Shibo

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Über Shibo

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    Tee-Probierer

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    Männlich
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    Münster, Nordrhein-Westfalen
  1. Tee-Maschinen

    @miig Mit Kaffee kenne ich mich nicht gut aus. Ich dachte aber immer, dass zumindest für einen vernünftigen Espresso ein hoher, gleichmäßiger Druck eine wichtige Rolle spielt. Da haben z.B. Siebträgermaschinen denke ich einen höheren geschmacklichen Einfluss auf das, was in deiner Tasse landet, als es Teemaschinen auf den Teeaufguss haben. Beim Kaffee gibt es soweit ich weiß mehr relevante Parameter und Feinjustagen um einen guten Geschmack herauszuholen. Oder anders gesagt: Es kann bei falscher Zubereitung schneller in die Hose gehen, während die meisten guten Tees einem kleine Unachtsamkeiten sehr großzügig verzeihen. Insofern kann ich bei Kaffee das Zurückgreifen auf Maschinen für die Zubereitung zumindest intuitiv besser nachvollziehen. Natürlich ist meine Meinung zu den Teemaschinen sehr einseitig gefärbt. Aber sie sollte doch auch nicht allzu sehr überraschen in einem Forum voller Tee-Nerds . Was Kaffee anbetrifft bin ich kein Enthusiast. Zweckmäßigkeit und Komfort sind mir da wichtiger als Perfektionismus und Ritual. Aber auch das in gewissen Grenzen. Wenn ich Kaffee trinke, dann nach arabischer Art oder im Espresso-Herdkocher zubereitet. Oder auf meinem Nebenjob aus der Siebträgermaschine (Für einen ordentlichen Cappucino ist übrigens m.E. nach eine Dampflanze unentbehrlich, noch ein Vorteil einer guten Kaffeemaschine). Auf dem Kaffeemaschinen-Markt gibt es natürlich auch viel Schrott. Bevor ich Kaffee aus einer dieser billigen Pad-Maschinen trinke, werfe ich mir eine Koffeintablette ein. P.S. Mache ich natürlich nicht. Ich trinke einfach Tee.
  2. Tee-Maschinen

    @Krabbenhueter Ganz genau. Oder sogar noch einfacher: Grandpa-Style. Zum Beispiel besonders passend mit einem grünen Alishan. Die werden kaum bitter und können etwas mehr Textur und Körper sowieso oft gut gebrauchen. Viel unkomplizierter geht's doch wirklich nicht. Netter Nebeneffekt: man kann die Blätter am Schreibtisch beim Aufgehen beobachten. Tee ist auf so vielen Ebenen bereichernd und wohltuend. Eine Teemaschine unterschlägt zu viele dieser Ebenen, alles nur für ein Quäntchen Zeitersparnis. Ich finde diese Geräte wirklich gänzlich uninteressant.
  3. Das kann ich mir durchaus vorstellen, nachdem ich das Kännchen und auch die Dendriten-Schale in der Hand gehalten habe, ganz leicht sind die! Ich habe bei dem Kännchen zuerst an Tuffstein gedacht. Klingt schön, dein Schälchen. Ganz genau, ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Gekauft habe ich es aber vor allem, weil mir die leicht durchsichtige Glasur schon jetzt so gut gefällt. Erinnert an eine zarte Wolkendecke. Die Schale ist übrigens ungleich schwerer und hat insgesamt eine ganz andere Ästhetik. Eher kühl, nicht minder toll.
  4. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Freut mich, dass er dir gefällt @NoahJ, ist schon ein außergewöhnlicher Tee. Ich habe mit ihm heute mein neues Setup von Jiri Duchek eingeweiht. Für meinen Geschmack profitiert er ganz eindeutig von einem unglasierten Tonkännchen. Die von mir als streng empfundenen Aromen werden abgemildert, der Tee wird weicher und sauberer, als würde er gefiltert. Der Ton des Duchek Kännchens wirkt recht luftig und porös, vielleicht war das Ergebnis auch deshalb nochmal besser als im Jianshui Ton (im glasierten Shiboridashi war mir der Tee zu funky). Diesen Effekt möchte ich jetzt nicht bei jedem Tee haben, aber hier passt er wie ich finde ganz ausgezeichnet. Ich habe tatsächlich zu einem etwas härteren Flaschenwasser gegriffen (ca. 8 dH), als das sonst von mir für Grün- und Weißtees verwendete (ca. 4 dH). Eben um die Aromen etwas stärker zu kontrollieren und den Körper zu betonen. Passt gut zu diesem stark oxidierten, fast schon im Zeitraffer gealterten Tee.
  5. Meine Bestellung bei Jiri Duchek ist gestern eingetroffen. Und ich komme aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus, so sehr freue ich mich über die Stücke. Jedes hat einen ganz eigenen Charme. Ich freue mich auf viele, viele Sessions mit diesen Schätzchen. Ein Rye Kännchen, 100ml randvoll gemessen. Wunderbar gearbeitet und ganz leichter, fluffiger Ton mit einer sehr angenehmen Oberfläche. In Sachen Matching wird wieder erst einmal ausprobiert. Ich schiele aber schon etwas in Richtung junger oder trocken gelagerter Shengs. Der malawische Weißtee mit den strengen (Lagerungs-/Oxidations-)noten, über den ich letztens eine alberne Verkostungsnotiz verfasst habe, hat sich gerade bei der Einweihung ganz hervorragend in dem Kännchen gemacht. Die strengen Aromen waren gedämpft und der Tee kam viel weicher und sauberer rüber. Anders als bei meinem Jianshui Kännchen von Anfang an ein super Ergebnis, ohne diese leicht metallische Note, die im Jianshui jetzt nach und nach verfliegt. Ein Yuzamashi/ Cha Hai mit Krakelee-Glasur. Das ist ein ganz besonders gelungenes Stück, bei dem sich die Glasur an einigen Stellen in einem schönen Rosa verfärbt hat. Allein das könnte ich stundenlang anschauen. Ein cremefarbenes Schächen mit "Dendriten" Verzierung, wie Jiri Duchek es bezeichnet. Das ergibt mit den beiden oben genannten Stücken ein herrliches Set. Last but not least eine etwas größere Schale im koreanischen Buncheong Stil. Die werde ich viel in Kombination mit meiner Shiboridashi nutzen. Ich denke, dass güne und andere helle Tees da sehr schön zu passen werden.
  6. Eure neuste Tee-Anschaffung

