VanFersen

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Über VanFersen

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    Tee-Kenner
  • Geburtstag 25.03.1983

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    Wien
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    Tee & Tee-Utensilien
    Bartöle & Vintage Stuff
    Japan/China/Taiwan
    Kochen
    Räuchern (Weihrauch,Harze,Hölzer)
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    Musik (Rock,Klassik,Soundtracks,Chillout,Asian Pop)
    Serien/Filme/Anime
    Lesen
    Schreiben

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  1. @GoldenTurtle - Um dennoch das Thema kurz anzuschneiden, da es mich wirklich interessieren würde : Du meintest oben, dass das mit Humidor, Feuchtigkeitspads, Weinkühler etc Quatsch sei. Doch wie soll man es in unserer Gegend hier in Europa sonst tun, wenn an es auf Zeit lagern will? Denn weder haben wir die konstant hohe Luftfeuchtigkeit von 70% oder mehr die es in Hongkong oder Taiwan gibt abgesehen davon, dass es bei uns richtig krasse Temperaturschwankungen gibt und wie man weiß ist Kälte der Feind vom Pu. Ein jetzt schon guter Freund aus Polen (theteapl) macht zwar kein großes Drama aus der Lagerung, aber selbst er lagert seine Pu in einem geschlossenen Kasten mit einer Schale Wasser darin platziert. Also so wie es scheint muss man irgend etwas zur Feuchtigkeit beitragen, damit der Tee weiterhin arbeiten kann. Aber ganz gleich was ich gerade schreibe wie machst du das - es würde mich sehr interessieren!
  2. @GoldenTurtle - ich muss sagen und da habe ich immer mehr Tee-Freunde in letzter Zeit getroffen die ähnlich denken, dass ich persönlich nichts von lagern halte. Ich bin erstens ein sehr ungeduldiger Mensch und vor allem ist mir dieser ganze Aufwand (Humidor, kaputter Weinkühler mit Humidity bags, Schüssel mit Wasser - Feuchtigkeitsmessgerät etc) es nicht wirklich Wert. Ich bin generell ein Mensch der jetzt genießen möchte und das hier und jetzt lebt - wenn ich wirklich etwas gealtertes will dann bestell ich es mir. Es gibt so viele Leute da draußen die wirklich eine gute Arbeit leisten, wenn es um die ideale zB Pu-erh Lagerung geht und bei diesen kann man dann auch bestellen und mir persönlich reicht das - zwar möchte ich schon etwas an meiner Lagerung arbeiten, vor allem in den letzten Wochen lese ich mir hierfür massig an Lektüre Online, offline etc durch. Aber mir geht es hierbei eher um die best möglichste Lagerung für 1-2 Jahre bis ich den jeweiligen Cake, Brick etc verbraucht habe. Aber lagern auf Jahre das ist nicht meine Welt. Vor allem kann so vieles passieren und wenn ich da sehe was manche für ein Vermögen lagern und es braucht nur eine Kleinigkeit schief gehen und auf einmal schimmelt der ganze Kasten (ein Beispiel) und man kann alles wegwerfen. Aber das ist am Ende nicht der Hauptgrund. Es ist einfach nicht der Ansatz beim Tee der mich tatsächlich interessiert. Vielleicht kommt es irgendwann noch, obwohl ich mir das im Moment nicht vorstellen kann, da es wirklich nicht mein Weg ist
