wenn sie an Nahrung aus der Natur denken. Ich hatte letztens eine junge Frau in einer Gruppe, Veganerin, die meinte, das sie mit ihren ungewaschenen Wildkräuterpflückungen ihren B12 Bedarf decken könnte. Rein theoretisch sogar möglich, aber so fängt man sich auch ganz schnell Parasiten ein. Unsere wildlebenden nächsten Verwandten die Menschenaffen sind meistens randvoll mit Parasiten. Das gehört eben auch zur Natur. Wobei die Cäsiumbelastung bei Pilzen natürlich durch Menschen verschuldet wurde. PS. Mit Cäsium belasteten Pilzen verhält es sich wie mit Sonnenbrand. Der Körper vergisst nicht. Und je mehr man konsumiert desto mehr setzt man sich dem Risiko aus davon krank zu werden.
  15. Ich liebe Pilze und koche sehr gerne damit. In letzter Zeit gehören Austernpilze mit Cashewsahne, Weißwein und Lavendel zu meinen Lieblingsgerichten. Zusammen mit Konjakspaghetti ein super leckeres und kalorienarmes Gericht. Früher habe ich in meinen Steiermark Urlauben auch gerne Pilze gesammelt, aber heute lasse ich das lieber. Mir ist die Schwermetall und radioaktive Belastung einfach nicht geheuer. Und Zuchtpilze kosten nicht viel. Ich bezahle im Kaufland wenn ich Abends einkaufe wo die Preise reduziert werden, gerade einmal 70 Cent für 500g Champignons oder Austernpilze, 1,50 Euro bei Pfifferlingen oder Kräuterseitlingen, 2 Euro bei Shiitake oder Steinpilzen. Da erspare ich es mir mich durch einen zeckenverseuchten Wald zu quälen und im Dreck zu wühlen...und mir vielleicht noch nen Fuchsbandwurm einzufangen. Mich hat die Zeit da einfach "urbanisiert".