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Soltrok

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Reputationsaktivitäten

  1. Like
    Soltrok reagierte auf geroha in Tee-Humor   
    Wenn Xiaguan Tuocha zu zerteilen sind, hilft nicht Tipp4 sondern nur C4!
    Ob das experimentierfreudige Team von Blendtec sich da wohl ran traut?
    >http://www.youtube.com/watch?v=l69Vi5IDc0g
    Sorry, kein Video mit Tee bisher in derem Channel. Mal sehen, wann das kommt.
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    Soltrok hat eine Reaktion von miig erhalten in Spoiler: Probe B von William   
    Jetzt kam auch ich dazu den Tee zu probieren. Ich scheine eine ähnliche Probe erhalten zu haben wie Miig. Das BÄM beim Öffnen der Tüte kann ich voll unterstreichen. Habe die Proben von William mit 2 Freunden verkostet und wir waren einer Meinung, dass dieser der Interessanteste war. Die anderen beiden Proben waren nett, aber wenig besonders. Jedoch sind Geschmäcker absolut unterschiedlich, was sich in meiner Verkostungsrunde vollkommen bestätigte. Interessant für mich deshalb, weil dieses Aroma für mich in der Pu Erh Welt vollkommen neu war.  Einer meiner Freunde hat nach dem dritten Aufguss leider aufgegeben, weil er den Moos-Geschmack nicht mehr ausgehalten hat. Er meinte schon beim Geruch des ersten Aufgusses, dass es viel Überwindung kostet, den überhaupt in den Mund zu nehmen. Die zweite Person war hingegen begeistert, weil in ihr alte Kindheitserinnerungen an Keller- und Waldgerüche hoch kamen. Sie ist Agrarwirtin, vielleicht ist sie einfach vertrauter mit so etwas.

    Die Überraschung kam für mich nach dem letzten Aufguss, es waren glaube ich 6. Wir haben den Pu zum Schluss ca. 5 Minuten ziehen lassen und auf einmal entwickelte der Tee eine leicht subtile Fruchtnote, die mich an Brombeere erinnerte. Die harmonisierte sehr gut mit dem Walderlebnis. Das war angenehm.

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    Soltrok hat eine Reaktion von Key erhalten in Guter Sencha/Gyokuro gesucht   
    Ja hatte ich schon mehrfach. Man muss nur aufpassen, dass der Zollbeamte nicht 19% ansetzt. Aber dann genügt ein kleiner Hinweis und bei mir prüfen sie das dann noch einmal. 

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    Soltrok reagierte auf geroha in Bannacha Probenaktion   
    Okay, die Bestellfrist ist abgelaufen. 11 Bestellungen von Euch und eine von mir habe ich weitergeleitet - das ist ungefähr doppelt soviel, wie ich William anfangs prognostiziert habe. Nun bin ich mal gespannt auf die Tees und darauf, wie einig wir uns bei deren Einschätzung sein werden.

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    Soltrok reagierte auf michdal in Yunnan Sourcing (.com - China)   
    Manchmal hat es den Anschein, als hätten sich die Freundinnen dieser Welt untereinander abgesprochen. Sowas bekomme ich auch ständig zu hören.


    Den Vorstoß bei der Pestizidkontrolle finde ich gut. Könnten sie ruhig auch auf die Schwarztees ausdehnen.





    Beeindruckend. Und ich dachte, ihr lasst es dort unten eher gemütlich angehen. Wieder ein Vorurteil weniger.
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    Soltrok reagierte auf Anima_Templi in Yunnan Sourcing (.com - China)   
    @ Soltrok


    Genau dass hat Scott auch in seiner Mail an mich angesprochen. Auch wenn es vergleichsweise noch wenig Pestizide sind die kontrolliert werden, iwie muss man ja mal anfangen und ich finde den Vorstoß gut!


    Überrascht hat mich seine etwas kritische Einstellung gegenüber Menghai. (Hat er angesprochen, weil ich Menghai zuvor als Beispiel nannte). Das Preis-Leistungs Verhältnis bei Sheng Pu-Erh gefällt Ihm scheinbar nicht. Ebenso wenig die Qualität des verwendeten Blattguts. Deutlich positiver äußert er sich im Zusammenhang von Menghai und Shu.