  3. Schon interessant wenn man sieht, wie sich Dinge bzw. Gewohnheiten und Vorlieben im Laufe der Jahre ändern. Heute sieht bei mir diese prozentuale Auflistung schon ganz anders aus. Ich bin auch tatsächlich von dem Trieb abgekommen unnötig viele Kannen haben zu müssen, da man diese nie verwenden kann bzw. ihnen tatsächlich die ausgiebige Wertschätzung im Zuge einer dauerhaften Nutzung zu Teil werden lassen kann, wie man es gerne möchte. Daher nutze ich pro Teegruppe 1 bis max. zwei Kannen. Mehr macht einfach keinen Sinn. Auch was den Tee an sich anbelangt hat sich hierbei eine gewissen übergreifende Erkenntnis eingeschlichen die erst mit der Erfahrung zu ihrer Einsicht kam. Generell habe ich gerne eine gute Menge an Tee zu Hause um immer auf etwas zugreifen zu können, auf das ich gerade Gusto habe. Dennoch habe ich gemerkt das in einigen Belangen fast kein bis kaum Bedarf von Nöten ist. Würde ich von 1 (wenn dies die wichtigste Sorte ist) hinabrechnen, sehe in Zukunft mein Teelager nun eher so aus: Aged Sheng - ca. 5 - 8 Sorten Raw Sheng - ca. 4 Sorten Shou Pu-erh - ca. 2-3 Sorten Dancong Oolong - ca. 3-4 Sorten Wuyi Oolongs - ca. 4-5 Sorten Taiwan Oolongs - ca. 4-5 Sorten (darunter 1x-2x geröstete, 1x Baozhong, 1x Oriental Beauty & 1x-2x gute High Mountain Oolongs) Tie guan yin - ca. 1 Sorte Grüntee - ca. 3 Sorten (1x Japan, 1x China und 1x Korea) Schwarztee - ca. 3 Sorten (1x China (Lapsang), 1x Korea & 1x Taiwan (Sun Moon lake) Weißer Tee - 1 Sorte Wenn ich mir meine Auflistung am Anfang ansehe, hat sich wirklich viel verändert. Es stimmt wohl wirklich, dass wenn man mit Tee beginnt irgendwann am Ende bei Pu landet und nicht mehr loskommt. Seit Monaten trinke ich fast zu 90% nur noch aged Sheng, raw Sheng und Shou Pu-erh - der Rest teilt sich auf meist Dancong und den Rest auf - wo früher Pu am Ende der Kette stand ist es nun der Anfang
  4. Über die Honignoten in ungesüssten Tees

    Vor allem bei raw Sheng und Oriental Beauty erlebe ich das sehr intensiv. Es ist aber vielmehr eine natürliche Süße, als diese direkte "In your face sweetness" - was ich bei raw Sheng so liebe ist diese rohe Ursprungskomponente von Bienenwachs. Diese riecht man tatsächlich 1:1 oftmals so intensiv, dass man glauben könnte man sei mit einer Bienenwachskerze eingewickelt worden
  5. Annahme von Fremdgerüchen ...

    Darum achte ich immer massiv darauf! Was bedeutet: Wenn man kocht, danach lüften, bevor man Tee zubereitet. Auf keinen Fall Tee in der Küche lagern! Am besten in einem anderen Raum (bestens geeignet Schlafzimmer, da kaum Geruchsentwicklung) Bei offener Wohnung (Badezimmer etc. jeder Dampf & Co kommt überall hin - immer gut und lange Lüften bzw. Teekannen und Tees in einer geschlossenen Vitrine, Kiste etc. lagern Wenn wie bei mir der Teetisch in der Küche steht, dann während dem Kochen oder Duschen (falls diese gleich anbei ist) immer ein Tuch über das Teegeschirr legen, dass vielleicht gerade auf dem Tisch zum Trocknen abgelegt wurde (nach einer Session). Zum Lagern von Tee immer Zip Doypacks nutzen! Leider vaporisiert so gut wie alles das Duft hat, selbst wenn man acht gibt. Sobald man duscht gelangt der Duft mit dem Dampf in die Luft und legt sich später auf Oberflächen und Co ab. Ich musste das schon oftmals beobachten, dass der feine Staub im Wohnzimmer einen Parfümartigen Geruch nach wies. Darum habe ich alle meine Kannen in einer Glasvitirine und Teesorten in einer Kartonkiste bzw. Blechboxen gelagert. Somit kann nichts passieren
