Shibo

Neue-Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    67
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Über Shibo

  • Rang
    Tee-Trinker

Profil Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
  • Wohnort
    Münster, Nordrhein-Westfalen
  1. @Anima_Templi Dass es auch mit den Originalbildern funktioniert, war mir auch schon aufgefallen. Ich hatte das mal ausprobiert, dann aber davon abgesehen, weil ich dachte, dass das MB-Limit trotzdem nicht ohne Grund dort stehen wird und die Bilder dann eventuell später automatisch gelöscht werden o.Ä. auf die Idee, dass die Bilder beim Hochladen automatisch komprimiert werden könnten, bin ich tatsächlich gar nicht gekommen. @Joaquin, kannst du etwas dazu sagen?
  2. Da ich keinen Thread gefunden habe, in den meine konkrete Frage zu dem Thema gut reingepasst hätte, dachte ich mir, dass dies doch ein ganz hilfreicher neuer Faden sein könnte. Hier dürfen alle, die fotografisch versiert oder interessiert sind, gerne praktische Tipps zum Ablichten von Tee, Kännchen, Tee-Stillleben und dergleichen mit der Community teilen. Hintergrundgedanke ist, dass wir alle von schönen Fotos z.B. im WTihieT-Thread profitieren. Wenn die weniger Versierten (z.B. ich selbst) ein paar Kniffe dazu lernen können, dann ist das doch nur positiv für die Qualität der Beiträge auf dem Forum. Was meint ihr? Mir persönlich ist das Thema Fotografie zu komplex und nicht priorisiert genug, um mich da erstmal ausgiebig mit den Grundlagen zu befassen. Vielleicht lassen sich hier ja einige Tipps oder hilfreiche Links sammeln, die für das Genre "Teetisch-Fotografie" relevant sind und schnell Abhilfe schaffen. Nun noch zu meiner konkreten Frage: Gegeben, dass ich mit meiner mittelmäßigen Smartphone-Kamera und zunächst einmal mit meinen lausigen Fähigkeiten auskommen muss - an einer Variable lässt sich möglicherweise schnell etwas verbessern: Wie komprimiert ihr eure Bilder, um die Gesamtgröße von 2,93MB je Beitrag hier im Forum nicht zu überschreiten? Ich exportiere meine ca. 6MB großen Originalbilder in GIMP als .jpg und stelle dabei die Qualität so weit runter, dass sie zusammen für den Beitrag knapp unter der Maximalgröße landen. Mit der resultierenden Qualität bin ich aber nicht wirklich zufrieden, im Vergleich zum Original muss man da schon deutliche Abstriche machen. Ich bin mal so frei und verlinke - wenig überraschenderweise - @Lateralus. Alle anderen sind natürlich auch herzlich eingeladen.
  3. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute Morgen im Nixing Kännchen: Milanxiang Dancong '19, bezogen via @chenshi-chinatee 4g auf 120ml, 6 Aufgüsse bei 90-95°C Wassertemperatur. Das trockene Blatt riecht intensiv (!) nach Maracuja. Sehr aromatisch, sehr laut. Dieser Tee verrät schon früh, in welche Richtung es gehen wird. Im Aufguss gesellt sich eine bodenständigere Note von Heu und getrockneten Blüten dazu. Die ist mir zunächst einmal ganz willkommen, da mir die Fruchtigkeit fast schon etwas zu intensiv wäre, hätte sie überhaupt keine Antagonisten. Möglicherweise lässt sich die Heunote dem namensgebenden Dendrobium pruinosum zuordnen, daran habe ich aber noch nie geschnuppert. Mich erinnert sie an getrocknete Chrysanthemen. Insgesamt aber deutlich fruchtbetont, und das kommt mir entgegen, sagt mir doch tendenziell eher das Fruchtige denn das Blumige zu. Am Gaumen ist der Tee weich, süß und süffig. Fast schon erfrischend, man könnte sich ihn auch gut als Eistee vorstellen. Im Abgang spielt er dann seine vielleicht größte Stärke aus: Beim Ausatmen durch die Nase und beim - ich nenne es mal "Nachschmecken" oder "Nachschmatzen", ihr wisst vermutlich, was ich meine? - wird er nochmal sehr deutlich fruchtig, mit der exotischen Maracuja- aber nun auch und vor allem einer süßen Pfirsichnote. Der Eistee-Eindruck verstärkt sich. Insgesamt ein sehr ordentlicher Tee, der