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    Soltrok hat eine Reaktion von Anima_Templi erhalten in Yunnan Sourcing (.com - China)   
    Kein Problem. Vielen Dank für dein Mitleid;-) Meine Freundin meinte nur: "als ob du nicht schon genug Tee hättest" ;-)


    Interessant finde ich übrigens, dass Scott bei seinem Label die Pus ab sofort auf die 26 am häufigsten eingesetzten Pestizide in China testet und nur noch die Tees anbietet, die die EU-Pestizid-Vorschriften bestehen. Eventuell für diejenigen interessant, die auf Nummer sicher gehen möchten. Allerdings sind 26 Pestizide auch mal nicht viel, ich glaube bei den letzten Tests von Stiftung Warentest bzw. Ökotest wurden 200-300 Pestizide überprüft? 
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    Soltrok reagierte auf michdal in Yunnan Sourcing (.com - China)   
    Die Sorge war (wie so oft) unbegründet. Heute kam das Päckchen mit dem beruhigenden grünen Zollaufkleber bei mir an. Der Inhalt war vorbildlich verpackt: Der Tee befindet sich in dicken, luftdicht verschweißten Kunstsstoffbeuteln. Diese wiederum kamen in einer verschließbaren Plastiktüte. Drumherum hatte man noch jede Menge Pengfolie gewickelt und das Ganze schließlich in einem stabilen Pappkarton untergebracht. Als Zugabe gab es eine 25g-Probe eines "Year of the Snake Red Label"-Pu-Erh - mal sehen, was der kann.
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    Soltrok hat eine Reaktion von KlausO erhalten in Dragon Tea House   
    Mein Paket ist endlich da, yuhu!

  10. Like
    Soltrok hat eine Reaktion von luke erhalten in U(n)mgezogen?!   
    Oh, dann gehts ja nicht nur mir so. Ich bestelle mir mittlerweile schon einige Sachen an die Arbeit, um es zu verheimlichen;-)

  11. Like
    Soltrok reagierte auf Anselmus in Grandpa Style   
    Also ich glaube, jetzt habe ich für manche Teesorten den Dreh etwas raus. Für mich hat sich folgendes Vorgehen herauskristallisiert:


    - Zuerst den Tee mit heißem Wasser übergießen (bei Tee, der ohnehin mit >90°C aufgegossen wird, das Glas ca. halb voll; bei "empfindlicherem" Tee nur die Blätter bedecken) und einige Minuten stehen lassen.


    - Dann etwas Wasser aus dem Wasserkocher und ein bisschen kaltes Wasser zugeben, so dass es fast trinkbar ist.


    - Dann gieße ich einfach immer Wasser aus dem Wasserkocher nach, das dann langsam kälter wird.


    - Zwischendurch, das ist ein bisschen Gefühlssache, stell ich den Wasserkocher wieder an und gieße erneut mit kochendem  Wasser auf. Das bringt den Tee wieder etwas mehr in Schwung und es werden noch mal mehr Aromen extrahiert.


    Was das Gefäß anbelangt, bin ich jetzt wirklich von Latte Macchiato Gläsern begeistert. Für zu Hause habe ich mir jetzt auch eins ohne blöden Aufdruck gekauft. Ich finde sie von der Größe (300ml), dem Handling und der Optik einfach sehr passend für mich. Gestern bereitete ich nochmal den 2012er Xiao Yang Chun so zu (ca. 4.5g für die 300ml) und es mundete mir ausgesprochen gut.

  12. Like
    Soltrok reagierte auf Anselmus in Grandpa Style   
    Ich würde hier mal gerne ein Thema aufmachen, in dem wir uns etwas über das Zubereiten von Tees im Grandpa Style austauschen können. Ich stelle einfach mal ein paar Fragen in den Raum:


    - Mit welchen Tees habt ihr es probiert? Welche haltet ihr für geeignet?

    - Was für ein Gefäß benutzt ihr, und wie groß ist es?

    - Wieviel Gramm Tee benutzt ihr für welche Menge an Wasser in etwa?


    Ich habe heute auch das erste mal probiert, meinen Tee so zuzubereiten, und es hat mir schon ganz gut gefallen. Heute Mittag gabs bei mir einen Lung Jing aus einem örtlichen Teeladen. Der sagte mir, wenn ich ihn normal zubereitet habe, noch nicht so wirklich zu. Im Grandpa style fand ich ihn schon besser... Hier ein Photo dazu:


    Heute Abend gab es dann noch einen 2012er Xiao Yang Chun. Der ist mir glaube ich nicht ganz so gut gelungen... Wahrscheinlich habe ich zu wenig Tee benutzt und das Wasser war teilweise etwas zu kalt. Den Xiao Yang Chun fand ich aber mit der Holzhammermethode herrlich. Damit schmeckte er sehr intensiv und hatte eine wunderbar rote Tassenfarbe.


    Den Tipp, ein Glas statt einer Tasse zu benutzen, habe ich aus irgendeinem Blog entnommen, ich weiß nicht mehr genau welches. So kühlt der Tee etwas schneller ab und ist schneller trinkbar. Außerdem kann man wunderbar die Blätter beobachten.