    An dieser Stelle das Versprechen, zu berichten, sobald ich darüber etwas fundiertere Aussagen treffen kann. Die Jianshui ist ja mein erstes Tonkännchen. Weitere sind im Zulauf (u.a. eine Nixing, die ich auch mit verschiedenen Oolong ausprobieren möchte). Bevor ich mir da irgendein Fazit erlaube, werde ich noch sehr viel im stillen Kämmerlein hin und her experimentieren. Ich denke, im kommenden Frühjahr kannst du mehr von mir zu dem Thema lesen. Gut Ding will Weile haben
  7. Eure neuste Tee-Anschaffung

    @goza Sehr schön, das braun polierte sieht auch wirklich hübsch aus! Viel Spaß mit den Kännchen. In Sachen Matching probiere ich auch noch aus, aber das Handling hat mich schon mal überzeugt
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ich trinke gerade einen leicht oxidierten Jin Xuan Oolong aus Thailand. Aromatisiert durch Bedampfung mit Nuo Mi Xiang Nen Ye, der Pflanze, die auch dem berühmten Klebreis sein Aroma verleiht. Ihr ahnt es: Kann man sich sparen. Die Teebasis ist furchtbar langweilig, mit kaum Eigengeschmack. Die Aromatisierung ist recht dezent und ebenso langweilig (wohlgemerkt besser als penetrant und ungenießbar). Ja, der Klebreisgeruch und -geschmack im Abgang sind ganz angenehm, ist ein sehr heimeliges Aroma. Aber für so etwas trinke ich keinen Tee. Von Tee erhoffe ich mir Vielfalt, Komplexität, Subtilität, Eleganz, oder zumindest Charakter und Robustheit. Dieser Tee hier ist die Zeit nicht wert. Westlich aufgegossen oder Grandpa Style am Schreibtisch, zwecks Flüssigkeits- und Koffeinzufuhr. Zu mehr taugt der nicht.
  9. Musik-Ecke

    Hui starke Meinung
  10. Musik-Ecke

    Danke für die Einladung Du wohnst in Zürich, oder? Bis ich dort mal in der Nähe bin könnte es tatsächlich etwas dauern, aber wenn es sich mal ergeben sollte komme ich gerne darauf zurück. Wenn du mal in Münster sein solltest, melde dich ebenfalls gerne. Das Forum verfolge ich seit ca. einem Jahr, allerdings vor meiner Anmeldung eher die teebezogenen Themen. Die beiden Remixes gefallen mir sehr gut, wobei ich in den letzten Jahren gar nicht mehr so viel Boom Bap gehört habe. Was nicht heißen soll, dass ich es nicht nach wie vor gerne mag, wenn es dann doch mal läuft. Wenn ich aktuell (d.h. bezogen auf die letzten 3-4 Jahre) einen Lieblingsproduzenten nennen müsste, wäre das wohl Harry Fraud. Der ist enorm vielfältig und hat mit MCs aus verschiedensten Ecken und Stilen zusammengearbeitet. Natürlich mit vielen New Yorkern, wie z.B. Action Bronson und Prodigy, aber eben auch Südstaatlern, MCs von der Westcoast und/oder Mainstream-lastigeren MCs. Trotzdem schafft er es immer, den Liedern seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Besonders cool finde ich seine vielen Projekte mit Curren$y. P.S. Ich hab schon hier und da von deiner Haltung zum Materialismus/ Konsumerismus gelesen. Und kann diese in vielen Punkten gut nachvollziehen. Trotzdem an dieser Stelle ein Video, was dem etwas entgegensteht. Selten fühlt sich Materialismus so schön und sorglos an wie in den Songs von Curren$y. Diese Sorglosigkeit tut manchmal ganz gut, finde ich. Zumindest in der Stellvertretung, man muss ja nicht gleich selber solch intime Gefühle für Autos entwickeln, wie er es tut.
  11. Musik-Ecke