so ziemlich das liefert, was ich von einem Dancong erwartet hatte: Vieeel Aroma! Für meinen Geschmack ist sein extrem fruchtbetonter Charakter fast schon zu eindimensional. Es gibt nach den ersten zwei Aufgüssen keine nennenswerte Entwicklung mehr und sobald die Intensität schwindet, bleibt nicht mehr allzu viel übrig. Man sollte natürlich zudem in der richtigen Stimmung für solch einen Tee sein. Während das Aroma mich in der ersten Session noch in den Bann geschlagen hatte, war es mir heute teilweise schon zu süßlich. Dieser hier ist natürlich ein von der Machart her kaum vergleichbarer Tee, jedoch ist er ein schönes Beispiel dafür, wie intensive Süße und Fruchtigkeit durch interessante bittere Noten ausbalanciert werden können. Zwischen den beiden Sessions mit dem Dancong habe ich mich ihm zum Vergleich extra noch einmal gewidmet, um das für mich zu bestätigen. Ein wenig Bitterkeit gibt es übrigens auch beim Dancong zu vermelden, aber dort brachte sie mir keine geschmackliche Assoziation und war nicht komplex genug, um eine Bereicherung darzustellen. Für die zweite Session bin ich deshalb von der glasierten Shibo auf Nixing umgestiegen, wodurch diese leichte, aber doch etwas störende Bitterkeit gezähmt war. Außerdem wirkt der Tee im Nixing Kännchen körperreicher, was ihm gut zu Gesicht steht. Das Kännchen entpuppt sich als Traumpartner für fruchtige Oolongs und Schwarztees. Als nächstes werde ich darin mal einen sehr grünen Darjeeling FF probieren, vielleicht stellt es sich ja sogar dafür als valide Alternative zur glasierten Shiboridashi heraus.
  4. Was miig sagt. Gerade bei FF Darjeeling bekomme ich super Ergebnisse mit 4-5g auf 120ml. Edit: Wohlgemerkt dann zunächst mit Ziehzeiten zwischen ca 30-40 Sekunden, bei den letzten Aufgüssen auch mal 3 Minuten. Letzten Endes solltest du einfach verschiedene Varianten ausprobieren, aber vielleicht hilft dir ja die ein oder andere numerische Angabe zur Orientierung.
  5. Ärgernis des Tages

    Eine Ohrfeige und eine Streicheleinheit von den Teegöttern: Die Flasche mit Cold Brew ist im Rucksack ausgelaufen und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit den Laptop ertränkt Es besteht noch eine leise Hoffnung, dass die Mühle nach ein paar Tagen Durchtrocknen wieder startet, jetzt heißt es erstmal abwarten und Tee trinken, ich weiß auch schon welchen. Zum Ausgleich hatte der Tag dann aber doch noch etwas Schönes parat.
  6. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Ich war ja ziemlich skeptisch ob des Imports. Und wurde immer skeptischer, je länger das Paket beim Zoll lag. Aber heute ist meine erste Teebestellung von außerhalb der EU, genauer von Farmerleaf aus Jingmai, angekommen. Der 200g Kuchen ist der 19er Moonlight White aus der Frühjahrsernte, der 100g Kuchen ist der 19er Ai Ban Single Garden Sheng. Das 20g Sample war als nette Überraschung mit im Päckchen und wird dann mein erster als "Gushu" deklarierter Pu Erh sein. Ick freu mir!
  7. Ja, leider. Ich besuche immer mal wieder seinen Blog, mittlerweile eigentlich gar nicht mehr um zu schauen, ob es etwas Neues gibt, sondern einfach um z.B. seine "Musings" zum zweiten oder dritten Mal zu lesen. Letzten Endes kann es tausend (gute) Gründe geben, warum man nicht mehr zum Blog schreiben kommt. Die von ihm doch recht gründlich gewahrte Anonymität ermöglicht es ja auch, einfach mal von der Bildfläche zu verschwinden ohne sich als Person dafür vermeintlich erklären zu müssen. Irgendwie ist das doch auch etwas Schönes. Dieses Verhältnis zur Öffentlichkeit und zu seinen Lesern ist ja ein inhärenter Aspekt seines Blogs. Und wäre das anders, hätten wir vielleicht nie so schöne, gedankenvolle und zahlreiche Texte zu lesen bekommen. Es ist schon spät, aber ich werde jetzt noch ein wenig in seinen alten Posts stöbern. Sein Blog ist einer der schönsten Ruhepole im gesamten Worldwideweb.