  6. Anfängerfehler - Pause - Neuanfang!

    @Jinx - ich kann dir in allem nur Recht geben und es sehr gut nachvollziehen. Ein gewichtiger Grund warum ich damals nicht von dem Journalistischem ab konnte, war der Druck den ich mir Jahre lang machte unbedingt etwas "Großes" sein oder tun zu müssen. Ich hatte Jahre lang für kaum bis kein Geld für Musikmagazine geschrieben, dann sogar fürs Radio. Aber nirgendwo sprang eine Festanstellung heraus, geschweige denn genügend Geld das ich irgendwie davon Leben könnte. Davor wollte ich immer eine Band gründen, aber zur damaligen Zeit gab es keine ambitionierten jungen Leute die echt etwas erreichen wollte. Heute gut 14 Jahre später sieht der Markt ganz anders aus, aber nun bin ich in einem Alter (34) wo ich lieber meine Ruhe haben will und auf solch eine Lebensart einfach keine Lust mehr habe. Auf jeden Fall kam ich vom Musizieren zum schreiben über Musik und von dort wiederum zum schreiben über Tee. Da Asien vom Kleinkindalter an immer eine prägende Rolle für mich gespielt hat und immer noch spielt (Anime, Videospiele, Kpop (generell Musik), Essen, Kultur, Filme, Dramaserien und eben sehr sehr wichtig TEE) hat am Ende eine Fusion von dem einem mit dem anderen geführt. Doch wie du schon geschrieben hast, hatte ich mir mit dem Blog immer mehr und mehr Druck gemacht, da ich am Ende auch etwas damit erreichen wollte - natürlich in irgendeiner Art davon Leben zu können oder das sich daraus mehr entwickelt. Doch mit dem selbst auferlegtem Druck einem Berufsbild näher zu kommen und seinen Lesern gerecht zu werden, schwand auch immer mehr die Freude dahin. Ich denke die Unverträglichkeit erfolgte im Zuge dessen aus allen genannten Umständen, Stress und der Verlust an Freude daran spielten mit Sicherheit auch eine Rolle. Worauf ich damit hinaus wollte: Am Ende habe ich erkannt, dass nicht etwa Geld einen Job schön kaufen kann oder das man unbedingt etwas Hohes in seinem Leben sein muss um jemand zu sein, sondern, dass es wichtig ist wer man ist und das man Glücklich ist. Geld erleichtert vieles aber es macht nicht einzig und allein Glücklich. Was bringt einem alles Geld der Welt, wenn man beruflich so eingespannt ist, dass man keine Zeit es es zu genießen oder gar auszugeben. Etwas mit "MUSS" zu erreichen glich bald mehr einer Krankheit, als einem Ziel und von daher hatte ich eines Tages meinen Frieden damit gefunden. Dies war vor gut 2 Jahren. Ich erkannte dass der wahre Reichtum im Leben "Zeit" ist. Ich arbeite 25 Stunden die Woche und mehr will ich auch nicht arbeiten. Ich liebe meine Arbeit nicht, aber sie ermöglicht mir viele Freiheiten und vor allem ein Arbeitsumfeld in dem ich mein eigener Herr bin und mir alles so einteilen kann wie ich es möchte und mir niemand auf die Finger sieht. Das und der Faktor Zeit zu haben bedeutet mir weit mehr, als 2000€ Netto monatlich bei 45-50 Stunden Arbeit am Konto zu haben. Man muss im Leben Freude an den Dingen haben, denn Arbeit ist einfach nur Zeitverschwendung - außer man verbringt sie mit etwas das einem Freude macht und man sich darin verwirklichen kann - sollte man aber nicht das Glück haben dies tun zu können so finde ich sollte Arbeit einem so wenige wie es nur geht nerven können oder von dem abhalten was man wirklich tun möchte und in diesem Fall bin ich schon am richtigen Platz Ich bin stolz auf meinem Blog da er eine gute Basis und ein gutes Lexikon für Tee bietet, vor allem wenn man neu in die Materie einsteigt. Aber ich für meinen Teil habe nun seit gut einem 3/4 Jahr mit Instagram die bessere Variante gefunden. Vor allem kann man hier viel leichter und unbefangener Bilder und Reviews veröffentlichen und man hat gleich direkten Austausch mit Teefreuden aus aller Welt. Aber so lernt und entwickelt man sich eben weiter. Aber wie ich immer sage: Egal was man im Leben durchmacht oder erlebt, alles hat am Ende einen Sinn und führt einem einen guten Schritt weiter in die richtige Richtung.