    Ich würde mich sehr über Tipps und Ratschläge von euch freuen.


    Gruß vom experimentierenden Anselmus






  13. Like
    Soltrok hat eine Reaktion von Key erhalten in 2013 Yunnan Sourcing "Wu Liang Ye Sheng" Raw Pu-erh tea   
    Hallo liebe Teetrinker,

    anbei, wie versprochen, ein erster Bericht zu einem Pu-Erh von Yunnan Sourcing. Tobias82 hatte sich den Wu Liang gewünscht, und somit teste ich diesen zuerst.


    Methodik:

    Ich verwende einen Gaiwan, ich glaube 80 bis 100 ml und 4 Gramm Tee. Als Wasser wähle ich Leitungswasser, das bei mir als weich einzustufen ist. Ich werde den Tee zuerst waschen und anschließend nach 5s. (1. Aufguss), 10s. (2. Aufguss), 20s. (3. Aufguss), 30s. (4. Aufguss), .... 60s. (7. Aufguss) abgießen. Nach dem 7. Aufguss lass ich den Tee ca. 20-30 Minuten in Ruhe, koche das Wasser wieder auf und reduziere und variiere die Ziehzeit. Jeder Aufguss wird erst einmal in einen Glaspitcher abgegossen. Im Hintergrund höre ich das S&M-Album von Metallica, aber schon einmal vorweg, dieser Tee hat nur wenig mit Thrash-Metal (trotz dieser Softvariante) gemeinsam. Beim nächsten Mal gibt es dann doch nur eine Sinfonie ohne Metal;-)


    0. Aufguss, Waschung: Wow, das riecht aber schön blumig und fruchtig.

    1. Aufguss: Sehr milder und blumiger Sheng, ganz dezente Tabaknoten und auch leichte Süße. Schmeckt sehr nach grünem Tee.

    2. Aufguss: Etwas süßer als der erste Aufguss. Auch ein schönes weiches Mundgefühl, als ob der Tee etwas dickflüssiger wird, vermutlich nur eine Einbildung

    3. Da der Tee so mild ist, habe ich mir überlegt diesen Tee noch einen weiteren Test zu unterziehen: Die hier im Forum im Moment diskutierte Holzhammermethode, die ich als „vom Blatt trinken“ durchführen werde, schein mir sehr geeignet. Ich nehme hierfür 1,1 Gramm Tee und übergieße diesen mit kochendem Wasser. Später wird noch etwas drüber gegossen, um die Blätter noch einmal durchzuwirbeln.

    4. bis 7. Aufguss: Ja, was soll ich sagen, immer noch grün und kein wenig bitter oder rauchig. Ab jetzt unterbreche ich die Zubereitung, damit der Tee erst einmal wieder durchziehen kann. In der Zeit warte ich gespannt auf die weiteren Aufgüsse, was mir aber schwer fällt. Dieser langanhaltende Geschmack im Mund ist toll.

    8. Aufguss: Wasser wieder zum Kochen gebracht und die Ziehzeit auf 10 Sekunden reduziert. Leicht süß, leider jetzt etwas herber. Geschmack ist zwar noch da, erinnert mich leicht an einen grünen Tee, den ich mit 100 Grad und langer Ziehzeit gequält habe. Ich glaube ich habe den Pu verbrannt.

    9. Aufguss: 20 Sekunden Ziehzeit: Der Pu ist wieder zurück, aber ich kann langsam nicht mehr.

    10. Aufguss: 60 Sekunden Ziehzeit: Immer noch süß, ähnlich wie 9. Aufguss.

    11. Aufguss: ca. 3 Minuten Ziezeit: Da sich die Musik langsam dem Ende nähert (einige Lieder habe ich aber auch übersprungen), höre ich hiernach auf: Ähnlich wie Aufguss 9 und 10, nur etwas kräftiger.


    „Vom Blatt trinken“:

    Nach ca. 40 Minuten Ziehzeit gebe ich noch ein wenig Wasser drüber damit die Blätter noch einmal durchgewirbelt werden. Wow, toll! Sehr süß, keine Bitterkeit, fruchtig, schmeckt jetzt deutlicher nach Sheng, aber nicht rauchig. Ich würde fast sagen, so gefällt mir das besser als die Variante mit den Mehrfachaufgüssen. Gilt aber nicht für jeden Pu;-) (Nachtrag: nach 50 Minuten probierte ich noch einmal, der Tee wird etwas brotiger im Geschmack, aber nicht schlecht; 2. Nachtrag: Nach 75 Minuten: wieder süß, fruchtig, klasse!)


