seika

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  1. Kamairicha vs. Tamaryokucha

    Vielleicht noch als Ergänzung, in Japan wird unterschieden zwischen: mushi-sei tamaryuokucha (蒸し製玉緑茶), also gedämpften Tamaryokucha, und kamairi-sei tamaryokucha (釜炒り製玉緑茶), pfannengebratenen Tamaryokucha. Das wäre meines Wissens die korrekte Auszeichnung. Im heutigen Sprachgebrauch hat sich allerdings eine Verschiebung hin zum gedämpften ergeben hat. Wenn nichts anderes als Tamaryokucha gegeben ist, z.B. auf einer Teepackung, kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es sich um einen bedampften handelt. Edit Noch was zum Rollen. Beim mushi-sei Tamaryokucha wird meines Wissens das finale Rollen = seijū (精揉), um die Blätter in Nadelform zu bringen, nicht bzw. anders ausgeführt als bei der Sencha-Produktion. Der vorherige Arbeitsschritt jūnen, der ebenfalls als Rollen bezeichnet werden kann, wird hingehend durchgeführt. Tamaryokucha = ungerollt kann daher etwas irreführend sein, wie von @teekontorkiel bereits angemerkt.
  2. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @teekontorkiel Gewelkter Tamaryoku-cha hört sich interessant an. Magst du vielleicht ein bisschen was zu dem Tee schreiben? Bei mir gab es gestern Abend den letzten Rest Kōshun Schwarztee. Wie so oft bei Resten wurde der Aufguss ziemlich stark. Dabei habe ich schon kürzer ziehen lassen als normalerweise. Na ja, war trotzdem lecker. Sobald ich heute Nachmittag etwas Zeit für Tee habe, wird es wohl ein Uji Shincha werden. Evtl. aber auch ein Fukamushi aus Yame. Mal schauen.
  3. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @teekontorkiel Danke für den Hinweis. Habe sogar einen Tee von Sakura no en hier, Aoi nennt er sich. Ist nicht schlecht, sage ich mal. Hat mir ein Bekannter aus Minamata mitgebracht. Und Minamata steht schon länger auf der Liste der Orte, die mich interessieren. Weniger wegen Tee, aber das liesse sich dann ja verbinden. Am besten zur Shincha Zeit. Noch was zum Thema Umami. An sich mag ich das sehr gerne, aber halt nicht bei jedem Tee. Besonders bekömmlich finde ich es auch nicht, stimmt schon. Wenn es ein magenschonender Grüntee sein soll, greife ich gerne zu Kamairi-chas. Im Herbst und Winter auch zu Hōji-chas. Einen Kamairi-cha aus Kumamoto wird es gleich auch in meine Schale schaffen. Erst noch was wegarbeiten.
  4. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @cml93 Danke für die Infos. Das es so viel ist, hätte ich nicht gedacht. Hatte schon länger keinen Tee mehr aus Kagoshima. Die letzten, die ich hatte waren aber alle geschmacklich sehr intensiv und Umami lastig. Habe das zum Teil der langen Bedampfung zugeschrieben. Und gleich noch eine Frage hinterher, wie stehst du eigentlich zu Kagoshima Tees? Aus meiner Perspektive stellst sich das wie folgt dar, ich sehe, dass bei den Wettbewerben Tees aus Kagoshima oft sehr gut abschneiden. Was ich dann allerdings als Kagoshima Tee ausgezeichnet im japanischen Handel finde, ist von der Qualität her oft mittelmäßig bis einfach, auch preislich. Insbesondere Chiran-cha fällt mir da spontan ein. Für mich hat sich da vielleicht fälschlicherweise ein Bild des einfachen Massentees eingeschlichen. Diese Diskrepanz finde ich jedenfalls verwunderlich. Heute morgen gibt es einen Uji Shincha von Kanbayashi. Vorm Urlaub noch Reste aufbrauchen.
  5. Genau. Die von @cml93 angesprochene Balance, die einen guten Sencha ausmacht, ist mit „natürlichem“ Anbau, was Schatten durch Bäume, Wolken u.ä. ja nicht ausschließt, nur mit sehr gutem Material, welches dementsprechend selten ist, zu erreichen. Vermutlich auch um den hohen Preis dafür zu rechtfertigen werden, solche Senchas oft damit beworben aus roten saibai, also nicht beschattetem Anbau zu sein. Durch das Beschatten verringert sich die Bitterkeit, was durch nicht beschatteten Anbau sehr viel schwieriger zu erreichen ist. Wenn man einem so beworbenen Tee dann beschatteten Tee untermischt ist das für mich Täuschung. Genauso, als ob man in einen trockenen Riesling Zucker kippt und ihn dann als Eiswein verkauft.
  6. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @cml93 Bist du dir da sicher? Das Senchas, vor allem Blends, auch mal beschattete Tees beigemischt werden, um sie geschmacklich "aufzuwerten", ist mir bekannt. Aber, das es so flächendeckend und umfassend sein soll, ist mir neu. Fände ich als Verbrauchertäuschung, wenn sich herausstellen sollte, das ein als hochwertiger Sencha beworbener Tee beschattet sein sollte. Rein subjektiv finde ich den ooika Duft oder das Aroma, je nach dem, wie man es nennen will, schon sehr prägnant.
  7. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi Ich bin davon ausgegangen, dass es irgendwelche Unterschiede in der Verarbeitung oder dem Ausgangsmaterial gäbe. Na ja halb so wild. Danke in jedem Fall für deine Mühe, auch wenn die Erklärung mir nicht unbedingt weitergeholfen hat. Hauptsache ist, der Tee schmeckt. Musste gerade etwas schmunzeln, als ich die Beschriftung gelesen habe. Zweite Zeile in der japanischen Beschreibung: "Der Tee, den die Teehändler insgeheim (hisoka) trinken" kurz und prägnant auf englisch "HISOKA"
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Schade, dass er nicht deinen Erwartungen entspricht. Magst du mir vielleicht noch verraten, um was es sich bei dem „jun“ Sencha genau handelt? Du hattest es in einem anderen Thread mal beiläufig erwähnt. Ich vermute das mit „jun“ 純 gemeint ist, dann müsste es etwas „pures“ oder „reines“ sein.
  9. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Lateralus Habe mich da vielleicht umständlich ausgedrückt. Herr Yamaguchi ist der Teemeister, also derjenige, der maßgeblich für das Aroma und den Geschmack des Endproduktes verantwortlich ist. Meiner Erfahrung nach haben fast alle Senchas von Hoshinoen ein mehr oder weniger kräftiges hi-ka. Das ist so etwas wie seine Handschrift.
  10. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Anima_Templi Die Optik des Tees geht auf eine Mutation der Sträucher zurück. Die sind heller als normal, daher auch der Name „weiße Prinzessin“ Habe auch noch eine Dose der 18er Version hier.
  11. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Lateralus Mein Tipp wäre nach Tees mit ordentlichem hi-ka, also dem Aroma, dass durch die finale Trocknung entsteht, zu suchen. Ist mir bei fast allen Tees von Hoshino Seichaen, die ja auch diesen Tee produziert haben, aufgefallen. Scheint die Handschrift von Herrn Yamaguchi zu sein. Im Januar oder Februar bringt er immer ein Special raus, traditionell von Hand auf einem mit Papier bespannten Tisch über Holzkohle getrocknet. Wäre vielleicht was für dich. Fukamushi noch dazu.
  12. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Dem Wetter entsprechend am Nachmittag einen kalt aufgegossenen Yame Fukamushi. Der erste Aufguss hat etwa 30 min gezogen und ergab einen herrlich erfrischenden Umami reichen Aufguss. Allerdings nicht mehr als 10 ml. Für den zweiten Aufguss, hier im Bild habe ich zusätzlich zum Eis noch etwas Wasser hinzugefügt. Dazu gibt es eine kleine Süßigkeit.
  13. Begriffsklärung Shincha

