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miig

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Reputationsaktivitäten

  1. Like
    miig reagierte auf doumer in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    2018er Lan Cai He von Kancha
    Der Tee ist inzwischen schon nicht mehr erhältlich, daher weiß ich außer Name und Alter leider nichts über ihn - der Charakter schlägt aber in die selbe Kerbe wie die anderen Shengs von Kancha: angenehm und unaufdringlich und im Gegensatz zu vielen anderen eher preiswerteren Tees (Annahme basierend auf den Preisen der anderen Tees) wirkt er nicht billig/aufgesetzt. Leichte Reifgungs-Noten, etwas Stall in der Tasse und sonst vor allem eines: eine wirklich sehr schöne Honigsüße - wie wirklich guter Honig (nicht das Zuckerwasser aus dem Supermarkt) aufgelöst in heißem Wasser. Das unterscheidet die Süße von dem Tee von einer Zucker-Süße - sie hat noch subtile, tieferliegende Noten, die sich aber nicht konkret fassen lassen. Nichts lenkt vom Honig ab: so gut wie keine Bitterkeit oder Adstringenz (naja, schon ein bisschen aber nur als Facetten des Honigs), keine Blumen oder sonst etwas. Im ersten Moment mag man denken "wie langweilig" aber ich muss sagen, mir hat der Tee gerade deshalb sehr gut gefallen: er hat etwas sehr entspanntes "heimeliges" und das was er kann kommt dadurch voll zur Geltung. Zwar kein Tee der einen vom Hocker/Kissen haut aber ein wunderbares Beispiel dafür, dass es nicht immer High End sein muss!



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    miig hat eine Reaktion von doumer erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Heute gabs, Schreck lass nach, Beuteltees!
    Mein Mitbewohner hat nämlich von Freunden aus Taiwan diese Packung geschenkt bekommen, und die hat dann doch meine Aufmerksamkeit gefunden. Schließlich assoziiere ich mit dem Namen Sun Moon Schwarztee doch sehr hochwertige Tees aus Taiwan.
     

     
    Und tatsächlich ist die Qualität der Tees deutlich besser als bei üblichen gebeutelten Schwarztees, die ich bisher getrunken hab: Ein relativ fülliger Körper und doch noch einige fruchtige und brotige Aromen haben es bis in die Tasse geschafft.
    Es sind zwei Sorten: Einmal der Taiwan-Kultivar Nr. 18 "Ruby", der ja die Basis vieler guter Schwarztees ist, und dann ein anderer, der einfach als "Assam" bezeichnet wird. Lustigerweise ist der Assam fruchtiger und taiwan-typischer als der Ruby - letzterer erinnert mich viel mehr an indische Assams.
    Das ändert alles nichts daran, dass der Tee im Grund seiner Seele ein Beuteltee ist. Kein Vergleich zu Mittelklasse-Schwarztees in Blattform. Ein Fakt, der sowohl das relativ geringe "Ausbluten" des Tees und die eher unerfreuliche Umweltbilanz mit sich bringt, ist die Tatsache, dass jeder Beutel einzeln in Plastik versiegelt ist.
    Aber ja, wenn man fürs Büro o.ä. tatsächlich nur Teebeutel verwenden kann, bekommt man hier insgesamt relativ gute Qualität.
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    miig reagierte auf goza in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Da bin ich froh, dass sich mein Kollege im Büro nicht vom dauernd lospolternden Wasserkocher stören lässt, wenn ich anfange Tee am Schreibtisch zuzubereiten 😁
     
    Ontopic

     
    Ishii Tokujo Sencha, Yabukita-Kultivar aus Yame
    Süß und schokoladig, süffig und gegen Ende röstig in die Richtung Popcorn.
    In letzter Zeit hatte ich überwiegend Asamushi-Tees getrunken, so ein fukamushi ist da mal wieder eine tolle Abwechslung!
  4. Like
    miig reagierte auf Anima_Templi in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Ich habe es mal mit richtigen Tees im Büro versucht und habe es schnell wieder gelassen. Jetzt mache ich mir fürs Büro jeden Morgen einen großen Becher Kräuter- oder Früchtetee (da gibt's wirklich gute Sachen!) und freue mich dann auf richtigen Tee am Nachmittag/Abend, wenn ich ihn wirklich genießen kann.
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    miig hat eine Reaktion von Shibo erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Heute gabs, Schreck lass nach, Beuteltees!
    Mein Mitbewohner hat nämlich von Freunden aus Taiwan diese Packung geschenkt bekommen, und die hat dann doch meine Aufmerksamkeit gefunden. Schließlich assoziiere ich mit dem Namen Sun Moon Schwarztee doch sehr hochwertige Tees aus Taiwan.
     