    Fazit:

    Ein sehr junger Sheng, der sich mit der Zeit vermutlich noch zu einem Pu-erh entwickeln muss, sehr grün, aber das mag ich. Er ist ja auch von diesem Jahr und somit noch gar nicht in der Pubertät (so ganz passt der Vergleich natürlich nicht, Pus bekommen keine Pickel, außer Pilzen bei schlechter Lagerung). Ich kann diesen Tee besonders denjenigen empfehlen, die nach einem leichten Sheng suchen, vor allem für Grüntee-Fans ist er eventuell interessant.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!


    PS. Fotos: 1. Blätter vor der Zubereitung, 2. 1. Aufguss, 3. & 4. Vom Blatt; 5. Ende






  14. Like
    Soltrok reagierte auf geroha in Pu-Erh mit der Holzhammermethode zubereitet   
    @Anselmus: eine relativ weite Schale hilft beim Grandpa Style, damit der Tee schnell abkühlt. Wenn man in vorsichtig dünnem Strahl das heiße Wasser auf die Schalenwandung gießt, statt direkt auf die Blätter, ist auch die Extraktionstemperatur nicht zu hoch.


    @Soltrok: als Teehändler ist das wichtigste, dass den Kunden der Tee schmeckt - nur dann wird auch ein Stammkunde draus. Wenn wir bei unserem Kabusecha oder Gyokuro Dosiertipps von der Konzentration geben würden, wie sie im Grünteebereich des Forums oft genannt werden, hätten wir vermutlich 95% unserer Kunden mit der viel zu dicken Suppe verschreckt.

    Wenn wir empfehlen 12g auf den Liter, dann sind das 8 Liter aus einer 100g-Tüte. Wenn man einen guten Grüntee hat und zwei Aufgüsse davon machen will (wofür ich eine höhere Dosierung empfehle, was aber die wenigsten Kunden beachten), sind das 16 Liter pro 100g. Wenn man 6 Tassen pro Liter rechnet, sind da also 16x6=96 Tassen aus 100g. Da sind wir in der gelebten Realität vieler unserer Kunden gar nicht soweit von Der Mini-Dosierung 1g/Tasse entfernt.

  15. Like
    Soltrok hat eine Reaktion von TeeStövchen erhalten in 2013 Yunnan Sourcing "Wu Liang Ye Sheng" Raw Pu-erh tea   
    Hallo liebe Teetrinker,

    anbei, wie versprochen, ein erster Bericht zu einem Pu-Erh von Yunnan Sourcing. Tobias82 hatte sich den Wu Liang gewünscht, und somit teste ich diesen zuerst.


    Methodik:

    Ich verwende einen Gaiwan, ich glaube 80 bis 100 ml und 4 Gramm Tee. Als Wasser wähle ich Leitungswasser, das bei mir als weich einzustufen ist. Ich werde den Tee zuerst waschen und anschließend nach 5s. (1. Aufguss), 10s. (2. Aufguss), 20s. (3. Aufguss), 30s. (4. Aufguss), .... 60s. (7. Aufguss) abgießen. Nach dem 7. Aufguss lass ich den Tee ca. 20-30 Minuten in Ruhe, koche das Wasser wieder auf und reduziere und variiere die Ziehzeit. Jeder Aufguss wird erst einmal in einen Glaspitcher abgegossen. Im Hintergrund höre ich das S&M-Album von Metallica, aber schon einmal vorweg, dieser Tee hat nur wenig mit Thrash-Metal (trotz dieser Softvariante) gemeinsam. Beim nächsten Mal gibt es dann doch nur eine Sinfonie ohne Metal;-)


    0. Aufguss, Waschung: Wow, das riecht aber schön blumig und fruchtig.

    1. Aufguss: Sehr milder und blumiger Sheng, ganz dezente Tabaknoten und auch leichte Süße. Schmeckt sehr nach grünem Tee.

    2. Aufguss: Etwas süßer als der erste Aufguss. Auch ein schönes weiches Mundgefühl, als ob der Tee etwas dickflüssiger wird, vermutlich nur eine Einbildung

    3. Da der Tee so mild ist, habe ich mir überlegt diesen Tee noch einen weiteren Test zu unterziehen: Die hier im Forum im Moment diskutierte Holzhammermethode, die ich als „vom Blatt trinken“ durchführen werde, schein mir sehr geeignet. Ich nehme hierfür 1,1 Gramm Tee und übergieße diesen mit kochendem Wasser. Später wird noch etwas drüber gegossen, um die Blätter noch einmal durchzuwirbeln.

    4. bis 7. Aufguss: Ja, was soll ich sagen, immer noch grün und kein wenig bitter oder rauchig. Ab jetzt unterbreche ich die Zubereitung, damit der Tee erst einmal wieder durchziehen kann. In der Zeit warte ich gespannt auf die weiteren Aufgüsse, was mir aber schwer fällt. Dieser langanhaltende Geschmack im Mund ist toll.

