seika

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  1. @Anima_Templi Eine sehr schöne Schale. Wird sich bestimmt interessant entwickeln. Wäre angetan, wenn du nach einiger Zeit hier mal ein Update posten würdest.
  2. Billigkannen bzw Anfängerkannen.

    Angefangen habe ich glaube ich mit einer Bodum Glaskanne mit herausnehmbaren Plastiksieb, in der ich Darjeelings gebrüht habe. Meine erste japanische Teekanne war bzw. ist immer noch eine Hagi-yaki Kanne, die ich vor rund 15 Jahren geschenkt bekam. Ist meines Wissens eine recht preiswerte Kanne aus einen Hochzeitskatalog (wer in Japan schon mal auf einer Hochzeit war, kennt diese Kataloge vielleicht, die man hin und wieder nach der Hochzeit als Dank für die Teilnahme und das Geldgeschenk zugesendet bekommt) gewesen. Neben dem sentimentalen Wert, ist ihre Größe von ca. 400ml ein Alleinstellungsmerkmal in meiner Sammlung und auch der Grund, warum sie immer noch zum Einsatz kommt, wenn ich mal Hōji-cha für 2 Personen mache. Danach folgten einige Kannen, die mittlerweile nicht mehr da sind, entweder weil sie kaputt gegangen sind (und eine Reparatur sich nicht lohnte) oder weil sie durch andere Kannen ersetzt wurden. Mittlerweile nach vielen Jahren der Beschäftigung mit dem Thema habe ich recht genaue Vorstellungen, wie eine Kanne oder Hōhin sein soll. Dabei geht es mir weniger um irgendwelche Effekte des Materials, als um ästhetische Aspekte und die Geschichte, die dahinter steht. Um das zu veranschaulichen mal ein Beispiel, jahrelang hat mich Shōdai-yaki nicht interessiert, obwohl es mehr oder weniger vor meiner Haustür gefertigt wird und auf eine interessante sogar mit der Teekultur verwobene Geschichte zurückblicken kann. Mehr oder weniger durch Zufall hat sich diesen Frühling eine Bergwanderung auf den Shōdai-zan ergeben, wodurch mein Interesse geweckt wurde. Es folgten in größerem Abstand Besichtigungen in zwei verschiedenen Öfen, die Shōdai-yaki herstellen. Gekauft habe ich einige Stücke (vor allem Teller aber auch eine Matcha Schale), die Kannen wiederum haben mir überhaupt nicht zugesagt. Für mich kommt ein Blindkauf nur noch in Ausnahmefällen in Frage. Und das bezieht sich auf alle Keramiken, Becher, Schalen, Teller usw. Wenn möglich möchte ich mich in einem persönlichem Gespräch über die Ideale der Erstellers, die Herstellungsmethoden, den Ort, verwendete Materialien, Ofen usw. informieren. Im Internet habe ich schon länger keine Keramiken mehr gekauft, der Funke springt oft nicht über. Generell kaufe ich nur noch wenig Stücke, denn jedes neue geht unweigerlich in Konkurrenz zu bereits vorhandenen Stücken, zu denen ich über die Jahre teilweise emotionale Bindungungen aufgebaut habe. Es muss also entweder eine kaum noch vorhandene Lücke in meiner Sammlung füllen (trinke eigentlich nur japanischen Grüntee und Schwarztees) oder es muss in mir die Überzeugung wecken ein bestehendes teils liebgewonnenes Stück verdrängen zu können. Zu guter letzte spielt natürlich auch das Geld eine Rolle, sowohl nach unten wie oben habe ich mir da imaginäre Grenzen gesetzt. Aber klar, irgendwo muss man mal anfangen, und auch "Fehler" machen, oder mal etwas ausprobieren, nur so lernt man.
  3. Cha Qi, Wirkungen etc.

