Charlie

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Beiträge erstellt von Charlie


  1. vor 2 Minuten schrieb GoldenTurtle:

    @Charlie Mir kommt da zum Vergleich die Welt der Champagner in den Sinn, da tragen auch nur besondere Qualitäten einen Jahrgang. Die Massenware läuft sogar explizit unter der Bezeichnung "non-vintage".

    Ein sehr guter Vergleich. In den meisten Fällen wird es das auch gut erklären. Bleibt nur noch, dass die Händler mit dem guten Zeuch den Jahrgang angeben um zu dokumentieren, dass sie das gute Zeuch haben. Ich kam auf die Frage, weil mir der Tie Luo Han von Siam Tee gestern besonders gut mundete.

    Übrigens gibt es bei Champagner imer dann sehr gute non-vintage wenn ein besonderer Stil und Qualität nur mit einer Cuvee aus meheren Jahrgängen erreicht wird. Aber bei Tee gibt es sowas wie edle Jahrgangs-Cuvees nicht, oder?


  2. Am 21.6.2020 um 14:07 schrieb Lateralus:

    Heute habe ich mich mit dem Guzhu Zi Sun 2020 von Nannuoshan beschäftigt.
    Erstaunlich ist der unglaublich intensive Geruch des Blattguts nach Maracuja. So einen intensiven Geruch habe ich noch nie erlebt. Auch an den feuchten Blättern riecht man sehr gerne und findet noch immer diesen höchst dominanten Maracuja-Geruch. In den lieblich weichen und recht filigranen Tee schaffen es nur noch dezente Nuancen davon.
    Die Aufgussempfehlung von 1,3g / 100ml / 80°C / 60s gefällt mir gar nicht und erzeugt einen, meiner Meinung nach, zu schwachen Tee der bestimmt auch Freunde findet.
    Besser waren schon die unten abgebildeten 4g / 100ml / 60°C / 90s aber der Sweet-Spot lag für mich bei 3g / 100ml / 70°C / 60s. 
    Ich denke das ist der ideale Tee falls man mal Gäste hat die Interesse an Grüntee signalisieren.

     

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    IM Shop empfehlen sie

    • Menge: 2g / 150ml
    • Wassertemperatur: 80°C
    • 3 Aufgüsse: 60, 60, 90 Sek.

    https://de.nannuoshan.org/products/guzhu-zi-sun-2020

    Am 21.6.2020 um 14:07 schrieb Lateralus:

    Heute habe ich mich mit dem Guzhu Zi Sun 2020 von Nannuoshan beschäftigt.
    Erstaunlich ist der unglaublich intensive Geruch des Blattguts nach Maracuja. So einen intensiven Geruch habe ich noch nie erlebt. Auch an den feuchten Blättern riecht man sehr gerne und findet noch immer diesen höchst dominanten Maracuja-Geruch. In den lieblich weichen und recht filigranen Tee schaffen es nur noch dezente Nuancen davon.
    Die Aufgussempfehlung von 1,3g / 100ml / 80°C / 60s gefällt mir gar nicht und erzeugt einen, meiner Meinung nach, zu schwachen Tee der bestimmt auch Freunde findet.
    Besser waren schon die unten abgebildeten 4g / 100ml / 60°C / 90s aber der Sweet-Spot lag für mich bei 3g / 100ml / 70°C / 60s. 
    Ich denke das ist der ideale Tee falls man mal Gäste hat die Interesse an Grüntee signalisieren.

     

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    IM Shop empfehlen sie

    • Menge: 2g / 150ml
    • Wassertemperatur: 80°C
    • 3 Aufgüsse: 60, 60, 90 Sek.

    https://de.nannuoshan.org/products/guzhu-zi-sun-2020


  3. Am 11.5.2020 um 23:47 schrieb Shibo:

    Vintage Tieguanyin 1997
    Herkunft: Longjuan, Anxi
    produziert von Meister Chen
    Kultivare: Mischung aus Ben Shan und TGY

     

    Sehr gespannt war ich auf diesen gelagerten Oolong. Er ist einer von drei gelagerten TGY desselben Teemeisters, die ich bei nannuoshan gekauft habe.
    Anders als der kräftig geröstete, zu Kugeln gerollte 2000er (über welchen ich zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas schreiben werde), hat das offene Blatt des 97ers eine dezentere Röstung erfahren. Das schlägt sich im überraschend braven, milden Geruch nach Pfirsich, Honig und Bienenwachs nieder.
    Bienenwachs ist die dominante Note und eine sehr interessante dazu. Hatte ich so bisher in keinem anderen Tee und hätte sie auch eher im neuen "today's wee dram" Thread im Zusammenhang mit Clynelish verortet. Obwohl diese Note einem ihre Anwesenheit förmlich ins Gesicht schreit, konnte ich sie auch nach einigem Grübeln nicht selbst benennen und musste mir mit einem Klick auf die Produktseite behelfen, um dem Elefanten im Raum endlich einen Namen zu geben. An dieser Stelle einmal Respekt an Gabriele bzw. das Team von nannuoshan. Mir ist jetzt schon mehrfach aufgefallen, dass deren Verkostungsnotizen exzellent sind: sehr konkret, dabei trotzdem übersichtlich und vor Allem treffend.

