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  1. @Eodas, ich bin empört! Wie kannst du diese Seite so pauschal abqualifizieren? Der verlinkte Artikel hat allein 15 Stunden Rechercheaufwand gekostet! Kleiner Scherz am Rande - @Tee-na: Eodas hat einen hervorragenden Beitrag geschrieben, dem ich mich zu 100% anschließe. Die sicherste Methode zur Koffeeinreduzierung scheint starke Röstung zu sein, z.B. ist so genannter Kyobancha anscheinend weitgehend vom Koffeein befreit. Auf die angesprochenen gerösteten Oolongs trifft ähnliches zu, wenn die Röstung stark genug ist. Es gibt natürlich auch chemische Methoden zur Koffeeinentfernung, diese ergeben aber m.W. keine besonders tollen Resultate. Es lässt sich natürlich etwas finden, aber ich persönlich mag die stark gerösteten Tees eher nicht so, und trinke dann abends gleich Kräutertee
  2. Hallo Julia, ich würde auch zu einer Kanne aus glasiertem Ton, Porzellan oder Glas raten. Die hohe Wärmespeicher-Kapazität von Eisen ist für ein Aufgussgefäß nicht unbedingt von Vorteil: wenn man das Gefäß nicht sehr gründlich vorwärmt, und man Tee darin aufgießt, schluckt es eine Menge Wärme. So schön Eisen ist, als Brühgefäß hat es echte Nachteile. interessant - kannst du sagen, warum du von einem solchen Sieb abrätst? Diese sind ja bei günstigeren Kyusus doch sehr verbreitet und m.E. eine gute Wahl.
  3. Haha, @Schizotwin, da bist du einem klassischen Krötismus aufgesessen. Darunter versteht man (seit ich dieses Wort gerade eben geprägt habe) das Stilmittel, Referenzen hochgradig kontextuell voraussetzungsreich zu gestalten, sodass der Verweis nur von einem kleinen Kreis Eingeweihter entschlüsselt werden kann, diese Referenzen aber mit einer nonchalanten Beiläufigkeit zu streuen, sodass eine gewisse Selbstverständlichkeit suggeriert wird. Was auf dich auch gut gewirkt hat, da du davon ausgingst, das natürlich googeln zu können . Wahrlich - ein Krötismus wie aus dem Lehrbuch. Der letzte schöne Krötismus waren "Tees von Lucy". Was bedeuten soll, Tee vom größten Pu-Erh-Versender in den Westen, Yunnan Sourcing. Dessen Besitzer ist aber auch nicht Lucy, das wär ja zu einfach. Nein, der Besitzer ist Scott. Dieser Scott hat eine Frau, ja, aber die heißt auch anders. Er hat zudem aber eine Hündin namens Lucy. Somit "Tee von Lucy". Glasklar, oder? Ich musste auch erstmal nachfragen.
  4. Da bin ich mal gespannt, ob die Experten hier etwas für dich haben. Meine Vermutung ist, dass du dir die Informationen ein wenig zusammensuchen musst. Die Frage ist halt auch, wonach genau du suchst. Welche Sorten es heutzutage gibt? Wie sich die Sorten entwickelt haben, was deren Ursprünge sind? Was die Regionen sind, die die Sorten hervorgebracht haben? Das geht halt dann alles wieder in die Dinge über, die du wieder ausgeschlossen hast. Somit: wenn du noch etwas genauer definieren kannst, nach welchen Informationen du konkret suchst, wird man dir vermutlich besser weiterhelfen können. Ob in Buchform oder anderweitig.
  5. Ja, mir gehts auch so, dass die ultrascharfen Sorten nicht mehr sooo interessant sind. Auch, weil ich vor 2 Jahren einen großen Strauch Ghost Pepper hatte, dessen Früchte so richtig brachial geworden sind. Die halten halt dann auch sehr lang in der Gefriertruhe, weil man die nicht oft braucht Somit bin ich auch in Richtung der mittelscharfen Sorten mit interessanten Aromen gegangen. Wollte dieses Jahr auch mal fermentierte Soßen machen, aber mal schauen ob die Zeit das hergibt...
  6. Schließe mich Animas Vorschlag zu 100% an. Denke auch, dass das Auskochen mit Grüntee helfen dürfte. Und auch mit Wasser - wenn es machbar ist, dann warum nicht wirklich mal ein paar Stunden lang köcheln lassen? So schnell geht ein Geruch nicht raus, wenn der Kessel jahrelang wo stand. Nur dann natürlich frühzeitig Wasser nachfüllen, das ist ja klar. Günstige Bancha z.B.
  7. Da kann man das Enstehen und Vergehen in Aktion beobachten - schön!
  8. miig