     
    Und tatsächlich ist die Qualität der Tees deutlich besser als bei üblichen gebeutelten Schwarztees, die ich bisher getrunken hab: Ein relativ fülliger Körper und doch noch einige fruchtige und brotige Aromen haben es bis in die Tasse geschafft.
    Es sind zwei Sorten: Einmal der Taiwan-Kultivar Nr. 18 "Ruby", der ja die Basis vieler guter Schwarztees ist, und dann ein anderer, der einfach als "Assam" bezeichnet wird. Lustigerweise ist der Assam fruchtiger und taiwan-typischer als der Ruby - letzterer erinnert mich viel mehr an indische Assams.
    Das ändert alles nichts daran, dass der Tee im Grund seiner Seele ein Beuteltee ist. Kein Vergleich zu Mittelklasse-Schwarztees in Blattform. Ein Fakt, der sowohl das relativ geringe "Ausbluten" des Tees und die eher unerfreuliche Umweltbilanz mit sich bringt, ist die Tatsache, dass jeder Beutel einzeln in Plastik versiegelt ist.
    Aber ja, wenn man fürs Büro o.ä. tatsächlich nur Teebeutel verwenden kann, bekommt man hier insgesamt relativ gute Qualität.
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    miig hat eine Reaktion von hats erhalten in Servus   
    Hi @Toko, willkommen im Teetalk.
    Es ist sehr interessant zu lesen, wie viel Mühe du dir mit der Zubereitung gibst. Tatsächlich geht wohl jedeR am Anfang der Beschäftigung mit Tee durch dieses Stadium, dass man erstmal genau die Zubereitungen befolgt, auf widersprüchliche Informationen stößt und dann irgendwann den Schluss zieht, dass man selber einen Stil finden muss.
    Vor allem wenn man das Tee-Trinken als Kunst, als geistige Übung sieht. Da stellt sich dann auch die knifflige Frage danach, was das bedeutet, einen bestimmten Tee bestmöglich zuzubereiten, richtig zuzubereiten. Ich behaupte: nahezu alle hochwertigen Tees haben verschiedene Gesichter, die sie zeigen können, je nach Zubereitungsart.
    Manche Teefreunde variieren absichtlich, um möglichst viel Bandbreite abzudecken, andere messen Parameter, um möglichst präzise zu sein. Alles legitime Herangehensweisen, und es gibt noch viel mehr Möglichkeiten.
    Eine interessante Reise, in der sich letztlich sehr viele unserer - oft unbewussten  - Grundannahmen über ein gutes Leben wiederfinden werden. Eine lebenslange Reise, sehr faszinierend. Besonders ,wenn man einen (ersten) Stil gefunden hat, und nahezu automatisch seine Tee-Weltwahrnehmung an diesem Stil geeicht wird. Dies kann dann urplötzlich in Frage gestellt werden, wenn man sieht, wie anders andere ihre Tees zubereiten.
    Da freu ich mich sehr darauf, wenn auch wieder persönliche Tee-Treffen möglich sind. Dürfte für dich auch nicht uninteressant sein.
     
    Wünsch dir auf jeden Fall viel Spaß im Teetalk und freu mich, von dir zu lesen.
  7. Like
    miig hat eine Reaktion von cordyceps erhalten in Musik-Ecke   
    Hmm.. also mein Eindruck ist, dass Death Metal-Fans insgesamt sehr freundliche und entspannte Gesellen sind. Zumindest von denen, die ich persönlich kenn, hab ich nahezu nie Zwischenfälle und Probleme mitbekommen. Eine ganz andere Mentalität als zumindest beim traditionellen Black Metal. Von Rechtsextremismus bis Satanismus sind da die unappetitlichsten Auswüchse vertreten, und da wirds zum Teil schon richtig übel.
    Aber natürlich trifft das auf einen Großteil der Anhänger und Musiker nicht zu. Beim Death Metal scheint es mir aber doch drastisch seltener zu sein.
    Und die von dir verlinkte Experimentalmusik ist auf jeden Fall etwas sehr abgefahrenes. Ich mag ja schon die progressivere Richtung, aber das ist wohl doch eine Kunstform, mit der man sich ein wenig befassen muss, um Zugang zu finden
     
