miig

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Blogkommentare erstellt von miig


  1. So ein interessantes Thema, da muss ich doch gleich mal mein Gedicht zur Seite legen 9_9

    Am 7/14/2016 um 13:51 schrieb DaBiZi:

    sonst können sich die komplexen aromen nicht alle zeigen.

    Ich stimme dir zum Großteil zu, aber will dich drauf verweisen dass es auch Ausnahmen gibt. Einmal finde ich dass manchmal bei verschiedenen Wassertemperaturen verschiedene Gesichter der Tees zum Vorschein kommen. Grade bei jungen Sheng hab ich oft den Eindruck dass bei 80° bis knappen 90° ein Großteil der Aromen herauskommt, aber die Bitterkeit unterdrückt wird. Mit heißerem Wasser kommt die auch zur Geltung. Und ich meine das nicht im landläufigen Sinne als ein schlechtes, zu vermeidendes Charakteristikum - eine gut strukturierte Bitterkeit gibt einem Sheng erst das Grundgerüst, das ihn komplex und interessant macht.

    vor 21 Stunden schrieb RobertC:

     Die These mit dem Wind halte ich für gewagt, auch wenn Atong erzählt man könne die Windrichtung während der Pflückung herausschmecken etc.

    Ich wette dass es Leute gibt, die das können, allerdings vermute ich dass es nicht allzu viele sind :)

    vor 19 Stunden schrieb theroots:

    Letztlich ist der täglich Teegenuss aber doch eher eine pragmatische Sache. Insofern kann man mit der erwähnten Methode vielleicht mehr über einen Tee zu erfahren, aufgiessen wird so aber kaum jemand regelmässig. Dies drängt sich auch nicht auf, wenn man ein ähnliches Resultat auch sonst erreichen kann.

    Ja, allerdings. Ich sehe das ähnlich wie 1:1-Vergleichstests mit unterschiedlichem Wasser, Ziehtemperaturen etc. Das ist richtige Arbeit, und erfordert Zeit, Muße und Mühe. Man macht es wohl eher zu Trainingszwecken, um die Wahrnehmung zu schärfen und das Verständnis zu vertiefen. Wenn man sowas zu oft macht, bleibt der Spaß auf der Strecke.

    Am 7/14/2016 um 13:51 schrieb DaBiZi:

    aton sagt, dass das teeblatt einem alles sagt. man muss diese sprache langsam erlernen - so wie eine fremde sprache - und schon wird man zu verstehen beginnen, was im blatt steckt, was mit ihm getan wurde etc. ehrlich zu uns st nur das teeblatt. auf der packung kann alles stehen und ein verkäufer kann alles versprechen. wir aber lernen nur über unseren körper, der uns sagt, was ihm gut tut, was ihm schmeckt.

    Das ist eine klassische Aussage, die auch viele andere Lehrer so tätigen. Ich lehne mich natürlich ein bisschen aus dem Fenster, die zu interpretieren, obwohl ich gar nicht da war. Aber ich machs trotzdem B) und lade euch ein, mir zu widersprechen:

    Zum einen erinnert es mich sehr an das was in diesem Thema schon besprochen wurde - eine gewisse Neigung von Atong, zu versuchen, die Leute aufs Wesentliche zu lenken.

    In dem Sinne glaube ich nicht dass es für ihn das wichtigste ist, das Teeblatt zu decodieren, um diese ganzen Informationen systematisch zu entschlüsseln. Gratuliere dem, der das kann, aber für mich läuft man damit Gefahr, am eigentlich vorbeizuschießen. Ich behaupte einfach mal, es ist wichtig, dem Tee zuzuhören, was er zu sagen hat, und das auch mal wirken, stehen zu lassen, ohne es gleich in handfeste Fakten übertragen zu müssen oder gar zu können.

    Sprich: Mal nicht über-analysieren, mal nicht alles wissen wollen und müssen, sondern einfach den Tee erleben und vielleicht, womöglichsterweise, erwischt man sich dabei wie der analysierende Verstand mal ein bisschen zur Ruhe kommt. In dieser Ruhe kann der Tee dann erst wirklich präsent werden, und seine wertvollste und wichtigste Botschaft entfalten.

     

    P.S.: Es lebe die Majuskel!


  2. Toller Bericht, danke "Robert"!  B)

    vor 2 Stunden schrieb Krabbenhueter:

    Ich hatte in den letzten Tagen einige Tees nach der Methode und die Ergebnisse waren zu  Teil erschreckend. Noch weiß ich oft nicht, was die Ursache dafür ist. Aber ein problematischer Tee zeigt sich auf die Art stark obwohl er im normalen Aufguss noch lieb ist...

    Womöglich ist das genau das Ziel? Ich spekulier nur, aber ich könnte mir vorstellen dass es darum geht, einen Tee möglichst schonungslos zu erfahren, inklusive eventueller Schwächen, und nicht, ihn idel zuzubereiten.


  3. Man dürfte vielleicht auch dazu sagen dass die Meditationstechnik mit der Bhagwan-Bewegung und somit einer gewissen Weltanschauung verbunden ist.
    Generell ist es wohl so dass Meditationstechniken unter fachkundiger Anleitung erlernt werden sollten, Meditation kann großes Potential freisetzen, dies kann enorm hilfreich sein, aber die Erlernenden auch vor Herausforderungen stellen, die sie am besten in Gegenwart eines erfahrenen Lehrers bewältigen können.

     

    Danke für diese Anregung - Lavendeltee hatte ich auch noch nie - schmeckt sicher sehr intensiv!