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute war in der Shiboridashi: Ein taiwanesischer Grüntee aus der Januar(!)ernte 2019. Aus Ming Jian in Nantou, gelegen auf 350-400m über dem Meeresspiegel. Kultivar ist Qing Xin Gan Zhi. Bezogen habe ich den Tee via What-Cha. Letztes Jahr war es um diese Zeit in Nantou wohl bereits so warm, dass die Teepflanzen genügend Blätter für eine erste Ernte gebildet hatten. Das trockene Blattgut verströmt einen sehr angenehmen Duft von gebrannten Mandeln in Kombination mit frisch-vegetabilen Noten, die so auch bei einem guten Sencha vorkommen könnten. Eine schöne Überraschung. Auch die Aufgüsse selbst sind sehr aromatisch mit einem ähnlichen Profil. Im Mund fällt der Tee allerdings deutlich ab. Hier fehlt ihm Körper, Komplexität und überhaupt Kraft auf ganzer Linie. Ich habe in zwei Sessions mit verschiedenen Wassertemperaturen und Ziehzeiten experimentiert, doch der Tee bleibt lasch und besitzt zudem leider eine gewisse salzige Seifigkeit, die den Geschmack dominiert. Außer ein paar floralen und ganz entfernt nussigen Noten gibt es an dieser Front leider nicht viel Positives zu berichten. Eine so große qualitative Diskrepanz zwischen Aroma und Geschmack ist mir bis dato noch nicht untergekommen. Aufgrund des Erntezeitpunkts muss man den Tee möglicherweise als Experiment einordnen und meine Erwartungen waren dementsprechend auch nicht sonderlich hoch. Nach dem schönen ersten Eindruck, fand ich es dann aber doch etwas schade, dass der Geschmack so zu wünschen übrig lässt. Einer der schwächsten Tees, die ich bisher von What-Cha probiert habe. P.S. Die Schale von Jiri Duchek macht sich super mit grünen Tees. Ich freue mich schon auf die Shincha Saison
  9. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Nach einigen Tagen grippalen Infekts, peinlichen Selbstmitleids und deprimierenden Kräuteraufgüssen war heute endlich wieder ein Tee im Kännchen. Da Geschmack- und Geruchssinn sich noch nicht so richtig erholt haben, fiel die Wahl auf einen unkomplizierten und verlässlichen alten Bekannten: Ein White Label Sheng aus der Frühjahrsernte 2018 (mehr Informationen sind nicht vorhanden), der trotz seines jungen Alters eher tiefe und warme denn grüne Aromen ins Schälchen zaubert. Er ist einfach und gefällig, mit deutlichen Noten von Trockenobst, Waldboden und einer dezenten Holzigkeit. Bei ca. 95 Grad Wassertemperatur kommt auch durchaus eine gewisse Bitterkeit zum Vorschein. Diese lässt sich - wenn gewünscht - mit einer niedrigeren Aufgusstemperatur ganz gut vermeiden, ohne dass dem Tee dabei allzu viel verloren geht. Heute war mir aber nach kräftig und heiß. Im Verlauf der Session gibt es keine sonderlich komplexe Entwicklung. Ab Aufguss 3 wir es natürlich intensiver, da sich nun auch der größere Klumpen Blätter öffnet (ich befülle das Kännchen gerne analog zum Feuermachen: ein paar lose Blätter als "Reisig" und ein größerer "Scheit", der erst nach einigen Aufgüssen seine Kraft entfaltet). Gegen Ende und mit längerer Ziehzeit wird der Tee immer süßer. Aber der Grundcharakter bleibt über jeden Aufguss der selbe. Der Tee ist außerdem sehr leicht, mit kaum nennenswertem Körper. Am meisten schätze ich diesen Sheng für seine Wirkung: Er macht auf eine angenehme Weise wach und befreit die Atemwege (gerade deshalb heute eine gute Wahl), wirkt klar und rein, sorgt für ein aufgeräumtes Gefühl hinter der Stirn. Diese Wirkung fiel mir schon bei der ersten Session mit dem Tee auf, noch bevor ich das erste Mal von "Cha Qi" gelesen hatte. Und auch wenn ich mich selber mit dem mir vertrauteren und einfachen Begriff "Wirkung" begnügen möchte, so kann ich mir durchaus vorstellen, dass erfahrene Sheng-Trinker wie @doumer und @Anima_Templi eben jene Wirkung als ein Aspekt von Qi in diesem Tee wahrnehmen würden. Das soll nicht heißen, dass erfahrene Sheng-Trinker notwendigerweise von Qi sprechen. Wenn ich mich nicht täusche, sprechen die beiden in diesem Forum aber häufiger als Andere von Qi, und ihren Beschreibungen kann ich häufig etwas abgewinnen. Auch wenn ich selber vielleicht eine andere Nomenklatur verwenden und möglicherweise andere Wirkmechanismen hinter dem Wahrgenommenen vermuten würde. Wie dem auch sei, mich lässt der Tee jedenfalls immer sehr angenehm erfrischt zurück. Und das finde ich wirklich klasse bei einem 200g Kuchen für knapp 30€. Off-Topic: Als jemand, der Tee meistens in 25g Probepackungen kauft, weiß ich es doch immer wieder zu schätzen, solch einen günstigen Tee in etwas größerer Menge zu besitzen. Man scheut nicht davor, mit ihm zu experimentieren, lernt ihn dadurch besonders gut kennen wie einen Freund, mit dem man verschiedene Situationen erlebt. Er bietet sich einerseits als Versuchsobjekt für die Parallelverkostung von verschiedenen Flaschenwassern an (so bei mir geschehen), und ist andererseits eine gute Wahl, wenn man mal komplett den Kopf abschalten und sich etwas Vertrautem hingeben möchte.