    Ohja, diese Circlejerk Kommentarsektionen. Gibt's genau so unter Videos, die anderen Subkulturen zugehörig sind, Metal zum Beispiel. Bei Oldschool Rap ist es aber gefühlt ganz besonders schlimm. Geltungsdrang spielt da bestimmt eine große Rolle. Der ist aber meiner Meinung nach nicht per se schlecht sondern hat auch seinen berechtigten Platz im Austausch mit anderen, gerade über Nischenthemen. So auch hier im Teetalk. Wenn die Foristen und Foristinnen nicht ab und zu ihren Geltungsdrang von der Leine lassen würden, hätten wir bestimmt viel weniger interessanten Stoff für Diskussionen. Schade ist es natürlich, wenn dabei dann nur solche Oberflächlichkeiten wie ein und dieselbe Top 5 Liste der besten Produzenten in allen Permutationen herauskommen. Selten wird etwas Inhaltliches dazu geschrieben, so wie du es oben zum Rockwilder getan hast (spannender Pick übrigens, den hätte ich auch nicht auf dem Schirm gehabt, auf Abruf hatte ich jetzt nur die gleichnamige SIngle von Method Man und Redman im Kopf). Man darf aber auch nicht vergessen, dass auf YouTube viele Kinder und Teenies unterwegs sind, auch bei Oldschool Rap Videos. Da ist das Wichtigste dann oft die Zugehörigkeit und es wird mit Stolz und glühendem Eifer Name-Dropping betrieben, hab ich als Teenie auch gemacht. Zwar nicht auf YouTube, aber unter Freunden, Interessierten und eigentlich weniger Interessierten, die sich dann vermutlich ziemlich gelangweilt haben "Unterbewertet" hatte ich zu Fizzy Womack übrigens geschrieben, weil er nach wie vor mehr als MC denn als Produzent bekannt zu sein scheint und seine Arbeit an der MPC unter dem Radar fliegt. Dabei macht der Mann 1a Beats. Schön trockene, harte Drums, aber unterlegt mit häufig sehr melodischen Samples, die dazu in einem schönen Kontrast stehen. Das hier einmal als bekanntes Beispiel: P.S. Bei Erick Sermon ist es gefühlt genau anders herum, dessen Arbeit als Produzent stand für mich immer im Vordergrund, auch als Teil von EPMD.
  12. Musik-Ecke

    @GoldenTurtle (eigentlich wollte ich dir eine PN schreiben, aber dort heißt es, du könntest keine Nachrichten empfangen) Anlässlich unseres Austausches zum Gang Starr Album letztens: Dieses Jahr bringt tatsächlich noch ein vielversprechendes posthumes Album aus einer ähnlichen Ecke: https://ambrosiaforheads.com/2019/11/sean-price-mop-lil-fame-price-of-fame-album/ Die Kombi könnte richtig gut werden. Sean Price war ein Ausnahmerapper und Lil Fame's (aka Fizzy Womack von M.O.P.) Beats halte ich für unterbewertet. Man darf gespannt sein. Ich dachte mir, dass das vielleicht nach deinem Geschmack sein könnte. Wird aber mit Sicherheit um einiges härter als das Gang Starr Album
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @doumer Das ist ein besonders schönes Setup! Kännchen, Schale, Teeboot und sogar das Neifei sehen sehr harmonisch zusammen aus. Der Tee klingt herrlich, wohl ein echter Sonntagsbraten äh ...fladen
  14. @Paul Danke für den Link, das Gedicht hat mir gut gefallen. Und die Seite scheint ja echt klasse zu sein. Wenn ich mal Zeit und Muße habe werde ich dort genüsslich umherstöbern.
  15. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Ein kurzer Nachtrag zum malawischen Weißtee: So sieht die selbe Blattmenge von 5g im 110ml Jianshui Kännchen aus Das Kännchen scheint dem Tee gut zu tun. Die strengen Aromen werden etwas abgefangen und der Körper wird doch merklich betont. Im Geschmack wirkt der Tee süßer. Allerdings habe ich bei meinen Versuchen mit der Jianshui bisher noch eine leicht metallische Note und eine gewisse Kratzigkeit im Abgang verspürt. Ersteres finde ich noch nicht einmal negativ, sondern je nach Tee sogar passend (zum Beispiel in diesem Fall). Zweiteres empfinde ich als etwas störend. Ich vermute, dass ich das Kännchen noch eintrinken muss. Ich habe es jetzt erst zum vierten Mal benutzt und hatte es zu Beginn nicht geseasoned, sondern nur mit Wasser ausgekocht. Es bereitet mir nichtsdestotrotz viel Freude, das Handling und Ausgießverhalten ist wirklich großartig. Bei so einem großblättrigen Tee ist die Kanne in nullkommanix leer und sie gießt super sauber ab. Völlig unkompliziert.