  7. Mythos Yixing?

    Diese Treebark rissigen bekommt man fast kaum mehr zu Gesicht, da sie schneller verkauft sind, als man Kanne sagen kann, was gut für Novak ist, aber schlecht für mich - ich wünschte ich hätte mehr Kannen von ihm von dieser Sorte, leider oder bzw Gott sei dank besitze ich wenigstens eine @Jinx - Hm...echt interessant, denn ich muss gerade schmunzeln da ich selbst einiges nicht mehr so sehe wie ich es in diesem Text geschrieben hatte hahaha - ich muss sagen dass ich nun genau der bin der aged Sheng in einer Kanne zubereitet, so auch raw Sheng in einer anderen und Shu in einer eigenen - ich bin sogar schon am überlegen mir eine Kanne für eine zweite aged Sheng zu kaufen sodass ich feucht und trocken gelagerten aged Sheng trennen kann. Soviel also zum Minimalismus! Ich denke mein Ansatz war etwas falsch gewählt, aber nicht ganz falsch gemeint. Bei asiatischen Kannen kauft man die Kanne meist schon mit dem Ziel was es werden wird, eben nach Tonart etc. - so kauft man eine Chao Zhou Kann gezielt für Dancong. Bei westlichen Töpferstücken entfaltet sich die Berufung meist erst wenn man sie in der Hand hält und dann einem sofort die Eingebung kommt. Also stimmt es nicht so ganz wie ich es ausgedrückt hatte, dass europäische Stücke zu allem passen, denn das stimmt auch wieder nicht. Ich für meinen Teil sehe Novak Stücke eher für geröstete Oolongs, da die Kannen, vor allem die unglasierten einen recht Steinigen und Mineralischen Touch haben, was meiner persönlichen Meinung bestens zu Wuyi passt oder sehr gerösteten Taiwan Kollegen. Duchek zB ist der King of Pu vor allem für raw Sheng (unglasiert). Geht es um glasierte Stücke passt dazu alles, aber zB unglasierte Bero Kannen passen wieder sehr universell zu den Meisten Teesorten - da beziehe ich mich vor allem auf seinen rotbraunen Ton. Aber wie gesagt, wann kann viel reden und Ansichten ändern sich am Ende auch wieder mit der Erfahrung oder gewissen Einsichten, aber am Ende bleibt es dennoch für jeden eine ganz eigene persönliche Entscheidung was er wie nutzt um seine Teesorten zu genießen. Irgendwie bewundere ich auch Leute die nur ein wunderschönes kleines Gongfu Porzellanset besitzen und damit alle Sorten zubereiten und sich rein auf den Tee fokussieren. Mein Weg wäre es persönlich nicht, dazu liebe ich Teegeschirr zu sehr - aber leichter und platzsparender hat man es auf jeden Fall