    Ehrlich gesagt, ist mir nicht so ganz klar, historische Abschweifungen inklusive, worauf du hinaus willst. Shincha über qualitative Merkmale zu definieren halte ich für wenig zielführend, in dem Sinne, dass eine eindeutig gültige Aussage über einen Tee gemacht werden kann. Was sagt der Begriff Shincha verbindlich in Bezug auf einen Tee aus? Welches sind die Eigenschaften, die alle Tees dieses Typs, besitzen? Darum ging es meines Wissen bei der Diskussion. Fazit war: Shincha im heutigen Gebrauch besagt lediglich, dass es sich um ein saisonal zeitlich begrenzt verfügbares Grüntee-Produkt (anteilig) aus der ersten Ernte des Jahres handelt. Nicht mehr und nicht weniger. Mir ist schon klar, dass das ein sehr weit gefasster und bezüglich der Qualität nichts sagender Begriff ist. Ferner, kann ich verstehen dass vermutlich viele Menschen ausserhalb Japans die Begeisterung in Japan für dieses Produkt nicht nachvollziehen können. Also wird versucht, so ist mein Eindruck, Shincha als einen Typ mit besonderen Merkmalen hinsichtlich seiner Qualität zu konstruieren. Meiner Meinung funktioniert das nicht, ganz einfach weil A = B nicht gilt. Ein Shincha muss nicht immer eine höhere Restfeuchte haben. Ein stärkeres hi-ka und damit verbunden eine höhere finale Trocknung kann den persönlichen Präferenzen des Produzenten oder aber regionaler Vorlieben geschuldet sein, auch bei Shincha. Auf der anderen Seite kann z.B. ein Sencha, aus der ersten Pflückung stammen, eine hohe Restfeuchte aufweisen, trotzdem wird er in Japan nicht als Shincha verkauft werden, wenn er ausserhalb der Shincha Saison auf den Markt kommt. P.S. @Gyokuro Falls du mal ein Überangebot deiner kostbaren Zeit haben solltest, stell dich hier doch mal vor.
  14. Begriffsklärung Shincha

