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Charlie

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Beiträge erstellt von Charlie

  1. Beim Kochen von nicht-demineralisiertem Wasser  fallen immer Salze aus. Kocht man danach ein anderes Wasser im gleichen Wasserkocher werden sich eventuell ein Teil der ausgefallenen Salze wieder in dem zweiten Wasser lösen. Das heisst, man hat beim zweiten Mal ein anderes Teewasser als das, das man vielleicht glaubt. Besonders stark wird dieser Effekt dann sein, wenn das erste Wasser stark und das zweite Wasser wenig Salze enthält.

  2. In gewisser Weise ist Tee für mich Ersatz für Wein. Zwar war mir grundsätzlich (und hin und wieder auch praktisch) schon klar, dass die Welt des Tees ähnlich viel bietet wie die Weinwelt, aber aus mehreren Gründen und Zufällen hatte ich die eine vertieft und die andere nicht. Aber irgendwann war mir das einfach zu viel Alkohol. Die Variante, beim Wein zu bleiben, aber gar nicht mehr zu trinken, war mir dann doch zu blöd. (Ja, man kann spucken und wenn man die Technik beherrscht, muss man auf gar nichts aus der Weinwelt verzichten. Ausser dem Rausch).  So blieb ich in der Weinwelt, trank aber deutlich weniger und habe mich laaaangsam in die Welt des Tees begeben. Mit Erstaunen (und dann doch wieder nicht, weil es einleuchtend ist) fanden sich einige meiner liebsten Weinfreunde und  großen Weinkenner in der Welt des Tees wieder. Sogar Leute, die ihr Geld mit Wein verdienen sind dabei. Bin zur Zeit mit der Situation sehr zufrieden, möchte aber trotzem paar Punkte aufzählen, die mich aus Sicht eines Weinliebhabers an der Welt des Tees stören. Also nicht grundsätzlich, sondern nur mich persönlich:

    - Der Tee wächst zu weit weg. (Die Wanderungen durch die Weinberge, die Hilfe beim Schneiden, Aufbinden, Lesen, Cuvetieren, Ausschenken macht echt viel Spass. Ebenso probieren beim Winzer. )

    - Ich spreche kein Chinesisch

    - Tee ist weniger gesellig. Oder trefft ihr auch zum trinken und probieren?

  3. Wenn du tatsächlich Argon zu Verfügung hast, dann kannst du das mit jedem Gefäß machen, das nicht zu flach ist und das man gasdicht verschliessen kann. Denn Argon ist deutlich schwerer als Luft und wird, wenn langsam und unverwirbelt eingefülllt, den Sauerstoff gut von unten nach oben verdrängen. Man kann also auch eine größere Dose nehmen, in die man hineingreifen kann und dort kleinere Tüten miit unterschiedlichen Tees lagern. 

  4. Auch wenn ich kein Kenner bin, erlaube ich mir eine empfehlung, weil meine Bedürnisse praktisch gleich sind und ich mit einigen meiner Grünen sehr zufrieden bin. Im Moment würde ich am ehesten den 2020er Changxing lu cha von Nannuoshan nachkaufen. Ich kenne zwar raffiniertere, komplexere und teurere, aber dier hier lenkt nicht groß ab, nacht trotzdem Spass, nervt nicht mit Bitterkeit oder Röstaromen und kostet nicht die Welt.

    https://de.nannuoshan.org/products/changxing-lu-cha

  5. vor 16 Stunden schrieb nemo:

    Kurz gesagt geht es um die Frage, ob es so etwas wie EinsteigerInnen-Tees, -Whiskies, -Wein usw. überhaupt geben kann. Grundsätzlich tendiere ich eher dazu, dass die Kategorisierung EinsteigerInnen/Fortgeschrittene nicht sinnvoll ist, wenn man es genau betrachten möchte. Aber das ist eine andere Diskussion, daher schweife ich hier nicht weiter ab

    Wenn man - aus welchen Gründen auch immer - neue Konsumenten an das Getränk führen will, überlegt man schon, womit das am ehesten geht. Bittere, adstringierende, sauere, brenzlige, müffelnde Getränke gehen eher schlecht. Aber auch keine sehr zarten Getränke, also solche, bei denen der Einsteiger sich fragt, was die Liebhaber da überhaupt schmecken. Das ganz allgemein. Wenn man den sonstigen Geschmack der Zielperson kennt, kann man natürlich individuell vorgehen. Wer gern tanninreiche Wein trinkt, wird eventuell Adstringenz auch beim Tee schätzten.

    Aber eine Kategorie würde ich das nicht nennen. 

  6. Seit Jahren probiere ich Long Jing von unterschiedlichen Händlern, fast alle schmecken, aber keiner kommt an das ursprüngliche Erlebnis eines Gastgeschenkes aus China heran. Klar, "ursprüngliche Erlebnisse" sind nie reproduzierbar, aber heute ist mir plötzlich eingefallen, dass auf der Packung nicht nur "Long Jing" sondern "Da Fo Long Jing" stand. Also will ich weiter probieren, konnte aber im Netz keinen deutschen Händler finden, der explizit diesen unechten Long Jing vertreibt. Wer kann helfen?

  7. vor 2 Minuten schrieb GoldenTurtle:

    @Charlie Mir kommt da zum Vergleich die Welt der Champagner in den Sinn, da tragen auch nur besondere Qualitäten einen Jahrgang. Die Massenware läuft sogar explizit unter der Bezeichnung "non-vintage".

    Ein sehr guter Vergleich. In den meisten Fällen wird es das auch gut erklären. Bleibt nur noch, dass die Händler mit dem guten Zeuch den Jahrgang angeben um zu dokumentieren, dass sie das gute Zeuch haben. Ich kam auf die Frage, weil mir der Tie Luo Han von Siam Tee gestern besonders gut mundete.

    Übrigens gibt es bei Champagner imer dann sehr gute non-vintage wenn ein besonderer Stil und Qualität nur mit einer Cuvee aus meheren Jahrgängen erreicht wird. Aber bei Tee gibt es sowas wie edle Jahrgangs-Cuvees nicht, oder?

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