  8. Dancong und die Tomaten!

    Ich tippe auch fast auf die Lagerung. Die Verpackungen kenne ich seit eh und je und diese sind das geruchsneutralste was ich je bei Teeverpackungen erlebt habe. Daran kann es nicht liegen, einzig und alleine was ich mir vorstellen könnte ist, dass "vielleicht" beim Transport das Paket sehr großer Hitze ausgesetzt war und diese Hitze in Verbindung mit den Verpackungen und dem Tee eine seltsame chemische Reaktion ausgelöst hat. Es gibt Packungen wo es nicht so heftig ist, vor allem der Duck Shit, Ba Xian und der Zhi Lan sind massiv heftig in dieser Hinsicht. Seltsam ist das am Ende diese drei Sorten auf unterschiedlichen Ecken dieser Anbaugegend kommen, somit unterschiedliche Bauern und vor allem unterschiedliche Arten sind bzw. sogar Jahrgänge, denn die ersten beiden sind von 2017, während der Zhi Lan von 2016 ist. Daher ist ein Fehler in der Lagerung bzw, während des Transports das wahrscheinlichste. Ich war bis zu dieser Bestellung noch nie in Kontakt mit Liu Bao (Heicha) gekommen, dies war so ziemlich die letzte Art von Teegattung die ich neu entdecken durfte. Seit ihr mit diesen Sorten bewandert? Es mag sein dass dies so gehört, aber dieser Tee hat mich richtig heftig geflasht - So etwas habe ich in meinen Lebzeiten bisher nicht erlebt. Es ist ein aged Liu Bao v0n 2002. Ich hatte schon Shengs von 1950, 1970 wo man eigentlich eher annehmen könnte soetwas wäre möglich, aber dieser Liu Bao riecht wie ein massiv schimmliger alter Keller. Und schmeckt auch ganz genau so. Ich hab schon oft gehört das Tee gewisse Auswirkungen auf den Körper haben kann, aber Leute das war echt HEFTIG! Nach einem Schluck hatte es für mich gereicht, aber dieser eine Schluck hatte es in sich. Mein ganzer Mundraum wahr am kribbeln und brennen (nicht wie Feuer, aber mehr als nur ein zartes Kribbeln) und instant ist dieses ganze Profil durch meine Nase und Geruchssinne geschossen und bam voll aufs Hirn - ich mach keine Scherze mein gesamtes Hirn hat gekribbelt. Abgesehen davon hab ich ewig diesem Kellerschimmelgeschmack nicht aus dem Mund bekommen. Also so etwas seltsames hatte ich mit einem Tee noch nie erlebt. Ist es normal das Liu Bao wenn er alt ist diesen Schimmelflair hat?
  9. Dancong und die Tomaten!

    Mir entzieht sich der Humorfaktor hier auch gänzlich tztztz... Ja seltsam - mit der Zeit bekommt man eigentlich so ziemlich all Arten von Geruchsprofilen mit - zu mindesten denk man es. Fraglich ist wirklich ob dieser Geruch wirklich von den Dancongs kommt oder durch etwas anderes entstanden ist. Denn wie gesagt ist seltsam das jede Packung so riecht, manche intensiver, aber dennoch alle auf der selben Geruchslinie, aber kaum kommt heißes Wasser hinzu tritt der Facettenreichtum wieder ein und alles bekommt seine Normalität. Nun stellt sich schlussendlich nur die Frage, sind diese Tomaten ein Umstand natürlicher Güte oder ein Unfall im Laderaum des Fliegers.
  10. Dancong und die Tomaten!

    Ahoi Leute, ich hab schon lange nichts mehr von mir hören bzw. lesen lassen. Aber gerade kam eine Thematik auf, wo ich mir dachte ihr könntet da vielleicht ein gewisses Wissen dazu beitragen. Ich bekam eine neue Bestellung von Yunnan, meinem liebsten Online Händler - ich hatte bisher noch nie Probleme mit irgendeiner Bestellung von Scott. Daher war der Schock groß, als jene Bestellung ankam. Wie ihr euch denken könnt und wisst, habe ich schon sehr viele Dancongs verkostet, vor allem da diese Sorte an Oolong zu einer meiner Favoriten zählt. Wenn man in solche eine Packung mit Dancong hineinschnüffelt, mit was für Aromen verbindet ihr den Duft, sicherlich mit nussig, floral, fruchtig, vielleicht auch etwas süßlich oder leicht herb mit einer dezenten Röstnote - Aber sicher nicht Maggie Suppenwürfel mit Tomaten bzw. Tomatengrün? Aber so riecht fast jede einzelne Packung dieser Bestellung von Dancongs 2017. Ist vielleicht an der Ernte in diesem Jahr etwas anders. Haben sie die Umstände der Natur geändert, wächst etwas anderes anbei das dieses Aroma auslöst - weiß jemand etwas? Ich bin mir nun selbst nicht mehr sicher ob ich je solch wirklich extrem frische Dancongs hatte. Meist waren diese immer vom letzten Jahrgang oder mindestens gut 6 Monate von ihrem