    Sehr cool. Gefällt mir richtig gut. Dieser Obertongesang - unglaublich.
  8. Haha
    miig hat eine Reaktion von Anima_Templi erhalten in Hutmachers Teekanne - die Frage ohne Google   
    Who the.... is....?
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    miig reagierte auf TeeStövchen in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Xiao Ho Sai Autumn 2020 (Farmer Leaf)
    Nochmals vielen Dank @Shibo für diesen und die anderen Tees, die im Rahmen unseres Tausches den Weg zu mir gefunden haben.
    Mein heutiger erster Versuch mit diesem jungen Burschen sah so aus:
    Gut 5g im 100ml Porzellangaiwan, im Tonkrug gelagertes Brita-Wasser, 95° über alle Aufgüsse. Bei den Ziehzeiten orientiere ich mich bei Sheng gerne an den Empfehlungen im Pu-Erh-Guide von @chenshi-chinatee, also 15-25-40-60-90-120 Sek. usw. Damit fahre ich in der Regel recht gut.
    Das trockene Blatt riecht für mich nach leckerem, schwerem Fruchtmus (ich assoziiere damit meist Pflaume). Frucht findet sich aber im Geschmack nicht wieder. Der Tee ist eher „gemüsig“. @Shibo hat in seiner Verkostungsnotiz weiter oben was von Bohnen geschrieben und das trifft es, glaube ich, ganz gut.
    Die ersten Aufgüsse sind herb bis leicht bitter, ohne unangenehm zu sein; später kommt eine schwache Süße hinzu und das herb/bittere lässt nach. Lässt sich gut trinken und ich mache insgesamt 10 leckere Aufgüsse.
    Eine längere Lagerung wird dem Tee sicher gut tun, denn er ist im jetzigen Jungstadium wirklich sehr grün. Ich werde mal die Hälfte der Blätter im Doypack lassen und die andere Hälfte in einer Metalldose – vielleicht ergeben sich dadurch ja unterschiedliche Entwicklungen.
  10. Like
    miig reagierte auf Paul in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    War der Hutmacher heute morgen auch bei Dir?
    Die Haselmaus schüttelte sich und sang ohne aufzuwachen: "Tummle, tanze, tummle, tanze, tummle, tanze..." Sie hörte erst auf, als der Hutmacher sie zwickte. "Ich hatte nun den ersten Vers gerade beendet", fuhr der Hutmacher fort, "da sprang die Königin auf und brüllte: ,Er schlägt die Zeit tot! Köpft ihn!'"
    "Was für eine rohe Person!" rief ....
    "Und seitdem", schloß der Hutmacher niedergeschlagen, "erfüllt Frau Zeit mir keine Bitte mehr. Sie steht einfach still. Es bleibt immer sechs Uhr."
  11. Like
    miig reagierte auf Konfusius in Musik-Ecke   
    Hildegard goes Electro, nach sowas habe ich lange gesucht........
     
  12. Like
    miig reagierte auf Getsome in Musik-Ecke   
    Ach Necrophobic... jetzt hast du was angerichtet. Das aktuelle Album konnte ich noch nicht in Gänze hören, aber den Vorgänger "Mark of the Necrogram" hatte ich auf Empfehlung gekauft und es ist wirklich ein sehr gutes Album. Manchmal erinnert das Album an neuere Naglfar- oder ältere Dark Tranquilityalben. Der Spagat zwischen melodischem Black- und Death Metal gelingt durchgehend. Sie drücken bekannten Elemente der Genres ihren Stempel auf und das klingt wirklich sehr gut.
    Aber sie klingen nicht "neu". Das hat, für mich jedenfalls, Sulphur Aeon geschafft. Die auch mit den Genregrenzen spielen. 
    Da ist auch nicht alles neu, aber so arrangiert, dass man denk man habe sowas noch nie vorher gehört.
  13. Like
    miig reagierte auf doumer in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Ja, das trifft es sehr gut  
     