    Mal eine (naive) Frage, ist dieses Cha Qi auch in anderen Teekulturen ausserhalb der chinesischen (wenn man die überhaupt so verallgemeinern kann) verbreitet? In der japanischen wäre mir jetzt nichts dergleichen bekannt, aber da kratze ich auch nach jahrelanger Beschäftigung immer noch an der Oberfläche. Meinem bisherigen Verständnisses nach würde ich in der cha no yu (Teezeremonie) die sozialen Aspekte von größerer Bedeutung einschätzen als eine Wirkung auf Geist bzw. Körper. Wie gesagt, da kann ich auch falsch liegen, da mein Wissen noch nicht so vertieft ist.
  4. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Letzte Woche probiert, aber heute finde ich erst die Zeit ein paar Zeilen zu schreiben. Bei dem Tee handelt es sich um einen Schwarztee aus dem Kultivar Izumi, den ich als Sample bei meiner letzten Bestellung bei Ocha no Kajihara erhalten habe. Der Kultivar Izumi wurde Anfang der 1960er Jahre in Kyushu durch natürliche Selektion des Kultivars Benihomare (einem Kultivar für Schwarztee) für den Export von Kamari-cha in die Maghreb-Staaten entwickelt. Der Export entwickelte sich wohl nicht wie erhofft, und so verschwand Izumi erstmal in der Versenkung. Seit den 90er Jahren wird er im Zuge des Wiedererwachens der heimischen Schwarzteeproduktion in kleinem Umfang für Schwarztees und Ōlongs eingesetzt. Soll, was den Anbau angeht, wohl recht anspruchsvoll sein. Nun denn, so viel zum Hintergrund. Es ist selbsterklärend für mich das erste Aufeinandertreffen mit diesem Kultivar. Herr Kajihara hat aus der Frühlingspflückung ein optisch sehr ansprechendes Blattgut produziert. Erinnert ein wenig an seinen Kōshun, lange schmale Blätter. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten, im Duft ist der Izumi viel intensiver, richtig fruchtig süß. Pfirsich vielleicht. Aufgegossen in meiner kleinen Hōhin offenbart sich die relativ leichte Oxidierung wie anhand der hellen Aufgussfarbe des ersten Aufguss zu sehen ist. Geschmacklich ist dafür einiges los, viel Frucht aber keine Bitterkeit und keine Adstringenz, wie sie bei anderen Vertretern dieser Art schon mal auftritt. Ab dem zweiten Aufguss kommen dann rote Waldfrüchte und Trauben zum tragen. Hier zeigt sich die Verwandtschaft zu den Assam Vertretern recht deutlich. In den späteren Aufgüssen zeigt sich dann auch ein wenig Adstringenz. Trotz alledem bleibt dieser Tee ein leichter Vertreter seiner Art, der grosse Bums, wie ihn z.B. sein Benifūki hat, bleibt (leider) aus. Als leichter Sommer Schwarztee könnte er mir durchaus gefallen. Zum Schluss noch ein Blick auf die durchaus imposanten Blätter.
  5. Außergewöhnliche Geschmäcker

    Ganz so abwegig finde ich es nicht. Tomaten können ja sehr reich an Umami sein. Genau wie einige Algen, die ja auch hin und wieder als Assoziation herangezogen werden. Der sehr distinktive Duft (ōika), der durch das Beschatten entsteht, hat meiner Meinung nach tatsächlich viel Ähnlichkeit mit dem Duft einiger Algensorten. Geschmacklich finde ich allerdings, bestehen da schon größere Unterschiede.
  6. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Heute Abend gibt es den Kōshun Schwarztee 2018, aufgegossen in der kleinen Hōhin. Sehr süffig mit einem erfrischenden Abgang.
  7. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @goza Ich hatte schon länger keinen Grüntee mehr, bei dem das so war. Was aber nicht heißen soll, dass mir das noch nie vorgekommen ist. Kann mich entfernt daran erinnern, dass ich anfangs durch das Forum motiviert sehr viele verschiedene Tees probiert habe. Vor allem mit einigen Fukamushi hatte ich da Probleme mit übermäßiger Bitterkeit. Einige davon waren wohl auch beschattet. Auch aus dem Grund würde ich mir heute bewußt keinen Kabuse mehr kaufen. Kann aber natürlich nicht ausschließen das in einem der Blends, die ich hier habe, auch beschatteter Tee drin ist. Heute gibt es wieder einen Sencha, Shincha Kyōnishiki von Ocha no Kanbayashi. Kännchen und Schale aus Arita Porzellan. Beide kommen in letzter Zeit (viel zu) selten zum Einsatz. Dabei bin ich jedes Mal aufs Neue von der Form der Schale begeistert und nehme mir vor sie alsbald wieder zu verwenden...
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @goza inwiefern zickig? Meinst du, dass er schnell bitter wird?
  9. Eure neuste Tee-Anschaffung