Erntezeitpunkt entfernt, aber diese sind richtig frisch, vielleicht riechen ganz frische trocken Dancong Blätter so - tun sie das? Seltsam ist wirklich das jede Packung so riecht - oh ich sehe gerade das einer dieser Sorten von 2016 ist, also kann das mit dem frischen auch nicht der Fall sein. Ich verstehe es einfach nicht. Mich irritiert das richtig, da ich solch ein Geruchsprofil nicht kenne. Es ist so merkwürdig und überhaupt nicht Dancong-like. Hat jemand schon einmal einen Dancong gehabt der solch starke Nuancen aufgewiesen hat? Oder mit dem Paket ist auf der Reise irgendetwas passiert, irgendetwas ausgesetzt worden (starke Hitze ... keine Ahnung) Ich kann euch nicht sagen, wie seltsam diese Sorte riechen und sie sind nicht mal von der selben Gegend oder dem gleichen Farmer, denn das würde vielleicht auch noch Sinn machen. Da ist alles dabei von Duck Shit, Zhi lan, Ba Xian, Xingren etc... Also eigentlich sollten diese Sorten unterschiedlich riechen, tun sie aber nicht - erst wenn die Blätter mit heißem Wasser übergossen werden, dann kommt endlich der eigentliche Charakter durch, aber davor gibt es nur Tomaten, Tomaten und Maggi Würfel
  11. Es kommt schlichtweg auf den Tee an - so einfach ist die Antwort. Es ist wie mit dem Essen, es schmeckt auch nicht jede herzhafte Speise gut, wenn man ein und das selbe Gewürz benutzt, es kommt auf die Zusammensetzung der Speisen an. So auch beim Tee. Ich kann aus Erfahrung sagen das man die meisten Teesorten mit leicht kochendem Wasser zubereiten kann, außer Grüntee! Dieser macht bei der Teefamilie eine Ausnahme. Auch beim kochendem Wasser gibt es signifikante Unterschiede - Brodelt das Wasser nur leicht oder blubbert es schon wie wild vor sich hin, letzteres würde ich nur benutzen wenn es um Wuyi Oolong, Shu Puerh oder Schwarztee geht. Bei Sheng, grünen Taiwan oder China Oolongs, Weißtee, Gelbertee und Dancong achte ich zumeist darauf eher nur "anfängliches leicht aufkeimendes brodelndes Wasser" zu nutzen - ich schätze das dies knapp bei 90° oder darunter liegen wird. Um ehrlich zu sein gehe ich da sehr nach Augenmaß und Gefühl, da ich das Wasser nicht nach seiner Temperatur messe. Bei Sencha, Gyokuro und chinesischen Grüntee (auch koreanischem und anderen), lasse ich das Wasser leicht aufkochen, nicht brodeln und betreibe dann das hin und her schippen Spiel - Wasser in die Kanne (Temperatur fällt), von der Kanne in die Tasse (Temperatur fällt erneut) und dann Tee in die Kanne und Wasser von den Tassen in die Kanne (Temperatur fällt erneut und müsste dann ca. bei 75° sein. Damit fahre ich eigentlich immer gut. Hatte auch schon probiert einige Sorten mit abgekühltem Wasser zu zubereiten aber hier schleicht sich immer ein und das selbe Problem ein - fader Geschmack. Versucht man z.B. einen Wuyi Oolong oder einen Shu mit 80° zu übergießen erkennt man schon alleine an der Tassenfarbe, dass die Intensität darunter leidet und so auch im Geschmack. Zu geringe Temperaturen können bei gewissen Teesorten dazu führen dass nicht alles aus ihnen herausgelockt wird und man nur die Hälfte zu schmecken bekommt. Sicherlich kann dies auch dem ein oder anderen munden, aber mein Fall ist das nicht. Ich gehe hierbei lieber aufs Ganze
  12. Kommt auf die Kanne an. Bei meinen 120ml nutze ich ca. 4,5-5g, bei meiner 100ml ca. 4-4,5g und bei meiner 70ml ca. 3,5-4g. Ich denke das ist eher Standard weder zu wenig, noch zu stark. Ich finde das zu viel Blattwerk am Ende nichts bringt, alles schmeckt nur zu übertüncht und viel zu intensiv was am Ende den eigentlich Genuss reduziert. Früher bei meinen 200ml Kannen Zeiten waren es auch ca. 7g, aber das passte auch, da die Kannen das mit ihrem Volumen ausgeglichen haben. Am Ende soll man ja das richtige Profil des Tees schmecken. Ich sehe ich wie mit anderen Sachen - Beispiel wenn ich mir einen Saft mit Sirup und Wasser machen würde (eher meine Frau als ich ) dann schmeckt das auch nicht gut, wenn man zu viel von dem Sirup hinein gibt, aber zu wenig schmeckt nur zu wassrig. Oder eine Suppe. Wenn man Zu viel Wasser nimmt dann schmeckt sie zu wassrig, aber nimmt man zu wenig schmeckt sie als würde man an einem zu intensivem Maggiewürfel lutschen. Aber jeder muss das für sich selbst entscheiden
