Paul

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Reputationsaktivitäten

  1. Thanks
    Paul reagierte auf Lateralus in Gyokuro Asahi Zubereitung   
    Entschuldigung lieber Robert dass ich meinen Unmut an dir auslassen muss, aber mich nerven diese "Halbrezepturen".
    Da kommt sicherlich auch etwas berufsbedingte OCD durch, darum entschuldige ich mich nochmal, aber entweder es wird genau spezifiziert oder gar nicht.
    Die "3-4 fache Menge von Sencha" hätte ich lieber konkret in Gramm, und bei wieviel Wasser überhaupt?
     
    Ein Aufgussrezept in dem die Einheiten g, l, °C und s fehlen ist kein Rezept sondern Belletristik 

     
  2. Thanks
    Paul reagierte auf T-Tester in Alles über Matcha-Tee   
    Ich lass jetzt mal den ganzen anderen Schmuh weg, aber: Matcha gibt es schon längst in Europa zu kaufen. Hilfreich war an deinem Post m.E. gar nichts, und einen Blog einer potentiellen Mitbewerberin für eigene Werbung zu nutzen, gehört sich nicht.
  3. Like
    Paul hat eine Reaktion von TeeStövchen erhalten in Alles über Matcha-Tee   
    Also die homepage von neomatcha ist genauso wie der obige Artikel!!
    Ich kaufe meinen Matcha weiter bei dem Händler meines Vertrauens - und das ist nicht neomatcha
  4. Thanks
    Paul reagierte auf Hyeongseo in Alles über Matcha-Tee   
    Uiuiuiui,
    interessante Studien, die du da vollkommen aus dem Kontext zitierst. Man sollte Studien auch LESEN und sich nicht mit einer Üerschrift begnügen, die die eigene Meinung zufriedenstellend untermauert.
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2577676/   "Current research findings are not sufficient to validate the effects of green tea on cancer prevention as most evidence coming from cohort (grade III) and case-control studies (grade IV) is not consistent. [...] This review shows that the overall evidence for protective effects of green tea against cancer is inconclusive. Therefore, further prospective cohort studies and clinical trials are warranted. Adequate sample size, better descriptions of populations and/or clear definitions of green tea consumption may be required for conclusive studies. [...] Great efforts have been made to show the beneficial effects of green tea consumption on various cancers. Some epidemiological studies demonstrated protective effects of green tea consumption on gastrointestinal, breast, lung and prostate cancer. However, these findings have not been confirmed by other studies covered in this review. Future prospective studies are therefore warranted. "  Hier zeigt sich wieder: was eine Studie findet und als Wahrheit verkauft wird, sollte in mehreren Studien bestötigt werden. Wenn das nicht gelingt, sollste man sich fragen, welche Biases zu dem Ergebnis geführt haben. Zudem ist ein keine der Studien, die hier in der Metaanalyse eingeschlossen sind, keine randomisierten Doppelblind-Studien, der "Goldstandard" einer guten klinischen Studie.... Man kann sich nicht immer an den guten Studien entlanghangeln und die Studien, die die eigene Überzeugung widerlegen ignorieren. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17906191  Keine Studie, sondern ein Manuskript. https://draxe.com/matcha-green-tea-burns-fat-and-kills-cancer/   benutzt 1. als Quelle zu Aussagen bezüglich Krebs, zu Cholorophyll keine Quellenangabe https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15640470  eine Studie an 38 Japanern von denen die Hälfte 12 Wochen lang catechinhaltigen Oolong-Tee zusätzlich zu einem Diätprogramm genommen hat, die Kontrollgruppe hatte ebenfalls ein Diätprogramm mit catechinfreiem Oolongtee, immerhin doppelblind. Man sollte hierbei erwähnen, dass beide Gruppen abgenommen haben (-1,3 kg Kontrollgruppe vs. -2,4 kg Catechingruppe), die Ergebnisse bei der Catechingruppe jedoch stets etwas besser waren. Ich habe ewig nach deinem zitiertem Ergebnis bezüglich der Thermogenese gesucht, da das gar nicht Teil der Studie war, habe aber in Conclusion diesen satz gefunden " Dulloo et al (18) observed that the addition of 200 nmol EGCg/mL increased thermogenesis in brown fat tissue of rat and that there was a synergistic effect between caffeine and EGCg. " der zwar keine Zahlen oder Fakten bietet, aber den Spirit ganz gut einfängt. (anm.: Wir sind weder Ratten, noch haben Erwachsene braunes Fettgewebe, das haben lediglich Säuglinge) https://www.webmd.com/diet/news/20000322/drinking-green-tea-may-help-you-lose-weight#2  zitiert intressanterweise dieselbe Studie mit den Ratten und dem braunen Fettgewebe (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10702779), der bei 4. auch schon erwähnt ist und fügt hinzu: "They used [a particular type of fatty tissue] from rats and we don't really know how significant that tissue is in humans or if it is different in obese vs. non-obese people," says Sheri Zidenberg-Cherr, PhD. "It doesn't rule out the significance of the findings, and it is a good model to use to look at the effects of caffeine and the combination of caffeine and the [plant] compounds that are present in green tea, but until better clinical trials are done in humans, it's hard to say what the physiological