Shibo

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  1. +1 für Lateralus' Beschreibung, das trifft's sehr gut. Ich trinke Soba Cha auch sehr gerne, vor allem im Winter als Heißaufguss. Im Sommer, d.h. z.B. heute morgen, eher Mugi Cha als Kaltaufguss Beide sind für mich echte Dauerbrenner und ich habe immer einige selbstgeröstete Portionen in Einmachgläsern auf Vorrat.
  2. Farmer Leaf Jingmai Gushu Herbst 2019 Der Tee verströmt ein zurückhaltend nussig-gemüsiges Aroma. Eindeutig auf der milderen, süßeren Seite. Das Mundgefühl ist sehr schön gehaltvoll, dabei weich und klar, ohne eine nennenswerte Bitterkeit. Wieder nussig, aber eben mehr Cashew denn Walnuss. Zum Vergleich habe ich von Farmer Leaf nur den 19er Spring Ai Ban. Beide Tees sind sich recht ähnlich, was wohl Williams Verarbeitungsmethodik und dem zwar nicht gleichen, aber wohl doch vergleichbaren Terroir zu verdanken (verschulden?) ist. Während der Herbst-Sheng etwas offen-aromatischer ist als der Ai Ban, punkten beide Tees nicht mit einer überbordenden Aromatik, sondern mit einer gut texturierten Struktur am Gaumen und einem schönen Huigan. Der Ai Ban scheint in diesen Eigenschaften noch einmal deutlich potenter, trotz Shengtai Material. Die Shengs von Farmer Leaf kommen hier im Forum oft nicht so gut weg. Mir gefallen diese beiden Exemplare ziemlich gut, sie sind aber wirklich teegewordenes Understatement. Das Mundgefühl und Huigan schätze ich sehr, genauso wie die sauber-erfrischende, aufweckende Wirkung. An manchen Tagen passen diese Tees genau und ich wähle sie mit großer Vorfreude für meine Session aus. An anderen Tagen langweilt mich schon allein der Gedanke, mit diesen stoischen Genossen für längere Zeit den Sofatisch zu teilen. Dann wähle ich sie auch nicht aus, sondern suche mir einen Tee, der meiner Stimmung besser entspricht. Auf diese Weise hatte ich bisher nichts als herrliche Sessions mit den beiden Farmer Leaf Shengs.
  3. Hi Peter, Das kommt hauptsächlich auf die Art Tee an, die du in der Kyusu zubereiten willst. Sollte das klassischerweise Sencha sein, dann ist eine etwas kühlere Aufgusstemperatur ja sowieso gefragt, gerade bei den hochwertigeren Sorten. Das Hauptproblem beim halb Befüllen ist nämlich ein schnellerer Verlust an Kerntemperatur und eine ungleichmäßigere Verteilung der Hitze im Kännchen. Je nach Teesorte muss das aber keine große Relevanz haben. Letztens habe ich hier gelesen, dass einige ihre Kyusu sogar generell nur zu 50-70% befüllen, weil das ein sauberes Ausgießen erleichtert. Mir persönlich wären 360ml trotzdem noch zu groß, für mich alleine würde ich bspw. etwas im Bereich 150-200ml suchen und diese dann zu ca. 75% befüllen. Für zwei Leute passt die von dir verlinkte Kyusu schon deutlich besser.
