seika

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  1. Da mag etwas dran sein. Ich bin gestern mehr oder weniger durch Zufall auf den ersten Seiten des Tee Utensilien Fadens gelandet und habe mich von da aus ein wenig durchgeklickt. Der Eindruck, das früher mehr diskutiert wurde, hat sich mir da schon ein wenig aufgedrängt. Damals war hier im Forum weder in der Tiefe noch in der Breite das Wissen zu bestimmten Dingen, wie z.B. Teekeramiken, vorhanden. Vieles wurde erst durch den Austausch erarbeitet. Einfache Begriffe oder Fragen haben dann seitenlange Diskussionen nach sich gezogen, die eigentlich für alle sehr lehrreich waren. Mittlerweile ist der Wissenstand hier im Forum so wie durch das Internet auch der vieler Neulinge gefühlt exponentiell gewachsen. Vieles, was damals zu anregenden Diskussionen geführt hat, lockt heute keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Sich x-mal über das gleiche Thema oder den gleichen Tee vom gleichen Blickwinkel aus zu unterhalten, kann mit der Zeit zu Desinteresse führen. Ich denke, dass das keine spezifische Entwicklung in diesen Forum ist, sondern auch für andere Bereiche gelten dürfte. Auch auf die Gefahr hin, das es arrogant rüber kommt, aber schau dir oder schaut euch einfach mal die Entwicklung des Wissenstandes in Sachen Pu Erh oder auch anderen Tees hier im Forum an. Von Pu Erh, was ist das?, bis hin zu sehr detailliertem Fachwissen, was einzelne Lagen, Verarbeitungsschritte und Produzenten angeht. Neulinge oder nicht so interessierte User mag das überfordern und für die Experten mag eine Diskussion unterhalb dieses Standards müssig sein. Bitte nicht falsch verstehen, das soll jetzt kein Vorwurf an irgendwen sein, sondern viel mehr ein Erklärungsversuch. Mich selbst möchte ich da auch nicht von ausnehmen. Als ich diesem Forum beigetreten bin war die Lernkurve ziemlich steil und ein Austausch eigentlich zu fast allen Themen spannend und bereichernd. Das hat sich mittlerweile (leider?) stark differenziert. Um wieder auf den Anfang meines Posts zurückzukommen, wenn ich ehrlich bin vermisse ich die Atmosphäre aus den Anfangszeiten schon ein wenig. Aber mir ist auch klar, dass sich weder die Zeit noch die eigene Entwicklung (in Sachen Tee) zurückdrehen lässt. Ich glaube nicht, dass man hier von individueller Schuld sprechen sollte. Klar, das Forum kann man sich als die Summe seiner Mitglieder vorstellen, aber meiner Meinung nach gibt es darüber hinaus noch andere Faktoren, die es beeinflussen. Wie oben angesprochen, Zeit zum Beispiel.
  2. @teewelt Die Töpferei liegt am Berg Hiko, in der Präfektur Fukuoka. Von Koishiwara aus etwa eine halbe Stunde mit dem Auto über die kurvenreiche Bergstraße 500. 🤪 P.S. Google Maps einfügen funktioniert nicht
  3. Das es hier so still ist, könnte auch andere Gründe haben. Bei mir hat es nur bedingt mit "Corona" zu tun. Dieses Jahr stehen grössere Projekte an, die viel Energie und Zeit erfordern. Vom Teetrinken selbst hält mich das zwar nicht ab, ein Vorteil, wenn man viel von zu Hause aus arbeiten kann. Für das Schreiben im Forum bleibt aber nur wenig Zeit, insbesondere für Bilder (auch wegen der neuen Begrenzung, die eine Nachbearbeitung jedes Bildes nötig macht). Hinzu kommt Corona bedingt, dass seit Ende Februar die Schulen in Japan geschlossen sind, und seitdem die Kinder "meinem Teetisch" in Beschlag genommen haben. Also eine Kombination aus beidem. Vermutlich hätte ich auch ohne "Corona" derzeit wenig Zeit fürs Forum. Die Kinder zu Hause tragen zusätzlich noch dazu bei. Mal schauen, wie es wird, wenn es hier auch einen Lockdown geben sollte ...