significance of this actually may be." https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20088847 eine Studie zu Chronic Fatigue Syndrome bei Mäusen, was man nicht mit "Regenerationseffekt nach einem Workout" gleichsetzen sollte. "In the present study, chronic fatigue was produced in mice by subjecting them to forced swim inside a rectangular jar of specific dimensions for 6 min. daily for 15 days. Epigallocatechin gallate (EGCG; 25, 50 and 100 mg/kg, p.o.) was administered daily 30 min. [...] On the 16th day, after assessment of various behavioural parameters, mice were killed to harvest the brain, spleen and thymus. There was significant increase in oxidative-nitrosative stress and tumour necrosis factor-alpha levels in the brain of mice subjected to water-immersion stress as compared with naive group. These behavioural and biochemical alterations were restored after chronic treatment with EGCG. The present study points out that EGCG could be of therapeutic potential in the treatment of chronic fatigue." Und dieselbe Studie zitierst du weiter unten nochmal und attributierst "meditativer Fokus"? Wo genau in der Studie hat man bei der Begutachtung der Mäusegehirne einen meditativen Fokus gefunden? https://www.cancer.gov/about-cancer/causes-prevention/risk/diet/tea-fact-sheet  Eine Übersichtsarbeit mit Zitaten, die sich ebenfalls größtenteils auf Tierstudien beziehen "Tea polyphenols have also been shown to inhibit tumor cell proliferation and induce apoptosis in laboratory and animal studies. In other laboratory and animal studies, tea catechins have been shown to inhibit angiogenesis and tumor cell invasiveness" oder auf die externe Anwendung von grünem Tee. https://www.health.harvard.edu/heart-health/brewing-evidence-for-teas-heart-benefits ..... wo genau liest du hier "Eine Studie an der über 40.000 Japaner teilnahmen ergab, dass Menschen die regelmäßig Matcha trinken ihr Risiko an Bluthochdruck zu leiden um bis zu 65 %", das einzige, was ich hier lese ist "Blood pressure may also dip slightly in people who drink tea, but results from these studies have been mixed." https://www.kenkotea.com.au/blogs/news/57988869-skin-care-with-matcha-green-tea  Händler sind immer die besten Quellen https://academic.oup.com/jn/article/141/6/1202/4600312  Diese Studie ist interessant, da es die einzige "gute" Studie is, die hier zitiert wird. Doppelblind, Placebo-kontrolliert. Und sie hat wirklich Ergebnisse hervorgebracht. Dennoch gibt es hier Nachteile "Similarly, a longer term oral supplementation with 500 mg green tea polyphenols/d for 24 mo significantly reduced of overall solar damage at 6 mo and erythema and telangiectasias at 12 mo (26). At the end of 24 mo, however, the changes were not sustained. [...] We demonstrated that ingestion of green tea catechins improved skin hydration, TEWL, density, and elasticity. These observed skin changes were probably an outcome associated with long-term consumption of green tea polyphenols and not likely a transitory response over a 2- to 4-h period." Aber interessanterweise kommt diese Studie zu dem Ergebnis, dass man mit Kakao ebenfalls einen gleichwertigen Effekt erzielen kann, wenn man seine Hautdurchblutung verbessern will, also ist grüner Tee in der Hinsicht wohl nichts besonderes. "In the present study, cutaneous blood flow increased 29% in volunteers supplemented for 12 wk with a beverage enriched with green tea flavanols. In the short-term study, we also provided evidence that this was a transient effect that occurred almost immediately but was not dose dependent when GT extract (0.5–2.0 g) was administrated over a short period of time. In contrast, a single 0.33-g dose of cocoa-flavanols produced an acute increase in dermal blood flow that paralleled changes in plasma epicatechin (10)." https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1524-4725.2005.31731  Hier gibt es keine Kontrollgruppe, die eine Grüntee-freie Placebocreme/Kapsel erhalten hat. Das heißt, jede Creme/Kapsel könnte einen Effekt haben, ob sie nun Grüntee enthält oder nicht. Aber die Studie will ja von vorn herein nicht beweisen, dass es wirkt, sondern nur ob Kapseln oder Creme besser ist - man ist also wohl von seinem Produkt überzeugt. Aber der letzte Satz sagt zu der Glaubwürdigkeit dieser Studie wohl alles ... " THIS STUDY WAS SUPPORTED BY NU SKIN INTERNATIONAL, INC. DR. KIMBALL HAS SERVED AS A CONSULTANT TO NU SKIN AND HAS RECEIVED HONORARIA FOR SPEAKING." Und wer war der Leiter der Studie? Dr. Kimball Es ist wieder ein interessanter Fall wie Lügen verkauft werden, nur um Matcha als Wunderheilmittel an die Leute zu bringen. Aaaah. Genießt doch einfach den Geschmack vom Tee und bitte hört auf ihn in den Himmel heben zu wollen. Gesundheit ist das Resultat vieler Fakten. Wenn jemand schon gesund lebt und noch jeden Tag grünen Tee trinkt, kann er vielleicht davon profitieren. Aber wenn jemand schon krank ist, und all seine Hoffnung in dieses Pulver legt ohne seinen Lifestyle zu ändern, dann sollte man ihm das nicht als Wundermittel verkaufen.
    Und nochwas: Learn how to cite. Ein Doktorand von mir hätte dafür ne 6 bekommen.
     
