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  1. Yixing Teekugelsieb

    Form und Herstellungsprozess dieser Kännchen wurden lange Zeit immer weiterentwickelt und folgen heute traditionell festgelegten Regeln. Speziell die optimalen Proportionen für eine gute Anwendbarkeit der Kännchen werden von den Handwerkern in der Regel sorgfältig beachtet. Die Handhabung solcher Kännchen sollte daher einfach und problemlos sein, sofern sie gut gemacht sind. Auch für die auf den ersten Blick etwas umständliche Reinigung der Kugelsiebe gibt es zweckmäßige Utensilien. Ich benutze dafür meistens wie die Chinesen ein zahnstocherähnliches vorne angespitztes Holzstöckchen - manchmal auch eine Zahnbürste. In meinem Besitz habe ich drei Kannen mit Kugelsieb, die ich alle sehr gerne benutze.
  2. Hallo NoahJ, bei Deinen Stichworten reisetauglich, robust und optisch ansprechend musste ich sofort an ein Kännchen denken, dass mir kürzlich bei Saroshi aufgefallen ist: https://www.saroshi.de/de/essen-trinken/porzellan-keramikkannen/teepot-arita-yakijime-225-ml.html Ich hätte es mir fast selber gekauft, weil ich es so schön fand. Die weiße Glasur im Inneren harmoniert wunderbar mit der Farbe und Struktur des Steinzeugs und das Kännchen liegt gut in der Hand. Für die Teezubereitung musst Du nicht das mitgelieferte Metallsieb verwenden, sondern Du kannst den Tee auch direkt in der Kanne aufgießen und ihn dann wie bei einem Gaiwan mit Hilfe des Deckels in eine oder mehrere Teeschalen umgießen.
  3. Moin!

    Danke für die freundlichen Begrüßungen! Hallo Fisheyes, im Moment trinke ich gerne den "Thai Jazz" von den Tea Addicts in Hamburg: https://www.tea-addicts.de/wulong-tee/thai-jazz-2019/ Ich finde das ja immer ein bisschen abschreckend, wenn sich Händler "originelle" Namen für ihre Tees ausdenken. Aber die Tea Addicts sind kein modischer Schicki-Micki-Teeladen, sondern zwei wirklich Tee-Begeisterte, die neben dem Online-Handel auch ein kleines Ladengeschäft in einem Hinterhof im Gängeviertel betreiben. Und der "Thai Jazz" ist ein qualitativ sehr hochwertiger und dafür vergleichsweise günstiger Tee. Auf der Internetseite der Tea Addicts wird er treffend als thailändisches Remake eines Guifei-Wulong beschrieben. Im Vergleich zum "Creemy Greeny" ist der "Thai Jazz" deutlich stärker fermentiert und entspricht geschmacklich im Großen und Ganzen dem taiwanesischen Vorbild. Sehr gut gefällt mir auch der etwas weniger stark fermentierte Alishan Fo Shou vom Hamburger Teespeicher, der aber auch wesentlich teurer ist: https://www.teespeicher.de/tee/oolong/formosa-taiwan/1477/formosa-alishan-fo-shou-buddhas-hand?number=&c=49 Auch wenn beide Läden einen Online-Shop haben, kaufe ich Tee lieber im Laden und entscheide mit Augen und Nase (oder beim Probieren), welcher Tee mir am besten gefällt.
  4. Moin!

    Hallo zusammen, als neues Mitglied stelle ich mich hier kurz vor: In den letzten Tagen habe ich ziemlich intensiv online zum Thema Tekeramik aus Japan und China recherchiert und bin dabei auf das Tee-Talk-Forum gestoßen. Da hier viel Teewissen und Enthusiasmus zusammenkommen, habe ich mich entschlossen, mich im Forum anzumelden. Tee war schon immer eine Leidenschaft von mir. Seit gut zwei Jahren bin ich auch beruflich in der Teewelt angekommen. (Mehr Details gibt es unter https://www.teesommelier-hamburg.de/über-mich/). Überwiegend trinke ich Grüntee und Oolong. Nur gelegentlich - dann aber mit Genuss gerne hochwertige Sorten - gieße ich mir Pu Erh oder schwarzen Tee auf. Fasziniert bin ich von der japanischen und chinesischen Teekultur und den damit verbundenen Tee-Utensilien. Auch die Geschichte des Tees ganz allgemein (Anbau, Verarbeitung, Handel, verschiedene Teetraditionen) interessiert mich sehr. Ich freue mich auf anregende Diskussionen! Jöran (teewelt)
  5. Grüner Tee = Algengeschmack?

    Liebe Tee-Talk-Forumsteilnehmer, ich habe mich neu hier angemeldet und werde mich gleich noch vorstellen. Weil ich jedoch nicht selten mit Leuten zu tun habe, die grünen Tee probiert haben und vom Geschmack zunächst einmal abgeschreckt waren, möchte ich gleich einmal zu Teeschorschs Erfahrung etwas schreiben. Das charakteristische Aroma japanischer Tees wird in Europa oft als fischig, algig oder grasig beschrieben. Die Japaner sprechen dagegen eher vom Umami der Tees - als kräftiges Geschmackserlebnis durchaus gewollt. Durch die Beschattung der Teepflanzen soll beim Kabusecha und Gyokuro der Umami-Geschmack noch verstärkt werden. Japanische Tees werden in der Regel gedämpft, während chinesische Tees meist geröstet werden. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass sich die Tees aus China und Japan ganz grundsätzlich geschmacklich unterscheiden. Außerdem gibt es natürlich verschiedene Kultivare und unterschiedliche Methoden der Verarbeitung der Teeblätter... Was ich damit sagen will: Wenn Du drei Tees probiert hast, die nicht so ganz Dein Fall waren, gibt es noch Hunderte andere Grüntees, die Dir vielleicht ganz hervorragend schmecken werden. Bei den von Dir gekauften Sorten sollte es eigentlich nicht an der Qualität der Tees liegen. Auch die Zubereitung hat beim Grüntee einen großen Einfluss auf den Geschmack. Da sind die Empfehlungen auf den Teetüten oder die Ratschläge der Teeverkäufer nur als erster Anhaltspunkt zu nehmen. Wenn Dir bestimmte Geschmacksnuancen zu ausgeprägt sind, kannst Du immer versuchen, diese Nuancen durch die Zubereitung in gewissen Grenzen zu beeinflussen, also vor allem durch die Wahl der Aufgusstemperatur und der Ziehzeit sowie durch die Dosierung - in geringerem Maße auch durch das Teewasser und das Teegeschirr (zum Beispiel das Material des Aufguskännchens). Hier muss jeder für sich durch ein bisschen Ausprobieren den für sich richtigen Weg finden. Wie SoGen gesagt hat: Viele chinesische Tees sind milder und vor allem für Einsteiger möglicherweise gefälliger. Probiere es vielleicht beim nächsten Mal mit einem Long Jing oder etwas Ähnlichem!