  4. Am Wochenende kamen einige Neuzugänge, die ich euch nicht vorenthalten möchte. 😁 Insbesondere wäre da eine Hōhin mit Dōkeyū (道化釉) und einem Fassungsvermögen von ca. 100ml. Nach einem Aufgussgefäss mit dieser Art von Glasur suche ich schon seit längerem, und nun hat sich die Gelegenheit ergeben. Wie mir gesagt wurde befinde ich mich mit meiner Vorliebe übrigens in prominenter Gesellschaft, schon Toyotomi Hideyoshi soll Takatori Teekeramiken mit dieser Art von Glasur geschätzt haben. 😉 Eingeweiht wurde sie gestern schon, dazu später mehr. Was mir sofort aufgellen ist, ist das Ausgiessen. Das geschieht sehr sanft, fast elegant. 🥰 Des Weiteren gab es passend dazu noch zwei kleine Becher, damit sind es jetzt insgesamt drei. Sowie zwei Becher in der traditionellen Takatori Optik: Fotografisch nicht einfach, da die Glasur fast wie ein Spiegel wirkt. Beide haben übrigens, auch wenn es anders wirken sollte, das gleiche Fassungsvermögen. Zu guter letzt noch ein Blick in die Werkstatt des Meisters. War sehr interessant einen Einblick in sein Arbeiten und die Umgebung zu bekommen und sich auch mal länger über auszutauschen, als das auf Töpfermärkten möglich ist. Leider war das Wetter alles andere als einladend, und so viel die Besichtigung des Noborigamas kürzer aus, als ich es mir gewünscht hätte. Auf Aufnahmen des Ofens und der Umgebung habe ich verzichtet, hätte man aufgrund des Nebels wahrscheinlich eh nicht viel erkennen können. Oben auf den Brettern sieht man die zum Trocknen aufgestellten Teile, die später mal eine Hōhin ergeben werden. Links die Tüllen, in der Mitte die Deckel und rechts die Gefässkörper. Während des Brennens schrumpfen sie auf die Grösse der kleinen Kyūsu, die in der gleichen Reihe rechts steht. Beachtlich! 😲 Einziger Vermutstropfen, die kleinen Kyūsu mit Griff hinten waren noch nicht fertig. Da muss ich mich noch bis September gedulden... falls bis dahin Grossveranstaltungen wieder erlaubt sind. 😷
  5. seika

    茶器 Teezubehoer

  6. Danke für diesen anregenden Beitrag. So einen Parallel-Test habe ich mir mit Schwarztees schon mal vorgenommen. Habe mir dafür auch zwei Tea Taster Sets besorgt um für gleiche Bedingungen zu sorgen, letzten Endes scheitert es aber immer an irgendwas. Meisten an der Unlust zur Dokumentierung. 😅 Vor Jahren habe ich mal vom gleichen Hersteller einen Sencha und einen mushi-sei, also bedampftenTamaryoku-cha verglichen, um zu prüfen, ob die Herstellung Einfluss auf den Geschmack hat. Viel Unterschied habe ich nicht feststellen können, bin es aber auch nicht so professionell angegangen wie du. Ausserdem lagen zu viele Variablen bezüglich des Materials als auch der Verarbeitung im Unklaren. Übrigens war ich mal im Teehaus von Tomizawa, liegt etwa 15min Autofahrt entfernt, und habe den Kabuse Saemidori getrunken. Deine beiden Tees standen auch auf der Karte. 😀
  7. Ui, ein Tee aus Tottori, Unnan. Sieht man nicht oft. 😲
  8. Da fragt jemand in seinem ersten Beitrag nach Grüntees, die nicht bitter schmecken, und @GoldenTurtle empfiehlt Shou Pu Erh. 😂 Stengeltees (kuki-cha, karigane usw.) sind in der Regel wenig bitter, ebenso einfache Sencha oder Banchas. An einem bestimmten Kultivar würde ich das weniger festmachen als an der Qualität. Die "einfachen" japanischen Grüntees sind meiner Erfahrung nach meist diejenigen, die sich auch mit kochend heissem Wasser aufgegossen nicht von ihrer bitteren Seite zeigen.
  9. @laudeline Freut mich, dass dir das Set zusagt. Seit ich es bei Arita Porcelain Lab gekauft habe sind schon einige Jahre ins Land gezogen. Kann gut sein, dass es nicht mehr angeboten wird. Evtl. wirst du bei Rakuten noch fündig, aber ob es den Aufwand einer Bestellung in Japan wert ist?