    8. Aufguss: Wasser wieder zum Kochen gebracht und die Ziehzeit auf 10 Sekunden reduziert. Leicht süß, leider jetzt etwas herber. Geschmack ist zwar noch da, erinnert mich leicht an einen grünen Tee, den ich mit 100 Grad und langer Ziehzeit gequält habe. Ich glaube ich habe den Pu verbrannt.

    9. Aufguss: 20 Sekunden Ziehzeit: Der Pu ist wieder zurück, aber ich kann langsam nicht mehr.

    10. Aufguss: 60 Sekunden Ziehzeit: Immer noch süß, ähnlich wie 9. Aufguss.

    11. Aufguss: ca. 3 Minuten Ziezeit: Da sich die Musik langsam dem Ende nähert (einige Lieder habe ich aber auch übersprungen), höre ich hiernach auf: Ähnlich wie Aufguss 9 und 10, nur etwas kräftiger.


    „Vom Blatt trinken“:

    Nach ca. 40 Minuten Ziehzeit gebe ich noch ein wenig Wasser drüber damit die Blätter noch einmal durchgewirbelt werden. Wow, toll! Sehr süß, keine Bitterkeit, fruchtig, schmeckt jetzt deutlicher nach Sheng, aber nicht rauchig. Ich würde fast sagen, so gefällt mir das besser als die Variante mit den Mehrfachaufgüssen. Gilt aber nicht für jeden Pu;-) (Nachtrag: nach 50 Minuten probierte ich noch einmal, der Tee wird etwas brotiger im Geschmack, aber nicht schlecht; 2. Nachtrag: Nach 75 Minuten: wieder süß, fruchtig, klasse!)


    Fazit:

    Ein sehr junger Sheng, der sich mit der Zeit vermutlich noch zu einem Pu-erh entwickeln muss, sehr grün, aber das mag ich. Er ist ja auch von diesem Jahr und somit noch gar nicht in der Pubertät (so ganz passt der Vergleich natürlich nicht, Pus bekommen keine Pickel, außer Pilzen bei schlechter Lagerung). Ich kann diesen Tee besonders denjenigen empfehlen, die nach einem leichten Sheng suchen, vor allem für Grüntee-Fans ist er eventuell interessant.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!


    PS. Fotos: 1. Blätter vor der Zubereitung, 2. 1. Aufguss, 3. & 4. Vom Blatt; 5. Ende






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    Soltrok hat eine Reaktion von KlausO erhalten in Yunnan Sourcing (.com - China)   
    Nein, man kann bei Yunnan Sourcing 25-Gramm-Proben von deren eigenen Produktion kaufen, insgesamt habe ich 4 Fladen von Yunnan Sourcing und alle aus neueren Ernten. Die sind am Anfang immer etwas günstiger. Bezüglich der Lagerinfos von Chris, werde ich mir tatsächlich mal Gedanken machen müssen.
    Zu den hochwertigen Oolongs kann ich nichts sagen, da hatte ich mich noch nicht rangetraut. Hatte nur mal zwei "Jade" unter 10 $ gekauft, wobei mich die Qualität schon im Vergleich zu Oolongs auf dem deutschen Markt (also im Standard-Teesortiment) beeindruckt haben.
    Ja, ich hatte mir Ende 2011 die Minicakes zugelegt, die mir ziemlich gut gefielen und probiere mich seitdem so ein wenig durch das Sortiment, wobei vieles auch eher Blindkäufe sind, weil ich keine Ahnung habe. Die Beschreibungen von Chris auf seiner Homepage helfen mir im Moment sehr gut, Licht ins Dunkel zu bringen.
  17. Like
    Soltrok reagierte auf KlausO in Yunnan Sourcing (.com - China)   
    Hallo Soltrok,


    bei teuren Pu-Erh, vielleicht ab 50$ ist die Angst sicherlich berechtigt.

    Les dir doch mal das Kapitel bei Chris durch.

    http://www.chenshi-chinatee.de/pu-erh-tee-guide/pu-erh-tee-kaufen-online-bestellen/

  18. Like
    Soltrok reagierte auf Paul in Cha Gao, Tee-Paste   
    Nicht nur die Siege sind erwähnenswert, sondern auch die Tiefpunkte!


    WIE ALLES BEGANN: Unspektakulär, wie immer! Tobias schreibt einen Bericht über Pu und erwähnt den ChaWang shop (Sprache Englisch und Tschechisch (!), ich schau mal bei Hobbes und finde das hübsche Geblänkel (http://half-dipper.blogspot.co.uk/2012/06/2011-chawangshop-yiwu-zhengshan.html) über Mitteleuropa und Osteuropa; wie leicht man doch in den Animositäten des kalten Krieges auch heute noch versinken kann!

