Jinx

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  1. Ich halte dies (mal wieder) für ein ziemlich deutsches Problem In anderen Sprachen wird durch die Wortwahl zwischen Tee (camelia sinensis) und anderen Pflanzenaufgüssen (tisanes, infusions) differenziert. Da stellt sich die Frage gar nicht. Im Deutschen wird ja sogar Mate als Tee bezeichnet und irritierenderweise auch in Teebeuteln angeboten, was ich im Gegensatz zum Original geschmacklich ziemlich furchtbar finde. Ich habe unter Tee immer nur die c.s. im Kopf. Das führt inzwischen dazu, dass ich die Frage "Willst du einen Tee" mit der Gegenfrage "Was meinst du damit" beantworte, da ich weder Roibos noch Yogi noch Kräuter- oder Früchtetee sonderlich gern trinke. Nachtrag: In einem Kaffeeforum (wo die so richtig abgehen und von Tee nix wissen wollen) wurde sogar moderner ("Third Wave") Filterkaffee als teeähnlich bezeichnet, da er weniger stark gebrüht wird als der klassische deutsche Filterkaffee, um die Aromen herauszuarbeiten.
  2. Das stimmt schon. Der Kaffee in einem durchschnittlichen deutschen Café ist meist eher mäßig (Ausnahmen bestätigen die Regel). In Hamburg haben sich einige "Third Wave Cafés" niedergelassen, die sehr erfolgreich sind. Deren Kernkompetenz ist Filterkaffee, der geradezu rituell gebrüht wird und lustigerweise eher teeähnlich daherkommt. Schmeckt für Kaffeetrinker erst mal gewöhnungsbedürftig, habe ich mir sagen lassen (ich habe ja normalen Kaffee immer gemieden). Es geht dort ebenso wie bei uns um die zahlreichen Nuancen, die Bohnen von sehr gehobener Qualität produzieren können, wenn man sie richtig aufbrüht. In diesen Cafés gibt es auch Snacks wie Kuchen, sonstiges Gebäck und Sandwiches, aber der Kaffee steht im Mittelpunkt. Damit setzen sie sich von traditionellen deutschen Cafés ab, wo man teilweise schräg angeschaut wird, wenn man zum Getränk nicht auch was dazubestellt. Ich habe in Deutschland immer die Kultur kleiner Lokale vermisst, die man in erster Linie aufsucht, um ein Getränk zu konsumieren. Ich habe als Kind in Italien die dortigen Bars kennengelernt, die auch Espresso (dort Cafè genannt) ausschenken, die man oft im Stehen an der Bar einnimmt und die aus Gründen der gesellschaftlichen Teilhabe an der Theke konsumiert nicht mehr als €1 kosten dürfen. Espresso wurde übrigens auch an Kinder ausgeschenkt (ich war etwa 10, damals begann ich in Italien zu entdecken, dass man nicht nur Tee trinken kann, sondern auch Kaffee, wenigstens wenn er nicht von Deutschen zubereitet wird). Es gibt dort auch Kleinigkeiten zu essen, z. B. ein paar Sandwiches oder eine oder zwei Sorten Kuchen, aber es wird nicht erwartet, dass man so etwas mitbestellt. Anderswo gibt es Teestuben, die eben den lokalen Standardtee ausschenken, als Kerngeschäft. Diese Lokale sind immer auch Treffpunkte, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen, vergleichbar einem britischen Pub, dessen Kerngeschäft ja auch das Bier ist. So etwas fehlt hier; man trifft sich in Lokalen, wo man unter sich bleibt und man oft das Gefühl hat, es gäbe einen unausgesprochenen Mindestbestellwert ("Sie wollen also nur ein Kännchen Tee, ja? Nichts sonst?"). Kontakte mit Fremden sind eher selten. Dieses selbstveständliche Ins-Gespräch-miteinander-Kommen habe ich in italienischen Bars, in usbekischen Teestuben (nur Grüntee, kein Essen, nix anderes), in britischen und irischen Pubs und französischen Cafés kennengelernt, auch in Wien in Kaffeehäusern. Hier ist das weitaus schwieriger. Ist wohl eine kulturelle Frage.
  3. Mir ist heute der Deckel meines Staub-Eisenkessels heruntergefallen. Ein kleines Stück Emaille ist am Deckelrand abgeplatzt. Es beeinträchtigt die Funktion in keinster Weise und läuft unter "Gebrauchsspur". Trotzdem ... ich versuche, mich nicht zu ärgern.