  10. @Lateralus Die Bilder machen richtig Lust auf diesen Gyokuro. 😋
  11. Ja. Der Begriff Kyūsu bezeichnet mehr oder weniger nur ein Gefäß (zum Aufbrühen von Tee) unabhängig vom Griff. Wenn man es detaillierter ausdrücken möchte fügt man noch die Art des Griffes hinzu: yokode (Seitebgriff), ushirode (Griff hinten), uwade (Griff oben), totte nashi (ohne Griff). 😉 Die Kanne mit Seitengriff wird aufgrund der weiten Verbreitung aber allgemein hin mit dem Begriff assoziiert.
  12. @SoGen Nur damit wir nicht aneinander vorbei reden, unter Seladon verstehe ich in erster Linie eine eisenhaltige Glasur, die nach dem Brand grünlich bis bläulich wird. In Japan werden daraus gebrannte Scherben 青磁 (seiji) genannt, das Material ist in der Regel Porzellan. In China verhält es sich da, wenn ich es recht in Erinnerung habe, teilweise anders, oder? In Arita, dem Ursprungsort der Porzellanherstellung in Japan, sind Teekannen mit „Seladonglasur“ eigentlich recht häufig anzutreffen. Wie gesagt, das ist dort einfach eine Glasur, der mehr Eisen beigemischt wird. Hier mal zwei Beispiele aus meinen Fundus: Seladon Kyūsu von Fukagawa-Seiji Hōhin von Arita Porcelain Lab. Bei der Hōhin und den im Inneren stapelbaren Schalen ist jeweils die Innenseite sowie bei der Hōhin die Deckeloberseite „Seladon“, der Rest ist weiß geschliffen.
  13. Flach geht nur bis zu einem gewissen Volumen, ansonsten wird die Shiboridashi irgendwann unhandlich, sprich zu gross um einhändig bedient zu werden. Gerollte Ōlongs können z.B. relativ viel Volumen brauchen, da würde sich eine tiefere/höhere Form anbieten. Japanische Grüntees und auch Schwarztees hingegen brauchen meiner Erfahrung nach etwas weniger Volumen, ergo kann man auch gut mit einer kleineren/flacheren Form zurecht kommen. Nimm, was dir optisch mehr zusagt und probiere diverse Tees aus. Dann wirst du sehen, was sich wofür eignet. 😀
  14. @Paul Dachte, ich hätte die Kanne hier schon mal vorgestellt. Habe ich letztes Jahr auf der hiesigen Keramikmesse gekauft. Gemacht wurde sie in der Töpferei Hiko-gama, die hauptsächlich Teekeramiken im Takatori-Stil fertigt. Machen tolle Sachen! Neben der oben gezeigten Kanne habe ich noch eine Hōhin und einen kleinen Becher, von denen ich allesamt sehr begeistert bin. Daher ist in den Frühlingsferien ein Ausflug nach Fukuoka samt Töpfereibesichtigung geplant. Ob es sich realisieren lässt steht derzeit allerdings in den Sternen. 😥 Das Schälchen kommt von Seiungama (Hagi) und ist, wie man sieht schon etwas älter. Habe ich ebenfalls auf der Keramikmesse gekauft, allerdings vor 6 Jahren. Ganz neu sah sie mal so aus: Und der Fussring mit "takenofushi kōdai" (Bambusgelenk, übersetzt man das so?) sah mal so aus:
  15. Ein Nachtrag noch von letzter Woche. Da hatte ich einen Alishan Ōlong im Kännchen. Den Tee habe ich Endes des Jahres bei einem Zwischenstopp in Taipeh auf dem Flughafen gekauft. Viel Auskunft, um was für einen Tee es sich genau handelt, gab es seitens des Verkaufspersonals nicht. Vermutlich macht die aufwendige Verpackung (nicht auf den Bildern) einen guten Teil des Endpreises aus. Mit dementsprechend geringen Erwartungen ging ich die Sache an. Enttäuscht wurde ich nicht, muss allerdings auch dazu sagen, dass ich eine klitzekleine Schwäche für diese "einfachen", "grünen" Ōlongs habe. Vielleicht ein Jin Xuan. Aber da kann ich auch genau so gut daneben liegen. Netter Tee würde ich sagen.