    Ich schau mir mal den ChaWangshop an und finde: http://www.chawangshop.com/index.php/pu-erh-tea/species/2011-raw-puerh-tea-paste-cha-gao-25g.html


    Ich denke ein wenig nach, a la: das wäre doch die Lösung für meine Reiseprobleme (siehe: Welche Utensilien nehmt ihr auf die Reise mit), ich plaudere ein wenig mit Chris, der wiegelt als erfahrener Chinakenner ab, besorgt mir aber  Cha Gao (nicht vom ChaWangshop!) und gestern hat ich 10 Stücke shu und 10 Stücke sheng in der Post.


    Kochendes Wasser, Gaiwan mit ca 100ml, ein Dreieck rein, Wasser drüber und Staunen. Natürlich war das erste Stück ein Shu-Dreieck (ein Gramm oder weniger? Ich habe keine Waage, die das gnau wiegen könnte) langsam färbt sich das Wasser und das Zimmer füllt sich mit einem Fischgeruch? Ich warte noch ein wenig und probiere: PFUI TEUFEL!


    Meine schlimmsten Erinnerungen an Jugendherbergserfahrungen werden wach: Maggi herrscht vor, verschwitzte Kleidung und eine unendliche Tristesse! Mehr als ein zweiter Schluck geht beim besten Willen nicht. Bei dem nachfolgenden  sheng-Aufguß genau dasselbe, nur das Maggigefühl ein wenig schwächer, aber der Rest genauso.


    Ihr kennt mich als unerschrockenen und bekennenden shu-Freund; ich habe in meinen italophilen Zeiten die kleinen Toscanelli Zigarren geraucht, von denen das Dictum geht: Um die zu rauchen braucht es drei Mann: einen der raucht und zwei die ihn festhalten! Ich bin dann umgestiegen auf ovale Türkische Cigaretten, die mir ein immer leeres Zugabteil besorgt haben und den Vorwurf meiner Freunde Kamelmist zu rauchen; ich bin also in den gustatorischen Wahrnehmungen nicht auf der Brotsuppe dahergeschwommen, aber:


    DAS WAR NICHT ZUM TRINKEN!


    Ich habe mir sogar überlegt, ob ich es dem öffentlichem Kanalisationsnetz übergeben darf. Ich hab es dann auf ein Unkraut in meinem Garten geschüttet - mal sehen ob das zu einem zweiten finaziellen Standbein führt?


    P.S. Bilder folgen, ach ja, falls mal einer beim ChaWang shop bestellt kann er mir dort mal Cha Gao shu und sheng mitbestellen? So schnell soll man ja nicht aufgeben

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    Soltrok hat eine Reaktion von Amalie erhalten in Tee im Fernsehen   
    Also ich habe mir die Sendung auch angesehen und möchte mal ein wenig Luft loslassen. Diese Reportage reiht sich ja wunderbar in all diese Nachhaltigkeitsdokus ein. Die schlechten Arbeitsbedingungen kann ich noch ganz gut nachvollziehen und diese empfand ich auch als das einzig halbwegs Interessante, aber eigentlich keine Neuigkeit, an der Doku. Der Aspekt mit den Pestiziden regt mich aber total auf.


    Grundsätzlich wurde doch in einem Nebensatz berichtet, dass die vier Pestizide (ich glaube es waren vier) im Büntingtee im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen stehen. So ist es doch bei Tee, dass die gesetzlichen deutschen/europäischen Richtlinien besonders streng sind. Also ich bin dafür kein Experte, aber wenn ich an die Ergebnisse von Ökotest aus dem Jahr 2003 & 2008 und die der Stiftung Warentest aus den Jahren 2006 und ich glaube von vor 2 Jahren denken, so waren dort weitaus stärker belastete Tees, die aber zum großen Teil ebenfalls im Rahmen der gestzlichen Vorgaben waren. Sicherlich sind Pestizide gesundheitsschädlich, aber in einem bestimmten Rahmen für mich akzeptabel. (okay, das ist eine zu subjektive Bewertung, ich habe auch großes Verständnis für diejenigen, die versuchen Pestizide zu vermeiden oder zu verringern, ist ja auch nicht verkehrt). Was mich aber an der Doku so aufregt ist diese journalistische Panikmache. Es werden irgendwelche Fakten (in diesem Fall Anzahl an Pestiziden und deren potenziellen Auswirkungen vor allem nicht mal von Tees aus Kenia) berichtet, aber nicht die höhe der gemessenen Rückstände, keine Relationen und vor allem keine Vergleiche aufgestellt. Mir kam da sofort ein bunter Salatteler in den Sinn, der aus vielen Gemüsesorten besteht (besonders jede Komponente aus einem anderen Garten/Gewächshaus) und vermutlich ein extremerer Pestizidcocktail ist als der dort getestete Tee.