  10. Im Chaozhou Style hat das wohl seinen Platz? Zumindest habe ich dazu mal etwas gelesen.
  11. Vergleich von Unterschieden in der Shengproduktion

    Hier gibt es ein ausführliches Interview mit dem Produzenten eben jenes Ao Ne Me zu sehen (englische Untertitel lassen sich einblenden). Konkrete Produktionsparameter werden nur kurz angeschnitten (z.B. ab Minute 21:40) aber die beiden reden viel über unterschiedliche Ansätze der Instandhaltung und Pflege von Teegärten, und wie sich diese auf das Produkt auswirken. Dieses Thema behandelt William ja des öfteren in seinen Videos. Ich finde das immer wieder sehr interessant und mag seinen Ansatz, die eigene Vorgehensweise offen zu legen und gleichzeitig auch andere Produzenten zu Wort kommen zu lassen (und diese dann - wie auch hier - mit Hilfe von Untertiteln den meisten Westlern überhaupt erst verständlich zu machen). Aus diesem Grund habe ich dort Anfang Dezember eine Bestellung aufgegeben. @GoldenTurtle Wenn der Zoll Frankfurt die Sendung denn eines Tages mal freigibt, kann ich zumindest zum 19er Ai Ban und zum 19er Moonlight White aus der Frühlingsernte etwas sagen, wohlgemerkt in der Rolle eines Pu Anfängers .
  12. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute Nachmittag im Kännchen: Handgepflückter Schwarztee von Miyazaki via Yutaka Tee. Cultivar: Benifuuki Jahrgang: 2014 Mit diesem besonderen Tee durfte ich nun schon einige Sessions verbringen. Die Bilder stammen (bis auf das Letzte) vom 19. Dezember. Kaum zu glauben, wie warm es da noch war. Ich saß im Sweatshirt auf dem Balkon und habe mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Zum Tee: Besonders ist er deshalb für mich, weil er eine intensive Fruchtigkeit und Süße mit sich bringt, wie kein anderer bisher. Das trockene Blattgut verströmt ein Aroma von dunklen Früchten und Waldbeeren. Im Geschmack dominiert eine ausgeprägte Honigsüße (diesen Begriff liest man immer wieder und man meint sie auch im ein oder anderen Tee oder auch Whisky zu entdecken; aber hier ist sie sowas von deutlich, dass ich nun in Zweifel stellen muss, ob ich bisher schon einmal echte Honignoten herausgeschmeckt habe. noch ergänzend zum obigen Post, weil ich versehentlich per strg+Enter abgeschickt habe und das Zeitfenster für die Bearbeitung so stressig kurz ist: Die Süße wäre mir fast schon zu viel, wenn da nicht auch noch eine leichte Bitterkeit wäre, die das Ganze schön ausbalanciert. Eine pflanzliche Bitterkeit wie von Salbei- oder Kokablättern, nur viel dezenter. Vielleicht ein wenig mentholig. Das Aroma der warmen Blätter aus dem Kännchen spricht allerdings eine andere Sprache: beerig, süß, voll und intensiv. Sehr tief, sehr reif. Die Lagerung könnte da ihren Teil zu beigetragen haben, auch wenn sie bei schwarzem Tee nicht so eine große Rolle spielen sollte wie z.B. bei Pu Erh. Das Cultivar Benifuuki? Keine Ahnung, wir beide treffen das erste Mal bewusst aufeinander. Es ist ja eines der gängigsten für japanischen Schwarztee und wenn dieses kleine Kunstwerk hier irgendeine Aussagekraft hat, dann ist das Cultivar mit gutem Grund so beliebt. Wirklich ein toller Tee! Er hat mich regelrecht beeindruckt und ist ganz oben dabei unter den leckersten Tees, die ich bisher getrunken habe.