    Anregung zum konstruktiven Diskurs hätte ich als Begründung nachvollziehen können, aber „sehr gute Erklärung“ liest sich für mich doch etwas anders. Die anderen beiden Markierungen sind mir übrigens noch nicht aufgefallen...
  15. Begriffsklärung Shincha

    @Gyokuro Hallo. Es wirft schon ein besonderes Licht auf jemanden in eine Diskussion einzusteigen mit der Aussage sich nicht mit den vorherigen Beträgen beschäftigt zu haben, zumal es sich "nur" um ein Seite handelt. So weit ich es verstanden habe, behauptest du Shincha wird über die Restfeuchtigkeit definiert. Ferner, sei dies eine allgemeingültige Regel für japanische Grüntees, dementsprechend Matcha und Kamari-cha keine Shincha sein können. Dürfte ich dich fragen, was du von der gemeinsam ausgearbeiteten Erklärung des Begriffes Shincha auf Seite 1 hälst, wonach "Shincha ein Grüntee aus der ersten Ernte ist, der im Zeitraum April bis Mai in den Handel kommt"? Und sich weitestgehend mit der Definition der Nihonchagyōchūōkai (日本茶業中央会)deckt. Ich zitiere mal aus dem Grüntee Wörterbuch (緑茶の事典)3. Auflage: Die Möglichkeit einer unterschiedlichen Verarbeitung hinsichtlich der Restfeuchte wurde bereits, wenn auch nicht so im Detail wie von dir, angesprochen, auch mit dem Hinweis, das dies vonTeebauern und -Produzenten unterschiedlich gehandhabt wird. Zuletzt noch die Frage, wie erklärst du laut deiner Definition den Verkauf von Shincha Matcha, Gyokuro, Kamairi-cha usw.? @Joaquin die Frage, was diesen Beitrag "empfehlenswert" macht? War es die Art sich in die Diskussion einzubringen, ohne sich inhaltlich mit der bereits erfolgten Diskussion auseinanderzusetzen, die Modellcharakter für Neuankömmlinge hat? Oder doch die pauschalisierte Aussage hinsichtlich bestimmter Charaktermerkmale die den drei angesprochenen Nationalitäten zugeschrieben wird?