    Generell nehme ich zunehmend eine dichotome mediale Aufbereitung der gesundheitlichen Wirkung von Tee bei Personen war, die dem Tee nicht so nahe stehen. Auf der einen Seite wird er als ein Wundermittel gegen viele Krankheiten gesehen und auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die sich an die Gesundheitsgefärdung durch Pestizide erinnern. Wäre ja mal interessant sogenannte Präkonzepte zum Tee wissenschaftlicher zu erheben:-) Eigentlich ein schönes Thema: Subjektive Theorien zum Tee:-) 

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    Soltrok hat eine Reaktion von KlausO erhalten in Tee im Fernsehen   
    Also ich habe mir die Sendung auch angesehen und möchte mal ein wenig Luft loslassen. Diese Reportage reiht sich ja wunderbar in all diese Nachhaltigkeitsdokus ein. Die schlechten Arbeitsbedingungen kann ich noch ganz gut nachvollziehen und diese empfand ich auch als das einzig halbwegs Interessante, aber eigentlich keine Neuigkeit, an der Doku. Der Aspekt mit den Pestiziden regt mich aber total auf.


    Grundsätzlich wurde doch in einem Nebensatz berichtet, dass die vier Pestizide (ich glaube es waren vier) im Büntingtee im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen stehen. So ist es doch bei Tee, dass die gesetzlichen deutschen/europäischen Richtlinien besonders streng sind. Also ich bin dafür kein Experte, aber wenn ich an die Ergebnisse von Ökotest aus dem Jahr 2003 & 2008 und die der Stiftung Warentest aus den Jahren 2006 und ich glaube von vor 2 Jahren denken, so waren dort weitaus stärker belastete Tees, die aber zum großen Teil ebenfalls im Rahmen der gestzlichen Vorgaben waren. Sicherlich sind Pestizide gesundheitsschädlich, aber in einem bestimmten Rahmen für mich akzeptabel. (okay, das ist eine zu subjektive Bewertung, ich habe auch großes Verständnis für diejenigen, die versuchen Pestizide zu vermeiden oder zu verringern, ist ja auch nicht verkehrt). Was mich aber an der Doku so aufregt ist diese journalistische Panikmache. Es werden irgendwelche Fakten (in diesem Fall Anzahl an Pestiziden und deren potenziellen Auswirkungen vor allem nicht mal von Tees aus Kenia) berichtet, aber nicht die höhe der gemessenen Rückstände, keine Relationen und vor allem keine Vergleiche aufgestellt. Mir kam da sofort ein bunter Salatteler in den Sinn, der aus vielen Gemüsesorten besteht (besonders jede Komponente aus einem anderen Garten/Gewächshaus) und vermutlich ein extremerer Pestizidcocktail ist als der dort getestete Tee.


    Generell nehme ich zunehmend eine dichotome mediale Aufbereitung der gesundheitlichen Wirkung von Tee bei Personen war, die dem Tee nicht so nahe stehen. Auf der einen Seite wird er als ein Wundermittel gegen viele Krankheiten gesehen und auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die sich an die Gesundheitsgefärdung durch Pestizide erinnern. Wäre ja mal interessant sogenannte Präkonzepte zum Tee wissenschaftlicher zu erheben:-) Eigentlich ein schönes Thema: Subjektive Theorien zum Tee:-) 

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    Soltrok hat eine Reaktion von KlausO erhalten in Die Sauerei mit den Teeblättern - Anfängerfrage zur Aufgusskanne   
    Wenn die Kannenöffnung nicht zu klein ist, nehme ich die Hände und werfe die Teeblätter in den Müll. Die paar Blätter, die an der Hand kleben bleiben, wasch ich im Spühlbäcken ab. Musste mich daran aber erst einmal gewöhnen.


    Bei Brokentees mache ich es ähnlich wie David, bisauf dass ich die Kanne über einem Teesieb in der Spüle abgieße. Das gefüllte Teesieb kann man dann am Müll "abklopfen" und anschließend abwaschen.

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    Soltrok hat eine Reaktion von chenshi-chinatee erhalten in 2009 Autumn "Yong De Cha Hua"   
    Hallo liebe Teegemeinde,


    heute möchte ich mit meinem ersten Verkostungsbericht beginnen. Hierfür habe ich einen Pu erh ausgewählt, der etwas spezieller ist. Er trägt den Namen „2009 Autumn "Yong De Cha Hua"“ und besteht aus Blüten des Assambusches. Ich erwarb diesen Tee vor einigen Monaten bei Yunnansourcing, hatte ihn aber bisher nur selten probiert, da meine ersten beiden Versuche mit diesem Tee mich nicht besonders überzeugten.