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Mal wieder tolle Bilder von einem sehr schönen Setup, @Lateralus
  14. Das ausklingende Jahr hat mir wenig Freizeit beschert. Für große Unternehmungen war meist zu wenig Zeit. Geld, welches ich sonst vielleicht in Reisen gesteckt hätte, ist stattdessen in unser schönes Hobby geflossen. Das war so gar nicht geplant, vielleicht erinnert ihr euch ja noch an einen meiner ersten Posts hier vor ein paar Monaten, in dem ich nach Tipps für die erste Tonkanne gefragt habe. "Erstmal ein Kännchen zum ausgiebigen Experimentieren" hatte ich da noch verkündet. Pustekuchen. Eine bildschöne Nixing XiShi ist bei mir eingezogen. 120ml Fassungsvermögen, bezogen via mudandleaves. Kam mit Echtheitszertifikat, welches ich nicht entziffern kann und mich auch nicht weiter interessiert. Ich habe es trotzdem mal mit abgelichtet, falls sich jemand dafür interessiert. Sie wurde im Studio von Meister Li Changquan hergestellt (wohl nicht vom Meister selbst). Dazu einen hauchzarten Teebecher aus Jingdezhen, ca. 50ml Volumen. Ich finde, die beiden sehen zusammen einfach umwerfend aus. Eingeweiht habe ich beide Stücke heute auf dem sonnigen Balkon mit einem herrlichen japanischen Schwarztee. Sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe, werde ich über den noch einige Worte im WTihieT Thread verlieren. Er hat mir bisher nämlich in ausnahmslos jeder Session sehr viel Freude bereitet. Die Nixing macht sich gut zusammen mit diesem fruchtigen Tee, der Duft des warmen Tons vermischt mit jenem der Blätter ist betörend. Das könnte schon ein Fingerzeig sein, in welche Richtung die Reise für dieses Kännchen gehen wird. Trotzdem gilt natürlich auch hier wieder: Ausprobieren.
  15. Tee-Maschinen

    @miig Mit Kaffee kenne ich mich nicht gut aus. Ich dachte aber immer, dass zumindest für einen vernünftigen Espresso ein hoher, gleichmäßiger Druck eine wichtige Rolle spielt. Da haben z.B. Siebträgermaschinen denke ich einen höheren geschmacklichen Einfluss auf das, was in deiner Tasse landet, als es Teemaschinen auf den Teeaufguss haben. Beim Kaffee gibt es soweit ich weiß mehr relevante Parameter und Feinjustagen um einen guten Geschmack herauszuholen. Oder anders gesagt: Es kann bei falscher Zubereitung schneller in die Hose gehen, während die meisten guten Tees einem kleine Unachtsamkeiten sehr großzügig verzeihen. Insofern kann ich bei Kaffee das Zurückgreifen auf Maschinen für die Zubereitung zumindest intuitiv besser nachvollziehen. Natürlich ist meine Meinung zu den Teemaschinen sehr einseitig gefärbt. Aber sie sollte doch auch nicht allzu sehr überraschen in einem Forum voller Tee-Nerds . Was Kaffee anbetrifft bin ich kein Enthusiast. Zweckmäßigkeit und Komfort sind mir da wichtiger als Perfektionismus und Ritual. Aber auch das in gewissen Grenzen. Wenn ich Kaffee trinke, dann nach arabischer Art oder im Espresso-Herdkocher zubereitet. Oder auf meinem Nebenjob aus der Siebträgermaschine (Für einen ordentlichen Cappucino ist übrigens m.E. nach eine Dampflanze unentbehrlich, noch ein Vorteil einer guten Kaffeemaschine). Auf dem Kaffeemaschinen-Markt gibt es natürlich auch viel Schrott. Bevor ich Kaffee aus einer dieser billigen Pad-Maschinen trinke, werfe ich mir eine Koffeintablette ein. P.S. Mache ich natürlich nicht. Ich trinke einfach Tee.