    Haha klasse Bild, gefällt mir  
    Ja, der Huazhu ist definitiv eine andere Liga als der Mengsong - wenn ich mich recht erinnere lag er aber auch preislich beim 3-fachen. Der Mengsong ist für meinen Geschmack ein sehr schöner Daily Drinker mit etwas alter, der anderen aus der Preisklasse (0,1€/g) bei weitem überlegen ist. Dass der Long Lan Xu dein Favorit ist kann ich gut nachvollzeihen - ist nach wie vor einer meiner liebsten Tees von EoT, auch im Vergleich zu viel teureren Tees von ihnen.
     
    @topic: 2019 Jingmai Ai Ban von Farmerleaf
    Der Tee stammt laut William von klein-mittelgroßen Teebäumen in Ai Ban, einem Garten in Jingmai. Er hat auf jeden Fall einen etwas anderen Charakter, als die Jingmai Shengs die ich sonst von Farmerleaf kenne: etwas weniger süß, dafür mit leicht mineralischer Kräuternote und einer leider etwas parfümig wirkenden Blumigkeit. Dafür kann er mit einem schön vollen Körper punkten und wirkt dabei trotzdem sehr frisch - etwas schade ist, dass das Blatt sehr kleinteilig mit viel Bruch ist, was in einer recht prägnanten Adstringenz resultiert. Mit einem unglasierten Schälchen lässt sich das etwas abfangen - der Tee wirkt hier weicher und breiter als im Celadon-Porzellan-Schälchen und es stellt sich sogar ein ganz angenehmes Qi ein. Dennoch: so wirklich packt mich der Tee nicht, würde ihn allenfalls als Daily Drinker einstufen - wenn ich mir aber den Quellcode der Farmerleaf-Website ansehe, scheint der Tee aber mit 78$/100g dazu weniger geeignet zu sein.



  14. Thanks
    miig hat eine Reaktion von Shibo erhalten in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    hahaha sehr gut! Das erinnert mich an den Lehrer des guten alten Wu De, der ja mit Silber- und am liebsten Goldgefäßen hantiert. Der Lehrer, ein großer Teemeister, kocht sein Wasser grundsätzlich in Edelstahlkannen
    Damn, das Bild! Echt tolles Szene.
  15. Like
    miig reagierte auf Shibo in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    White Oolong von Atong Chen vie Teehaus Cöln und noch viel mehr via @TeeStövchen, von dem dieses Überraschungssample stammt.
    Herkunft: Mingjian, Nantou, Taiwan
    Cultivar: Cui Yu
    Ernte: Frühjahr 2020

    Der Weißtee-Aspekt (langes Welken vor der Weiterverarbeitung zum Oolong) nimmt im Charakter des Endprodukts für mein Empfinden keinen großen Raum ein.
    Der Tee duftet betörend fruchtig wie ein etwas stärker oxidierter Dancong. Auch das von mir in solchen Oolongs so geliebte Aroma, welches ich mangels anderen Ausdrucks meist als "mediterrane Vegetation in der sengenden Sonne" beschreibe, ist vorhanden.
     - Es ist ein ganz bestimmtes Aroma, für das ich gerne einen besseren Begriff hätte... oder vielleicht ist diese Beschreibung auch gut, so wie sie ist. Denn sie ist sehr stark mit eigenen Erinnerungen verknüpft und damit gleichzeitig sehr vage und sehr präzise. Ich sehe dieses Aroma vor meinem inneren Auge, mehr als dass ich es rieche und schmecke. Das ist etwas unglaublich kostbares für mich. -
    Im Geschmack kommt eine schöne, würzige Nelkennote hinzu. Dann lässt sich ein wenig Karamell blicken. Der Tee hat einen eher leichten Körper, ist aber schön weich im Mund.
    Nach dem Schlucken liefert er sogar ein leichtes, erfrischendes Huigan, das man bei dieser Art Tee als unerwarteten, aber erfreulichen Bonus betrachten kann.

