miig

Super-Moderatoren
  • Gesamte Inhalte

    4.357
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

19 Benutzer folgen diesem Benutzer

See all followers

Über miig

  • Rang
    Tee-Kenner
  • Geburtstag 03.06.1984

Profil Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
  • Wohnort
    Nürnberg
  1. Zoll und chinesischer Tee

    So gehts uns allen. Es kommt ein wenig darauf an, ob du es riskieren willst. Falls ja - dann schau ob es immer noch geht. Falls nein, es gibt mittlerweile in Deutschland und Europa eine ganze Reihe guter Händler. Die Auswahl ist geringer, aber groß genug.
  2. Zoll und chinesischer Tee

    Das ist ja heftig Dabei ist YS doch einer der ordentlichen Händler, der sogar alle seine Tees testen lässt und garantiert, dass sie die EU-Richtlinen bzgl. Pestiziden erfüllen. Ich hab schon Dutzende Sendungen vom Zoll geholt... hab immer alles bekommen, und noch nie was von Inhaltsangaben oder so einem Kram gehört. Dass Englisch nicht akzeptabel ist, ist nun wirklich ein Schildbürgerstreich.
  3. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Wow, das klingt echt sehr interessant, danke für diese ausführliche Schilderung! Will mir die Homepage auf jeden Fall mal anschauen.
  4. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Der klingt schön, @Helmi. Von TTC?
  5. Habs schon getestet . Schmeckt tatsächlich deutlich nach Matcha - gar nicht so übel. Wär interessant, mit dem Originsl zu vergleichen.
  6. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    So, hab ihn grad in der Tasse - den 2014er Yiwu Wangong. Ein ganz netter Vergleich zum YS 2017 San Ceng Yun, den ich heut früh hatte. Da ist der Yiwu deutlich dünner, weniger füllig-samtig. Aber insgesamt durchaus elegant und wertig, wenn auch keinesfalls Gushu-verdächtig. Für 35€ prima, für 85 eher nicht so. Sonderlich trüb ist er jedenfalls nicht...
  7. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Also ich fand ihn schon schön. Muss ihn mal nochmal brühen. Hab ihn aber auch noch zum alten Preis gekauft, der neue wär mir auch zu hoch.
  8. Ja, stimmt. Wenn es etwas längliches, seitliches ist dann dürfte das super klappen mit der Reisstärke.
  9. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Nein, kann ich nicht sagen. Hab aber auch nicht so sehr darauf geachtet bisher. Ich werd das mal beobachten.
  10. Ja, @nemo, ich hab das vor einiger Zeit mal gemacht mit dem Auskochen, als ich im Inneren einiges an aktivem Rost hatte. Das hat super funktioniert, um ihn zu deaktivieren (von hellrötlich und sich ausbreitend zu dunkelbraun und stagnierend). Ich sprech kein Japanisch oder Chinesisch, aber Tetsubin heißt ja einfach Eisenkessel (iron kettle). Google Translater sagt dazu: @Cel, ja, das hab ich gesehen. Dafür war aber die Beschädigung zu schwerwiegend - der innere Kreis in der Bodenplatte (ganz oben zu sehen) war nur noch hauchdünn, da musste Material dran. Zudem ist es ja am Boden, wo direkt die Hitze drankommt. Ich denke, dass auch dies der Technik, mit Reisstärke zu arbeiten, Grenzen setzt. Das schreibt auch Stéphane im Kommentarbereich zu diesem Artikel:
  11. Danke @doumer. Die Kontaktdaten braucht man wohl nicht mehr, da die Firma wohl eher nicht noch einmal eine Tetsubin-Reparatur unternehmen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine soo große Sache ist, wenn man sich mit Tetsubins im Speziellen auskennt. Diese Pfropfen sind wohl immer Schwachstellen, und ich nehme an, dass die eben des öfteren mal ausgetauscht werden müssen im Laufe der Jahre. Das Problem ist halt nur, dass es in Europa nicht wirklich Know-How gibt dazu, weil es eine zu krasse Nische ist. Nichtmal Frau Watanabe (Tsugi.de) wusste jemanden. Aber ich gehe davon aus, dass es in Japan relativ einfach ist, so eine Tetsubin neu bestöpseln zu lassen. Mir gefällt es auch nicht schlecht, es ist halt etwas uneinheitlich jetzt, da der Deckel aussieht wie vorher. Aber ich hab da mal ein Video gesehen - die Kanne wird erhitzt und dann mit einem Grüntee-getränkten Lappen abgewischt, wiederholt. Das sorgt dafür, dass sie wieder schön schwarz wird. Ich gehe davon aus, dass das auch zuvor mit ihr gemacht wurde, weshalb sie so schwarz war. Aber wir sind uns einig - es bleibt so wie es ist Bin gespannt auf dein Experiment!