  4. Ja, wir leben im Land der Barbaren, auch wasTee angeht Ich kann noch eine Erfahrung bei einer Bagel-Kette beisteuern: Dort wird sehr viel Wert auf hochwertigen Kaffee und Tee gelegt und auch gezielt damit geworben. Der Mann war mutig und versuchte sich mehrmals and der Sonstewas-Roast-Mischung, und das Zeug war immer eine saure, untrinkbare Plörre. Ich blieb bei Tee und nahm die Standard-"Da macht man nichts falsch"-Sorte, die meine erste Wahl für unübersichtliche gastronomische Angebote ist: Earl Grey. Der Tee kam in einer großen, bauchigen Tasse, in die ein großes Sieb gehängt wurde. Das war voll mit Teeblättern (die Menge, die man eher für eine mIttelgroße Kanne nimmt). Darüber wurde mittels einer Wasserdüse der großen Kaffeemacher-Maschinenstraße Wasser mit Druck gesprüht. Das Ergebnis war ungenießbar, obwohl ich die Blätter keine 20 Sekunden ziehen ließ: seifig, zu konzentriert, bitter. Es mag sein, dass der Tee sehr stark aromatisiert war, aber das Problem ist die Zubereitung. Ansonsten kann ich das unterschreiben, was in dem Artikel steht, allerdings mit zwei Einschränkungen: Es gibt gerade in Norddeutschland positive Ausnahmen: Cafés, die Tee sorgfältig servieren und die neben dem offenbar unvermeidlichen Grüntee-Passionsfrucht-Angebot auch klassische Sorten in loser Form haben, aus denen man mit ordentlich heißem Wasser und einem ausreichend großen Einweg-Papierbeutel eine gute Tasse bereiten kann. In Norddeutschland bekommt man auch gerade im ländlichen Bereich Friesentee-Angebote, die auch sehr trinkbar sind. Die zweite Einschränkung ist der Teil zum Thema Kaffee. Da ich inzwischen auch Kaffee trinke (Bohnen aus kleinen Röstereien, selbstgemahlen, ohne Maschinen zubereitet, Kleinstmengen), der mir schmeckt, sehe ich das gastronomische Kaffeeangebot mittlerweile etwas differenzierter. Es ist richtig, dass es an jeder Ecke Kaffee gibt, nur ist der meist nicht sonderlich gut. Das hat unterschiedliche Gründe: überlagerte oder trashige Bohnen, falsche Dosierung, ungereinigte Maschinen (der besonders unhygienische Klassiker des Geschmackskillens). Oder man bekommt komische Konstruktionen (Latte Macchiato Frappé mit Karamellsirup), die einfach nur künstlich und nach was auch immer schmecken, aber nicht nach Kaffee. Besonders hier gilt dasselbe wie bei Tee: Aroma hat die Aufgabe, geschmackliche Unzulänglichkeiten des Grundprodukts zu überdecken. Es gibt viel Quantität und sehr wenig Qualität, und das für ziemlich viel Geld. Auch hier ist es unglaublich, was die Leute in sich hineinschütten - und das gilt vom Coffee-to-go am Bahnhof bis zum Espresso beim Italiener nach dem Essen. Wobei es natürlich auch Lokale gibt, die guten, sorgfältig zubereiteten Kaffee unterschiedlichster Zubereitungen anbieten. Wir sind eben eine Minderheit, die sich mit den Mainstream-Angeboten nicht zufriedengibt. Sowohl bei Kaffee als auch bei Tee ist das im Bundesdurchschnitt jedoch anders ;)
  5. Diesmal etwas aus den USA, und zwar direkt aus der untersten Schublader der What-the-Fuck-Abteilung. Starbucks hat ja auch Tee, und es geht um die Ausschank-Weihnachtsbecher (alternativer Titel: White men with problems): Starbucks schenkt Heißgetränke aus, während es Jesus hasst ... oder so ähnlich.