    Ein toller Tee, @TeeStövchen, damit hast du genau meinen Geschmack getroffen.
  16. Like
    miig reagierte auf SoGen in Teebeutel, aber schön   
    Ja, speziell diese Idee hat mir auch gefallen - auch wenn der praktische Nutzwert nur vorgetäuscht ist. Aus dem Müll, der aus der schändlichen Behandlung einer phytotherapeutisch wertvollen Pflanze resultiert - eine Behandlung, die ihr Menschen teils aus Profitgier, teils aus träger Bequemlichkeit (Marketing-Sprech: 'convenience' ...) antun - wenigstens etwas ästhetisch Ansprechendes wenn schon nicht Nützliches zu recyceln. Um die Idee, wie ich sie wahrnehme, zu umschreiben. Wobei ich - nicht nur des mangelnden Nutzwertes wegen - für so etwas kein Geld ausgegeben würde. Vornehmer ausgedrückt: keine Arbeit in den persönlichen Besitz eines solchen Objektes investieren würde. Teebeutel geht halt gar nicht - schlussausundfertich. No way.
    Aber der Anblick ist schon nett. Erfreulicher jedenfalls als der eines in einem 'Mug' (die Dinger sehen so aus, wie heissen - ich assoziiere da zwangsläufig 'mugging') dahindümpelnden Teebeutels. Und dass man ihn (von der Beschaffung geeigneter Kommunikationstechnik mal abgesehen) kostenfrei genießen darf ist auch nett. Danke dafür und für das Lächeln, das es mir geschenkt hat.
    BTW, auch wenn es eigentlich in WTIHIET gehört - gerade in der Tasse gehabt: den Tokujō Kabusecha aus dem breiten Angebot des Produzenten Morimoto in Miyazaki (via Marimo / TKK), eine sehr gelungene Cuvée von Okumidori, Minamisayaka und Yabukita (Mischungsverhältnis ist leider nicht angegeben). Koffeinbombe, daher wohl meine momentane Geschwätzigkeit. Und - bevor jemand fragt - sorry, aber meines Wissens kriegt man den nicht im praktischen Teebeutel ... Der konveniert anders ...
    _()_
     
  17. Like
    miig reagierte auf Charlie in Teebeutel, aber schön   
    Schaut mal, was für feine Sachen Ruby Silvious auf Teebeutel malt.
    https://www.rubysilvious.com/
  18. Thanks
    miig hat eine Reaktion von goza erhalten in Gemeinsame Bestellung bei Taiwan Tea Crafts?   
    Hallo,
     
    ich wollte gern bei Ttc bestellen. Wenn man auf 250 USD kommt, gibt's momentan noch 50 Dollar Rabatt.
    Zudem sind 250g-Packungen günstiger.
    Somit könnte man sich zusammen tun? Ggf auch große Packungen teilen. Hab Interesse an grün, weiß, schwarz und gerösteten Oolongs : Dong Ding, Hong Shui etc.
    Wenn jemand eine ganze Packung Nukular-Oolong will, natürlich auch recht.
    Wenn wer Interesse hat, schreibt mir eine PN
     
  19. Like
    miig reagierte auf Shibo in Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3   
    Ich war ja sehr angetan von Taiwan Tea Crafts' Sortiment an Baozhong und grünen Gaoshan Oolongs. Dementsprechend gespannt war ich auf die schwarzen, bzw. stärker oxidierten Tees. Hier ein paar Eindrücke von deren Verkostung:
    Der Lishan High Mountain Mi Xiang Red Oolong Tea aus der September-Ernte 2017, ist ein sehr stark oxidierter, nicht gerösteter Oolong des Qing Xin Cultivars. Ist er einmal aufgegossen, könnte man ihn leicht mit einem Schwarztee verwechseln.