  12. Danke Paul Ich vermute, dass sie sich dankend abwenden, wenn ich ihnen mit der Kanne Getränke zubereiten will Sie ist definitiv dicht, hoffen wir nur, dass es so bleibt. Aber ja, bin denen sehr dankbar, dass sie sich die Mühe gemacht haben. Och, ich denke mir auch, das ist halt die Geschichte, und es sieht eigentlich recht ästhetisch aus. Ich denke, dass es reichen würde, die heiße Kanne einige Male mit einem grünteegetränkten Lappen abzuwischen (wird wohl so in Japan gemacht). Dass dürfte sie schwärzen. Aber ich hab grad gar kein Interesse, es ist ja auch eine Art Patina, die die bewegte Geschichte des guten Pottes erkennen lässt.
  13. Sooooooooo... kaum zu glauben, dass das schon zwei Jahre her ist . Hab die Kanne lang unschlüssig herumstehen gehabt, aber leider niemanden ausfindig machen können, der in Europa ansässig ist und von Tetsubins was versteht. Also hab ich beschlossen, die nächstbeste Chance zu nutzen und eine Schweißerei aufzusuchen. Das war auch eine rechte Telefoniererei, da es kaum mehr Betriebe gibt, die mit Gusseisen arbeiten können. Und dann wollte kaum wer mit der ollen Kanne rumhantieren - logo, das ist ein unüblicher Fall, aufwendig und wenig lukrativ, eher schon ein Verlustgeschäft. Letztlich hab ich dann einen Betrieb gefunden, der sich bereit erklärt hat, es zu versuchen. Sie hatten ihre rechte Not mit der Kanne. Zuerst wurde ich angerufen und es wurde mir gesagt, dass die Kanne leider, trotz sorgfältigen Vorwärmens, geknistert hat und rund um die zu flickende Stelle gerissen und gesprungen ist. Ich war natürlich betroffen und hab das Teil abgeschrieben. Dann hat der Schweißermeister aber doch keine Ruhe gehabt und wollte keine kaputtreparierte Kanne retournieren. Somit hat er es nochmal probiert, und hat sie tatsächlich dicht bekommen, indem er ziemlich massiv Material aufgetragen hat. Bei der Abholung hab ich nicht schlecht geschaut - die ehemals schwarze Kanne ist jetzt rot . Das ist wohl normal, da das Material zum Schweißen bis zur Glut erhitzt werden muss. Mir wurde auch gesagt, dass es ein sehr unregelmäßiger Guss ist, mit Einschlüssen, blätternden Schichten und Rost dazwischen. Ob das daran liegt, dass die Kanne handgemacht und einige Jahrzehnte alt ist? Was dann echt sehr lieb gemeint war, mich aber doch erheitert hat: Man hat mir dann dringend davon abgeraten, diese Kanne zum Wasserkochen zu verwenden, da man das Material nicht gut abwischen kann. Ich solle die Kanne zumindest sandstrahlen lassen . Ich will nicht spotten, die Leute haben sich viel Mühe gemacht, haben viele Stunden investiert und gerechnet hat sich das niemals für die Firma. Mir wurde noch auf den Weg gegeben "wir fassen das Teil nicht mehr an". Es ist nur lustig, weil man halt sieht, wie schräg so eine Tee-Liebe von außen ausschaut. Mir wurde aber gesagt, dass es nicht an der Reparatur liegt - das verwendete Material ist purer Guss, das sollte lebensmitteltechnisch unbedenklich sein. Es waren dennoch alle beeindruckt von der schönen Arbeit. So schaut sie nun also aus - vorher: und jetzt: Ich muss ja sagen, dass ich die neue Farbe sehr schick finde. Der Rost ist auch äußerst oberflächlich. Hab sie abgewischt und sie ist schon wesentlich weniger rot. Und irgendwie siehts auch sehr vintage aus . So wie der Deckel ausschaut, war vorher alles gefärbt. Vermutlich könnte man es mit Grüntee o.ä. auch wieder kolorieren. Da ist wohl was hingetropft... vorher... Und so sieht es dann innen aus. An den höchsten Stellen ist locker 6-7mm Material aufgetragen worden. Fast schon eine neue Bodenplatte... Klar - so richtig schön ist das natürlich nicht, es war ja nur ein kleines Löchli. Hatte auch schon über 2k-Kleber nachgedacht, da gibts ja krasses Highend-Material heutzutage. Vermutlich hätte man in Japan sehr elegant und kaum sichtbar die undichte Stelle flicken können, aber für die Versandkosten hin und zurück hätte ich mir schon fast bei Petr eine kleine Kanne kaufen können. Und sicherlich läuft irgendwo in Europa jemand herum, der dies auch hinbekommen hätte. Aber diese Person konnte ich leider nicht ausfindig machen. Und so - eigentlich sieht man es ja kaum, und irgendwie ist es auch wie eine Kriegernarbe Ich hoffe halt sehr, dass die Kanne jetzt hält! Werd sie jetzt ein paarmal mit heißem Wasser auskochen, dann sehen wir weiter. Was für ein Abenteuer...