  4. Wie es allem Anschein nach auch bei @chenshi-chinatee der Fall ist, kann ich regnerischen Sonntagen durchaus etwas abgewinnen. Voraussetzung für einen angenehmen Sonntag bei garstigen Wetterverhältnissen ist, dass man nicht zu viel Unliebsames zu erledigen hat. Schon gar nichts Unliebsames außer Haus. Dann schadet es natürlich auch nichts, den passenden Tee parat zu haben. Und wenige Tees könnten passender sein, als der 2007er Bangwai von Six Famous Tea Mountains aus Chris' Sortiment. Er ist einer meiner Lieblingstees in letzter Zeit. Die sauberen, weichen Alterungsnoten lassen an einen Keller voll mit Weinfässern denken, in dem sich der Duft des Holzes und des süßlichen Rotweins zu einem betörenden Aroma vermischen. Im klaren, milden Geschmack eine schöne Balance aus dezenter Süße und kontrollierter, aber präsenter Adstringenz. Ich mag diese knackigen Tannine, die den Mundraum auf angenehme Weise belegen und für einen langen und intensiven Nachgeschmack sorgen, dabei aber nicht störend im Hals kratzen. Kein fancy Gushu Boutique Produkt. Einfach ein leckerer, wohltuender, sauber gereifter Sheng zu einem sehr fairen Preis. Klasse!
  5. Heute mit viel Zeit und Muße ein aufmerksames Whiskybroker Vertical. Fünf Single Cask Whiskies, abgefüllt in Fassstärke, ungefiltert und natürlich ungefärbt. Ich kondensiere meine Notizen mal ein wenig für's Forum, vielleicht hat ja jemand Interesse und Freude am Lesen Den Anfang machte der Auchentoshan. 17 Jahre gereift, den Großteil davon in einem Refill Hogshead. Das Finish im Oloroso Barrel sorgt für ein komplexes, fruchtiges Aroma mit deutlicher Pflaumennote. Am Gaumen und im Abgang weniger interessant. Man merkt ihm den Lowlander an. Hier hat das Finish gut funktioniert. Gutes Fassmanagement, weniger spannendes Destillat. Dann der Tobermory, der ist erstaunlich zitrisch-frisch für seine 24 Jahre. Dazu Noten von Stachelbeeren und Butterkeks. Die Nase ist wenig komplex. Dafür am Gaumen und im Abgang umso besser. Mild und ölig-gehaltvoll, braucht man hier trotz 53% Alkohol nicht zu verdünnen. Fast schon die Antithese zum Auchentoshan: ein inaktives Fass, aber ein ansprechender Grundstoff, der über die Jahre gemächlich gereift ist. Die Heimat der fast schon brutal rauchigen Ledaigs (ich liebe rauchige Whiskies, aber z.B. der Ledaig 10 ist gnadenlos, weil einem dort der Rauch so dreckig, trocken und direkt entgegen prescht) kann auch ganz brav und sanft. Der Aberlour ist zunächst sehr verschlossen. 24 Jahre und über 60% Vol brauchen Zeit im Glas. Nach einiger Zeit eine schöne Honignote und ein zart blumiger Charakter. Mit Wasser öffnet er sich, wird fruchtiger, aber leider geht der Honignote die Intensität etwas verloren. Gaumen und Abgang sind mir ob des hohen Alkoholgehalts zu harsch, und gleichzeitig geschmacklich zu wenig intensiv. Insgesamt nicht schlecht, aber ein wenig langweilig. Der Tropfen von der Speyside Distillery ist eine konservative, 23-jährige Refill-Sherry-Reifung. Eher Nuss (besonders Haselnuss!), Gewürze und Leder, denn Frucht. Etwas getrocknete Feige ist aber auch dabei. Schön klassisch. Ich habe das Gefühl, dass das Fass hier etwas zu sehr dominiert. Aber da es mein erster Whisky von der Speyside Distillery ist und ich somit keinen jungen Vergleichswert habe, bleibt das nur ein Gefühl. Den Tobermory fand ich richtig klasse. Aber der beste im Line-Up ist nochmal mit deutlichem Abstand der 18-jährige Arran. Den