    Das trockene Blatt riecht zunächst unangenehm nach Parfüm und auch im gewaschenen Zustand dominiert dieser Eindruck von einem floralen, parfümierten Hongcha. Der Aufguss selbst verbreitet dankenswerterweise ein eher fruchtiges Aroma nach süßen Kirschen. Das wäre mir trotzdem noch zu "kitschig", wenn im Hintergrund nicht ein wenig Mandel und ein klein wenig Malzigkeit vorhanden wären.
    Am Gaumen ist der Tee fruchtig, mit buttriger Textur, mit ganz leichter Adstringenz im Rachen. Leider kommt auch hier immer wieder eine parfümartig-florale Note durch, die mir überhaupt nicht zusagt.
    Erleichterung bringt dann der Versuch im Nixing-Kännchen. Vielleicht der bisher deutlichste Unterschied, den ich zwischen einer Zubereitung im Porzellangaiwan und im Tonkännchen erlebt habe: Das Aroma verschiebt sich stark in Richtung Honigsüße, die parfümartigen Spitzen werden entschärft. Gleichzeitig gewinnt der Tee an Tiefe und Körper.
    So richtig gemocht habe ich ihn auf diese Weise immer noch nicht, aber er ließ sich auf jeden Fall angenehmer trinken.
    Zum Lishan High Mountain Organic Red Oolong Tea gibt es nicht viel zu sagen. Es scheint sich lediglich um einen jüngeren Jahrgang (August 2019) des gleichen Tees zu handeln, der zudem in der Zwischenzeit eine Bio-Zertifizierung erhalten hat.
    Ehrlich gesagt kann ich kaum einen Unterschied zum '17er erkennen. Malzigkeit entdecke ich statt wenig nun gar keine mehr und der Tee scheint mir etwas weniger weich und voll am Gaumen zu sein. Müsste ich wählen, würde ich eher zum '17er greifen.
    Na das war ja mal ein Flop. Hoffentlich wird's besser mit dem Organic “Primeur” Yuchi Hong Yun Black Tea, geerntet im Januar 2020.
    Trockenes Blatt: Im Vordergrund fruchtig und vegetabil-süß, im Hintergrund... parfümartig floral. Och nee...
    Gewaschenes Blatt: Kräftiger Honig und Parfüm. Viel Parfüm. Riecht das etwa nach Feuchttüchern?
    Am Gaumen: Honig, etwas Malz, Parfüm. HILFE!
    Im Abgang etwas besser mit einer erfrischenden Bitterkeit. Hier kommen dann auch die vegetabilen Noten nochmal raus. Ein präsentes, mentholiges Huigan.
    Bei diesem Tee hat leider auch das Nixing-Kännchen keine Wunder vollbringen können.
    Ohje...
    ...
    Nicht verzagen, eine Chance haben wir noch. Mit dem 2012 Organic Aged Wild Mountain Black Tea:


    Super duper seltener, ehrbarer, wilder Baum. Ganz exklusiv. Hilft natürlich alles überhaupt nichts, wenn der Tee wieder nach Parf... Halleluja, kein Parfüm! Kein Parfüm, keine Feuchttücher weit und breit.
    Der riecht gut, der riecht sogar sehr gut! Getrocknete Früchte: Rosinen, Aprikosen, Feigen. Ein bisschen Mineralität. Mensch, das könnte glatt ein Yancha sein. Hintergründig das Aroma von fruchtigen Kaffeebohen, ganz leicht malzig, im Verlauf der Session kommt Kakao hinzu.
    Am Gaumen ist er etwas säuerlicher und Schwarzee-typischer, aber besonders die Feige schlägt sich auch im Geschmack sehr deutlich nieder. Der Tee hat zwar keine besonders dichte Textur, aber dafür einen langen, leicht trocken werdenden Nachgeschmack und ein erfrischendes Huigan.
    Das ist großartig, wirklich! Vielleicht der beste Schwarztee, den ich je getrunken habe, zusammen mir diesem Benifuuki. Letzterer war zum Zeitpunkt der Verkostung ebenfalls schon ein paar Jahre gelagert. Das scheint dem ein oder anderen Hongcha also ganz gut zu tun.
    Den einzigen Wermutstropfen, den ich beim Aged Wild Mountain Black von TTC habe, ist die eher geringe Ausdauer. Die Aufgüsse 1-4 sind klar die besten. Dann ist da noch der Preis. Das 10g Sample hat mich einen Stundenlohn meines studentischen Nebenjobs gekostet . Zumindest hat es sich gelohnt. Was man von den anderen drei Samples wirklich nicht behaupten kann.
  20. Haha
    miig hat eine Reaktion von Lateralus erhalten in Musik-Ecke   
    Hihi, allerdings. OK, eins noch.
    (Der Korrektheit halber sei drauf hingewiesen, dass das Gegrunze dem Death Metal zugehordnet wird. Black Metaller kreischen eher...). Hier ein Beispiel - sehr gelungener Track aus dem neuen Album einer uralten Band:
     