    Post aus Ashikita, hauptsächlich mit Schwarztees der neuen Saison. Die brauchen im Gegensatz zu den Grüntees trotz gleichem Pflückdatum immer etwas länger in der Produktion. 1 x Zairaishū First Flush, 2 x Benifūki First Flush, 2 x Kōshun First Flush, eine Probe vom "neuen" Izumi Kutlivar und etwas Nachschub an Kamari-cha. Den Benifūki und Kōshun kenne ich bereits vom letzten Jahr. Letzterer war da allerdings handgepflückt, mal schauen wie es in diesem Jahr aussieht. Der Zairaishū ist auch ein alter Bekannter, allerdings ist es so lange her, dass ich mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern kann. Auf den Izumi, mit dessen Anbau und Verarbeitung Herr Kajihara gerade experimentiert, bin ich besonders gespannt. Jetzt heißt es erstmal Bestände abbauen um Platz im Tiefkühlschrank zu schaffen.
  10. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Helmi ein Tee aus Kumamoto. Von Sakuranoen habe ich auch einen Sencha hier. Ao heißt er, wenn ich mich recht erinnere. Hat mir mal ein Bekannter aus Minamata mitgebracht. Gerade im Kännchen einen Kōshun Schwarztee ebenfalls aus Kumamoto. Ashikita, wo der Tee herkommt, liegt nördlich von Minamata. Von der Stadt aber immerhin noch gute 2 Stunden Autobahn bzw. Landstraße. Der erste Aufguss ließ mich an Zuckerwasser denken. So süß hatte ich den eigentlich nicht in Erinnerung. Vermutlich lag es an der Bittergurke, die es zu Abend gab. Sei’s drum.
  11. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Zu relativ später Stunde gibt es einen japanischen Schwarztee aus Asamiya. Viel Malz im ersten Aufguss. Gefällt mir. Mal schauen, was die nächsten Runden bringen.
  12. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Geht mir ähnlich. Wobei es da aber Unterschiede bei den Teesorten zu geben scheint. Wenn mich meine Wahrnehmung nicht täuscht, reagiert mein Körper auf (japanischen) Schwarztee stärker als auf Grüntee (bei gleicher Temperatur wohlgemerkt). Es könnte am Koffein liegen, das angeblich die Schweißproduktion anregen soll, oder an der Gewöhnung, Schwarztee trinke ich zwar regelmässig aber mengenmäßig weniger als Grüntee. Heute gibt es, da ich den ganzen Tag ausser Haus bin, einen kalt gezogenen Nilgiri in der Thermosflasche. Das war schon lecker. Aber etwas schwierig zu essen, da es ungefähr die Konsistenz von Wasser hatte.
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    4 Aufgüsse später...
  14. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Temperaturbedingt muss es heute etwas kaltgezogenes sein: Hatsudumi Shincha aus Yame. Herrlich erfrischend. Man liest ja immer wieder, das kalte Getränke den gegenteiligen Effekt haben, also den Körper aufwärmen. Was sind eure Erfahrungen diesbezüglich?
  15. miig hat Geburtstag!

    Dem schliesse ich mich an: herzlichen Glückwunsch!