  13. Wasser zur Teezubereitung, welches nehmt ihr?

    @Ann - Die Chinesen wussten schon immer von was sie sprachen. Hier sagte einst ein Gelehrter "Wenn der Tee eine 10 ist und das was eine 7, ist der Tee am Ende dennoch eine 7" - Wasser ist fasst schon bedeutender, als der Tee selbst. Selbst wenn du einen wirklichen Highend Tee hast, wird er mit miesem Wasser auch nur mittelmäßig schmecken. Der Tee macht das Wasser nicht besser, sondern das Wasser den Tee. Aber anders herum wird ein schlechter Tee mit bestem Wasser nicht besser, sondern nur am Besten in seinem best möglichem Sein. Man mag es kaum glauben wieviele Faktoren einen unterschiedlichen Einfluss auf den tatsächlichen Geschmack von Tee haben können. Oft ist es nicht nur das Wasser, der Tee selbst sondern auch die eigene Tagesverfassung, als auch der Ort des Genusses. Ich hatte unzählige Momente wo ich anderen einen wirklich genialen Tee näher bringen wollte, diesen zu ihnen mitnahm (mit eigenem Geschirr) - dennoch war ich manchmal vom Ergebnis vor Ort selbst etwas enttäuscht, da dort der Tee ganz anders sich entwickelte, als bei mir zu Hause - sicherlich kam hierbei auch wieder das Wasser zum Handkuss, da ich vor Ort nicht immer Lauretana bei mir hatte, aber selbst in Fällen wo ich es mitführte, war oftmals das Ergebnis an anderer Stelle auch ein gänzlich anderes.
  14. Ahoi ihr, vielleicht hat jemand von euch schon Erfahrungen sammeln können oder sich selbst in diese Materie weiter vertieft und kann sein Wissen mit mir und uns teilen. Ich bin letztens über eine Teekanne gestoßen die laut Angabe einen hohen Eisenoxidgehalt inne hat, waren glaube ich 6% oder so. Was genau hat dieser Gehalt für einen Effekt auf die Kanne bzw. auf den Tee? Eignen sich solche Kannen am Ende für alle Teesorten oder eher nur für spezielle.
  15. Danke dir - Das Problem war früher dass ich mir wirklich mit allem nach und nach zu viel Druck gemacht hatte. Ich musste an dem und dem Tag einen Bericht auf ZeroZen veröffentlichen, es musste in Deutsch und in Englisch sein. Musste, musste, musste. Jetzt mache ich es so wie es mir Freude macht. Es kommt fast täglich etwas auf meinem Instagram ZeroZen Kanal heraus. Wenn ich viel Zeit habe eine aufwendigere Review, bei weniger Zeit ein Foto einer aktuellen Tee Session oder neuen Teesorten die per Post gekommen sind. Mit Instagram muss man nichts formatieren. Man kann sich viel mehr auf den Tee an sich konzentrieren, mehr auf die Bilder, den Genuss und erst an dritter Stelle kommt der Text. Durch das Wörterlimit ist man auch gezwungen sich etwas kürzer zu halten, weshalb man nicht verfällt ewige Romane zu schreiben Wenn man sich am Ende immer einen Druck mach überall und mit allem präsent sein zu müssen, dann verliert man zu schnell die Freude an etwas, das man eigentlich liebt. Und das sollte nicht passieren.