Paul

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Über Paul

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  1. Pu-Erh-Starter-Kit?

    Nobel, Nobel - Oberliga Was hast Du für schreckliche Kerzenhalter - Salzteig?
  2. Wir wahrscheinlich auch Auto. @miig sollen wir einen Platz freihalten für den kleinen Einstein?
  3. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Der kann's mit den Damen, das TeeStövchen! Alte Schule halt. So was wird heute nicht mehr gebaut.
  4. Das Buch als solches sollte man auch mal zeigen, was hiermit geschieht: Beeindruckende 44 cm x 31 cm !
  5. Teegrüsse von unterwegs (Ausflug/Reise/etc.)

    Über den hätte mich auch das ein oder andere interessiert: gestreifte Arbeitskleidung? Ort? Alcatraz? Frisur? Udo Walz? stattdessen KAFFEE! Na ja: typisch Kröte
  6. Hallo aus Lübeck

    Herzlich willkommen auch von mir; beim TeekontorKiel bist Du sicherlich in guten und fürsorglichen Händen
  7. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Sonntag; Zeit für die Heranführung neuer Teeeleven. Gong Fu Cha, Jingmai Tian Xiang 2017 im Porzellangaiwan. Kommentar meiner dreijährigen Enkeltochter: "Nicht so lecker!" Wir brauchen es ja William nicht zu sagen
  8. Ein paar PragerTeeSzeneInfos?: https://www.prag-aktuell.cz/blog/its-teatime-biernation-ihr-tee-08052016-16642 http://www.pragerzeitung.cz/index.php/prag-er-leben/20428-das-geheimnis-der-teestuben
  9. Eigenbau eines Teetisches

    Mal einen neuen Teetisch: Desinfektionschale für OP Besteck, Querträger: Ebenholz Kännchen Jiri Ducek, schwarzer Ton Schälchen "vom LKW gefallen"
  10. Nur acht Stunden, einmal quer durch Europa. Klasse!
  11. Danke @doumer scheint also zu funktionieren - ein Zauberhut, dieses Forum
  12. Eure neuste Tee-Anschaffung

    erinnert etwas an das "Koma saufen" von pubertierenden Jugendlichen, sei froh, daß Du das hinter Dir hast Kröte
  13. Hier sollte nun die Diskussion und Reiseplanung beginnen Schreib mal irgendwer, der Mitglied des Clubs ist irgendwas, damit ich sehe ob es funktioniert. Ich bin fix und fertig und sacknass geschwitzt
  14. Reisen kann man auf sehr verschiedene Arten. Alleine mit Rucksack, als Studienreise mit Studienräten, Busreisen, per pedes, mit dem Flugzeug, Auto, Boot, früher "trampte" man (gibt es das eigentlich noch?) .... Meine bevorzugte Art zu reisen, ist mit Büchern. Eine neue Lebensreise kann ich ab jetzt auf dem Kisokaido machen, denn dankenswerter Weise hat der Taschen Verlag einen traumhaft schönen Band im "XXL" Format herausgebracht: Hiroshige & Eisen: Die neunundsechzig Stationen des Kisokaido, zum Preis von 100 € (und davon ist jeder Cent gut angelegtes Geld !). Mit was fängt man an? Ein wenig Geschichte? Während der Togugawa Zeit oder Edo Periode, die von 1603 bis 1868 dauerte (der längsten Friedensperiode in der japanischen Geschichte) war Japan nach außen abgeschlossen und hatte zwei Hauptstädte: Edo und Kyoto. Zwischen diesen gab es aus verschiedenen Gründen einen regen Reiseverkehr. Eine Strecke führte an der Küste entlang und hieß Tokaido, der Kisokaido führte ca. 500 km durch das Landesinnere. Wagen waren verboten auf diesen Wegen, man reiste also zu Fuß, in der Sänfte oder zu Pferd. Und wer alles reiste! Fürsten und ihr Gefolge mit großem Pomp, Geschäftsleute, Mönche, Nonnen, Pilger, Musikanten, Schausteller, Nutten, Verbrecher, Urlauber, Wallfahrer, Neugierige, Heimatlose. Ein unvorstellbares Gewimmel. Hin und her, drunter und drüber; aber alles überwacht, geplant und organisiert von der Regierung. Luxusherbergen für die Fürsten, Absteigen für die Bettler, Unterkünfte für jede denkbare Art von Gast. Jeder Ort hatte Spezialitäten, die man probieren mußte, Andenken die man mitbringen mußte, Medizin die man kaufen mußte, Aussichten, die man betrachten mußte, Sängerinnen die man gehört haben mußte, Tänzerinnen die man gesehen haben mußte usw. usw. Das konnte man nur schaffen wenn man einen Reiseführer hatte, mit Bildern und Auflistungen von Unterkünften, Abkürzungen, Informationen halt, wie sie der heutige Reisende immer noch braucht (schweig oh Seele über den Verfall der heutigen Zeiten, wo so etwas alles auf dem Smartphone ist) und da sind wir beim japanischen Farbholzschnitt bei Hiroshige, Eisen und Hokusai den drei Göttern des Ukiyo-e . Ukiyo-e bedeutet "Bilder der fließenden Welt" und ist ein grober Sammelbegriff für den japanischen Farbholzschnitt der Edo - Zeit. Na auf jeden Fall haben wir eine Menge Farbholzschnitte die uns das Leben auf den großen Wanderwegen dieser Zeit zeigen: Landschaftsbilder, Aussichten, sich prügelnde Blinde und Bettler, Teetrinkende Reisende denen ein gebücktes Mütterchen am Wegesrand heißes Wasser ausschenkt, durchgehende Pferde, Träger mitten im Fluß, die Reisende auf ihrer Schulter (meist) trocken ans andere Ufer bringen, Nutten die sich um Kunden prügeln, Wasserfälle, Bergstraßen, Reisfelder und immer wieder wunderschöne junge Frauen, die einsam in die Nacht schauen in der sanft der Schnee auf die Dächer fällt. Bilder zum blöd werden schön, und wenn man sie einmal gesehen hat, eingegraben für ewig in unser Hirn bis zu einem hoffentlich noch fernen Tage da der gnädige Tod uns bei der Hand nimmt und uns führt auf dem Kisokaido von Edo nach Kyoto; und wenn wir ein gutes Leben geführt haben, dürfen wir vielleicht auf dem Tokaido zurückgehen - und die Bilder werden lebendig sein und wir werden am Straßenrand sitzen und Tee trinken oder auf einer Brücke stehen den Wind im Rücken und das Paradies vor uns sehen. So wird es sein! Zu danken ist dem Taschen Verlag, der uns mit dieser Veröffentlichung einen Zipfel des Paradieses schon jetzt in die Hand gibt: https://www.taschen.com/pages/de/catalogue/art/all/01159/facts.hiroshige_eisen_die_neunundsechzig_stationen_des_kisokaido.htm