    Das Öffnen des Papiers lässt einen moosartigen, aber süßlichen Duft verströmen. Leichte Sheng-Noten sind erkennbar. Im Aussehen unterscheidet sich dieser Kuchen aber stärker zu herkömmlichen Shengs (vgl. Bild 2).


    Die Zubereitung werde ich in einer Abgießkanne (Volumen ca. 100ml., werde aber weniger Wasser nehmen) vornehmen, da ich zur Zeit keinen Gaiwan habe. Ich verwende lediglich 3 Gramm von dem Tee (lieber etwas weniger, da mir der Geruch etwas zu stark ist). Das Wasser ließ ich vorher aufkochen und eine Minute stehen, so dass es jetzt bei der Waschung nur noch ca. 90-95 Grad aufweist. Das Wasser habe ich nicht gefiltert, da ich das Glück habe, in einer Region mit relativ weichem Wasser wohnen zu dürfen;-)


    Zuerst wasche ich den Tee, indem ich ihn kurz mit dem heißen Wasser übergieße, und gleich wieder abgieße (mittels eines einfachen Teesiebs). Diese Waschung habe ich aber auch mal probiert. Schon jetzt wird eine „waldige“ Note ersichtlich, mit leichten Noten von Hagebutten und Hibiskus. Von dem jungen Sheng-Aroma ist der Tee meinem Erachten nach weit entfernt, aber empfinde ihn heute als gar nicht so unangenehm. Eventuell habe ich sein Aroma mittlerweile akzeptiert;-)


    Für den ersten (richtigen) Abguss lasse ich den Tee zehn Sekunden ziehen. Die Farbe des Abgusses ist Orange, jedoch leicht getrübt. Diese Wald-/Hibiskus-/Hagebuttennoten werden jetzt im Geruch deutlich stärker. Geschmacklich begleiten diesen Tee eine leichte Süße sowie eine an Baumharz erinnernde Komponente.


    Für den zweiten Abguss habe ich 20 Sekunden Ziehzeit verwendet. Die Farbe wird noch oranger und erinnert mich besonders an einen Second Flush Darjeeling. Jetzt dominiert ein leichter Wald- und Weihrauchgeruch, die sich im Geschmack mit den Harznuancen verbinden.


    Dritter Abguss nach 30 Sekunden: Die Farbe wird etwas heller und gelber (eventuell auf die geringere Menge Tee zurückzuführen), Leuchtkraft des Abgusses nimmt jedoch zu, so dass die zuvor leichte Trübung des Wassers jetzt verschwunden ist (vgl. Bild 4). Die geschmacklichen Waldnoten reduzieren sich ebenfalls, die Süße bleibt aber bestehen.


    Vierter Abguss nach 40 Sekunden: Die Blumen sind mittlerweile aufgegangen und es lassen sich sogar die inneren Staubbeutel der Blüten erkennen. Ein wenig erinnern mich die aufgegossenen Blüten im Wasser an Chorallen. Geschmacklich bauen die Abgüsse jetzt aber ab, was auch der fünfte Abguss mit 50 Sekunden Ziehzeit bestätigt. Aus diesem Grund erhitze ich das Wasser noch einmal und lasse den Tee im sechsten Aufguss nur noch 20 Sekunden im Gefäß ziehen, aber das hilft leider auch nicht mehr und somit beende ich an dieser Stelle die Verkostung.


    Zusammenfassend empfinde ich den Tee ab heute doch als eine interessantere Abwechslung zu den Shengs. Yunnansourcing empfiehlt diesen Tee auch mal mit anderen Shengs oder Silbernadeln zu mischen, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.


    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!


    Viele Grüße

    Soltrok








  23. Like
    Soltrok reagierte auf Key in Frohe Ostern aus Niedersachsen   
    hi soltrok!




    müsste das posting sein:


    how to brew long jing


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    Soltrok hat eine Reaktion von Key erhalten in eure erfahrungen mit tees aus assam   
    Hey,


    auch wenn ich heute lieber Jade-Oolongs, Pu-erhs und blumige Grüne Tees bevorzuge, finden regelmäßig hochwertigere Assams den Weg in meine Tasse vor allem auf Grund dieser cremigen Honignoten.


    Generell finde ich aber, dass hier (sogar) im Supermarkt gute Assams zu finden sind, besonders im Bereich der ostrfriesischen Teemischungen (früher habe ich gerne Bünting und Thiele getrunken). Heute sind mir diese aber etwas zu malzig.


    Viele Grüße,

    Soltrok

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