     
  21. Like
    miig reagierte auf Anima_Templi in Tong Xin She Teahouse: Verkostungen   
    2020 Rui Xiang by txs
    Dieses junge Kultivar wurde 2003 vom Fujian Provincial Tea Research Institute eingetragen und etabliert. Es wurde von natürlich gekreuzten Nachkommen des Huang Dan Kultivars selektiert.
    Das trockene Blatt riecht im Vergleich zu den vorigen Tees sehr dezent. Man merkt sofort, dass der Tee untypisch leicht geröstet wurde. Außerdem ist er eher leicht oxidiert, auch wenn das Bild des Blattgutes anderes vermuten lässt. Milchschokolade.
    Das nasse Blatt duftet intensiv nach Schokolade und leicht floral, später kommen fruchtige Apfel-Anklänge hinzu.
    Schon beim ersten Schluck merkt man die sehr leichte Röstung, was den Tee sehr zugänglich macht. In Honig eingelegte Früchte. Er kribbelt am Gaumen, die Mineralität ist subtil aber dennoch vorhanden. Nach dem Schlucken fühlt sich der Mund frisch und "sauber" an.
    Die enorme Zugänglichkeit wird durch eine reduzierte Komplexität erkauft. Nach 6 Aufgüssen ist der Tee auch schon so gut wie durch. Diese 6 sind aber lecker und können sich durchaus sehen lassen. Die Preis-Leistung passt auf jeden Fall.
    Ein idealer Einsteiger-Yancha, oder für Freunde einer leichten Röstung.



  22. Like
    miig reagierte auf Paul in Kintsugi: "Möchtegern", "echt" und alles dazwischen.   
    Rose Ausländer
    Nichts bleibt
    Tage kommen und gehen
    alles bleibt wie es ist
    Nichts bleibt wie es ist
    es zerbricht wie Porzellan
    Du bemühst dich
    die Scherben zu kleben
    zu einem Gefäß
    und weinst
    weil es nicht glückt
  23. Like
    miig hat eine Reaktion von Shibo erhalten in Musik-Ecke   
    Hihi, allerdings. OK, eins noch.
    (Der Korrektheit halber sei drauf hingewiesen, dass das Gegrunze dem Death Metal zugehordnet wird. Black Metaller kreischen eher...). Hier ein Beispiel - sehr gelungener Track aus dem neuen Album einer uralten Band:
     
     
  24. Like
    miig reagierte auf Getsome in Musik-Ecke   
    @miig. Danke! Ich musste herzlich über das Video lachen. Das erinnert mich an eine Beschreibung, die in verschiedenen Abwandlungen, ihre Runden im Internet dreht: Black Metal klingt, als würde man ein sterbendes Schwein mit rasender Geschwindigkeit gegen eine Metalmülltonne schlagen.
  25. Like
    miig reagierte auf Ferdinand in Sonntags-Assam gesucht   
    Da ist durchaus etwas dran, nämlich in der Hinsicht, dass man den Gästen nicht automatisch das teuerste vorsetzt was man im Schrank respektive im Keller stehen hat. Das mag wohl auch so für alle anderen Genussmittel gelten. Aus Höflichkeit setze ich dem Gast das vor, von dem ich meine, es befriedigt seine Bedürfnisse. Man bringt ihn so  auch nicht in Verlegenheit. Wenn einer kein Interesse an Wein, Spirituosen oder Bier hat, dann brauch ich ihm (ich spreche jetzt über letzteres, weil ich da am meisten Ahnung von habe) kein Imperial IPA mit fast 100 Bittereinheiten (etwas exzentrisch) oder ein Braggot von meinem Lieblingsbräu, von dem die Flasche fast 30 Öcken kostet (kostspielig) vorzusetzen. Da tuts auch ein sauberes Weißbier oder einfaches Pils, am besten ein langweiliges aus einer Industriebrauerei.  Und so ist es auch beim Tee (da kenne ich mich nun nicht so aus)! Hier lasse ich das Pony eben nur so hoch springen, wie es muss. Für interessierte Gäste hingegen darf das Päonie auch mal zum Kunstritt antreten.
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