kannte ich schon vorher und hatte ihn hier nochmal zum Vergleich probiert. Der beste nicht nur, weil ich den Destilleriecharakter von Arran gerne mag, das alleine muss noch nichts heißen. Dies hier ist schlicht der beste Arran, den ich je im Glas hatte. Die typische Mischung aus Würzigkeit und exotischen Früchten kommt mit voller Wucht in der Nase und wird getragen von einer herzhaften Buttrigkeit und sogar ein wenig Rauch. Im Mund macht sich das Refill-Sherryfass stärker bemerkbar mit getrockneten Aprikosen, Rosinen, Nüssen und einer kräftigen Ladung Eiche. Im Abgang dann nochmal das gesamte Ensemble im Chor für ein fulminantes, komplexes und lange ausklingendes Ende. Ich bin keine fanatischer Single Cask Advokat. Aber wenn alles passt, kann gerade dieses Format wirklich Großartiges hervorbringen. Und das hier ist Whisky at it's best
  6. Heute morgen mal eine kurze Session vor dem Frühstück mit dem Parkside Frost 2020 aus Nilgiri von Teekontor Kiel. Kurz deshalb, weil ich nach der Koffeinzufuhr ziemlich bald etwas essen muss, sonst wird's ein zittriger Start in den Tag. So war es aber ein sehr guter Start. Aus der Shiboridashi grüßen Aromen von gegrillter Paprika, Gewürzen und Zitrusfrüchten. Eine knackig-frische Angelegenheit.
  7. Nee, ich finde auch, dass es hier sehr viel zivilisierter und freundlicher zugeht, als in den allermeisten Internetforen. Wenn das anders wäre, hätte ich mich nicht hier angemeldet. Herzlich willkommen, @Soulsurfer!
  8. Ich schon wieder, mit einer Bestellung von farmer-leaf.fr Der Tee ist mit der transsibirischen Eisenbahn von Yunnan nach Frankreich gerollt, weil William angesichts der weltweit unklaren Situation hinsichtlich Vertrieb und Transport das französische Lager wieder auffüllen wollte. Irgendwie ein hübsches Bild, das mit der transsibirischen Eisenbahn. Klingt romantisch, als hätte der Tee eine abenteuerliche, entrückte Reise hinter sich. ...schon albern, was man sich so zusammen assoziiert, um den Kauf zu rechtfertigen. Tatsächlich wollte ich den Huangpian Cake schon im chinesischen Shop bestellen, war aber nicht schnell genug. Daher habe ich mich gefreut, dass er aus Frankreich verfügbar war. Die beiden Weißtee-Samples werden einem Vergleich mit dem 19er Frühlings Moonlight unterzogen, den ich sehr gerne mag. Der Shou ist dabei, weil er dabei ist.
  9. Ein gut gemachter Perry kann etwas richtig feines sein, habe ich heute gelernt. Dazu eine großartige Samba Platte. Cheers!
  10. Heute war der 1995er Tie Guan Yin von nannuoshan im Schälchen. In der Nase süße Vollmilchschokolade und fruchtige Noten. Im Mund dann viel Kakao mit einer gewissen Mineralität, dabei sehr weich und klar. Und, @Charlie, ja, sogar ein wenig blumig finde ich ihn hier. Toll, wie sich dieser Charakter neben der kräftigen Röstung erhalten konnte. Im Abgang dann nochmal sehr schön komplex. Hier finden sich deutliche Getreidenoten und der Tee bekommt, als Kontrast zur klaren und frischen Textur, noch etwas Gehaltvolles. Wirklich ein toller Tee und mir mit Abstand der liebste unter den drei Vintage TGY aus dem nannuoshan Sortiment. Der 97er war interessant aber etwas freaky. Der 2000er gefällt mir zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht. Er hat ein - recht penetrantes - säuerlich-röstiges Aroma, über dessen Herkunft ich nur spekulieren kann. Möglicherweise hat der Tee über die Jahre eine unerwünschte Lagernote entwickelt und wurde