    Lg,
    Hyeongseo
     
     
  5. Like
    Paul reagierte auf miig in Seminar mit Meister Atong Chen   
    So ein interessantes Thema, da muss ich doch gleich mal mein Gedicht zur Seite legen
    Ich stimme dir zum Großteil zu, aber will dich drauf verweisen dass es auch Ausnahmen gibt. Einmal finde ich dass manchmal bei verschiedenen Wassertemperaturen verschiedene Gesichter der Tees zum Vorschein kommen. Grade bei jungen Sheng hab ich oft den Eindruck dass bei 80° bis knappen 90° ein Großteil der Aromen herauskommt, aber die Bitterkeit unterdrückt wird. Mit heißerem Wasser kommt die auch zur Geltung. Und ich meine das nicht im landläufigen Sinne als ein schlechtes, zu vermeidendes Charakteristikum - eine gut strukturierte Bitterkeit gibt einem Sheng erst das Grundgerüst, das ihn komplex und interessant macht.
    Ich wette dass es Leute gibt, die das können, allerdings vermute ich dass es nicht allzu viele sind
    Ja, allerdings. Ich sehe das ähnlich wie 1:1-Vergleichstests mit unterschiedlichem Wasser, Ziehtemperaturen etc. Das ist richtige Arbeit, und erfordert Zeit, Muße und Mühe. Man macht es wohl eher zu Trainingszwecken, um die Wahrnehmung zu schärfen und das Verständnis zu vertiefen. Wenn man sowas zu oft macht, bleibt der Spaß auf der Strecke.
    Das ist eine klassische Aussage, die auch viele andere Lehrer so tätigen. Ich lehne mich natürlich ein bisschen aus dem Fenster, die zu interpretieren, obwohl ich gar nicht da war. Aber ich machs trotzdem und lade euch ein, mir zu widersprechen:
    Zum einen erinnert es mich sehr an das was in diesem Thema schon besprochen wurde - eine gewisse Neigung von Atong, zu versuchen, die Leute aufs Wesentliche zu lenken.
    In dem Sinne glaube ich nicht dass es für ihn das wichtigste ist, das Teeblatt zu decodieren, um diese ganzen Informationen systematisch zu entschlüsseln. Gratuliere dem, der das kann, aber für mich läuft man damit Gefahr, am eigentlich vorbeizuschießen. Ich behaupte einfach mal, es ist wichtig, dem Tee zuzuhören, was er zu sagen hat, und das auch mal wirken, stehen zu lassen, ohne es gleich in handfeste Fakten übertragen zu müssen oder gar zu können.
    Sprich: Mal nicht über-analysieren, mal nicht alles wissen wollen und müssen, sondern einfach den Tee erleben und vielleicht, womöglichsterweise, erwischt man sich dabei wie der analysierende Verstand mal ein bisschen zur Ruhe kommt. In dieser Ruhe kann der Tee dann erst wirklich präsent werden, und seine wertvollste und wichtigste Botschaft entfalten.
     
    P.S.: Es lebe die Majuskel!