  6. Du meinst das richtig ernst, oder?
  7. Dazu kann ich mich überhaupt nicht äußern (mangels einschlägiger, fundierter Kenntnisse. Ist auch gar nicht das, was mich an Kaffee überhaupt interessiert
  8. Nein, aber man kann z. B. ein Schweinegeld für handverlesenen und handgerösteten Lagenkaffee lassen Wenn man denn will Ich war zwar weder in Griechenland noch in der Türkei, aber ein sehr ähnlicher Kaffee wird auch in Armenien, Aserbaidjan und in Israel getrunken (sowie im ganzen vorderen Orient und im arabischen Raum auch). Unterscheiden tun die sich nur in der Anzahl der Aufkochungen (es sollten zwei sein) und in der Zucker- und Gewürzbeigabe. Mit unserem deutschen Standardkafee (örks) funktioniert das nicht; es geht zwar prinzipiell jede Sorte, die einem auf diese Zubereitungsart schmeckt, aber er muss wirklich ganz, ganz, ganz fein gemahlen sein (mehlartig, sozusagen). Sonst ist das Ergebnis zwangsweise furchtbar Ich trinke den momentan jeden Abend, bevor The Walking Dead anfängt (aber das ist ja wieder ein anderer Thread) Ähem, also, das geht gar nicht. Es stimmt schon, der Kaffee ist prinzipiell geeignet, hat ein traditionelles Aroma und ist sehr, sehr fein gemahlen. Ihr werdet jetzt vielleicht lachen, aber man muss schon vor der Zubereitung frisch mahlen, sonst hat das einfach kein Aroma. Es ist ungefähr so, als würde man jemandem, der eine wirklich aromatische Tasse Tee will, einen Beutel andrehen, der ein paar Monate offen in einer Kiste lag. Wer gemahlen gekauften Kaffee im Haus hat, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass beim ersten Öffnen der Tüte ein starker Kaffeeduft aufsteigt. Füllt man die Tüte um oder verschließt sie sorgfältig und stellt sie vielleicht in eine Dose, dann ist der Duft nach ein, zwei Tagen schon deutlich schwächer, um sich sehr schnell zu verflüchtigen. Wenn man nicht so viel Kaffee trinkt, dann gern auch lange bevor die Tüte aufgebraucht ist. Ja, ich gebe es zu, ich mahle meinen Kaffee vor dem Zubereiten. Kein Kaffee wird durch Herumstehen besser, er ist in dieser Hinsicht ganz viel Shinsha und überhaupt kein Pu-Erh. Aber für mich hat Kaffee einen Stellenwert außerhalb von Durstlöschen oder langen Tinksessions: Es ist für mich ein Genuss-Getränk, das in Kleinstmengen getrunken wird, und zwar vormittags und später abends. Das Problem ist nicht der Kaffee, sondern das Gemahlene. Aber abgesehen davon, für jemanden, der das nur mal ausprobieren will, ist der vielleicht schon geeignet. Er wird auch in einer kleinen Folientüte in einer sehr kleinen Menge (100 g oder so) verkauft, sodass man den auch sehr schnell aufbraucht und nicht mit Resten dasteht.
  9. Keine Lust mehr auf den bäuerlichen Touch beim Blümchen- und Kräuterteetrinken? Bringen Sie Eleganz und Subtilität in Ihren täglichen Bubu-Tee und genießen Sie ihn in ungewöhnlichem Yixing-Setting. Aber sehen Sie selbst:
  10. Ich beschäftige mich gerade mit ... Kaffee. Interessantes Thema. Man kann Kaffee tatsächlich trinken, wenn man ein paar Dinge beachtet. Dennoch ist und bleibt Tee mein Lieblingsgetränk, keine Sorge Aber nachdem ich schon Mate in meinen Getränkekanon aufgenommen habe, sollte für urtümliche Kaffeespezialitäten auch Platz sein.
  11. Ich würde auch denken, dass Tee vielleicht nichts für dich ist. Oder halt nur in aromatisierten Varianten. Ich habe lange auch praktisch ausschließlich aromatisierten Tee (schwarz) mit Zucker getrunken. Mein Alltagstee ist heute britischer Schwarzer mit einem echten Zitronenschnitz in der Kanne und einem Hauch Süße. Ansosnten trinke ich morgens Matcha, ansonsten Oolong oder Pu-Erh, zu asiatischem Essen grünen Gunpowder, außerdem türkischen Tee und marokkanischen Minztee. Im Sommer kommen noch selbstgemachte Eistees hinzu. Abgerundet wird die Auswahl durch besondere Kaffees und Yerba- bzw. Erva-Mate. Ist bunt, sehr koffeinhaltig, aber ich mag es so. Wichtig ist, dass es schmeckt, egal ob Kräuter, Gewürze, Tee (gleich welcher Farbe) oder andere Getränke.
  12. Ein No. 6 China Top Fancy Oolong Bio vom Hamburger Teespeicher
  13. Aus der allseits beliebten Reihe "Teapots from Hell" sehen Sie heute Ausgabe 4870: Themar: Wizard of Oz, Dorothy und ihre Fußhupe.
  14. O.k., damit wird es klarer. Du meinst keinen "Tee" im klassischen Sinne, daher redet ihr hier auch alle aneinaner vorbei. Ich würde dir dann eher raten, in einem großen Naturkostladen zu schauen. Da gibt es ein recht breites Angebot an natürlichen Kräuter- und Gewürzteemischungen, auch aus der ayurvedischen Richtung. Ein klassischer Teeladen (egal welcher Güte) ist da nicht die allererste Anlaufstelle für dich. Edit: Es sei denn, jemand kennt ein Geschäft, das (naturbelassene) Aufgussmischungen als Schwerpunkt hat.
  15. Mein absoluter Traum wäre dieses hier: KLICK Ein Cottage auf den Shetland-Inseln. Da dies jedoch nicht wirklich realistisch ist, sind meine nächsten Ziele eine gute Espressomühle und eine Softbrew-Kanne. So wie ein halbes Pfund Jamaica Blue Mountain. Mittelfristig wäre eine Katze auch sehr nett.