    Überrascht hat mich die milde, fruchtige Nase deshalb, weil ich sie nicht unbedingt mit einem über 20 Jahre alten Tee in Verbindung gebracht hätte. Hätte mir jemand gesagt, der Geruch gehöre zu einem 2017er Oolong, hätte ich es ohne Weiteres geglaubt. Überrascht heißt nicht gestört: Ein Tee mit einem solchen Profil hat bei mir generell gute Karten.

     

     

    Am Gaumen geht's honigsüß los, aber dann dominieren plötzlich knackige Tannine. Nun mag ich solche, den ganzen Mundraum belegenden Tannine an sich sehr gerne. Letztens noch, hatte ich sie bei einem sehr harmonischen, mittelalten Factory Sheng von Chris, und es war mir eine reine Freude! Aber sie müssen eben passen. Hier irritieren sie mich eher und wirken seltsam fehl am Platz neben den zarten fruchtig-süßen Noten.

    Im Abgang allerdings, können die Tannine ihre Stärke ausspielen, denn der ist laaang und komplex. Die Pfirsischnote kommt hier immer wieder durch und der Nachgeschmack oszilliert zwischen süß und knackig trocken. Für mich ist das ganz klar das Highlight des Tees und hier macht sich auch bemerkbar, dass es sich um einen gereiften Oolong handelt. Zumindest ist mir solch ein Abgang noch nie bei einem jungen Vertreter untergekommen. Meine Erfahrung mit gereiften Oolongs beschränkt sich auf nun genau zwei probierte Exemplare, muss dazu gesagt sein.

    Unterm Strich lässt mich dieser Tieguanyin etwas ratlos zurück. Die sehr unterschiedlichen Charakteristika scheinen nicht integriert. Könnte das an der Mischung von zwei verschiedenen Kultivaren liegen, die bei diesem Tee das Rohmaterial bildet? Das kommt mir eher unwahrscheinlich vor. In der Whiskyherstellung heißt es, dass nach dem Vatting (dem Zusammenführen von Destillaten aus unterschiedlichen Fässern) mindestens einige Monate zur "Vermählung" der Bestandteile im neuen Fass notwendig sind, um ein harmonisches Endprodukt zu erhalten. Wenn man das als Analogie heranziehen wollte, würde man davon ausgehen, dass der Tee in den 23 Jahren genug Zeit hatte, seine innere Mitte zu finden.

    Leider ist das 6g Sample nun erschöpft, sodass ich dem Ganzen nicht noch tiefer auf den Grund gehen kann. Es bleibt eine zwar nicht uneingeschränkt genussvolle (größtenteils schon, versteht mich nicht falsch), aber doch tolle und interessante Erfahrung.

    Habe genau diesen Tee nun schon 2 mal getrunken und finde deine Beschreibung sehr passend. Mich hat die Adstringenz auch irritiert. Besonders verwundert hat mich der Unterschied zu dem 95er, dem 2000er und en beiden jungen Tieguanyin aus gleicher Quelle.  Die sind alle viele ähnlicher, nur der 97er sticht hervor, er ist weniger blumig, deutlich herber als die anderen. Woran das wohl liegt?


  4. Ich bin zum guten Tee über Grandpa Stale gekommen, weil ich es so von chinesischen Freunden gelernt hatte. Inzwischen trinke ich gern Oolongs und dunkle Tees nach Gong Fu. Bei der Arbeit brauche ich aber immer noch fast täglich Grandpa, meist grün. Nun habe paarmal andere Tees (Oolong, Pu Errh Sheng und Shou, weiss) als Grandpa probiert. Das ist gar nicht übel. Und es geht weiter: Grandpa aus den Blättern des Gong Fu vom Vorabend!  Naja, großartig ist das nicht und wird schnell wässrig (besonders wenn man den Gong Fu Genuss vo Vortag noch frisch in der Erinnerung hat), aber es ist immer noch eine Sache, die man hin und wieder probieren sollte. Aktuell ist es ein Bing Daao Sheng Pu Errh von 2013.

    Mag sein, dass ein halbbewusster Hang zu Sparsamkeit eine Rolle gespielt hat, aber ich will mal davon absehen. Atuell ist es ein Bingdao Sheng Pu Errh von 2013.

    Was meint ihr dazu? Macht ihr das auch?


  5. Man kann beides: freundlich dulden und behutsam beraten.

    Zu der Frage selbst: ich trinke grünen Tee meist nach der Grandpa-Methode, also paar Blätter in den großen Kaffeebecher, heisses Wasser drauf und langsam daraus süffeln bis fast leer, dann Wasser nachgiessen und wiederholen. Das ist eien ziemlich dünne, wässrige Angeegenheit, schmeckt mit vielen Tees aber trotzdem sehr gut und stillt den Durst. Keine weiteren Zutaten. Im Moment ist es dieser Biluochun https://de.nannuoshan.org/products/biluochun-green-tea

     


  6. Ein Huang Zhi Xiang  Dancong Oolong  mit der Opa-Methode. Also wenig Tee in der großen Tasse und dann langsam weggeschlürft, dann wieder heisses Wasser drauf usw. 

    Der Tee ist als Gong Fu Cha aus dem Gaiwan gut, vor allem aromatisch und ich war neugierig, wie er als "Opa" schmeckt. Nun, sehr gut! Es ist eine gute Alternative, wenn man zum so nebenher süffeln keinen grünen Tee will, sondern etwas mit "wärmeren" Aromen. Schmeckt auch wenn er kalt geworden ist. Neben den blumigen Aromen erinnert er an Herbstlaub und Bratapfel, null grün oder bitter.