daher vor nicht allzu langer Zeit erneut geröstet, um dem entgegen zu wirken? Wie gesagt, nur eine Spekulation und keine Beurteilung, denn für letzteres habe ich schlicht zu wenig Ahnung. In jedem Fall lasse ich ihn nun erstmal ein paar Jährchen liegen und lüfte die Blätter ab und zu aus. Vielleicht findet er ja noch zu sich P.S. @GoldenTurtle Wie du siehst, ein Oolong im Jianshui Kännchen. Nach einigem Herumexperimentieren, pflichte ich dir bei, dass der Ton nicht gut mit dem Aromenprofil der meisten Oolongs zu harmonieren scheint. Eine Ausnahme bilden für mich Oolongs, die eine intensive Röstung erfahren haben. Durch die Röstung verschiebt sich das Aromenprofil so weit, dass es sogar sehr gut mit dem Kännchen harmoniert. Dazu kommt, dass hitzeliebende Tees in dem Kännchen gut aufgehoben sind. Ansonsten benutze ich die Jianshui für mittelalte Shengs (Sheng aus dem vorigen Jahrtausend hatte ich noch nie) und Postfermentiertes wie Shou. Wenn man so will, ist sie also die Partnerin für Tees mit "strengeren" Noten, seien diese durch Röstung oder Fermentation entstanden. Das ist jetzt natürlich sehr allgemein gesprochen und Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich denke, die grobe Richtung lässt sich nachvollziehen. Mit jungem Sheng macht sie sich auch sehr gut, da nehme ich aber meistens das Rye Kännchen von Duchek, welches ganz besonders gut zu den eher knackig-herben Noten passt.
  11. Ach, das ist gut zu wissen. Dann probiere ich das nach dem Blumenwasser-Seasoning mal in meiner Vase aus soo schwer ist die auch nicht zu reinigen.
  12. Wahrscheinlich die Tage bei der Gratisprobe Hab noch keinen Tee aus der aktuellen Ernte probiert und jetzt, wo ich einen in den Händen halte, bekomme ich schon Lust.
  13. Erste Bestellung bei @teekontorkiel. Ein Probensammelsurium mit Oolong von Atong Chen, sowie Pu-Erh von Yu und von Agent 00Schneider. Ursprünglich wollte ich nur die hübsche Vase von Michiko Shida bestellen, plus zwei Pröbchen von Atong, um keine Versandkosten zu zahlen. Den Rest könnt ihr euch denken...
  14. Hat da jemand Arran gesagt? Schade, dass es den 14er im neuen Line-Up nicht mehr gibt, das war einer meiner Lieblingsstandards. Noch jung genug, dass der Destilleriecharakter die Show bestimmt, schon reif genug, dass die Pfeffrigkeit, die viele junge Arrans haben, gut in Zaum gehalten ist. Und sogar ein Hauch von Rauch - so bilde ich mir ein - ist hier zu finden, anders als bei der restlichen Core Range. Dafür gibt es im neuen Line-Up eine andere Abfüllung, die mich interessiert: Den Bodega in Fassstärke und mit (Refill)-Sherry-Vollreifung (hurra! Bin generell eher skeptisch, was Finishes anbetrifft, und die Arran Cask Finishes fand ich allesamt schwächer als die Core Range). Überhaupt, Sherry ist bei Arran wirklich nicht verkehrt, weil der Grundstoff genug Charakter hat, um sich gegen das Fass zu behaupten. Hat den Bodega zufällig jemand von euch schon probiert?
  15. @Charlie interessant, dass du das auch beobachtet hast. Ich habe den 2000er als nicht nicht wirklich blumig in Erinnerung, sondern fand bei ihm die Kakaonoten ziemlich ausgeprägt. Bei den bisherigen zwei Sessions mit ihm gab es ebenfalls etwas, was mir geschmacklich nicht gefallen hat, aber er war am Gaumen auf jeden Fall milder und runder als der 97er. Muss den 2000er aber auch nochmal im Schälchen haben, bevor ich da Genaueres zu sagen kann. Den 95er habe ich noch nicht probiert.