    Mai Ernte Gyokuro

    Wie von @GoldenTurtle sehr richtig vorgeschlagen, hab ich die Diskussion über Lagerung, die sich ja etwas vom Mai-Gyokuro entfernt hat, hierher verschoben: Da gehts also weiter
  9. Hi, schwer zu sagen ohne dabei zu sein. Ein bisschen bitter sind sie meistens, aber wie krass das ist, hängt von vielem ab. Was hast du denn für Tee, und wie machst du den? Hast du deiner Freundin dieselben Fragen gestellt? Tee guter Qualität, nicht zu heiß aufgegossen, sollte nicht allzu bitter sein.
  10. miig

    Assam

    Die gibts im Biomarkt fürs Müsli - sehr lecker!
  11. Da hast du nicht unrecht @Shibo. Zum einen hatte ich ja schon länger versprochen, meine Eindrücke zu teilen, zum anderen hab ich heute mal wieder diesen Tee in der Tasse. Ich bin ja ein deutlich gönnerhafterer @T-Tester als @doumer, da meine Ansprüche doch auf weniger hochklassigem Niveau verortet sind. Das heißt, für mich ist ein 80€-Tee schon etwas gehobenes. In diesem Koordinatensystem bin ich ziemlich zufrieden mit dem Lafu, der für mich eine runde Sache ist. Interessanterweise war mein Eindruck, wie relativ ungrün der Tee bereits ist für sein junges Alter. Hat mich, als er frisch war, teilweise sogar an Weißtee erinnert und die Vermutung inspiriert, dass das Blattgut vor dem Grüntöten ein wenig (lange?) liegengelassen wurde. Aber das ist eine bloße Vermutung. Meine ersten Male mit ihm waren ein wenig zaghaft, ich habe, wie für sehr junge Sheng meistens, mit 80° Wasser angefangen. Was meistens gut geht, hat da ein relativ langweiliges Resultat hervorgebracht. Dafür stellte sich aber heraus, dass der Tee ohen Probleme relativ heißes Wasser verträgt, und dann auch einen vollmundigeren, würzigeren Aufguss ergibt. War ziemlich angetan von der Kombination an zartgrün-blütigen Aromen, besonders ganz am Anfang duftet das Blatt sehr angenehm. Aber fand auch den Körper des Aufgusses und das Qi sehr zufriedenstellend für diese Preisklasse. Zudem kommt noch, dass ich in letzter Zeit viele grüne Tees getrunken habe, besonders auch 2020er Japantees, die doch drastisch grüner sind als selbst frische Shengs. Verglichen mit den Japantees und China-Grüntee ist selbst dieser Tee schon recht würzig und gar nicht mehr besonders grün... In jedem Fall bin ich, wie @doumer, auf jeden Fall zufrieden mit dem, was für das Geld geboten wird. Für einen Anfänger ein beachtliches Ergebnis.
  12. Damn @TaoTeaKing, hatte ganz vergessen dass es w2t auch noch gibt. Wenn ich denk, wie der vor ein paar Jahren noch präsent war. Danke für die Verkostung, der Tee sieht interessant aus.